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Alles außer Nachrichten im April

Klar, Nachrichten sind wichtig. Für mich als Journalistin gehören sie zu meinem Job. Morgens läuft Radio, auf dem Weg ins Büro höre ich Politik-Podcasts, zwischendurch lese ich Online-Medien und scrolle mich durch Social Media. Es ist wichtig, informiert zu sein. Genau so wichtig ist es aber auch, einigermaßen zuversichtlich am Leben zu bleiben. Dafür braucht es andere Sachen. Und um die gehts monatlich hier im Newsletter: Alles außer Nachrichten. Musik, Podcasts, Filme, Serien, Kunst – einfach alles, was ich mag und dafür sorgt, dass ich einigermaßen zuversichtlich weiterleben kann. Und du vielleicht auch.

Heiter, trotz alledem.
(Rosa Luxemburg)

Angus & Julia Stone | Deezer Sessions (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Wenn mein Herz krank ist und es Musik zur Genesung braucht, ist das Internet meine Apotheke. Zum Glück kenne ich das Rezept. Ich gebe drei Wörter in die Suchmaschine ein: Angus + Julia + Deezer. Klar, ich hätte mir in den über zehn Jahren, in denen ich diese drei Wörter regelmäßig unregelmäßig in die Suchmaschine eingebe, auch den Link speichern können. Aber warum leicht, wenn es auch schwer geht? Da das auch oft der Ursprung für meine Herzschmerzen ist, bekämpfe ich also Gleiches mit Gleichem. Oder so ähnlich. Jedenfalls geben mir Angus und Julia immer das, was mein Herz braucht. Diese Deezer Session der Geschwister Stone tut mir gut. Ich habe sie schon so oft gehört, ich kann die Songs in beiden Stimmen singen (nicht gleichzeitig). Die 9, 4 Millionen Aufrufe sind zur Hälfte von mir. Vielleicht speichere ich mir den Link irgendwann mal ab.

(S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Angus & Julia Stone

Rooster (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Ich vermisse die Serie Shrinking (vgl. Alles außer Nachrichten im Februar (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)). Deshalb war ich froh zu lesen, dass es eine neue Serie vom gleichen Produktionsteam gibt. Rooster (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) ersetzt Shrinking leider nicht wirklich, vor allem nicht in der Länge. Je mehr Folgen, desto weniger gut finde ich sie. Trotzdem möchte ich die Serie empfehlen, vor allem die erste Folge. Danach geht es langsam bergab, aber vorher eben auch richtig hoch hinaus, also bergab auf einem hohen Niveau, so dass die Serie, wenn sie unten ankommt, trotzdem in der Mitte ist. Die erste Folge möchte ich allen empfehlen, aber ganz besonders denen, die gern mal alles abfackeln würden.

Frieda 2000 (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Zu finden heißt zu suchen und zu suchen heißt, die richtigen Fragen zu stellen. Clever, was?! Solche klugen Sätze haut Frieda 2000 auf ihrem gleichnamigen Philosophie-Blog raus. Wie man das halt macht als Mensch, der mit 17 (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) begonnen hat Philosophie zu studieren. Gut an Frieda 2000: Sie hat nicht nur Philosophie studiert, sondern auch Leben. Auf dem Blog gibt es wöchentlich gute Antworten auf gute Fragen, zum Beispiel: Ist es okay, zwei Meinungen gleichzeitig zu haben? (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

(S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Simone by Frieda 2000

The Joy of Ageing (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Nur eine Meinung kann es zu Christiane Rösinger geben. Schon als Song (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) war The Joy of Ageing perfekt, als Buch (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) ist es das auch. Im Buch schreibt sie über die Ähnlichkeiten von Teenagern und alten Leuten: „Wir hängen rum, tragen nix mehr zum Bruttosozialprodukt bei, müssen niemandem mehr gefallen.” Und sie zieht noch eine Parallele: „Ich hatte in meiner Jugend sehr viel Sympathie für die Punkbewegung und dann dachte ich, das ist auch ganz gut fürs Alter. Diese Verweigerung, dieses No Future passt auch gut, wenn man 80 ist.”

Tiny Desk Concert: Infinity Song (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

In diesem Newsletter ist Geschwister-Monat. Vielleicht hattet ihr auch den Ohrwurm, Sinking Boat. Ich hatte ihn viele Wochen. Und jetzt gibt es die tolle Geschwister-Band Infinity Song auch in der Tiny Desk Concert-Ausgabe. Ich bin ja kein großer Fan von Konzerten (zu viele Menschen, zu laut, zu heiß), aber von den Tiny Desk Konzerten bin ich der größte Fan. Vor allem, wenn es mehrere Gesangsstimmen gibt. Dann kommen sie bei den halb-akustischen Versionen am Tiny Desk am besten zur Geltung. So wie bei diesen Geschwistern.

Wenn du mich und meine Arbeit unterstützen möchtest, freue ich mich über ein Abo (ohne Geld) oder eine Mitgliedschaft (mit Geld) bei Utopie + Alltag.

Komm gut durch den Mai!

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