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Tschernobyl in der Gedankenwelt

Nichts ist mehr wie vorher

Als das Denken einstürzte...

Es gab diese Phase. Sie zog sich über Wochen. Zwischen totaler Verwirrung, Unsicherheit, Angst und Hoffnung.

Ein Großteil der Motorik im gesamten Körper machte nicht mehr mit.  Schlucken und Sprechen inklusive. Feinmotorik…gone.

Und in meinem Kopf begann das Beben. Lebenspläne stürzten ein. Und zurück blieb: Leere. Chaos. Schweigen.

Ich suchte nach Schuld... fand aber nur Fragen

War ich zu nett? Zu egoistisch? Habe ich zu lange funktioniert? War das meine Strafe? Meine Schuld?

Mein Verstand suchte verzweifelt nach Gründen. Nach Ordnung. Nach einer Erklärung, die die Kontrolle zurückbringt. Aber die kam nicht.

Stattdessen: Grübelschleifen. Selbstvorwürfe. Dauerlärm im Kopf.

Die gefährlichste Strahlung ist unsichtbar

Das, was mich wirklich zermürbt hat, war nicht der Rollstuhl. Es war das, was in mir vorging. Diese Gedanken, die mir erzählten, ich sei weniger wert. Dass ich jetzt ein Schatten meiner selbst sei. Eine Last.

So wirkt innere Strahlung: Du siehst sie nicht. Aber sie verändert dich. Sie schwächt. Sie macht dich müde, klein, stumpf. Und du merkst nicht mal.

Dann kam der Moment, in dem ich Stopp sagte

Ich könnte aus heutiger Sicht keinen Tag benennen…es war wahrscheinlich mehr ein Prozess, bei dem das innere Stopp immer lauter wurde und ich bereit war für

So nicht mehr.

Ich wollte nicht länger auf Antworten warten, die mich doch nur weiter lähmen. Ich wollte kein Opfer meiner eigenen Gedanken mehr sein. Ich wollte... leben.

Ich habe das Denken nicht eingestellt, nur neu ausgerichtet

Ich habe gelernt, meine Gedanken zu beobachten... und bewusst zu wählen. Nicht jeder Gedanke ist wahr. Nicht jeder verdient Raum in meinem Kopf.

Heute achte ich darauf, was in mir wächst. Und ich weiß: Ich bin nicht das, was mir passiert ist. Ich bin das, was ich daraus mache.

Fokus ist mein Wiederaufbau

Fokus heißt für mich: Klarheit statt Grübelmatsch. Selbstfürsorge statt Selbstsabotage. „Es ist, wie es ist“ statt „Was wäre wenn“.

Meine Gedankenwelt war einmal ein Trümmerfeld. Mittlerweile ist sie ein lebendiger Garten. Natürlich wächst immer wieder Unkraut nach ,aber ich bin wachsamer Gärtner.

Sujet Dein Rollileben

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