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Annika Hocke/Robert Kunkel: „Die Regeländerungen spielen uns in die Karten“

Annika Hocke und Robert Kunkel haben sich in der Olympiasaison eindrucksvoll zurückgemeldet. Wir trafen das Duo per Zoom, während sie sich im April bei ihrem Bundeswehr-Lehrgang befanden. Was sie dort machen und welche Pläne sie für die nächste Saison haben, verrieten die Paarläufer im Interview.

Es gab einige extreme Höhen und Tiefen in der Saison. Wie haben Sie das alles erlebt?

Annika: In dem Moment war es gar nicht so extrem, weil wir unserem Team vertraut haben. Wir hatten einen neuen Athletiktrainer und das war ein anderes Arbeiten, als wir es kannten. Wir haben in der Saison viel mehr Athletik gemacht und darauf muss man sich natürlich immer neu einlassen und dem vertrauen. Aber wir haben relativ schnell gemerkt, dass es funktioniert und dass wir trotz der langen Verletzungspause gut fit geworden sind. Es war einfach super schön, dass wir unserem Team vertrauen und zwischen Berlin und Bergamo wechseln konnten und dann jeder Wettkampf ein Stückchen besser wurde. Das ist ja genau das, was man eigentlich möchte, aber es funktioniert in der Praxis natürlich leider nicht immer so.

Robert: Wir hatten in der Saison davor fast nur mit irgendwelchen Rückschlägen zu kämpfen, gerade in der zweiten Saisonhälfte mit der EM und WM. Und das hat man in der Off-Season immer noch so ein bisschen im Kopf. Es war natürlich umso schöner, dass wir uns bei der Nebelhorn Trophy trotz der nicht vorhandenen Vorbereitung ordentlich präsentieren konnten. Wir haben natürlich nicht ansatzweise die Punkte bekommen, die wir nach einer guten Saison bekommen haben. Man hat schon gemerkt, dass wir alle Bonuspunkte oder alles, was wir uns aufgebaut hatten, wieder neu erarbeiten mussten.

Die Saison war ein konstanter Aufwärtstrend und gerade in der zweiten Saisonhälfte, als wir uns ein bisschen etabliert und gemerkt hatten, okay, die Programme kommen echt gut an, gerade die Kür. Ich glaube, der erste Schlüsselmoment war die Kür bei der EM, als die Leute vor Ort wirklich fast ausgerastet sind. Bei Olympia gab es, glaube ich, tausend Sachen, die gut liefen. Genauso aber auch bei der WM. Es war natürlich schade, dass wir nicht die optimale Voraussetzung nach dem Kurzprogramm hatten, aber ich finde, wir haben das Beste daraus gemacht, auch von der Platzierung her. Wir können eigentlich zufriedener nicht sein.

Sujet Interview/Portrait

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