
17. Juli 2026
Liebe Lesende,
der Klimawandel hat mal wieder an die Tür geklopft. Diesmal nicht in Form einer Ausnahme-Hitzewelle, sondern in Form des Eichenprozessionsspinners. Der treibt schon seit Jahren sein Unwesen, aber noch nie so intensiv wie in diesem Jahr, vor allem im Unterspreewald. Rund die Hälfte der schiffbaren Flächen sind deshalb am vergangenen Freitag dort gesperrt (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) worden. Die Berichterstattung darüber hatte Stornierungen und nicht angetretene Tagesreisen, mithin Einbußen für Touristiker zur Folge. Inzwischen sind viele Fließe, darunter mit dem Puhlstrom eine der wichtigsten Routen rund um Schlepzig, wieder freigegeben (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre).
Die Debatten schlugen unter anderem bei einem Ministerbesuch (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) in Schlepzig am Montag und in Sozialen Medien hohe Wellen. Neben Kritik an zu später oder nicht angemessener Reaktion auf den Befall und zu später Kommunikation durch die Behörden tauchten (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) darin Schlagworte wie “Panikmacherei” und “Lügenmedien” sowie die alte Debatte (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) um Spreewald und Wildnis auf. Doch statt Emotion braucht es nun Analyse: Wie lässt sich so eine Situation im kommenden Jahr verhindern, und was kann dem Befall langfristig vorbeugen? Denn das Ausmaß des Befalls in diesem Jahr wird vor dem Hintergrund des Klimawandels keine Ausnahme bleiben.