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    <title>Tee oder Kaffee - Magazin für Politik, Kultur und Literatur</title>
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    <description>Ein anderer Blick auf die Wirklichkeit. Texte, Kommentare, Lyrik, Prosa.
Und Fotos; vielleicht auch mehr. Kommentare erwünscht.
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      <title>Tee oder Kaffee - Magazin für Politik, Kultur und Literatur</title>
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      <title><![CDATA[Billstedter Spitzen (1)]]></title>
      <description><![CDATA[Was fehlt? Es soll ja Menschen geben, die ihren Kaffee am liebsten zuhause trinken, in Schlabberhose und Unterhemd, womöglich Locken gewickelt und in ausgelatschten…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Was fehlt?</em></h2><p>Es soll ja Menschen geben, die ihren Kaffee am liebsten zuhause trinken, in Schlabberhose und Unterhemd, womöglich Locken gewickelt und in ausgelatschten Puschen. Hat ja was: sich hinfläzen, schlechte Filme gucken, sieben Löffel Zucker in die braune Soße kippen - überhaupt! Häuslichkeit! Ist! Der! Neue! Trend!</p><p>Ooch. Trends sind doof: Kaffee trinken gehen am Feiertag in Billstedt, das wäre es doch? So richtig mit Kännchen und besahnter Torte! Ungünstig: Cafés klassischer Natur sind Mangelware zwischen Schiffbeker Weg und Möllner Landstraße. Und die großen Kaffee-Ketten haben sich nicht her verirrt, nicht mal die amerikanischen. Sowohl das eine als auch das andere Café hat zu. Punkt. Und ab und zu will ich es dann doch richtig haben; nicht aus dem Büdchen an der Ecke, nicht aus der umgebauten Tankstelle, dem Zeitschriftenladen, dem Bäckerkettenglied.</p><pre><code>___STEADY_PAYWALL___</code></pre><p>Und jetzt? Wir zockeln im Bus gen Bergedorf, spazieren die Alte Holstenstraße nach St. Peter und Paul. Mann! Eine Etablissement neben dem nächsten, Leute sitzen draußen, manche sogar am Wasser, viel Volks lustwandelt. Dort, eine unbesetzte Freischankfläche: toller Kuchen (und Sahne ist auch dabei), sehr guter Kaffee, eine freundliche, fitte Kellnerin.</p><p>Im nächsten Leben werde ich Caféwirt in Billstedt. Ein Dutzend Kaffeesorten, bester Kuchen und – natürlich – Zeitungen. Die Massen werden kommen, auch an Feiertagen – wollen wir wetten?</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[HAMBURG]]></category>
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      <pubDate>Tue, 07 Apr 2026 20:15:08 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Ich schwitze]]></title>
      <description><![CDATA[Es ist, sagen wir es direkt, dann doch zu viel. Mein Thermometer am Schreibtisch pendelt zwischen 27 und 28 Grad Celsius. Da helfen auch zwei Getränke, die neben meinem…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Es ist, sagen wir es direkt, dann doch zu viel. Mein Thermometer am Schreibtisch pendelt zwischen 27 und 28 Grad Celsius. Da helfen auch zwei Getränke, die neben meinem Laptop stehen, nicht wirklich: Ich schwitze trotzdem. Es fällt mir noch schwerer als sonst, beim Schreiben auf Anhieb die richtige Taste zu treffen. Ich trage eine kurze Hose (was ich fast ohne Ausnahme nur innerhalb meiner vier Wände tue) und schwitze. Ansonsten, dass sei ausnahmsweise mal verraten, habe ich nicht so viel an: und transpiriere.</p><p><a href="https://steady.page/df0bf0ac-67b4-46c9-adf4-3ffca2e52956/posts/0530c5b7-8d33-4450-a6ff-972f90c17af9">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 15 Aug 2025 21:22:10 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Hänsel und Gretel in Kirchsteinbek]]></title>
      <description><![CDATA[Warum sind Märchen aktuell? Weise sind sie, und ärgerlich auch.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/d3accd8e-d85b-416e-9a80-1c5e72d22f48/uploads/images/hafu6ixrge/12.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="das Kirchsteinbeker Hexenhäuschen."/><p></p><p><a href="https://steady.page/df0bf0ac-67b4-46c9-adf4-3ffca2e52956/posts/d3accd8e-d85b-416e-9a80-1c5e72d22f48">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[HAMBURG]]></category>
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      <pubDate>Fri, 08 Aug 2025 13:50:43 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Ein Kommentar: Üblicher Missgriff]]></title>
      <description><![CDATA[Das Diktum ist nicht neu, aber weiter falsch: Die Kirchen möchten sich bitte vor allem um das Seelenheil ihrer Leute kümmern. Der frisch gewählten Bundestagspräsidentin…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Das Diktum ist nicht neu, aber weiter falsch: Die Kirchen möchten sich bitte vor allem um das Seelenheil ihrer Leute kümmern. Der frisch gewählten Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU), einer studierten Theologin, scheint entgangen zu sein, dass derlei Unsinn auf eine verfehlte Auslegung des Jesus-Worts, man solle dem Kaiser geben, was des Kaisers ist, zurück geht. Kirchlicher Fatalismus kommt zwar heute immer noch vor, aber es ist das Gegenteil von dem, was das Neue Testament lehrt. Und liest man genauer, was sie auf dem Roten Sofa auf dem Kirchentag gesagt hat, drängt sich gar der Verdacht auf, die neue Parlamentspräsidentin könnte geneigt sein sich aussuchen zu wollen, welche kirchlichen Äußerungen genehm sind und welche nicht.</em></p><p><em>In der DDR hat die evangelische Kirche mutig und nötig Stellung bezogen – etwa auch auf dem damaligen, staatlichen Festakt zu Martin Luthers 500. Geburtstag (Raketen würden nur nur weitere gebären, hatte Bischof Udo Hempel der versammelten Staatsführung in die Agenda geschrieben). Das ist – so glaube ich – ein Modell: Kirche ist keinen Regeln darüber verpflichtet, was sie sagen darf (man nennt das auch Meinungsfreiheit).</em></p><p><em>Derlei soll heute nicht mehr zulässig sein? Und das nur, weil manche Nichtregierungsorganisation sich ähnlich äußert, wie Kirchen das tun? Es ist peinlich, wenn nicht gar ärgerlich, wenn sich eine studierte Theologin so einlässt, die das dritthöchste, staatliche Amt versieht. Wenn das ein Vorgriff auf kommendes Regierungshandeln gewesen sein soll, kann man sich nur grausen.</em></p><p><br/></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[KULTUR]]></category>
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      <pubDate>Tue, 06 May 2025 09:07:13 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[Dreck komm raus, Du bist umzingelt]]></title>
      <description><![CDATA[BILLSTEDT Zugegeben: Diese Geschichten sind nicht appetitlich. Vor allem die erste: Die Holzlatten beschreiben eine elegante Kurve. Latte und Lücke wechseln sich ab, das…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<hr/><p>HAMBURG</p><p></p><p>BILLSTEDT Zugegeben: Diese Geschichten sind nicht appetitlich. Vor allem die erste: Die Holzlatten beschreiben eine elegante Kurve. Latte und Lücke wechseln sich ab, das spart Arbeit, sieht nett aus und sitzen kann man darauf auch. Normalerweise. Hier, auf der ersten Bank der Fußgängerzone in der Möllner Landstraße, sollte man es bleiben lassen: Taubenkot! Nicht einmal, zweimal auch nicht, die hölzernen Latten sind flächendeckend mit Vogelexkrementen verziert – als wollten die Vögel das Lattenmuster nachvollziehen. Also: Taubenschiss, Zwischenraum, Taubenschiss. Zweibener haben keine Lust mehr, sich hier niederzulassen.</p><p>Taubenkot ist übrigens ungesund: Einem Papier der Tiefbau-Berufsgenossenschaft kann man entnehmen, Tauben schieden mit ihrem Kot Mikroorganismen (Bakterien, He und Pilze) und Viren aus, auch von „humaninfektiösen“ Organismen ist die Rede. Durch das Einatmen kontanimierter Staubpartikel könnte solches Getier in den menschlichen Körper eindringen. Einige der Organismen seien meldepflichtig. Das geht über allgemeinen Ekel wohl hninaus.</p><p>Und die zweite Geschichte: Zuweilen lehrt die Stadtnatur ja allerlei über den Kreislauf und die Vergänglichkeit der Welt: Bäume werfen im Herbst ihr Blätterkleid ab, Kinder rascheln rennend da durch, dann werden die Blätter trocken, immer brauner, wechseln hin zu schalem Grau, um dann zu verfallen. In der Rinne, die sich im Sonnenland zwischen Bürgersteig und Parkplätzen bzw. Raser bremsenden Autos auftut, kann man das betrachten: Hier kommt kein Wasser mehr durch – und offensichtlich kein Besen hin. Unten, an der Glinder Au, hat man einen großen Laubhaufen hälftig auf privatem und öffentlichen Grund, gleich ganz liegen gelassen.</p><p>Man nehme sehr gerne den Hinweis des Wochenblatts zum Anlass „die Lage vor Ort zu prüfen und im Bedarfsfall eine zusätzliche manuelle Reinigung durchzuführen, um Verschmutzungen im Zuständigkeitsbereich der SRH zu entfernen“, sagt Johann Gerner-Beuerle von der Stadtreinigung Hamburg (SRH). „Entsprechende Verschmutzungsmeldungen liegen uns hier nicht vor“. Ganz grundsätzlich gelte: Im Sonnenland sei die SRH für die Fahrbahnreinigung zuständig, „diese wird 14-täglich maschinell durchgeführt“. Parkbuchten würden wöchentlich gereinigt und „eine Reinigung des Straßenbegleitgrüns findet fünfmal im Jahr statt“. Gehwege eien Teil der Anliegerverpflichtung. „Die Reinigung und Instandhaltung von Stadtmobiliar wie Bänken und anderen Sitzgelegenheiten sind nicht originäre Zuständigkeit der SRH, diese liegt bei dem jeweils zuständigen Bezirksamt“. Eine entsprechende Reinigung könne zusätzlich beauftragt werden, i“st aber nicht Teil unseres hoheitlichen Auftrags“.</p><p><br/></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[HAMBURG]]></category>
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      <pubDate>Wed, 30 Apr 2025 00:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Die Stadt und das Tal im Wald]]></title>
      <description><![CDATA[Die Sommernacht ist warm und das Haus abgeschlossen. Nein, ich habe keinen Schlüssel. Und niemand, bei dem ich unterkriechen kann.Im Rosengarten an der Elbe sind die…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Die Sommernacht ist warm und das Haus abgeschlossen. Nein, ich habe keinen Schlüssel. Und niemand, bei dem ich unterkriechen <a href="http://kann.im/">kann. Im</a> Rosengarten an der Elbe sind die Bänke nachts unbesetzt, wirklich gut schläft es sich da nicht; die Straßenbahnen heulen durch die Nacht, hier ist keiner. Aber Fanny: in ihrer Wohnung im Hinterhof. Ich nehme - irgendwie schläfrig - mein Fahrrad am nächsten Morgen und fahre zu meiner Arbeit im Rathaus. Sie fasst meine Hand: Die ist ja ganz verspannt. Aber warum? So viele unerfüllte Wünsche? Wir laufen durch die Straßen. Und dann bin ich allein im Wald unter der Brücke; hoch oben<em>: &quot;Seit du mir schweigst, bin ich von allem Leben leer&quot;</em> Das werde ich nicht mehr los, die Stille ist hartnäckig, stur; Sysiphos Hügel ist eingeebnet, aber das hilft auch nicht. Also hier bleiben, wieder und wieder, es neu versuchen; aber ich werde die Stille nicht los; auch hier nicht, zwischen den alten Zeiten und den ausgefahrenen Schienen der Straßenbahn, die sich durch die enge Straße quält; kann das Leben auch länger als einen Atemzug schön sein?</p><p>Ich werde wieder scheitern, mit der nächsten Geschichte, die hier beginnt:<em> Verlust ist sein Gewinn</em>, aber das weiß ich noch nicht, die Stadt: ein bunter Blumenstrauß, mit dornigen Rosen, blassen Tulpen und ein paar Sonnenblumen. Dieses traumschöne Mädchen, alte Oma, liebenswertes Kind. Und die Straßenbahnen heulen durch die Nacht, was sollten sie auch anderes tun?</p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 26 Mar 2025 12:20:55 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Sind wir eigentlich tot oder noch lebendig?]]></title>
