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    <title>Gofi Müller</title>
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    <description>Abonniere das GOFIZINE, den kostenlosen, wöchentlichen Newsletter randvoll mit neuer Kunst, spannenden Talks und großartigen Texten.</description>
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      <title>Gofi Müller</title>
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      <title><![CDATA[Spuren, die wir hinterlassen]]></title>
      <description><![CDATA[Gedanken, die mir bei einer Wanderung gekommen sind, und spannende Informationen.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/185e8826-3158-4646-949b-6a3011b275ea/uploads/images/h2ge3gvun6/PXL_20261101_102611105_2.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Das Amöneburger Becken. Am Horizont, über dem Ende des Weges, ist der Frauenberg zu erkennen. Er wurde so genannt, weil die Tochter der Heiligen Elisabeth, Sophie von Brabant, dort eine Festung errichten ließ, deren Ruine heute immer noch steht.</figcaption></figure><p>Gestern bin ich endlich mal wieder wandern gegangen. Ich benötigte dringend Zeit für mich alleine. Und ich hatte das Bedürfnis, mich für ein paar Stunden zu bewegen. Es gibt eine Tour ganz in unserer Nähe, die ich sehr mag. Sie führt durch das Amöneburger Becken, vorbei an den Orten Rüdigheim und Schweinsberg und an der Brücker Mühle. </p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/185e8826-3158-4646-949b-6a3011b275ea/uploads/images/4lszln7pve/Screenshot_20261102-095939.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Eine Karte mit der eingezeichneten Wanderroute."/><p>Es ist eine wunderschöne, weite Landschaft. Und sie ist geschichtsträchtig. Überall sind Spuren der Geschichte zu sehen. Die Amöneburg thront auf ihrem Basaltkegel mitten in der Ebene. Sie war mal eine keltische Siedlung, später, unter Karl dem Großen, eine fränkische Festung. Bonifatius soll dort am Fuß des Berges, die hessischen Fürsten getauft haben. Heute ist es ein kleiner Ort, dessen Kirche St. Johannes der Täufer im ganzen Tal zu sehen und zu hören ist.</p><p>Die Burg Schweinsberg wurde frühestens im 12. Jahrhundert erbaut, wurde zerstört, wieder auf- und ausgebaut. Noch heute leben Teile der Familie von Schenck dort, deren Vorfahr die Burg errichtet hat. </p><p>Die Ortsnamensendung „heim“ in „Rüdigheim“ deutet darauf hin, dass der Ort ursprünglich eine fränkische Siedlung gewesen ist. Auf den umliegenden Feldern und Äckern hat man Siedlungsreste gefunden, die bis in die Altsteinzeit zurückreichen.</p><p>Im Brücker Wirtshaus, direkt neben der Mühle, wurde 1762 der Waffenstillstand zwischen Frankreich und Preußen beschlossen, der den siebenjährigen Krieg in Hessen beendete.</p><p>Ich weiß nicht, ob Du Dich für Geschichte interessierst. Mein Vater hat es getan. Und obwohl er bereits im vergangenen März verstorben ist, hatte ich gestern den wiederkehrenden Impuls, ein Foto zu schießen und es ihm zu schicken. Er hätte sich sehr darüber gefreut. Und er hätte mich sofort gefragt, was ich über die Familie von Schenck weiß. Und über die Schlacht an der Brücker Mühle. Dann hätte er sich an den PC gesetzt und selbst nachgeforscht.</p><p>Ich habe seit seinem Tod kaum Zeit gehabt, mich mit seinem Fehlen zu beschäftigen. Es ist einfach zu viel passiert, zu viel zu tun gewesen. Die Wanderung gestern hatte auch den Zweck, für ein paar Stunden zu mir selbst zu finden und Verdrängtes an die Oberfläche treiben zu lassen. </p><p>Gestern habe ich all diese Spuren von Menschen gesehen, die in ihrer Zeit wirksam gewesen sind und dann wieder verschwanden. Und ich habe mich gefragt: Welche Spuren willst Du hinterlassen? Soll man sich an Dich erinnern? Wenn ja, woran? Und all die Energie, die Du in Projekte investierst – wie lohnenswert ist das wirklich?</p><p>Große Fragen, ich weiß. Natürlich habe ich darauf keine Antworten gefunden. Nur ein Gedanke hat sich verfestigt: Wenn etwas gute Spuren hinterlässt, dann sind es liebevolle Taten.</p><p>Übrigens haben wir bei unserem Podcast openSPACE über ein ganz ähnliches Thema gesprochen: &quot;Güte, die Spuren hinterlässt - Leben mit Wohlwollen&quot;. Du findest das Gespräch auf der Webseite <a href="https://os17.de/">https://os17.de/</a>.</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><h2>Hossa Talk #292 Wut.Liebe.Filmriss (m. Gofi Müller) - Über Männlichkeit, Storytelling und die Frage, wie wir Realität wahrnehmen</h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/185e8826-3158-4646-949b-6a3011b275ea/uploads/images/hc5vqitaab/hossa.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Cover der Folge"/><p>Trommelwirbel! Spotlight angeschaltet und ausgerichtet! Denn das ist eine ganz besondere Hossa-Folge. Jay und Marco begrüßen nämlich den allerseits bekannten und äußerst geschätzten Autor und Künstler Gofi Müller. One of our own – wie Fußballvereine manchmal sagen, wenn einer ihrer Spieler eine Individual-Auszeichnung erhält. Aber Spaß beiseite: Gofi hat einen neuen Roman geschrieben, Jay und Marco haben ihn gelesen und dementsprechend einiges an Fragen und Themen auf dem Zettel, die gemeinsam besprochen und diskutiert werden müssen. </p><p>Der Roman spielt in Bremen und setzt sich zusammen aus den Geschichten einzelner Personen, die zunächst wenig gemeinsam zu haben scheinen, in deren weiterem Verlauf sich aber eine zusammenhängende, größere Erzählung entfaltet. Es sind Geschichten über Menschen, die in der Gleichzeitigkeit unserer Zeit versuchen, eine neue Identität zu finden und herauszufinden, was Leben, Liebe und Erfolg in der heutigen Gesellschaft bedeuten.</p><p>Im Gespräch geht es um die Frage nach  Männlichkeit und Menschlichkeit, was es bedeutet, dass wir alle die Realität mitunter so unterschiedlich wahrnehmen und inwiefern Storytelling und Spiritualität etwas gemeinsam haben. </p><p><a href="https://hossa-talk.de/292-2/">Was Jay durch die Lektüre über Hossa Talk gelernt hat und was Gofis Roman mit den Geschichten zu tun hat, die Jesus erzählte, hört ihr in dieser unterhaltsamen und spannenden Folge. </a></p><p>Gofis Roman „Wut.Liebe.Filmriss: <a href="https://store.ruach.jetzt/produkt/wut-liebe-filmriss-roman-von-gofi-mueller/">https://store.ruach.jetzt/produkt/wut-liebe-filmriss-roman-von-gofi-mueller/</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2>Alle Informationen über Wut. Liebe. Filmriss.</h2><p>In den vergangenen Tagen habe ich eine Webseite angelegt, die spannende und wissenswerte Informationen über meinen neuen Roman gesammelt darstellt. <a href="https://wutliebefilmriss.gofi-mueller.de/">Wenn Dich das interessiert, dann schaue doch mal hier vorbei.</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2>Ich lese WUT. LIEBE. FILMRISS. vor: am 5. November in Lemgo</h2><p>Anlässlich der “Woche unabhängiger Buchläden” vom 31.10.-07.11. lese ich Euch in Lemgo vor, und zwar hier:</p><p>Der Kleine Landbuchladen<br/>Mittelstraße 54, Lemgo, 32657<br/>Beginn: 19h<br/>Karte: 10 €</p><p>Ich würde mich sehr freuen, Euch zu sehen.</p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofi unterstützen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 02 Nov 2026 10:22:06 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Hinschauen, Zuhören, Glauben schenken]]></title>
      <description><![CDATA[Über einen spannenden und wichtigen Austausch mit einer Leserin meines Romans.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4017d83c-3b61-410f-9599-3a3cb90d1660/uploads/images/kozoq3rjn4/Clipboard_10-27-2026_01.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Glascontainer, an denen Menschen Kerzen und Blumen niedergelegt haben."/><figcaption>In der Nähe dieser Glascontainer in Marburg ist eine ermordete junge Frau gefunden worden. Kerzen und Blumen sind als Zeichen ihres Gedenkens niedergelegt worden.</figcaption></figure><p>Mein neuer Roman ist jetzt seit über einem Monat veröffentlicht. Inzwischen habe ich richtig schöne, positive Rückmeldungen erhalten von Menschen, die ihn gelesen haben oder gerade lesen. Sie erzählen mir, dass sie von der Handlung förmlich mitgezogen werden, dass sie sich immer schon auf das nächste Kapitel freuen, es spannend finden, dass der Roman so vielstimmig ist und einen Blick in so viele unterschiedliche Leben gewährt.</p><p>Über eine Rückmeldung habe ich mich ganz besonders gefreut. Denn sie nimmt Bezug auf einen Teil der Geschichte, der echt schwierig ist. In WUT. LIEBE. FILMRISS. wird eine junge Frau sexuell belästigt, setzt sich dagegen zur Wehr und muss dafür einen hohen Preis bezahlen. Das ist schwerer Stoff, der nicht leicht zu schreiben gewesen ist.</p><p>Ich finde es dennoch sehr wichtig, darüber zu schreiben, gerade auch als Mann. Sexualisierte Gewalt von Männern an Frauen und auch Femizide (ebenfalls ein Thema des Buches) sind gesellschaftliche Realität. Das haben wir Marburger gerade erst in der vergangenen Woche wieder erfahren, als eine 35‑jährige Frau erstochen im Gebüsch gefunden wurde, ganz in der Nähe eines beliebten Einkaufszentrums. Ihr Ex-Freund wurde von der Polizei gefasst und sitzt in Haft.</p><p>Diese Realität muss benannt werden. Auch in Romanen und eben nicht nur in Sachbüchern und Zeitungsartikeln, weil wir sie in Geschichten nachempfinden können, weil Geschichten es uns ermöglichen, uns in die Gefühlswelt der Opfer, aber auch der Täter zu versetzen. Dadurch erfahren wir – hoffentlich – eine stärkere Sensibilisierung für gewisse Themen und die Möglichkeit, unseren eigenen Schattenseiten zu begegnen.</p><p>Aber es ist eben auch riskant, wenn ich mich als Mann in die Lage eines weiblichen Opfers versetze. Was kann ich schon darüber wissen, wie es sich anfühlt? Ich kann nur mein Bestes geben und mich so einfühlsam wie möglich in diese schreckliche Lage hineinversetzen.</p><p>Deshalb hat mich A.s Rückmeldung wirklich sehr gefreut. Ich habe sie gefragt, ob ich sie hier zitieren darf, und sie hat es freundlicherweise erlaubt:</p><blockquote><p>„Hey, hab mir dein Buch in Dänemark in überraschender Geschwindigkeit komplett reingezogen. 🤩 Es hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es war eine schöne Mischung verschiedener Dramen. Ganz besonders geliebt habe ich die Einschübe von Denis. Man liest fast nie Szenen aus der Sicht von autistischen Menschen oder Menschen mit Behinderungen. [E]s ist eine schöne Art der Normalisierung dieser Perspektiven. […] Als Betroffene von sexualisierter Gewalt (auch von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz) war ich sehr zufrieden mit deiner Darstellung. Und ich bin da hyperkritisch, weil natürlich einfach sehr empfindlich. Kaum jemand traut sich, diese Form der Gewalt so subtil (verhältnismäßig) darzustellen, weil man ja möchte, dass die Leser*innen verstehen, wie schlimm das ist. Viele entscheiden sich für reißerische Szenen, aber so läuft das meist nicht ab. Es ist auch so typisch, dass der Täter mal ablässt, sich zeitweise zurücknimmt und plötzlich wieder zuschlägt. Genauso wenig trauen sich die meisten, die Reaktion des Opfers so komplex darzustellen. Sie wehrt sich ja schon, aber sie versucht vorher lange, durch eine Änderung ihres Verhaltens oder durch ihre Klamotten das Unabwendbare abzuwenden. Sie sieht den Täter auch als eine komplexe Person, sieht sich in einer Abhängigkeit und kann ihn nicht nur verabscheuen. Zumindest nicht am Anfang. Und sie geht in Situationen, von denen sie weiß, dass sie heikel sind, weil sie sich beruflich weiterentwickeln möchte. Das ist sehr nah an der Realität der meisten Betroffenen.</p><p>Viele stellen das Opfersein dann infrage. Aber es ist eben alles immer sehr viel schwieriger, undurchsichtiger und komplexer, als es in Medien dargestellt wird.</p><p>Von daher auch hier ein Kompliment von mir.“</p></blockquote><p>In dem Chat über WhatsApp habe ich A. erzählt, dass ich es erschreckend gefunden habe, wie leicht es mir gefallen ist, mich in die Rolle des Täters zu versetzen und seine Gefühle nachzuvollziehen. Sie schrieb mir dazu folgendes:</p><blockquote><p>„Dass es dir so erschreckend leichtfiel, die Sichtweise des Täters in deinem Buch zu schreiben, ist eine voll wichtige Erkenntnis. Wir neigen immer dazu, sexualisierte Gewalt oder überhaupt Misogynie zu individualisieren, aber es ist ja ein klares gesellschaftliches Muster. Wir können uns viel besser in Täter reinversetzen als in Opfer, weil wir mit den Denkmustern der Täter sozialisiert werden und sie allgegenwärtig sind. Nicht alle führen deshalb Taten aus, aber wir alle sehen mal weg, hinterfragen schneller und intensiver die Sicht des Opfers, identifizieren uns mit der Perspektive der dominanten Gruppe, also mit (weißen) Männern, und werten die anderen schneller ab. So ticken wir leider.</p><p>Ich wünschte, mehr Menschen, vor allem Männer, würden mal die Erfahrung machen, die du gemacht hast, und sich dann weitergehend damit auseinandersetzen, warum sie diese Perspektive so gut abrufen können. Ganz ohne Schuldzuweisungen, sondern einfach als nüchterne Erkenntnis, dass wir offenbar die eine Perspektive schneller einnehmen als die andere. Ich nehme mich da nicht aus. Bis ich angefangen habe, mich von der Täterperspektive zu lösen und mal meine eigene als valide angenommen habe, sind sehr viele Jahre vergangen.“</p></blockquote><p>Ich weiß, das ist alles ganz schön schwerer Stoff für einen Newsletter, der Dir helfen möchte, gut in die nächste Woche zu starten. Ich habe es Dir trotzdem zugemutet, weil es nötig ist. Wir müssen lernen, hinzuschauen, auch wenn es wehtut. Und wir müssen lernen, den Opfern von Gewalt zuzuhören und ihnen Glauben zu schenken, ganz egal, um welche Art von Gewalt es sich handelt.</p><p>Ich wünsche Dir – trotz allem – eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p>Du kannst meinen Roman hier bestellen:</p><a href="https://store.ruach.jetzt/produkt/wut-liebe-filmriss-roman-von-gofi-mueller/">https://store.ruach.jetzt/produkt/wut-liebe-filmriss-roman-von-gofi-mueller/</a><hr aria-hidden="true"/><h2>„Was gucken wir jetzt?” – Die vorerst letzte Folge Pop Kunst Seele</h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4017d83c-3b61-410f-9599-3a3cb90d1660/uploads/images/ynlpq54kat/PKS_neu_Icon.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Nach einer sehr ausgedehnten Sommerpause melden sich Gofi, Jay und Marco mit einer besonderen Nachricht zurück: <a href="https://cobainserben.de/uncategorized/ciao-kakao/">Dies ist vorerst die letzte Folge von Pop Kunst Seele. </a>Nach sechs Jahren und 122 Folgen, angefangen 2020 als „Cobains Erben“, legen die drei den Podcast auf Eis. Ein endgültiges Aus ist das aber nicht.</p><p>Wir fragen uns, was uns diese Gespräche eigentlich bedeutet haben. Wir graben Lieblingsfolgen aus, von Bach bis Stranger Things, vom Documenta-Besuch bis zu einem Gebet, mit dem keiner von uns gerechnet hatte. Und wir sprechen darüber, warum manche großartige Folge kaum Hörerinnen und Hörer gefunden hat.</p><p>Dann wird es grundsätzlich. Wie hat sich unser Blick auf Kunst in all den Jahren verändert? Muss man alles gut finden? Können Künstlerinnen und Künstler uns das Geheimnis des Lebens verraten? Sind sie Priester, Gurus oder doch eher Hausmeister? Und was passiert, wenn sechs Menschen mit Reisigbesen und angekohlten Stöcken gemeinsam ein Bild von fünf mal fünf Metern malen?</p><p>Zum Schluss geht es um Joseph Beuys und die Frage, wer eigentlich alles Künstler ist. Und natürlich um die Frage aller Fragen: Was sagen wir dem Tod?</p><hr aria-hidden="true"/><h2>Ich lese WUT. LIEBE. FILMRISS. vor: am 5. November in Lemgo</h2><p>Anlässlich der “Woche unabhängiger Buchläden” vom 31.10.-07.11. lese ich Euch in Lemgo vor, und zwar hier:</p><p>Der Kleine Landbuchladen<br/>Mittelstraße 54, Lemgo, 32657<br/>Beginn: 19h<br/>Karte: 10 €</p><p>Ich würde mich sehr freuen, Euch zu sehen.</p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofi unterstützen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 09:39:44 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Einfach schön und riesengroß]]></title>
      <description><![CDATA[Die Geschichte des größten Gemäldes, das ich jemals gemalt habe.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/20548d5b-0f14-4737-b523-a49f7e0fa93c/uploads/images/7tilwonili/2ed0f4f6-ed47-4ae2-9f82-7021ca9ab930-1_all_28179.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ich stehe vor einem großen abstrakten Gemälde, das 5 mal 5 Meter groß ist."/><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/posts/7d6f793b-43ae-47c7-9b33-f22f4418904c">Du erinnerst Dich vielleicht, dass ich Dir vor einigen Wochen von dem großen Gemälde geschrieben habe, das ich gemeinsam mit Freund*innen aus meiner Kirche gemalt habe.</a></p><p>Es war eine schöne und irgendwie auch waghalsige Aktion. Denn wir wussten zwar, dass und wie wir malen wollten (mit Reisigbesen, Stoffen, Asche und Kohle, mit angekohlten Ästen und Seilen). Aber wir wussten nicht, WAS wir malen würden.<br/>Das alles für eine Konferenz, die an einem bekannten, öffentlichen Ort in Marburg stattfand und von etwa 300 Menschen aus ganz Deutschland besucht wurde.</p><p>Die Verantwortung für das künstlerische Konzept dieser Veranstaltung lag bei mir. Es wurde Monate im voraus &quot;Kunst von Gofi Müller&quot; versprochen, noch bevor ich überhaupt wusste, was wir machen würden und ob das erfolgreich sein würde.</p><p>Diese Verantwortung wurde ich selbstverständlich nicht los, auch dann nicht, als ich die anderen mit ins Boot holte. Das wollte ich auch gar nicht. Es ging mir vielmehr darum, nicht als einsames Genie dazustehen, bei dem man gar nicht weiß, wie sie/er auf diese Gedanken kommt. Dieser Geniekult ist sowas von 18. Jahrhundert und einfach totaler Quatsch. Unser Kunstwerk sollte zeigen: Es ist schön, es ist fett und eigentlich kann das jede/r.</p><p>Deshalb habe ich mir das Konzept gemeinsam mit Frixe, Harald und Michael ausgedacht, wobei gerade Haralds Expertise unschätzbar wertvoll war. Das Bild gemalt habe ich mit Christian, Caroline, Frixe und Harald, wobei ich auch hier wieder Harald hervorheben möchte, der mit mir gemeinsam bis zum Schluss gearbeitet und das Gemälde ganz maßgeblich mit komponiert hat.</p><p>Schließlich haben wir noch eine Plastik hinzugefügt, die aus den Malinstrumenten errichtet wurde, die wir benutzt haben. Dabei haben mir Anke und Michael geholfen, ohne die ich das nicht geschafft hätte.</p><p>Die Kunst musste groß und eindrücklich sein, denn sie durfte nicht als Dekoration missverstanden werden. Es sollte klarwerden, dass sie ein eigenes, inhaltliches Statement setzt: Aufbruch als Gemeinschaft ins Ungewisse, der Glaube daran, dass daraus etwas Schönes entstehen kann, organisches Wachstum statt Malen nach Zahlen, ein Fest wilder Ideen.</p><p>Die Reaktionen der Besucher*innen waren sehr, sehr positiv. Ich habe viele Gespräche geführt über Kunst und Kreativität und über den Mut, unkonventionell zu denken und zu handeln.</p><p>Jetzt bin ich happy. Und erschöpft. Dieses Projekt hat mich seelisch stärker unter Druck gesetzt, als ich es wahrgenommen habe. Ich mache erstmal für ein paar Tage Pause. Unten folgt noch eine kleine Fotostory.</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/20548d5b-0f14-4737-b523-a49f7e0fa93c/uploads/images/3gmpelohk3/1000148159.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Um das Gemälde überhaupt aufhängen zu können, musste eine Traverse installiert werden, die von zwei Motoren nach oben gezogen wurde.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/20548d5b-0f14-4737-b523-a49f7e0fa93c/uploads/images/mmp7wu4nbe/2ed0f4f6-ed47-4ae2-9f82-7021ca9ab930-1_all_28183.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Zuerst wurden die oberen zwei Panels installiert und in die Höhe gezogen ...</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/20548d5b-0f14-4737-b523-a49f7e0fa93c/uploads/images/nb2pw6fckr/1000148179.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>... dann folgten die unteren beiden, die mit den oberen verschraubt wurden. Die Rahmen bestanden aus Aluminium. Die Leinwand wurde in dafür vorgesehene Nuten gekedert.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/20548d5b-0f14-4737-b523-a49f7e0fa93c/uploads/images/akoznpxhfi/1000148187.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Schließlich wurde das Bild an seinen Platz gehoben.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/20548d5b-0f14-4737-b523-a49f7e0fa93c/uploads/images/5i3w7mjtqf/2ed0f4f6-ed47-4ae2-9f82-7021ca9ab930-1_all_28188.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Weil wir auch Asche und Kohle verwendet haben und die Farbe sehr dick und pastos verwendet haben und weil von den Reisigbesen auch einzelne Zweige hängen blieben, hat das Gemälde eine schöne strukturierte Oberfläche und wirkt sehr räumlich.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/20548d5b-0f14-4737-b523-a49f7e0fa93c/uploads/images/e6drhpuqoh/1000149003.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Frixe, Harald und ich vor dem Werk.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/20548d5b-0f14-4737-b523-a49f7e0fa93c/uploads/images/72plc5azcj/2ed0f4f6-ed47-4ae2-9f82-7021ca9ab930-1_all_28182.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Die Struktur der Plastik sah am Ende so aus.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/20548d5b-0f14-4737-b523-a49f7e0fa93c/uploads/images/ekdm7kmnlk/1000148140.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Sie wurde mit weißem Papier umhüllt. An die obere Front kam einer der Stoffe, mit denen wir gemalt hatten, als eine Art Kranz oder Halo.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/20548d5b-0f14-4737-b523-a49f7e0fa93c/uploads/images/slbjadqv3f/1000148667.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Beleuchtet wurde die Plastik in verschiedenen Farben.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/20548d5b-0f14-4737-b523-a49f7e0fa93c/uploads/images/gtcddmnctz/2ed0f4f6-ed47-4ae2-9f82-7021ca9ab930-1_all_28185.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>So sah das ganze Ensemble während der Veranstaltung aus. Auf den Bühnen sind auch noch große Drucke von Nahaufnahmen des Gemäldes zu sehen.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/20548d5b-0f14-4737-b523-a49f7e0fa93c/uploads/images/x2v3j5wuef/2ed0f4f6-ed47-4ae2-9f82-7021ca9ab930-1_all_28187.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Chaos und Kosmos, Acryl, Asche, Kohle und Zweige auf Leinwand, 500 x 500 cm, 2026. (Danke an Winnie Haupt für das Foto)</figcaption></figure><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/20548d5b-0f14-4737-b523-a49f7e0fa93c/uploads/images/7tilwonili/2ed0f4f6-ed47-4ae2-9f82-7021ca9ab930-1_all_28179.jpg?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;crop=faces&amp;fm=jpg" medium="image"/>
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      <pubDate>Mon, 19 Oct 2026 09:13:43 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wie es dazu kam, dass ich auf der Buchmesse vorgelesen habe]]></title>
      <description><![CDATA[Ich habe auf der Buchmesse in Frankfurt vorgelesen. Dies ist die Story dazu.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3c59bbbd-0f7c-451c-940b-49e4498f0d46/uploads/images/hjejgkarkj/IMG-20261011-WA0015.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ich sitze auf dem Podium Rheinland-Pfalz der Buchmesse und spreche gerade über mein Buch."/><p><em>Ich veröffentliche meinen Newsletter jede Woche kostenlos, um Dir inspirierende Gedanken und Worte zu schenken. Wenn dir gefällt, was Du liest, dann leite das GOFIZINE gerne weiter. Ich freue mich übrigens über Unterstützung für meine Arbeit. Wenn Du das gerne tun möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier:</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofi unterstützen</a></p><p>Ich bin auf der Buchmesse in Frankfurt gewesen und habe dort eine Lesung gehalten. Mein neuer Roman wurde am Stand des Verlags wunderschön präsentiert. Darüber freue ich mich wirklich sehr!</p><p>Aber ich will auch ehrlich sein. Das ist keine ganz normale, fast natürlich zustande gekommene Erfolgsstory, &quot;weil ich halt gut bin&quot;. Und sie dauert schon viel länger, als es den Anschein hat. Dreizehn Jahre, um genau zu sein.</p><p>Ich bin erst das zweite Mal auf einer Buchmesse gewesen. Das erste Mal liegt jetzt vier Jahre zurück. Nach diesem ersten Besuch habe ich mir geschworen, nie mehr wiederzukommen.</p><p>Ich hatte gehofft, dass ein literarisches Werk, das bei einem Verlag veröffentlicht worden ist, mir vielleicht die eine oder andere Tür im Literaturbetrieb öffnen würde. Aber mein Buch &#39;Huchting&#39; war schon seit einiger Zeit erschienen und verkaufte sich schlecht. </p><p>Meine Hoffnung war allerdings älter viel als &#39;Huchting&#39;. Schon 2013 hatte mich eine Literaturagentur unter Vertrag genommen und mir in Aussicht gestellt, einen Platz für mich bei den großen Verlagen zu finden. Das gelang nicht. Zwei Jahre später löste ich den Vertrag auf und machte auf eigene Faust weiter. Ich veröffentlichte den Roman &#39;TimTom Guerilla&#39; selbst und machte Lesungen in Wohnzimmern und kleinen Locations.</p><p>Bei meinem ersten Messebesuch begegnete ich also dieser Welt, die mich nicht haben wollte, sichtbar und geballt in mehreren riesigen Hallen. Die großen Häuser zeigten ihre Macht durch imposante Werbetafeln, ihre Logos prangten über riesigen Ständen, überlebensgroße Porträts von Autor*innen überall, von zahlreichen Bühnen hörte man die Stimmen wichtiger Menschen, denen andere gebannt zuhörten.</p><p>Ich sah auch die Stände der kleinen Verlage, unscheinbar und an den Rand der Hallen gedrängt. Und dazwischen ich, ein ganz normaler Messebesucher, der von der unfassbaren Menge an Büchern, Menschen und Informationen überfordert war. Und der mit dem ganzen Treiben absolut nichts zu tun hatte, obwohl er es seit über 10 Jahren hartnäckig versuchte. Als ich nach Hause fuhr, stand für mich fest, dass ich mir meine Niederlage nie wieder so ins Gesicht reiben lassen wollte. Es tat zu weh.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3c59bbbd-0f7c-451c-940b-49e4498f0d46/uploads/images/mbny234b42/PXL_20261011_123112250.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ich, jetzt dann doch wieder auf der Buchmesse. Ich lächle sehr zufrieden, denn vor mir nebeneinander aufgereiht, stehen meine drei literarischen Bücher TimTom Guerilla, Huchting und Wut. Liebe. Filmriss., allesamt in dem fantastischen Coverdesign von Manuel Steinhoff. Sie sind jetzt alle bei ruach.jetzt erhältlich."/><p>Und dann kam 2026. Ich habe einen neuen Verlag gefunden und bin vorgestern doch wieder zur Messe gefahren.  Diesmal hatte ich immerhin eine Funktion in dem großen Treiben. Mein Buch wurde gezeigt, meine Stimme gehört. Das bedeutet nicht, dass ich jetzt Teil des Literaturbetriebs wäre. Dass ich es jemals werde, ist eher unwahrscheinlich. Und ich glaube, das ist auch gar nicht wirklich erstrebenswert. Autor*innen tauchen auf und ganz schnell wieder ab. Andere werden aus verschiedenen Gründen gar nicht erst zugelassen. Die Arbeit mehrerer Jahre wird mit einigen wenigen Sätzen verrissen. Vom Schreiben leben, können nur die allerwenigsten.</p><p>Was ich stattdessen habe, ist viel wertvoller. Zum Beispiel einen kleinen Verlag, den ich jetzt schon liebe, weil ich mit Lisa und Tobias über alles reden, Ideen austauschen, die Bälle zuspielen kann, der mir eine Plattform und Unterstützung anbietet, wie ich sie selten erfahren habe. (Der Verlag <a href="http://ruach.jetzt/">ruach.jetzt</a> hat mir die Lesung auf dem Podium Rheinland Pfalz überhaupt erst ermöglicht.)</p><p>Und natürlich Dich. Du, die/der Du meinen Newsletter liest, Dich interessierst, Anteil nimmst, mich ermutigst und vielleicht sogar finanziell unterstützt. </p><p>Also, ja, ich bin dankbar für mein Buchmessenerlebnis vom vergangenen Wochenende. Ich habe überhaupt nichts gegen ein großes Publikum, und ich freue mich sehr darüber, dass mir auf der Messe Menschen zugehört haben, die vorher gar nicht wussten, dass es mich gibt. </p><p>Aber viel wichtiger ist mir eine kleinere Gruppe aus Bekannten und Freund*innen, die sich aufrichtig für das interessieren, was ich tue, und davon profitieren. Die vergangenen, oft harten Jahre haben uns zusammengeführt. Danke, dass Du dazugehörst.</p><p>Ich wünsche dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><p> </p><a href="https://youtube.com/shorts/TEG5AFcsTgI?feature=share">https://youtube.com/shorts/TEG5AFcsTgI?feature=share</a><p> <em>Danke für Dein Interesse! Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofi unterstützen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Tue, 13 Oct 2026 09:34:25 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#85 Der Baum, der den Winter vergaß]]></title>
      <description><![CDATA[Heute schicke ich Dir einfach mal eine kleine Geschichte, die ich mir gerade ausgedacht habe. Ich hoffe, sie gefällt dir. Es war einmal ein Baum, der sehr frustriert…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/59beed16-1ae6-43ac-b5b0-8e307ba2648f/uploads/images/zwevn4vsnd/PXL_20231226_112452251.PANO.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ein Baum in einer überschwemmten Landschaft. Er wirkt kahl, aber wenn man genau hinschaut, kann man an den Astenden kleine Knospen erkennen."/><p><em>Heute schicke ich Dir einfach mal eine kleine Geschichte, die ich mir gerade ausgedacht habe. Ich hoffe, sie gefällt dir.</em></p><p>Es war einmal ein Baum, der sehr frustriert war, weil seine Blätter die Farbe veränderten. Damit, dass sie vom Grün zum Gelb wechselten, kam er noch klar. Gelb gefiel ihm recht gut. Doch als sie braun wurden, wurde er unglücklich. Er hatte sich an sein volles Laub und dessen satte Farbe gewöhnt. So sah er sich, so gefiel er sich selbst am besten. Mit dem, wie er jetzt war, konnte er sich nicht identifizieren. Dabei stand ihm das Schlimmste noch bevor.</p><p>Als die Tage dunkler und kürzer wurden, fielen die braunen Blätter zu Boden und bildeten eine dicke Schicht auf seinen Wurzeln. Gerade noch hatte der Baum die braunen Blätter verachtet. Jetzt aber wollte er jedes einzelne von ihnen festhalten. Er versuchte, die immer größer werdenden kahlen Stellen zu verbergen. Doch es schien, als hätte sich die ganze Welt gegen ihn verschworen. Jetzt wurden auch noch die Winde stärker. Nach jedem Sturm war er kahler als zuvor. Schließlich ergab er sich seinem Schicksal.</p><p>Die Nächte wurden eiskalt und dauerten immer länger. Der Baum zog alle Lebenssäfte tief in sich hinein. Er hörte auf, sich zu bewegen, zu trinken, ließ sich willenlos von den Stürmen durchschütteln und wartete auf das Ende. </p><p>Dann wurden die Tage wieder länger. Noch waren die Nächte beißend kalt, aber die Luft des Tages veränderte sich. Je länger das Licht andauerte, desto mehr traute sich der Baum, sich zu öffnen. Sein Holz wurde feuchter, die Äste beweglicher. Mit ihren Spitzen tastete er sich in die Welt hinaus, in der an jedem Tag mehr Stimmen zu hören waren. </p><p>Dass sich Knospen bilden würden, wusste der Baum, noch bevor man etwas sehen konnte. Sie kündigten sich durch ein Kribbeln an, das er liebte. Schließlich entfalteten sie sich. Zunächst noch winzig, waren die neuen Blätter nicht sehr beeindruckend, im Vergleich zu seiner früheren Pracht geradezu kläglich. Doch sie kündigten etwas Neues an. Den Baum erfasste Vorfreude auf das, was offenbar unaufhaltsam mit ihm passierte.</p><p>Als die Blätter in voller Pracht an ihm leuchteten und nirgends eine kahle Stelle mehr zu sehen war, war er glücklich. Stolz durchzog sein Gehölz wie die Säfte, die immer neue Blätter und Früchte hervortrieben, während die Äste an Umfang und Reichweite zunahmen. Der Baum fühlte sich bei sich selbst angekommen. So, wie er jetzt in die Welt ragte, sah er sich gerne. Dies war der Zustand, den er sich immer erträumt, immer als Ziel vorgenommen hatte. Der Sommer war ein einziger Rausch. Die Tiere und Vögel des Waldes suchten ihn auf und genossen seine Gegenwart. Alles, was sie benötigten, gab er ihnen gerne und reichlich. Denn er war davon überzeugt, dass dies der Grund seines Daseins war.</p><p>Dass die Tage allmählich wieder kürzer wurden, machte ihm nichts aus. Die zunehmend kälter werdenden Nächte ertrug er mit großer Gelassenheit. Er war sich seiner Kraft zu sehr bewusst, als dass ihm solch kleine Veränderungen Sorgen bereiten würden. Auch im Sommer hatte es gelegentlich dunklere Tage und kühle Nächte gegeben.</p><p>Eines Tages entdeckte er an sich ein Blatt, das sich gelblich verfärbte. Bei der Fülle an Grün, fiel es ihm leicht, es zu ignorieren. Dann entdeckte er noch eins. Und dann noch eins. Ihn durchzog ein tiefer Schrecken. Alte, dunkle Erinnerungen an Zeiten voller Verzweiflung und Trauer wurden wach. In einer rastlosen, tiefschwarzen Nacht wurde ihm klar, welches Schicksal auf ihn wartete. Als er am nächsten Morgen ein bräunliches Blatt an sich fand, bestätigten sich seine Befürchtungen. </p><p>Der Baum begann, sich in sich selbst zurückzuziehen und sich auf das Schlimmste einzustellen. So viel stand für ihn fest: Das Leben, wie er es kannte und liebte, war ein für allemal vorbei. </p><p><em>Vielleicht hast Du Lust, noch ein wenig über diese Geschichte nachzudenken. Diese Fragen können Dir dabei helfen.</em></p><p><strong><em>1. Der Baum hat den Winter schon einmal überstanden und erinnert </em></strong><em>sich sogar daran. Trotzdem ist er am Ende überzeugt, dass sein Leben endgültig vorbei ist. Warum vergessen wir in schweren Zeiten so leicht, was wir eigentlich längst wissen? </em></p><p><em>2. Im Sommer glaubt der Baum, der Sinn seines Daseins liege im Geben. Im Herbst kann er sich mit sich selbst nicht mehr identifizieren. Doch die fallenden Blätter legen sich als schützende Schicht auf seine Wurzeln. Woran messen wir unseren Wert? </em></p><p><em>3. Wie würde der Baum das erste gelbe Blatt erleben, wenn er sich nicht nur als einzelnen Baum sähe, sondern als Teil des Waldes und des Jahreskreislaufs?</em></p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag.</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Gefällt Dir das GOFIZINE? Das würde mich freuen. Ich kann Unterstützung gebrauchen. Danke, wenn Du mir bereits hilfst oder darüber nachdenkst!</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofi unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>News</em></h2><p><em>Ich bin in der vergangenen Woche in zwei Podcasts zu Gast gewesen und habe unter Anderem über meinen neuen Roman gesprochen. Hier kannst Du sie Dir anhören.</em></p><h3>Schöner Glauben <a href="https://schoener-glauben.blogs.audiorella.com/242-interview-gofi-mueller">#interview | Gofi Müller – Kann eine KI dich lieben?</a></h3><p>Jason spricht mit Gofi Müller über dessen neues Buch, das in Bremen und besonders in Huchting spielt. Im Mittelpunkt stehen die verschachtelte Erzählstruktur, das Schreiben aus gelebter Realität, KI-Beziehungen, Männlichkeit und die Frage, wie Geschichten überhaupt Sinn erzeugen. Gofi Müller ist Künstler, Autor und Teil von Hossertalk. In diesem Gespräch gibt er einen sehr persönlichen und zugleich literarischen Einblick in sein Schreiben, seine Recherche und die Themen, die ihn gerade beschäftigen. Key topics Gofi Müller beschreibt sein neues Buch als Teil eines größeren Erzählkosmos, der mit früheren Büchern wie Tim Tom Guerilla und Huchting verbunden ist. Die Geschichte arbeitet mit kurzen, mosaikartigen Episoden, die sich am Ende zu einem größeren Ganzen fügen. Jason vergleicht die Struktur mit einem Film wie LA Crash, weil einzelne Stränge erst einmal unabhängig wirken und später zusammenlaufen. Gofi erklärt seine Arbeitsweise: beobachten, Orte auf sich wirken lassen, Situationen im Schreiben innerlich noch einmal betreten und dann sprachlich verdichten. Vieles im Buch basiert auf realen, teils absurden Geschichten aus Bremen und Umgebung, zum Beispiel dem angeschossenen Rocker, der in eine AOK-Geschäftsstelle flüchtete. Ein zentraler Strang handelt von einer Liebesbeziehung zwischen einem Mann und einer KI und davon, wie real solche Bindungen heute schon sind. Das Gespräch streift ethische Fragen rund um KI, emotionale Abhängigkeit, Bestätigung und die Gefahr, dass Bots für manche Menschen menschliche Beziehungen ersetzen. Ein weiterer Schwerpunkt ist Männlichkeit: Hypermaskulinität, Täterrollen, Verletzlichkeit, Trennungserfahrungen und die Frage, wie Männer über sich selbst nachdenken. Das Buch wird als literarisch, aber zugleich zugänglich beschrieben - mit Krimi-Elementen, gesellschaftlicher Tiefe und Humor. Gofi betont mehrfach, dass gute Unterhaltung für ihn zentral bleibt, auch wenn das Buch zum Nachdenken anregt.</p><h3><a href="https://steady.page/de/kae-podcast/posts/9a45498e-c094-4af1-8260-f8c5e5281315">Jetzt wird’s persönlich (von Klaus-André Eickhoff im Gespräch mit …) #131 Gofi Müller</a></h3><p>Gofi Müller ist Künstler. Er malt, er schreibt, er musiziert, er talkt. Viele kennen ihn vom Hossa Talk, den sehr erfolgreichen Podcast, in dem er mit Jakob Friedrichs und Marco Michalzik über Gott und die (oft postevangelikale) Welt spricht. Darüber und über Gofis Lebens- und Glaubensreise reden wir ausführlich in Episode #003 von „jetzt wird’s PERSÖNLICH“.</p><p>Heute geht es zunächst um „Wut. Liebe. Filmriss.“, Gofis neuen Roman. Obwohl ich die Lektüre wärmstens empfehle, muss man das Werk nicht gelesen haben, um unserem Gespräch gewinnbringend folgen zu können. Es geht um die Gleichzeitigkeit der Ereignisse, um die Sicht aufs Leben aus unterschiedlichen Perspektiven, um Störgefühle, die ein Roman auslösen kann – und warum das gut und wichtig ist.</p><p>Natürlich unterhalten wir uns auch über Hossa Talk und darüber, welche Themen Gofi und die Community zurzeit besonders beschäftigen.</p><p><a href="http://www.gofi-mueller.de/">www.gofi-mueller.de</a><br/><a href="http://www.jetztwirdspersoenlich.net/">www.jetztwirdspersoenlich.net</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 05 Oct 2026 08:51:06 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#84 Chaos - aber schön]]></title>
