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“Digitalisierungsirrsinn in Deutschland: Wenn 100 Meter zu viel für den Fortschritt sind”

Ruhrbarone Newsletter – 31. Januar 2026

Hallo zusammen,
Robin hat in dieser Woche erlebt, wie es um die Digitalisierung im Gesundheitswesen steht: Internet gibt es nicht, die DVD ist der Höhepunkt der Technologieentwicklung und das FAX immer noch eine Option. Deutschland 2026...
Stefan Laurin
Herausgeber

Unsere Themen der Woche:

Ex-Siemens-Chef Joe Kaeser kritisiert wirtschaftliche Folgen der Klimapolitik

Joe Kaeser Foto: Jolina Heidenreich Lizenz: CC BY-SA 4.0

2020 bot der damalige Siemens-Vorstandsvorsitzende Joe Kaeser der Klimaaktivistin Louisa Neubauer einen Sitz in einem Aufsichtsgremium des Konzerns für Umweltfragen an. Nun weist Kaeser auf die verheerenden Folgen der deutschen Klimapolitik für die Industrie hin. Die britische Zeitung The Telegraph schreibt, Kaeser, mittlerweile Chef des Aufsichtsrates von Siemens Energy, erkläre, strenge Emissionsfreiheitsziele hätten die Fertigungsindustrie und die Schwerindustrie in Deutschland und darüber hinaus schwer geschädigt.
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Digitalisierungsirrsinn in Deutschland: Wenn 100 Meter zu viel für den Fortschritt sind

Ein Mitarbeiter, der die Unterlagen abholt? Keine Option. Keine Zeit. Andersrum natürlich auch nicht. Elektronische Übertragung? Leider unmöglich, man sei „nicht angebunden“. Bleibt also der Griff zum bewährten Klassiker deutscher Verwaltung: das Faxgerät. Gefaxt wird immerhin der Begleitbrief. Die Bilder? Zu modern. Die gebe es im Bedarfsfall höchstens auf einer CD.
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Eine Vollverschleierung gilt hauptsächlich im salafistischen Islam als Pflicht – brauchen wir das?

Afghanische Frauen mit Burka Foto (Ausschnitt): Steve Evans Lizenz: CC BY 2.0

Die Frauen-Union will sie verbieten – die Vollverschleierung im öffentlichen Raum. Dazu liegt von der Organisation der Frauen in der CDU ein entsprechender Antrag für den CDU-Bundesparteitag Ende Februar vor. Wie kommen die christlich-demokratischen Frauen darauf? Setzen sie hier ein Zeichen für konservative Werte? Oder für Intoleranz? Wird dieser Vorstoß von manch einem gar als AfD-Kuschelei gelesen? Nein, die Frauen der CDU setzen ein Zeichen für Feminismus, indem sie gegen dieses Symbol der Unterdrückung der Frau vorgehen.
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CDU verdrängt Debatte über Klimapolitik

Der CDU-Spitze ist es gelungen, den gemeinsamen Antrag der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) und der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) zur Klimapolitik zu entschärfen. Doch dauerhaft wird es nicht möglich sein, eine Debatte über die Klimapolitik zu verhindern.
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Gebt der Meute, was sie braucht: Weniger als die Hinrichtung von Gil Ofarim ist doch gar nicht drin

Gil Ofarim hat Mist gebaut. Das muss man nicht weichzeichnen, nur weil man den reflexhaften, klischeebeladenen Lynchmob nicht mehr erträgt. Er hat 2021 einen Mitarbeiter des Leipziger Hotels The Westin öffentlich in Richtung Antisemitismus beschuldigt, damit eine Lawine ausgelöst und am Ende selbst eingeräumt, dass seine Darstellung nicht stimmte. Das war kein Kavaliersdelikt. Es war ein Angriff auf einen konkreten Menschen und nebenbei ein Bumerang für alle, die wirklich mit Antisemitismus leben müssen.
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Zahl der Woche

Lebensmittel sind überall teurer geworden – auch die im Ruhrgebiet so beliebte Currywurst. Doch im bundesweiten Vergleich ist der Kult-Snack im Ruhrgebiet vergleichsweise günstig: Mit 2,83 Euro führt Moers das Ranking als günstigste Currywurst-Stadt Deutschlands deutlich unter dem Bundesmittel (3,92 Euro) an, gefolgt von Gelsenkirchen (3,05 Euro).
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Kulturtipp

Von der Bewegung der Blätter

Als „Urformen des Lebens“ will Bühler seine photographischen Pflanzenbilder verstanden wissen, im Gegensatz zu den „Urformen der Kunst“ des Fotopioniers Karl Blossfeldt, der 1928 die Augen für den Formenreichtum der Botanik öffnete. Im Gegensatz zum pädagogischen Impuls, der Blossfeldt Pflanzenformen zum Vorbild nehmen ließ und deren systematischer Erfassung und Vergrößerung als Lehrmaterial für Kunsthandwerker betrieb, nähert sich Bühler der Pflanze in Bewunderung und Zuneigung. Er nennt jede Pflanze, die er fotografiert, bei ihrem lateinischen Namen und erlöst sie aus dem Sammelbegriff des „Grünen“, indem er seine Fotokamera auf sie richtet.
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