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Lesezeit: 4 Minuten
Freiheit kommt von innen
Kinga Głyk ist 28 Jahre alt, kommt aus Polen, und wird bereits seit einiger Zeit als eine der aufregendsten Bassistinnen der Welt gefeiert. Rick Beato, Gitarrist und erfolgreicher YouTuber hat sie kürzlich für ein ausführliches Interview in sein Studio eingeladen.
Ich habe das Gespräch neulich entdeckt und fasziniert verfolgt, was Kinga über ihr Üben berichtet hat. Heute möchte ich dir drei konkrete Ideen aus diesem Interview zeigen, die du sofort in dein Üben integrieren kannst.
https://youtu.be/RuezJ71x7Qs?si=fUEo_4n-E3Xij-VQ&t=3014 (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)„I'm not afraid to say that I learn — and to see myself making progress."
Kinga Głyk
Früher dachte ich, Üben sei ausschließlich das Abarbeiten von Fehlern. Doch dieser eine Satz aus dem Interview hat den Kern dessen getroffen, was ich in fast fünf Jahren “Wie übt eigentlich..?”-Gesprächen gelernt habe: Weg von einer starren Kontrolle und hin zum spielerischen Entdeckergeist.
Jedes Gespräch ist wie ein Blick in einen fremden Spiegel, in dem man plötzlich die eigenen blinden Flecken erkennt. Es ist der Mut, die eigene Entwicklung wie ein spannendes Experiment zu beobachten, dessen Ausgang man selbst noch nicht kennt.
Ich weiß es noch nicht. Und das ist okay.
Kinga erzählt, dass sie lange unter dem Druck stand, als „gut" zu gelten – und deshalb Wissenslücken versteckte statt anging. Heute sieht sie das anders. Sie lernt Harmonielehre wieder von den Basics beginnend. Sie übt Griffbrettgeographie wie ein Anfänger. Sie benutzt ein Metronom anders als früher. Und genau das, sagt sie, macht sie besser.