      <description><![CDATA[Über eine Gemeinschaftsaktion ohne Plan und mit ungewissem Ausgang.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gofigramm</em></h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/7d6f793b-43ae-47c7-9b33-f22f4418904c/uploads/images/xoarw5qeq3/Gofi_Bild.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ein Selfie von mir direkt vor unserem riesigen abstrakten Gemälde, von dem hinter mir ein kleiner Ausschnitt zu sehen ist."/><p></p><p>Neulich habe ich etwas gemacht, was ich vorher noch nie getan habe: Ich habe gemeinsam mit anderen ein Bild gemalt. Malen ist für mich eine sehr persönliche, intime Angelegenheit. Sie ist verbunden mit ganz viel Unsicherheit und Zweifel. Ich hasse es, wenn mir jemand dabei zusieht. Ich hasse es sogar, wenn ich das Gefühl habe, dass mir jemand dabei zusehen KÖNNTE. Vor zwei Wochen jedoch habe ich mich ganz bewusst darauf eingelassen. Es war sehr besonders und wirklich schön.</p><p>Gemeinsam mit Frixe, Harald, Carolina und Christian habe ich an einer fünf mal fünf Meter großen Fläche gearbeitet. Es waren vier Leinwände, die jeweils zweieinhalb mal zweieinhalb Meter groß waren und gemeinsam ein riesiges Gemälde ergeben sollten. Ganz schön einschüchternd.</p><p>Wir haben das für eine Konferenz getan, die in unserer Kirchengemeinde Mitte Oktober stattfinden wird, die UNDspiration. Dort wird es um neue Ideen gehen, wie man Kirche gestalten und leben kann. Ich bin verantwortlich für das künstlerische Konzept dieser Veranstaltung. Und deshalb habe ich entschieden, dass diese gemeinsame Kunstaktion genau der richtige Ausdruck ist für das, worum es gehen soll: sich mit anderen zusammen Herausforderungen zu stellen, gemeinsam kreative Lösungen zu finden, wenn es keinen Plan gibt und auch kein Ergebnis, das am Ende feststehen soll und an dem man messen kann, ob man “richtig” oder “falsch” gehandelt hat.</p><p>Für das Malen haben wir organische Materialien benutzt: Reisigbesen, angekohlte Stöcke, Asche, Seile und Tücher. Denn wir haben keine Maschine gebaut. Wir haben ein Werk, ein Etwas organisch entstehen lassen.</p><p>Genau dasselbe tun ganz viele Menschen an vielen Orten in Deutschland und überall auf der Welt. Sie lassen sich als Gemeinschaft auf Herausforderungen ein, suchen Lösungen für komplexe Probleme, lassen Schönes organisch wachsen und sich selbst davon überaschen. In Schulen, Kirchen, Firmen und Betrieben, Arztpraxen, Krankenhäusern, Kitas, Behörden, Verlagen usw. usf. Schön, oder? Daran möchte ich gerne beteiligt sein.</p><p>Hier siehst Du übrigens Fotos des Gemäldes.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/7d6f793b-43ae-47c7-9b33-f22f4418904c/uploads/images/fyqz4zkez2/chaos_und_kosmos_lo.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Chaos und Kosmos I</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/7d6f793b-43ae-47c7-9b33-f22f4418904c/uploads/images/3rds7ffdsj/chaos_und_kosmos_ro.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Chaos und Kosmos II</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/7d6f793b-43ae-47c7-9b33-f22f4418904c/uploads/images/y23m72pl3b/chaos_und_kosmos_lu.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Chaos und Kosmos III</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/7d6f793b-43ae-47c7-9b33-f22f4418904c/uploads/images/2457en3q7l/chaos_und_kosmos_ru.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Chaos und Kosmos IV</figcaption></figure><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Gefällt Dir dieser Rundbrief? Wie wäre es, wenn Du ihn weiterempfiehlst? Wenn Dir diese Ausgabe gefällt, dann leite sich doch an jemanden weiter, der sich darüber freuen könnte.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>News</em></h2><h3>Wut. Liebe. Filmriss. ist da.</h3><p>Endlich ist der Roman da. Und Du kannst ihn überall bestellen. Am liebsten aber hier:</p><a href="https://store.ruach.jetzt/produkt/wut-liebe-filmriss-roman-von-gofi-mueller/?srsltid=AU7gw4XNxdr7-YLGW0CHO1Z5NMdcrqZ1mHLJ075hwMTAfLwOxlJdu7ih">https://store.ruach.jetzt/produkt/wut-liebe-filmriss-roman-von-gofi-mueller/?srsltid=AU7gw4XNxdr7-YLGW0CHO1Z5NMdcrqZ1mHLJ075hwMTAfLwOxlJdu7ih</a><p>Am vergangenen Mittwoch haben wir eine richtig tolle online-Buchpremiere gefeiert. Falls Du sie Dir nicht anschauen konntest, kannst Du das hier nachholen:</p><a href="https://youtu.be/oZCe9uxs2vc?si=slKLltauX8WkQfKn">https://youtu.be/oZCe9uxs2vc?si=slKLltauX8WkQfKn</a><h3>Ich lese auf der Frankfurter Buchmesse</h3><p>Und zwar am 11. Oktober um 15h . <a href="https://events.ruach.jetzt/event/gofi-mueller-liest-aus-wut-liebe-filmriss-8">Alle Informationen dazu findest Du hier</a>.</p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 28 Sep 2026 07:14:45 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#83 Ein ganz besonderes Buch]]></title>
      <description><![CDATA[Warum mir mein neuer Roman so viel bedeutet]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gofigramm</em></h2><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/7c3eb777-0e01-4bc6-bf9d-bba36f82d130/uploads/images/k767dx62zs/Bremen.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Blick auf die Weser und auf Bremen durch ein Kunstwerk von Sol LeWitt. Dies ist der Handlungsort für eine meiner Lieblingsszenen des Romans, in der die jungen Autisten Denis und Noam über das Leben, den Tod und Gerechtigkeit philosophieren.</figcaption></figure><p>Ich bin aufgeregt. Am Mittwoch erscheint mein neuer Roman „Wut. Liebe. Filmriss.“. Und auch, wenn es natürlich stimmt, dass es immer etwas Besonderes ist, wenn man ein Buch veröffentlicht – dieses Mal empfinde ich es noch stärker, als die letzten Male.</p><p>Ich erinnere mich genau an den Moment vor zwei Jahren, als die Reise losging und ich frühmorgens in der Küche saß und dachte: Ich schreibe jetzt einfach los. Das Leben war damals chaotisch, schmerzvoll, ganz anders, als ich es mir gewünscht und vorgestellt hatte. Ich begann zu schreiben und schrieb immer weiter. Es begleitete mich durch Hoffnungen, Enttäuschungen und unvorhersehbare Ereignisse. </p><p>Ich war mir ganz sicher gewesen, dass ich dieses Buch selbst veröffentlichen, dass ich es keinem Verlag zeigen würde, weil ich keinerlei Kompromisse eingehen wollte. Dafür war das Projekt zu persönlich und verletzlich. Jetzt ist es zwei Jahre später. Und zu meiner Überraschung hat sich der Verlag <a href="http://ruach.jetzt/">ruach.jetzt</a> in der Person von Lisa Felbinger und Tobias Sauer bereit erklärt, das Buch zu verlegen. Weil sie es mögen, obwohl die Erzählweise wirklich ungewöhnlich ist. Ich kann Dir gar nicht sagen, wie sehr mich das freut.</p><p>Ich habe fest vor, in Zukunft noch weitere Bücher zu schreiben. Aber dieses wird für mich immer etwas Besonderes bleiben. Es markiert eine ganz wichtige, entscheidende Phase meines Lebens. </p><p>Wenn Du noch mehr über die Hintergründe des Romans erfahren möchtest, lade ich Dich herzlich zur kostenlosen Online-Buchpremiere ein. Am nächsten Mittwoch um 20 Uhr werden Lisa und ich vor einer Kamera in Trier sitzen, wo der Verlag zu Hause ist. Sie wird mir Fragen stellen, ich werde Auszüge aus dem Buch vorlesen, und auch Du kannst mir im Chat Fragen stellen, wenn Du magst. </p><p><a href="https://events.ruach.jetzt/event/bookrelease-wut-liebe-filmriss-17">Dieser Link führt Dich zur Seite, auf der Du Dein Ticket buchen kannst</a>.</p><p>Unten füge ich Dir Antworten auf Fragen zum Buch an, die Lisa mir vor einiger Zeit gestellt hat. Sie sind Teil eines kleinen Magazins, das der Verlag anlässlich der Frankfurter Buchmesse herausgibt. Vielleicht interessieren Dich die Fragen und Antworten ja auch. </p><p><a href="https://events.ruach.jetzt/event/gofi-mueller-liest-aus-wut-liebe-filmriss-8">Apropos Buchmesse: Dort werde ich vorlesen, und zwar am Sonntag, dem 11. Oktober um 15 h</a>. </p><p>Jetzt wünsche ich Dir eine tolle Woche. Vielleicht bis nächsten Mittwoch, auf jeden Fall aber bis nächsten Montag.</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Warum heißt Dein Roman „Wut? Liebe. Filmriss.“?</strong></p><p>Die Geschichten, aus denen sich die Handlung des Romans zusammensetzt, führen die Figuren in extreme Situationen, in denen sie sich zurechtfinden müssen. Die Begriffe Wut, Liebe und Filmriss geben diese Situationen ganz gut wieder. </p><p><strong>Worum geht es in Deinem Roman?</strong></p><p>Es geht um die Momente im Leben, in denen Pläne, Gewohnheiten, alte Überzeugungen plötzlich nicht mehr zu funktionieren scheinen, in denen wir nach neuen Wegen und Mustern suchen müssen. Und es geht um die Frage, ob das Leben einen Sinn hat, und ob wir, falls das so ist, herausfinden können, was das sein soll. </p><p><strong>Du schreibst die Geschichte aus ganz verschiedenen Perspektiven auf – warum?</strong></p><p>Mich beschäftigt das Phänomen, dass wir in einer global vernetzten Welt ständig mit den Schicksalen anderer konfrontiert sind, die auf den ersten Blick nichts mit uns zu tun haben. Ist das wirklich so? Oder beeinflussen wir einander? Wie gehe ich damit um, dass ich von dem weiß, was anderen passiert? Wie verändert das meine Sicht auf mich selbst? Der Roman ist meine Art, mich künstlerisch mit diesen Fragen zu beschäftigen.</p><p><strong>Du zeigst in Deinem Roman bewusst auch Unschönes: Deine Figuren erleben explizit Hass, Gewalt und Diskriminierung, üben diese teilweise selbst aktiv aus. Ist die Welt nicht schon kaputt genug? Warum auch noch im Roman?</strong></p><p>Als Künstler bin ich ein Kind der Moderne. Deshalb verstehe ich meine Aufgabe so, dass es nicht zuerst darum geht, etwas Schönes oder Angenehmes zu schaffen, sondern etwas Wahres. Mir ist es wichtig, eine ungeschönte, aber vielleicht auch neue Perspektive auf das Leben anzubieten, und der Leserschaft zuzutrauen, damit umgehen zu können. Dennoch habe ich mich natürlich sehr darum bemüht, dass es eine möglichst angenehme Erfahrung ist, mein Buch zu lesen.</p><p><strong>Es gibt auch explizite intime Szenen in Deinem Roman. Was ist Liebe und was trägt Dein Roman dazu bei, diese Frage zu beantworten bzw. eine mögliche Antwort weiter zu zerstreuen?</strong></p><p>Der Roman begleitet Menschen auf ihrer Suche nach Liebe und vermittelt einen Eindruck davon, wie unterschiedlich diese Frage beantwortet werden kann. Was Liebe ist, hängt möglicherweise davon ab, wer wie liebt und an wen oder was sich diese Liebe richtet. Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht, glaube ich. Deshalb sind Liebesverhältnisse so unterschiedlich und oft nicht wirklich vergleichbar. </p><p><strong>Wie viel Gofi steckt in dem „Mann, der schreibt“, der immer wieder in den Zwischenspielen vorkommt und von außen auf das Geschehen blickt? Siehst Du Dich so als Schreibender?</strong></p><p>Der Mann, der schreibt, hat große Ähnlichkeit mit mir. Aber jetzt ist er eine Romanfigur und deshalb ganz er selbst und nicht mehr ich. In dem Moment, in dem Leben Literatur wird, wird es zu etwas Anderem, Eigenständigem. Sie ist eine Deutung der Dinge, nicht die Dinge selbst. Deshalb ist der Mann, der schreibt, mir zwar ähnlich, aber nicht ich. </p><p><strong>Wie viel Spiritualität steckt in Deiner Kunst bzw. dem Schreiben? Ist „Wut. Liebe. Filmriss.&quot; ein religiöser Roman?</strong></p><p>Der Roman ist nicht religiös. Er ist spirituell, wenn man den Begriff ‚Spiritualität‘ sehr weit fasst. Ich tue das und gehe davon aus, dass alle Aspekte des Daseins grundsätzlich (auch) einen spirituellen Aspekt haben. Insofern befasst sich der Roman (auch) mit spirituellen Dingen, allerdings ohne das irgendwo zu behaupten oder in den Vordergrund zu stellen.</p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Gefällt Dir dieser Rundbrief? Wie wäre es, wenn Du ihn weiterempfiehlst? Wenn Dir diese Ausgabe gefällt, dann leite sich doch an jemanden weiter, der sich darüber freuen könnte.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>News</em></h2><h3>Du bist eingeladen zu meiner Buchpremiere!</h3><p>Am 23. September um 20h ist es endlich soweit. Da erscheint mein neuer Roman “Wut. Liebe. Filmriss.” im Verlag ruach.jetzt. Zu diesem Anlass werde ich nach Trier fahren, um mich mit der Verlagsleiterin Lisa Felbinger und dem Chef von <a href="http://ruach.jetzt/">ruach.jetzt</a> Tobias Sauer zu treffen und mit ihnen gemeinsam zu feiern.</p><p>Und Du darfst mitfeiern. Denn die Premiere ist eine Online-Veranstaltung, die Du bequem zu Hause mitverfolgen kannst.</p><p>Lisa wird mit mir ein Gespräch zu den Hintergründen des Buches führen. Und selbstverständlich werde ich Passagen aus dem Buch vorlesen. <a href="https://events.ruach.jetzt/event/bookrelease-wut-liebe-filmriss-17">Unter diesem Link kannst Du Dich kostenlos anmelden</a>. Du wirst daraufhin einen Link per E-Mail erhalten.</p><p>Außerdem senden wir Dir einen Reader zu, der die Zusammenhänge meiner Bücher “TimTom Guerilla”, “Huchting” und eben “Wut. Liebe. Filmriss.” erläutert und Textbeispiele enthält. <strong>Ich freue mich nämlich sehr darüber, dass zukünftig alle drei Bücher zum Programm des Verlags </strong><a href="http://ruach.jetzt/"><strong>ruach.jetzt</strong></a><strong> gehören und dort bestellt werden können.</strong> Sie haben alle ein Zuhause gefunden. Für mich ein zusätzlicher Grund, diesen Anlass zu feiern.</p><p>Ich würde mich sehr freuen, wenn Du mit mir gemeinsam feiern würdest.</p><h3>Ich lese auf der Frankfurter Buchmesse</h3><p>Solltest Du es nicht schaffen, bei der Buchpremiere dabeizusein, dann kannst Du mir auch auf der Buchmesse zuhören. Ich werde dort am 11. Oktober um 15h vorlesen. <a href="https://events.ruach.jetzt/event/gofi-mueller-liest-aus-wut-liebe-filmriss-8">Alle Informationen dazu findest Du hier</a>.</p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 21 Sep 2026 07:40:10 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#82 In was für einer Welt möchtest Du gerne leben?]]></title>
      <description><![CDATA[Über die Bedeutung einer Vision, hinter die wir uns stellen können.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gofigramm</em></h2><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4a25fbd5-be05-4588-bdb4-c620b216ca03/uploads/images/cbnoaxz3lu/PXL_20260913_131106345.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Demonstrationsteilnehmer*innen gestern vor der Marburger Stadthalle. Insgesamt versammelten sich etwa 3000 Menschen in strömendem Regen unter dem Motto &quot;Keine Macht der AfD&quot;.</figcaption></figure><p>Gestern stand ich gemeinsam mit etwa 3000 Menschen im strömenden Regen vor der Marburger Stadthalle. Wir demonstrierten. „Keine Macht der AfD“ hieß das Motto, und es war ermutigend zu sehen, dass so viele Menschen sich auch durch das ungemütliche Wetter nicht abhalten ließen, ihre klare Haltung deutlich zu machen.</p><p>Die Redner*innen gaben sich alle Mühe, einen guten Job zu machen. Aber je länger ich zuhörte, desto unruhiger wurde ich. Alles, was auf der Bühne gesagt wurde, wussten wir, die wir vor der Bühne standen, bereits: dass die Rechte von behinderten Menschen nicht beschnitten werden, dass Menschen mit Migrationsgeschichte nicht benachteiligt und diskriminiert werden dürfen, dass diese Partei in ihren Forderungen russische Staatspropaganda verbreitet und dass sie klimaschützende Maßnahmen zurückschneiden will. Und dass es natürlich nicht sein darf, dass Menschen an die Macht kommen, die Nazi-Parolen und -Positionen vertreten, weil wir alle nicht vergessen haben, wie die Geschichte das letzte Mal ausging, als das der Fall war. </p><p>Wir wussten das alles. Deshalb waren wir hier, während uns das kalte Wasser den Rücken hinunterlief. Wir alle warteten auf Impulse von der Bühne, die uns elektrisierten, die uns klarmachten, wofür wir uns positiv gemeinsam einsetzen wollten, jetzt, heute, im September 2026. Aber die kamen nicht. Es wurden kaum Visionen formuliert, hinter die wir uns stellen konnten. Stattdessen wurde uns gesagt, was alles nicht passieren durfte. Das fand ich enttäuschend.</p><p>Am Samstag haben wir bei Hossa Talk mit Anna Böck gesprochen. Anna ist Theologin und Aktivistin. Sie hat sich an Aktionen der letzten Generation beteiligt und darüber ein Buch geschrieben: „<a href="https://neukirchener-verlage.de/ausgeschoepft-9783761570654">Ausgeschöpft? – Glauben in der Klimakatastrophe</a>“ heißt es. Anna hat uns sachlich und nachvollziehbar erklärt, warum sie diese Form des Protests sinnvoll findet und was sie dazu motiviert. Und sie fordert die Leserschaft mit einer Frage heraus: In was für einer Welt möchtest Du gerne leben?</p><p>Ich habe über diese Frage nachgedacht, als ich im Anschluss an das Gespräch nachts wieder nach Hause fuhr. Dabei hörte ich im Autoradio ein Interview mit einem Unternehmensberater, der gemeinsam mit Firmen Lösungen erarbeitet, die in eine Krise geraten sind. „Das Wichtigste ist es“, sagte er, „dass Sie eine Vision formulieren, hinter die sich alle im Betrieb stellen können. Wenn ihnen das gelingt und wenn Sie in der Lage sind, diese Vision zu vermitteln, dann werden Sie erleben, dass Menschen bereit sind, sich wirklich dafür einzusetzen und sogar Opfer zu bringen.“ </p><p>Das alles klingt am heutigen Montagmorgen noch in mir nach. Welcher Vision für unsere Gesellschaft möchte ich gerne folgen? Wie sieht die Welt aus, in der ich gerne leben möchte? Und was bin ich bereit, dafür zu tun? Vielleicht hast Du auch Lust, darüber nachzudenken.</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Gefällt Dir dieser Rundbrief? Wie wäre es, wenn Du ihn weiterempfiehlst? Wenn Dir diese Ausgabe gefällt, dann leite sich doch an jemanden weiter, der sich darüber freuen könnte.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>News</em></h2><h3>Du bist eingeladen zu meiner Buchpremiere!</h3><p>Am 23. September um 20h ist es endlich soweit. Da erscheint mein neuer Roman “Wut. Liebe. Filmriss.” im Verlag ruach.jetzt. Zu diesem Anlass werde ich nach Trier fahren, um mich mit der Verlagsleiterin Lisa Felbinger und dem Chef von <a href="http://ruach.jetzt/">ruach.jetzt</a> Tobias Sauer zu treffen und mit ihnen gemeinsam zu feiern.</p><p>Und Du darfst mitfeiern. Denn die Premiere ist eine Online-Veranstaltung, die Du bequem zu Hause mitverfolgen kannst.</p><p>Lisa wird mit mir ein Gespräch zu den Hintergründen des Buches führen. Und selbstverständlich werde ich Passagen aus dem Buch vorlesen. <a href="https://events.ruach.jetzt/event/bookrelease-wut-liebe-filmriss-17">Unter diesem Link kannst Du Dich kostenlos anmelden</a>. Du wirst daraufhin einen Link per E-Mail erhalten. </p><p>Außerdem senden wir Dir einen Reader zu, der die Zusammenhänge meiner Bücher “TimTom Guerilla”, “Huchting” und eben “Wut. Liebe. Filmriss.” erläutert und Textbeispiele enthält. <strong>Ich freue mich nämlich sehr darüber, dass zukünftig alle drei Bücher zum Programm des Verlags </strong><a href="http://ruach.jetzt/"><strong>ruach.jetzt</strong></a><strong> gehören und dort bestellt werden können.</strong> Sie haben alle ein Zuhause gefunden. Für mich ein zusätzlicher Grund, diesen Anlass zu feiern.</p><p>Ich würde mich sehr freuen, wenn Du mit mir gemeinsam feiern würdest.</p><h3>Ich lese auf der Frankfurter Buchmesse</h3><p>Solltest Du es nicht schaffen, bei der Buchpremiere dabeizusein, dann kannst Du mir auch auf der Buchmesse zuhören. Ich werde dort am 11. Oktober um 15h vorlesen. <a href="https://events.ruach.jetzt/event/gofi-mueller-liest-aus-wut-liebe-filmriss-8">Alle Informationen dazu findest Du hier</a>.</p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 14 Sep 2026 08:29:47 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#81 Joseph Beuys und die Wahl in Sachsen-Anhalt]]></title>
      <description><![CDATA[Gestern, während die Wahl in Sachsen-Anhalt noch lief, habe ich mich mehrere Stunden lang mit der Kunst von Joseph Beuys beschäftigt. Ich weiß nicht, ob Dir der Name…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/7169116a-df36-4937-8b2c-b1523c55abda/uploads/images/2gzffeudlz/1000139688.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ein Porträt von Joseph Beuys."/><p>Gestern, während die Wahl in Sachsen-Anhalt noch lief, habe ich mich mehrere Stunden lang mit der Kunst von Joseph Beuys beschäftigt. </p><p>Ich weiß nicht, ob Dir der Name etwas sagt. Seine größte Bekanntheit hatte er in den siebziger und achtziger Jahren. Man erkannte ihn sofort an seinem Hut, seiner Anglerweste und seinen verschwurbelten, unendlich langen Monologen. </p><p>Einige spektakuläre Performances haben ihn in der deutschen Kunstgeschichte verewigt, z. B. wie er mit goldener Farbe angestrichen einem toten Hasen die Kunst erklärte. Aber auch seine Aktion <em>Stadtverwaldung</em>, bei der er 7000 Eichen in Kassel pflanzen ließ, sind im Gedächtnis geblieben. Diese Bäume stehen immer noch und prägen bis heute Kassels Stadtbild. 1986 starb Beuys an einer Lungenentzündung mit Mitte sechzig. </p><p>Ich bin kein Fan. Gestern habe ich versucht, mir einen Vortrag eines seiner Schüler anzuhören und habe nach der Hälfte ausgemacht. Es klang zu sehr nach dem Meister: Ein älterer Mann erklärt in schwurbeliger Sprache die Welt und greift dabei auf gefährliches Halbwissen, einige solide Beobachtungen und esoterischen Quatsch zurück. </p><p>Und trotzdem hat Beuys seit knapp 20 Jahren einen großen Einfluss auf mich. Was mich vor allem an ihm fasziniert, ist seine Erweiterung des Kunstbegriffes. Beuys hatte kein Problem damit, wenn sich Kunst und Politik vermischten. Er verstand seine Arbeit als bewusstes Einflussnehmen auf die Gesellschaft. Deshalb lieh er sich Gedanken und den Begriff „soziale Plastik“ bei dem Anthroposophen Rudolf Steiner.  </p><p>Unter Kunst verstand er kreatives, formendes Handeln. Die Gesellschaft war für ihn ein Gesamtkunstwerk, an der alle Menschen beteiligt waren, weil es gar nicht anders ging. Deshalb sagte er: „Alle Menschen sind Künstler.“ Er meinte damit nicht, dass in uns allen irgendwie ein*e kleine*r Künstler*in schlummert, dass wir alle künstlerische Energie haben, die wir nur wecken brauchen, und sei es als Hobby, und dass es letztlich wurscht ist, ob man die Kunst beruflich macht oder ‚nur’ privat.  </p><p>Für ihn waren wir alle an einem großen Kunstwerk beteiligt. Deshalb haben wir auch eine gewisse Verantwortung, dort, wo wir leben und arbeiten, unseren Teil beizutragen. Seine Kunst bestand unter Anderem darin, Institutionen zu schaffen, die das ganz konkret möglich machen sollten. So schuf er die „Organisation für direkte Demokratie durch Volksabstimmung“, die „Free International University“ und schließlich die ‚Stadtverwaldung‘ durch das Projekt „7000 Eichen“.  </p><p>Okay. Die Bäume stehen noch. Die Organisation und die Universität mag es noch irgendwo in Düsseldorf oder sonstwo geben oder auch nicht. Und jetzt? War Beuys mit seiner Kunst erfolgreich? Vielleicht nicht unbedingt mit den konkreten Aktionen selbst. Aber seine Gedanken und Ideen sind immer noch da. </p><p>Ich bin Kunstagnostiker. Ich weiß nicht, wieviel verändernde Kraft ich der Kunst zutraue. Manchmal mehr, manchmal weniger. In dieser Hinsicht, glaube ich, war Beuys zu optimistisch, wenn er die Kunst als das eigentliche Kapital einer Gesellschaft bezeichnete.  </p><p>Aber ich glaube, daran, dass etwas Schönes geschieht, wenn Menschen sich das gemeinsam als Ziel vornehmen und zusammen daran arbeiten. Ich glaube auch an das Gespräch untereinander und miteinander (das eigentliche Anliegen der „Free University“). Und ich glaube, dass schöne, gemeinsame Erlebnisse verändernde Kraft haben, dass sie Menschen und damit auch Verhältnisse ändern können.  </p><p>Dafür gibt es großartige Beispiele, zum Beispiel den Verein <a href="https://polyluxev.de/">Polylux</a> in Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern), der mit seinem Leitspruch „Mach was Schönes“ ganz konkret gesellschaftliche Verhältnisse verändert – und damit Populisten und Hetzern den Wind aus den Segeln nimmt. </p><p>Wenn Beuys das gemeint hat, bin ich doch ein Fan. Und deshalb arbeite ich auch im Anschluss an seine Ideen im Rahmen meiner künstlerischen Arbeit für das Entstehen und Gedeihen von Communities, zum Beispiel im Rahmen von Hossa Talk, durch die Angebote der Webseite Hossarchie oder auch durch meine Zusammenarbeit mit <a href="https://os17.de/">openSPACE</a> aus Fulda und <a href="https://und-marburg.de/">UND/Marburg</a>.  </p><p>Und wenn sich dabei die Grenzen zwischen Kunst, Religion, Politik und Wirtschaft verwischen, kann mir das ähnlich egal sein wie ihm. Denn er hat recht gehabt: Es ist tatsächlich nötig. </p><p>Nach dem gestrigen Wahlsonntag in Sachsen-Anhalt mehr denn je. </p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag.</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Gebet für Hoffnung und Veränderung</h3><p>Gott der Hoffnung, <br/>manchmal scheint Veränderung unmöglich. <br/>Strukturen sind stark, <br/>Vorurteile tief verwurzelt <br/>und unsere Kräfte begrenzt. </p><p>Erinnere uns daran, <br/>dass auch kleine Schritte zählen: <br/>ein offenes Gespräch, <br/>ein geschützter Raum, <br/>ein Widerspruch gegen Ausgrenzung, <br/>eine Hand, die sich ausstreckt. </p><p>Schenke uns Ausdauer, <br/>wenn wir keine schnellen Erfolge sehen. Lass uns feiern, was wächst, <br/>ohne zu vergessen, was noch verändert werden muss. </p><p>Amen. </p><p>(Ein Gebet von der Webseite <a href="https://hossarchie.gofi-mueller.de/gebete/gebet-fuer-hoffnung-und-veraenderung/)">Hossarchie</a>) </p><hr aria-hidden="true"/><p>Du kannst meine Arbeit als Community Builder unterstützen. Vieles von dem, was ich tue, biete ich kostenlos oder zu sehr niedrigen Preisen an. Die Zeiten sind hart, viele können sich manches nicht mehr leisten. Wenn Du zu denen gehörst, die noch finanziellen Spielraum haben, dann würde ich mich sehr über Deine Unterstützung freuen. Dankeschön!</p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofi unterstützen </a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>News</em></h2><p><strong>Am nächsten Sonntag ist wieder openSPACE online zum Thema <em>Wegbegleiter</em>.</strong></p><p>Beim openSPACE-OnlineTalk ist der Ort egal. Dabei sind Leute aus Fulda, aber auch aus Marburg, Schwäbisch Hall, Nürnberg, Offenbach, Hannover, Hamburg und Köln. Genauso unterschiedlich wie die Orte sind auch unseren Ansichten und unser Glaube. Wir treffen uns monatlich für gut zwei Stunden zu verschiedenen Themen. Die Themen werden von den Teilnehmenden vorbereitet und ich moderiere den Abend. Um 21:45 Uhr ist fast immer Schluss. Den Link zur Teilnahme findest du hier: <a href="https://os17.de/">os17.de</a></p><p>Und am 23. 9. findet in Trier die Buchpremiere meines Romans WUT. LIEBE. FILMRISS. statt. Du wirst sie live online miterleben können. Den Link teile ich Dir rechtzeitig mit.</p><p></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 07 Sep 2026 09:09:26 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#80 Was uns durchhalten lässt]]></title>
      <description><![CDATA[Was motiviert Dich, Dich für das einzusetzen, woran Du glaubst?]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/2fafa17e-e136-405d-b135-460927b97bae/uploads/images/ekxsmw36r7/show_your_love.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ein Meme mit der Aufschrift „Show me your Love.&quot;"/><p>Wenn man sich für etwas engagiert, woran man glaubt, dann braucht man einen ganz schön langen Atem. </p><p>Vor neun Jahren ist meine Ex-Frau und beste Freundin in die SPD eingetreten, weil sie etwas gegen den Rechtsruck in der Gesellschaft tun wollte. Vor drei Jahren, als die Ampelregierung zerbrach, bin ich ihr dorthin gefolgt. Mein Freund Jay war kurz zuvor bei den Grünen eingetreten, und das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen. Wenn er sich so engagieren konnte, konnte ich das auch. Es ging vor allem darum, ein Statement zu setzen, zu zeigen, was uns wichtig ist und wofür wir uns starkmachen. </p><p>In sechs Tagen wird in Sachsen-Anhalt eine neue Landesregierung gewählt und die AfD stärkste Kraft werden. Der Kampf gegen den Rechtsruck hat bisher, so scheint es, nicht viel gebracht. Lohnt er sich trotzdem? Was motiviert uns, damit weiterzumachen?</p><p>Als ich im Juni mit meiner <a href="https://gofi-mueller.de/tour">Konzert-Lesung</a> auch in Magdeburg im großartigen <a href="https://kuko-md.de/">Kulturkollektiv </a>in der Arndtstraße auftrat, sprach ich anschließend mit zwei jüngeren Erwachsenen, die durch das städtische Szenemagazin auf den Abend aufmerksam geworden waren. Wir sprachen über die politische Situation und merkten ziemlich schnell, dass wir mit unseren Ansichten nicht weit voneinander entfernt waren. Abschließend sagte der junge Mann: „Vergesst uns nicht. Es gibt hier viele, die für die gute Sache kämpfen.“ Dieser Abend hat uns allen zumindest Mut gemacht und das Gefühl vermittelt, dass wir nicht alleine sind.</p><p>Vergangene Woche habe ich viel darüber nachgedacht, was uns auch über lange Zeit motivieren und antreiben kann. Und ich denke, es können weder Angst, Wut noch Empörung sein, auch wenn diese Emotionen berechtigt und manchmal auch notwendig sind. Eine Motivation, die langfristig trägt, muss positiv sein. Die anderen sind Energiefresser, die uns auf Dauer auszehren. Nur die Liebe zu etwas, die Überzeugung von etwas verleiht die nötige Kraft, um durchhalten zu können. Das ist zumindest meine Überzeugung.</p><p>Auch der religiöse Glaube kann so etwas sein. Ich habe die ganze letzte Woche sehr konzentriert an einer neuen Webseite gearbeitet, die Elemente anbietet, die man wie Module verwenden kann. Sie sollen dabei helfen, privat oder mit anderen zusammen spirituelle Auszeiten zu gestalten. Die Seite heißt <a href="https://hossarchie.gofi-mueller.de/">Hossarchie</a>. Sie ist ein Angebot unseres Podcasts „<a href="https://hossa-talk.de/">Hossa Talk</a>“ und enthält Gebete, Meditationen, Impulse und andere schöne Dinge. Vielleicht hast Du ja Lust, sie Dir mal anzuschauen. Sie wird in den nächsten Monaten immer weiter wachsen. Ich denke, auch solche gemeinsamen Zeiten, die gemeinsame Konzentration auf das, was gut ist und was das Leben lebenswert macht, helfen uns dabei, durchzuhalten.</p><p>Was motiviert mich, mich für die Dinge einzusetzen, an die ich glaube? Diese Frage stelle ich mir selbst. Vielleicht ist das ja auch eine gute Frage an Dich.</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><h3><em>News</em></h3><h2>Hossa geht auf RudelTalkTour</h2><p>Apropos Hossa Talk und Kulturkollektiv Magdeburg. Am nächsten Donnerstag gehen wir Hossas mal wieder auf RudelTalkTour. Ein RudelTalk ist ein Hossa Talk zusammen mit allen, die da sind. Alles darf gesagt, jede Frage gestellt werden, alle dürfen antworten. RudelTalks sind ein fester Bestandteil unserer Regiotreffen. Wir lieben sie, weil sie immer wieder zeigen, wie viel Weisheit und Lebenserfahrung in unserer Community steckt, und weil es bewegend und lehrreich ist, sich gegenseitig zuzuhören. </p><p>Wir sind an diesen Terminen an folgenden Orten:</p><ol start="3"><li><p>September: Kulturkollektiv, Magdeburg</p></li><li><p>September: Augustinerkloster, Erfurt</p></li><li><p>September: Alte Strumpfformerei, Chemnitz</p></li><li><p>September: Zwickmühle, Dresden</p></li></ol><p><a href="https://hossa-talk.de/termine/">Die genauen Informationen zu Orten und Zeiten findest Du hier.</a></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen und freiwillig etwas für diesen Newsletter bezahlen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofi unterstützen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 31 Aug 2026 07:49:02 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#79 Das Beste aus mehreren Welten]]></title>
      <description><![CDATA[Warum es schön ist, dass es Grenzgänger*innen gibt.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/7f3249a1-0684-4ddd-93c2-76793f21e9fc/uploads/images/jtuifbr3dd/PXL_20260823_092228299_2.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Diese Früchte sind Nashis. Sie wachsen im Garten der Eltern meiner Freundin.</figcaption></figure><p>Neulich war meine Freundin bei ihrer Freundin zu Besuch. Diese Freundin weiß ein wenig Bescheid über das, was ich beruflich mache, und dass ich mich häufig öffentlich über den christlichen Glauben äußere. Sie selbst ist nicht religiös. Meine Freundin erzählte ihr, dass demnächst mein neuer Roman erscheint, und schilderte kurz, worum es darin geht. Da sagte ihre Freundin: „Ach, das ist gar kein Christenbuch? Dann kann ich das ja auch lesen.“</p><p>Da hat sie vollkommen recht. Es ist kein christliches Buch, es ist nur von einem Christen geschrieben. Das bedeutet natürlich nicht unbedingt, dass man das beim Lesen bemerkt. Und das ist vielleicht für manche verwirrend. Wenn jemand religiös gläubig ist und das auch noch öffentlich, und wenn diese Person außerdem Kunst macht, müsste man das dann nicht der Kunst anmerken? Das ist zumindest ein naheliegender Gedanke.</p><p>Er ist so naheliegend, dass diese Tatsache, dass ich beides mache – mich öffentlich zum christlichen Glauben äußern und Kunst – meine Laufbahn als Künstler nicht leichter gemacht hat. Denn es hat einerseits dazu geführt, dass christliche Menschen enttäuscht waren, wenn sie gemerkt haben, dass meine Kunst keine christlichen Themen aufgreift (zumindest nicht sehr offensichtlich). Und es hat bei nicht-religiösen Menschen zu Berührungsängsten geführt, weil sie befürchtet haben, dass das, was ich künstlerisch mache, zu christlich sei.</p><p>Du siehst das bestimmt so wie ich: Es ist doch eigentlich wurscht, welches Label irgendwo draufklebt. Grundsätzlich können sich alle doch erst einmal alles anschauen und dann entscheiden, ob es ihnen gefällt oder nicht.</p><p>Ja, in der Theorie stimmen wir wahrscheinlich alle zu. In der Praxis jedoch sind wir mit einer Überfülle an Möglichkeiten gesegnet (manche würden sagen: gestraft). Deshalb helfen Labels schon. Zur Orientierung, um von vornherein ausschließen zu können, womit wir uns nicht beschäftigen müssen. Damit wir Zeit und Energie sparen. Das ist verständlich. </p><p>Deshalb haben es Grenzgänger so schwer. Sie gehören weder klar zum einen, noch zum anderen Lager und werden deshalb häufig übergangen. Das erinnert mich ein wenig an die Nashi. </p><p>Der Nashi wird nachgesagt, sie sei eine Kreuzung aus Birne und Apfel. Das ist leider nicht wahr, denn wenn es so wäre, könnten wir sagen, dass man Birnen und Äpfel zwar nicht vergleichen soll, aber immerhin kreuzen kann. Tatsächlich ist die Nashi eine asiatische Birnenform (nashi heißt auf Japanisch „Birne“), die wie ein Apfel aussieht und geschmacklich zwischen Birne und Apfel liegt. Deshalb bezeichnen sie manche auch als Bapfel oder Birpfel. </p><p>Sie liegt also dazwischen und verbindet das Beste aus beiden Welten, könnte man sagen. Und ist das nicht toll? Kann man diese Grenzgängerin nicht einfach nur beglückwünschen, dass sie den Mut hat, sich nicht festzulegen, und ihr dankbar sein, dass sie uns dadurch an einer ganz neuen Geschmackswelt teilhaben lässt?</p><p>Unter uns gibt es viele Grenzgänger*innen, Menschen, die sich in mehreren unterschiedlichen Welten zu Hause fühlen. Sie haben es nicht leicht, weil sie Gefahr laufen, dass sie in keiner dieser Welten so richtig verstanden werden. Aber falls Du solch eine Person sein solltest, dann möchte ich Dir gerne danken. Danke, dass Du Dich traust, Dich nicht festzulegen. Danke, dass Du mit uns Erfahrungen teilst, zu denen wir ohne Dich keinen Zugang hätten. Danke, dass Du neue Verbindungen, neue Gedanken und Ideen ermöglichst, von denen wir alle profitieren können. </p><p>Bitte, bleibe dabei. Lege Dich nicht auf eine Seite fest. Löse die Spannung nicht auf. Das ist manchmal anstrengend und unangenehm. Aber wir brauchen Dich, um dazulernen zu können. </p><p>Wir anderen sollten währenddessen nett sein zu unseren Nashis und sie nicht zwingen, sich auf Apfel oder Birne festzulegen. Das hilft nicht nur ihnen, sondern auch uns, denn es macht uns alle reicher.</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><h3><em>Wut. Liebe. Filmriss. erscheint am 23. September</em></h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0e70a0c4-8c6d-49e0-9665-d95342f8760f/uploads/images/gvp64s5z2y/IMG-20260609-WA0006.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><blockquote><p><em>“Von denen, die dort unten stehen, gehen, warten, rennen, kennt kaum einer den anderen. Ihre Leben scheinen keine gemeinsamen Berührungspunkte zu haben, bis auf diese eine flüchtige Begegnung am Morgen. Wie Fäden einer verwirrenden Textur kreuzen sie sich, ohne dass ein Grund dafür erkennbar wäre, abgesehen von einer zufälligen Gleichzeitigkeit. Doch wenn man einen höheren Standpunkt einnehmen könnte, denkt sich der Mann, noch höher als ein Hotelzimmer im sechsten Stock, dann könnte man vielleicht die Muster und Strukturen erkennen, die uns alle verbinden, von denen wir alle ein Teil sind.”</em></p></blockquote><p>Bremen, heute. Eine Stadt wird zur Bühne für eine Handvoll Menschen, deren Schicksale sich auf der verzweifelten Suche nach einem neuen Leben kreuzen.</p><p>Korvin flieht vor dem Krieg, wird aber erneut in eine Spirale aus Gewalt und Loyalität gezogen. Lilita kämpft gegen ihren sexistischen und korrupten Chef an und weigert sich, erneut vor einem Trauma zu fliehen. Sid sucht Trost und emotionale Nähe nach einer Trennung in einer Liebesaffäre. Ben verzweifelt an seinem eigenen Erfolg als Schriftsteller.</p><p><em>Ein Roman über Menschen, die in der Gleichzeitigkeit unserer Zeit versuchen, eine neue Identität zu finden und herauszufinden, was Leben, Liebe und Erfolg in der heutigen Gesellschaft bedeuten.</em></p><p> <a href="https://store.ruach.jetzt/produkt/wut-liebe-filmriss-roman-von-gofi-mueller/?srsltid=AfmBOoquQczef23Cr9HdraJMa6YNDG2gA4bKYcdhybfwaORD6Nh_vpt_">Hier kannst Du den Roman vorbestellen</a>.</p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen und freiwillig etwas für diesen Newsletter bezahlen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofi unterstützen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 24 Aug 2026 08:07:02 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#78 Reichhaltige, tiefe Begegnungen]]></title>
