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VH105 Appeasement 1938… Stalin nimmt sich ein Beispiel an Hitler

 Wie war das nochmal nach 2014 mit den „Volksrepubliken“ Luhansk und Donezk sowie auf der Krim? Wie gelangten die Gebiete an Russland? Erst wurde durch militärische Präsenz oder verdeckte Truppenoperationen faktische Kontrolle hergestellt, dann inszenierte Moskau „Volksabstimmungen“, um die Annexion als „demokratisch legitimiert“ darzustellen.

Wiederkehrende historische Muster

Putins Kalkül folgte hier einem historischen Muster, das 86 Jahre alt ist:

Clifford Berryman, Evening star, 5. Oktober 1939

 

Nach dem Abschluss des Hitler-Stalin-Pakts 1939 und der Zerschlagung Polens – gemeinsam mit seinem Partner Hitler – begann Stalin, seinen Einfluss auf Osteuropa massiv auszudehnen. Zunächst zwang er die Regierungen von Litauen, Lettland und Estland, sogenannte Beistandspakte mit der Sowjetunion zu unterzeichnen, die die Stationierung sowjetischer Truppen in ihren Ländern erlaubten. Unter dem Vorwand, Sicherheitsinteressen zu schützen, nutzte Stalin diese militärische Präsenz, um politischen Druck auszuüben.

 

Auf Scheinwahlen folgen Deportationen

Anschließend inszenierte Moskau Scheinwahlen, bei denen nur sowjettreue Kandidaten zugelassen waren. Kurz darauf forderten die neu eingesetzten Regierungen „den Beitritt“ zur UdSSR. In Wirklichkeit jedoch handelte es sich um eine erzwungene Annexion. Zehntausende Balten wurden verhaftet, deportiert oder ermordet. So verschwanden die drei baltischen Staaten für mehr als 50 Jahre von der Landkarte Europas.

 

Die Parallelen zu heute zeigen, wie stark sich russische Machtpolitik auf historische Strategien stützt. In beiden Fällen wurde der Anschein von Selbstbestimmung genutzt, um erzwungene Eingliederungen zu verschleiern. Perfide – aber zumindest zwischenzeitlich erfolgreich. Allerdings: auf lange Sicht siegte der Kampf für die Freiheit. Wir sollten auf die Balten hören, wenn sie vor Putin warnen, sonst erwartet uns eine ähnliche „Behandlung“ in der Praxis von Dr. Putin.

Tópico Geschichte

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