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VH127 Die “Zivilisation” und ihre Feinde - 1917 und heute

An Ostern schockte der US-Präsident die Welt mit einem neuen nächtlichen Tweet. Trump drohte dem Iran: “A whole civilization will die tonight, never to be brought back again. I don’t want that to happen, but it probably will.”

(Der volle Tweet samt rund 60.000 “Likes” findet sich auf seinem persönlichen “sozialen” Netzwerk: https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/116363336033995961 (Abre numa nova janela))

Die kaum verhüllte Drohung mit einem Nuklearschlag blieb bislang zum Glück eine rein verbale Drohung. Aber dass ein amerikanischer Präsident einem anderen Staat einfach mal so die komplette Vernichtung ankündigt, ist ein neuerlicher Tiefpunkt. Auch wenn dies am Ende hoffentlich “nur Worte” waren: die Welt, Freunde und Feinde Amerikas werden diesen Tag nicht vergessen. Trump schadet seinem eigenen Land, denn immer mehr Staaten werden den USA immer weniger über den Weg trauen.

In ihrer rund 100jährigen Geschichte als Großmacht standen die USA - trotz aller Fehler und trotz allen Egoismus - immer auf der Seite der Demokratie. In zwei Weltkriegen gaben sie den Ausschlag für den Sieg der Freiheit.

Anstatt die die Zivilisation zu bedrohen, verteidigten sie diese gegen ihre Gegner. Diese Zeit scheint mit dem aktuellen Präsidenten der Vergangenheit anzugehören.

Anlass für VH, heute mit einer neuen Reihe mit dem Titel “Die Zivilisation und ihre Feinde”.

In der Karikatur Brewerton trägt Wilhelm II. das Kainsmal des Verräters, des von der Menschheit Ausgestoßenen. Sicherlich gebührt diese Auszeichnung auch den Mullahs im Iran, die Anfang des Jahres zehnttausende friedliche Demonstranten umbrachten. Wo aber steht heute – im Unterschied zu 1917 – Amerika?

Alfred Brewerton, Atlanta Journal, 30. April 1917

Tópico Politik

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