      <description><![CDATA[Rückblick auf ein erfülltes Halbjahr, Auszug aus meinem neuen Roman und ein Gespräch über die Frage, wie Kinder glauben]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/d2d96579-198b-45a1-b4ed-4a6dba454784/uploads/images/yasklpb4k3/PXL_20260609_155720470.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ein Selfie von mir. Im Hintergrund baut mein Freund Martin die Technik für einen anstehenden Auftritt auf."/><p>Wie soll ich die vergangenen sechs Monate beschreiben? Sie waren heftig. Aber es wäre nicht fair, sie nur als das zu bezeichnen. Schließlich waren sie auch schön. Reich an Erlebnissen und Begegnungen. Zum vergangenen halben Jahr gehören unvergessliche Momente, unvergesslich schön, aber auch unvergesslich traurig. Begegnungen auf meinen Touren. Der Tod meines Vaters. Die HossaCon, eine Veranstaltung, bei der Menschen, die sich nicht kannten, in kürzester Zeit Freund*innen wurden. Die Reise nach Griechenland und die damit verbundene Begegnung mit uralter Geschichte. Das Genießen von Geschichten und Liedern gemeinsam mit freundlichen, wohlgesonnenen Menschen. </p><p>Du hast mich durch all diese Momente hindurch begleitet, entweder aus der Ferne oder tatsächlich leibhaftig, wenn wir uns irgendwo begegnet sind. Danke dafür! Es ist mir ein Anliegen, Begegnungen und Erlebnisse zu schaffen, die reichhaltig sind und tiefgehen. Als Künstler mache ich das mit den Mitteln der Kunst. Und ich freue mich, wenn Du zu denen gehörst, die das hier und da erfahren haben.</p><p>Die zurückliegenden Wochen  und Monate haben Energie gekostet. Ich merke, dass ich eine Pause brauche, bevor es in die nächsten Ereignisse und Begegnungen geht (zum Beispiel das Freakstock vom 30. Juli bis 02. August oder unsere HossaRudelTalkTour vom 03. Bis 06. September in Magdeburg, Erfurt, Chemnitz und Dresden). Dieses GOFIZINE ist deshalb das letzte vor der Sommerpause. Die nächste Ausgabe wirst Du wieder im August erhalten.</p><p>Ich wünsche Dir einen schönen Sommer. Bis bald!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><h3><em>Mein neuer Roman erscheint im September</em></h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0e70a0c4-8c6d-49e0-9665-d95342f8760f/uploads/images/gvp64s5z2y/IMG-20260609-WA0006.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>WUT. LIEBE. FILMRISS. wird bald beim Verlag <a href="http://rucha.jetzt/">ru</a>ach.jetzt erscheinen. <a href="https://store.ruach.jetzt/produkt/wut-liebe-filmriss-roman-von-gofi-mueller/?srsltid=AfmBOoquQczef23Cr9HdraJMa6YNDG2gA4bKYcdhybfwaORD6Nh_vpt_">Du kannst ihn aber jetzt schon vorbestellen</a>.</p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Kurzgeschichte</em></h2><h3>Was uns antreibt (Auszug aus meinem neuen Roman)</h3><p>Als der Mann viel zu früh aus dem Schlaf aufschreckt, ist die Stadt unter ihm schon wach. Nur leise dringt das Rumpeln der Straßenbahnen durch die dicken Vorhänge und schallisolierten Scheiben des Hotelzimmers im sechsten Stock. Weil er seine Brille nicht aufgesetzt hat, liest er die Uhrzeit falsch ab. Er wirft die Decke von sich, zieht die Vorhänge zurück und öffnet die Fenster. Jetzt ist der Lärm deutlich zu hören: das Klingeln der Bahnen und das Rattern ihrer Räder auf den Schienen, die Motoren der Busse und Taxis, vereinzelte Stimmen von Menschen, die auf dem Weg zur Arbeit sind. Dazwischen ertönen Schreie von Möwen, die über den Bahnhofsvorplatz segeln und sich auf den Dächern der Haltestellen niederlassen.</p><p>Der Mann setzt seine Brille auf und erkennt, dass es erst kurz nach fünf ist. Weit hinten im Osten schiebt sich das Licht des anbrechenden Tages unter die dichte Wolkendecke des Bremer Himmels. Es mag zu spät sein, um wieder einzuschlafen, denkt sich der Mann, aber es ist nicht zu früh zum Schreiben. Er zieht sich an und kocht Kaffee.</p><p>Während die Maschine plätschert und gurgelt, lehnt er im Fensterrahmen und beobachtet, was unten auf der Straße geschieht. Bahnen und Busse treffen ein und fahren wieder ab. Menschen stehen und warten auf sie, steigen ein, andere steigen aus, nehmen die Plätze der Wartenden ein oder hasten über den Platz und verschwinden schließlich in der Bahnhofshalle. Manche müssen rennen, um ihre Verbindung noch erreichen zu können. Andere warten weiter.</p><p>Sie alle haben irgendein Ziel, irgendeinen Anlass, um so früh schon in den Straßen der Stadt unterwegs zu sein. Wenn sie es sich leisten könnten, würden sie vielleicht noch im Bett liegen oder, wenn sie schon wach sind, beim Bäcker Brötchen kaufen für ein gemütliches Frühstück. Wer weiß, denkt sich der Mann, vielleicht ist das der einzige Grund, warum sich manche auf den Weg gemacht haben. Und das wäre doch bei Weitem nicht der schlechteste.</p><p>Was treibt euch, denkt er. Was treibt uns an? Mich? Warum liege ich nicht im Bett und schlafe, sondern sitze hier und schreibe?</p><p>Von denen, die dort unten stehen, gehen, warten, rennen, kennt kaum einer den anderen. Ihre Leben scheinen keine gemeinsamen Berührungspunkte zu haben, bis auf diese eine flüchtige Begegnung am Morgen. Wie Fäden einer verwirrenden Textur kreuzen sie sich, ohne dass ein Grund dafür erkennbar wäre, abgesehen von einer zufälligen Gleichzeitigkeit. Doch wenn man einen höheren Standpunkt einnehmen könnte, denkt sich der Mann, noch höher als ein Hotelzimmer im sechsten Stock, dann könnte man vielleicht die Muster und Strukturen erkennen, die uns alle verbinden, von denen wir alle ein Teil sind. Manche dieser Muster sind uns vorgegeben. Wir folgen ihnen, ob wir wollen oder nicht, ob wir sie gutheißen oder verachten. Andere entstehen im Vollzug, und wir tragen unseren Teil dazu bei, wissentlich und unwissentlich, als Protagonisten unserer eigenen Geschichten.</p><p>Unten, an der Haltestelle der Linie 24, steht ein Arbeiter, trinkt Kaffee, raucht und bereitet sich auf seinen Tag vor. Er trägt eine neonorange Hose und eine neonorange Kappe. Er räkelt sich und versucht, sich die Müdigkeit aus den Gliedern zu strecken. Ein jüngerer Mann in einem weißen Hoodie, mit einer Tasche über der Schulter, nähert sich. Er stellt dem Arbeiter eine Frage. Der antwortet, macht dazu eine kleine Geste. Der jüngere Mann nickt und geht weiter. Ein Bus fährt vor. Ein Bus fährt ab. Der Arbeiter ist fort.</p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Podcast</em></h2><h3><strong>Kinderglauben - Kinderfragen und Himmels-Antworten</strong></h3><a href="https://youtu.be/9yJTx1Uo66k?si=sYpt7jTPuGwnpYdV">https://youtu.be/9yJTx1Uo66k?si=sYpt7jTPuGwnpYdV</a><p>In dieser Folge sprechen Jan, Gofi und die Heilpädagogin Sarah van der Werff über Kinderfragen und die überraschende Tiefe, die oft in ihnen steckt. Unter dem Titel &quot;Kinderfragen - Himmels Antworten&quot; geht es um Glauben, Neugier und die besondere Art, wie Kinder die Welt verstehen.</p><p>Ausgehend von echten Kinderfragen wie &quot;Wie hat Gott die Welt erschaffen?&quot; oder &quot;Warum kann ich Gott nicht sehen?&quot; entdecken die drei, dass Kinder oft Fragen stellen, die Erwachsene längst nicht mehr zu stellen wagen. Dabei wird deutlich, wie wichtig es ist, Kinder in ihren Gedanken und Gefühlen ernst zu nehmen und gemeinsam nach Antworten zu suchen.</p><p>Zwischen persönlichen Erfahrungen, pädagogischen Einblicken und theologischen Gedanken entsteht ein Gespräch über Fantasie, Vertrauen und die Fähigkeit zu staunen. Eine Folge darüber, was Erwachsene von Kindern lernen können - und warum manche Fragen ein Leben lang spannend bleiben.</p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen und freiwillig etwas für diesen Newsletter bezahlen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofi unterstützen</a></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 22 Jun 2026 07:54:24 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#77 Tour-Fotostory]]></title>
      <description><![CDATA[Am heutigen Montagmorgen sitze ich noch ziemlich verwuschelt und verpennt am Wohnzimmertisch. Mir gegenüber auf der Stuhllehne sitzt mein Nymphensittich Marx, der sich…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Tour-Fotostory</h1><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0e70a0c4-8c6d-49e0-9665-d95342f8760f/uploads/images/6ry3krfsfb/0..jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Martin Denzin und ich lachen in die Kamera, kurz vor unserem Auftritt in Braunschweig."/><p>Am heutigen Montagmorgen sitze ich noch ziemlich verwuschelt und verpennt am Wohnzimmertisch. Mir gegenüber auf der Stuhllehne sitzt mein Nymphensittich Marx, der sich freut, dass ich von meiner Tourwoche zurückgekehrt bin. Das Touren steckt mir noch in den dann ja doch schon etwas in die Jahre gekommenen Knochen. Aber die Erinnerungen sind schön und noch sehr präsent. Ich dachte, Du freust Dich vielleicht, wenn ich Dich an ihnen teilhaben lasse. </p><p>Zur Erinnerung: Vom vergangenen Dienstag bis Samstag sind Martin und ich an mehreren Orten aufgetreten. Ich habe Geschichten aus meinem neuen Roman WUT. LIEBE. FILMRISS. vorgelesen (erscheint im September), und wir haben dazu Musik gemacht.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0e70a0c4-8c6d-49e0-9665-d95342f8760f/uploads/images/b4usha7zke/1..jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Das ist die Liste der Geschichten und Lieder, die wir bei unseren Auftritten vorgetragen haben. Das X steht für einen Song, das – für eine Geschichte. Abgesehen von Under the Milky Way (von The Church) haben wir die Lieder passend zu den Geschichten geschrieben. Sie geben die Perspektive der Charaktere wider.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0e70a0c4-8c6d-49e0-9665-d95342f8760f/uploads/images/wihae3mrhm/2..jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Martin und ich vor dem Flux in Bremen, das nur wenige Meter von einem der Handlungsorte des Romans liegt. Es war ein wirklich fantastischer Abend mit vielen alten Freund*innen, Bekannten und Familienangehörigen. Ein würdiger Tourauftakt.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0e70a0c4-8c6d-49e0-9665-d95342f8760f/uploads/images/entyf4rbvw/3..jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Wir machen Musik bei unserem Auftritt in Bremen. Bei zwei Stücken habe ich eine wunderschön klingende Posaune gespielt, die fast so alt ist, wie wir. Martins Gitarre ist übrigens auch beinahe so alt wie wir. Und wir sind immerhin 55.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0e70a0c4-8c6d-49e0-9665-d95342f8760f/uploads/images/rqspmjzxk7/4..jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Kurz vor unserem Auftritt in der Jerusalemkirche in Hamburg.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0e70a0c4-8c6d-49e0-9665-d95342f8760f/uploads/images/uxxu22ctvw/5..jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Ich singe, im Schatten halb verborgen spielt Martin Gitarre, bei unserem sehr schönen Auftritt in Hamburg vor Freund*innen, Musikerkollegen und auch einigen Verwandten, was mich besonders gefreut hat.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0e70a0c4-8c6d-49e0-9665-d95342f8760f/uploads/images/yajfqtjxu2/6..png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Im Auto zum nächsten Auftritt in Braunschweig. Als Musiker hat man ziemlich viel Gepäck dabei: Boxen, Kabel, Stative, Instrumente. Da konnten wir leider nicht mit dem Zug fahren.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0e70a0c4-8c6d-49e0-9665-d95342f8760f/uploads/images/kaply5vxop/7..jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Wir beiden vor dem Café BRUNS in Braunschweig.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0e70a0c4-8c6d-49e0-9665-d95342f8760f/uploads/images/g4v6htwxuk/8..jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Im Café BRUNS war unsere Bühne die breite Fensterbank. Hier spielt Martin gerade Gitarre ...</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0e70a0c4-8c6d-49e0-9665-d95342f8760f/uploads/images/x4ctclfriz/9..jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>... während ich dazu singe. Im Hintergrund die Straße, an der das Café gelegen ist.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0e70a0c4-8c6d-49e0-9665-d95342f8760f/uploads/images/37bdxhuepo/10..jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Das sind die Neumanns aus Magdeburg. Sie bereiten gerade das Schild vor für unseren Auftritt im dortigen Kulturkollektiv.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0e70a0c4-8c6d-49e0-9665-d95342f8760f/uploads/images/2nswniq2op/11..jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Und das sind Martin und ich vor dem Fenster des Kulturkollektivs.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0e70a0c4-8c6d-49e0-9665-d95342f8760f/uploads/images/2qtjavavpg/12..png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Hier siehst Du meine Posaune etwas besser. Ja, es ist eine Ventilposaune. Ja, das ist eher ungewöhnlich.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0e70a0c4-8c6d-49e0-9665-d95342f8760f/uploads/images/gzihupoq4t/13..jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Wenn man tourt, bildet man sich manchmal ein, dass man sich nicht mehr an seine bisherigen Lebensgewohnheiten halten muss, z. B. rechtzeitig ins Bett zu gehen. Das ist natürlich ein Irrtum. Hier schlendere ich durch die nächtlichen Straßen von Magdeburg.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0e70a0c4-8c6d-49e0-9665-d95342f8760f/uploads/images/bfswlcf3y4/14..png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Den versäumten Schlaf muss man dann anderer Stelle nachholen. Hier versucht es Martin gerade im Auto in einer Berliner Nebenstraße. Das Auto fährt aber nicht.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0e70a0c4-8c6d-49e0-9665-d95342f8760f/uploads/images/wwdpimfjz3/15..jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Wir beiden vor dem Theater Verlängertes Wohnzimmer in der Frankfurter Allee in Berlin.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0e70a0c4-8c6d-49e0-9665-d95342f8760f/uploads/images/x4plz56xc7/16..png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>So sieht der Theatersaal von der Bühne aus aus. Wir sind bereit, aber die Leute sind noch nicht da.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0e70a0c4-8c6d-49e0-9665-d95342f8760f/uploads/images/ijg7lhg24b/17..jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Der Auftritt in Berlin war ein sehr schöner Abschluss dieser Woche. Mehrere Freund*innen sind dagewesen, bei denen es mich sehr gefreut hat, sie mal wiederzusehen.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0e70a0c4-8c6d-49e0-9665-d95342f8760f/uploads/images/23udbydryx/18..jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Wir sind noch in der Nacht von Berlin nach Bremen zurückgefahren, wo Martin lebt und unsere Tour begann. Hier siehst Du mich auf der Rückfahrt im Zug von Bremen nach Marburg. Ich sitze gerne an der Tür auf dem Boden oder laufe während der Fahrt herum. Da habe ich meine Ruhe.</figcaption></figure><p>Ich hoffe, es hat Dir gefallen. Danke an Euch, die Ihr unsere Auftritte besucht habt. Es war wirklich schön, Euch zu sehen!</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><h3><em>Mein neuer Roman erscheint im September</em></h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0e70a0c4-8c6d-49e0-9665-d95342f8760f/uploads/images/gvp64s5z2y/IMG-20260609-WA0006.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>WUT. LIEBE. FILMRISS. wird bald beim Verlag <a href="http://rucha.jetzt/">ru</a>ach.jetzt erscheinen. <a href="https://store.ruach.jetzt/produkt/wut-liebe-filmriss-roman-von-gofi-mueller/?srsltid=AfmBOoquQczef23Cr9HdraJMa6YNDG2gA4bKYcdhybfwaORD6Nh_vpt_">Du kannst ihn aber jetzt schon vorbestellen</a>.</p>]]></content:encoded>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/0e70a0c4-8c6d-49e0-9665-d95342f8760f/uploads/images/6ry3krfsfb/0..jpg?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;crop=faces&amp;fm=jpg" medium="image"/>
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      <pubDate>Mon, 15 Jun 2026 08:09:24 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Mein neuer Roman ist ab sofort vorbestellbar]]></title>
      <description><![CDATA[Das Cover des Romans. Ich freue mich sehr, Dir schreiben zu können, dass mein Roman WUT. LIEBE. FILMRISS. ab sofort vorbestellbar ist. Dieser Link führt Dich zum Store…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/ca4faafb-f4ef-4eb5-a97d-e73abc9772aa/uploads/images/saiic2pb2z/1000118372.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Das Cover des Romans.</figcaption></figure><p>Ich freue mich sehr, Dir schreiben zu können, dass mein Roman WUT. LIEBE. FILMRISS. ab sofort vorbestellbar ist. <a href="https://ruach.link/9783949617386%E2%80%8E">Dieser Link führt Dich zum Store von ruch.jetzt</a>. Erscheinen wird das Buch im September.</p><p>Wenn Du direkt beim Verlag bestellst, sparst Du Dir nicht nur die Versandkosten, sondern erhältst als Schmankerl dazu zwei Wendeposter mit Motiven, die etwas mit der Romanhandlung zu tun haben. Angedacht sind bisher z. B. das Tourplakat der Punkband TimTom Guerilla, das Melanie dazu bringt, nach Sinsheim aufzubrechen, oder eine künstlerische Fotografie einer der Handlungsorte, die ich anfertigen werde.</p><p>WUT. LIEBE. FILMRISS. ist ein unkonventionell geschriebener Roman, der sich wie ein Mosaik aus lauter kürzeren Geschichten zusammensetzt. So bewirbt ihn der Verlag:</p><p>“Bremen, heute. Eine Stadt wird zur Bühne für eine Handvoll Menschen, deren Schicksale sich auf der verzweifelten Suche nach einem neuen Leben kreuzen.</p><p>Korvin flieht vor dem Krieg, wird aber erneut in eine Spirale aus Gewalt und Loyalität gezogen. Lilita kämpft gegen ihren sexistischen und korrupten Chef an und weigert sich, erneut vor einem Trauma zu fliehen. Sid sucht Trost und emotionale Nähe nach einer Trennung in einer Liebesaffäre. Ben verzweifelt an seinem eigenen Erfolg als Schriftsteller.</p><p><em>Ein Roman über Menschen, die in der Gleichzeitigkeit unserer Zeit versuchen, eine neue Identität zu finden und herauszufinden, was Leben, Liebe und Erfolg in der heutigen Gesellschaft bedeuten.”</em></p><p>Es würde mich sehr freuen, wenn er Dir gefällt. </p><p>Ganz liebe Grüße </p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><p></p>]]></content:encoded>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/ca4faafb-f4ef-4eb5-a97d-e73abc9772aa/uploads/images/saiic2pb2z/1000118372.jpg?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;crop=faces&amp;fm=jpg" medium="image"/>
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      <pubDate>Wed, 10 Jun 2026 11:19:37 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#76 Was ist wirklich wirklich?]]></title>
      <description><![CDATA[Eine Straße in der Bremer Neustadt, ganz in der Nähe des Hauses, das in meinem Roman 'Haus Stochardt' heißt. Heute schicke ich Dir liebe Grüße aus Bremen. Ich bin mal…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/47d7810c-cd3a-4e3d-a588-421223a624e6/uploads/images/j2ewon4cly/1000117857.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Eine Straße in der Bremer Neustadt, ganz in der Nähe des Hauses, das in meinem Roman &#39;Haus Stochardt&#39; heißt.</figcaption></figure><p>Heute schicke ich Dir liebe Grüße aus Bremen. Ich bin mal wieder zu Gast in dem Haus, das in meinem Roman &#39;Haus Stochardt&#39; heißt. In diesem Haus lebt der fiktive Schriftsteller Benjamin Stochardt-Barenbaum, in Wirklichkeit aber mein Freund Martin, <a href="https://gofi-mueller.de/termine/">mit dem ich ab morgen die Konzertlesungen zu WUT. LIEBE. FILMRISS. spielen werde.</a></p><p>Der Name des Schriftstellers erinnert natürlich an Benjamin von Stuckrad-Barre, auch ein Schriftsteller und so wie mein Ben und so wie auch ich ebenfalls ein Pastorensohn. </p><p>Die Figur des Ben ist ein Spiel mit meinem früheren Ich. Wenn ich sehr schlecht gelaunt bin und sehr unbarmherzig auf mein Ego von vor 15 bis 20 Jahren zurückblicke, dann könnte dabei ein ähnliches Bild entstehen wie das, was ich jetzt von Ben zeichne. Dabei mag ich ihn eigentlich. Ich finde nur, dass er sich dämlich verhält. </p><p>Sein Vater ist Pastor in der Bremer Neustadt gewesen. Das Haus, in dem er lebt, ist das Haus seiner Kindheit. Nach seinem Studium in Bielefeld ist er hierher zurückgekehrt. Die Eltern sind inzwischen beide gestorben. Was von ihnen übrig ist, ist die Einrichtung des Hauses, Erinnerungsstücke, Fotos. Ben hat einfach alles übernommen und kaum etwas verändert. Er trägt sein eigenes Chaos dort hinein und verlebt das, was seine Eltern mühsam zu bewahren suchten. Seine Romane schreibt er an dem wuchtigen Schreibtisch des Vaters, an den er keine positive Erinnerung hat. </p><p>Das ist alles frei erfunden. Aber irgendwie ist es auch trotzdem wirklich. Und genau damit spielt der Roman: mit der Frage, was wir als Wirklichkeit akzeptieren und was nicht. Woher wissen wir, was wirklich wirklich ist? Wir erleben, versuchen zu verstehen, machen uns einen Reim darauf, akzeptieren das als unsere Wirklichkeit. Dann erleben wir etwas, das unserer Vorstellung der Wirklichkeit widerspricht, wir erfahren z. B. etwas Neues über eine Person, haben ein Erlebnis, das wir nicht für möglich gehalten hätten. Wir ändern unsere Meinung, das Spiel beginnt von Neuem. </p><p>Natürlich ändern wir unser Wirklichkeitsverständnis nicht grundlegend. Wir variieren es, wir fügen Nuancen hinzu. Manchmal aber passieren dann doch so erschütternde Dinge, dass wir gezwungen sind, alles zu hinterfragen, was wir bis dahin als gegeben akzeptiert haben. Das sind die großen Krisen des Lebens. Wir erleben sie ganz individuell, aber auch als Gesellschaften. </p><p>In meinem Roman passiert genau das einer Gruppe von Leuten, die zunächst nichts miteinander zu tun haben, sich dann aber begegnen und dadurch ihre jeweiligen Wirklichkeiten beeinflussen und verändern. Ben, der Schriftsteller, ist einer davon.</p><p>Leider kann ich Dir immer noch nicht genau sagen, ab wann Du das Buch endlich selbst lesen kannst. Mein Verlag hat noch kein Datum genannt. Spätestens im Herbst ist es aber soweit. Ich werde es Dir sofort schreiben, wenn ich es erfahre.</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag.</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p>]]></content:encoded>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/47d7810c-cd3a-4e3d-a588-421223a624e6/uploads/images/j2ewon4cly/1000117857.jpg?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;crop=faces&amp;fm=jpg" medium="image"/>
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      <pubDate>Mon, 08 Jun 2026 07:55:42 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#75 Wenn der Mythos Wirklichkeit wird]]></title>
      <description><![CDATA[Was meine Griechenlandreise mit Mittelerde zu tun hat | Podcast: Ohne Paulus wäre alles besser? | Lyrik: Wege und Bahnen]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gofigramm</em></h2><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8363f483-96df-4916-9723-c247480e2f70/uploads/images/w5sx5t4jsw/PXL_20260517_180628200_2-Gofinote.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Blick vom Hafen Thessaloniki zum Olymp, dem Berg, auf dem die ewigen Götter Zeus, Hera, Athene, Aphrodite oder Hephaistos leben, die Schicksale der Menschen lenken und gegeneinander intrigieren. Nicht.</figcaption></figure><p>Am Hafenbecken von Thessaloniki entlangzuschlendern und über das Wasser hinweg den Olymp zu sehen, das ist ein irgendwie unwirkliches Gefühl. Oder vor dem Löwen zu stehen, der die Stelle in der thessalischen Ebene markiert, an der der noch jugendliche Alexander der Große und sein Vater Philipp II. die Stadtstaaten in der Schlacht von Chaironeia besiegten und dabei die Heilige Schar fast völlig vernichteten, die Eliteeinheit Thebens, die aus lauter männlichen Liebespaaren bestand.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8363f483-96df-4916-9723-c247480e2f70/uploads/images/ca5hkml2oc/Von_Philipp_Pilhofer_-_Eigenes_Werk__CC_BY-SA_3.0__httpscommons.wikimedia.orgwindex.phpcurid_20987356.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Der Löwe von Chaironeia, Von Philipp Pilhofer - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, httpscommons.wikimedia.orgwindex.phpcurid=20987356</figcaption></figure><p>Oder an den Thermopylen zu stehen, den heißen Quellen, an denen 300 Spartaner unter ihrem König Leonidas die übermächtige persische Armee aufhielten.</p><p>Vielleicht kennst Du ein paar dieser Geschichten und Mythen aus dem antiken Griechenland, hast die Namen der Personen und Orte schon einmal gehört. Sie sind Teil unseres Allgemeinwissens. Wir wissen, dass es sie gibt, ohne dass wir ihnen einen besonderen Wert beimessen.</p><p>Dann aber die Orte tatsächlich zu sehen und zu erleben, das ist schon etwas anderes. Ich habe mich auf dieser Reise durch Griechenland manchmal gefühlt, als würde ich Mittelerde besuchen. Stell Dir vor, Du spazierst über die Brandyweinbrücke oder besuchst die Gräber der Könige von Rohan, oder ein Guide führt Dich durch die verlassenen Ruinen von Bruchtal: „An dieser Stelle wurde beschlossen, dass Frodo den Ring nach Mordor tragen sollte.“ So etwa.</p><p>Es ist faszinierend, wenn tatsächlich existierende Orte die Schauplätze von Geschichten sind. Nachdem ich aus Griechenland zurückgekehrt bin, habe ich mir noch einmal die Ilias vorgenommen, das epische Gedicht Homers über die Schlacht um Troja, dieses Mal <a href="https://www.emilyrcwilson.com/the-iliad-sept-2023">in der fantastischen Übersetzung von Emily Wilson</a>. Da sind sie dann alle wieder, die Namen und Orte – die, die es wirklich gibt und gab, und die, die zwar fiktiv, aber wirkmächtig sind.</p><p>Tolkien hat tatsächlich genau das versucht: Er wollte eine zentraleuropäische Mythologie schreiben. Deshalb erinnern die Orte der Handlungen eben nicht an Neuseeland, wo die Filme gedreht wurden, sondern an, sagen wir mal, Hessen. Ja. Mitteleuropa, halt. Auch wenn die Sprachen, Namen und Orte von ihm erdacht worden sind, erinnern sie an Dinge, die es tatsächlich gab und gibt. Das ist Absicht. Er wollte das, was wir aus dem Alltag und aus Erzählungen kennen, mythisch überhöhen. Nicht, um aus der Realität zu fliehen, sondern um sie noch genauer in den Blick zu fassen, um etwas in ihr zu entdecken, das uns zu oft entgeht, wenn wir die Dinge um uns herum als selbstverständlich hinnehmen.</p><p>Ich mache ja, wenn ich das in aller Bescheidenheit sagen darf, mit meinen Geschichten etwas ganz Ähnliches (z. B. in meinem neuen Roman WUT. LIEBE. FILMRISS., der hoffentlich demnächst vorbestellbar sein wird. Der Veröffentlichungstermin steht leider noch nicht fest.). Ich denke mir Dinge aus, die an wirklichen Orten geschehen. Sie sind so nie passiert, geschehen aber gleichzeitig millionenfach überall auf der Welt. Deshalb sagen sie etwas aus über die Wirklichkeit, in der wir leben. Und natürlich beeinflussen sie auch die Wirklichkeit. Gute Geschichten tun das. Schlechte leider auch. Alexander der Große etwa war davon überzeugt, dass er ein Nachfahre des großen Achilles war, der vor Troja der Legende nach kämpfte, mordete und starb. Er eiferte ihm nach und eroberte mit etwa 30 Jahren die halbe Welt. Es scheint ihm niemand erzählt zu haben, dass Achilles nie existiert hat. Aber selbst wenn, hätte ihn das abgehalten? Vermutlich nicht. Für ihn waren diese Geschichten wirklich. Fiktiv oder nicht, Alexander machte daraus Realität.</p><p>Geschichten sind nicht einfach nur Geschichten. Sie sind Teil unserer Wirklichkeit. Deshalb kommt es sehr darauf an, welche wir uns erzählen und welche wir glauben.</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Lyrik</em></h2><h3>Wege und Bahnen</h3><p>Wenn Uhtred,<br/>der Krieger, den es nie gegeben<br/>und der zehntausendfach<br/>wohl existierte,<br/>den Ausgang einer Schlacht<br/>erahnen wollte,<br/>betrachtete den Flug der Krähen er<br/>und suchte zu ergründen,<br/>was ihre Bahn<br/>ihm über seine Zukunft sagen konnte.</p><p>Was sagt wohl,<br/>frag ich mich,<br/>die Flugbahn dieser Möwe,<br/>die jetzt im Wind fast stehend<br/>sich auf das glänzend gelbe Dach<br/>des Korbstuhls niederlässt,<br/>über den Weg des adipösen Mannes,<br/>der auf dem Dreirad sitzend<br/>an mir vorüber radelt?</p><p>Was über diesen Jungen,<br/>der hier mit schiefen Zähnen<br/>im Rollstuhl von den Eltern<br/>vorbeigeschoben wird?</p><p>Was über Heerscharen von Rentnern<br/>in grauen Daunenjacken<br/>oder den Mann, der seine Burg aus Sand<br/>mit Eimerzinnen ziert?</p><p>Und was wohl über mich<br/>und dich<br/>und uns,<br/>die wir uns längst<br/>auf fremden Bahnen finden<br/>und jeder seinen Weg<br/>auf seine Weise sucht?</p><p>Jetzt kommt doch eine fette Krähe<br/>und jagt die Möwe fort.<br/>Sie hat auch recht.<br/>Ich will es gar nicht wissen.</p><p>(aus meinem Gedichtband „Den Stier bei den Hörnern packen – 30 Gedichte“, erschienen 2024)</p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Podcast</em></h2><h3><strong>#284 Ohne Paulus wäre alles besser?!</strong></h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8363f483-96df-4916-9723-c247480e2f70/uploads/images/4zgsmkmiy4/Hossa.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Gofi ist gerade aus Griechenland zurückgekehrt, wo er mit einer Gruppe eine intensive Woche lang auf den Spuren des Apostels Paulus unterwegs war. Diese Reise und Gofis Erlebnisse und Eindrücke davon, nehmen die drei Hossa Talker zum Anlass, um intensiv über diese faszinierende und kontroverse Figur nachzudenken: </p><p>Shaul von Tarsos war radikal. Was er anpackte, das erledigte er zu 150%. Und dabei konnte er rücksichtslos sein – gegen sich selbst und auch andere. Aufgewachsen als Bürger zweier Kulturen, der hellenistischen und der jüdischen, fließend zweisprachig (Griechisch und Aramäisch), war er in einer multikulturellen, multireligiösen und globalisierten Welt zu Hause. Als Handwerker, jüdischer Theologe und Mystiker. Mit einem großen Ziel: Er wollte die Welt mit seiner Botschaft erobern.</p><p>Unter seinem Künstlernamen Paulus (der Kleine) ging er diese große Aufgabe an. Wo er auftauchte, spaltete er die Geister. </p><p>Und das hat sich bis heute nicht geändert. Während die einen ihn verehren und ihm unendlich dankbar dafür sind, den christlichen Glauben nach Europa gebracht zu haben, sind andere frustriert und haben unter manchen seiner Lehren und Aussagen und deren Wirkungsgeschichte so sehr gelitten, dass sie sich mitunter wünschen, Paulus und seine Briefe aus der Bibel entfernen zu können. Wäre das Christentum ohne Paulus vielleicht schöner oder zumindest problemärmer? </p><p>Ein Talk, der den Versuch unternimmt, dem Menschen hinter den Bibelversen ein kleines Stück näherzukommen und seine Welt mit seinen Augen zu sehen. </p><p><a href="https://hossa-talk.de/284-ohne-paulus-waere-alles-besser/">Du findest diese Folge hier</a> oder überall, wo es Podcasts gibt.</p><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/507bb59b-7263-4b68-bfe1-acb0ca05c742/uploads/images/rkt7ihsxzs/gofizine_steady_header.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo des GOFIZINEs"/><p>Du hast das GOFIZINE noch gar nicht abonniert? Dann klicke doch bitte mal auf den Button.</p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/newsletter/sign_up">GOFIZINE abonnieren</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>News</em></h2><a href="https://youtube.com/shorts/Cauno_Ef8tw?feature=share">https://youtube.com/shorts/Cauno_Ef8tw?feature=share</a><p>Schon demnächst bin ich wieder unterwegs, um die neuen Geschichten aus WUT. LIEBE. FILMRISS. vorzulesen. Diesmal begleitet mich ein alter Freund, der Musiker Martin Denzin. Wir sind zusammen zur Schule gegangen, haben als Jungs in denselben Bands gespielt und gehen jetzt zum ersten Mal überhaupt gemeinsam auf Tour. </p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8363f483-96df-4916-9723-c247480e2f70/uploads/images/y4qqz65dbj/Martin_und_Gofi_nineties.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Ich stehe am Mikrofon, Martin sitzt am Schlagzeug. Wir waren beide noch sehr jung.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8363f483-96df-4916-9723-c247480e2f70/uploads/images/kavqmuzfsc/WLF_social_Tour.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Das Tourplakat. Martin und ich stehen vor dem Haus Stochardt in der Bremer Neustadt.</figcaption></figure><p>Teile des Romans habe ich in seinem Haus in der Bremer Neustadt geschrieben und es zu einem der wichtigsten Handlungsorte gemacht. In diesem Haus, dem sogenannten ‚Haus Stochardt‘, lebt der Schriftsteller Benjamin Stochardt-Barenbaum, der über die Punkband TimTom Guerilla einen Roman geschrieben hat, den der Verlag zu seinem großen Ärger den bescheuerten Namen WUT. LIEBE. FILMRISS. gegeben hat.</p><p>Martin und ich haben zu diesen Geschichten passende Songs geschrieben, die die Perspektiven der Romanfiguren wiedergeben. Sie sind bis auf Weiteres nur live auf unseren Konzertlesungen zu hören. Was mich besonders freut: Gleich unser erster Auftritt in Bremen findet in unmittelbarer Nähe jenes Schauplatzes statt, an dem meine persönliche Lieblingsszene des Buches spielt. Das wird ein Highlight. Hier sind alle Termine und Orte.</p><p>09. – Bremen (Flux)<br/>10. – Hamburg (Jerusalemkirche)<br/>11. – Braunschweig (Café BRUNS)<br/>12. – Magdeburg (Kulturkollektiv)<br/>13. – Berlin (Theater Verlängertes Wohnzimmer)</p><p>Alle Details findest Du hier: <a href="https://gofi-mueller.de/termine/">https://gofi-mueller.de/termine/</a></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 01 Jun 2026 08:38:26 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#74 Was ist Erfolg?]]></title>
      <description><![CDATA[Warum Erfolg und Misserfolg nah beieinanderliegen und was das mit dem Apostel Paulus zu tun hat.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/59f47f8d-104a-45ed-944f-a5e10358436c/uploads/images/ec64rlyrzf/pks121.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Die Künstlerin, Kuratorin und Diplom-Psychologin Britta Adler</figcaption></figure><p>Am vergangenen Dienstag haben Jay, Marco und ich ein Gespräch geführt mit der Künstlerin, Kuratorin und Diplom-Psychologin Britta Adler. (Hallo Britta!) Dieses Gespräch wird am 25. Mai bei unserem Podcast <a href="https://cobainserben.de/pop-kunst-seele/">Pop Kunst Seele</a> erscheinen.</p><p>Wir haben u. a. darüber geredet, ob man von dem, was man tut, leben kann, welche Ziele man sich steckt, und wie man sie erreichen kann. Marco sagte schließlich: „Die Frage ist doch, was man selbst unter Erfolg versteht.“ Bei dieser Frage sind wir eine Weile geblieben, denn es wurde klar, dass sich unsere Vorstellung davon, was Erfolg oder Misserfolg ist, im Lauf der Zeit ändern kann. Was ich heute als einen Sieg deute, kann sich morgen wie eine Niederlage anfühlen.</p><p>Während Du diese Zeilen liest, befinde ich mich (hoffentlich) in Thessaloniki. Zusammen mit einer Reisegruppe befinde ich mich auf den Spuren des Apostels Paulus. Heute besichtigen wir Philippi, den Ort, an dem Paulus und sein Gefährte Silas erst verprügelt und eingekerkert worden sein sollen, bevor ein Erdbeben allen klarmachte, auf wessen Seite die Macht steht. Nämlich nicht auf der Seite der römischen Machthaber, sondern auf der des vergleichsweise bescheidenen jüdischen Gelehrten und Handwerkers.</p><p>Paulus war ein äußerst ehrgeiziger Zeitgenosse. Er gründete im östlichen Mittelmeerraum Communitys, oder wie man damals sagte: Ekklesiai, die erst später als ‚christlich‘ bezeichnet wurden, und machte es sich selbst zur Aufgabe, sie nur dort zu gründen, wo bisher noch nicht die Botschaft von Jesus, dem Christus, verkündet worden war. Ob er das immer geschafft hat, ist nicht bekannt. Aber allein der Anspruch nötigt einem Respekt ab, zumal auch bei ihm Erfolg und Misserfolg sehr nah beieinanderlagen.</p><p>In Athen z. B. wollte man ihm eher nicht zuhören. Korinth dagegen schien auf seine Botschaft nur gewartet zu haben. Schnell bildete sich eine christliche Community, in der schon nach kurzer Zeit große Konflikte auftraten, die Paulus aus der Ferne zu moderieren versuchte, dies aber bis zu seinem Tod nicht schaffte. Erfolg und Misserfolg. Manchmal, vielleicht sogar immer, liegen sie sehr dicht beieinander.</p><p>Wie erfolgreich wir tatsächlich gewesen sind, müssen möglicherweise andere beurteilen. Ich nehme mir vor, die kleinen Erfolge, die ich erringe, zu würdigen und zu feiern. Ich habe da noch Lernbedarf. Aber ich weiß inzwischen, dass es guttut, kurz innezuhalten und sich über das zu freuen, was geklappt hat. Vielleicht würde Dir das auch gerade guttun.</p><p>Am nächsten Montag wird zwar die Folge „Das böse Wort &#39;Marketing&#39; - Wie man mit Kunst Geld verdient” mit Britta Adler erscheinen, aber nicht das GOFIZINE. Das erscheint erst wieder am Montag darauf.</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche.</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/59f47f8d-104a-45ed-944f-a5e10358436c/uploads/images/ec64rlyrzf/pks121.jpg?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;crop=faces&amp;fm=jpg" medium="image"/>
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      <pubDate>Mon, 25 May 2026 05:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#73 Paulus und Ai Weiwei]]></title>
      <description><![CDATA[Warum man den Apostel auch als einen Künstler bezeichnen könnte | Podcast: Was Timmys Rettung über uns aussagt | Video: Warum Lachen heilig sein kann | Tourtermine]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gofigramm</em></h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/64b3e0a5-ebc0-43fb-8035-d0d9cd3189c7/uploads/images/keukwolhwl/Mittefinger.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Der chinesische Künstler Ai Weiwei sitzt in einem Krankenhausbett. Sein Kopf ist verpflastert. Er hält einen Mittelfinger in die Kamera."/><p>Es wird Dir nicht entgangen sein, dass ich am Ende dieser Woche nach Griechenland reisen werde. Gemeinsam mit einer Gruppe von knapp 20 Leuten zwischen Ende 20 und Anfang 70 werde ich mir die Orte anschauen, die der jüdische Gelehrte Shaul von Tarsos, besser bekannt als Paulus, bereist hat: Thessaloniki, Philippi, Veria (das biblische Beröa), Athen und Korinth.</p><p>Paulus begleitet mich schon mein ganzes Leben. Seit meiner Jugend studiere ich seine Briefe, die im Neuen Testament überliefert worden sind, und versuche, mir einen Reim auf sie zu machen. So nah wie zuletzt aber bin ich ihm noch nie gekommen. Als Vorbereitung auf die Reise studiere ich seine Worte und sein Leben neu, höre stundenlang Vorträge und lese Bücher. Eine Sache sticht mir dabei ganz besonders ins Auge: Er lehnte sich gegen die bestehenden Ordnungen und Autoritäten der damaligen Zeit auf.</p><p>Paulus forderte die religiösen, philosophischen und politischen Kräfte heraus, erklärte sie für ungültig und entwarf ein Gegenmodell auf der Grundlage seines jüdischen Glaubens und einer tiefgreifenden spirituellen Erfahrung, die sein Verständnis der Wirklichkeit völlig veränderte. Dieser Gegenentwurf blieb bei ihm nicht Theorie, sondern er manifestierte sich in der Gründung von Gemeinschaften, die es so ähnlich zwar bereits gab, in der Form, in der Paulus sie bildete, aber dennoch etwas völlig Neues waren.</p><p>Die Briefe, die er schrieb, bildeten die theologische Grundlage. Es waren praktische Anleitungen für die Art, wie das Leben in diesen Gemeinschaften jetzt geführt werden sollte. Und sie lieferten die Begründung dafür, warum das wichtig war. Das war eine riesige Leistung. Denn Paulus griff das auf, was er gelernt hatte und was er in der damaligen Gesellschaft vorfand, und formte daraus etwas bisher nie Dagewesenes. Zwar erinnert es an Formen und Gedanken, die bereits existierten. Paulus greift aber das Vorhandene auf, deutet es neu und führt es von dort ausgehend weiter.</p><p>Er hätte sich nicht als Revolutionär verstanden, auch wenn das, was er (und andere Leiterinnen und Leiter der frühen Kirche) tat, revolutionär war. Auch hätte er sich nicht als Künstler bezeichnet, weil die damalige Welt unter Kunst etwas völlig anderes verstand als wir heute.</p><p>Nach unserem heutigen Verständnis eines Künstlers aber würde das durchaus gehen. Die Kunst der heutigen Zeit bietet neue Perspektiven an, zweifelt an gesetzten Ordnungen und Normen, fragt: „Warum sollte es so sein müssen, warum sollte es nicht anders sein können?“ Kunst, die uns heute bewegt, sucht danach, wer wir sind, wo wir herkommen und wohin wir gehen. Sie erkennt Repression und lebensfeindliche Strukturen und attackiert sie. (Bis sie in Museen wandert und Wohnzimmer dekoriert, aber das ist ein anderes Thema.) So, wie ich meinen Paulus verstehe, hat er das auch getan. Und damit erinnert er mich an einen zeitgenössischen chinesischen Künstler, den Du vielleicht auch kennst und den ich in diesem Newsletter schon einmal vorgestellt habe: Ai Weiwei.</p><p>Ai Weiwei lebt inzwischen nicht mehr in China. Er hat sich vehement mit dem dortigen Regime angelegt und wurde schwer unter Druck gesetzt, zwischenzeitlich inhaftiert und bei anderer Gelegenheit ins Krankenhaus geprügelt. Die Kopfverletzung, die er sich dabei zuzog, hätte tödlich sein können. Schließlich ist er nach Europa geflohen.</p><p>Seine Kunstwerke suchen nach Schönheit. Sie sind aber immer auch eine grundsätzliche Anfrage an die bestehenden Ordnungen und hinterfragen das Handeln der Mächte und Gewalten. Ai Weiwei proklamiert die Freiheit des individuellen Ausdrucks. Er fordert das Recht für jeden einzelnen Menschen, eigene Lebensentscheidungen treffen zu dürfen. Die Tradition ehrt er, formuliert sie aber auch neu.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/64b3e0a5-ebc0-43fb-8035-d0d9cd3189c7/uploads/images/26hurwwzva/Kruege.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Mehrere traditionelle, kunstvoll bemalte Tontöpfe, die der Künstler mit gewöhnlicher moderner Haushaltsfarbe überzogen hat.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/64b3e0a5-ebc0-43fb-8035-d0d9cd3189c7/uploads/images/hljwi3q2sn/Hocker.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Ein traditioneller Hocker, der in jedem chinesischen Haushalt zu finden ist. Ai Weiwei hat ihn neu interpretiert.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/64b3e0a5-ebc0-43fb-8035-d0d9cd3189c7/uploads/images/vxkamvndxl/Stuhlkreis.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Die Neuinterpretation eines Stuhlkreises. Die traditionellen Hocker sind zu einer kreisförmigen Skulptur verbunden worden.</figcaption></figure><p>(Die Bilder habe ich aus dem Buch AI WEIWEI, herausgegeben von Werner Holzwarth bei TASCHEN abfotografiert.)</p><p>Ganz schön viele Parallelen zu Paulus. Zu weit darf ich es damit aber natürlich nicht treiben. Beide Männer verstehen die Welt und die Wirklichkeit grundsätzlich vollkommen unterschiedlich. Und trotzdem. Vielleicht kann uns das Wirken des einen dabei helfen, die Arbeit des jeweils anderen besser zu verstehen? Ich glaube schon.</p><p>Was mich zu der Frage führt: Was bringt es? Wie aussichtsreich ist es, sich gegen die bestehenden Mächte und Gewalten aufzulehnen? Hat das überhaupt Aussichten auf Erfolg?</p><p>Der Vorteil an Paulus ist, dass sein Wirken bereits 2000 Jahre zurückliegt. Und in seinem Fall können wir sagen: Ja, es ist erfolgreich gewesen. Die Anfänge waren zwar bescheiden, aber die Wirkungsgeschichte enorm. (Leider nicht durchweg positiv, aber auch das ist eine andere Geschichte.)</p><p>Was lerne ich aus dem allen? Lass uns mit dem Guten, woran wir arbeiten, einfach immer weitermachen. Über Erfolg oder Misserfolg müssen vielleicht irgendwann andere befinden.</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Podcast</em></h2><h3>Drama um Timmy, den Wal – Was die Rettung des Wals mit der Rettung der Welt zu tun hat</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/64b3e0a5-ebc0-43fb-8035-d0d9cd3189c7/uploads/images/jbqknmhhfz/pks120.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Die Rettung von Timmy, dem Wal, hat die Republik in Atem gehalten. Nun ja, zumindest Teile der Republik. Andere waren von dem Bohei um das Tier eher genervt oder haben sich um für sie wichtigere Themen gekümmert. Immerhin: Das wochenlange Bemühen um den jungen Buckelwalbullen, der vor der Insel Poel gestrandet auf Grund lag, hat Politik, Medien, Umweltschützer, Forschende und Tierfreund*innen beschäftigt und teilweise auch gegeneinander aufgebracht. Was hat die Gemüter so erregt? Warum haben sich einige mit solch einer Energie um die Rettung des Tieres gekümmert? Hat sich die Mühe gelohnt? War sie wirklich sinnvoll oder gar moralisch gerechtfertigt? Und was sagt dieses Drama um Timmy über uns als Menschen aus und über das komplizierte Leben auf diesem Planeten, auf dem vieles, was wir tun, negative Folgen hat und gute Taten leider nicht immer nur positive Folgen haben? Ein launiger, aber trotzdem tiefgründiger Talk über ein aktuelles Thema. Viel Spaß! (Episodenbild: Shutterstock) </p><p><a href="https://cobainserben.de/uncategorized/timmy/">Du findest diese Folge hier</a> oder überall, wo es Podcasts gibt.</p><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/507bb59b-7263-4b68-bfe1-acb0ca05c742/uploads/images/rkt7ihsxzs/gofizine_steady_header.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo des GOFIZINEs"/><p>Du hast das GOFIZINE noch gar nicht abonniert? Dann klicke doch bitte mal auf den Button.</p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/newsletter/sign_up">GOFIZINE abonnieren</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Video</em></h2><h3>Eine neue Leichtigkeit - Warum Lachen heilig sein kann | openSPACE #podcast</h3><a href="https://youtu.be/9CGSTxCYjUo?si=izytVozWlMzpREtc">https://youtu.be/9CGSTxCYjUo?si=izytVozWlMzpREtc</a><p>In dieser Folge sprechen Jan und Gofi über das Thema &quot;Eine neue Leichtigkeit - warum Lachen heilig sein kann&quot;. Ausgehend von persönlichen Erfahrungen wird deutlich: Lachen ist mehr als nur Reaktion auf Witze - es ist eine Haltung, die helfen kann, das Leben leichter zu nehmen und selbst schwierige Situationen besser zu bewältigen. Humor scheint in jedem Menschen angelegt zu sein, kann aber auch bewusst entdeckt und eingeübt werden, indem man den Blick für das Spielerische und Absurde im Alltag schärft. Gerade in Krisen kann Lachen entlasten, neue Kraft geben und sogar eine Form von Widerstand sein. Gleichzeitig verbindet gemeinsames Lachen Menschen auf besondere Weise. Auch im Glauben hat Humor seinen Platz: Die Bibel kennt Ironie, Übertreibung und überraschend menschliche Momente. Eine ehrliche Folge darüber, warum ein Leben und ein Glaube ohne Lachen an Tiefe verlieren - und wie Humor neue Leichtigkeit schenken kann. <a href="https://www.youtube.com/hashtag/humor">#Humor</a> <a href="https://www.youtube.com/hashtag/lachen">#Lachen</a> <a href="https://www.youtube.com/hashtag/neueleichtigkeit">#NeueLeichtigkeit</a> <a href="https://www.youtube.com/hashtag/heiligeslachen">#HeiligesLachen</a> <a href="https://www.youtube.com/hashtag/fulda">#Fulda</a> <a href="https://www.youtube.com/hashtag/openspace">#openSPACE</a> </p><p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=9CGSTxCYjUo">00:00</a> Prolog<br/> <a href="https://www.youtube.com/watch?v=9CGSTxCYjUo&amp;t=35s">00:35</a> Willkommen <br/><a href="https://www.youtube.com/watch?v=9CGSTxCYjUo&amp;t=95s">01:35</a> Einstieg zum Thema <br/><a href="https://www.youtube.com/watch?v=9CGSTxCYjUo&amp;t=792s">13:12</a> Meditation: Gott ich bin hier <br/><a href="https://www.youtube.com/watch?v=9CGSTxCYjUo&amp;t=995s">16:35</a> Talk zum Thema <br/><a href="https://www.youtube.com/watch?v=9CGSTxCYjUo&amp;t=1200s">20:00</a> Fragen und Austausch <br/><a href="https://www.youtube.com/watch?v=9CGSTxCYjUo&amp;t=3020s">50:20</a> Lesung (Flucht aus Evangelikalien) <br/><a href="https://www.youtube.com/watch?v=9CGSTxCYjUo&amp;t=3849s">1:04:09</a> Talk zum Buch <br/><a href="https://www.youtube.com/watch?v=9CGSTxCYjUo&amp;t=4435s">1:13:55</a> Gebet: Schöpferin, Kraft, Mutter und Vater <br/><a href="https://www.youtube.com/watch?v=9CGSTxCYjUo&amp;t=4720s">1:18:40</a> Epilog </p><p>Link zum Buch (&quot;Flucht aus Evangelikalien&quot;) von Gofi: <br/><a href="https://www.thalia.de/shop/home/artik">https://www.thalia.de/shop/home/artik</a><a href="https://www.youtube.com/redirect?event=video_description&amp;redir_token=QUFFLUhqbXp6bXhCWmtaRVZ2b0NNa3FxdXF3d3ZyaW1ud3xBQ3Jtc0trVmIyRWlrV2FMVXJyYjZEVmx6alVXVWZXeXpqMzJRVldWZW5URkFyUXh2NUEwdDJ3ZnFsMy1sSGZ4anRjU1BNWVYxVFlzZjh6ZHlHLUV6cnVvTTZDdmYwdUtiTkxoVzlVeF9xTk5qN016SHhKdGV2WQ&amp;q=https%3A%2F%2Fwww.thalia.de%2Fshop%2Fhome%2Fartikeldetails%2FA1056700305&amp;v=9CGSTxCYjUo">...</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>News</em></h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/64b3e0a5-ebc0-43fb-8035-d0d9cd3189c7/uploads/images/3spxeawcpl/WLF_social_Tour.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Im Juni gehe ich mit meinem neuen Roman WUT. LIEBE. FILMRISS. auf Konzertlesereise. Begleitet werde ich dabei von meinem langjährigen Freund Martin Denzin, einem Musiker aus Bremen. Wir kennen uns noch aus der Schulzeit. Mit seinem Sony‑Walkman mit zwei (!) Kopfhörerausgängen haben wir unsere Lieblingsmusik gefeiert, erste Songs zusammen komponiert und davon geträumt, zusammen auf Tour zu gehen. Na gut, es hat jetzt doch etwas gedauert ... besser spät als nie 😉.</p><p>09. – Bremen (Flux)<br/>10. – Hamburg (Jerusalemkirche)<br/>11. – Braunschweig (Café BRUNS)<br/>12. – Magdeburg (Kulturkollektiv)<br/>13. – Berlin (Theater Verlängertes Wohnzimmer)</p><p>Alle Details findest Du hier: <a href="https://gofi-mueller.de/termine/">https://gofi-mueller.de/termine/</a></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 11 May 2026 09:54:29 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#72 Timmy, der Wal]]></title>
      <description><![CDATA[Warum die Rettung von Timmy so bewegt – oder auch nicht | Kurzgeschichte: Ricardos Flucht | Podcast: Ein Gespräch mit der Fantasy-Autorin Frau Düfi | ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gofigramm</em></h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/c13e7c31-9fed-4db0-a264-de5066ba6c8d/uploads/images/7tm5pvu2bj/wal.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die Fluke eines Wals, die aus dem Wasser ragt."/><p>Timmy singt. Er liegt in seiner Barge und wird Richtung Nordsee gefahren. Jedenfalls jetzt, am Donnerstag, dem 30. April, an dem ich dies schreibe. Wenn Du diesen Text liest, ist der Buckelwal, der so lange vor der Insel Poel gelegen und dessen Schicksal so viele Menschen beschäftigt hat, hoffentlich angekommen. Vielleicht erholt er sich, heilt von seinen Verletzungen, findet Artgenossen, genießt seine Freiheit. Vielleicht aber ist er durch die lange Zeit, die er auf Grund gelegen hat, auch zu schwer verletzt gewesen, seine Haut zu zerstört, seine Organe beschädigt, erdrückt durch sein eigenes Körpergewicht. Vielleicht ist er zum Meeresgrund gesunken in dem Moment, in dem man ihn aus der Barge in die Freiheit entlassen hat. Das weiß zu diesem Zeitpunkt noch niemand.</p><p>Ich hoffe für ihn, dass es ihm gut geht. Du bestimmt auch. Warum sollte man solch einem unschuldigen Tier etwas Schlechtes wünschen? Das heißt natürlich nicht, dass Du bei der Rettungsaktion mitgefiebert hast. Vielleicht bist Du entfernt interessiert gewesen, vielleicht aber auch genervt von dem Bohei, das um den Wal gemacht worden ist. Das ging ja schon mit der Wahl seines Namens los.</p><p>Heißt er Timmy oder Hope? Seine Unterstützer waren sich nicht einig. Unterschiedliche Walrettungsinitiativen entschieden sich je für den einen oder anderen Namen. Die Berichterstattung der Medien setzte schließlich den Namen Timmy durch. Das scheint griffiger gewesen zu sein. Hope klang dann doch zu sehr nach Projekt, nach Predigt, nach Hoffnung auf eine bessere Welt. Timmy, also. Aber warum musste er überhaupt einen Namen haben? Was ist an ‚Wal‘ so verkehrt?</p><p>Es sollte sich nicht um <em>ein</em> Tier handeln. Es sollte sich um <em>das</em> Tier handeln, um eine Persönlichkeit mit einer eigenen Identität, einem eigenen Schicksal. Ich kann das verstehen. Ich habe zwei Nymphensittiche, die Marx und Engels heißen. Als wir sie im OBI einkauften, wussten sie davon nichts. Das ist immer noch so, glaube ich. Jedenfalls reagieren sie nicht auf ihre Namen. Aber uns ist es wichtig, dass sie so heißen. Denn ja, sie sind tatsächlich individuelle Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Merkmalen, Vorlieben, Gewohnheiten und Interessen. Hätte ich auch nicht gedacht, dass es das bei Vögeln gibt, aber so ist es. Inzwischen weiß ich, dass das bei allen möglichen anderen Tieren ebenfalls zu beobachten ist. Sicher auch bei Timmy, dem Wal.</p><p>Gehen wir davon aus, dass Timmy eine individuelle Persönlichkeit ist. Rechtfertigt das den Aufwand, der um ihn betrieben wurde, um ihn zu retten? Nicht wenige verneinen das. Wie kann es sein, sagen sie, dass im Mittelmeer Jahr für Jahr Tausende Menschen ertrinken, und niemand betreibt einen derartigen Aufwand, sie zu retten? Gut, das stimmt natürlich nicht ganz. Es gibt mehrere private Rettungsinitiativen, die für viel Geld Menschenleben retten und dafür von den europäischen Regierungen nach Kräften drangsaliert und sabotiert werden. Aber ja, mit dem Massensterben im Mittelmeer haben wir uns besser arrangiert, so scheint es zumindest, als mit Timmys leidvollem Schicksal.</p><p>Wie kann es sein, wenden andere völlig zurecht ein, dass regelmäßig kleinere und größere Wale und Meerestiere anonym in den überfischten Meeren verrecken, weil sie sich in den Schleppnetzen verfangen oder weil der Lärm sie orientierungslos macht, und niemand regt sich darüber auf, sondern Menschen gehen zu ALDI, kaufen Fischstäbchen, und während sie sich den Fisch reinpfeifen, drücken sie Timmy die Daumen, dass es ihm bald wieder besser geht? Das passt doch nicht zusammen.</p><p>Das stimmt, das passt wirklich nicht zusammen. Aber leider beschreibt das ganz gut unsere Lebenswirklichkeit, oder? Wir wissen alle, woran die Welt krankt. Wir wissen auch, was zu tun wäre, um die Dinge zu verbessern. Manchmal tun wir es sogar. Oft aber eben auch nicht. Und das ist ein Dilemma, ein moralisches, aber auch ein emotionales, weil diese Spannung allgegenwärtig ist. Sie lässt sich nie ganz verdrängen. Das schlaucht.</p><p>Natürlich hat es Gründe, warum wir nicht so handeln, wie wir es eigentlich sollten. Oft sind das gute, nachvollziehbare, unvermeidliche Gründe. Aber das macht erst deutlich, wie groß das Dilemma ist, in dem wir uns befinden. Die Rettung der Welt ist eine komplexe Aufgabe. Zu komplex, steht zu befürchten. Da ist die Rettung eines einzelnen Wals leichter zu bewerkstelligen.</p><p>Und darum geht es natürlich in Wirklichkeit bei Timmys Rettung. Endlich hat der Weltschmerz, der Drang, etwas zur Rettung der Welt beizutragen, einen Fokus: ein Wesen, einen Namen, eine Persönlichkeit. Ganz ehrlich, ich kann das verstehen. Heißt es nicht im Talmud „Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt“? (Mischna, Sanhedrin 4:5) Warum sollte das nicht auch für Wale gelten?</p><p>Ja, diese Rettungsaktion und das Mitfiebern Gutmeinender haben hysterische Züge angenommen. Keine Frage. Aber vielleicht kann uns ja Timmy, das Symbol, dazu bewegen, die Geschöpfe um uns herum, angefangen bei den Mitmenschen, mit größerer Achtsamkeit zu begegnen und auch ihnen ein schönes, langes Leben zu wünschen. Schließlich bewohnen wir alle denselben Planeten.</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Podcast</em></h2><h3>Eine Reise in fantastische Welten – mit der Fantasy-Autorin Frau Düfi</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1ef1a4a9-1f28-4087-9935-c688c3265651/uploads/images/56lwugjmlz/PKS119.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Wer hat sich nicht schon mal gefragt: Wie entsteht eigentlich eine Fantasy-Welt? Heute haben wir die unglaubliche Frau Düfi zu Gast, die uns darauf eine Antwort gibt und uns mit auf eine Reise in ihre kreative Welt nimmt. Sie hat nicht nur ein fantastisches Buch geschrieben, sondern auch eine ganz eigene Perspektive auf das Schreiben und die Inspiration hinter ihren Geschichten. Ihr neuestes Werk „Auftritt des Feuers“ ist erst Ende Januar erschienen und Teil einer vierteiligen Reihe!<br/>Wenn du wissen möchtest, wie sie ihre Ideen entwickelt und was es bedeutet, in die Rolle von Frau Düfi zu schlüpfen, dann hör dir unser Gespräch an! Gemeinsam denken wir darüber nach, was Geschichten magisch macht und welche uns in der Vergangenheit ganz besonders beeindruckt haben.</p><a href="https://www.instagram.com/frau_duefi_schreibt">https://www.instagram.com/frau_duefi_schreibt</a><p></p><p>Tipps:<br/>Otherland – Tad Williams<br/>Der Dunkle Turm – Stephen King<br/>Game of Thones – George R. R. Martin<br/>Könismörder-Trilogie – Rothfuss<br/>Broken Earth Trilogie – Jemisin<br/>Robin Hobb</p><p><a href="https://cobainserben.de/uncategorized/eine-reise-in-fantastische-welten-mit-der-fantasy-autorin-frau-duefi/">Du findest diese Folge hier</a> oder überall, wo es Podcasts gibt.</p><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/507bb59b-7263-4b68-bfe1-acb0ca05c742/uploads/images/rkt7ihsxzs/gofizine_steady_header.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo des GOFIZINEs"/><p>Du hast das GOFIZINE noch gar nicht abonniert? Dann klicke doch bitte mal auf den Button.</p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/newsletter/sign_up">GOFIZINE abonnieren</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Kurzgeschichte</em></h2><h3><strong>Ricardos Flucht</strong></h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/c13e7c31-9fed-4db0-a264-de5066ba6c8d/uploads/images/bha7rd7ixp/cat.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Eine Zeichnung, das Gesicht einer übel dreinblickenden Katze."/><p>Lenny lag im Geäst einer Fichte und sah Herrn und Frau Badstuber beim Sex zu. Sie gaben keinen Laut von sich. Während sie auf einem weichen Lager kniete, von der Art, wie Menschen sie gerne zum Schlafen nutzen, stand ihr Männchen hinter ihr und rammte sein Geschlechtsteil immer wieder in sie hinein.<br/> Lenny wunderte sich über die Lautlosigkeit dieses Vorgangs. Neulich hatte er Pennys Menschenweibchen dabei beobachtet, wie sie sich mit dem Männchen eines anderen Weibchens der Siedlung paarte. Da war es geräuschvoller zugegangen.<br/> Bisher hatte er reglos dagelegen. Nicht etwa, weil er nicht entdeckt werden wollte. Er glaubte kaum, dass sich Menschen durch den Anblick eines Katers beim Paaren stören lassen würden. Nein, er war einfach müde. Die ganze Nacht hindurch war er auf der Jagd gewesen. Seine Suche war derart erfolglos gewesen, dass er sich fast dazu überwunden hätte, sie im Wald fortzusetzen, der an die Siedlung grenzte, und das, obwohl er sich geschworen hatte, niemals den Wald aufzusuchen. Das wilde Pack da draußen war ihm zuwider. Glücklicherweise hatte er schließlich doch noch eine verirrte junge Amsel gefunden.<br/> Er ließ seinen Schwanz träge hin und her baumeln, denn das Nachdenken über das Paaren hatte ihn erregt. Er würde nachher noch bei Penny vorbeischauen, bevor er seinen Schlafplatz aufsuchte. „Hey“, rief da eine Stimme, und als er nach links sah, erblickte er Jenny, die etwas weiter unten auf dem Querbalken der Schaukel saß. Sie war eine recht langweilig grau getigerte Katze mit seiner Meinung nach viel zu buschigem Fell. Aber sie war eine gute Kämpferin, bei Mafdet, das war sie wirklich!<br/> „Was gibt’s?“ fragte Lenny und gab sich Mühe, rechtschaffen müde zu klingen.<br/> „Ein Problem“, erwiderte Jenny. „Ricardo ist abgehauen.“<br/> „Schon wieder? Na und? Warum sollte das ein Problem sein?“<br/> „Für dich vielleicht nicht, aber für Penny. Und dadurch also doch auch irgendwie für dich.“ Jenny grinste gehässig.<br/> Lenny stöhnte auf. Wenn Penny ein Problem hatte, wollte sie von Sex nichts wissen. Und das war ihm überhaupt nicht recht, nicht, nachdem er die leidenschaftslose Paarung der Badstubers mitverfolgt hatte und zu dem Entschluss gekommen war, dass er diesen doch irgendwie traurigen Anblick nur durch einen eigenen Paarungsakt aus dem Gedächtnis löschen konnte.<br/> „Was hat sie denn? Wieso macht sie sich Sorgen um ein dämliches Meerschweinchen?“ wollte Lenny erbost wissen.<br/> „Sie macht sich keine Sorgen“, korrigierte ihn Jenny, „ihr Menschenweibchen tut es. Ricardo ist ihr Liebling.“<br/> „Menschen!“ spie Lenny aus. Er zeigte seine nadelspitzen Zähne und sprang dann mit einem wütenden, aber eleganten Satz hinunter auf den Balken, auf dem auch Jenny saß. Das Holz knirschte, als sich seine Krallen hineinbohrten. „Ich kapier nicht, warum Penny Mitleid mit dieser Unkrautfresserin hat! Ein Meerschweinchen mehr oder weniger, was geht das eine Katze an?“<br/> „Penny hat kein Mitleid. Sie erträgt es nur nicht, wenn sich niemand um sie kümmert. Im Moment heißt es nur noch ‚Ricardo hier‘ und ‚Ricardo da‘.“<br/> „Sich um sie kümmert!“ ätzte Lenny. „Da letzte Mal, als ich sie gesehen habe, habe ich sie für eine erwachsene Katze gehalten. Es muss sich doch niemand um sie kümmern.“<br/> „Du bist doch voller Köterscheiße, Lenny …“<br/> „Vorsicht! Vorsicht!“<br/> „Katzen sind der Mittelpunkt! Immer! Das weißt du ganz genau!“<br/> „Sie hat ihre Menschen einfach schlecht erzogen“, maunzte Lenny wehleidig, weil er erkannte, dass Jenny recht hatte, „ich hab ihr das schon hundertmal erzählt.“<br/> „Die sind halt kompliziert“, kanzelte Jenny ihn ab. „Also, was ist, kommst du jetzt?“<br/> „Wohin?“<br/> „Zu Penny, natürlich. Und dann weiter, Ricardo suchen.“<br/> „Wie ich diesen Fellfetzen hasse!“ fauchte Lenny erbost, folgte Jenny dann aber hinab auf den Rasen. „Wenn wir ihn finden, fresse ich ihn. Wollte schon immer wissen, wie Meerschweinchen schmeckt.“<br/> „Das glaubst du doch selbst nicht“, gab Jenny zurück.<br/> Sie huschten den steinernen Weg entlang, auf dem die Menschen ihre brüllenden Tiere ritten, die nur dann zum Leben erwachten, wenn sie sie bestiegen. Die Katzen fürchteten sich vor diesen Ungetümen nicht. Im Gegenteil, wenn sie ruhten, hockten sie sich sogar unter deren stinkende Bäuche, weil sie eine unglaubliche Wärme abgaben.<br/> Als die beiden die Behausung von Pennys Menschensippe erreichten, wartete die schon ungeduldig im Garten. „Diese stinkende, kleine Ratte!“ schrie sie ihnen entgegen. „Das macht der mit Absicht! Er weiß ganz genau, dass hier alles kopfsteht, wenn er mal wieder verschwunden ist!“<br/> „Reg dich ab“, versuchte Jenny sie zu beruhigen, „wir finden ihn, keine Bange.“<br/> „Wenn nicht“, klagte Penny, „bin ich am Arsch. Ich verlier hier meinen Status. So einen Märtyrertod kannst du einfach nicht toppen!“<br/> „Glaub ich nicht“, meinte Lenny, „Menschen mögen lebende Tiere. Tote sind ihnen egal.“<br/> „Du hast doch überhaupt keine Ahnung von Menschen“, sagte Jenny. „Los, gehen wir!“<br/> „Und wenn ich nicht mitmache?“ Lenny lauerte die beiden Katzen an. „Das ist doch sinnlos! So viel Aufwand für einen Nager, von dem wir gar nicht wissen, wo er steckt. Die soll man fressen, nicht retten!“<br/> „Wenn du nicht mitmachst“, brüllte Penny, „kannst du dir eine andere zum Besteigen suchen!“<br/> „Wenn du nicht mitmachst“, ergänzte Jenny in sachlichem Tonfall, „kannst du deine Gebiete vergessen. Die übernehmen dann wir.“<br/> „<em>Das</em> wagt ihr nicht!“ Lenny wurde so wütend, dass er zitterte. „Das verstößt gegen das Abkommen! Jede Katze der Siedlung hat sich daran zu halten. Ihr auch!“<br/> Jenny leckte ungerührt eine Pfote. „Es gibt Ausnahmen. Die anderen werden das schon verstehen, wenn wir es ihnen erklären. Oder, Penny?“<br/> „Auf jeden Fall!“ Pennys wehleidiges Gehabe war verschwunden, sie wirkte plötzlich eiskalt und sah Lenny unverwandt an.<br/> „Leckt meinen Schwanz!“ brummte der. „Also los. Je eher wir ihn finden, desto besser.“<br/> Penny schlug vor, Ricardo auf der Pferdekoppel am Waldrand zu suchen. Dorthin war er auch die letzten beiden Male verschwunden. Ihr Weg führte sie an einem Grundstück vorbei, das mit einem niedrigen schwarzen Metallzaun abgegrenzt war. Ein weißer Terrier namens Filou tauchte wie aus dem Nichts auf und sprang wild kläffend an den Zaunstäben entlang.<br/> „UAS UOLLT IHR HIA?“ bellte er in ohrenbetäubender Lautstärke. „UAS UOLLT IHR HIA? UAS UOLLT IHR HIA?““<br/> Die drei Katzen fuhren zusammen, stellten die Haare auf und peitschten mit den Schwänzen durch die Luft. „Lern erst mal richtig sprechen, du Wichser!“ giftete Jenny ihn an.<br/> „Wenn mein Herrrr euch sieht“, knurrte Filou, bemühte sich jetzt aber trotz seiner Erregung um eine deutlichere Aussprache, „schlägt er euch TOT!“<br/> „Dein Herrrr kann uns mal“, Lenny klang mutiger, als er sich fühlte. „Hör doch mal mit dem Gebrülle auf, wir haben eine Frage an dich.“<br/> „HAUT AB! HAUT AB! STINKENDE SCHLEICHER!“<br/> „Wie heißt du eigentlich richtig?“ fragte Penny unvermittelt und brachte den Hund damit aus dem Konzept.<br/> Das Gekläff verstummte, und der Terrier legte verdutzt den Kopf schief. „Wieso? Das weißt du doch ganz genau. Ich heiße Filou.“<br/> „Quatsch!“ sagte Penny. „Das ist der Name, den dir dein Mensch gegeben hat. Was dein richtiger Name ist, will ich wissen.“<br/> „Das IST mein Name“, erboste sich der Hund. „Mein Herrrrr hat ihn mir gegeben! Ich bin STOLZ auf meinen Namen!“<br/> „Ist ja gut!“ Jenny hatte von dem entwürdigenden Schauspiel die Nase voll und wollte weiter. Hunde deprimierten sie. „Hör mal, kurze Frage: Ist hier ein Meerschweinchen vorbeigekommen?“<br/> „HAUT AB! HAUT AB! HIER WOHNT MEIN MENSCH! STINKENDE SCHLEICHER!“ war alles, was sie als Antwort erhielt.<br/> Es war Zeitverschwendung. Penny markierte noch schnell einen Zaunpfosten, indem sie ihren Urin dagegen sprühte, teils, um die Markierung aufzufrischen, teils, um Filou zur Weißglut zu treiben, und dann zogen sie, vom besinnungslosen Kläffen des Terriers begleitet, weiter die Straße hinunter.<br/> „Wie wirst du eigentlich von deinen Menschen genannt?“ wollte Lenny von Penny wissen.<br/> „Chica.“ Es war ihr sichtlich peinlich.<br/> „Bei Mafdet“, stöhnte Lenny, „tut mir echt leid!“<br/> „Ich finde deinen religiösen Tick irgendwie komisch“, sagte Jenny. „Du warst doch früher nicht so.“<br/> „Nicht darüber reden!“ schaltete sich Penny schnell ein, bevor der Kater etwas erwidern konnte. „Wenn ihr jetzt mit Religion anfangt, hört er nicht mehr auf zu reden. Jetzt geht’s nur noch um Ricardo, dieses dumme Stück Scheiße.“<br/> Jenny und Lenny gehorchten, und so erreichten sie die Pferdekoppel, schweigsam, aber entschlossen, Ricardo zu finden und nach Hause zu holen.<br/> „Ihr sucht bestimmt diesen pelzigen kleinen Kerl“, begrüßte sie Hippolytos, ein betagter Haflinger, ohne dabei das Malen seiner Kiefer zu unterbrechen. „Ich hab ihn fast zertreten, den Dummkopf. Was macht der denn schon wieder hier draußen?“<br/> „Er macht sich wichtig“, war Pennys säuerliche Antwort. „Hast du gesehen, wo er hin ist? Wir suchen ihn tatsächlich.“<br/> „Filippos!“ rief Hippolytos dem anderen Haflinger zu. „Hast du gesehen, wo das Vieh dieses Mal hin ist? Ist er noch im Stall?“<br/> „Nee, er ist weiter Richtung Wald.“<br/> „Da habt ihrs.“ Hippolytos’ langes Gesicht nahm einen vorwurfsvollen Ausdruck an.<br/> „Guck nicht so blöd!“ schnauzte Lenny. „Wir haben ihn jedenfalls nicht rausgelassen!“ Der Gedanke, Ricardo im Wald suchen zu müssen, gefiel ihm gar nicht.<br/> „Ich würde mich beeilen, wenn ich ihr wäre“, schnaubte Filippos, als sie auf dem Weg zum Waldrand an ihm vorbeikamen. „Irgendjemand freut sich da drinnen immer über einen kleinen Happen.“<br/> In diesem Augenblick hörten sie den Ruf des Bussards und hielten mitten in der Bewegung inne. Über ihnen drehten Thorwald und Freya ihre Runden und brachten ihrem jüngsten Sprössling das Jagen bei. „Die da zum Beispiel“ sagte Filippos noch und widmete sich dann wieder dem Grasen.<br/> „Scheiße!“ fauchte Jenny. „Wenn er noch irgendwo hier auf der Weide ist, haben die ihn gleich.“<br/> Die Katzen blieben still stehen und lauschten in alle Richtungen, während sie gleichzeitig mit den Augen das Areal absuchten. „Kannst du vielleicht mal mit dieser Kauerei aufhören?“ fuhr Penny Filippos an, „das ist ja ohrenbetäubend!“<br/> „Mein Gott“, gab Filippos genervt zurück und entfernte sich, um in einigen Metern Entfernung weiterzugrasen.<br/> Sie konnten die Geräusche um sich herum jetzt besser wahrnehmen. „Da!“ sagte Jenny plötzlich, und im selben Moment hörten die anderen sie auch, die schnellen Tritte eines kleinen Tieres. Nur Augenblicke später sahen sie ihn: Ricardo rannte wie besessen auf die Straße zu. Offensichtlich hatte auch er die Bussarde bemerkt und lief um sein Leben. „Nein!“ stöhnte Jenny, dann jagten sie hinter ihm her.<br/> Freya schrie erneut. Sie hatte schon herabstoßen wollen, hatte dann aber die Katzen bemerkt und blieb in sicherer Entfernung. Ein Nagetier zu schlagen war das eine. Sich mit drei ausgewachsenen Katzen herumzuprügeln, war etwas völlig anderes. Außerdem erkannte sie, dass sie möglicherweise viel müheloser an ihre Mahlzeit kommen würde, als sie eben noch geahnt hatte, denn auf der Straße näherte sich ein Auto. Und es fuhr genau auf die Stelle zu, zu der auch der kopflose Ricardo rannte.<br/> Als die Katzen eintrafen, war schon alles zu spät. Von dem Meerschweinchen war nicht mehr übriggeblieben als ein braunroter haariger Fladen. Penny schrie auf. „Was mach ich denn jetzt? Was mach ich denn jetzt, verdammte Scheiße? Du dämliches kleines Drecksstück!  Wenn ich könnte, würde ich dich nochmal töten!“<br/> „Weißt du“, unterbrach Jenny ihre Klage und betrachtete dabei nachdenklich Ricardos Überreste, „vielleicht ist es gar nicht so schlimm. Du solltest dafür sorgen, dass dein Weibchen Ricardo so sieht. Kann sein, dass sie ihn hinterher gar nicht mehr so doll vermisst.“<br/> „Meinst du?“ Penny beruhigte sich ein wenig und blickte Jenny zweifelnd an.<br/> „Kann schon sein“, stimmte Lenny zu. „Aber du solltest dich beeilen. Die da oben“, und er sah hoch zu den Bussarden, „finden Ricardo immer noch ganz appetitlich.“<br/> „Lauf“, sagte Jenny, „wir beiden passen auf, dass die hier nichts, äh, kaputtmachen.“<br/> „Okay!“ sagte Penny und sah die beiden anderen dankbar an. Dann rannte sie davon.<br/> „Hoffentlich beeilt sie sich“, stöhnte Lenny. „Ich bin todmüde!“<br/> „Halt durch“, meinte Jenny ermutigend, „kann sein, dass du heute noch auf deine Kosten kommst. Aber wo wir gerade ein bisschen Zeit für uns haben: Seit wann bist du eigentlich so religiös?“</p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>News</em></h2><h3>Griechenlandreise: Noch zwei Plätze sind frei!</h3><p>Bald ist es endlich so weit, da brechen wir auf zu einer Reise nach Griechenland und besuchen die Orte, an denen Paulus von Tarsus gewirkt hat. <strong>Es sind noch zwei Plätze frei! </strong>Wenn Du also spontan noch dabei sein möchtest, <a href="https://www.chavaja.de/die-griechenlandreise.html">dann solltest Du Dich beeilen und hier anmelden</a>.</p><p>Und dies erwartet uns auf unserer Reise:</p><p><strong>Sonntag 17.5.26 Anreise</strong></p><p>Flug nach Thessaloniki, der zweitgrößten Stadt Griechenlands. Thessaloniki ist ein historischer Ort des frühen Christentums, wo Paulus während seiner zweiten Missionsreise predigte. Einstimmung auf die Reise.</p><p>Abendessen und Übernachtung in Thessaloniki.</p><p><strong>Montag, 18.5.26 Thessaloniki – Philippi – Taufstätte Lydia – Thessaloniki</strong></p><p>Wir folgen der Route Via Egnatia und gelangen (wie einst Paulus und seine Gefährten) an die Stätte von Philippi. Wir besuchen das Baptisterium von Lydia in der Nähe des Flusses, wo Paulus sie taufte. Lydia war die erste Konvertitin von Paulus auf europäischem Boden. Weiter geht es zu den Ruinen des Forums von Philippi, den christlichen Basiliken, dem „Gefängnis des Paulus“ und zum Theater.</p><p>Rückfahrt nach Thessaloniki. Abendessen und Übernachtung.</p><p><strong>Dienstag, 19.5.26 Thessaloniki – Veria – Vergina – Kalambaka</strong></p><p>Heute fahren wir nach Veria. Wir haben freie Zeit, um den „Schritt des Apostels Paulus“ und die Synagoge zu besichtigen. Sie befindet sich neben dem Barbouta-Viertel, das im Laufe der Zeit als jüdisches Viertel bekannt wurde. Die aus Stein erbaute Synagoge ist die älteste Synagoge in Nordgriechenland. Weiter fahren wir nach Vergina, um das Museum mit den königlichen Gräbern zu besuchen. Abfahrt nach Kalambaka.</p><p>Abendessen und Übernachtung.</p><p><strong>Mittwoch, 20.5.26 Meteora – Delphi</strong></p><p>Wir fahren nach Meteora und besuchen eines der sechs Klöster. Die weltberühmten byzantinischen Klöster liegen auf grauen Felsgipfeln mit vielfältigen und schönen Formen. Ihre Geschichte geht auf das 14. Jahrhundert zurück, als die Mönche in den Höhlen an den Klippen Zuflucht suchten und dann höher flohen, um die ursprünglichen Holzunterstände zu bauen, die später in Klöster umgewandelt wurden.</p><p>Abfahrt nach Delphi. Abendessen und Übernachtung.</p><p><strong>Donnerstag, 21.5.26 Delphi – Kloster des Heiligen Jerusalem – Delphi</strong></p><p>Delphi: Besuch des archäologischen Museums, der Gallio-Inschrift, auf der die Datierung des Lebens von Paulus basiert (Apostelgeschichte 18:12), der Sphinx von Theben, des Tempels der Athene, der Göttin der Weisheit (der philosophische Hintergrund von Paulus, dem hellenisierten Juden). Besichtigung des Heiligen Klosters von Jerusalem, dessen Architektur vom Neuen Jerusalem inspiriert ist (Johannes 21:13).</p><p>Rückkehr zu unserem Hotel. Abendessen und Übernachtung.</p><p><strong>Freitag, 22.5.26 Athen</strong></p><p>Heute geht es nach Athen. Wir laufen den Philopapusberg hoch und sehen dort den Areopag (Apostelgeschichte 17:16-34) und die Akropolis mit großartigen Monumenten wie dem Parthenon, dem Tempel der Athena Nike, dem Erechtheion, den Propyläen, der antiken Agora, dem Dionysostheater und dem Odeon des Herodes Atticus. Wir haben die Möglichkeit, das Parthenon-Monument zu umrunden, das im 5. Jahrhundert v. Chr. von den Architekten Iktinos und Kallikrates erbaut wurde.</p><p>Abendessen und Übernachtung.</p><p><strong>Samstag, 23.5.26 Antikes Korinth</strong></p><p>Den Korinthern eilt ihr Ruf voraus. Heute schauen wir uns das antike Korinth an, das im antiken Griechenland eine bedeutende Stadt war und aus der Jungsteinzeit (5.000-3.000 v. Chr.) stammt. Wir wandern den Hügel hoch und besichtigen eines der größten Museen Griechenlands, was den Reichtum und die Qualität der Funde angeht (Apostelgeschichte 18:1-17 und Apostelgeschichte 19:22). Wir besuchen den „Bema von Gallio“, den Richterstuhl von Korinth. Dorthin wurde vermutlich Paulus gebracht, als sie ihn dem Prokonsul Gallio vorführten. Des Weiteren sehen wir die Erastus-Inschrift, die auf Erastus zurückgeht, einem hohen Finanzbeamten und Mitarbeiter von Paulus. Besichtigung von Kenchreä, dem alten Hafen von Korinth (Apostelgeschichte 18:18). Auf dem Rückweg nach Athen machen wir eine Bootsfahrt auf dem Kanal von Korinth.</p><p>Abendessen und Übernachtung.</p><p><strong>Sonntag, 24.5.26 Abreise</strong></p><p>Nach dem Frühstück fahren wir zum Flughafen Athen. Flug nach Frankfurt.</p><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 04 May 2026 05:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[#71 Schönheit ist ein Ereignis]]></title>
