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Neue Prioritäten, neue Ausrichtung, neue Bildmarke

Eine neue Bildmarke ist am Start.
Ich veröffentliche dies nur, damit ich nicht hunderte Fragen beantworten muss.

In einer Mail hatte ich die Abonnenten und Mitglieder bereits informiert, dass eine neue Ausrichtung geben wird.
U.M. muss erwachsen werden.

Das hat mehrere Gründe.

Dieses Projekt ist entstanden, als Russland die Ukraine überfiel.
Meine Militärzeit lag weit hinter mir, in einem anderen Leben. Und so fing ich an, verängstigten Menschen zu erklären, was sie da gerade in den Nachrichten und auf Social Media sehen.

Es gab einen Ansturm. Ich hatte wohl eine Lücke getroffen, die andere nicht füllen konnten oder wollten. Kein Nachplappern von „News“ und kein Hardcore-MilBlogger-Zeug mit taktischen Zeichen und wo welche Einheit ist. Sondern Erklärungen, wie Krieg und Nachrichtendienste funktionieren, für Laien verständlich.
Um es vorweg zu nehmen: Das wird sich auch nicht ändern.

Es folgte eine Facebook Fanpage und später eine eigene Homepage.
Nachdem mein Job als Fachjournalist zunehmend begann darunter zu leiden, wurde ich wieder und wieder von Stammleserinnen und -lesern gedrängt, ich solle für die Arbeit Geld annehmen.
Also nahm ich für kurze Zeit Spenden an. Das entspricht aber nicht meiner Vorstellung von ernsthafter, professioneller Arbeit. Und so kam es Schritt für Schritt zu dem, was wir heute haben.

Jetzt bin ich MiBlogger. Stand auch nicht auf meiner Bingo-Karte.

Wombat Army

Ich hing schon so einem „Community-Gedanken“ an. Weil die Menschen ja wissen wollen, wer ihnen da was erzählt. Also habe ich auch immer mal etwas von mir selber preisgegeben, mich und meine Arbeit nicht so ganz ernst genommen, auch mal Faxen gemacht und Informationen aus meinem Privatleben rausgehauen.

Das hat aber dazu geführt, dass ich immer wieder Debatten hatte, mich erklären musste oder Menschen mir unangenehm nah kamen. Ich selber hatte mir den Standpunkt entzogen, das abzublocken.
Wer sich selber nicht ernst nimmt, darf sich auch nicht wundern, wenn andere das nicht tun.

Nun ist der Groschen gefallen. Das wird geändert.
Ich werde auch andere Maßnahmen ergreifen, auch bezüglich meiner eigenen Sicherheit. Was ich natürlich nicht groß öffentlich erklären werde.

Und bevor Fragen kommen: Nein, meine lakonische Art wird bleiben. Auch „Hodenkobold“, „kognitiv teilmöbliert“, „Ziegenpisse“ - und was mein Hirn sonst noch so produziert - wird bleiben. So bin ich nun einmal. Kriegen wir nich neu rein, müssen wir so aufbrauchen.

Für Sie, die geschätzten Abonnentinnen und Abonnenten, und vor allem die Mitgliederinnen und Mitglieder, wird sich im Grunde gar nichts ändern.
Stammleserinnen und -leser damals „Wombats“ zu nennen, war übrigens auch eine Schnapsidee. Es wurde ein Running Gag und zur Wombat Army.

Ich werde aber sukzessive mehr und mehr meinen eigenen Plattformen eine höhere Priorität einräumen und auch häufiger von der Bezahlschranke Gebrauch machen. Ich muss nicht mehr Informationen, für die andere viel Geld nehmen, kostenfrei auf Social Media raushauen, nur um mehr Menschen zu erreichen.

Das Wappen

Und um diesen Einschnitt – auch für mich – zu visualisieren, habe ich mich entschlossen, eine neue Bildmarke zu etablieren.
Da viele MilBlogger mit Wappen arbeiten, erschien mir das eine gute Idee. Und so hat mein Grafikfrettchen in enger Zusammenarbeit ein Wappen entworfen. Weil der blöde Kuh natürlich auch nicht gedient hat und wenig bewandert in der militärischen Bildsprache ist, habe ich sehr viel vorgegeben.

Nachdem einige da schon rumgerätselt haben und eine KI mich irgendwie in einer rechtsradikalen Ecke verortet hat, erkläre ich es hier gerne einmal.
Wie einige ja mitbekommen haben, bin ich geschichtlich sehr interessiert, völlig abseits vom Militärhistorischen. Außerdem mag ich, unterschätzt zu werden.

U.M. OSINT

U.M. ist der Name dieses Projekts.
Er ist zwar geboren aus einer spontanen Schnapsidee. Aber er hat sich nun einmal etabliert. Und ich kann nicht Mailadressen, URL und Social Media Namen einfach so ändern.

OSINT ist die gängige Abkürzung für „Open Souce Intelligence“, also der Aufklärung aus offenen Quellen.
Das wurde nicht neu erfunden. Ich würde sagen, locker über 90% der Informationsbeschaffung der Nachrichtendienste geschieht aus offenen Quellen. Vor Abhörwanzen und Observation kommt erstmal Zeitunglesen und Googeln.

Deutsches Kreuz

Das deutsche Kreuz kennen die meisten sicher als Emblem der Bundeswehr. Oder vom Eisernen Kreuz, das es aber schon über 100 Jahre vor den Nazis gab.