      <description><![CDATA[Eine Schulsekretärin (sie heißt Chloe) verliebt sich in Collin, einen Lehrer an ihrer Schule…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Claudia Heimer stellt mit ihrem Roman „Dorian“ die ganz wichtigen Fragen</p><p><br/></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/a15d9c9c-c47e-4092-b214-c331c191cf51/uploads/images/rizmdu5ljo/claudia.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Der Titel"/><p>Eine Schulsekretärin (sie heißt Chloe) verliebt sich in Collin, einen Lehrer an ihrer Schule (einem Internat). Von ihm fühlt sie sich verstanden und ernst genommen. Doch er kommt bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Chloe unternimmt mehrere Selbstmordversuche, kommt in die Psychiatrie. Einer der Ärzte eröffnet ihr, sei sei tot und könne nur weiter leben, wenn sie selbst töte.</p><p>Das sind unendlich viele Fragen auf einmal: Wo sind wir nach unserem Tod? Können wir töten, um leben zu dürfen? Wer ist der Tod; ist er eine Person (eben jener Dorian), ein Ereignis?</p><p>Chloe kehrt in ihre Schule zurück; auch dort taucht Dorian auf, der nicht von ihrer Seite weicht. Chloes Gegenspielerin ist eine der Schülerinnen, die ohne Skrupel mordet. Auch Chloe tötet, entsetzt über sich selbst (und durch Drogen enthemmt), von Charlotte angetrieben: Diese kommt in einer dramatischen Schlussszene ums Leben, bzw. „ist einfach fort“.</p><p>Nein, Antworten auf die erwähnten Fragen gibt es nicht (wer hat die schon). Dazu noch ein wenig mehr Assoziationen: Chloes „Deal“ mit Charon lässt den Leser an Fausts Pakt mit Mephisto denken. Das Schulinternat stellt man sich als grauen, geheimnisvollen Kasten vor – Chloes Wohnung wirkt ähnlich wie das Quartier von „Justus“, dem Hauslehrer aus Erich Kästners „Das fliegende Klassenzimmer.“</p><p>Aber: Diese Geschichte ist nicht niedlich und nett. Fast beginnt der Lesende, sich auch abseits es Buches zu fragen, ob alle so sind, wie sie scheinen oder sich hinter manchen Zeitgenossen nicht doch das Böse verbirgt (woran ja kein Mangel herrscht).</p><p>Claudia Heiners Prosasprache unterscheidet sich deutlich von ihrer Lyrik. Nur selten blitzen ungewöhnliche Sätze auf: „Die Welt ergraute“, „Der Hof stand in kalten Flammen“. An wenigen Stellen fehlt der lektorierende Eingriff in den Text. Trotzdem: Bitte demnächst gern mehr.</p><p>Gibt es eine Moral? Oder etwas ähnliches? Schwer zu sagen. Sicher scheint aber dieses: Claudia Heiners Buch zeigt, welche Dimensionen Tod, Sterben und Leben haben. Dass es sich lohnt, darüber nachzudenken und zu sprechen, so wie es nachvollziehbar ist, Gründe für das eigenständige Gehen zu haben. Und: Nichts ist sicher auf dieser Welt.</p><h2><strong>bei </strong><a href="https://www.amazon.de/Dorian-Roman-Claudia-Heimer/dp/3756889467/ref=sr_1_4?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;keywords=Dorian&amp;qid=1683119903&amp;sr=8-4"><strong>Amazon</strong></a></h2>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[KULTUR]]></category>
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      <pubDate>Wed, 03 May 2023 19:56:56 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Kommentar: Schluss mit dem Kindergarten]]></title>
      <description><![CDATA[ HAMBURG-MITTE Im nächsten Jahr wird die Bezirksversammlung Mitte neu gewählt. Spannend ist die Frage, ob sich die Beteiligten wieder ein…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0ee51de5-20d5-4047-aabf-09a4bc1788ce/uploads/images/hntbfs67gn/13_Bi_fbt_bv2.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Ein Blick aus dem Tagungssaal.</em></p><p>HAMBURG-MITTE Im nächsten Jahr wird die Bezirksversammlung Mitte neu gewählt. Spannend ist die Frage, ob sich die Beteiligten wieder ein solches Desaster leisten wie 2019, als es nach der Wahl auf einmal zwei grüne Fraktionen gab und die Mehrheit der Grünen damit flöten gegangen war.</p><p>Machen wir ein bisschen Politikunterricht: Wenn es gut laufen soll, müssten sich die Abgeordneten mal am Riemen reißen. Oppositionelle Anträge nur wegen ihres Absenders abzulehnen, ist kindisch. Es gab wirklich eine Zeit, in dem der Billstedter Regionalausschuss in langen Diskussionen um gute Lösungen rang. Und die in der vorletzten Legislaturperiode stattgefundene Debatte zum Umbau des Bunkers auf dem Heiligengeistfeld dauerte an die zwei Stunden.</p><p>Es geht also, wenn man denn will. Und dabei sollte man in den Reihen der Abgeordneten sehr wohl ein Interesse an der Frage haben, welche Außenwirkung das eigene Tun hat. Politik in einer Demokratie muss allgemein verständlich und auch ohne ein Politologiestudium nachvollziehbar sein. Dann kommen auch mehr Leute zur Wahl.</p><p>Und ein strukturelles Problem ist immer noch nicht gelöst: Die Macht der Bezirksversammlungen ist begrenzt, sie haben weder Finanz- noch Personalhoheit. Das zu ändern, ist schon lange überfällig.</p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[HAMBURG]]></category>
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      <pubDate>Thu, 06 Apr 2023 15:02:33 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Drei Gedichte]]></title>
      <description><![CDATA[für Dich gelesen]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[
<p>Abends mal ein bisschen einlesen... Hinter der Paywall findest Du drei Gedichte.</p>
<p></p>
<p><a href="https://steady.page/df0bf0ac-67b4-46c9-adf4-3ffca2e52956/posts/429ec824-dd1b-44af-a256-3585b87f2a83">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Kunst]]></category>
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      <pubDate>Wed, 22 Mar 2023 21:56:16 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA["Two sides of the same coin"]]></title>
      <description><![CDATA[Natalie Vargas Nedvetsky und Tristan Siegel in Hamburg-Billstedt Was ist ein gutes Konzert? Einfache Antwort: Es lädt zum Weiter- und Wiederhören ein. Was ist ein sehr…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[
<h3>Natalie Vargas Nedvetsky und Tristan Siegel in Hamburg-Billstedt - eine Rezension</h3>
<h2> eines sehr außergewöhnlichen Abends</h2>
<p></p>
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<p></p>
<p><a href="https://steady.page/df0bf0ac-67b4-46c9-adf4-3ffca2e52956/posts/fe847b7c-e021-49eb-b3fe-7a6b454ab19b">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[KULTUR]]></category>
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      <pubDate>Sat, 18 Mar 2023 10:11:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Besser kann man nicht feiern]]></title>
      <description><![CDATA[Das Klabauter Theater wurde 25 Jahre alt – Jubiläumsrevue zeigt hohe Klasse des Ensembles Das Haus war voll und die Stimmung ausgezeichnet: Das Klabauter Theater - am…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[
<h3><em>Das Klabauter Theater wurde 25 Jahre alt – Jubiläumsrevue zeigt hohe Klasse des Ensembles</em></h3>
<p>Das Haus war voll und die Stimmung ausgezeichnet: Das Klabauter Theater - am Rand des brausenden Großstadtverkehrs in Hamburg-Borgfelde gelegen -  feierte am 2. Februar seinen 25. Geburtstag. Das Besondere: Auf dieser Bühne agieren eingeschränkte und „normale“ Schauspieler gemeinsam; und sie werden dafür bezahlt.</p>
<p></p>
<p><a href="https://steady.page/df0bf0ac-67b4-46c9-adf4-3ffca2e52956/posts/7c3a6ba2-ff05-4024-a1e3-c0e68570991e">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[KULTUR]]></category>
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      <pubDate>Sat, 11 Feb 2023 10:06:14 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Auch das ist Hamburg]]></title>
      <description><![CDATA[Es ist zwar nicht,  wie mein Wochenblatt-Redakteur falsch titelte, "Geisterhaus", aber gruselig ist das Gebäude, das hioer um die Ecke liegt, allemal. Die letzte…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[
<p></p>
<p><a href="https://steady.page/df0bf0ac-67b4-46c9-adf4-3ffca2e52956/posts/47f756f5-251d-4231-8858-e0fba57aff09">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[HAMBURG]]></category>
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      <pubDate>Sat, 11 Feb 2023 09:57:16 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Liebe Leserin, lieber Leser!]]></title>
      <description><![CDATA[Eigentlich wollte ich ja nicht mehr sonnabends und sonntags arbeiten. Oder nur, wenn es irgendwo brennt. Nun war ich schon das zweite Wochenende in Folge unterwegs und…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[
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<p></p>
<p><em>Eigentlich wollte ich ja nicht mehr sonnabends und sonntags arbeiten. Oder nur, wenn es irgendwo brennt. Nun war ich schon das zweite Wochenende in Folge unterwegs und weiß heute schon nicht mehr, warum ich letzte Woche meinen Nach-Herzinfarkt-Vorsatz gebrochen habe. Der erste, wichtige Termin gestern vormittag erzählt eine Menge über unsere Zeit: Aus der Not der galoppierenden Inflation kriegen Initiativen, die den üblichen Kreislauf mit unendlich viel weggeworfenen Lebensmitteln durchbrechen wollen, neuen Zulauf. Am Kulturpalast in der Nähe des Billstedter U-Bahnhofs trafen sich eine ganze Menge Menschen (vor allem Frauen, ein paar Kinder, wenige Männer), die Lebensmittel mitbrachten und  sichaus den reichen Vorräten be ienten und miteinander kochten.</em></p>
<p></p>
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<p></p>
<p><em>Nicht minder wichtig war heute ein Termin in der „Schaltzentrale“ an der Bille, einem früheren, denkmalgeschützten Kraftwerk. Eigentlich wollten die sehr aktiven Betreiber dort ein WERK-Haus gründen; Bund und Hamburg haben 7,5 Millionen Euro Zuschüsse zugesagt. Künstler und Handwerker sollten die Möglichkeit bekommen, in einem Haus miteinander zu arbeiten, das sich selbst trägt. Kürzlich gab es einen überraschenden Eigentümerwechsel, und der neue will nicht verkaufen, sondern hier eine Privatklinik und Büros schaffen. Heute wurden Möbel und allerlei anderes mit eine Auktion unters Volk gebracht, Auftakt war ein Stück Menschenkette. Ob es hilft?</em></p>
<h2>Das Positive?
</h2>
<p><em>Ganz unbescheiden: ein Wohngeldbescheid, für die letzten fünf Monate des alten Jahres, dazu eine – so nicht erwarteter – Heizkostenzuschuss. Nein, es ist kein Almosen, sondern ein gesetzlicher Anspruch, der das dreiste Ausnehmen von Millionen Mietern wenigstens etwas abfedert (keine Überraschung: unendlich viel Papier und Formulare, die ich ausfüllen musste).</em></p>
<p><em>Nächste Woche will ich, bevor das letzte von drei Arbeitswochenenden folgt, vier Tage freimachen. Ins Café gehen, lesen. Und wieder mehr Geige üben.</em></p>
<p><em>Und Ihr?</em></p>
<p><em>Bis demnächst, Frank Berno</em></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 22 Jan 2023 21:28:02 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Erinnerung]]></title>
      <description><![CDATA[Ausschnitt Journal 2017]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[
<h3></h3>
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<p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 26 Dec 2022 12:17:27 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Liebe Leserin, lieber Leser,]]></title>
      <description><![CDATA[wir müssen zur Besinnung kommen. Nein, ich will Euch (und Sie) nicht anpredigen, gewiss nicht. Aber ich werde den Eindruck nicht los, dass wir alle auf einen Knall…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[
<p></p>
<p></p>
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<p><em>wir müssen zur Besinnung kommen. Nein, ich will Euch (und Sie) nicht anpredigen, gewiss nicht. Aber ich werde den Eindruck nicht los, dass wir alle auf einen Knall zurasen, der die Schrecken (und das Unrecht) der Corona-Zeit noch in den Schatten stellen wird. Ich will es mir gar nicht ausmalen. Und es hilft wohl auch nicht, dass ich meinen eigenen Zorn pflege. Die Idiotie, das Verbrecherische dieses Krieges wird alltäglich. Auch die Proteste im Iran gehen weiter, das Einsperren und Töten auch. Wir erleben, glaube ich, dass unsere bisherigen Lebensvorstellungen wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen. Bin ich zu dramatisch, ist alles nicht so schlimm? Mir jedenfalls bleibt – ganz egoistisch – die Hoffnung, dass ich das Zusammenschmelzen meiner finanziellen Reserven halbwegs überstehe. Stagnierende Einnahmen und ständig höhere Kosten setzen mich unter Druck, und das weit mehr, als es gesund wäre.</em></p>
<p></p>
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<p></p>
<p><em>Und sonst noch? In dieser Woche nahm ich im Stadtteilprojekt gegenüber an einem Nachbarschaftsstammtisch teil. Es ging um die aktuelle Planung für eine neues, soziales &amp; kulturelles Zentrum, das genau gegenüber von meinem Hochhaus liegen und 5,3 Millionen Euro kosten soll. Eigentlich ist das wirklich eine gute Sache: Aber die Ideen und Wünsche schießen in den Himmel, würden sie alle erfüllt, müsste das Haus fünfmal größer werden als geplant. Das wird kaum passieren: Die Vertreterin des Bezirksamts ließ durchblicken, derzeit werde durchgerechnet, was angesichts aktueller Preissteigerungen überhaupt noch gebaut werden könne. Außerdem hat sich die Politik ausgedacht, dass nicht nur das Stadtteilprojekt Sonnenland,, sondern auch eine neue – zweifellos notwendige – Kita UND Angebote der Arbeiterwohlfahrt einziehen sollen. Hier wird, fürchte ich, Frust gesät, der sich mittelfristig in geharnischtem Ärger entladen könnte.</em></p>
<p></p>
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<p>„ <em>Es ist schwierig mit Gedichten“. Solche oder ähnliche Sätze kommen aus meinem Telefonhörer. Schon aus Trotz beschäftige ich mit Ideen, wie das vielleicht zu ändern wäre. Das könnte so gehen: Wer </em>täglich <em>von mir ein neues oder schon existierendes Gedicht in seinem Postfach haben will, zahlt dafür 50 Euro im Monat. Halt, weiterlesen: Wenn Du einen Abonnenten mitbringst, gibt es Rabatt – und zwar für jeden neuen (die Grenze liegt bei 20 Euro, preiswerter mache ich es nicht). Ja, das ist ein Schneeballsystem, aber kein verbotenes. Wer mitmachen will, schickt eine Mail an timm@wortvision.de(das System wird auch auf Englisch angeboten). Wenn ich zehn Abos habe, geht es los.</em></p>
<p><em>Ob ich schon in Stimmung bin? Nein. Oder doch: ich bevorzuge 440 Hz, wohltemperiert. Keine 439 Hz, auch keine schwebende oder gleichstufige Temperierung. Mit Weihnachtsstimmung kann meine Geige nichts anfangen (ich übrigens auch nicht).</em></p>
<p><em>Bis nächste Woche,</em></p>
<p><em>Ihr und Euer Frank Berno</em></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 27 Nov 2022 10:46:41 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Hello!]]></title>
      <description><![CDATA[Es fällt mir schwer, ruhig zu bleiben. „Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen“. Immer mehr sehe ich mich damit konfrontiert, dass die Einnahmen gleich…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[
<h2></h2>
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<p><em>Es fällt mir schwer, ruhig zu bleiben. „Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen“. Immer mehr sehe ich mich damit konfrontiert, dass die Einnahmen gleich bleiben (oder sinken), die Kosten aber steigen. Von gewissen Leuten (ich werde das nicht näher präzisieren) werden Summen aufgerufen, die meine Reserven nahezu aufzehren werden, und das sehr schnell. Ich will bestimmt nicht jammern, ich bin eher hilflos zornig, weil ich mich wieder in eine „Falle“ hineinlaufen sehe, die schon einmal fast tödlich ausgegangen wäre (Nein, das ist keine Übertreibung). „Wer nicht kämpft, hat schon verloren“, heißt es – ich würde mich aber manchmal doch eher angenehmen Dingen  widmen wollen.</em></p>
<p><em>Dazu gehört die inzwischen erfolgreiche Suche nach einer neuen Geigenlehrerin. Teil des Prozesses war eine Probestunde bei </em><a href="https://www.johannaroehrig.com/index.html"><em>Johanna Röhrig</em></a><em>, die mir wirklich Spaß gemacht hat – nicht nur, weil es richtig live war. Leider musste ich ihr absagen, das Honorar sprengt meinen Kostenrahmen (siehe oben). Die nächste Probestunde fand dann online statt, und ich werde den Unterricht bei einer jungen, österreichischen Musikerin, die gerade in Franken studiert, fortsetzen. Dieser Ausgleich ist mir in den letzten, gut  eineinhalb Jahren sehr wichtig geworden.</em></p>
<p></p>
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<p><em>Eigentlich wollte ich mit diesem Chor im Dezember noch einmal auf der Bühne stehen. Große Teile des Weihnachtsoratoriums sind auf dem Programm, die ersten Proben haben wirklich Spaß gemacht, gestern Abend habe ich allerdings das Gespräch mit der Chorleiterin gesucht; und musste ihr sagen, dass der hartnäckige, anstrengende Post-Covid-Husten mich daran hindert, den Bach mit zu stemmen. Hinzu kommt zweierlei: In dem Probensaal wurde die Temperatur auf 19 Grad gesenkt und ein paar Fanatiker reißen von Zeit zu Zeit die Türen nach draußen auf, um etwaige Covid-Viren raus zu ekeln. Mich, ehrlich gesagt, stresst das: Ich habe in diesem Jahr genug Zeit im Krankenbett  verbracht.</em></p>
<h2>Und sonst?
</h2>
<p><em>Endlich! Mein Foto (ein Winterblick aus meiner Küche) hängt wieder an seinem Platz im Treppentrum meines Hochhauses. Wie hier schon einmal geschildert, war das Bild, Teil der „Sonnenland-Galerie“, im Lauf eines ganzen Jahres von unbekannten Volltrotteln systematisch zerstört worden. Nun hängt ein neues Exemplar  und ich habe mich wirklich gefreut.</em></p>
<p><em>Auch die Unterhaltung mit „meinem“ Bezirksamtsleiter Ralf Neubauer (er ist Abonnent dieses Newsletters) war angenehm. Wir treffen uns alle zwei Monate zu einem Hintergrundgespräch – eine Sitte, die wir von seinem Vorgänger übernommen haben.</em></p>
<p><em>Bis nächste Woche,</em></p>
<p><em>Ihr/Euer Frank Berno</em></p>
<p><em>PS: Soll es „Sonnenland-Sonnabend“ weiter geben? Kennt Ihr Menschen, die ihn vielleicht abonnieren wollen würden? Gebt mir Bescheid oder macht sie auf meine Seite aufmerksam.</em></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 12 Nov 2022 11:43:26 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Nur Gedichte, aber immerhin]]></title>
      <description><![CDATA[Seit ungefähr einem Jahr veröffentliche ich ziemlich regelmäßig auf Instagram zumeist neue Gedichte. Inspiriert hat mich ursprünglich die großartige Hilary Hahn, die von…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[
<p>Seit ungefähr einem Jahr veröffentliche ich ziemlich regelmäßig auf Instagram zumeist neue Gedichte. Inspiriert hat mich ursprünglich die großartige Hilary Hahn, die von Zeit zu Zeit ebendort ihr #100daysofpractice veröffentlicht. Ermuntert hat mich auch Michelle Lynne, die zusammen mit Deanna Petre regelmäßig Coaching-Kurse, Workshops und eine monatliche Mitgleidschaft bei den &quot;Fearless Artists&quot; anbietet. </p>
<p>Hier also noch einmal ein paar Texte aus meinen #100daysofpoetry&quot;.</p>
<p></p>
<h2></h2>

<hr aria-hidden="true"/>
<p></p>
<p></p>
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<p></p>
<p></p>

<hr aria-hidden="true"/>
<p></p>
<p></p>
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<p></p>
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<p></p>
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<p></p>
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<p></p>
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<p></p>
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<p></p>
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<p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Kunst]]></category>
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      <pubDate>Sun, 06 Nov 2022 09:19:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Liebe Leser, ]]></title>
      <description><![CDATA[hier pfeift der Wind um das Haus. Morgens im Wetterbericht ist „nur“ noch von Temperaturen unter der magischen 30-Grad-Grenze zu hören (bei mir am…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1></h1>
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<p></p>
<h2>Liebe Leser,
</h2>
<p><em>hier pfeift der Wind um das Haus. Morgens im Wetterbericht ist „nur“ noch von Temperaturen unter der magischen 30-Grad-Grenze zu hören (bei mir am Schreibtisch sind es trotzdem weiter 26°). Bald muss mich das nicht kümmern: „In zwei Wochen sitzt Du schon am Time Square“, sagt mein Sohn am Telefon. Das glaube ich erst, wenn ich - wohl zumindest innerlich mit offenem Mund – dort in New York herumlaufen werde. Einstweilen ersuche ich noch, den günstigsten Weg vom Flughafen in mein zukünftiges Quartier herauszufinden; ich staune schon jetzt über die endlos langen U-Bahn-Züge und freue mich darauf, mich durch diese Stadt treiben zu lassen. Vielleicht wird das meine letzte Reise dieser Art sein, vielleicht aber auch nicht, wer weiß.</em></p>
<p></p>
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<p></p>
<h2>Vorlieben gefällig?
</h2>
<p><em>Ich mag nicht über Politik reden. Oder Jedenfalls nicht wirklich – sonst müsste ich die Berliner Vertrösteritis auf ein Entlastungspaket am St.-Nimmerleinstag bemängeln. Manche befassen sich a auch mit Scheinthemen:</em></p>
<h2>Bescheidenheit, auch sprachlich</h2>
<p>Wir müssen alle verzichten.“Sparen!“ ruft de Obrigkeit. Und das geht so: Wir schaffen das männliche Geschlecht ab. Ich bin eine Journalistin. Manchmal auch eine Sängerin. Das Wort „der“, Ausdruck männlichen Überlegenheitsgehabes, ist entbehrlich, gehört auf den Müllhaufen der Sprachgeschichte und am besten thermisch verwertet. Die ewigen Doppelpunkte, Sternchen und in Worten eingesperrten „I“ entsorgen wir gleich mit. Damit es auch klappt, erlässt der Senat eine Sprachverordnung und die arme Polizei muss sich nicht nur der Maskenfrage, sondern auch dem ernsten Problem widmen, ob in der U-Bahn das allfällige „Digga“ durch eine „Digge“ ersetzt wird.</p>
<p>Wer jetzt noch gegen solchen Genderismus meutert, sollte mal westwärts über de Großen Teich gucken: Im Englischen gibt es bekanntlich nur das „the“. Zwar existieren hier und dort weibliche Begriffe (eine Kellnerin kann nicht mit „Herr Ober!“ herbeizitiert werden) und das mit dem „she“ und „he“ werden sie ja auch noch hinkriegen.</p>
<p>Der Effekt des Sparens ist doch klar: Die Sätze entblähen sich. Sprache wird wieder normal.  Wenn die gegenwärtigen Krisen vorbei sind, kann man ja zu normalen Verhältnissen zurückkehren.</p>
<p><em>Ich bin gespannt, ob das m nächsten Wochenende so in der Zeitung steht. Jedenfalls: Es ist schon einigermaßen verwunderlich, dass bei den Protagonist*innen dieser Sprache die Meinung vorzuherrschen scheint, allein mit diesem verhunzenden Sprachumbau ließen sich die Verhältnisse verändern.</em></p>
<h2>Na ja, das Positive
</h2>
<p><em>Ich saß diese Woche wieder einmal beim Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte, Ralf Neubauer (SPD). Wir treffen uns regelmäßig alle zwei Monate (das war schon mit seinem Vorgänger Sitte). Ein Journalist soll nicht mit der Politik kungeln, weil sonst die Distanz flöten gehen kann, aber: Ich habe schon positiv registriert, dass Neubauer ein feines Gespür hat, wenn es um Probleme geht. Die neulich geschilderten Vorgänge über die angeblich notwendige Erhöhung der Betriebskosten interessierten ihn sehr, Neubauer machte sich Notizen und bat um entsprechende Unterlagen. Nachher ist übrigens großes Stadtteilfest, vielleicht gehe ich ja hin.</em></p>
<p><em>Liebe Leute, soviel für heute, demnächst aus den USA!</em></p>
<p><em>Viele Grüße,</em></p>
<p><em>Frank Berno</em></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 03 Sep 2022 09:00:53 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wo Recht zu Unrecht wird…]]></title>
      <description><![CDATA[Der angeblich zu Unrecht Bertolt Brecht zugeschriebene Satz wird gerade wieder aktuell: Der im Februar ausgebrochene Angriffskrieg gegen die Ukraine ruft umfangreiche…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[
<p><em>Der angeblich zu Unrecht Bertolt Brecht zugeschriebene Satz wird gerade wieder aktuell: Der im Februar ausgebrochene Angriffskrieg gegen die Ukraine ruft umfangreiche „Sanktionen“ des Westens hervor. Diese führen zu einem drastischen Anstieg der Energiepreise und  sich ständig verteuernden Einkäufen (beileibe nicht nur von Lebensmitteln). Quasi nebenbei werden lange für gut gehaltene Tabus gebrochen: Deutschland liefert Waffen an die Ukraine und quasi über Nacht wird eine milliardenschweres Aufrüstungsprogramm für die Bundeswehr beschlossen. Und am schlimmsten: Bemühungen, den Konflikt um die Ukraine – der längst ein Stellvertreterkrieg ist - mit diplomatischen Mitteln zu beenden, werden schlicht eingestellt. Das lässt nur einen Schluss zu: Deutschland will diesen Krieg, er wird aktiv unterstützt, nur die „Dreckarbeit“ anderen überlassen.</em></p>
<p><em>Sehr schnell wurde offenbar, dass die angeblichen Sanktionen sich gegen die eigenen Leute richten. Die Politik verspricht Entlastungen. Den Tankrabatt streichen die Mineralölkonzerne ein. Die – nicht hinterfragten - Preissteigerungen beim Gas werden – völlig ungerührt – an die Schwächsten weiter gereicht. Die berühmten 300 Euro, eine völlig fiktive Summe und nicht einmal ein Tropfen auf den heißen Stein – müssen nicht nur versteuert werden, sie kommen bei Selbstständigen (wie mir) auch zeitverzögert an. Aber meine Betriebskosten werden jetzt – und mit äußerst kurzen Fristen – erhöht, zum zweiten Mal in diesem Jahr.</em></p>
<p><em>Längst überfällige Schritte unterbleiben: Die Spekulationen mit Lebensmitteln und Energie müssen endlich verboten werden, und zwar sofort. Wir brauchen ein sanktionsfreies Bürgergeld, eigentlich sogar ein bedingungsloses Grundeinkommen, das vor allem die von Armut Bedrohten von ihren Sorgen freistellt. Hilfen für die Leute dürfen nicht mehr an umständliche Bürokratie gekoppelt oder nach ihrer Auszahlung wieder zurückgefordert werden. Statt populistischer Sparappelle und durchsichtiger Klientelpolitik brauchen wir eine andre Politik – hin zu einer solidarischen, demokratischen Gesellschaft, in der die Einzelnen nicht auf der Strecke bleiben. Das alles steht übrigens im Grundgesetz, aber offensichtlich ist das in der Politik in Vergessenheit geraten.</em></p>
<p><em>Widerstand und  Vernetzung, anders wird es nicht mehr gehen.</em></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 07 Aug 2022 09:16:53 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Hier mal etwas Neues]]></title>
      <description><![CDATA[Mit ein paar technischen Umwegen zeige ich Gedichte, die 2021 in einer Woche entstanden sind.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p></p>
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<p></p>
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<p></p>
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<p></p>
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<p></p>
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<p>(diese Gedichte sind 2021 entstanden...)</p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 11 Jul 2022 06:36:46 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Bilderblicke unterwegs ]]></title>
      <description><![CDATA[am Rande gesehen.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[
<p></p>
<p></p>
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<p></p>
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<p></p>
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<p><strong><em>Am Rande gesehen.</em></strong></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 26 Jun 2022 15:24:34 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[„Musik ist der Grund, morgens ]]></title>
      <description><![CDATA[Die Szenerie ist ungewöhnlich. Eine Geigerin, gewandet in eine…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>„<strong>Musik ist der Grund, morgens aufzuwachen“</strong></p>
<p><strong>Ein Gespräch mit der Geigerin Katerina Chatzinikolau</strong></p>
<p><em>Die Szenerie ist ungewöhnlich. Eine Geigerin, gewandet in eine wunderschöne blaue Robe, spielt in einem Museum. Ist das nicht Beethoven? Der hat doch nichts für Solovioline geschrieben? Nein: Katerina Chatzinikolau spielt ihre Bearbeitung des letzten Satzes von Beethovens 9. Sinfonie. Das sind fünf Minuten nahezu unspielbarer Musik – Beethoven brauchte schließlich ein Orchester mit großem Chor und Solisten. Aber was die Musikerin hier vorstellt, ist kein virtuoses Bravourstück, sondern eine Liebeserklärung an den Komponisten. Und, nicht zuletzt, eine Bekräftigung der „Ode an die Freude“ – die hat von ihrer Aktualität nichts eingebüßt. Wir haben uns digital zu einem Gespräch verabredet.</em></p>
<p></p>
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<p></p>
<p><em><strong>Fbt: Was hat Dich auf die Idee gebracht, diese Musik für Violine zu arrangieren?</strong></em></p>
<p><strong>KC:</strong> <strong> </strong>Generell bin ich ein totaler Fan von Beethoven und war es schon immer. Seine Musik reißt einfach mit. Im Vergleich zu Mozart ist er der Revolutionär. Man hat immer das Gefühl: Der will mir gerade etwas sagen.</p>
<p><em><strong>Will das Mozart nicht?</strong></em></p>
<p><strong>KC</strong>: Mozarts Musik ist voll von Überraschungen, das stimmt. Beethovens Musik lebt von den krassen Gegensätzen, die er ganz bewusst macht. Das gilt nicht nur für die 9. Sinfonie, sondern auch seine Klaviersonaten, die Quartette. Überall hört man nie einfach so die Musik im Hintergrund plätschern. Mozart hat viele Divertimenti, viel Unterhaltungsmusik geschrieben, aber Beethoven war eigentlich nie daran interessiert, die Leute mit seiner Musik zu unterhalten. Alle Werke, die uns von ihm geblieben sind, haben immer eine Aussagekraft. Und ich glaube, er hat auch nie „für die Leute“ geschrieben. Er hat geschrieben, wovon er überzeugt war, ob es den Leuten damals passte, oder nicht. Das kriegt man einfach mit, wenn man seine Musik hört, auch heute.</p>
<p><em><strong>Du hast sicherlich recht mit Deiner Beethoven-Chrarakterisierung. Wenn ich mir nun den vierten Satz seiner Neunten anhöre, finde ich diese unglaublichen Rezitative der Kontrabässe in der Einleitung des vierten Satzes. Steht Beethoven an der Schwelle zur Moderne?</strong></em></p>
<p>Er hat  immer versucht, seine musikalischen Grenzen zu sprengen. Er wollte nie irgend jemand zufrieden stellen. Um gehört zu werden, musste er extrem radikal sein.</p>
<p>… <em><strong>er konnte ja selbst nicht hören, was er da schrieb….</strong></em></p>
<p>… aber er hat es in seinem Kopf gehört. Als tauber Menschen wusste er nicht, was die Leute über ihn sagen, er bekam kein Feedback -und wahrscheinlich war er auch nicht interessiert daran. Er war so abgeschottet, hat „sein Ding gemacht“ und in seiner eigenen Welt gelebt und war überzeugt von dem, was er tat.</p>
<p><em><strong>Vielleicht bliebt ihm ja auch nichts anderes übrig? Die Alternative wäre gewesen, in die Donau zu springen …</strong></em></p>
<p>… wahrscheinlich, tatsächlich! Was für mich als Geigerin interessant war: Als ich an das Stück heranging, musste ich (<strong>ja) (auslassen)</strong> die Partitur studieren. Was genau passiert da eigentlich in jedem einzelnen Instrument? Ich kann als Geigerin im Orchester meine Stimme spielen, aber was machen die anderen gerade? Wer spielt das Thema noch einmal, vielleicht nur ein wenig versetzt? Das ist für mich das Interessante, warum ich diese Arrangements schreibe: Ich lerne die Musik viel besser kennen. Die Herausforderung ist, von den wesentlichen Stimmen eine „Essenz“ zu sammeln und zu schauen, was auf <strong>meinem</strong>Instrument möglich ist und gut klingt. Die ganze Sinfonie dauert über 70 Minuten, allein der vierte Satz knapp eine halbe Stunde. Ich habe den Satz in fünf Minuten gepackt.</p>
<p><em><strong>Wie erklärst Du Dir, dass diese so komplexe Sinfonie zu den bekanntesten Werken Beethovens gehört? „Freude schöner Götterfunken“ kennen auch Leute, die mit klassischer Musik gar nichts zu tun haben…</strong></em></p>
<p>Es ist bekanntlich die Europa-Hymne, aber zugleich auch eine Hymne an die menschliche Einigkeit, an die Brüderlichkeit. Und die Melodie ist leicht einprägsam; ich glaube, es ist ein Ohrwurm, man kommt nicht darüber hinweg. Musikalisch gesehen hat die dramatische Einleitung hat ja eigentlich gar nichts mit dem zu tun, was danach kommt. Und dann der Bass: „Ach Freunde, nicht diese Töne…“. Wir wissen heute, dass Beethoven erst an dieser Stelle eine andere Zeile nutzen wollte…</p>
<p>Dann baut sich das Stück langsam auf, und nach 18 Minuten setzt erst der Chor ein. Das ist der Höhepunkt der ganzen Sinfonie.</p>
<p><em><strong>Wir haben darüber gesprochen, dass Beethoven wegen seiner Krankheit unglaublich einsam war. Aber andererseits vertont er ein Gedicht, dass sich mit Freundschaft beschäftigt: „Alle Menschen werden Brüder…“ Wie interpretierst Du das, war das ein Akt der Verzweiflung, ein Hilferuf? Oder wäre es seine Überzeugung, wenn er nicht ertaubt gewesen wäre…</strong></em></p>
<p>Ich glaube, dass Beethoven immer nach jemandem suchte, der ihn verstanden hat. Aber er wurde oft – oder meistens - nicht verstanden. Er suchte jemanden, der die Welt so sieht, wie er sie sieht. Er lebte in einer verrückten Zeit (wie wir heute auch): Auf einmal wurde alles auf den Kopf gestellt, die Könige sind gefallen, Revolution in Frankreich, Napoleon (dem Beethoven zunächst seine Eroica gewidmet hatte). Er war von Regierenden umgeben, die eigentlich nicht fähig waren, zu regieren. Beethoven wollte in seiner Gesellschaft leben, wie wir es heute tun oder es uns wünschen. Leben in Freiheit, würdevolle Behandlung, das ist auch nicht selbstverständlich. Wir leben glücklicherweise in einem Land, wo wir noch unsere Rechte als Menschen haben, egal, aus welchem Land wir kommen. Stände wie heute noch in Indien gibt es hier nicht.</p>
<p>Oder denke an die Bewegung <strong>„Black lives matter“,</strong> <strong>deren Anfänge bei Martin Luther King und früher liegen.</strong>Es ist alles ein Schrei nach Freiheit, nach Gleichberechtigung und nach der Würde des Menschen.</p>
<p>Es gibt einen Brief Beethovens von einer Konzertreise in Russland. Er schrieb <strong>an seinen Freund:„</strong>Wann wird die Zeit kommen, wo Menschen endlich als Menschen behandelt werden? Diese Zeit werden wir wahrscheinlich niemals erleben.“ <strong>. </strong>Heute haben wir das Glück, in einer Gesellschaft zu leben,<strong> </strong>in der die Unantastbarkeit der Menschenwürde laut Gesetz an erster Stelle steht. Dennoch müssen wir<strong> </strong>auch immer wieder dafür kämpfen. Es ist keine Garantie und keine Selbstverständlichkeit, in einer demokratischen Gesellschaft zu leben. Wir dürfen uns nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen.</p>
<p><em><strong>Wir können als Kreative, als Menschen, immer nach unseren Werten leben: eine Kultur des Friedens. Das hat ja auch Beethoven gemacht, hat seine Werte in Musik gebracht.</strong></em></p>
<p>Wenn ein Außerirdischer zu uns käme und fragt „Was habt Ihr Menschen überhaupt zu sagen? Was habt Ihr geschafft?“ Beethovens Neunte wäre das Paradebeispiel für die menschliche Zivilisation und wofür wir stehen; das ist, was uns von anderen Lebewesen unterscheidet.</p>
<p><em><strong>Der Philosoph Helmuth Plessner hat, wenn ich mich richtig erinnere, Mensch und Tier so unterschieden Tiere haben Bewusstsein, der Mensch hat </strong></em><strong>Selbst</strong><em><strong>bewusstsein. Der Mensch weiß von sich, dass er eine Persönlichkeit ist. Dazu gehört eben mehr, als morgens zur Arbeit zu gehen und abends wieder zu kommen; also nur zu funktionieren.</strong></em></p>
<p>Ja! Das ist ja, was uns eigentlich auch am Leben hält. Wir kreativen Menschen schöpfen auch unsere Energie daraus. Und wir geben es weiter. Das braucht die Menschheit.</p>
<p>…<em><strong>. das ist systemrelevant….</strong></em></p>
<p>Das ist absolut systemrelevant! Ich habe kürzlich mit einem Freund, den ich auf der Straße traf, diskutiert. Er sagte, dass er Musik und Poesie liebt, es sei aber nicht systemrelevant. Moment, wo holst Du Dir das gerade her? Habe ich ihn gefragt. Erklär’ mir, was systemrelevant ist. Die Autoindustrie? Ist es relevant, in großen Häusern zu leben und ein schönes Auto zu haben, um zu sagen: Ich bin ein Mensch? Oder was genau zeichnet Dich aus? Wir Menschen brauchen erst mal die „Basics“, um überhaupt leben zu können; schön und gut. Und was kommt direkt danach? Meiner Meinung nach die Frage nach dem Sinn des Lebens, die Philosophie und die Schönen Künste. Sie geben dem Menschen einen Einblick in die Welt der „unsichtbaren“ Dinge dieses Lebens.</p>
<p><em><strong>Gehen wir ein bisschen zurück: Kannst Du in einen Satz fassen, was Musik für Dich ist?</strong></em></p>
<p>Das ist schwierig! <em>(lacht)</em>Es ist der Grund, morgens aufzuwachen. Es gibt meinem Leben einen Sinn, die Energie, aufzustehen und zu wissen: Ich habe eine Aufgabe. Nicht: Ich muss aufstehen, weil ich sonst von meinem Chef eins auf den Deckel kriege, weil ich zu spät komme. Das ist für mich auch der Unterschied zwischen „Dienst“ und künstlerischer Arbeit.</p>
<p><em><strong>Danke für dieses Gespräch!</strong></em></p>
<p><em>Katerina Chatzinikolau hat in Düsseldorf und Köln Geige und außerdem Musikwissenschaft studiert. Derzeit ist sie dritte Konzertmeisterin bei den Duisburger Philharmonikern und vielfältig als Solistin und Kammermusikerin unterwegs. Ihre Version der Ode an die Freude ist auf</em><a href="https://youtu.be/qJarhZap8pg"><em> </em></a><a href="https://youtu.be/qJarhZap8pg"><em>Youtube</em></a><em>zu finden.</em></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 21 Jun 2022 19:20:03 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Ist das Kunst ode kann das weg?]]></title>
      <description><![CDATA[AKTUALISIERT Wer nicht weiß: Das Bild ist Teil der "Sonnenland-Galerie" und hängt ungefähr fünf Jahre in meinem Haus. ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Ist das Kunst oder kann das weg?</h1>
<h2>Ein paar Zeilen in eigener Sache</h2>
<p></p>
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<p>Das ist das Original, es stammt von mir.</p>
<p></p>
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<p>Zustand heute (19.6.22)</p>
<p><strong>Wer es nicht weiß: Das Bild ist Teil der &quot;Sonnenland-Galerie&quot; und hängt ungefähr fünf Jahre in meinem Haus. Im letzten Jahr wurde es schon einmal beschädigt. Vor kurzem ein zweites Mal, nun ist kaum noch die Hälfte übrig.</strong></p>
<p>Was schließen wir daraus?</p>
<blockquote><p><strong>Variante 1</strong>: Ich bin von einem Haufen Volltrottel umgeben. Es geht gar nicht darum, ob meine Nachbarn nichts mit Fotografie anfange können. Sowas nennt man unverfrorene Respektlosigkeit vor der Arbeit anderer Leute. <br/><strong>Variante 2</strong>: Ein Kunstprojekt. Ich könnte ja ein kleines Bild vom Urzustand auf das weiße Feld kleben - so, dass man es nicht abreißen kann. Und überhaupt: Wenn die eigene Arbeit schon zu Lebzeiten pompejisiert wird - kann ich nicht eigentlich sogar stolz darauf sein? Handschriftliche Manuskripte meiner Gedichte hat jemand, mit der ich damals zusammenlebte, auch weggeschmissen - unwiderbringlich verloren, so sie nicht noch auf irgendwelchen alten Disketten schlummern.</p></blockquote>
<p><strong>Oder soll ich Schadensersatz fordern? Wie hoch wäre der zu bemessen und wer bezahlt ihn? Soll ich die Gruppe, in deren Rahmen diese Galerie entstanden ist, entrüstet verlassen (obwohl sie gar nichts dafür kann)? Nach solchen Erfahrungen wird die Lust, noch einmal aufzubrechen und wegzugehen, eher größer. </strong></p>
<h2><strong>Ach ja, das war nicht das Ende</strong></h2>
<p></p>
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<p>(Bild vom 21. Juni)</p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 19 Jun 2022 20:47:35 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Einkaufen, oder auch nicht]]></title>
      <description><![CDATA[Der Obstverkäufer am Bahnhof war ziemlich allein. Ja, die Zeiten... Einkaufen im angeblichen Billigladen: Heimische Äpfel – offensichtlich Edelware, der Preis ist mir zu…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2></h2>
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<p>Der Obstverkäufer am Bahnhof war ziemlich allein.</p>
<h2>Ja, die Zeiten...</h2>
<h1>Einkaufen, oder auch nicht</h1>
<p>Einkaufen im angeblichen Billigladen: Heimische Äpfel – offensichtlich Edelware, der Preis ist mir zu hoch. Kaffee? Ist so kostenintensiv geworden, dass ich ihn online beziehe.  Das Lieblingsangebot Käse zum Abendbrot? Gouda in Scheiben kostet statt 1,99 € jetzt 2,59€, also fast das Anderthalbfache. Fleisch? Unbezahlbar, also die (eigentlich für mich nicht gesunde) Bratwurst. Schokolade? Nur Großtafeln passen in mein Budget. Und die Nudeln? Der Preis hat sich glatt verdoppelt. Viele Packungen sind leerer, Flaschen mit dem gleichen Getränk kleiner, Konserven ebenfalls unbezahlbarer geworden. „Man kann nicht nur von Luft und Liebe leben“, war einer der Lieblingssprüche meiner Mutter. Bislang konnte ich mich einigermaßen selbst ernähren (aber nur selten größere Sprünge machen), wie lange ich die angeblichen Billigmärkte mir noch leisten kann, ist fraglich.</p>
<p>Die Mehrwertsteuer für Lebensmittel abschaffen? Gute Idee. Aber dann, bitte schön, verbunden mit der Pflicht, die Ersparnis an Kunden 1:1 weiterzugeben. Warum nicht eine Erhöhungsbegrenzung wie bei den Mieten, und auch noch wirkungsvoller? Warum nicht endlich ein Bürgergeld, das diesen Namen verdient, also frei von administrativer, systematischer  Entwürdigung wie bei Hartz IV, ist?</p>
<p>Es ist eine dreiste Frechheit, die nach oben führende Preisschraube, die sich immer schneller dreht, mit dem Ukrainekrieg zu erklären. Es geht nicht an, dass großzügig Geld in Aufrüstung der Bundeswehr fließt, aber „die Menschen“ mit dem schwindelerregend drehenden  Preiskarussell allein gelassen werden. Politiker, tut  endlich was, sonst wird demnächst nur noch radikal gewählt, und dann will wieder niemand schuld sein. Oder was?!</p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 16 Jun 2022 08:38:16 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Mittwochs aufgeschrieben (III)]]></title>
      <description><![CDATA[Früher war New York undenkbar. Wolkenkratzer, Autolärm, flirrende Reklamen, die rumpelnde U-Bahn. Silvester auf dem Dach, ein paar Verrückte im Park, flammende Schwüre.…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1></h1>
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<p></p>
<h1>Mittwochs aufgeschrieben </h1>
<h2>III.</h2>
<p>Wann beginnt es? Das neue, andre Leben? Spazieren gehen im <em>Central Park. </em>Bagels holen zum Frühstück. Das Land verstehen und erklären. Mit Marie einen trinken gehen: kalifornischen Rotwein, halbtrocken. Endlich der sein, der Du schon immer sein wolltest. Du bist fasziniert von Frauen, die immer ein unaufgesetztes Lächeln beim Sprechen auf dem Gesicht haben. Und willst das immer für Dich, ja, als Mann. Die New York Times lesen, mit Marie durch Seitenstraßen streifen, zusehen, wie sich die Kulisse mit Leben füllt.</p>
<p><em>Mia’s Brooklyn Bakery: Cakes, pies, cupcakes, pops. </em>139 Smith St, Brooklyn, NY 11201, steht da. Bücher, eine Schwarzwaldkneipe, das  Tattoo-Studio. Die U-Bahn fährt hier seit 1933 , der Bahnhof eher schmucklos. Die Linien F und G, der Expresszug hält nicht, aber was macht das. Eine Mutter schiebt ihren Kinderwagen vorbei, das Mädchen darin kräht, man sieht der Frau an, dass sie wenig geschlafen hat. Im Normalen das Außergewöhnliche sehen: Dabei gibt es mit dem Alltag genug zu tun, eigentlich immer. <em>You are so beautiful to me: </em>was immer das bedeuten mag.</p>
<p>Hier sind Bäume links und rechts, eine Fahrradspur, Autos parken. Es klinkert an den Häusern, zwei Etagen, eine Treppe davor, <em>the tinklin’ piano in the next appartment: &quot;Let&#39;s grab a coffee&quot;. </em>Es gibt nichts, als nur diesen Moment, er verweht im Geraune der Stadt, <em>Columbus Circle, House of Swing, tonight</em>. Warum nicht, sagt Marie.</p>
<p>An der Friedrichstraße in Berlin, die Mauer nicht sichtbar, aber dieser verrückte Bahnhof, aus dem sie eine Gedenkstätte gemacht haben und <em>viel Spaß</em>wünschen. Du wünschst Dir, dass auch New York diese <em>Kulissen der Erinnerung </em>hat. <em>Uwe J.</em>, der große Glatzkopf mit der Pfeife <em>und der tiefen Stimme</em>, geht vorbei, ein zugeklapptes Notizbuch in der Hand, derKugelschreiber als Lesezeichen. <em>Wer raucht heute noch Pfeife, und wer ist Marie?</em></p>
<p><strong>Früher war New York undenkbar. Wolkenkratzer, Autolärm, flirrende Reklamen, die rumpelnde U-Bahn. Silvester auf dem Dach, ein paar Verrückte im Park, flammende Schwüre. <em>Aber Zuhause konnten wir als Jungs rauchen und keiner hat es gesehen.</em> Willst Du so weiterleben? Die Frage will einfach nicht verschwinden. Einfach weggehen, der alte Traum, und wieder haben andere entschieden.</strong></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 08 Jun 2022 05:40:05 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Mittwochs aufgeschrieben (II.) ]]></title>
      <description><![CDATA[Immer wieder mit dem Gedanken spielen, hier zu bleiben. Ein paar Wochen, Monate, Jahre. „New York-Romane gibt es doch schon“, sagst Du, „was willst Du da noch…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2></h2>
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<p></p>
<h2>Mittwochs aufgeschrieben (II.)</h2>
<p>Ist es die Magie einer fremden Stadt? Der Highway; zugleich elegante Rechtskurve und leichte Steigung, Marie schiebt ihre Sonnenbrille auf die Nase und gibt Gas: „how was the flight?“ Wo ich als erstes hinwolle, ob es gleich ein Kaffee sein soll oder später, was ich vorhabe. Alles in der Landessprache: Wann werde ich anfangen, auf Englisch zu denken? <em>„Ich probiere Geschichten an wie Kleider“</em>Ein paar Augenblicke später verlässt Marie den Highway, fährt langsamer, stoppt, an der Ampel fahren wir rechts: <em>Williamsburg, </em>150.000 Leute leben hier, vielleicht ein bisschen mehr, natürlich bin ich richtig. Ein bisschen Deutsch sind sie auch, der Charme der Gegend will erhalten sein.  Noch einmal abbiegen: wir sind da. Ein kleines Zimmer die Treppe hoch; Bett, Stuhl und Tisch, WLAN gibt es hier überall. Ich laufe los: Die Straße hinunter, dann rechts auf den <em>Brooklyn Drive</em>, Bookshops reihen sich an Cafés, an Kneipen; es gibt <em>„drugs“, „Grocery’s“, </em>den Laden mit Möbeln;  „Brooklyn Cupcake“, die „Art Library“, was gibt es noch;</p>
<p><strong>Immer wieder mit dem Gedanken spielen, hier zu bleiben. Ein paar Wochen, Monate, Jahre. <em>„New York-Romane gibt es doch schon“</em>, sagst Du, <em>„was willst Du da noch schreiben“. </em>Was weiß denn ich, erst mal diese Welt entdecken, für Augenblicke, für Tage, dann mal sehen. Die Magie, an einem Tisch n New York Max Frisch zu lesen, Uwe Johnson, Oskar Maria Graf. Der eine hat sich nicht wohl gefühlt, der andere blieb schließlich für ein Jahr, der dritte gab ihm seine Wohnung, warum denn nicht. Den Mann an der Grenze müssen wir uns wegdenken.</strong></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 01 Jun 2022 07:46:20 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Mittwochs aufgeschrieben (1.)]]></title>
      <description><![CDATA[Marie wartet auf der anderen Seite, wir steigen in ihr Auto, fädeln uns aus den Parklücken auf den Highway. Grenzen sollten endlich abgeschafft werden, denke ich. Dieses…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[
<p><strong></strong></p>
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<p></p>
<p>„Warum kommen Sie hierher?“ Der Beamte blättert in meinem nagelneuen Pass. „Was sind Sie, Autor und Journalist?“ Ja, sage ich, aber dies sei eine private Urlaubsreise, ein Geschenk. Mich fasziniere sein Land, ich hätte  es schon oft besucht, nun wieder. „Enjoy“, sagt er nur noch, gibt mir meinen Pass zurück und winkt mich ein bisschen weiter: Ich habe die Grenzkontrolle im Flughafen passiert.</p>
<p><strong>Marie wartet auf der anderen Seite, wir steigen in ihr Auto, fädeln uns aus den Parklücken auf den Highway. Grenzen sollten endlich abgeschafft werden, denke ich. Dieses unterdrückte Misstrauen. Jeder Mensch, der in meine Stadt kommt, kann sie bereichern. Ihr etwas geben – seine Kraft, seine Ideen, seine Geschichten. Und was erzählt mir dieses Land über mich?</strong></p>
<blockquote><p>Der Riverside Drive. Die U-Bahn, der Zeitungskiosk. Die New York Times, der Spiegel aus Hamburg. Der Ozean mit seinem Wellenrauschen ist wie die Ostsee. Quälende Sitzungen können sie hier auch, sie heißen bloß anders. Herumstehen auf Partys mit einem Drink in der Hand, New Yorks Straßenlärm am Kaffeetischchen draußen vor dem „Coffeeshop“, die unwichtige Zeit. Zwei Männer kommen vorbei, sie unterhalten sich laut, schimpfen beinah. Die Bremsen des Fed-Ex-Transporters quietschen, der Fahrer steigt mit einem Paket heraus und klemmt sich den Kuli hinter das Ohr. Nein, keine Szene beschreiben, einfach dasitzen und schmerzfrei warten, dass die Zeit vergeht, eigentlich sogar mit Genuss, immerhin. </p></blockquote>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 25 May 2022 12:02:50 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[München, das ist lange her]]></title>
      <description><![CDATA[In der bayerischen Landeshauptstadt lebte ich von Dezember 1976 bis Mitte September 1990; endgültig meine Zelte dort abgebrochen habe ich Anfang des Jahres…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>Stadtgang (1)</h2>
<h1>München, das ist lange her</h1>
<p></p>
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<p></p>
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<p></p>
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<p></p>
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<p></p>
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<p>In der bayerischen Landeshauptstadt lebte ich von Dezember 1976 bis Mitte September 1990; endgültig meine Zelte dort abgebrochen habe ich Anfang des Jahres 1991. Bis zum 22. Lebensjahr wohnte ich bei meinen Eltern, dann rund zwei Jahre im Haus des Münchener Wingolfs (einer Studentenverbindung, der ich nicht mehr angehöre), die letzte Zeit mit zwei andern Studenten in einer Wohnung am Mittleren Ring. </p>
<p>Ich machte 1981 Abitur am Pestalozzi-Gymnasium und studierte danach Neuere Deutsche Literaturgeschichte, Philosophie und Politik (Abschluss M.A.). Zur Finanzierung meines Studiums (neben Bafög und Geld von meinen Eltern) arbeitete ich lange in einer Molkerei, später bei einem Anzeigenblatt. Ende der achtziger Jahre gründete ich mit Freunden den &quot;styx&quot;, eine Monatszeitschrift zur Politik, Literatur und Kultur.</p>
<p>Nach einem verunglückten Volontariat und dem plötzlichen Tod meiner Mutter ging ich nach Dresden, wo ich dann - nach einer kurzen Episode in der Verwaltung - endgültig Journalist wurde.</p>
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<p>Wenn ich in Orte komme, wo ich schon einmal gelebt habe, fühle ich mich meistens wie in einer Kulisse, die eigentlich ins Magazin gehört. Die hier gezeigten Fotos stammen von einem Besuch in München Anfang Mai 2022; ich traf mich dort mit meiner Geigenlehrerin Maya Lorenzen, die mit dem <a href="https://west-eastern-divan.org/">West-Eastern-Divan-Orchestra</a> auf Tournee durch Europa war.</p>
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<p></p>
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<p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 15 May 2022 13:40:05 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[100 Tage Poesie - Nummer 20 https://youtu.be/6sj4tNesJ78 Im vorigen…]]></title>
      <description><![CDATA[100 Tage Poesie - Nummer 20  Im vorigen Jahr begonnen und inzwischen zum Abschluss gebracht: jeden Tag ein neues Gedicht, hier nun in…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2>100 Tage Poesie - Nummer 20</h2>
<p></p>
<a href="https://youtu.be/6sj4tNesJ78">https://youtu.be/6sj4tNesJ78</a>
<h2>Im vorigen Jahr begonnen und inzwischen zum Abschluss gebracht: jeden Tag ein neues Gedicht, hier nun in gelesener Form.</h2>
<p></p>
<p></p>
<p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 04 Apr 2022 16:15:06 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Hier noch einmal ein Video aus den 100 Tagen Poesie...]]></title>
      <description><![CDATA[Im vorigen ahr begonnen und inzwischen zum Abschluss gebracht: jeden Tag ein neues Gedicht, hier nun in gelesener Form.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://steady.page/df0bf0ac-67b4-46c9-adf4-3ffca2e52956/posts/43dc6cc0-fe6b-4bcd-944d-e8bf9475d892">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 27 Mar 2022 18:40:29 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[100 Tage Poesie: Es geht weiter]]></title>
      <description><![CDATA[https://youtu.be/LFHnUCfXWfw Hier noch einmal ein Stück aus den 100 Tagen Poesie]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://steady.page/df0bf0ac-67b4-46c9-adf4-3ffca2e52956/posts/a7dcc477-71a7-4c19-bede-868199d06c58">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 10 Mar 2022 12:44:50 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[100 Tage Poesie: Nr. 25 & 26, Anfang Oktober 2021 …]]></title>
      <description><![CDATA[Und gleich noch zwei Texte hinterher.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://steady.page/df0bf0ac-67b4-46c9-adf4-3ffca2e52956/posts/44ea5b76-49c1-48cf-a2e9-d28fd8c4d52f">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 20 Feb 2022 22:05:17 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[100 Tage Poesie: Besondere Momente (Nr.22, 29.9.2021)…]]></title>
      <description><![CDATA[Als Vorbreitung für ein virtuelles "Fest der Poesie" werde ich in den nächsten Tagen ein paar Videos posten. Das wird es vielleicht sogar häufiger geben, wenn der…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://steady.page/df0bf0ac-67b4-46c9-adf4-3ffca2e52956/posts/e1589eb7-683d-49f6-979e-6bb4c9988741">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 20 Feb 2022 21:04:19 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#100daysofpoetry]]></title>
      <description><![CDATA[Ende 2021 begann ich auf meinem Instagram-Account ein Projekt, das sich an der wiederkehrenden Challenge der großartigen Hilary Hahn mit ihrer #100daysofpractice…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[
<p>Ende 2021 begann ich auf meinem Instagram-Account ein Projekt, das sich an der wiederkehrenden Challenge der großartigen Hilary Hahn mit ihrer #100daysofpractice orientiert. mein Instagramprofil lässt noch etwas davon sehen, allerdings muss man ein wenig weiter herunterscrollen:</p>
<p></p>
<img src="https://assets-proxy.steadyhq.com/https%3A%2F%2Fsteady.imgix.net%2Fproduction%2Fpost%2Ffc635c41-0621-49f4-a1fa-f97b9ba9c439%2Fuploads%2Fimages%2Fet3i4iqag5%2F100days.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp&amp;s=b6b032e05e5deef3f9aaa7218ee383bb" alt=""/>
<p>Die Originaltexte sind auf Deutsch erschienen, dazu habe ich (automatisiert übersetzte), englische Fassungen gestellt. Als erstes reagierten Bots, und sie tun es immer noch:</p>
<p><img src="https://assets-proxy.steadyhq.com/https%3A%2F%2Fscontent-frx5-1.cdninstagram.com%2Fv%2Ft51.2885-19%2Fs150x150%2F241363178_948583606004735_3883184629604698162_n.jpg%3F_nc_ht%3Dscontent-frx5-1.cdninstagram.com%26_nc_cat%3D111%26_nc_ohc%3D_Bl74ZRtwFYAX_BGi67%26tn%3Dabd_id9rmvBtiAce%26edm%3DAEF8tYYBAAAA%26ccb%3D7-4%26oh%3D00_AT-f0Zeg9gSmfiPUXNf0CA3wuftB9ACbH9zLCfeHBmlkVA%26oe%3D620A5CED%26_nc_sid%3Da9513d?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp&amp;s=7028fc2de5be91e5314762d9136d18dc" alt=""/></p>
<p>Love it ❤️ DM at <a href="https://www.instagram.com/the_authors_nation/">@the_authors_nation</a><a href="https://www.instagram.com/words_promotions/">words_promotions</a></p>
<p>Solche Kommentare erscheinen oft innerhalb von Sekunden. Die Zahl meiner Follower hat durch das Projekt zugenommen. Noch wichtiger: Ich schreibe wieder aktiver Gedichte, fast täglich. </p>
<h2>Und nun?</h2>
<p>Das, ganz ehrlich, weiß ich noch nicht wirklich. Vielleicht ein Buch? Eine Installation in einem Schaufenster, eine Lesung, eine Poesiewerkstatt? Was meint Ihr?</p>
<p><strong>Eure Antworten interessieren mich sehr. Kommentiert entweder diesen Beitrag oder antwortet auf die Mail (wenn Ihr dies als Newsletter bekommt).</strong></p>
<p>Bis demnächst,</p>
<p>Euer Frank Berno</p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 09 Feb 2022 20:41:14 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Neue Geschichten aus der Werkstatt]]></title>
      <description><![CDATA["Tee oder Kaffee" ist nicht meine erste Initiative, mit der ich sowohl mehr Unabhängigkeit von (miserabel bezahlenden) Verlagen erreichen als auch meine kreative Arbeit…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://steady.page/df0bf0ac-67b4-46c9-adf4-3ffca2e52956/posts/208c77dd-5d5f-4367-ac97-d02e0a6698d3">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 08 Feb 2022 07:45:32 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Vera und die Kellnerin]]></title>
      <description><![CDATA[ Fritzsche, ja. Manchmal sitzt er auf der Brunnenkante ein paar Schritte weiter und ruht sich aus. Tauben humpeln über den Platz, Leute eilen vorbei,…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://steady.page/df0bf0ac-67b4-46c9-adf4-3ffca2e52956/posts/23a4fbb1-2091-4305-92aa-aa9b6dd78351">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 02 Feb 2022 20:57:52 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Hello! ]]></title>
      <description><![CDATA[Draußen stöhnt ein Verdichter: Arbeiter betonieren am Sonnabend auf einer Baustelle, die 100 Meter entfernt von meinem Wohnhaus liegt. Auch unter der Woche wird…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://steady.page/df0bf0ac-67b4-46c9-adf4-3ffca2e52956/posts/f93c877b-1d64-4359-8aae-04f589368780">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 15 Jan 2022 09:30:22 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Fritzsche  oder das Buch]]></title>
      <description><![CDATA[Du musst einen Plan haben. Ein Ziel. Mach etwas Sinnvolles. Finde mal hinter diese Sätze. Oder lasse sie links liegen. Diese Sprüche machen die…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://steady.page/df0bf0ac-67b4-46c9-adf4-3ffca2e52956/posts/09c9c090-bb70-4ed1-ab65-dd21f82dcacf">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 12 Jan 2022 21:03:12 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Work in Progress: Und wenn Du weg willst, musst Du geh’n]]></title>
      <description><![CDATA[Das ewige Spinnennetz aus falschen Entscheidungen, die nicht zu korrigieren sind, unheilbaren Verletzungen, Sackgassen. Freiheit ist, wenn es das…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://steady.page/df0bf0ac-67b4-46c9-adf4-3ffca2e52956/posts/e3666b05-1465-4681-8267-f15106763870">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 27 Dec 2021 20:43:09 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Hello! ]]></title>
      <description><![CDATA[Was macht mich aggressiv? Ganz einfach: Wenn mir Leute ein…„Du musst unbedingt abnehmen! Sport machen! Zur Krebsvorsorge gehen! Mehr lächeln!“ Meine Umgebung ist nicht sp]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://steady.page/df0bf0ac-67b4-46c9-adf4-3ffca2e52956/posts/a03f29de-8140-40a3-abd3-da43b8f5e41a">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 25 Dec 2021 07:52:42 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Niemals mehr zurück]]></title>
      <description><![CDATA[Bücher einpacken, das ganze Leben. Beim ersten Mal war es ein großer Lkw: mit Anhänger, grün mit weißer Schrift. Dann  zum Bahnhof, ein Container, auf den Zug. Wer…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://steady.page/df0bf0ac-67b4-46c9-adf4-3ffca2e52956/posts/f5a59ab8-9b09-4e1b-820d-935eaf69148c">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 19 Dec 2021 20:52:41 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Hello!]]></title>
      <description><![CDATA[Sind es verrückte Zeiten? Ja. Während bundesweit die Corona-Inzidenzzahlen zurückgehen, steigen sie in Hamburg. Und unser Senat führt, weil ihm die…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1></h1>
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<p></p>
<h2>Hello!</h2>
<p>Sind es verrückte Zeiten? Ja. Während bundesweit die Corona-Inzidenzzahlen zurückgehen, steigen sie in Hamburg. Und unser Senat führt, weil ihm die Anti-Corona-Maßnahmen-Demo vom letzten Wochenende nicht passt, mal eben eine Maskenpflicht auf Demos ein. Das hat einen Geruch, Geschmack, ist irgendwie komisch. Und: Während New York (dort lebt meine Geigenlehrerin) im Begriff ist, einigermaßen zur Normalität zurück zu kehren, werden in Holland (auch dorthin habe ich Kontakte) wieder Konzerte abgesagt. In Groß-Britannien (auch dazu gleich mehr) sind die Corona-Zahlen so hoch wie nie. Wer blickt da noch durch?</p>
<h2>„Vor der Tür“ gibt es was zu sehen</h2>
<p></p>
<img src="https://assets-proxy.steadyhq.com/https%3A%2F%2Fsteady.imgix.net%2Fproduction%2Fpost%2F452b5eaa-c9dc-48fa-b7f1-0656b8dfee48%2Fuploads%2Fimages%2Fwwcmp2p24u%2Fsolakal.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp&amp;s=a6aa6363233d2a1f75f435e79825468d" alt=""/>
<p>Wir haben es wieder getan: In den letzten Monaten ist hier im Sonnenland (wer es nicht kennt: eine Siedlung mit 3.000 Menschen am Rand von Billstedt, wo ich seit elf Jahren lebe) wieder ein Kalender für das nächste Jahr entstanden: „Vor der Tür“. Zwölf Fotomotive aus der Gegend, die in einer Fotogruppe de Stadtteilprojekts Sonnenland entstanden sind. Meine Wenigkeit schrieb das Vorwort, Grafikerin Ingrid Molnar sorgte für das Äußere, Dorothea Grießbach hat den Laden insgesamt zusammengehalten. Wer ein Exemplar will: bitte melden.</p>
<h1>Die Ružicková-Composition Competition: Morgen zweites Video</h1>
<p>Ich habe in den letzten beiden Jahren sehr oft davon erzählt: Die Ružicková-Composition Competition, initiiert von der in London lebenden Geigerin Ada Witczyk, steht kurz vor ihrem endgültigen Finale: Morgen erscheint das zweite Video, diesmal ist das Siegerstück von Massimo de Lillo, <a href="https://youtu.be/Mw38dQlztKQ">Come bianca luce</a>, die Grundlage.  Schon das erste 2021er-Video ist überaus sehenswert, man darf es getrost eine furiose Hymne auf die Schönheit des Lebens nennen.</p>
<h1>Denglisch: neue Variation</h1>
<p>Ich will jetzt nichts darüber bemerken, dass die Corona-Bekämpfer im Halbjahresrhythmus verkünden, wer oder was uns aus der Pandemie befreien soll (von der die fünfte Welle schon wieder herbeigeredet wird): Ich habe mich <em>boostern</em> lassen. Das Wort bedeutet „erhöhen“ – passt der Ausdruck? Dienstag schaute ich in meiner Hausarztpraxis vorbei, am Mittwoch stand ich mir dort eine knappe Stunde die Beine in den Bauch, nun hat mein Impfausweis den dritten Eintrag. Nicht, weil ich ein glühender Verfechter wäre: Aber ich rechne fest damit, dass meine beruflichen Arbeitsmöglichkeiten ungeboostet demnächst deutlich eingeschränkt würden. Wenn der Schritt dann auch noch schützt und ich dem ständigen Nasenrammen entgehen kann, soll es mir recht sein.</p>
<h1>100 Tage Poesie</h1>
<p>Das kreative Projekt, 100 Tage lang täglich ein neues Gedicht zu schreiben und auf Instagram zu veröffentlichen, ist – erst einmal – zu Ende. Die Erfahrung war sowohl nach innen als auch nach außen überaus interessant: Die ein wenig kanalisierte Kreativität hat Spaß gemacht, noch mehr der Zuspruch (manche Texte wurden wohl von über 100 Leuten gelesen, wenn ich den Instagram-Zahlen trauen kann). Willst Du mehr? Vielleicht für Dein Bücherregal? Als Magazin, als Buch?  Schreib es mir in die …..äh: Kommentare gibt es hier nicht, Du musst Dich also schon an eine Mail machen und die 100 Tage auf Papier bei mir bestellen.</p>
<p>Nein, ich habe nichts vergessen. Weihnachten ist in der nächsten Woche um die Zeit an seinem Bergfest angekommen. Wir sollen es „im kleinsten Kreis“ feiern. Das, Herr Gram-Wieler, mache ich seit Jahren.</p>
<p>Bis nächste Woche!</p>
<p>Euer Frank Berno</p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 18 Dec 2021 09:16:43 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[Die Lust am Aufbruch]]></title>
      <description><![CDATA[ Wohin gehen, wo bleiben? Eigentlich ist die Lust am Aufbruch viel passender zum Fragilen. Mancher Baum wächst nicht an, wenn er umgepflanzt wird.…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://steady.page/df0bf0ac-67b4-46c9-adf4-3ffca2e52956/posts/1f05aeb9-31b9-4d69-832c-a2dd64ff40be">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 08 Dec 2021 10:58:28 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Sonnenländer Sonnabend (6)]]></title>
      <description><![CDATA[Hello! Dieser Rundbrief wird eins definitiv nicht: ein Bettelbrief in der Vorweihnachtszeit. Und auch kein – verstecktes oder offenes – Blackweek- oder Fridayangebot.…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://steady.page/df0bf0ac-67b4-46c9-adf4-3ffca2e52956/posts/5b74d3da-cb3d-45b7-8dbf-cae3c23b2bac">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 04 Dec 2021 09:02:11 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Gemischte Bilanz auf dem Weg nach Berlin]]></title>
      <description><![CDATA[Falko Droßmann kommt mit der U-Bahn und nicht mehr mit dem Dienstwagen. Und der frisch gebackene SPD-Bundestagsabgeordnete hat den Anzug aus Bezirksamtsleitertagen gegen…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://steady.page/df0bf0ac-67b4-46c9-adf4-3ffca2e52956/posts/05e48f5d-4f86-4550-b180-b082f1429380">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 27 Nov 2021 10:03:36 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Ganz kurz ]]></title>
      <description><![CDATA[ Was hier in Arbeit ist...]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Ganz kurz</p>
<blockquote><p>Was hier in Arbeit ist...</p></blockquote>
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<p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 21 Nov 2021 18:53:33 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Die andere Stadt]]></title>
      <description><![CDATA[n dieser Stadt sucht der letzte, private Buchhändler einen Nachfolger: Genau das geht doch. Die Leute werden mir die Bücher, die ich ihnen von…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://steady.page/df0bf0ac-67b4-46c9-adf4-3ffca2e52956/posts/b1139f35-0535-4906-9084-7d7cbaf0865d">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 19 Nov 2021 05:29:33 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Die Holztür, der Friseur]]></title>
      <description><![CDATA[Kopfsteinpflaster vor der Tür, „Pfeffis“ im Konsum. Einschusslöcher im alten Putz, ein hoher Bretterzaun, die rote Plasteklinke an der Tür.…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://steady.page/df0bf0ac-67b4-46c9-adf4-3ffca2e52956/posts/79c80800-6e26-4472-8b6c-78a37430b383">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 14 Nov 2021 22:29:07 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Work in Progress]]></title>
      <description><![CDATA[Ach, was sagst Du: “Lay down, Sally and rest you in my arms / Don't you think you want someone to talk to?”, so fröhlich es klingt, was tu’ ich,…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://steady.page/df0bf0ac-67b4-46c9-adf4-3ffca2e52956/posts/9743ea08-e27f-4e3e-bf1b-77b7aa667c99">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 09 Nov 2021 19:44:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wolf Biermann in Billstedt]]></title>
      <description><![CDATA[Wolf Biermann packt seine Gitarre aus, spielt und schaut dabei in die Runde. „Die Gitarre geht schon mal“.Was er dem Publikum in rund zwei Stunden berichtet, ist…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://steady.page/df0bf0ac-67b4-46c9-adf4-3ffca2e52956/posts/6a30c13d-ec3f-4800-a5c3-29c44fe485ee">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 06 Nov 2021 09:09:45 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Geld (nur) für die Großen?]]></title>
      <description><![CDATA[Und, ohne hier in Jammerei ausbrecen zu wollen: Man könnte eine Menge tun. Seit ein paar Jahren gibt es den Grundsatz von der "angemessenen Honorierung im Urheberrecht.…]]></description>
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      <pubDate>Sun, 24 Oct 2021 17:20:32 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[DER ZWEITE KAFFEE Sprachmüll verbrennen?]]></title>
      <description><![CDATA[Ich bin ergriffen: Das Lager Soundso ändere seinen Namen (folgt ein fremd klingender, unaussprechlicher, der irgendwie skandinavisch klingender Titel),…]]></description>
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      <pubDate>Tue, 19 Oct 2021 06:55:51 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[Wie nach Hause kommen]]></title>
      <description><![CDATA[Stadtgang in Güstrow Güstrow! Eine Stadt, deren Namen viele nicht wirklich aussprechen können. Zwei Zugstunden östlich von Hamburg, für mich Heimat. Die Stadt von Ernst…]]></description>
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      <pubDate>Sat, 16 Oct 2021 07:43:15 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Auf Abstellgleisen]]></title>
      <description><![CDATA[Du beschreibst die Welt, wie sie ist.” Traurig, einsam, schweigend:…]]></description>
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      <pubDate>Tue, 05 Oct 2021 20:22:23 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[Das Grauen in Worte fassen Günter Schwarberg hat den Kindern vom…]]></title>
      <description><![CDATA[Das Grauen in Worte fassen Günter Schwarberg hat den Kindern vom Bullenhuser Damm ein Denkmal gesetzt Es waren 20 Kindern. Als sie starben, waren sie zwischen fünf und…]]></description>
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      <pubDate>Sat, 02 Oct 2021 19:07:03 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Auf Abstellgleisen]]></title>
      <description><![CDATA[Ach, was sagst Du: “Lay down, Sally and rest you in my arms / Don't you think you want someone to talk to?”, so fröhlich es klingt, was tu’ ich.......]]></description>
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      <pubDate>Mon, 20 Sep 2021 07:16:19 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Warum geht das nicht?]]></title>
      <description><![CDATA[Dieses und jenes Es sind nur scheinbar Kleinigkeiten: Warum kann man im Aufzug die falsch gewählte Etage nicht korrigieren? Weshalb kommen die Paketboten nur…]]></description>
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      <pubDate>Wed, 15 Sep 2021 13:53:29 +0000</pubDate>
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