      <description><![CDATA[Warum wir Schönheit nicht festhalten können | Podcast: Ein Gespräch mit der Fantasy-Autorin Frau Düfi | News: Noch zwei Plätze frei auf der Griechenlandreise]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gofigramm</em></h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1ef1a4a9-1f28-4087-9935-c688c3265651/uploads/images/pztfehupty/PXL_20260425_190545407.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ein Blick über die Schlei bei Schleswig in der Abenddämmerung. Die Wolken werden von der untergehenden Sonne rötlich gefärbt. Am Horizont jenseits des Wassers ist der Hügel zu erkennen, in dessen Nähe sich die alte Wikingersiedlung Haithabu befindet."/><p>Gestern habe ich in Schleswig über Schönheit gesprochen. Wenn wir ihr begegnen, wissen wir, dass es sich um sie handelt. Aber schon sie zu beschreiben, misslingt häufig, weil Worte sie nur unvollständig wiedergeben können.  </p><p>Viele von uns versuchen deshalb, sie fotografisch festzuhalten, weil wir fast alle ein Smartphone und deshalb eine Kamera mit uns herumtragen. Am Samstagabend, als ich nach der Lesung noch durch die wunderschöne Altstadt von Schleswig schlenderte, habe ich das natürlich ebenfalls getan. Aber auch hier ist der Eindruck unvollständig. Die Fotos sind eben nur ein Abbild der Schönheit, die wir antreffen, und nicht sie selbst. </p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1ef1a4a9-1f28-4087-9935-c688c3265651/uploads/images/d5vogki2k2/PXL_20260425_190239209.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Der Holm, Schleswigs ältestes und schönstes Viertel in der Abenddämmerung.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1ef1a4a9-1f28-4087-9935-c688c3265651/uploads/images/5acoulctib/PXL_20260425_190849855.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Eine alte Gasse in Schleswig</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1ef1a4a9-1f28-4087-9935-c688c3265651/uploads/images/r7ztse474f/signal-2026-04-25-20-48-35-863.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Der Turm des imposanten St. Petri Doms.</figcaption></figure><p>Und dann kommt noch etwas Weiteres hinzu. Wenn ich etwas als schön empfinde, heißt das ja nicht, dass es Dir genauso geht. Vielleicht betrachtest Du lieber den verwitterten Kiefer eines Tieres als eine alte Gasse in abendlicher Stimmung. Kann doch sein. </p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1ef1a4a9-1f28-4087-9935-c688c3265651/uploads/images/m2eya3k5ok/PXL_20260412_102742053.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Der verwitterte Kiefer eines Tieres.</figcaption></figure><p>Was also ist das, Schönheit? Offenbar nichts, was man klar und eindeutig bezeichnen könnte.</p><p>Auf meinen Lesungen in der vergangenen Woche in Bremen, Lemgo, Bad Segeberg und Schleswig hat es allerdings Momente gegeben, die zumindest die meisten der Anwesenden als schön empfunden haben. Es waren nicht die Geschichten an sich, die schön gewesen sind, würde ich sagen, sondern vielmehr das gemeinsame Erleben von ihnen. </p><p>Das könnte darauf hinweisen, dass nicht ein Ding oder eine Sache schön ist, sondern die Begegnung damit. Schönheit ist ein Ereignis, eine Begegnung mit mir selbst, mit der Welt und mit anderen. Schönheit kann erst in dieser Begegnung wirklich werden. </p><p>Deshalb kann man sie nicht fotografieren und nur schwer beschreiben. (Natürlich kann man eine sehr schöne Fotografie anfertigen, aber dann ist eher die Fotografie das, was schön ist und was zu der Begegnung mit dem Schönen führt, und weniger das, was die Fotografie zeigt.)</p><p>Ich jedenfalls habe bei jeder der sechs vergangenen Lesungen solche schönen Begegnungen erlebt. Dafür bin ich sehr dankbar, gerade auch Euch, die Ihr eine der Lesungen besucht habt. </p><p>Solltest Du eine der Lesungen besucht haben, ohne dabei etwas Schönes erlebt zu haben, dann tut mir das leid. Vielleicht gelingt es beim nächsten Mal. Oder Du gehst stattdessen lieber spazieren. Schließlich kann man überall schöne Begegnungen erleben.</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Podcast</em></h2><h3>Eine Reise in fantastische Welten – mit der Fantasy-Autorin Frau Düfi</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1ef1a4a9-1f28-4087-9935-c688c3265651/uploads/images/56lwugjmlz/PKS119.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Wer hat sich nicht schon mal gefragt: Wie entsteht eigentlich eine Fantasy-Welt? Heute haben wir die unglaubliche Frau Düfi zu Gast, die uns darauf eine Antwort gibt und uns mit auf eine Reise in ihre kreative Welt nimmt. Sie hat nicht nur ein fantastisches Buch geschrieben, sondern auch eine ganz eigene Perspektive auf das Schreiben und die Inspiration hinter ihren Geschichten. Ihr neuestes Werk „Auftritt des Feuers“ ist erst Ende Januar erschienen und Teil einer vierteiligen Reihe!<br/>Wenn du wissen möchtest, wie sie ihre Ideen entwickelt und was es bedeutet, in die Rolle von Frau Düfi zu schlüpfen, dann hör dir unser Gespräch an! Gemeinsam denken wir darüber nach, was Geschichten magisch macht und welche uns in der Vergangenheit ganz besonders beeindruckt haben.</p><a href="https://www.instagram.com/frau_duefi_schreibt">https://www.instagram.com/frau_duefi_schreibt</a><p></p><p>Tipps:<br/>Otherland – Tad Williams<br/>Der Dunkle Turm – Stephen King<br/>Game of Thones – George R. R. Martin<br/>Könismörder-Trilogie – Rothfuss<br/>Broken Earth Trilogie – Jemisin<br/>Robin Hobb</p><p><a href="https://cobainserben.de/uncategorized/eine-reise-in-fantastische-welten-mit-der-fantasy-autorin-frau-duefi/">Du findest diese Folge hier</a> oder überall, wo es Podcasts gibt.</p><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/507bb59b-7263-4b68-bfe1-acb0ca05c742/uploads/images/rkt7ihsxzs/gofizine_steady_header.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo des GOFIZINEs"/><p>Du hast das GOFIZINE noch gar nicht abonniert? Dann klicke doch bitte mal auf den Button.</p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/newsletter/sign_up">GOFIZINE abonnieren</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>News</em></h2><h3>Griechenlandreise: Noch zwei Plätze sind frei!</h3><p>Bald ist es endlich so weit, da brechen wir auf zu einer Reise nach Griechenland und besuchen die Orte, an denen Paulus von Tarsus gewirkt hat. <strong>Es sind noch zwei Plätze frei! </strong>Wenn Du also spontan noch dabei sein möchtest, <a href="https://www.chavaja.de/die-griechenlandreise.html">dann solltest Du Dich beeilen und hier anmelden</a>.</p><p>Und dies erwartet uns auf unserer Reise:</p><p><strong>Sonntag 17.5.26 Anreise</strong></p><p>Flug nach Thessaloniki, der zweitgrößten Stadt Griechenlands. Thessaloniki ist ein historischer Ort des frühen Christentums, wo Paulus während seiner zweiten Missionsreise predigte. Einstimmung auf die Reise.</p><p>Abendessen und Übernachtung in Thessaloniki.</p><p><strong>Montag, 18.5.26 Thessaloniki – Philippi – Taufstätte Lydia – Thessaloniki</strong></p><p>Wir folgen der Route Via Egnatia und gelangen (wie einst Paulus und seine Gefährten) an die Stätte von Philippi. Wir besuchen das Baptisterium von Lydia in der Nähe des Flusses, wo Paulus sie taufte. Lydia war die erste Konvertitin von Paulus auf europäischem Boden. Weiter geht es zu den Ruinen des Forums von Philippi, den christlichen Basiliken, dem „Gefängnis des Paulus“ und zum Theater.</p><p>Rückfahrt nach Thessaloniki. Abendessen und Übernachtung.</p><p><strong>Dienstag, 19.5.26 Thessaloniki – Veria – Vergina – Kalambaka</strong></p><p>Heute fahren wir nach Veria. Wir haben freie Zeit, um den „Schritt des Apostels Paulus“ und die Synagoge zu besichtigen. Sie befindet sich neben dem Barbouta-Viertel, das im Laufe der Zeit als jüdisches Viertel bekannt wurde. Die aus Stein erbaute Synagoge ist die älteste Synagoge in Nordgriechenland. Weiter fahren wir nach Vergina, um das Museum mit den königlichen Gräbern zu besuchen. Abfahrt nach Kalambaka.</p><p>Abendessen und Übernachtung.</p><p><strong>Mittwoch, 20.5.26 Meteora – Delphi</strong></p><p>Wir fahren nach Meteora und besuchen eines der sechs Klöster. Die weltberühmten byzantinischen Klöster liegen auf grauen Felsgipfeln mit vielfältigen und schönen Formen. Ihre Geschichte geht auf das 14. Jahrhundert zurück, als die Mönche in den Höhlen an den Klippen Zuflucht suchten und dann höher flohen, um die ursprünglichen Holzunterstände zu bauen, die später in Klöster umgewandelt wurden.</p><p>Abfahrt nach Delphi. Abendessen und Übernachtung.</p><p><strong>Donnerstag, 21.5.26 Delphi – Kloster des Heiligen Jerusalem – Delphi</strong></p><p>Delphi: Besuch des archäologischen Museums, der Gallio-Inschrift, auf der die Datierung des Lebens von Paulus basiert (Apostelgeschichte 18:12), der Sphinx von Theben, des Tempels der Athene, der Göttin der Weisheit (der philosophische Hintergrund von Paulus, dem hellenisierten Juden). Besichtigung des Heiligen Klosters von Jerusalem, dessen Architektur vom Neuen Jerusalem inspiriert ist (Johannes 21:13).</p><p>Rückkehr zu unserem Hotel. Abendessen und Übernachtung.</p><p><strong>Freitag, 22.5.26 Athen</strong></p><p>Heute geht es nach Athen. Wir laufen den Philopapusberg hoch und sehen dort den Areopag (Apostelgeschichte 17:16-34) und die Akropolis mit großartigen Monumenten wie dem Parthenon, dem Tempel der Athena Nike, dem Erechtheion, den Propyläen, der antiken Agora, dem Dionysostheater und dem Odeon des Herodes Atticus. Wir haben die Möglichkeit, das Parthenon-Monument zu umrunden, das im 5. Jahrhundert v. Chr. von den Architekten Iktinos und Kallikrates erbaut wurde.</p><p>Abendessen und Übernachtung.</p><p><strong>Samstag, 23.5.26 Antikes Korinth</strong></p><p>Den Korinthern eilt ihr Ruf voraus. Heute schauen wir uns das Antike Korinth an, das im antiken Griechenland eine bedeutende Stadt war und aus der Jungsteinzeit (5.000-3.000 v. Chr.) stammt. Wir wandern den Hügel hoch und besichtigen eines der größten Museen Griechenlands, was den Reichtum und die Qualität der Funde angeht (Apostelgeschichte 18:1-17 und Apostelgeschichte 19:22). Wir besuchen den „Bema von Gallio“, den Richterstuhl von Korinth. Dorthin wurde vermutlich Paulus gebracht, als sie ihn dem Prokonsul Gallio vorführten. Des weiteren sehen wir die Erastus-Inschrift, die auf Erastus zurückgeht, einem hohen Finanzbeamten und Mitarbeiter von Paulus. Besichtigung von Kenchreä, dem alten Hafen von Korinth (Apostelgeschichte 18:18). Auf dem Rückweg nach Athen machen wir eine Bootsfahrt auf dem Kanal von Korinth.</p><p>Abendessen und Übernachtung.</p><p><strong>Sonntag, 24.5.26 Abreise</strong></p><p>Nach dem Frühstück fahren wir zum Flughafen Athen. Flug nach Frankfurt.</p><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 27 Apr 2026 07:01:26 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#70 Humor ist, wenn man trotzdem lacht]]></title>
      <description><![CDATA[Über das Lachen in tristen Zeiten | Podcast: Tobias Sauer (ruach.jetzt) über die Wichtigkeit von Netzwerken | News: Noch zwei Plätze frei auf der Griechenlandreise]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gofigramm</em></h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/7430a386-fa89-4721-988c-2fbabf871280/uploads/images/pohe57rx7r/lachen.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Eine Fotografie von lachenden Kindern."/><p>Es könnte einem schon das Lachen vergehen, wenn man sich mit den Ereignissen beschäftigt, die gerade in der Welt passieren. Man kann es natürlich auch bleiben lassen. Und wenn man ehrlich ist, hat es wohl in der ganzen Weltgeschichte nie einen Zeitpunkt gegeben, an dem nicht irgendetwas oder jemand zu beklagen gewesen wäre. Aber wenn die Weltereignisse dann im persönlichen Leben spürbar werden, wenn das Geld und die Ressourcen knapp werden, wenn der Gedanke an die Zukunft beängstigend wird, wenn Kräfte erstarken, die die eigene Art zu leben, zu denken und zu glauben zum Feindbild erklären, spätestens dann fällt das Lachen schwerer. Oder wenn eine ganz persönliche Krise eintritt, ein Mensch stirbt, eine Krankheit auftritt, eine Arbeit verloren wird.</p><p>Neulich haben wir bei Hossa Talk mit dem Unternehmer und Netzwerkinitiator Tobias Sauer gesprochen. (Du kannst Dir das schöne Gespräch in der aktuellen Folge anhören, siehe unten) Tobias ist der Gründer von <a href="http://ruach.jetzt/">ruach.jetzt</a> und deshalb auch der Chef des Verlages, bei dem mein neuer Roman WUT. LIEBE. FILMRISS. erscheinen wird. Er sagte in diesem Gespräch, &quot;Wenn ich eins als Unternehmer gelernt habe, dann das: Es ist eigentlich immer gerade scheiße.&quot; </p><p>Ich mag diese Einstellung. Sie akzeptiert Schwierigkeiten als Teil des Lebens. Aber sie resigniert nicht, sie stellt sich darauf ein und ergreift Maßnahmen, mit ihnen umzugehen und dennoch klarzukommen. Weil es keine Alternative gibt.</p><p>Zwei Tage zuvor haben wir uns mit ein paar Freund*innen zum openSPACE online getroffen, der einmal im Monat stattfindet (<a href="http://os17.de/">os17.de</a>). Wir haben ein Experiment gemacht. Wir haben ohne jeden Anlass 30 Sekunden lang gelacht, um herauszufinden, was dadurch mit uns passiert. Es war ein bisschen peinlich, aber auch sehr lustig. Wir haben festgestellt, dass Lachen ähnlich ansteckend ist, wie Gähnen. Außerdem haben wir gemerkt, dass es entspannt. Damit es leichter fiel, haben wir die Kameras ausgemacht. Als die Gesichter wieder auf dem Bildschirm erschienen, wirkten sie gelöster. Lachen ist eben auch eine sehr leibliche Erfahrung, die dem Körper guttut.</p><p>Das Lachen fällt nicht immer leicht, manchmal ist es sogar unmöglich. Aber wenn es gelingt, dann weitet es den Raum und lässt das Belastende leichter wirken.</p><p>Eine Teilnehmerin sagte, dass sie beobachtet habe, dass es Jungs und Männern gesellschaftlich eher zugestanden wird, frei und laut aufzulachen, als Mädchen und Frauen. Das hat uns auf die Idee gebracht, dass das Lachen auch eine Form des Widerstands sein kann. Also lass uns laut und herzlich lachen. Nicht, weil alles so leicht und lustig ist. Sondern weil es das eben oft nicht ist.</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Podcast</em></h2><h3>Hossa #281 Kirchenfern und glaubensnah (m. Tobias Sauer) Über Sprachfähigkeit, Glaubenskommunikation und die Wichtigkeit von Netzwerken </h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/7430a386-fa89-4721-988c-2fbabf871280/uploads/images/4ie6mkx2r5/hossa_talk.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Es gibt eine Neuigkeit im Hossaversum und die hat unmittelbar mit dem Gast der neuen Folge zu tun: Tobias Sauer ist katholischer Theologe, Berater für Glaubenskommunikation, Gründer der <a href="http://ruach.jetzt/">ruach.jetzt</a> GmbH, zu der mittlerweile auch ein Buchverlag gehört, und Initiator des gleichnamigen, ökumenisch ausgerichteten Netzwerks. Zum Netzwerk gehören u.a. Podcaster*innen, Autor*innen, Künstler*innen und Theolog*innen aus ganz unterschiedlichen konfessionellen Hintergründen und Prägungen. Im Gespräch mit Jay, Marco und Gofi erzählt Tobias, wie er dazu kam, ein solches Netzwerk ins Leben zu rufen und eine Firma zu gründen, und was ein Songcontest für elektronische Musik mit all dem zu tun hat. Außerdem geht es natürlich um die Frage, warum Netzwerke immer wichtiger werden und wie gegenseitige Unterstützung und Gemeinschaft aussehen können. Und Tobias teilt mit den drei Hossa-Talkern seine Sicht auf Mission und Evangelisation – Themen und Begriffe, mit denen sich viele aus guten Gründen mittlerweile sehr schwer tun und die dennoch in diesem Gespräch aus einer überraschend anderen Perspektive betrachtet werden. Ein spannender Talk über Synergien, Netzwerke und die Frage, wie es gelingen kann, online und offline authentisch und ansprechend über Glaube und Zweifel zu reden.</p><p><a href="https://hossa-talk.de/">Du findest diese Folge hier</a> oder überall, wo es Podcasts gibt.</p><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/507bb59b-7263-4b68-bfe1-acb0ca05c742/uploads/images/rkt7ihsxzs/gofizine_steady_header.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo des GOFIZINEs"/><p>Du hast das GOFIZINE noch gar nicht abonniert? Dann klicke doch bitte mal auf den Button.</p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/newsletter/sign_up">GOFIZINE abonnieren</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>News</em></h2><h3>Triff mich in Norddeutschland</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/6dc576e7-6e18-477d-870d-2a73a51161c7/uploads/images/ofux2gda7b/Lesung_Gofi_26.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Ich gehe endlich mal wieder vorlesen. Mein Roman wird frühestens im Sommer beim Verlag <a href="http://ruach.jetzt/">ruach.jetzt</a> erscheinen. Aber Du kannst Dir schon vorher Passagen daraus von mir gelesen anhören. Folgende Termine stehen bereits fest:</p><ol start="20"><li><p>April - Stadtbibliothek Bremen, Bremen Huchting</p></li><li><p>April - Bremen (privat)</p></li><li><p>April - Lemgo, Galerie Aussergewöhnlich 2.0</p></li><li><p>April - Bremen (privat)</p></li><li><p>April - Bad Segeberg (privat)</p></li><li><p>April - Schleswig, EFG Schleswig</p></li></ol><p><a href="https://gofi-mueller.de/termine/">Genauere Informationen findest Du auf meiner Webseite.</a></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Griechenlandreise: Noch zwei Plätze sind frei!</h3><p>In einem Monat ist es endlich so weit, da brechen wir auf zu einer Reise nach Griechenland und besuchen die Orte, an denen Paulus von Tarsus gewirkt hat. <strong>Es sind noch zwei Plätze frei! </strong>Wenn Du also spontan noch dabei sein möchtest, <a href="https://www.chavaja.de/die-griechenlandreise.html">dann solltest Du Dich beeilen und hier anmelden</a>.</p><p>Und dies erwartet uns auf unserer Reise: </p><p><strong>Sonntag 17.5.26 Anreise</strong></p><p>Flug nach Thessaloniki, der zweitgrößten Stadt Griechenlands. Thessaloniki ist ein historischer Ort des frühen Christentums, wo Paulus während seiner zweiten Missionsreise predigte. Einstimmung auf die Reise.</p><p>Abendessen und Übernachtung in Thessaloniki.</p><p><strong>Montag, 18.5.26 Thessaloniki – Philippi – Taufstätte Lydia – Thessaloniki</strong></p><p>Wir folgen der Route Via Egnatia und gelangen (wie einst Paulus und seine Gefährten) an die Stätte von Philippi. Wir besuchen das Baptisterium von Lydia in der Nähe des Flusses, wo Paulus sie taufte. Lydia war die erste Konvertitin von Paulus auf europäischem Boden. Weiter geht es zu den Ruinen des Forums von Philippi, den christlichen Basiliken, dem „Gefängnis des Paulus“ und zum Theater. </p><p>Rückfahrt nach Thessaloniki. Abendessen und Übernachtung.</p><p><strong>Dienstag, 19.5.26 Thessaloniki – Veria – Vergina – Kalambaka</strong></p><p>Heute fahren wir nach Veria. Wir haben freie Zeit, um den „Schritt des Apostels Paulus“ und die Synagoge zu besichtigen. Sie befindet sich neben dem Barbouta-Viertel, das im Laufe der Zeit als jüdisches Viertel bekannt wurde. Die aus Stein erbaute Synagoge ist die älteste Synagoge in Nordgriechenland. Weiter fahren wir nach Vergina, um das Museum mit den königlichen Gräbern zu besuchen. Abfahrt nach Kalambaka.</p><p>Abendessen und Übernachtung.</p><p><strong>Mittwoch, 20.5.26 Meteora – Delphi</strong></p><p>Wir fahren nach Meteora und besuchen eines der sechs Klöster. Die weltberühmten byzantinischen Klöster liegen auf grauen Felsgipfeln mit vielfältigen und schönen Formen. Ihre Geschichte geht auf das 14. Jahrhundert zurück, als die Mönche in den Höhlen an den Klippen Zuflucht suchten und dann höher flohen, um die ursprünglichen Holzunterstände zu bauen, die später in Klöster umgewandelt wurden. </p><p>Abfahrt nach Delphi. Abendessen und Übernachtung.</p><p><strong>Donnerstag, 21.5.26 Delphi – Kloster des Heiligen Jerusalem – Delphi</strong></p><p>Delphi: Besuch des archäologischen Museums, der Gallio-Inschrift, auf der die Datierung des Lebens von Paulus basiert (Apostelgeschichte 18:12), der Sphinx von Theben, des Tempels der Athene, der Göttin der Weisheit (der philosophische Hintergrund von Paulus, dem hellenisierten Juden). Besichtigung des Heiligen Klosters von Jerusalem, dessen Architektur vom Neuen Jerusalem inspiriert ist (Johannes 21:13). </p><p>Rückkehr zu unserem Hotel. Abendessen und Übernachtung.</p><p><strong>Freitag, 22.5.26 Athen</strong></p><p>Heute geht es nach Athen. Wir laufen den Philopapusberg hoch und sehen dort den Areopag (Apostelgeschichte 17:16-34) und die Akropolis mit großartigen Monumenten wie dem Parthenon, dem Tempel der Athena Nike, dem Erechtheion, den Propyläen, der antiken Agora, dem Dionysostheater und dem Odeon des Herodes Atticus. Wir haben die Möglichkeit, das Parthenon-Monument zu umrunden, das im 5. Jahrhundert v. Chr. von den Architekten Iktinos und Kallikrates erbaut wurde. </p><p>Abendessen und Übernachtung.</p><p><strong>Samstag, 23.5.26 Antikes Korinth</strong></p><p>Den Korinthern eilt ihr Ruf voraus. Heute schauen wir uns das Antike Korinth an, das im antiken Griechenland eine bedeutende Stadt war und aus der Jungsteinzeit (5.000-3.000 v. Chr.) stammt. Wir wandern den Hügel hoch und besichtigen eines der größten Museen Griechenlands, was den Reichtum und die Qualität der Funde angeht (Apostelgeschichte 18:1-17 und Apostelgeschichte 19:22). Wir besuchen den „Bema von Gallio“, den Richterstuhl von Korinth. Dorthin wurde vermutlich Paulus gebracht, als sie ihn dem Prokonsul Gallio vorführten. Des weiteren sehen wir die Erastus-Inschrift, die auf Erastus zurückgeht, einem hohen Finanzbeamten und Mitarbeiter von Paulus. Besichtigung von Kenchreä, dem alten Hafen von Korinth (Apostelgeschichte 18:18). Auf dem Rückweg nach Athen machen wir eine Bootsfahrt auf dem Kanal von Korinth.</p><p>Abendessen und Übernachtung.</p><p><strong>Sonntag, 24.5.26 Abreise</strong></p><p>Nach dem Frühstück fahren wir zum Flughafen Athen. Flug nach Frankfurt.</p><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 20 Apr 2026 05:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#69 Alles immer gleichzeitig]]></title>
      <description><![CDATA[Eine Kurzgeschichte aus meinem neuen Roman und die neueste Podcastfolge über den mitreißenden Film 'Blood and Sinners'.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gofigramm</em></h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/64eac9d1-28cd-48e9-92a3-c0838de5c326/uploads/images/mx4jck7a7o/COLLAGE.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Dieses Bild ist eine Collage aus insgesamt sechs Bildern. Sie zeigt 1. ein lachendes mongolisches Mädchen, 2. den brüllenden amerikanischen Kriegsminister Pete Hegseth, 3. zwei Nymphensittiche, die Fußball schauen, 4. die Gräber meines Vaters und meiner Tante, 4. einen Bauernhof mit blühenden Bäumen in schöner Landschaft und 6. ein zertrümmertes Haus in Gaza."/><p><em>Dies ist ein Auszug aus meinem Roman Wut. Liebe. Filmriss., der bald im Verlag </em><a href="http://ruach.jetzt/"><em>ruach.jetzt</em></a><em> erscheinen wird. ‘Der Mann, der schreibt’ ist eine Figur, die darin immer wieder auftaucht und das Geschehen kommentiert.</em></p><p>Der Mann hat geschrieben. Immer und immer wieder hat er sich hingesetzt und Worte geschrieben, während der Planet sich weitergedreht hat. Während geliebte Menschen gegangen und dann wiedergekehrt sind. Während vergangene Sicherheiten und Überzeugungen plötzlich nicht mehr sicher waren. Wenn er die Nachrichten liest, scheint es, als sei die ganze Welt verrückt geworden. Doch draußen vor seinem Fenster ist alles wie immer. </p><p>Die Vögel, die den Winter überlebt haben, zwitschern. Entkräftete Eichhörnchen suchen nach Nahrung. Eine fremde Katze streift durchs Beet. Der Mann tritt vor die Tür und erklärt ihr freundlich, aber ernst, dass sie sich ein anderes Klo suchen muss. Sie flieht. Ein zweiter Mann erscheint. Die Katze gehört ihm. Er lacht verlegen und beteuert, dass sie nicht vorgehabt habe, ins Beet zu scheißen. Der Mann, der schreibt, glaubt ihm nicht, bleibt aber freundlich. Er verabschiedet sich und geht zurück ins Haus, obwohl er den Eindruck hat, dass der Besitzer der Katze sich mit ihm unterhalten möchte.</p><p>Der Mann liest, was er geschrieben hat. Die Spülmaschine gurgelt und plätschert in einem durchgängigen, wiederkehrenden Rhythmus. Das Smartphone auf dem Tisch summt. Jemand hat eine Nachricht geschrieben. Der Mann ignoriert das. Er spürt seinen Geschichten nach. Er spürt dem Leben in dieser Welt nach. Dem Wahnsinn, dem Schmerz, dem Hunger, der Hoffnung, der Freude über Dinge, die von Neuem beginnen, während andere unweigerlich enden.</p><p>Es ist alles immer gleichzeitig, denkt er. Es ist die Gleichzeitigkeit. Es ist die Spannung in dieser Gleichzeitigkeit, die wir auflösen wollen. Aber das wird uns nie gelingen. Zum Glück.</p><p>Der Mann klappt sein Notebook zu und geht die Vögel füttern.</p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Podcast</em></h2><h3>Blood &amp; Sinners: Blues, Rassismus und Vampire</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/64eac9d1-28cd-48e9-92a3-c0838de5c326/uploads/images/5c4xfr7gia/pks118.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Es ist ganz sicher einer der ungewöhnlichsten Filme der vergangenen 12 Monate: Blood &amp; Sinners (im Original: Sinners) ist ein atemberaubender Genre-Mix des Regisseurs Ryan Coogler, der vorher u. a. mit den zwei Verfilmungen von Black Panther bekannt geworden ist. Bei den vergangenen Oscars ist Blood &amp; Sinners so oft nominiert gewesen wie zuvor noch kein anderer Film und hat schließlich vier der begehrten Auszeichnungen erhalten. Dabei ist der Film auf den ersten Blick krude. Doch wenn man sich auf die Story einlässt, ergibt alles vollkommen Sinn und reißt einfach mit. Einen großen Anteil daran haben das großartige Schauspiel des Casts, angeführt von dem ausgezeichneten Michael B. Jordan, aber auch die fantastische Musik, die von Ludwig Göransson stammt. Wir sprechen darüber, was uns an diesem Film begeistert und warum es vollkommen stimmig ist, eine Geschichte zu erzählen, die von Gangstern, dem Blues, Rassismus und Vampiren handelt.</p><p><a href="https://cobainserben.de/sample-page/">Du findest diese Folge hier</a> oder überall, wo es Podcasts gibt.</p><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/507bb59b-7263-4b68-bfe1-acb0ca05c742/uploads/images/rkt7ihsxzs/gofizine_steady_header.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo des GOFIZINEs"/><p>Du hast das GOFIZINE noch gar nicht abonniert? 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Folgende Termine stehen bereits fest:</p><ol start="20"><li><p>April - Stadtbibliothek Bremen Bremen Huchting</p></li><li><p>April - Bremen (privat)</p></li><li><p>April - Lemgo, Galerie Aussergewöhnlich 2.0</p></li><li><p>April - Bremen (privat)</p></li><li><p>April - Bad Segeberg (privat)</p></li><li><p>April - Schleswig, EFG Schleswig</p></li></ol><p><a href="https://gofi-mueller.de/termine/">Genauere Informationen findest Du auf meiner Webseite.</a></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Die Griechenlandreise findet bald statt. Es gibt noch einige wenige Plätze!</h3><p>Vom 17.-24. Mai werden wir den Spuren von Saulus von Tarsos a. k. a. Paulus in Griechenland folgen. Er lebte zu einer Zeit, in der sich umwälzende Veränderungen bereits abzeichneten. Davon ging er ganz fest aus, dass noch zu seinen Lebzeiten Ereignisse stattfinden würden, die die ganze Welt erschüttern würden. Angetrieben von seinem Glauben an Jesus, brach er deshalb in die Welt auf, um Gemeinschaften zu gründen, die sich darauf vorbereiten und die Lehre von Jesus in ihr gemeinschaftliches Leben implementieren sollten.</p><p>Unsere Reise wird uns an die Orte führen, an denen Paulus europäischen Boden betrat.</p><p>Einen Einblick in das Programm erhältst Du hier: <a href="https://www.chavaja.de/files/Programm_Die_Griechenlandreise.pdf">Programm_Die_Griechenlandreise</a> </p><p>Mehr Informationen zu Chavaja – Bildungs- und Begegnungsreisen erfahrt Ihr hier: <a href="https://www.chavaja.de/">https://www.chavaja.de/</a></p><p>Falls Du dabei sein möchtest, dann melde Dich schnell an. Es gibt nur noch wenige Plätze.</p><hr aria-hidden="true"/><p></p><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 13 Apr 2026 05:00:02 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#68 Plötzlich Pastor]]></title>
      <description><![CDATA[Wie ich mich plötzlich in der Rolle als Pastor wiedergefunden habe. Außerdem der Ablauf einer „triggerarmen Andacht“.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gofigramm</em></h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/96b09cfc-fd84-4c4c-b7f9-ab8fb260a5ae/uploads/images/jhv7lzgla4/IMG_9403.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ich stehe an einem Altar in einer kleinen Kapelle und leite eine Andacht an."/><p>Ich denke, ich war 16, als meine Eltern mich fragten, was ich denn mal beruflich machen möchte. Natürlich hatte ich bereits darüber nachgedacht und war zu einem naheliegenden Ergebnis gekommen: Radiomoderator. Was ich eigentlich meinte, war Discjockey. Aber das Wort kannte ich nicht. Aha, sagten sie, du willst also Journalist werden. Ach, so heißt das, dachte ich. Ja, genau, sagte ich. Journalist. Das will ich werden.</p><p>Natürlich stimmte das nicht. Ich wollte wirklich Discjockey werden, weil ich Radio total gerne hörte und es cool fand, wie die meistens männlichen Moderatoren zwischen den Songs coole Sprüche machten. Aber wenn es dazu eine Journalistenausbildung brauchte, dann würde ich die eben machen. Journalist klang ja auch viel seriöser als Discjockey.</p><p>Was ich auf keinen Fall werden wollte, war Pastor oder Krankenpfleger. Die Männer in meinem Umfeld wurden nämlich entweder das eine oder das andere. Doch wie es aussieht, bin ich inzwischen in gewisser Hinsicht beides. Das Podcasten ist ja nicht so weit vom Radiomachen entfernt. Und spätestens seit letztem Wochenende bin ich jetzt wohl auch so eine Art Pastor.</p><p>Dieses Wochenende war wirklich ganz großartig. Wir Hossa-Talker Jay, Marco und ich haben uns mit knapp 100 Hörer*innen im Harz zur HossaCon getroffen, haben gesungen, gefeiert, gelacht, gebetet und auch ein bisschen geweint. </p><p>Unter anderem haben wir eine triggerarme Andacht in einer wunderschönen kleinen Kapelle gefeiert, die ich angeleitet habe. Tja, und da war ich dann eben doch so eine Art Pastor. Das aber habe ich wirklich gerne gemacht. </p><p>Für den Fall, dass es Dich interessiert, habe ich Dir unten den Ablauf reinkopiert.</p><p>Morgen reise ich nach Bremen. Dann heißt es endgültig Abschied nehmen von meinem Vater. Am Ostermontag wirst Du kein GOFIZINE erhalten. Ich melde mich die Woche darauf dann wieder.</p><p>Bis dahin wünsche ich Dir eine gute Zeit und frohe Ostern!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Triggerarme Andacht mit Abendmahl</em></h2><h2><strong>Lied: Meine Hoffnung und meine Freude</strong></h2><p>Meine Hoffnung und meine Freude,<br/>meine Stärke, mein Licht:<br/>Christus meine Zuversicht,<br/>auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht,<br/>auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht.</p><p><em>Gesang aus Taizé © Ateliers et Presses de Taizé, 71250 Taizé, Frankreich</em></p><p> </p><h2>Gott, ich bin hier – Meditation zum Beginn:</h2><p><strong>Klangschale</strong></p><p>Gott,<br/>ich bin hier,<br/>voller Empfindungen und Gedanken:<br/>Wünsche, Ängste, Lüste, Pläne, <br/>Trauer, Freude, Wut und Hoffnung.</p><p><strong>Klangschale</strong></p><p>Gott,<br/>ich bin nicht allein.<br/>Auch die anderen sind hier:<br/>Freund*innen, Mitmenschen,<br/>Tiere und Pflanzen.<br/>Wir sind Geschwister, Familie.<br/>Wir spüren es oft nicht,<br/>aber keiner von uns ist jemals allein.</p><p><strong>Klangschale</strong></p><p>Gott,<br/>auch Du bist hier.<br/>Du heißt uns willkommen in Deiner Welt.<br/>Es gibt keinen Ort,<br/>an dem Du nicht bist.<br/>Deshalb kannst Du uns niemals fern sein.<br/>Wir wenden uns Dir zu.<br/>Auch wir heißen Dich willkommen.</p><p><strong>Klangschale</strong></p><p> </p><h2>Lied: Befreit durch deine Gnade</h2><p>Befreit durch Deine Gnade<br/>erschließt sich mir ein neuer Horizont –<br/>wie gut Du von mir denkst war mir nicht klar.<br/>Lass mich durch Deine Augen sehn,<br/>erkennen, welchen Mensch Du in mir siehst.</p><p>Und mach mir klar:<br/>was du sagst ist wahr.</p><p><strong>Deine Gnade reicht,<br/>bis ans Ende der Welt.<br/>Von Dir geliebt macht mein Leben Sinn.<br/>Meine schönste Melodie<br/>erzählt nun für alle Zeit<br/>von Deiner Liebe, die bleibt.</strong></p><p>Ergriffen von der Wahrheit<br/>fängt meine Seele langsam an zu sehn.<br/>Durchbohrte Hände öffnen mir das Herz.<br/>Lass mich jetzt glauben und verstehn,<br/>dass Du mich wirklich liebst so wie ich bin.</p><p>Und mach mir klar:<br/>was du sagst ist wahr.</p><p><em>Text: Claus-Peter Eberwein, Jule Pfüller<br/>Musik: Claus-Peter Eberwein<br/>© 2009 Gracetown Publishing bei SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen</em> </p><p> </p><h2>Schöpferin, Kraft, Mutter und Vater</h2><p>Schöpferin, Kraft, Mutter und Vater,<br/>mit allem, was wir sind,<br/>Wenden wir uns Dir zu,<br/>so wie auch Du Dich uns zuwendest.</p><p>Das, was Du bist und<br/>wofür Du stehst,<br/>erwarten wir hier,<br/>in unserer Welt,<br/>denn Du bist gut<br/>und schenkst das Leben.</p><p>Ernähre unseren Geist und Körper,<br/>lass uns aufatmen und Hoffnung schöpfen.</p><p>Wir bitten um Verzeihung<br/>und gewähren sie auch.<br/>Denn wir alle machen Fehler<br/>und haben es nötig,<br/>dass man uns verzeiht.</p><p>Hilf uns, richtig zu genießen,<br/>das Leben zu feiern und zu teilen,<br/>aber auch zu verzichten,<br/>wenn es notwendig ist.</p><p>Hilf uns, gegen Ungerechtigkeit<br/>und Verachtung aufzustehen<br/>und uns nicht gemein zu machen mit denen,<br/>die Menschen, Tiere und Natur erniedrigen und ausbeuten.</p><p>Denn Du bist das Maß aller Dinge.<br/>Und was vor Dir nicht bestehen kann,<br/>wird keinen Bestand haben.</p><p>Amen.