In den letzten Monaten durfte ich einige Verlage bei A-/B-Tests unterstützen, um ihre Conversions zu optimieren. Hier teile ich mit Dir drei konkrete Beispiele, was wir umgesetzt haben – und zu welchen Ergebnissen und Lerneffekten das geführt hat. Ein großes Dankeschön vorab an die Verlage, dass ich die Ergebnisse hier teilen darf.
Beispiel 1: SPIEGEL

Zur vorhandenen Paywall (links) haben wir die Hypothesen formuliert:
Durch viele Informationen und eine eher kaufmännische Preisdarstellung ist die Gestaltung zu komplex.
Es gibt zu viele Ablenkungen – z. B. durch die “SPIEGEL+”-Icons und Badges an beiden Angeboten.
Der Call-to-Action steht nicht im Fokus und ist nicht positiv auf das Probeabo gemünzt.
Daher sieht die finale Iteration (rechts) wie folgt aus:
Headline mit klarer Nutzerführung
deutlich reduzierte Benefits
keine Badges und kein “SPIEGEL+”-Logo
Call-to-Action über die gesamte Fläche und mit positiver Beschriftung “Für 1 € testen” statt “Abonnieren”
Das Ergebnis? Um über 23 % erhöhte Bestellungen.
Somit zeigt sich hier: Weniger Ablenkung führt zu mehr Fokus auf die Kaufentscheidung – und positive Formulierungen reduzieren die Hemmschwelle.
Beispiel 2: DIE RHEINPFALZ

Unsere Hypothesen in diesem Fall:
Die Paywall zeigt nicht, was man kauft, und fokussiert zu stark auf den Preis.
Für Nutzende ist die Angebotsführung verwirrend und schreckt vom Kauf ab. Auch der Vorteil des Jahresabos wird nicht deutlich.
Bei den Calls-To-Action können das orangefarbene Design und die Beschriftungen stärker sein.
So entstand die finale Iteration:
Headline mit klarer Nutzerführung
Benefits inkl. Social Proof (“bereits über 50.000 Abonnenten”)
deutlichere Angebotskommunikation, die den Unterschied der beiden Angebote schneller erfassbar macht
starker Call-To-Action in rot
Tatsächlich konnten wir dadurch die Bestellungen um über 60 % im Test steigern.
Lerneffekt hier: Eine klare Angebotsübersicht und -vergleichbarkeit erhöhen die Conversion-Wahrscheinlichkeit. Zudem helfen Produktbeschreibungen – auch wenn hier mit Social Proof gearbeitet wird.
Inzwischen hat DIE RHEINPFALZ auch eine weitere Iteration live, die die Bestellungen nochmals um 17 % erhöht hat. Hier zielen wir v.a. auf die mobile Optimierung: Statt jeweils einem Call-to-Action pro Angebot gibt es nur noch einen Button und Nutzende wählen das Angebot per Radio-Button aus.
Beispiel 3: Lesershop24

Bei der Bestellstrecke von Axel Springer im Lesershop24 lautete unsere Hypothese: Der Call-to-Action auf der mobilen Landingpage der Bestellstrecken wird stärker geklickt, wenn wir die Fläche mit einem Pfeil ergänzen.
Daher haben wir in der finalen Iteration nach dem “WEITER” einen Pfeil eingesetzt – und konnten damit in der mobilen Ansicht die Bestellungen um 14% erhöhen.
Auch minimale Anpassungen können also signifikante Verbesserungen bewirken. Und es zeigt sich: Micro-Interactions und visuelle Hinweise sind besonders auf mobilen Geräten wirkungsvoll.
Ich hoffe, dieser Deep Dive gibt Dir Inspirationen, wie Du Deine Conversions gezielt optimieren kannst. Du wünschst Dir Unterstützung oder weitere Handlungsempfehlungen zu diesem Thema? Dann schreibe mir gerne über LinkedIn (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) oder an sascha@sub-growth.de (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre).