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Schüsse nahe dem israelischen Konsulat in Istanbul

Hier kommt alles, was du wissen solltest, kompakt erklärt. Heute ist wieder tag eins!

Hallo!

Die Wasserbüffel kommen zurück. In Deutschland und in Österreich scheinen die mächtigen Tiere, die am liebsten in Moorgebieten grasen, ein kleines Comeback zu erleben. Ganz früher waren diese Büffel in vielen Teilen Europas heimisch. Die Klimakrise und die dadurch notwendige Renaturierung vieler Agrarflächen liefern ein gutes Argument, Wasserbüffel wieder hier anzusiedeln. Eine aktuelle Reportage der taz (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) liefert einen Einblick, wie das gelingen kann. Und auch in Österreich (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) starten Bäuer*innen immer häufiger wieder mit der Wasserbüffelzucht.

Außerdem geht es um den Krieg im Iran, den neuen Kärntner Landeshauptmann und die Artemis-Mission.

Krieg im Iran erreicht kritischen Punkt

Keine Woche vergeht ohne neue Schlagzeilen von und mit Donald Trump: Am Ostersonntag meldete sich der US-Präsident auf Truth Social mit einer Wortwahl, die eigentlich nicht mehr überraschen sollte, es aber irgendwie immer noch tut (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre). Darin drohte er dem Iran mit massiven Angriffen auf Kraftwerke und Brücken, sollte die blockierte Straße von Hormus nicht zügig freigegeben werden. Viele Medien übersetzten „Fuckin’ Strait“ mit „verdammte Meerenge“; welche Nuance man darin liest, bleibt jedem selbst überlassen. Gestern legte Trump dann nach und erklärte auf einer Pressekonferenz, der Iran könne „in einer Nacht ausgeschaltet werden”. ZDFheute (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) hat die Details. Er setzte Teheran eine Frist bis heute Nacht für einen „Deal“ und behauptete, es gebe „mehrere Länder“, die sich im Zweifel an Angriffen auf iranische Infrastruktur beteiligen würden – ohne diese näher zu benennen. Israel warnte in einem X-Posting die iranische Bevölkerung davor, in einem bestimmten Zeitraum Personenzüge zu benutzen. „Trump droht mit Kriegsverbrechen“, kommentiert das RND (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre). Der Standard (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) verfolgt das Geschehen in einem Liveblog. 

Der Iran lehnte gestern einen Waffenstillstand ab, heißt es beim Spiegel (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre). Stattdessen forderte die Führung in Teheran ein dauerhaftes Ende des Krieges, Reparationen für den Wiederaufbau sowie die vollständige Aufhebung der Wirtschaftssanktionen. Von der Internationalen Energieagentur (IEA) heißt es unterdessen, die aktuelle Ölkrise sei schwerwiegender als die von 1973, 1979 und 2022 zusammen. Und was neben den geopolitischen Folgen untergeht: Durch den Krieg sterben tausende Menschen. Nach aktuellen Angaben des iranischen Menschenrechtsnetzwerks HRANA wurden seit Beginn der Angriffe mehr als 3.500 Menschen im Iran getötet, darunter mindestens 1.665 Zivilist*innen. Bei den israelischen Angriffen im Südlibanon wurden der libanesischen Regierung zufolge fast 1.500 Menschen getötet. In Israel starben am Sonntag vier Personen durch iranische Angriffe. 

Kurz vor Redaktionsschluss meldeten die Nachrichtenagenturen: Drei Tote und zwei Verletzte bei Schüssen nahe dem israelischen Konsulat in Istanbul. Genaue Informationen zum Tathergang, zur Identität der Opfer oder zum Hintergrund sind noch nicht bekannt. (mit Material von Luzia Geier)

Neuer Kärntner Landeshauptmann vom Landtag ins Amt gewählt

Daniel Fellner (SPÖ) ist der neue Landeshauptmann von Kärnten. Der Kärntner Landtag hat ihn heute mit 22 von 34 gültigen Stimmen gewählt, also mit einer zusätzlichen Stimme zu den 21 Stimmen der regierenden SPÖ-ÖVP-Koalition. Sein Stellvertreter Ralf Sternjak (SPÖ) wurde mit 24 Stimmen gewählt. Morgen wird Fellner vom Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen angelobt. Der ORF Kärnten liefert ein Porträt über den neuen Landeshauptmann (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre).

Eine weitere Änderung gab es in der Zusammensetzung der Landesregierung: Die Oberkärntner Bürgermeisterin Marika Lagger-Pöllinger (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) (SPÖ) übernimmt von Fellner und wird neue Landesrätin für Gemeinden, Natur- und Umweltschutz sowie Frauen und Gleichstellung. 

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Artemis II umrundete erfolgreich den Mond

Auf ihrem Weg rund um den Mond hat die vierköpfige Crew der Artemis II (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) mit ihrer Raumkapsel „Orion“ einen Rekord aufgestellt: Noch nie zuvor waren Menschen weiter von der Erde entfernt, noch nie konnten Menschen von dieser Perspektive auf den Mond und die Erde blicken. 1970 hatte die Crew von Apollo 13 eine Distanz von rund 400.171 Kilometern erreicht; die aktuelle Crew lag in der Nacht etwa 6.600 Kilometer darüber. Im Ö1-Gespräch (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) zum Start der Mondmission hieß es, dass dieser Rekord aus wissenschaftlicher Sicht „nicht ganz so relevant“ sei, sich aber gut für PR-Zwecke eigne.

Den Mond betritt die Besatzung nicht; sie befindet sich aktuell schon wieder auf dem Weg zurück Richtung Erde. In den ersten Stunden war es etwas hektisch an Bord geworden: Kurz nach dem Start streikte die für die Schwerelosigkeit konzipierte Bordtoilette. „Houston, wir haben ein Problem“ bekam da eine sehr irdische Bedeutung. Die Missionskontrolle in der texanischen Stadt unterstützte bei der Lösung, am Ende ging alles gut aus. Und weil wir uns im 21. Jahrhundert befinden, erklärte die selbsternannte Weltraum-Klempnerin (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) und Astronautin Christina Koch direkt per Video, wie sie das Problem behob. 

Spannend bzw. gefährlich aus einer missionstechnischen Sicht wird vor allem der Wiedereintritt in die Erdatmosphäre, da dabei extrem hohe Temperaturen über 2.000 Grad Celsius erreicht werden. Es wird sich zeigen, ob der Hitzeschild der Kapsel das unbeschadet übersteht. Am Samstag sollen die vier Astronaut*innen diesen kritischen Punkt erreichen und dann im Meer landen. (mit Material von Luzia Geier)

Hier empfehlen wir dir jeden Tag ein Recherchestück eines unabhängigen, kleinen Mediums aus Österreich, den aktuellen Krautreporter-Text und unser Fundstück des Tages. Viel Spaß!

Äußerst schmerzhafte Spirale

Schmerz aus der Hölle, so beschreiben viele Personen das Einsetzen einer Hormon- oder Kupferspirale in ihre Gebärmutter. Trotzdem wird dieses Leid von Ärzt*innen oft bagatellisiert. Ich erinnere mich an mehrere Menschen in meinem Umfeld, die diesen Schmerz wirklich kaum ausgehalten haben und teilweise sogar fast ohnmächtig geworden sind. Ein Text aus dem neuen an.schläge-Magazin zum Gender-Health-Gap befasst sich mit dieser Thematik.

https://anschlaege.at/bagatellisiertes-leid/ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Das war mein größter Kulturschock in den USA

Ich verstehe jetzt besser, wieso das Christentum in den USA so einen großen Einfluss auf die Politik hat.

https://krautreporter.de/politik-und-macht/6324-das-war-mein-grosster-kulturschock-in-den-usa (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Aufstieg des dritten Lagers

Vor 70 Jahren wurde die Freiheitliche Partei Österreich, die FPÖ, gegründet. Mein Kollege Markus Sulzbacher erinnert auf Bluesky (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) an die braunen Gründerväter der blauen Rechtspartei. Die gestrige ZiB2-History befasst sich mit dem Aufstieg der inzwischen in Umfragen stärksten Partei in Österreich. 

https://on.orf.at/video/14317783/zib-2-history-70-jahre-fpoe-aufstieg-des-dritten-lagers (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Findet Moore fast genauso faszinierend und cool wie Tiere, die darin leben:

Emil

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