</p><p> </p><h2>Lied: The Kingdom is yours</h2><p>Blessed are the ones who do not bury<br/>All the broken pieces of their heart<br/>Blessed are the tears of all the weary<br/>Pouring like a sky of falling stars</p><p>Blessed are the wounded ones in mourning<br/>Brave enough to show the Lord their scars<br/>Blessed are the hurts that are not hidden<br/>Open to the healing touch of God</p><p>The Kingdom is yours, the Kingdom is yours<br/>Hold on a little more, this is not the end<br/>Hope is in the Lord, keep your eyes on Him</p><p>And blessed are the ones who walk in kindness<br/>Even in the face of great abuse<br/>Blessed are the deeds that go unnoticed<br/>Serving with unguarded gratitude</p><p>And blessed are the ones who fight for justice<br/>Longing for the coming day of peace<br/>Blessed is the soul that thirsts for righteousness<br/>Welcoming the last, the lost, the least</p><p>The Kingdom is yours, the Kingdom is yours<br/>Hold on a little more, this is not the end<br/>Hope is in the Lord, keep your eyes on Him<br/>The Kingdom is yours, the Kingdom is yours<br/>Hold on a little more, this is not the end<br/>Hope is in the Lord, keep your eyes on Him</p><p>Oh-oh<br/>Oh-oh<br/>Oh-oh-oh-oh<br/>Blessed are the poor in Spirit<br/>Oh-oh<br/>Bienaventurados los pobres en Espíritu<br/>Oh-oh<br/>Blessed are the pure in heart<br/>Oh-oh</p><p>Blessed are the ones who suffer violence<br/>And still have strength to love their enemies<br/>Blessed is the faith of those who persevere<br/>Though they fall, they&#39;ll never know defeat</p><p>The Kingdom is yours, the Kingdom is yours<br/>Hold on a little more, this is not the end<br/>Hope is in the Lord, keep your eyes on Him<br/>The Kingdom is yours, the Kingdom is yours<br/>Hold on a little more, this is not the end<br/>Hope is in the Lord, keep your eyes on Him<br/>Hold on a little more, this is not the end<br/>Hope is in the Lord, keep your eyes on Him</p><p>Written by <a href="https://commonhymnal.com/dee-wilson">Terrell Wilson</a> (BMI), Brittney Spencer (BMI), Micah Massey (ASCAP), <a href="https://commonhymnal.com/aaron-keyes">Aaron Keyes</a> (ASCAP) © 2017 Common Hymnal Digital (BMI), The Wilson Songbook Publishing (BMI), BSpencer Publishing (BMI), Common Hymnal Publishing (ASCAP), 10000 Fathers (ASCAP) (admin by <a href="http://integratedrights.com/">IntegratedRights.com</a>, for license requests please email <a href="mailto:LicensingUSA@integritymusic.com">LicensingUSA@integritymusic.com</a>). CCLI 7109354.</p><p> </p><h2>Abendmahl</h2><p>In jener Nacht, in der Jesus Opfer einer Intrige wurde,<br/>nahm er das Brot in seine Hände,<br/>dankte Gott dafür,<br/>zerbrach es und sagte:<br/>„Das ist mein Körper.<br/>Ich verschenke ihn an Euch.<br/>Esst und denkt dabei an mich.“</p><p>Später nahm er den Kelch,<br/>der Wein enthielt,<br/>und sagte:<br/>„Dieser Wein ist mein Blut.<br/>Es steht für die unauslöschbare Liebe Gottes zu Euch.<br/>Ihr seid alle darin eingeschlossen.<br/>Dieser Kelch ist ihr Zeichen und Siegel.<br/>Trinkt und denkt dabei an mich.“</p><p> </p><p><strong>Klangschale</strong></p><h2><strong>Segen</strong></h2><p>Adonai,<br/>Birg uns im Schatten deiner Flügel,<br/>Denn du bist ein gnädiger und barmherziger Gott.<br/>Behüte unser Kommen und Gehen<br/>Zum Frieden und zum Leben<br/>Von nun an bis in Ewigkeit.</p><p><strong>Amen</strong></p><h2><strong>Lied: Meine Hoffnung und meine Freude</strong></h2><p>Meine Hoffnung und meine Freude,<br/>meine Stärke, mein Licht:<br/>Christus meine Zuversicht,<br/>auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht,<br/>auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht.</p><p><em>Gesang aus Taizé © Ateliers et Presses de Taizé, 71250 Taizé, Frankreich</em></p><p></p><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/507bb59b-7263-4b68-bfe1-acb0ca05c742/uploads/images/rkt7ihsxzs/gofizine_steady_header.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo des GOFIZINEs"/><p>Du hast das GOFIZINE noch gar nicht abonniert? Dann klicke doch bitte mal auf den Button.</p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/newsletter/sign_up">GOFIZINE abonnieren</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>News</em></h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/6dc576e7-6e18-477d-870d-2a73a51161c7/uploads/images/ofux2gda7b/Lesung_Gofi_26.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Ich gehe endlich mal wieder vorlesen. Mein Roman wird frühestens im Sommer beim Verlag <a href="http://ruach.jetzt/">ruach.jetzt</a> erscheinen. Aber Du kannst Dir schon vorher Passagen daraus von mir gelesen anhören. Folgende Termine stehen bereits fest:</p><ol start="20"><li><p>April - Stadtbibliothek Bremen Bremen Huchting</p></li><li><p>April - Bremen (privat)</p></li><li><p>April - Lemgo, Galerie Aussergewöhnlich 2.0</p></li><li><p>April - Bremen (privat)</p></li><li><p>April - Bad Segeberg (privat)</p></li><li><p>April - Schleswig, EFG Schleswig</p></li></ol><p><a href="https://gofi-mueller.de/termine/">Genauere Informationen findest Du auf meiner Webseite.</a></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Die Griechenlandreise findet bald statt. Es gibt noch einige wenige Plätze!</h3><p>Vom 17.-24. Mai werden wir den Spuren von Saulus von Tarsos a. k. a. Paulus in Griechenland folgen. Er lebte zu einer Zeit, in der sich umwälzende Veränderungen bereits abzeichneten. Davon ging er ganz fest aus, dass noch zu seinen Lebzeiten Ereignisse stattfinden würden, die die ganze Welt erschüttern würden. Angetrieben von seinem Glauben an Jesus, brach er deshalb in die Welt auf, um Gemeinschaften zu gründen, die sich darauf vorbereiten und die Lehre von Jesus in ihr gemeinschaftliches Leben implementieren sollten.</p><p>Unsere Reise wird uns an die Orte führen, an denen Paulus europäischen Boden betrat.</p><p>Einen Einblick in das Programm erhältst Du hier: <a href="https://www.chavaja.de/files/Programm_Die_Griechenlandreise.pdf">Programm_Die_Griechenlandreise</a> </p><p>Mehr Informationen zu Chavaja – Bildungs- und Begegnungsreisen erfahrt Ihr hier: <a href="https://www.chavaja.de/">https://www.chavaja.de/</a></p><p>Falls Du dabei sein möchtest, dann melde Dich schnell an. Es gibt nur noch wenige Plätze.</p><hr aria-hidden="true"/><p></p><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/96b09cfc-fd84-4c4c-b7f9-ab8fb260a5ae/teaser_image/1774948527?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;crop=faces&amp;fm=jpg" medium="image"/>
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      <pubDate>Tue, 31 Mar 2026 09:15:27 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[# 67 Das Leben geht weiter]]></title>
      <description><![CDATA[Warum wir alle Teil eines großen Ganzen sind | Podcast: Über die Mythen der Bibel | News]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>#67 Das Leben geht weiter</h1><h2><em>Gofigramm</em></h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/6dc576e7-6e18-477d-870d-2a73a51161c7/uploads/images/24dfya7wmp/Hunte.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Der Fluss Hunte bei Oldenburg. Ein Kahn fährt im Sonnenuntergang darauf entlang. Im Hintergrund erkennt man die Skyline der Stadt."/><p><em>Mich haben in der letzten Woche viele Nachrichten von Euch erreicht, in denen Ihr mir Euer Beileid zum Tod meines Vaters ausgesprochen und mir Trost gewünscht habt. Manche haben mir mehrere Sätze geschrieben, andere haben durch eine Geste ihr Mitgefühl ausgedrückt. Jemand hat mir sogar eine Karte geschickt. Ganz herzlichen Dank für Eure Anteilnahme! Das hat mich sehr bewegt. </em></p><p>Es ist merkwürdig. Wenn große Ereignisse geschehen, geht das Leben oft dennoch ganz normal weiter. Ein Mensch geht. Ein Erfolg wird errungen. Ein Lebensabschnitt wird abgeschlossen. Diese Ereignisse sind Zäsuren, an die wir uns später erinnern werden. Damals, als Werder Meister wurde, als Opa starb, als ich mein Studium abschloss, als wir uns verlobten, als ich krank wurde. Und natürlich verändern sie auch etwas in unserer Wahrnehmung, unserer Art, zu leben, und wie wir auf die Zukunft blicken. </p><p>Und dennoch. Draußen, vor dem Fenster, geht die Sonne auf, Vögel bauen ihre Nester, Menschen gehen zur Arbeit, eine Straßenbahn rasselt vorbei. Als wäre nichts geschehen. Und so ist es ja auch. Oder vielmehr: Es passiert ständig irgendetwas, und zwar so viel, dass meine kleinen Ereignisse nur ein Teil des großen Stroms sind. Wenn wir hineinzoomen, erkennen wir einzelne individuelle Ereignisse. Von weiter weg betrachtet aber, ist das Leben einfach das Leben.</p><p>Da stellt sich die Frage, wie wichtig das überhaupt ist, was ich erlebe und was mit mir geschieht. Ich habe mich irgendwann gefragt, warum ich mich so sehr darüber freuen soll, dass meine Fußballmannschaft einen Pokal erringt, wenn schon in wenigen Wochen alles wieder von vorn beginnt und die nächste Niederlage sich so anfühlt, als würde die Welt untergehen.</p><p>Sicher, es ist nur Fußball. Aber ist es mit anderen Dingen nicht auch so? Vielleicht kennst Du das Gefühl, Dich Monate auf eine Prüfung vorbereitet zu haben. Dann hast Du sie bestanden. Und nachdem die Euphorie abgeklungen ist, folgt der Kater: Und jetzt? Was kommt jetzt? Die nächste Herausforderung.</p><p>Vielleicht hilft es manchmal, bewusst aus unserem persönlichen Ergehen herauszuzoomen und uns als Teil eines großen Ganzen zu verstehen. Vor längerer Zeit schon habe ich in einem Buch des Theologen Leonardo Boff gelesen, dass es gute Gründe dafür gibt, den gesamten Planeten Erde als einen großen Organismus zu begreifen, der von kleineren Lebewesen bewohnt wird und deren Leben mit seinem Leben unmittelbar zusammenhängen. Das ist vergleichbar mit unserem Körper, in dem unzählige winzig kleine Lebensformen entstehen, wohnen und sterben. Täglich. </p><p>Nein, ich möchte mich nicht mit einer Darmbakterie vergleichen. Aber ich wäre gerne Teil von etwas Größerem, das fortbesteht, wenn ich gegangen bin. Und das Schöne ist: Das bin ich bereits, Teil der Erde, Mitglied einer großen Gemeinschaft.</p><p>In den vergangenen Tagen habe ich seit Längerem mal wieder Liedtexte geschrieben. Mein Freund Martin Denzin ist Musiker und wird im Juni mit mir gemeinsam auf Tour gehen, um Ausschnitte aus meinem neuen Roman WUT. LIEBE. FILMRISS. vorzulesen und dazu eigene Songs zu spielen. Diese Lieder geben Szenen wider oder Konflikte und Gedanken der Protagonist*innen. Einer der Texte passt gut zu obigen Gedanken. Es ist mir wichtig zu betonen, dass er keine Botschaft enthält, sondern die Gedanken eines Charakters wiedergibt. Aber auch die können ja hilfreich sein.<br/></p><h3>Der große Strom</h3><p>Du hast kapiert <br/>Dass das Leben endlich ist<br/>Darum liebst du jeden Augenblick </p><p>Und du nimmst mit<br/>Was auch immer dir geschieht <br/>Weil es alles Teil des Lebens ist</p><p>Du weißt <br/>Irgendwann ist Schluss <br/>Wann und wie weiß keiner so genau<br/>Bis dann<br/>Halten wir nicht an<br/>Der große Strom trägt jeden weit hinaus</p><p>Der große Fluss<br/>Zieht gemächlich weit ins Meer<br/>Und die Angst wiegt plötzlich nicht mehr schwer</p><p>Und ziehst du mit<br/>Ist die Einsamkeit vorbei<br/>Weil wir alle Teil des Zuges sind</p><p>Du weißt <br/>Irgendwann ist Schluss <br/>Wann und wie weiß keiner so genau<br/>Bis dann<br/>Halten wir nicht an<br/>Der große Strom trägt jeden weit hinaus</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Podcast</em></h2><h3><strong>Hossa Talk </strong>#279 Mythen in der Bibel (m. Martin Thoms) </h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/6dc576e7-6e18-477d-870d-2a73a51161c7/uploads/images/7kxxd2uyyu/HT.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Von der Schöpfungserzählung bis Hiob und dem Turmbau zu Babel </p><p>„Die Schöpfung ist nicht binär. Es gab keinen Sündenfall. Gott schickte nie eine Flut. Und die Sprachverwirrung beim Turmbau war keine Strafe, sondern eine Befreiung.“ Äh, warte mal, was?! <a href="https://hossa-talk.de/279-mythen-in-der-bibel-m-martin-thoms/">Diese Thesen vertritt der Gast der aktuellen Folge Martin Thoms in seinem neuen Buch über die biblische Urgeschichte. </a>Nach den faszinierenden Talks über das Kreuz, zur Allversöhnung und dem kosmischen Christus nimmt Martin die drei Hossa Talker diesmal mit hinein in seine Gedanken und exegetischen Tiefenbohrungen zu den ersten Kapiteln der Bibel. Und wie die Zitate am Anfang zeigen – es gibt eine ganze Menge zu besprechen und zu diskutieren.</p><p>Im Gespräch mit Jay, Marco und Gofi geht es um den Begriff des Mythos und was diese Art der Überlieferung für unser Verständnis von Wahrheit bedeutet. Von der Schöpfungserzählung und dem Menschen im Garten Eden über den sogenannten Sündenfall und den ersten Mord bis zur Sintfluterzählung und dem Turmbau zu Babel geht der theologische Streifzug durch die Texte. Und sogar bei Hiob wird kurz vorbeigeschaut in Martins Ausführungen. Fundiert, faszinierend und voller Freiheitsmomente. </p><p></p><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/507bb59b-7263-4b68-bfe1-acb0ca05c742/uploads/images/rkt7ihsxzs/gofizine_steady_header.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo des GOFIZINEs"/><p>Du hast das GOFIZINE noch gar nicht abonniert? Dann klicke doch bitte mal auf den Button.</p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/newsletter/sign_up">GOFIZINE abonnieren</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>News</em></h2><h3>Poetry Talk in Marburg</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/6dc576e7-6e18-477d-870d-2a73a51161c7/uploads/images/2ocq65s65c/Marco_Gofi_Marburg_26_Kachel_-_Kopie.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Marco Michalzik und ich treten am 26. März im UND Projektladen zu einem Poetry Talk auf. Steinweg 26. Einlass 19:30h, Beginn 20h. Eintritt frei. Um eine Spende wird gebeten."/><h3>Sei bei der HossaCon dabei!</h3><p>Die Hossa-Community kommt zusammen. Dieses Mal aber nicht regional begrenzt, sondern es sind ALLE herzlich eingeladen. Sei mit dabei, wenn wir uns zum ersten Mal in unserer Geschichte zu einem großen Hossa Get Together versammeln.</p><p>Wir wollen Euch sehen, Euch in den Arm nehmen, mit Euch reden und diskutieren, gemeinsam nachdenken, am Lagerfeuer sitzen, Gottesdienst feiern, Kunst genießen und voneinander lernen.</p><p>Die HOSSA CON findet statt vom 27.-29. März 2026 in der EC Tagungsstätte Altenau. Was genau Dich an diesem Wochenende erwarten wird, erfährst Du von uns in den nächsten Wochen.</p><p>Save the date. Wir freuen uns auf Dich!</p><p>Du kannst Dich direkt auf der Seite der EC Tagungsstätte anmelden.</p><a href="https://www.ec-altenau.de/veranstaltungen/veranstaltungen-details/veranstaltungen_3">https://www.ec-altenau.de/veranstaltungen/veranstaltungen-details/veranstaltungen_3</a><ul><li><p>Ab 25 Jahre: 199 €</p></li><li><p>14-25 Jahre: 169 €</p></li><li><p>6-13 Jahre: 99 €</p></li><li><p>1-5 Jahre: 69 €</p></li><li><p>Unter 1 Jahr: frei</p></li><li><p>Übernachtung im Mehrbettzimmer</p></li><li><p>Vollverpflegung in Buffetform</p></li><li><p>Teilnahme an allen Veranstaltungen</p></li><li><p>Kurtaxe</p></li><li><p>Bettwäsche bitte selbst mitbringen, kann vor Ort gegen Gebühr geliehen werden</p></li></ul><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/6dc576e7-6e18-477d-870d-2a73a51161c7/uploads/images/ofux2gda7b/Lesung_Gofi_26.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Ich gehe endlich mal wieder vorlesen. Mein Roman wird frühestens im Sommer beim Verlag <a href="http://ruach.jetzt/">ruach.jetzt</a> erscheinen. Aber Du kannst Dir schon vorher Passagen daraus von mir gelesen anhören. Folgende Termine stehen bereits fest:</p><ol start="20"><li><p>April - Stadtbibliothek Bremen Bremen Huchting</p></li><li><p>April - Bremen (privat)</p></li><li><p>April - Lemgo, Galerie Aussergewöhnlich 2.0</p></li><li><p>April - Bremen (privat)</p></li><li><p>April - Bad Segeberg (privat)</p></li><li><p>April - Schleswig, EFG Schleswig</p></li></ol><p><a href="https://gofi-mueller.de/termine/">Genauere Informationen findest Du auf meiner Webseite.</a></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Die Griechenlandreise findet bald statt. Es gibt noch einige wenige Plätze!</h3><p>Vom 17.-24. Mai werden wir den Spuren von Saulus von Tarsos a. k. a. Paulus in Griechenland folgen. Er lebte zu einer Zeit, in der sich umwälzende Veränderungen bereits abzeichneten. Davon ging er ganz fest aus, dass noch zu seinen Lebzeiten Ereignisse stattfinden würden, die die ganze Welt erschüttern würden. Angetrieben von seinem Glauben an Jesus, brach er deshalb in die Welt auf, um Gemeinschaften zu gründen, die sich darauf vorbereiten und die Lehre von Jesus in ihr gemeinschaftliches Leben implementieren sollten.</p><p>Unsere Reise wird uns an die Orte führen, an denen Paulus europäischen Boden betrat.</p><p>Einen Einblick in das Programm erhältst Du hier: <a href="https://www.chavaja.de/files/Programm_Die_Griechenlandreise.pdf">Programm_Die_Griechenlandreise</a> </p><p>Mehr Informationen zu Chavaja – Bildungs- und Begegnungsreisen erfahrt Ihr hier: <a href="https://www.chavaja.de/">https://www.chavaja.de/</a></p><p>Falls Du dabei sein möchtest, dann melde Dich schnell an. Es gibt nur noch wenige Plätze.</p><hr aria-hidden="true"/><p></p><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/6dc576e7-6e18-477d-870d-2a73a51161c7/teaser_image/1774256413?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;crop=faces&amp;fm=jpg" medium="image"/>
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      <pubDate>Mon, 23 Mar 2026 09:00:13 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[#66 Tschüss, Vaddi]]></title>
      <description><![CDATA[Dieser Newsletter hat einen regelmäßigen und wichtigen Leser verloren: Mein Vater ist am vergangenen Freitag gestorben. Er wurde 93 Jahre alt. Jochen Müller schlief ein,…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Tschüss, Vaddi</h1><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/891c0c21-e3bb-42fc-9822-903bd0e6ead4/uploads/images/qbvd64pncl/PXL_20260315_103631184_2.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ein Fußgängertunnel, der nach draußen ins Helle führt. Auf einer Betonwand steht ein Graffito: Huchting."/><p>Dieser Newsletter hat einen regelmäßigen und wichtigen Leser verloren: Mein Vater ist am vergangenen Freitag gestorben. Er wurde 93 Jahre alt. Jochen Müller schlief ein, während wir um ihn standen, für ihn sangen und beteten und ihn zärtlich berührten.</p><p>Er und ich haben es miteinander nicht immer leicht gehabt. Dabei waren wir uns in vielen Dingen sehr ähnlich. Mein Vater liebte Schönheit, Sinnlichkeit und Genuss, und wie sein Vater war auch er ein hervorragender Erzähler. </p><p>Über viele Jahrzehnte fesselte er sein Publikum als Prediger. Er war eine Klasse für sich, formulierte griffig, erklärte eindringlich, schreckte auch vor Provokationen nicht zurück. In seinen besten Momenten war er spektakulär.</p><p>Wofür ihn Menschen vor allem liebten, war die Leidenschaft, die absolute Hingabe an das, was er tat, die totale Überzeugung von dem, wovon er sprach, seine gnadenlose Ehrlichkeit – Eigenschaften, die in der Kunst die Großen von den Mittelmäßigen unterscheidet. </p><p>Mein Vater war nicht deshalb mutig, weil er furchtlos gewesen wäre. Er wusste, was Angst ist. Er hat sich ihr immer wieder gestellt und an dem festgehalten, wovon er überzeugt gewesen ist, auf der Kanzel, in Gesprächen und zuletzt im Angesicht des Todes.</p><p>Als Künstler hat er sich nie verstanden, obwohl er dazu Grund gehabt hätte. Als die forsche Schwester im Krankenhaus Links der Weser ihn fragte, was er denn beruflich gemacht hätte, stand der schwergezeichnete Mann kerzengerade im Flügelhemd vor seinem Bett und sagte: „Ich bin Pastor. Hirte.“ Das war kein Beruf. Das war seine Identität.</p><p>Mit einigem, was ich in diesem Newsletter geschrieben habe, hatte er große Mühe. Jedes Mal, wenn ich im GOFIZINE gegendert habe, wusste ich, dass er darunter litt. Er hielt es für einen fatalen Irrtum, ich für eine moralische Pflicht. Er hat meine Gefühle für seine Überzeugungen selten geschont. Und ich habe es ebenso gehalten. </p><p>Wir taten das nicht, um einander zu ärgern, sondern weil wir von dem eigenen Standpunkt und dem Irrtum des anderen überzeugt waren. Als ich in meiner Neuformulierung des Vater Unser Gott als Schöpferin und Mutter bezeichnete, rief er mich im Linienbus an und hielt mir eine Standpauke. Er war nicht nur empört. Er war entsetzt. Ich konnte ihn verstehen, er mich leider nicht. Meine Meinung habe ich nicht geändert. Er seine auch nicht.</p><p>Das zeichnete unsere Beziehung aus, dass wir uns liebten, trotz fundamentaler Meinungsverschiedenheiten. Er war mir selten näher als in den Momenten, in denen er eingestehen konnte, dass er sich möglicherweise irrte. In diesen Momenten begegneten wir uns auf Augenhöhe, zwei Suchende, davon überzeugt, dass es den richtigen Weg gibt, aber nicht immer sicher, ob wir ihn beschreiten.</p><p>Als körperlich kleinster Mann unserer Familie, musste ich zu ihm aufschauen, wenn wir einander gegenüberstanden. In geistiger Hinsicht habe ich ihm das in den letzten Jahrzehnten seines Lebens verwehrt. Ich weiß nicht, ob ihn das geschmerzt hat.</p><p>Aber auch in körperlicher Hinsicht war das irgendwann nicht mehr nötig. Im Alter schrumpfte er auf meine Größe. Die schönste Begegnung mit ihm war die letzte, bevor er ins Krankenhaus kam. Er legte seine Hände auf meine Schultern und sah mir in die Augen. In seinem Blick erkannte ich nichts als Liebe und bedingungslose Annahme. Und ich bin froh, dass ich ihn in diesem Moment genauso anschauen konnte. </p><p>Tschüss, Vaddi. Wenn das stimmt, was wir beide glauben, dann sehen wir uns wieder. Und dann werden wir es miteinander ein bisschen leichter haben. Und noch schöner.</p><p> </p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 16 Mar 2026 09:08:54 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#65 Mit Kopftuch in den Wahlkampf]]></title>
      <description><![CDATA[Am vergangenen Samstag habe ich eine wahnsinnig schöne und inspirierende Begegnung mit Greta gehabt, von der ich Dir unbedingt erzählen wollte. Wir haben uns am…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/23df7927-75f7-4d2f-85f5-3315067d0e63/uploads/images/udni7jncdg/PXL_20260307_095712874.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ein Selfie von mir am SPD-Wahlkampfstand, gemeinsam mit meinem Genossen Robert."/><p>Am vergangenen Samstag habe ich eine wahnsinnig schöne und inspirierende Begegnung mit Greta gehabt, von der ich Dir unbedingt erzählen wollte.</p><p>Wir haben uns am SPD-Wahlkampfstand getroffen, weil wir beide aktive Parteimitglieder sind. (Ja, ich weiß, die gestrige Wahl in Baden-Württemberg ist für die SPD verheerend gelaufen. Ich kann mir auch denken, warum. Aber das ist ein anderes Thema. Wir engagieren uns ja nicht auf Bundesebene für die Partei, sondern auf kommunaler Ebene für Themen, die hier vor Ort wichtig sind.) Greta ist so aktiv, dass sie sogar für das Stadtparlament kandidiert. Das sorgt auch in Parteikreisen manchmal für Unruhe, denn Greta trägt ein Koptuch. Sie ist Muslimin. </p><p>Religion, habe ich gemerkt, ist zumindest in den SPD-Kreisen, in denen ich zu Hause bin, ein schwieriges Thema. Nicht jede:r kommt damit gut zurecht. Ein offenes Bekenntnis zum Islam, wie z. B. Gretas Kopftuch, sorgt zusätzlich für Unruhe.</p><p>Das war uns aber egal, als wir uns unter dem roten Schirm trafen und ziemlich schnell in ein schönes, angeregtes Gespräch über unsere jeweilige Art zu glauben vertieft waren. Sie hat geschildert, wie und warum sie sich mit 14 entschieden hat, zum Islam zu konvertieren (sie ist heute 28). Ich habe erzählt, dass ich evangelikal aufgewachsen bin und wie mein Weg weitergegangen ist, was sie äußerst spannend fand. Bei allen Unterschieden im Hinblick auf die Inhalte des Glaubens, fanden wir eine große Gemeinsamkeit darin, dass wir glauben. Ein Genosse stellte sich während des Gespräches zu uns, verschwand aber schnell wieder, als wir ihm sagten, worüber wir reden. Irgendwann stellten wir fest, dass wir uns, ohne es zu merken, immer weiter dem CDU-Schirm genähert hatten. Wir mussten lachen und rückten wieder nach links zum roten Schirm.</p><p>Ich sage es ganz ehrlich: Ich mache nicht gerne Wahlkampf. Ich drücke Menschen meine Meinung nicht gerne auf oder in Form von Flyern in die Hand. Aber das Gespräch mit Greta hat mir wieder klargemacht, warum ich es dennoch tue. Weil ich in einer Gesellschaft leben möchte, in der wir uns bei allen Unterschieden im Hinblick auf unsere Art zu leben und zu glauben offen anlächeln und von unseren Erfahrungen und Erkenntnissen erzählen können. In einer pluralen Gesellschaft mit einer parlamentarischen Demokratie ist das möglich, muss das möglich sein. </p><p>Greta hat mir übrigens auch erzählt, warum sie sich entschieden hat, ein Kopftuch zu tragen. Und ich habe es verstanden. Jetzt, nachdem ich ihr zugehört habe, finde ich es richtig gut, dass sie das tut und dass sie den Mut hat, offen zu zeigen, was sie glaubt und wofür sie steht.</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/23df7927-75f7-4d2f-85f5-3315067d0e63/uploads/images/udni7jncdg/PXL_20260307_095712874.jpg?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;crop=faces&amp;fm=jpg" medium="image"/>
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      <pubDate>Mon, 09 Mar 2026 08:53:25 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#64 Ohne Sex und Tod keine Kunst]]></title>
      <description><![CDATA[Warum Grenzerfahrungen nicht immer schön, aber wichtig sind | Podcast: Warum das Leben nicht Malen nach Zahlen ist | News: Die Griechenlandreise findet statt]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gofigramm</em></h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4f330177-d00a-44da-b321-6e9705ef9d25/uploads/images/szhyfgoejl/Screenshot_20260227-134103.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ein Screenshot, der den Kunstkritiker Jerry Saltz während des Interviews bei 60 Minutes zeigt."/><p>Am vergangenen Montag hast Du kein GOFIZINE von mir erhalten. Ich habe mit einer Erkältung flachgelegen und mich entschieden, nicht zu arbeiten und lieber einen Krimi zu lesen. Ich muss mich schließlich selbst an das halten, was ich predige:</p><p>In der letzten Ausgabe &quot;Kontrollierte Eskalation&quot; habe ich geschrieben, dass immer dann, wenn mein Bedürfnis nach Eskalation zu groß wird, der Zeitpunkt gekommen ist, die bestehenden Ordnungen zu prüfen, die ich für mich als verbindlich betrachte. Zum Beispiel: Sollte ich wirklich arbeiten, wenn ich krank bin? Ich bin zum Schluss gekommen, dass ich das nicht tun sollte. Und ich habe mich darauf verlassen, dass Du das verstehen wirst. Danke dafür!</p><p>Dabei gehören Härten und Ausnahmesituationen natürlich zum Leben dazu. Zum Glück. Ohne sie hätte ich als Künstler kaum Material, mit dem ich arbeiten kann. Etwas ganz Ähnliches hat neulich auch der renommierte amerikanische Kunstkritiker Jerry Saltz gesagt, der für das New York Magazine arbeitet. Das amerikanische Nachrichtenmagazin 60 Minutes hat ihn gefragt, ob ihm das Aufkommen von KI eigentlich Sorgen bereitet, gerade auch im Hinblick auf KI-generierte Kunstwerke. Dies ist seine Antwort:</p><blockquote><p>JS: Im Moment scheint KI ein Durchschnitt von Durchschnitten zu sein, die mit weiteren algorithmisch generierten Durchschnitten trainiert werden. Anstatt besser zu werden, wird sie also immer umfassender und durchschnittlicher. [...] Ich möchte, dass der Algorithmus den Tod erfährt. Ich möchte, dass der Algorithmus das Gefühl kennt, einen zu dicken Hals oder eine schlechte Frisur zu haben oder zu klein oder zu laut zu sein. Ich möchte den Algorithmus trainieren, Sinnlichkeit zu erfahren, weil es ohne Sex und Tod nun einmal keine Kunst geben kann.</p><p></p><p>60M: Ist es ethisch vertretbar, Werke auf der Grundlage der Werke anderer Künstler zu schaffen?</p><p></p><p>JS: In der Kunst gibt es keine Gesetze. Tut mir leid. So sehr wir auch versucht haben, sie zu reglementieren, es gelingt nicht. Und jeder Künstler ist ein Schamane, ein Pirat am Rande des Dorfes. Jeder hat seine eigene Vorstellung davon, was er tun wird. Man gibt ihm ein Werkzeug, er wird es benutzen und sich alles nehmen, was er kriegen kann. Alle Kunst entsteht aus anderer Kunst, und Künstler werden andere Kunst benutzen, um ihre eigene Kunst zu schaffen.</p><p></p><p>(JS: Right now, AI seems to be an average of averages that are being trained on further algorithmically generated averages. So rather than becoming better, it&#39;s becoming vaster and more average. [...] I want the algorithm to experience death. I want the algorithm to know the feeling of feeling like you have a fat neck or bad hair or that you&#39;re too short or too loud. I want to train the algorithm to experience carnality, insofar as without sex and death, there is no art. </p><p></p><p>60M: Is it ethical to create work based on other artists&#39; work? </p><p></p><p>JS: There are no laws in art. I&#39;m sorry. As much as we tried to legislate it, you can&#39;t. And every artist is a shaman pirate living on the edge of the village. They have their own idea of what they&#39;re going to do. You give them a tool, they&#39;re going to use it, and they&#39;re going to take anything they can. All art comes from other art, and they&#39;re going to use other art to make this art.</p><p></p><p>Das Interview habe ich bei Instagram gefunden. Die Übersetzung stammt von Googles KI.)</p></blockquote><a href="https://www.instagram.com/p/DVHOE6yEWZI/">https://www.instagram.com/p/DVHOE6yEWZI/</a><p></p><p>Ohne Sex und Tod keine Kunst. Aber natürlich auch nicht ohne Liebe, ohne Glauben, ohne Hingabe an andere, ohne den Genuss von Schönheit und Harmonie. Oder das Erleiden von Krankheit.</p><p>Inspiration findet sich eben nicht im betulichen Durchschnitt, in dem die Amplitude im gleichbleibenden Rhythmus vor sich hinpuckert. Es sind die Grenzerfahrungen, die uns nicht nur inspirieren, sondern auch zum Handeln motivieren. Die KI kann das (noch) nicht. Sie kann nur kopieren. Wir aber können uns andere zum Vorbild nehmen und dann unser Eigenes daraus machen. Selbst, wenn unsere Lebensumstände nicht mehr erlauben sollten, als eine kleine Frage zu formulieren: Wie geht es dir heute?</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Podcast</em></h2><h3><strong>Kunst &amp; Theologie: Warum das Leben nicht Malen nach Zahlen ist (m. Jason Liesendahl)</strong></h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4f330177-d00a-44da-b321-6e9705ef9d25/uploads/images/fvtwmtazoo/pks115.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ein Porträt von Jason Liesendahl."/><p>Kunst hat irgendwas mit Spiritualität zu tun. Das empfinden ganz schön viele Menschen so, ob sie nun religiös sind oder nicht. Das aber zu erklären, ist ein wenig komplizierter. Die christliche Theologie hat dazu bereits mehrere Anläufe unternommen. Einer, der uns besonders gut gefällt, stammt aus der Prozesstheologie. Für die ist Jason Liesendahl Experte, der sie in seinem Buch &quot;Gott kann auch nicht alles&quot; erläutert und ihre Stärken und Schwächen darstellt. Jason ist diesmal zu Gast und diskutiert mit uns darüber, was wir von der Kunst über Gott und das göttliche Handeln in der Welt lernen können, aber auch, was das Nachdenken über Gott der Kunst bringen kann. Wir sprechen u. a. darüber, warum Romanfiguren ein Eigenleben haben, wie Kunst Schönheit aus dem Chaos entstehen lässt, warum das Leben kein Malen nach Zahlen ist, wie lang Gottes Atem ist und ob die Zukunft offen oder vorherbestimmt ist.</p><a href="https://youtu.be/CNguGfISfSA">https://youtu.be/CNguGfISfSA</a><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/507bb59b-7263-4b68-bfe1-acb0ca05c742/uploads/images/rkt7ihsxzs/gofizine_steady_header.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo des GOFIZINEs"/><p>Du hast das GOFIZINE noch gar nicht abonniert? Dann klicke doch bitte mal auf den Button.</p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/newsletter/sign_up">GOFIZINE abonnieren</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>News</em></h2><h3>Die Griechenlandreise findet bald statt. Es gibt noch einige wenige Plätze!</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/add7d26e-d304-4d3b-a472-d6efdb7171fe/uploads/images/2xs5crwxti/Kloster_1_klein.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Vom 17.-24. Mai werden wir den Spuren von Saulus von Tarsos a. k. a. Paulus in Griechenland folgen. Er lebte zu einer Zeit, in der sich umwälzende Veränderungen bereits abzeichneten. Davon ging er ganz fest aus, dass noch zu seinen Lebzeiten Ereignisse stattfinden würden, die die ganze Welt erschüttern würden. Angetrieben von seinem Glauben an Jesus, brach er deshalb in die Welt auf, um Gemeinschaften zu gründen, die sich darauf vorbereiten und die Lehre von Jesus in ihr gemeinschaftliches Leben implementieren sollten.</p><p>Unsere Reise wird uns an die Orte führen, an denen Paulus europäischen Boden betrat.</p><p>Einen Einblick in das Programm erhältst Du hier: <a href="https://www.chavaja.de/files/Programm_Die_Griechenlandreise.pdf">Programm_Die_Griechenlandreise</a> </p><p>Mehr Informationen zu Chavaja – Bildungs- und Begegnungsreisen erfahrt Ihr hier: <a href="https://www.chavaja.de/">https://www.chavaja.de/</a></p><p>Falls Du dabei sein möchtest, dann melde Dich schnell an. Es gibt nur noch wenige Plätze.</p><h3>Sei bei der HossaCon dabei!</h3><p>Die Hossa-Community kommt zusammen. Dieses Mal aber nicht regional begrenzt, sondern es sind ALLE herzlich eingeladen. Sei mit dabei, wenn wir uns zum ersten Mal in unserer Geschichte zu einem großen Hossa Get Together versammeln.</p><p>Wir wollen Euch sehen, Euch in den Arm nehmen, mit Euch reden und diskutieren, gemeinsam nachdenken, am Lagerfeuer sitzen, Gottesdienst feiern, Kunst genießen und voneinander lernen.</p><p>Die HOSSA CON findet statt vom 27.-29. März 2026 in der EC Tagungsstätte Altenau. Was genau Dich an diesem Wochenende erwarten wird, erfährst Du von uns in den nächsten Wochen.</p><p>Save the date. Wir freuen uns auf Dich!</p><p>Du kannst Dich direkt auf der Seite der EC Tagungsstätte anmelden.</p><a href="https://www.ec-altenau.de/veranstaltungen/veranstaltungen-details/veranstaltungen_3">https://www.ec-altenau.de/veranstaltungen/veranstaltungen-details/veranstaltungen_3</a><ul><li><p>Ab 25 Jahre: 199 €</p></li><li><p>14-25 Jahre: 169 €</p></li><li><p>6-13 Jahre: 99 €</p></li><li><p>1-5 Jahre: 69 €</p></li><li><p>Unter 1 Jahr: frei</p></li><li><p>Übernachtung im Mehrbettzimmer</p></li><li><p>Vollverpflegung in Buffetform</p></li><li><p>Teilnahme an allen Veranstaltungen</p></li><li><p>Kurtaxe</p></li><li><p>Bettwäsche bitte selbst mitbringen, kann vor Ort gegen Gebühr geliehen werden</p></li></ul><hr aria-hidden="true"/><p></p><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 02 Mar 2026 06:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#63 Kontrollierte Eskalation]]></title>