Im Gegensatz zu den Ritterorden der Templer oder Malteser trugen die Ritter des Deutschen Ordens ein schwarzes Kreuz auf weißem Grund.
Nach den Kreuzzügen eroberte der deutsche Orden das spätere Ostpreußen, Ritter aus ganz Europa gingen auf Kreuzzug auf „Litauenfahrt“ gegen das heidnische Großfürstentum.

So wurden daraus die Farben Preußens, Schwarz und Weiß. Zusammen mit den Farben der Hanse Rot und Weiß wurde daraus die spätere Farbe des Kaiserreiches. Und deshalb sind die Grundfarben der deutschen Fußballnationalmannschaft heute Schwarz und Weiß. (Grün und Weiß kommt vom Deutschen Fußball-Bund.)

Ja, die Bundeswehr trägt ein preußisches Emblem, eat this, Bayern!

Ich stamme aus dem Rheinland, genau zwischen Düsseldorf und Köln. Das ist historisch der westlichste Zipfel Preußens. Auch wenn wir immer ziemlich renitent waren, was auch die französischen Besatzer beklagten.

Anker mit Schwingen

Der Anker mit Schwingen ist das Zeichen der Marineflieger.
Aufgrund meines nicht sehr linearen Werdeganges habe ich im Grunde die drei Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Marine durch. Ich habe auch eine volle infanteristische Ausbildung und auf einem Panzer gelernt.
Aber meine sog. Verwendung und meine Stammeinheit waren die Marineflieger. Dort habe ich das Handwerkszeug gelernt, das ich auch heute noch verwende. Deshalb musste der Anker da rein.

Die Farben Gold und Schwarz sind die Farben der Marine, gefolgt vom dunklen Blau.

Der Bergische Löwe

Ich bin aufgewachsen in Monheim am Rhein, wohin ich auch nach meiner Dienstzeit, Jahre der militärischen Nomaden-Wanderung und meinem Wohnsitz in Flensburg wieder zurückgekehrt bin.

Monheim war der westlichste Zipfel der Grafschaft von Berg („Montanus“), wo diese dann Zoll für den Schiffsverkehr erheben konnte. Was sie auch zur direkten Konkurrenz von Köln machte.
Das war jedoch sehr wechselhaft, die Grafen und späteren Herzöge von Berg stellten auch Erzbischöfe von Köln. Unter anderem Engelbert von Berg (später Engelbert der Heilige), der auch Reichsverweser („Kanzler“) von Kaiser Friedrich II. und Vormund seines Sohnes, dem späteren König Heinrich VII., war.
Das Wappen der Bergischen war ein Löwe.

Im Limburger Erbfolgestreit ab 1283 erhoben die Bergischen Anspruch auf das kleine Herzogtum Limburg. Das führte zur Schlacht von Worringen 1288, welche die Koalition mit den Grafen von Berg gegen den Erzbischof von Köln gewann. Heute recht unbekannt, aber wichtig für die Geschichte des heutigen Nordrhein-Westfalens, wenn nicht ganz Deutschlands.

Daraufhin verliehen die Grafen von Berg dem Dorf an dem Bächlein Düssel Stadtrechte. Was zuvor eher unwichtig war. Die Kaiserpfalz Kaiserswerth war von Barbarossa zur Festung ausgebaut worden, aber zu der Zeit schon nicht mehr im Gebrauch. Ein Stinkefinger Richtung Köln.
Durch die Stadtgründung wuchsen viele Rittergüter (Flingern, Pempelfort) und andere Dörfer zusammen. Und deshalb heißt die Hauptstadt des mit Abstand bevölkerungsreichsten Bundeslandes heute noch „-dorf“.

Selbst viele Kölner und Düsseldorfer wissen heute gar nicht mehr, warum sie sich nicht leiden können.
Als Außenstehender sollte man sich da aber lieber raushalten, denn dann halten Rheinländer immer zusammen. Fragt die Franzosen.

Der Doppelschwanz des Bergischen Löwen, der von da an stark von Limburg beeinflusst ist, repräsentiert diese „Beförderung“. Ebenso wie die Krone.

Der Löwe mit dem Anker erinnert an das Wappen von Düsseldorf, wo ich auch geboren wurde.
Darüber hinaus haben viele Städte und Gemeinden den Bergischen Löwen im Stadtwappen, darunter Wuppertal, die Messerstadt Solingen, Leverkusen (und Bayer 04), Mülheim an der Ruhr, und viele mehr. Und eben auch mein Heimatstädtchen.

Es gibt auch noch eine spannende Querverbindung.
Hier gibt es bis heute den Kniprather Wald, im Volksmund kurz „Knippes“. Auch dort gab es ein Rittergut. Und einer der Ritter dieses „Clans“, Winrich von Kniprode, wurde im 14. Jahrhundert Großmeister des Deutschen Ordens und „regierte“ während der Hochzeit den Ordensstaates in Alt-Preußen und später Ostpreußen.

REM VIDERE UT EST

Der lateinische Leitspruch ist doppeldeutig.

Er bedeutet einerseits im Sinne der Aufklärung bzw. Luftbildauswertung - die ja meine „Kernkompetenz“ ist - „Sehen, was wirklich ist.“
Im Kontext der Medienkritik, des Erklärens für Laien und des Engagements gegen Propaganda kann man es aber auch anders auslegen.

https://steady.page/de/u-m/posts/68b0cea6-91db-41e5-bbe9-d9eb1fd2c237 (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
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