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Lesezeit: 4 Minuten
Können Podcast beim Üben helfen?
Seit fast auf den Tag genau fünf Jahren gibt es nun den Podcast “Wie übt eigentlich..?”.
Am 14. April 2021 erschien die erste Folge und seitdem haben 47 Musiker*innen und viele weitere Expert*innen aus einem ihrer persönlichsten Bereiche berichtet: Üben. Man könnte an dieser Stelle ein wenig nostalgisch in der Vergangenheit schwelgen (kommt vielleicht noch) - ich fand es jedoch viel spannender zum Jubiläum die Frage zu recherchieren:
Können Podcast beim Üben helfen?
Genau aus diesem Grund bin ich dieses Wochenende in Salzburg. Dort findet das Symposium “Beyond the Score” der Österreichischen Gesellschaft für Musik und Medizin (ÖGfMM) statt. Und ich darf zu genau dieser Frage ein Poster-Vortrag präsentieren.

Was Hörer*innen sagen
“Verschiedene Übemethoden und mehr Gelassenheit (jeder übt anders, ich vergleiche mich weniger…” (2025)
“Realisieren, dass selbst Profi-Musiker mit dem Üben struggeln und manchmal keine Motivation finden.” (2025)
“Ich habe begonnen ein Übejournal zu führen, was mir schon sehr weitergeholfen hat.” (2024)

Was die Forschung sagt
Untersuchungen und Studien zu Podcasts gibt es vor allem im Sprachenlernbereich. Dort werden sie als motivationsfördernde und lernzeitflexible Werkzeuge beschrieben. Bisher gibt es allerdings nur wenige Studien im musikalischen Bereich. Ihr Übertrag auf die Instrumentalpädagogik bleibt also weitgehend eine Forschungslücke - insbesondere im Bereich vertiefender Expertengespräche.
Was wir (trotzdem) mitnehmen können
Gerade in der Musik hängt das Weiterkommen auf dem Instrument von mehr Faktoren ab, als nur unserer Zeit im Übe-Raum. Effiziente Übe-Techniken, das Formulieren und Verfolgen konkreter Ziele sowie unsere Fähigkeit unser eigenes Üben kritisch zu reflektieren sind gleichberechtigt. Gerade hier können uns externe Ressourcen wie Podcasts, Videos und natürlich Gespräche mit anderen Musiker*innen besonders unterstützen.
“Wie übt eigentlich..?” möchte genau so eine Ressource sein. Als ich den Podcast angefangen habe, hatte ich immer das Gefühl, dass zwar alle Musiker*innen in meinem Umfeld üben, sich aber fast niemand darüber austauscht. Die Gründe dafür kann ich rückblickend heute nur mutmaßen, allerdings haben mir die zahlreichen Gespräche seitdem gezeigt, wie sehr man selbst von den Ideen, Methoden und Konzepte der Interview-Gäste profitiert. Ich hoffe, dass es dir ähnlich geht.
Ein bisschen Werbung in eigener Sache
Die Vorbereitung auf die vielen Gespräche mit anderen Musiker*innen, die Interviews und natürlich der Austausch mit Wissenschaftler*innen sind in meine Übeplan-Vorlage (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) geflossen. Dort habe ich ein Gerüst für einen 4-Wochen-Übeplan erstellt, das du selbst immer wieder neu für dich nutzen kannst. Selbstverständlich mit Reflexions- und Monitormöglichkeiten. Du findest die Vorlage hier:
(S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Als Teil der Steady-Community gibt es die Vorlage sogar gratis in den Paketen “Backstage” und “Mitmachen”.
PPS: Und was hat Mozart damit jetzt zu tun?
In Salzburg kommt man nicht an Mozart vorbei. Beim Spazieren durch die Altstadt kam mir die Frage in den Kopf:
Wie hat Mozart eigentlich geübt?
Ich melde mich, sobald ich dazu Neuigkeiten habe… ;)