      <description><![CDATA[Über den Urlaub von bestehenden Ordnungen | Podcast: Mein Zahnarzt war mal Jungfrau: Die Wahrheit über Karneval (mit Mira Ungewitter)]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gofigramm</em></h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9d50c288-5457-4c83-b724-12c394e248cc/uploads/images/q7hjuqs2nn/shutterstock_1152692921.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Närrinnen und Narren bei einem Rosenmontagsumzug in Köln."/><p><a href="https://cobainserben.de/uncategorized/karneval/">In der aktuellen Ausgabe von POP KUNST SEELE sprechen wir mit der Pastorin Mira Ungewitter</a>. Sie lebt und arbeitet in Wien, ist aber gebürtige Kölnerin. Deshalb ist der heutige Rosenmontag ein besonderer Tag für sie. Denn Mira ist erklärte Jeckin. Sie feiert seit ihrer Kindheit Karneval mit großer Begeisterung. </p><p>Ich bin in Norddeutschland aufgewachsen und habe mit den tollen Tagen nie etwas anfangen können. In der zweiten Klasse habe ich mich mal als Pirat verkleidet. An die anderen Rosenmontage kann ich mich nicht mehr erinnern. Doch nach dem Gespräch mit Mira habe ich etwas besser verstanden, warum Menschen diesen mehrtägigen Ausnahmezustand genießen und sich das ganze Jahr darauf freuen können.</p><p>Es ist eine Zeit, in der die alten Regeln nicht mehr gelten, in denen alte Ordnungen und Hierarchien außer Kraft gesetzt werden. Ja, das schließt auch Frivolität und Rausch mit ein, worüber wir Protestanten die Nase rümpfen (auch wenn Martin Luther oder auch J.S. Bach als unsere Musterprotestanten gerne und viel tranken). Es ist eben eine Art Auszeit von den Ordnungen, die wir als gegeben akzeptieren, auch wenn wir sie nicht selten als bedrückend empfinden: seriös, produktiv, gefügig, enthaltsam, höflich, gewissenhaft sein zu müssen. Das sind alles gute Werte, aber sie kosten Kraft und Disziplin.</p><p>Du wirst mir wahrscheinlich zustimmen, dass wir alle manchmal Urlaub von den bestehenden Ordnungen brauchen. Wir nehmen ihn uns beim Sport, beim Tanzen, beim Musikhören, in der Kurve des Fußballstadions, vor dem Fernseher, vielleicht sogar im Gottesdienst. Wie sehr dieser Urlaub dann kontrolliert eskaliert, hängt vielleicht von unserem Temperament ab. Vielleicht aber auch von der Größe des Drucks, unter dem wir stehen.</p><p>Wenn mein Bedürfnis nach kontrollierter Eskalation zu groß wird, ist das in der Regel ein Zeichen dafür, dass der Druck zu groß geworden ist. Da ist es manchmal klüger, eben nicht zu eskalieren, sondern sich die Beschaffenheit der Ordnung anzuschauen, die ich für mich als verbindlich betrachte, und zu überlegen, ob die Dinge wirklich so sein müssen, wie sie gerade sind. Muss ich wirklich so hart arbeiten? Ist dieser Termin wirklich unumgänglich? Kann wirklich niemand anderes diese Aufgabe übernehmen? Ist Zähne zusammenbeißen und Durchhalten wirklich die einzige Option? Muss ich gewissen Erwartungen wirklich entsprechen? Häufig ist das nicht der Fall. </p><p>Was mich zurück zum Karneval bringt. Schon in der Antike hat es ähnliche Feste gegeben, in denen auch die bestehenden gesellschaftlichen Ordnungen auf den Kopf gestellt wurden. Die Herrschaften wurden zu Dienern und umgekehrt. Vermutlich ist das damit gemeint, wenn an Weiberfastnacht Frauen den Männern die Krawatten abschneiden: ein zeitweiliger Aufstand gegen das Patriarchat. Ich finde das sympathisch. Allerdings bestätigt die Ausnahme am Ende doch wieder die Regel. Besser wäre es doch, wenn bedrückende Ordnungen ganz abgeschafft würden. Oder etwa nicht?</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Podcast</em></h2><h3>Mein Zahnarzt war mal Jungfrau: Die Wahrheit über Karneval (mit Mira Ungewitter)</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9d50c288-5457-4c83-b724-12c394e248cc/uploads/images/go5wcerahe/pks114.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ein Porträt von Mira Ungewitter."/><p>Karneval, Fastnacht, Fasching – je nach Region haben die tollen Tage in Deutschland einen anderen Namen. Aber eines haben sie alle gemeinsam: Für einen kurzen Zeitraum im Jahr herrscht der Ausnahmezustand. Plötzlich sind Dinge erlaubt, die im Rest des Jahres No-Gos sind. Während die einen diese Zeit lieben, hassen andere sie aus tiefstem Herzen. Wir haben uns eine Fachfrau eingeladen, die besonders den rheinischen Karneval aus eigener Erfahrung kennt: Mira Ungewitter ist Theologin, Pastorin, Autorin und gebürtige Kölnerin mit einer ganz großen Liebe zu ihrem Kölschen Karneval. Sie erklärt uns, was sie daran so fasziniert, erläutert Bräuche und Rituale und gibt praktische Tipps, wie man ihn unbeschadet überstehen kann. Wir sprechen auch über die Bedeutung des kollektiven Rausches, die Wichtigkeit von Volksfesten für die Psyche und Identität einer Gesellschaft und darüber, warum Miras Zahnarzt zur Jungfrau wurde.</p><a href="https://youtu.be/rUACY8hW9x8?si=xg-Eia27dJlIT49t">https://youtu.be/rUACY8hW9x8?si=xg-Eia27dJlIT49t</a><p></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/507bb59b-7263-4b68-bfe1-acb0ca05c742/uploads/images/rkt7ihsxzs/gofizine_steady_header.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo des GOFIZINEs"/><p>Du hast das GOFIZINE noch gar nicht abonniert? Dann klicke doch bitte mal auf den Button.</p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/newsletter/sign_up">GOFIZINE abonnieren</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>News</em></h2><h3>Sei bei der HossaCon dabei!</h3><p>Die Hossa-Community kommt zusammen. Dieses Mal aber nicht regional begrenzt, sondern es sind ALLE herzlich eingeladen. Sei mit dabei, wenn wir uns zum ersten Mal in unserer Geschichte zu einem großen Hossa Get Together versammeln.</p><p>Wir wollen Euch sehen, Euch in den Arm nehmen, mit Euch reden und diskutieren, gemeinsam nachdenken, am Lagerfeuer sitzen, Gottesdienst feiern, Kunst genießen und voneinander lernen.</p><p>Die HOSSA CON findet statt vom 27.-29. März 2026 in der EC Tagungsstätte Altenau. Was genau Dich an diesem Wochenende erwarten wird, erfährst Du von uns in den nächsten Wochen.</p><p>Save the date. Wir freuen uns auf Dich!</p><p>Du kannst Dich direkt auf der Seite der EC Tagungsstätte anmelden.</p><a href="https://www.ec-altenau.de/veranstaltungen/veranstaltungen-details/veranstaltungen_3">https://www.ec-altenau.de/veranstaltungen/veranstaltungen-details/veranstaltungen_3</a><ul><li><p>Ab 25 Jahre: 199 €</p></li><li><p>14-25 Jahre: 169 €</p></li><li><p>6-13 Jahre: 99 €</p></li><li><p>1-5 Jahre: 69 €</p></li><li><p>Unter 1 Jahr: frei</p></li><li><p>Übernachtung im Mehrbettzimmer</p></li><li><p>Vollverpflegung in Buffetform</p></li><li><p>Teilnahme an allen Veranstaltungen</p></li><li><p>Kurtaxe</p></li><li><p>Bettwäsche bitte selbst mitbringen, kann vor Ort gegen Gebühr geliehen werden</p></li></ul><p></p><hr aria-hidden="true"/><p></p><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/9d50c288-5457-4c83-b724-12c394e248cc/uploads/images/q7hjuqs2nn/shutterstock_1152692921.jpg?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;crop=faces&amp;fm=jpg" medium="image"/>
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      <pubDate>Mon, 16 Feb 2026 09:45:04 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#62 Flood the Zone with Love]]></title>
      <description><![CDATA[Was tun gegen Überforderung? | Podcast: Ein falscher Prophet | News: HossaCon und Neues zu Wut. Liebe. Filmriss.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gofigramm</em></h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/ec30dab2-72da-40b0-ac34-a5e266afcbad/uploads/images/h3ckblxdb3/kranich.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die Zeichnung eines Kranichs im Flug."/><p>Neulich bin ich zu Fuß zum Einkaufen gegangen. Der Schnee fiel in dichten, großen Flocken, die liegenblieben und in kurzer Zeit eine Schneedecke bildeten. Die Wolken waren dunkel und schwer und hingen tief herab. Und dann hörte ich sie über sie mir: Kraniche. Sie flogen ganz niedrig über die Dächer der Häuser, mitten im Schneegestöber, auf der Suche nach einem sicheren Platz zum Rasten. Ihre Rufe klangen kläglich, als wüssten sie selbst nicht so recht, wie sie in diese Situation hineingeraten waren. „Hey“, rief ich ihnen zu, „ihr habt euch einen beschissenen Tag ausgesucht.“ Aber was sollten sie machen? Sie waren bereits unterwegs und mussten irgendwie irgendwo ankommen.</p><p>Es ist nachgewiesen worden, dass sich das Zugverhalten der Vögel tatsächlich verändert hat. Sie beginnen ihre Reisen zu spät, brechen sie ab, kehren wieder um. Die Veränderung des Klimas bringt vieles durcheinander. Es sieht so aus, als wären nicht nur wir mit der derzeitigen Situation auf dem Planeten überfordert. Sie sind es auch.</p><p>Vielleicht zum selben Zeitpunkt saß eine Freundin von mir im Bett und blickte aus dem Fenster. Sie konnte es sich leisten, die Fenster zu öffnen, weil der Tag ausreichend dunkel war. Jetzt konnte sie das Bild des herabfallenden Schnees genießen. Zumindest für eine Weile, so lange ihre Kräfte es hergaben. Denn normalerweise liegt sie tagaus, tagein in ihrem verdunkelten Zimmer. An guten Tagen schafft sie es gerade einmal, das Bad selbst aufzusuchen. Sie bleibt dann eine Weile bei den Kaninchen sitzen und genießt die Nähe der Tiere. Anschließend muss sie sich wieder hinlegen. Sie ist deutlich jünger als ich. Vor ein paar Jahren erkrankten wir zur selben Zeit an Covid. Ich wurde wieder gesund. Sie hat seitdem das Fatigue-Syndrom. Das ist keine psychosomatische Erkrankung, sondern eine organische, die bisher noch wenig erforscht ist, was dazu führt, dass Ärzte aus Unwissenheit nicht besonders hilfreiche Ratschläge geben. Die kleinsten alltäglichen Herausforderungen werden für diese Menschen zur Überforderung.</p><p>Überforderung. Das ist zu allem Überfluss die Agenda bestimmter politischer Akteure. Im neurechten Jargon heißt die Devise: Flood the Zone with Shit. Grönland. Minneapolis. Kinder, die verhaftet und in Lager gesperrt werden. Menschen, die auf offener Straße erschossen werden. Millionen von Belegen, die einen Ring aus mächtigen Pädophilen sichtbar machen. Auf einen Schlag, unmoderiert, mangelhaft redigiert. Akten tauchen auf, sie verschwinden, dann tauchen sie an anderer Stelle wieder auf. Dazu russische und amerikanische Staatspropaganda in den sozialen Medien, in bestimmten Zeitungen und in den Reden der AfD, des BSW und teilweise auch der anderen Parteien. Ein Mensch, der versucht, all das zur Kenntnis zu nehmen und einzuordnen, hat irgendwann das Gefühl, durchzudrehen. Das ist gewollt. Überforderung ist das Ziel und dann schließlich Apathie, die darauf beinahe zwangsläufig folgt. Was soll man schon machen? Bringt ja eh nichts. </p><p>Es fühlt sich so an, als würden die Poren der Seele verstopft. Meine Freundin benutzt gerne das Wort „Durchlässigkeit“, wenn sie von einer Empfindsamkeit, einer sensiblen Wahrnehmung für bestimmte Situationen spricht, in denen Klugheit und Intuition gefragt sind. Diese Durchlässigkeit geht unter dem Druck der Bilder und Informationen verloren. Ein Verlust, den wir uns nicht leisten können, nicht als Individuen, nicht als Gesellschaft.</p><p>Lass uns ihnen nicht auf den Leim gehen. Lass uns unsere Durchlässigkeit bewahren, indem wir dem Schneefall zuschauen, dem Ruf der Kraniche lauschen, den Kindern beim Spielen zusehen oder auch den Kaninchen, indem wir uns unsere Geschichten erzählen und am Leben der anderen teilhaben. Flood the Zone with Love.</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Podcast</em></h2><h3>#276 Ist das Gott oder ist das fake? - Über Bethel, gefälschte Prophetien und ein System der Dominanz und Vertuschung im Namen Jesu</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/ec30dab2-72da-40b0-ac34-a5e266afcbad/uploads/images/6mn6kt7vpr/hossa.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Ein Beben erschüttert Evangelikalien. Mal wieder! Oder besser gesagt: Schon wieder! In einem aufsehenerregenden Fall werden gegen mehrere prominenten Figuren der charismatischen Bewegung in den USA schwere Vorwürfe erhoben, die von nachweislich gefälschten Prophetien bis hin zu geistlichem und sexuellem Missbrauch reichen und die jahrelang trotz Beweisen und Aussagen Betroffener systematisch unter Verschluss gehalten und verschleiert wurden. </p><p>Ausgehend von diesem jüngsten Beispiel reden Jay, Marco und Gofi über ein System der Dominanz, das solche Verhaltensweisen nicht nur begünstigt, sondern in Kauf nimmt,  über Cover-Up-Culture, Megachurches, Prophetie und den Umgang mit den Opfern dieser Systeme. Und es geht darum, dass es sich hierbei keineswegs um ein Randthema einer speziellen charismatischen Gruppe handelt. Denn deren Einfluss reicht mittlerweile bis in die höchsten Kreise der Trump-Regierung einerseits und hat besonders durch ihr Liedgut Einfluss auf nahezu alle evangelikalen Gemeinden weltweit, also auch im deutschsprachigen Raum. </p><p>Ein Gespräch über Macht, Missbrauch, Vertuschung und der Frage wer oder was geschützt werden soll.  </p><a href="https://hossa-talk.de/276-ist-das-gott-oder-ist-das-fake/">https://hossa-talk.de/276-ist-das-gott-oder-ist-das-fake/</a><p></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/507bb59b-7263-4b68-bfe1-acb0ca05c742/uploads/images/rkt7ihsxzs/gofizine_steady_header.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo des GOFIZINEs"/><p>Du hast das GOFIZINE noch gar nicht abonniert? Dann klicke doch bitte mal auf den Button.</p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/newsletter/sign_up">GOFIZINE abonnieren</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>News</em></h2><h3>Sei bei der HossaCon dabei!</h3><p>Die Hossa-Community kommt zusammen. Dieses Mal aber nicht regional begrenzt, sondern es sind ALLE herzlich eingeladen. Sei mit dabei, wenn wir uns zum ersten Mal in unserer Geschichte zu einem großen Hossa Get Together versammeln.</p><p>Wir wollen Euch sehen, Euch in den Arm nehmen, mit Euch reden und diskutieren, gemeinsam nachdenken, am Lagerfeuer sitzen, Gottesdienst feiern, Kunst genießen und voneinander lernen.</p><p>Die HOSSA CON findet statt vom 27.-29. März 2026 in der EC Tagungsstätte Altenau. Was genau Dich an diesem Wochenende erwarten wird, erfährst Du von uns in den nächsten Wochen.</p><p>Save the date. Wir freuen uns auf Dich!</p><p>Du kannst Dich direkt auf der Seite der EC Tagungsstätte anmelden.</p><a href="https://www.ec-altenau.de/veranstaltungen/veranstaltungen-details/veranstaltungen_3">https://www.ec-altenau.de/veranstaltungen/veranstaltungen-details/veranstaltungen_3</a><ul><li><p>Ab 25 Jahre: 199 €</p></li><li><p>14-25 Jahre: 169 €</p></li><li><p>6-13 Jahre: 99 €</p></li><li><p>1-5 Jahre: 69 €</p></li><li><p>Unter 1 Jahr: frei</p></li><li><p>Übernachtung im Mehrbettzimmer</p></li><li><p>Vollverpflegung in Buffetform</p></li><li><p>Teilnahme an allen Veranstaltungen</p></li><li><p>Kurtaxe</p></li><li><p>Bettwäsche bitte selbst mitbringen, kann vor Ort gegen Gebühr geliehen werden</p></li></ul><h3>Wut. Liebe. Filmriss. erscheint beim Verlag <a href="http://ruach.jetzt/">ruach.jetzt</a></h3><p>Ich bin sehr froh darüber, dass der junge und innovative Verlag <a href="http://ruach.jetzt/">ruach.jetzt</a> meinen Roman veröffentlichen wird. <a href="http://ruach.jetzt/">ruach.jetzt</a> ist ein Content-Netzwerk aus Trier, das von Tobias Sauer geleitet wird und sich mit Fragen zur Spiritualität beschäftigt. Der dazugehörige Verlag wird von Lisa Felbinger geleitet. „Wut. Liebe. „Filmriss.“ thematisiert zwar weder Religion noch Glaube. Aber die Frage nach dem richtigen Platz im Leben und in der Welt, die die Geschichten stellen, ist ja im allerweitesten Sinn auch eine spirituelle. Jedenfalls freue ich mich sehr über diese Zusammenarbeit. <strong>Das bedeutet allerdings, dass das Buch nicht Ende März erscheinen wird</strong>, wie ursprünglich von mir geplant, sondern <strong>frühestens im Sommer.</strong> Ich halte Dich auf dem Laufenden.</p><p></p><hr aria-hidden="true"/><p></p><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 09 Feb 2026 09:19:38 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#61 Eine Nachricht, die mich sehr gefreut hat]]></title>
      <description><![CDATA[Ein Einblick in das aktuelle Projekt | Manuel Steinhoff im Gespräch: Kunst als Überlebenskampf | Geld, Chancen, Herkunft - Warum nicht alle bei Null starten]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gofigramm</em></h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/d4977619-9a02-434d-bb73-c5c78821e4b4/uploads/images/a3sa7jlu5i/wut_liebe_filmriss.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Gestern habe ich eine Nachricht erhalten, über die ich mich sehr gefreut habe. „Macht wirklich Freude, Dein Buch zu lesen.“ Das hat Sarah Koller geschrieben. Sie ist die Lektorin meines neuen Romans ‚Wut. Liebe. Filmriss.‘ Sarah hat auch schon mein letztes Buch ‚Huchting‘ lektoriert. Mir hat damals die Zusammenarbeit so viel Spaß gemacht, dass ich sie gefragt habe, ob wir das nicht wiederholen können.</p><p>Ein Lektorat ist für ein Buch sehr wichtig. Es passiert schnell, dass ich als Autor Details aus dem Blick verliere, wenn ich schon lange an einem Manuskript gearbeitet habe. Irgendwann sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Da hilft ein professioneller Blick von außen. „Bist Du Dir sicher, dass sich die Person in dieser Situation so verhält?“ – „Warum steht der Charakter jetzt vor einer verschlossenen Tür? Im letzten Kapitel hat er doch einen Schlüssel mitgenommen.“ – „Ich finde, diese Szene braucht es nicht unbedingt.“ – „Ich würde das Kapitel anders nennen. Was hältst Du von diesem Vorschlag: …“</p><p>Bei unserer gemeinsamen Arbeit an ‚Huchting‘ habe ich gemerkt, dass Sarah versteht, was mir als Autor wichtig ist. Sie hat nicht einfach nur gute Tipps gegeben, sondern das künstlerische Konzept verstanden. Deshalb bin ich so dankbar, dass sie wieder mitmacht.</p><p>Und ich freue mich, dass ihr die Arbeit daran gefällt. Dabei ist das Thema der Geschichte(n) gar nicht so lustig. Es geht, grob gesagt, um Männer und Frauen, die ihren Platz in der Welt suchen oder glauben, ihn verteidigen zu müssen. Es kommt zu Verletzungen. Für manche endet es sogar tödlich. ‚Wut. Liebe. Filmriss.‘ tut manchmal ganz schön weh. Ich gehe darin nicht besonders rücksichtsvoll um mit meinen Figuren, mit mir selbst und mit meiner Leserschaft.</p><p>Ich finde, dass das notwendig ist. Nicht immer, aber immer wieder. Denn diese Suche nach dem Platz in der Welt, die Furcht davor, ihn möglicherweise nicht zu finden oder wieder zu verlieren, die kennen wir alle mehr oder weniger. Ziemlich schnell kann es dabei passieren, dass wir einander verletzen. Das ist verständlich. Aber es hilft natürlich nicht. Viel besser ist es doch, wenn wir uns gegenseitig unterstützen mit den Ressourcen, die wir haben, mit Wissen, Ratschlägen oder einfach nur ein wenig Zeit.</p><p>Eine banale Aussage, ich weiß. Aber vielleicht muss man sich auch solche banalen Dinge zwischendurch mal wieder vor Augen halten.</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Podcast</em></h2><h3>Kunst als Überlebenskampf – Übers Musikmachen im Zeitalter des Streamings (m. Manuel Steinhoff)</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/d4977619-9a02-434d-bb73-c5c78821e4b4/uploads/images/uc6b34mau7/pks113.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Manuel Steinhoff ist zu Gast und erzählt uns von seinem musikalischen Werdegang: von seinen Anfängen an der Geige bis hin zu seiner heutigen Arbeit als Bassist und Produzent, wie es ihn von der klassischen Musik zu verschiedenen Genres wie Jazz und Reggae getrieben hat und wie er die Technologie in der Musikproduktion nutzt. </p><p>Wir sprechen auch über die Herausforderungen, denen sich unabhängige Musiker im Streaming-Zeitalter stellen müssen, insbesondere die Schwierigkeiten, die durch Plattformen wie Spotify verursacht werden. Manu gewährt uns einen sehr persönlichen Einblick in kreative Prozesse, aber auch in sein Nachdenken über die sich wandelnde Landschaft der Musikproduktion und des Musikvertriebs. </p><p>Vor welchen Herausforderungen stehen Indie-Künstler*innen, wenn es um die Monetarisierung von Musik im digitalen Zeitalter geht? Welche Rolle könnte in diesem Zusammenhang gegenseitige Solidarität spielen? Und welche Streaming-Möglichkeiten gibt es, bei denen Künstler*innen fair bezahlt werden? (Foto: Winfried Haupt)</p><a href="https://youtu.be/suCA0RXBVP8">https://youtu.be/suCA0RXBVP8</a><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Podcast</em></h2><h3>Geld, Chancen, Herkunft - Warum nicht alle bei Null starten | openSPACE #podcast</h3><p>In dieser Folge sprechen Jan, Gofi und Janine über Geld, Chancen und Herkunft - und darüber, warum nicht alle bei Null starten. Ausgangspunkt ist das Gleichnis von den anvertrauten Talenten aus Matthäus 25, 14-30. Was sagt dieser biblische Text über Verantwortung, Leistung und Gerechtigkeit? Und wie lässt er sich auf heutige Fragen von Chancenungleichheit und Privilegien übertragen? Im Gespräch bewegen wir uns zwischen persönlicher Biografie und gesellschaftlichen Strukturen und fragen, wie fair unsere Maßstäbe von Erfolg wirklich sind. Ein zentraler Gedanke ist, ob das, was wir &quot;Leistung&quot; nennen, nicht immer auch von dem abhängt, was uns bereits mitgegeben wurde. Wie gehen wir mit dem um, was uns anvertraut ist - und was bedeutet das für unseren Blick auf andere?</p><a href="https://youtu.be/GOGFefj5mlk?si=0V4WSitvzMaC_bVk">https://youtu.be/GOGFefj5mlk?si=0V4WSitvzMaC_bVk</a><p> Wo kann ich den Podcast hören? Den openSPACE-Podcast findest du auf Spotify, Apple Podcasts und Amazon Music. Einfach &quot;openSPACE&quot; (ohne Leerzeichen) in die Suche eingeben. Wie kann ich mitmachen? </p><ul><li><p>Sprachnachricht senden: Nutze unser Feature „Quatsch aufs Band“ – Details auf unserer Website: <a href="https://www.os17.de/">https://www.os17.de/</a></p></li><li><p>Themen vorschlagen oder diskutieren: Im Google Doc findest du vergangene und aktuelle Themen – <a href="https://www.os17.de/">https://www.os17.de/</a></p></li></ul><p> Wie kann ich euch unterstützen? Die Spendeninfos findest Du hier: <a href="https://www.os17.de/unterstuetzen/">https://www.os17.de/unterstuetzen/</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 02 Feb 2026 10:24:52 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#60 Jede gute Tat eine Heldentat]]></title>
      <description><![CDATA[Warum nur Gutmenschen in den Himmel kommen | Podcast: Übers Segnen, Fluchen und den Mord an Renée Good | News: Griechenlandreise und HossaCon]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gofigramm</em></h2><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/641fd4b3-6d2b-42ad-9099-ee3cfe241721/uploads/images/t5ni25egts/IMG_20260123_091804_082.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Das ist der fünfjährige Liam Conejo Ramos aus Minnesota. Er wurde auf dem Nachhauseweg von der Schule von Mitarbeitern der Einwanderungsbehörde festgehalten, um seine Eltern dazu zu zwingen, die Haustür zu öffnen und sich den Mitarbeitern zu stellen. Liam und sein Vater Adrian Alexander Conejo Arias befinden sich inzwischen in einem Internierungslager am anderen Ende der Vereinigten Staaten in Texas.</figcaption></figure><p>Gemeinsam mit Freund*innen aus Fulda beschäftige ich mich regelmäßig mit Ausschnitten aus der Bibel. Wir treffen uns einmal im Monat, um gemeinsam zu beten, diese Texte zu lesen und darüber nachzudenken, welche Relevanz sie für unseren Alltag haben könnten. (Diese Treffen nehmen wir übrigens auf und veröffentlichen sie als Podcast. <a href="https://os17.de/">Du kannst sie hier finden, zusammen mit Texten und Gebeten, die wir dafür entwickelt haben.</a>) </p><p>Bei meinen Vorbereitungen auf das gestrige Treffen, bin ich auf die bekannte Stelle gestoßen, in der Jesus vom Weltgericht spricht (Matthäus 25). Dieser Abschnitt stellt ein Ereignis in der Zukunft vor, bei dem jemand, der als der Menschensohn bezeichnet wird, zu Gericht sitzt über die Menschheit und die Taten jedes Einzelnen beurteilt. Für die beurteilten Menschen stellt sich eine entscheidende Frage: Dürfen sie an einer utopischen, friedlichen Zukunft teilhaben? Das Kriterium dafür ist, ob sie gewisse Dinge getan haben oder nicht. Diese Taten sind so banal, dass sich die Beurteilten selbst nicht mehr daran erinnern können. </p><p>Die Menschen sollten</p><ul><li><p>dem Hungrigen zu essen geben</p></li><li><p>dem Durstigen zu trinken geben</p></li><li><p>den Fremden aufnehmen</p></li><li><p>den Nackten bekleiden</p></li><li><p>den Kranken besuchen</p></li><li><p>dem Gefangenen Gesellschaft leisten</p></li></ul><p>Es handelt sich also nicht um komplizierte Dogmen, die man wissen, glauben, an die man sich halten sollte, es handelt sich nicht um herausfordernde religiöse Übungen, wie Askese, Selbstaufgabe, das Studium heiliger Texte oder Ähnliches. Stattdessen sind es naheliegende Dinge, die man aus reiner Menschlichkeit tut. Oder eben nicht.</p><p>Mich fasziniert an dieser Vision, dass die Handlungen von allen getan werden können, unabhängig von den wirtschaftlichen Möglichkeiten, den religiösen Überzeugungen und anderen Lebensbedingungen. Und dann gibt es noch einen besonderen Clou.</p><p>Der Menschensohn lässt deshalb diese Taten das entscheidende Kriterium sein, weil er selbst, der Richter, in jedem notleidenden Menschen anwesend ist. Jeder Mensch in Not personifiziert den Menschensohn. Das heißt, dass jede notlindernde, gute Tat eine Tat an ihm ist. Das hebt jede Hierarchie auf, sowohl, was die Stellung einzelner angeht (niemand ist weniger wert als jeder andere Mensch auch), als auch, was die Relevanz von Taten angeht (jede gute Tat ist eine Heldentat).</p><p>Mich bewegt das deshalb, weil im politischen Diskurs der Ton rau geworden ist. Nacheinander und immer schnellerer Folge werden einzelne Gesellschaftsgruppen zu Problemen erklärt, und zwar genau die, von denen Jesus redet: erst die Migrant*innen, dann die Bürgergeldempfänger*innen, dann die Kranken, die nicht genug arbeiten. Jedes Mal, wenn eine dieser Gruppen als Problem identifiziert wird, wird dem Rest der Gesellschaft erklärt, dass es ihm besser gehen wird, wenn man sich erst einmal um diese Problemgruppe gekümmert hat. Bei genauerem Hinsehen stellt sich dann heraus, dass das Problem übertrieben worden ist und auch der gesellschaftliche Nutzen, der aus den Maßnahmen folgen sollte. </p><p>Mich bewegt die Vision, die Jesus entwirft, aber auch deshalb, weil in diesen Tagen Leute, die seinen Namen im Mund führen, ihm zu Ehren Lieder singen und ganze Bibelpassagen auswendig kennen, es feiern, dass in einem fernen Land jenseits des großen Teiches alte Menschen, Schwangere und auch Kinder von Agenten aus ihren Häusern und Autos gezerrt, auf den Schulwegen abgefangen, sogar aus den Kliniken geholt, eingesperrt und auch ermordet werden. In den allermeisten Fällen ohne juristische Grundlage. Es gibt Jesus-Fans, die sich darüber freuen und um Schutz und Segen für die maskierten Männer und Frauen beten, die diese Ungerechtigkeiten verüben. Ich vermute, dass Matthäus 25 nicht zu ihren Lieblingsbibelstellen gehört.</p><p>Ob man nun religiös ist oder nicht, ich glaube, es ist möglich, den Worten von Jesus zuzustimmen, weil die Geschichte belegt, dass sie wahr sind: Eine Menschheit, die sich den Schwächsten zuwendet, hat Zukunft. Eine Menschheit, die das nicht tut, hat sie nicht.</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Podcast</em></h2><h3><strong>Übers Segnen, Fluchen und den Mord an Renée Good</strong></h3><h4>Was beutet Segen eigentlich? </h4><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/641fd4b3-6d2b-42ad-9099-ee3cfe241721/uploads/images/5rjui7sdxg/Hossa_talk.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Wie oft wünschen sich Menschen gegenseitig zu Geburtstagen, Hochzeiten oder anderen Anlässen Gottes Segen, ohne groß weiter darüber nachzudenken, was das konkret bedeuten soll? </p><p>Jay, Marco und Gofi schauen in die biblischen Texte, in denen etwas über Segen erzählt wird. In Geschichten, in denen Segen gestohlen wird, wo sprechende Esel eine Rolle spielen, wo jemand um die Erweiterung seines Gebiets bittet und wo jemand anderes gesegnet wird, um ein Segen für andere zu sein. Ist Segen gleichzusetzen mit Wohlstand, Reichtum, Macht und Erfolg? Wie funktioniert das eigentlich, wenn Jesus nahelegt, die zu segnen, die einen verfluchen? </p><p>Ein Gespräch über ICE, Renée Good, imperialistische Machtfantasien und die Suche nach dem Segen im Hier und Jetzt.</p><a href="https://hossa-talk.de/275-uebers-segnen-fluchen-und-den-mord-an-renee-good/">https://hossa-talk.de/275-uebers-segnen-fluchen-und-den-mord-an-renee-good/</a><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/507bb59b-7263-4b68-bfe1-acb0ca05c742/uploads/images/rkt7ihsxzs/gofizine_steady_header.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo des GOFIZINEs"/><p>Du hast das GOFIZINE noch gar nicht abonniert? Dann klicke doch bitte mal auf den Button.</p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/newsletter/sign_up">GOFIZINE abonnieren</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>News</em></h2><h3>Griechenlandreise: Bald Anmeldeschluss</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/add7d26e-d304-4d3b-a472-d6efdb7171fe/uploads/images/2xs5crwxti/Kloster_1_klein.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Der Anmeldeschluss für die Griechenlandreise rückt näher. Anfang Februar fällt der Hammer. Falls Du zu den Kurzentschlossenen zählst, die darauf Lust hätten, sich mit mir gemeinsam auf die Spuren zu begeben, dann melde Dich doch mal an. </p><p>Ich würde mich sehr darüber freuen, obwohl ich nichts daran verdiene. Denn dieser Paulus interessiert mich sehr. Er lebte zu einer Zeit, in der sich umwälzende Veränderungen bereits abzeichneten. Davon ging er ganz fest aus, dass noch zu seinen Lebzeiten Ereignisse stattfinden würden, die die ganze Welt erschüttern würden. Angetrieben von seinem Glauben an Jesus, brach er deshalb in die Welt auf, um Gemeinschaften zu gründen, die sich darauf vorbereiten und die Lehre von Jesus in ihr gemeinschaftliches Leben implementieren sollten.</p><p>Unsere Reise wird uns an die Orte führen, an denen Paulus europäischen Boden betrat.</p><p>Einen Einblick in das Programm hältst Du hier: <a href="https://www.chavaja.de/files/Programm_Die_Griechenlandreise.pdf">Programm_Die_Griechenlandreise</a> </p><p>Mehr Informationen zu Chavaja – Bildungs- und Begegnungsreisen erfahrt Ihr hier: <a href="https://www.chavaja.de/">https://www.chavaja.de/</a></p><h3>Sei bei der HossaCon dabei!</h3><p>Die Hossa-Community kommt zusammen. Dieses Mal aber nicht regional begrenzt, sondern es sind ALLE herzlich eingeladen. Sei mit dabei, wenn wir uns zum ersten Mal in unserer Geschichte zu einem großen Hossa Get Together versammeln.</p><p>Wir wollen Euch sehen, Euch in den Arm nehmen, mit Euch reden und diskutieren, gemeinsam nachdenken, am Lagerfeuer sitzen, Gottesdienst feiern, Kunst genießen und voneinander lernen.</p><p>Die HOSSA CON findet statt vom 27.-29. März 2026 in der EC Tagungsstätte Altenau. Was genau Dich an diesem Wochenende erwarten wird, erfährst Du von uns in den nächsten Wochen.</p><p>Save the date. Wir freuen uns auf Dich!</p><p>Du kannst Dich direkt auf der Seite der EC Tagungsstätte anmelden.</p><a href="https://www.ec-altenau.de/veranstaltungen/veranstaltungen-details/veranstaltungen_3">https://www.ec-altenau.de/veranstaltungen/veranstaltungen-details/veranstaltungen_3</a><ul><li><p>Ab 25 Jahre: 199 €</p></li><li><p>14-25 Jahre: 169 €</p></li><li><p>6-13 Jahre: 99 €</p></li><li><p>1-5 Jahre: 69 €</p></li><li><p>Unter 1 Jahr: frei</p></li><li><p>Übernachtung im Mehrbettzimmer</p></li><li><p>Vollverpflegung in Buffetform</p></li><li><p>Teilnahme an allen Veranstaltungen</p></li><li><p>Kurtaxe</p></li><li><p>Bettwäsche bitte selbst mitbringen, kann vor Ort gegen Gebühr geliehen werden</p></li></ul><hr aria-hidden="true"/><p></p><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 26 Jan 2026 11:08:36 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#59 Unruhige Hoffnung]]></title>
      <description><![CDATA[Antworten mit guten Ideen, Worten und Taten | Podcast: Stranger Things | News: Griechenlandreise und HossaCon]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gofigramm</em></h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/e43fedd0-d37b-401a-b673-84752af3983b/uploads/images/fq6szlu3ol/logo-unruhigehoffnung.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo der Konferenz &#39;Unruhige Hoffnung&#39;"/><p>Am vergangenen Wochenende habe ich mich mit einer Reihe mutiger, hoffnungsvoller und engagierter Menschen getroffen, die die Entwicklungen in der Welt und in der Gesellschaft zwar mit Sorge beobachten, sich davon aber nicht einschüchtern lassen, sondern darauf antworten mit guten Ideen, Worten und Taten.</p><p>„Unruhige Hoffnung“ war das Thema dieser Tagung. <a href="https://unruhigehoffnung.de/">https://unruhigehoffnung.de/</a> Sie fand in der Akademie Biggesee in Attendorn statt. Und neben vielen wichtigen inhaltlichen Impulsen nehme ich vor allem einen mit: Wir brauchen einander. Was immer in der Zukunft auf uns zukommen mag, es ist wichtig, dass wir Teil von Gemeinschaften sind, die sich gegenseitig helfen und unterstützen. Denn zu solchen Gemeinschaften kann jede*r etwas beitragen, so groß oder klein es auch sein mag.</p><p>Ganz zu Beginn des Christentums, als es noch keine Religion, sondern eine jüdische Sekte war, war das das Prinzip, dem die kleinen Gemeinschaften folgten. Sie waren unbedeutend und über das ganze Römische Reich verstreut. Aber sie glaubten, dass sie in einer ganz besonderen historischen Situation waren, und sie waren gefasst darauf, dass außergewöhnliche Dinge unmittelbar bevorstanden, sowohl positive als auch negative. Außerdem waren sie miteinander vernetzt und halfen einander. Als das Römische Reich im Chaos versank, waren sie immer noch da.</p><p>Diese Art zu denken, ist mir am Wochenende begegnet. Es hat mich ermutigt. Überall um uns herum gibt es gute Menschen, die bereit sind, für das Gute einzustehen. Das ist ein hoffnungsvoller Gedanke, finde ich.</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Podcast</em></h2><h3>Stranger Things: Was wir an der Serie lieben – und was nicht  </h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/e43fedd0-d37b-401a-b673-84752af3983b/uploads/images/ryxcusfs7m/pks112.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Stranger Things ist viel mehr als nur eine TV-Serie. Sie ist ein Phänomen, das Streaming Rekorde gebrochen und die Popkultur beeinflusst hat. Bis zum Ende des letzten Jahres ist sie 1,2 Milliarden mal angeschaut worden. Und nun ist sie vorbei. Die letzte Folge der insgesamt fünf Staffeln ist veröffentlicht, die Geschichte ist zu Ende erzählt. Oder? Darüber ist unter den Fans eine Debatte entbrannt. Theorien machen die Runde, die belegen sollen, dass es eine weitere, finale Folge geben wird.</p><p>Wir haben sie natürlich auch gesehen und unterhalten uns darüber. Was macht Stranger Things so besonders? Ist der Erfolg gerechtfertigt? Wie gefällt uns das Ende? Und glauben wir daran, dass noch eine geheime letzte Folge auf uns wartet? Ganz zum Ende vergleichen wir außerdem die Geschichte, die die Serie erzählt, mit jüngsten politischen Ereignissen in den USA.</p><a href="https://cobainserben.de/uncategorized/stranger-things/">https://cobainserben.de/uncategorized/stranger-things/</a><p>00:00:00.00 Hochamt für Jay<br/>00:25:58.24 Hohe Erzählkunst<br/>00:53:35.11 Kraft des Mysteriums, Kraft der Gemeinschaft <br/>01:17:33.06 Konstruktion von Wirklichkeiten </p><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/507bb59b-7263-4b68-bfe1-acb0ca05c742/uploads/images/rkt7ihsxzs/gofizine_steady_header.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo des GOFIZINEs"/><p>Du hast das GOFIZINE noch gar nicht abonniert? Dann klicke doch bitte mal auf den Button.</p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/newsletter/sign_up">GOFIZINE abonnieren</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>News</em></h2><h3>Griechenlandreise: Bald Anmeldeschluss</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/add7d26e-d304-4d3b-a472-d6efdb7171fe/uploads/images/2xs5crwxti/Kloster_1_klein.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Der Anmeldeschluss für die Griechenlandreise rückt näher. Anfang Februar fällt der Hammer. Leider ist es im Moment so, dass diese Reise auf der Kippe steht. Es fehlen nur noch vier Personen, damit sie stattfinden kann. Falls Du zu den Kurzentschlossenen zählst, die darauf Lust hätten, sich mit mir gemeinsam auf die Spuren zu begeben, dann melde Dich doch mal an. Wer weiß, vielleicht klappt es ja doch noch.</p><p>Ich würde mich sehr darüber freuen, obwohl ich nichts daran verdiene. Denn dieser Paulus interessiert mich sehr. Er lebte zu einer Zeit, in der sich umwälzende Veränderungen bereits abzeichneten. Davon ging er ganz fest aus, dass noch zu seinen Lebzeiten Ereignisse stattfinden würden, die die ganze Welt erschüttern würden. Angetrieben von seinem Glauben an Jesus, brach er deshalb in die Welt auf, um Gemeinschaften zu gründen, die sich darauf vorbereiten und die Lehre von Jesus in ihr gemeinschaftliches Leben implementierten sollten.</p><p>Unsere Reise wird uns an die Orte führen, an denen Paulus europäischen Boden betrat. </p><p>Einen Einblick in Programm hältst Du hier: <a href="https://www.chavaja.de/files/Programm_Die_Griechenlandreise.pdf">Programm_Die_Griechenlandreise</a> </p><p>Mehr Informationen zu Chavaja – Bildungs- und Begegnungsreisen erfahrt Ihr hier: <a href="https://www.chavaja.de/">https://www.chavaja.de/</a></p><h3>Sei bei der HossaCon dabei!</h3><p>Die Hossa-Community kommt zusammen. Dieses Mal aber nicht regional begrenzt, sondern es sind ALLE herzlich eingeladen. Sei mit dabei, wenn wir uns zum ersten Mal in unserer Geschichte zu einem großen Hossa Get Together versammeln. </p><p>Wir wollen Euch sehen, Euch in den Arm nehmen, mit Euch reden und diskutieren, gemeinsam nachdenken, am Lagerfeuer sitzen, Gottesdienst feiern, Kunst genießen und voneinander lernen. </p><p>Die HOSSA CON findet statt vom 27.-29. März 2026 in der EC Tagungsstätte Altenau. Was genau Dich an diesem Wochenende erwarten wird, erfährst Du von uns in den nächsten Wochen. </p><p>Save the date. Wir freuen uns auf Dich!</p><p>Du kannst Dich direkt auf der Seite der EC Tagungsstätte anmelden.</p><a href="https://www.ec-altenau.de/veranstaltungen/veranstaltungen-details/veranstaltungen_3">https://www.ec-altenau.de/veranstaltungen/veranstaltungen-details/veranstaltungen_3</a><ul><li><p>Ab 25 Jahre: 199 €</p></li><li><p>14-25 Jahre: 169 €</p></li><li><p>6-13 Jahre: 99 €</p></li><li><p>1-5 Jahre: 69 €</p></li><li><p>Unter 1 Jahr: frei</p></li><li><p>Übernachtung im Mehrbettzimmer</p></li><li><p>Vollverpflegung in Buffetform</p></li><li><p>Teilnahme an allen Veranstaltungen</p></li><li><p>Kurtaxe</p></li><li><p>Bettwäsche bitte selbst mitbringen, kann vor Ort gegen Gebühr geliehen werden</p></li></ul><hr aria-hidden="true"/><p></p><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 19 Jan 2026 10:26:08 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#58 Geistesgegenwart, Mut und Nachsicht]]></title>
