In diesem Jahr galt es drei Tage lang, die besten Schaumweine zu küren. Der international ausgerichtete Wein-Wettbewerb Concours Mondial du Bruxelles verzeichnet eine große Bandbreite an eingereichten Schaumweinen aus aller Welt.
In diesem Jahr war die Republik Moldau das Gastland – ein Weinland mit einer ähnlich langen Tradition wie seine Nachbarländer. Geprägt von seiner Geschichte präsentiert sich das Weinbaugebiet heute mit vielen Facetten. Insgesamt ist der Weg in die Zukunft jedoch eine Herausforderung: Die Umstellung auf Premiumweine ist im Gange, Wassermangel ist ein großes Thema und die Erschließung neuer Märkte ebenso – schließlich war man zu über 80 % vom russischen Markt abhängig.

Doch nun zurück zum Wettbewerb: Wie immer gilt es, jeden einzelnen Wein fokussiert und blind (ohne tiefgehende Informationen zur Rebsorte, Land etc. ) zu beurteilen. Qualität, Machart, Typizität sowie Marktfokus. Denn je nach Land ändern sich die Vorlieben für den Geschmack der Schaumweine. Neben den meist gut vertretenen Prosecco aus Italien und Champagner aus Frankreich hatte ich auch Top-Qualitäten aus Spanien oder Portugal im Glas. Hervorragend und erfreulich war das Abschneiden deutscher Sekte.
Es gab auch einen etwas exotischen Mix: So waren Schaumweine aus Griechenland, der Schweiz, Bulgarien oder Brasilien dabei. Hier merkte man den auf den heimischen Markt zugeschnittenen Stil sehr deutlich, aber auch hier gilt es, objektiv zu bewerten.
Leider scheint es immer noch so zu sein, dass Rosé sich wirklich schwer tut. Ich weiß, dass es Spitzenqualitäten auf dem Markt gibt, aber man hat den Eindruck, dass manche Hersteller noch in der Orientierungsphase sind. Entsprechend bunt ist das Profil in dieser Kategorie.
Trocken perlende Rotweine – da denkt man sofort an die Emilia-Romagna, auch Lambrusco genannt. Das stimmt, aber es gibt diesen Stil auch in anderen Teilen Italiens, wie Kampanien, oder in Frankreich (Jura) – sogar in Deutschland. Es ist eine sehr herausfordernde Kategorie, die ich persönlich mag, da die Weine hervorragende Essensbegleiter sind – aber hier muss alles stimmen: Dosage, Tanninstruktur (er darf nicht zu sehr nach Rotwein schmecken), Aromatik und Perlage müssen stimmen. Schlimmer als ein überschäumender Rotwein ist nichts!
Meine Verkostungsnotizen
Damit ich natürlich den Überblick behalte, schreibe ich mir immer auf, welchen Wein (natürlich BLIND) ich in welchem Flight verkostet habe. Denn die Spannung ist groß, später zu entdecken, welchen Wein man als the best oder auch the worst deklariert hat.
Dieses Jahr war ich ziemlich gut, im Erkennen der Herkunftsländer und auch Schaumweintyp - das mal so am Rande.
Ich habe die Verkostungsnotizen (auf Englisch), der von mir verkostenden Weine für Sie aufbereitet - sie sollen Inspiration, Einkaufshilfe oder einfach nur einen Überblick geben, was es gerade so auf dem Markt interessantes gibt.
Ab hier geht es dann für die Steady-Supporter weiter - DIE CHAMPAGNER DES CMB 2025: