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So begann es - Einladung zum Kennenlernen

I. Zwischen Schweigen und Erlösung – Die leise Chronik meines Gehörs

Es begann nicht mit einem Paukenschlag, sondern mit einem Flimmern, einem kaum greifbaren Schwinden von Klang – so subtil, dass es sich anfangs beinahe wie Einbildung anfühlte. Doch es war real. Und es kam immer wieder.

Erst Jahr für Jahr, später fast monatlich, mit unbarmherziger Regelmäßigkeit, trafen sie mich wie lautlose Beben: Hörstürze. Manchmal auf der linken Seite, dann auf der rechten – willkürlich, gnadenlos, unvorhersehbar. Es war, als würde mein Innenohr nach und nach die weiße Fahne hissen. Ich suchte Hilfe, suchte Gründe. Doch was ich bekam, waren Diagnosen ohne Diagnostik. Ratschläge, die sich wie Urteile anfühlten.

Man riet mir zu mehr Achtsamkeit, zu Resilienztraining, zu Yoga und progressiver Muskelentspannung – als läge das Problem in meinem Gemüt und nicht in meinem Gehörgang.

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