      <description><![CDATA[Gedanken zum Beginn des Jahres und zwei Podcastempfehlungen]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gofigramm</em></h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/61c02581-dc4a-4eba-95b6-fa4e07aebe35/uploads/images/rya6xhegil/PXL_20260111_154225675.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ein verschneiter Waldweg. Weiter vorn gabelt er sich. Auf dem Weg nach links ist am Bildrand gerade noch ein Kind in einem Schneeanzug mit einem Schlitten zu sehen."/><p>Gestern Abend habe ich einen Spaziergang durch den verschneiten Wald vor unserer Haustür gemacht. Etwas weiter vorn auf dem Weg sah ich einen Mann und ein Kind, das Schlitten fuhr. Als ich den Mann erreichte, lächelte er mich an und sagte: Sie haben ja gar keinen Schlitten dabei. Ich musste lachen: Genau dasselbe habe ich auch gerade gedacht.</p><p>Das stimmte wirklich. Als wir vor knapp zwanzig Jahren hierherzogen, freute ich mich darauf, die steilen Waldwege mit dem Schlitten hinunterzufahren. Dazu ist es nie gekommen. Denn wie Du weißt, sind die Winter in den vergangenen Jahren meistens eher mild ausgefallen. Solch eine klirrende Kälte wie zuletzt hat es selten gegeben.</p><p>Gestern also hätte ich die Gelegenheit nutzen können, meinen alten Traum zu erfüllen. Ich habe es nicht getan. Ich glaube sogar, dass wir keinen Schlitten mehr haben. Wir haben ihn einfach nie gebraucht. Nicht schlimm. Ich habe eben einen Winterspaziergang gemacht, die eiskalte Luft genossen und den Wald, der durch den Schnee jetzt ganz anders und irgendwie aufregend aussah.</p><p>Später am Abend habe ich mich mit Freund*innen zum openSPACE online getroffen. Das ist ein Videocall, der einmal im Monat stattfindet und bei dem wir über das Leben und den Glauben sprechen. Die Teilnehmer*innen wohnen an unterschiedlichen Orten in Deutschland. Gestern sprachen wir über das Thema ‚Chancengleichheit‘: Wem werden welche Chancen im Leben zugestanden und wem nicht? Wie kommt es dazu oder warum nicht? Wir haben uns mit Aussagen konfrontiert und darüber nachgedacht, ob sie auf uns zutreffen:</p><p><em>* </em>Geldsorgen spielen in meinem Leben bisher eher keine Rolle. <em><br/></em>* Mir war früh klar, welche Möglichkeiten der Bildung es gibt.<br/>* Fehler oder Umwege in meinem Lebenslauf hatten keine negativen Folgen.<br/>* Existenzängste kenne ich eher nicht.<br/>* Ich habe Menschen in meinem Leben, die mir Möglichkeiten eröffnen können.<br/>* Ich musste selten erklären, woher ich komme.<br/>* Ich habe gelernt, meine Interessen selbstbewusst zu vertreten.<br/>* Meine Lebensrealität gilt meist als „normal“.</p><p>Ein Spaziergang im Schnee zu Beginn eines neuen Jahres, das fühlt sich ein bisschen wie ein Neuanfang an. Wie ein weißes Blatt Papier. Als würde der erste Monat neue Möglichkeiten für das Jahr eröffnen. Aber die Startvoraussetzungen sind bei uns allen sehr unterschiedlich. Nicht alle haben die gleichen Chancen. Und trotzdem werden sich für uns alle in den nächsten Monaten unerwartete Gelegenheiten ergeben, bei denen es darauf ankommen wird, ob wir geistesgegenwärtig und mutig genug sind, sie zu nutzen.</p><p>Das wünsche ich Dir für das kommende Jahr: Geistesgegenwart, Mut. Und auch Nachsicht mit Dir selbst. Denn was für Dich möglich sein wird und was nicht, das wird auch von Umständen abhängen, die Du nicht oder nur wenig beeinflussen kannst.</p><p>Lass uns das Beste draus machen. Und freundlich zu uns sein, wenn es nicht hinhaut. Denn wenn auch das Schlittenfahren nie Wirklichkeit werden sollte, dann freue Dich doch wenigstens am Spaziergang und der schönen Aussicht.</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Podcast</em></h2><h3>Geschichten aus der Zichte: TIMTOM GUERILLA</h3><a href="https://steady.page/de/gofimueller/topics/podcast"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bf9d1f92-89c9-4aba-804a-18fd38de29c6/uploads/images/ndmu277zds/Geschichten-Zichte-Cover.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Cover von &#39;Geschichten aus der Zichte&#39;. Ich schaue sehr sinnig durch meine Brille in die Kamera, um mich herum ist die Schrift verteilt, wobei das Wort &#39;Zichte&#39; wie ein traditionelles Kneipenschild gestaltet ist. Vielleicht erinnerst Du Dich daran, dass die Zichte die Kneipe aus meinen Huchting-Geschichten ist."/></a><p>In diesem Podcast veröffentliche ich meine Romane als Hörbücher.</p><p>Du kannst ihn hören, wenn Du mich mit einem monatlichen Betrag bei Steady unterstützt. Dabei spielt es keine Rolle, wie groß der Beitrag ist. (Zum Podcast gelangst Du, wenn Du auf das Bild klickst oder auch auf <a href="https://open.spotify.com/show/0AtrKhXHIJ7ORv4nuph3sN?si=7861e56390e1448a">Spotify</a>.)</p><p>Solltest Du mich auf anderem Weg monatlich unterstützen und möchtest auch gerne diesen Podcast hören können, dann schreibe mir doch bitte eine Nachricht.</p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Podcast</em></h2><h3>openSPACE: Fremd hier, fremd dort - Warum Dazugehören mehr ist als Herkunft</h3><p>In dieser Folge sprechen wir darüber, was es bedeutet, sich fremd zu fühlen – hier wie dort – und warum Dazugehören weit mehr ist als Herkunft. Was prägt unser Gefühl von Heimat und welche Rolle spielen dabei Biografie, Identität und persönliche Erfahrungen? In diesem Spannungsfeld bewegen wir uns im Talk von Gofi und im anschließenden Austausch und gehen der Frage auf den Grund, wie Zugehörigkeit entsteht, verloren geht oder neu gefunden werden kann. Ein interessanter Gedanke dabei ist, ob wir wirklich fremd sind oder nur fremdgemacht werden. Wann fühlst Du Dich wirklich zugehörig – und was braucht es für Dich, um anzukommen?</p><a href="https://youtu.be/kt_LxARsDCI?si=yV9wbrVbXmPwPnME">https://youtu.be/kt_LxARsDCI?si=yV9wbrVbXmPwPnME</a><p>Wo kann ich den Podcast hören? Den openSPACE-Podcast findest du auf Spotify, Apple Podcasts und Amazon Music. Einfach &quot;openSPACE&quot; (ohne Leerzeichen) in die Suche eingeben. Wie kann ich mitmachen?</p><ul><li><p>Sprachnachricht senden: Nutze unser Feature „Quatsch aufs Band“ – Details auf unserer Website: <a href="https://www.os17.de/">https://www.os17.de/</a></p></li><li><p>Themen vorschlagen oder diskutieren: Im Google Doc findest du vergangene und aktuelle Themen – <a href="https://www.os17.de/">https://www.os17.de/</a></p></li></ul><p>Wie kann ich euch unterstützen? Die Spendeninfos findest Du hier: <a href="https://www.os17.de/unterstuetzen/">https://www.os17.de/unterstuetzen/</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 12 Jan 2026 09:37:33 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#57 Die Tage werden wieder heller]]></title>
      <description><![CDATA[Die letzte GOFIZINE-Ausgabe des Jahres 25. Frohe Weihnacht und ein glückliches neues Jahr!]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gofigramm</em></h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bf9d1f92-89c9-4aba-804a-18fd38de29c6/uploads/images/xjzv6hfkc3/PXL_20251221_171247861.NIGHT.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ein Fußgängerweg im Dunkeln. Autoscheinwerfer scheinen durch Barken hindurch und werfen ein Licht auf Weg und angrenzende Lärmschutzwand, das gleichzeitig schön und gespenstisch aussieht. Am dunklen Himmel darüber leuchten vereinzelt Sterne."/><p>Wenn ich morgens unsere Nymphensittiche wecke, dann bleiben sie noch eine Weile auf dem Rand des großen Gemäldes hocken und gähnen. Im Sommer würden sie sofort losfliegen und den neuen Tag begrüßen. Aber wir haben die dunkelste Zeit des Jahres. Da fragen sich selbst die Vögel, warum es jetzt schon Zeit sein sollte, aufzustehen, wenn es draußen doch noch nicht einmal hell ist. </p><p>Das Schöne ist, dass der kürzeste Tag des Jahres gestern gewesen ist. Ab heute werden die Tage wieder länger und die Zeiten vielleicht ein wenig heller. Ich muss gestehen, dass ich so ziemlich auf der letzten Rille in die Weihnachtsferien gehe. An meinem Geburtstag bin ich krank geworden und werde erst jetzt allmählich wieder gesund. Dass es so lange gedauert hat, könnte am Stress gelegen haben: Innerhalb weniger Wochen ist mein Webspace, auf dem meine Webseiten liegen, zum zweiten Mal gehackt worden. Vielleicht ist Dir aufgefallen, dass der Podcast Pop Kunst Seele zwischendurch vollständig verschwunden gewesen ist. Ich musste die Seite und alle Folgen tatsächlich löschen und neu aufsetzen. Die letzte Folge des Jahres, eine richtig schöne Weinprobe mit der Theologin und Sommelière Sandra Bils, ist deshalb bei Hossa Talk erschienen.</p><p>Jetzt ist alles wieder gut (auch wenn das Cobains Erben WebMag damit endgültig Geschichte ist). Die Feiertage können kommen. Ich freue mich auf spannende Geschichten, Gesellschaft und leckeres Essen und Trinken.</p><p>Die nächste Ausgabe des GOFIZINES wirst Du irgendwann im Januar erhalten. Bis dahin habe ich Dir aber etwas Neues eingerichtet, das Dir in den nächsten Wochen ein wenig Freude bereitet: Ich habe einen Podcast eingerichtet, über den ich meine Bücher als Hörbücher veröffentliche:</p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/topics/podcast"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bf9d1f92-89c9-4aba-804a-18fd38de29c6/uploads/images/ndmu277zds/Geschichten-Zichte-Cover.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Cover von &#39;Geschichten aus der Zichte&#39;. Ich schaue sehr sinnig durch meine Brille in die Kamera, um mich herum ist die Schrift verteilt, wobei das Wort &#39;Zichte&#39; wie ein traditionelles Kneipenschild gestaltet ist. Vielleicht erinnerst Du Dich daran, dass die Zichte die Kneipe aus meinen Huchting-Geschichten ist."/></a><p>Bereits online ist der Roman TIMTOM GUERILLA. Aber HUCHTING und auch der neue Roman WUT. LIEBE. FILMRISS. werden natürlich folgen.</p><p>Hören können diesen Podcast alle diejenigen, die mich mit einem monatlichen Beitrag unterstützen. Dabei spielt es keine Rolle, wie groß der Beitrag ist. (Zum Podcast gelangst Du, wenn Du auf das Bild klickst oder auch auf <a href="https://open.spotify.com/show/0AtrKhXHIJ7ORv4nuph3sN?si=7861e56390e1448a">Spotify</a>. )</p><p>Jetzt wünsche ich Dir frohe Weihnacht, eine ruhige, erholsame Zeit und ein frohes, rundum glückliches neues Jahr. Danke, dass Du mich begleitest. Bis Anfang Januar!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Podcast</em></h2><h3>Rausch und Reben – Weinprobe mit Sandra Bils</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bf9d1f92-89c9-4aba-804a-18fd38de29c6/uploads/images/6bqwkvujyb/weinprobe.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Hier kommt noch eine kleine Überraschung zu den Feiertagen und zum Jahresausklang: unsere POP KUNST SEELE-Folge mit Sandra Bils. Und passend zu den genannten Anlässen geht es da sehr (be)sinnlich zu. Sandra hat einen Rotwein für uns ausgesucht, den wir nicht nur gemeinsam trinken, sondern mit allen Sinnen genießen. Dabei reden wir darüber, was das Besondere an Wein ist und warum er gerade auch in religiösen und spirituellen Kontexten eine so große und wichtige Rolle spielt – man denke nur an das christliche Abendmahl. Außerdem gibt es in dieser Folge ein Wein-Gedicht von Pablo Neruda zu hören und eine anregende Diskussion über die Frage, was eigentlich das Faszinierende (und auch das Gefährliche) am Rausch ist und warum Menschen zu allen Zeiten und in sämtlichen Kulturkreisen danach gesucht haben. Ein Hoch auf die Freude, die Geselligkeit und die Sinnlichkeit. Cheers von uns und schöne Feiertage!</p><p><a href="https://hossa-talk.de/bonus-rausch-und-reben-weinprobe-mit-sandra-bils-bei-pop-kunst-seele/">Zur Folge.</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/bf9d1f92-89c9-4aba-804a-18fd38de29c6/teaser_image/1766393498?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;crop=faces&amp;fm=jpg" medium="image"/>
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      <pubDate>Mon, 22 Dec 2025 08:51:39 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#56 Die Welt ist (auch) schön]]></title>
      <description><![CDATA[Die schönsten Landschaftsbilder von meinem Smartphone]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gofigramm</em></h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/68347e45-cee1-478f-8317-5e9853483d97/uploads/images/bucg5prkt7/IMG_20220223_141332.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Frühlingsblumen wachsen zwischen den Steinen eines Gehwegs und einer Mauer."/><p>Nein, es macht keinen Spaß, die Nachrichten zu lesen. Hat es noch nie, aber in diesen Tagen noch viel weniger. Trotzdem mache ich es täglich. Ich scanne sowohl die Schlagzeilen der großen Zeitungen, als auch die sozialen Medien, zurzeit besonders viel über das soziale Netzwerk Threads. Es sind gefilterte Informationen, die ich da wahrnehme, das ist mir bewusst. Aber ich habe eben das Bedürfnis, zu wissen, in was für einer Welt ich lebe. Am vergangenen Samstag habe ich viele Stunden auf mein Smartphone gestarrt und lange Artikel einer unabhängigen Journalistin gelesen, die sich eingehend mit dem Fall Epstein beschäftigt, der gerade die amerikanische Polit-Szene in Aufruhr versetzt.</p><p>Das Smartphone ist eine Art Schlüsseltechnologie, mit der wir heute unsere Welt wahrnehmen. Wir beziehen fast alle unsere Informationen über dieses Gerät. Aber nicht nur. Wir benutzen es auch, um unsere Realität festzuhalten und zu reflektieren, indem wir zum Beispiel Fotos machen und sie anderen zeigen.</p><p>Ich habe mich entschlossen, Dir heute einfach mal schöne Bilder zu schicken. Es sind die schönsten Landschaftsfotos, die ich mit meinem Smartphone in den letzten Jahren gemacht habe. Das ist keine Weltflucht, denke ich, kein Verstecken vor den schrecklichen Nachrichten des Tages. Denn die Welt, die uns umgibt, ist schön. Ich möchte sie wahrnehmen, sie auf mich wirken lassen, mich über sie freuen. Schließlich ist sie ebenfalls Teil meiner Realität, möglicherweise noch viel mehr als die Nachrichten, die ich lese. Ich könnte mir vorstellen, dass Du das ganz genauso siehst.</p><p>Ich habe alle Bilder selbst gemacht, aber ich schreibe Dir ganz bewusst nicht, wann und wo die Aufnahmen entstanden sind. Sie sollen für sich selbst wirken.</p><p>Sicher hast auch Du wunderschöne Bilder auf Deinem Smartphone. Schick mir doch mal eins per E-Mail. Ich würde mich darüber freuen.</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/68347e45-cee1-478f-8317-5e9853483d97/uploads/images/lgyclcr6e3/IMG_20211111_144153.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/68347e45-cee1-478f-8317-5e9853483d97/uploads/images/3jyf2zgsx5/IMG_20211016_130543.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/68347e45-cee1-478f-8317-5e9853483d97/uploads/images/ibxgifbzry/PXL_20250322_114727469.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/68347e45-cee1-478f-8317-5e9853483d97/uploads/images/eya2duuvkj/IMG_20211016_123003_2.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/68347e45-cee1-478f-8317-5e9853483d97/uploads/images/jaclwi7t4x/PXL_20231226_112452251.PANO.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/68347e45-cee1-478f-8317-5e9853483d97/uploads/images/whl63fshsw/PXL_20251129_113100091_2.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/68347e45-cee1-478f-8317-5e9853483d97/uploads/images/nao5d7dn6w/Clipboard_12-15-2025_01.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/68347e45-cee1-478f-8317-5e9853483d97/uploads/images/ng7dbeh3fx/Clipboard_12-15-2025_01.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/68347e45-cee1-478f-8317-5e9853483d97/uploads/images/mkrd7pnexz/IMG_20210414_162341.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/68347e45-cee1-478f-8317-5e9853483d97/uploads/images/emyjjzhpgu/PXL_20240207_144558054_2.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/68347e45-cee1-478f-8317-5e9853483d97/uploads/images/mgijx4bygz/PXL_20230420_181449630.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/68347e45-cee1-478f-8317-5e9853483d97/uploads/images/fhiymj2qnn/IMG_20220529_113826.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/68347e45-cee1-478f-8317-5e9853483d97/uploads/images/ykambyzmrf/IMG_20220529_113350.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/68347e45-cee1-478f-8317-5e9853483d97/uploads/images/ktsjjmwqdt/IMG_20220804_091321.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/68347e45-cee1-478f-8317-5e9853483d97/uploads/images/dmdpqnd5rm/PXL_20250710_194645003.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 15 Dec 2025 08:31:44 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#55 Räume, um miteinander im Gespräch zu bleiben]]></title>
      <description><![CDATA[Ein Geburtagsrückblick | Podcast: The Power of Poetry - with Kacy Garvey, Jamaica]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gofigramm</em></h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8d0167cc-8926-4d33-9b40-b332f8e85312/uploads/images/bvlmlx27re/PXL_20251012_101252255_2.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Es ist leider häufiger der Fall, dass ich es vergesse, anderen zum Geburtstag zu gratulieren. Mein eigener Geburtstag ist mir nicht besonders wichtig. Ich habe ihn schon seit vielen Jahren nicht mehr gefeiert. Vielleicht übersehe ich ihn deshalb auch bei anderen. Sollte ich es in der Vergangenheit vergessen haben, Dir zu Deinem Geburtstag zu gratulieren, tut mir das leid! Und solltest Du es bei mir vergessen, dann versichere ich Dir, dass ich dafür das allergrößte Verständnis habe. Es ist doch nur ein Geburtstag. Die wirklich wichtigen Dinge finden an den Tagen davor und danach statt.</p><p>Nun hat es sich ergeben, dass ich am Wochenende mal wieder Zug gefahren bin und, weil ich Zeit gehabt habe und am 9. Dezember 55 werde, in meinem Kalender nachgesehen habe, was alles in meinem letzten Lebensjahr passiert ist.</p><p>Das ist doch eine ganze Menge gewesen. Mein Roman ‘Wut. Liebe. Filmriss.’, der am letzten Märzwochenende des nächsten Jahres erscheinen wird, hat mich natürlich das ganze Jahr über beschäftigt. Ich habe wunderschöne Schreibwochen in Cuxhaven und Bremen erlebt, an die ich sehr gerne zurückdenke. Dann sind da die zwei Ausstellungen, die ich ausgerichtet habe, eine im Januar in Bremen und eine im September in Alsfeld. Ich bin mit Poetry Talk getourt, aber auch mit Hossa Talk. Ich habe mich fünfmal mit Hossa-Talk-Hörer*innen getroffen, und zwar in Bielefeld, Gießen, Wintersulgen, Magdeburg und Hamburg, aber auch auf den Podcastfestivals in Leipzig und Zürich. Ich habe erleben dürfen, wie Sid, eine Hauptfigur meines Romans, auf einer Bühne in Berlin lebendig wurde (im Theater Verlängertes Wohnzimmer, gespielt von Roland Eisner), und einen Vortrag gehalten in der ehrwürdigen Evangelischen Akademie Bad Boll über die Frage, welche christliche Inhalte Schüler*innen über das Internet wahrnehmen und welche Folgen das haben könnte. (Um es sehr knapp und unterkomplex zusammenzufassen: Das Internet ist so gebaut, dass es vor allem jene Inhalte verstärkt, die zu schlichte Antworten auf sehr schwierige Fragen geben. Das ist ein Problem. Denn die Fragen, denen wir uns gegenübersehen, sind komplex. Die Antworten müssen dem gerecht werden können, wenn sie sinnvoll sein sollen.) Außerdem habe ich mich regelmäßig mit meinen Freund*innen beim ‚openSPACE, Fulda‘ getroffen, um gemeinsam über das Leben und den Glauben nachzudenken.</p><p>Wenn es bei alledem einen roten Faden gibt, dann den: Ich möchte es Menschen ermöglichen, miteinander im Dialog zu bleiben. Unsere Gesellschaft benötigt Räume, in denen wir uns begegnen und miteinander sprechen, selbst und gerade wenn wir nicht einer Meinung sind. Falls Du mir dabei geholfen hast, indem Du mich ermutigt oder finanziell unterstützt hast, dann danke ich Dir dafür ganz herzlich!</p><p>Morgen, am Dienstag, werde ich meinen fünfundfünfzigsten nun doch begehen, und zwar mit einer Podcastfolge für Hossa Talk, bei der Du mitmachen darfst, wenn Du willst. Es ist eine Mischung aus Aufnahme und Online-Geburtstagsfeier. Wir werden auf das Jahr zurückblicken und darüber nachdenken, was wohl in der Zukunft auf uns wartet. Ich werde ab viertel vor acht online sein und Dich begrüßen, wenn Du dazustößt: <a href="https://us06web.zoom.us/j/82391393049">https://us06web.zoom.us/j/82391393049</a> Bring Dir etwas Schönes zu trinken mit, mach es Dir gemütlich, höre einfach zu oder beteilige Dich. Ganz, wie Du magst.</p><p>Übrigens ist heute die dritte englischsprachige Podcastfolge von POP KUNST SEELE erschienen. Marco und ich sprechen mit der jamaikanischen Dichterin und Netzwerkerin Kacy Garvey, ein wirklich schönes Gespräch. Du findest es weiter unten.</p><p>Jetzt wünsche ich Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag! </p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Podcast</em></h2><h3>The Power of Poetry - with Kacy Garvey, Jamaica</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/8d0167cc-8926-4d33-9b40-b332f8e85312/uploads/images/3vhtuovjq2/pks111.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Die jamaikanische Dichterin Kacy Garvey ist bei uns zu Gast! Im vergangenen August erhielt sie die Auszeichnung &#39;Best International Spoken Word Artist&#39; bei den renommierten &#39;US National Spoken Word Awards&#39; in Chicago. Außerdem ist sie Mitgründerin und Managing Director der non-profit Organisation JAIKU, die auf Jamaica und im karibischen Raum Dichter*innen eine Plattform bietet und ihnen dabei hilft, ihren Beruf auf eine professionelle Grundlage zu stellen. Marco und Gofi haben mit Kacy darüber gesprochen, wie sie zum Schreiben gekommen ist und was es ihr bedeutet. Wir sprechen über die Kraft der Dichtung mitten in Leid und Zerstörung und wie sie dazu beitragen kann, dass Menschen sich zu Gemeinschaften zusammenfinden. Außerdem wollten wir von ihr wissen, wie sie im Rahmen von JAIKU Dichter*innen dabei hilft, ihr Hobby zum Beruf zu machen. <a href="https://cobainserben.de/kacy-garvey/">Viel Spaß bei diesem packenden Gespräch auf Englisch!</a></p><p>00:00 Kacy&#39;s Journey into Poetry<br/>25:40 The Power of Performance Poetry<br/>43:37 JAIKU: Empowering Poets<br/>59:53 Building a Poet&#39;s Brand</p><a href="https://youtu.be/xcRAEqJEUts?si=BzmCXtV6y4UZENAv">https://youtu.be/xcRAEqJEUts?si=BzmCXtV6y4UZENAv</a><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/8d0167cc-8926-4d33-9b40-b332f8e85312/teaser_image/1765190188?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;crop=faces&amp;fm=jpg" medium="image"/>
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      <pubDate>Mon, 08 Dec 2025 10:36:29 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#54 Begegnung mit einem Baum]]></title>
      <description><![CDATA[Was mir im Gespräch mit einem Baum klar wurde | Lyrik: In the Ivory Tower | News: Sei live bei POP KUNST SEELE dabei]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gofigramm</em></h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3a066efb-1849-49e7-b071-54d08f09b67b/uploads/images/7vbe6mxsfy/PXL_20251129_110930461_2.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ein Feld auf einer Höhe. Rechts verschwinden die Bäume des Waldes im Nebel. Über allem spannt sich ein grauer Himmel."/><p>Am vergangenen Samstag habe ich etwas getan, wofür ich mir schon lange nicht mehr die Zeit genommen habe: Ich bin wandern gegangen.</p><p>Ich habe den Vorteil, direkt am Stadtrand zu leben. Also habe ich mir nach dem Frühstück die passenden Klamotten angezogen und bin losgelaufen, rein in den nebligen, nassen Wald. Die Hauptwege kann ich inzwischen im Dunkeln gehen, ich weiß genau, wo sie verlaufen. Interessanter ist es mit den Pfaden. Der Wald verändert sich ständig. Er ist ein lebendiger Organismus und bleibt niemals gleich. Da muss man manchmal ein wenig suchen, bevor man eine bekannte Stelle wiederentdeckt.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3a066efb-1849-49e7-b071-54d08f09b67b/uploads/images/amn7zjkkaq/PXL_20251129_103350246.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ein herbstlicher Waldweg, bedeckt von braunen Blättern. Er führt durch Kiefern und entlaubte Bäume hindurch."/><p>Meine Runde hat mich etwa 15 Kilometer im Kreis geführt, vorbei an Orten und Plätzen, die sich atmosphärisch total voneinander unterscheiden und je eine ganz eigene Schönheit besitzen. Was ich an der Landschaft, in der wir leben, besonders liebe, sind die langgezogenen Höhen, die wie Wellen beinahe parallel zueinander verlaufen und durch Täler voneinander getrennt sind. Auf diesen Höhen kann man entlangwandern mit wunderschönen Panoramablicken.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3a066efb-1849-49e7-b071-54d08f09b67b/uploads/images/jlry3aodni/PXL_20251129_114300925_2.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ein grünbewachsener Waldboden. Links sind die Stämme von Fichten, im Hintergrund von jungen Birken zu sehen."/><p>Hier habe ich die alte Buche getroffen. Sie ist natürlich die ganze Zeit dort gewesen, ich vermute, seit etwa dreihundert Jahren. Ihr mächtiger und knotiger Stamm teilt sich in drei Metern Höhe in zwei immer noch ziemlich imposante Stämme auf.</p><p>Ich blieb stehen und betrachtete sie genauer. Der Wind hatte die feinen Tropfen des Nebels gegen den Stamm geweht, sodass er weiter oben glänzte, als wäre er glasiert. Aber als ich unten meine Hand auf die Rinde legte, war sie rau. Um sie herum verstreut lagen dicke Äste auf dem Boden. In den Stürmen und dem Schnee der vergangenen Jahrzehnte muss sie sie abgeworfen haben. Oben im Geäst konnte ich noch die alten Bruchstellen erkennen, an denen das Holz dunkel geworden war. Aber die Wunden waren noch immer sichtbar.</p><p>Ich sagte ihr, wie schön ich sie finde, und wünschte ihr noch ein langes Leben. Dann fiel mir ein, dass dieser Baum sehr wahrscheinlich noch immer dort stehen wird, wenn ich schon lange von der Erdoberfläche verschwunden sein werde. So, wie er dort bereits gestanden hat, als weder ich noch meine Eltern noch meine Großeltern geboren worden waren. Vielleicht sogar noch länger.</p><p>Wie würde sie mich wohl sehen, wenn sie Bewusstsein hätte? Möglicherweise gar nicht, weil meine Bewegungen zu schnell für sie wären. Aber was würde sie denken, wenn sie mich doch wahrnehmen könnte? Vielleicht: Schon wieder einer dieser räuberischen, kleinen Parasiten. Schon wieder eines dieser kleinen Tiere, die alles fressen und zerstören, was ihnen in die Finger gerät. Während ich mich mit ihr unterhielt, waren in ein paar Kilometern Entfernung die Motorsägen zu hören.</p><p>Als ich weiterging, hörte ich hinter mir ein Geräusch. Vielleicht will sie mir noch etwas sagen, dachte ich, und kehrte noch einmal um. Aber es war nur das Brummen irgendeines Motors in der Ferne. </p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3a066efb-1849-49e7-b071-54d08f09b67b/uploads/images/ceciyer5ge/PXL_20251129_113100091_2.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Eine Lichtung im Wald unter grauem Himmel, bewachsen mit gelbem Farn und Gras, im Hintergrund Fichten, Birken und andere entlaubte Bäume."/><p>Gestern Abend habe ich beim openSPACE online mit Freund*innen über das Fremdsein nachgedacht. Wie fühlt es sich an, in der Fremde zu sein? Und wie ist es, wenn man sich im bekannten Umfeld fremdfühlt? Nach der Begegnung mit dem Baum denke ich: Wenn ich bei aller Nähe zu den Dingen um mich herum nicht immer auch eine gewisse Fremdheit spüre, schaue ich nicht genau hin. Andererseits sind wir, der Baum und ich, aus demselben Stoff. Irgendwann werden wir beide Erde sein. So fremd können wir einander also nicht sein.</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Lyrik</em></h2><p><em>Ich habe aus Neugierde einen meiner Texte vom Google-Übersetzer auf Englisch übersetzen lassen. Das Ergebnis gefällt mir ziemlich gut. Möglich, dass ich diesen Text am morgigen Dienstagabend bei der nächsten Aufnahme von POP KUNST SEELE vorlese. Dieses Mal wird die Dichterin Kacy Garvey aus Jamaika zu Gast sein. Und Du kannst live dabei zuschauen, wenn Du möchtest. Hinweise folgen unten.</em></p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3a066efb-1849-49e7-b071-54d08f09b67b/uploads/images/jiabvf53lb/van_Gogh_Runde_der_Gefangenen.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ein Ölgemälde von van Gogh. In einem engen Gefängnishof geht eine Gruppe von gefangenen Männern im Kreis, bewacht von Wärtern. Dieses Bild hat mich zu folgendem Text inspiriert."/><figcaption>Gemälde von Vincent van Gogh: Runde der Gefangenen</figcaption></figure><h3>In the Ivory Tower</h3><p>There must be some kind of way outta here<br/>says the fool to the thief<br/>and laughs.<br/>He looks like Bob Dylan<br/>and sounds like Leonard Cohen.<br/>There is none<br/>says the thief.<br/>He covers one nostril<br/>bends forward<br/>and spits on the floor of the dungeon<br/>where they&#39;ve been imprisoned for years<br/>together with poets<br/>musicians<br/>dancers<br/>painters<br/>singers<br/>dancers<br/>musicians<br/>artists<br/>and poets<br/>cis men, the lot of them.<br/>Not a single woman is among them.<br/>This drives them crazy,<br/>because they&#39;re all heterosexual<br/>and long for<br/>a tender touch.<br/>The fool releases himself<br/>from the thief&#39;s arms<br/>and slowly stands up.<br/>Soon the guard will come<br/>and drive them back to the cells<br/>each one on their own.<br/>There they will go about their work.<br/>The singers will sing,<br/>the poets will compose,<br/>the dancers  dance,<br/>the painters paint,<br/>only the thief will, like every day, <br/>squat in front of the noose<br/>that he has woven from cobwebs over the years<br/>and ask himself<br/>whether he has the guts today<br/>to finally hang himself,<br/>because who is a thief supposed to steal from<br/>when he&#39;s sitting in solitary confinement?  <br/>The other artists have it good.<br/>They steal each other&#39;s ideas<br/>and then work in their solitude<br/>to make it look as if they were their own. </p><p>The gate bursts open.<br/>The guards are there.<br/>They squeeze past each other<br/>into the interior of the tower courtyard.<br/>Their chitinous shells rustle and crackle.<br/>Their long antennae feel their way ahead<br/>into the narrow curve<br/>and brush the panicked faces<br/>of the inmates.<br/>Their reddish compound eyes shimmer<br/>in rainbow colors like soap bubbles,<br/>while their front legs with their<br/>small claws scrape across the bony plates.<br/>They all look like William S. Burroughs.<br/>But only when they stand close together. </p><p>There must be some kind of way outta here,<br/>the fool says again to the thief.<br/>Don&#39;t think I have it better than you.<br/>I need someone<br/>to tell my jokes to.<br/>If I have to laugh at my own jokes just once more<br/>I&#39;ll die.<br/>Don&#39;t be like that,<br/>says the thief.<br/>People do this every day.<br/>It can&#39;t be that bad.<br/>I won&#39;t accept this anymore, says the fool.<br/>His white makeup has been flaking off for years.<br/>Only a residue remains behind his right ear.<br/>He takes off his dirty fool&#39;s cap,<br/>and stuffs it so far down his throat<br/>that he chokes on it.<br/>The insect-like guards pounce on him<br/>and leave nothing of his corpse.<br/>For them, this day has already been worthwhile. </p><p>It&#39;s a hard life in the ivory tower,<br/>thinks the poet,<br/>a truly hard life.<br/>And really, one shouldn&#39;t even call it<br/>a life.<br/>More like dying.<br/>A slow, crawling<br/>waste away.<br/>That&#39;s what it really is.<br/>A creeping death disguised<br/>as life.<br/>That&#39;s the real achievement of these idiots, <br/>the thief thinks, <br/>that they manage to sell their painful demise <br/>as the truly great thing, <br/>as the one thing that everyone should experience <br/>at least once. <br/>And the crazy thing is, <br/>he tells himself, <br/>the crazy thing is <br/>that they&#39;re successful at it, <br/>that there are actually people who believe them, <br/>who admire them, <br/>who seek their company, <br/>as if they knew something that others don&#39;t.<br/>But they only know one thing, <br/>the thief tells himself, <br/>namely how to make everyone think their shit is gold. <br/>These are the real con men, <br/>he thinks, <br/>I have absolutely no business <br/>being among them. <br/>I&#39;m just ripping off a few idiots <br/>who don&#39;t take enough care of their belongings. <br/>But these ones, he thinks, they&#39;re really big. <br/>They really screw over everyone and everything, <br/>especially the beautiful, rich, and powerful. <br/>That is, the ones I will<br/>never in my life get close to. </p><p>And then he admires them<br/>in the end,<br/>the thief,<br/>while the insect-like guards<br/>drive them back into the cells,<br/>making a purring noise<br/>of which he knows the human equivalent <br/>would be a smacking of the tongue or<br/>a growling stomach.<br/>And when he is finally pushed into his cell<br/>and the door closes behind him<br/>he finally overcomes himself,<br/>not out of desperation,<br/>but because <br/>respect for these con artists<br/>simply demands it.<br/>He slips the noose<br/>over his head and<br/>the threads feel soft as silk,<br/>and he hangs himself from the bars<br/>of the window. </p><p>And so the fool was right after all.<br/>There is always some way out.</p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>News</em></h2><h3>Sei live bei POP KUNST SEELE dabei</h3><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3a066efb-1849-49e7-b071-54d08f09b67b/uploads/images/bykgmkjeow/kacy.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Die jamaikanische Dichterin Kacy Garvey</figcaption></figure><p>Am Dienstag, dem 1. Dezember, ist die jamaikanische Dichterin Kacy Garvey zu Gast bei POP KUNST SEELE. Sie wird sich aus Jamaika zu uns dazuschalten zu einem ganz besonderen, internationalen POETRY TALK. Marco Michalzik und ich werden die Gastgeber sein. Kacy spricht kein Deutsch, deshalb werden wir unser Gespräch auf Englisch führen. Wir werden Texte vorlesen und Kacy wird von ihrer spannenden Arbeit als Autorin und Netzwerkerin im karibischen Raum erzählen. Wenn Dich die englische Sprache nicht stört, kannst Du live dabeisein und uns zuschauen. (Du wirst nicht zu sehen sein und Dich auch nicht am Gespräch beteiligen können.) Folge diesem Link:</p><a href="https://riverside.fm/studio/pop-art-soul">https://riverside.fm/studio/pop-art-soul</a><p>Um 20 Uhr geht es los.</p><h3>Feiere meinen Geburtstag mit HOSSA TALK und mir</h3><p>Am 9. Dezember werde ich 55. Das möchte ich feiern, und zwar gemeinsam mit Dir und Hossa Talk. Wir treffen uns am Dienstag, dem 9., abends um 20 Uhr online und nehmen eine Geburtstags-Jahresrückblick-Hossa-Talk-Folge auf. Wenn Du teilnimmst, wirst Du Dich beteiligen können. Den Link verrate ich Dir in der nächsten Ausgabe des GOFIZINEs.</p><h3>Vielleicht ein schönes Weihnachtsgeschenk?</h3><p> <strong>Begleite Judith Seibold von CHAVAJA und mich auf eine Reise nach Griechenland vom 17.-24.5.2026</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/add7d26e-d304-4d3b-a472-d6efdb7171fe/uploads/images/2xs5crwxti/Kloster_1_klein.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><strong> </strong>Shaul von Tarsos war radikal. Was er anpackte, das erledigte er zu 150%. Und dabei konnte er rücksichtslos sein – gegen sich selbst und auch andere.</p><p>Aufgewachsen als Bürger zweier Kulturen, der hellenistischen und der jüdischen, fließend zweisprachig (Griechisch und Aramäisch), war er in einer multikulturellen, multireligiösen und globalisierten Welt zu Hause. Als Handwerker, jüdischer Theologe und Mystiker. Mit einem großen Ziel: Er wollte die Welt mit seiner Botschaft erobern.</p><p>Unter seinem Künstlernamen Paulus (der Kleine) ging er die große Aufgabe an. Wo er auftauchte, spaltete er die Geister. Während die einen ihn liebten und verehrten, war er für die anderen ein rotes Tuch. So erreichte er Europa. Und Europa empfing ihn mit Stockhieben und Gefängnis. Doch einen radikalen Aktivisten wie Paulus stachelte das nur an. Er machte weiter und legte eine Spur, der wir noch heute folgen können. </p><p>Komm mit uns dorthin, wo für das Christentum in Europa alles begann: nach Griechenland. Wir besuchen die Orte, an denen Paulus wirkte, an denen er Zuspruch und Widerstand erlebte, an denen er Dinge sagte und tat, die die Leben von Menschen und den Lauf der Geschichte veränderten. Wir versuchen herauszufinden, was ihn antrieb, was ihn für manche so unwiderstehlich machte und welche Bedeutung sein Werk bis heute für uns hat.</p><p>Ich bin schon seit vielen Jahren von Saulus aus Tarsos fasziniert. Für mich gibt es fließende Übergänge zwischen den Propheten und Aposteln der Antike und unserem heutigen Verständnis von Künstlern. </p><p>Als Guide konnten wir den griechenlanderfahrenen Dany Walter aus Israel gewinnen, der uns den jüdischen Paulus näher bringen wird.</p><p>Einen Einblick in Programm erhaltet Ihr hier: <a href="https://www.chavaja.de/files/Programm_Die_Griechenlandreise.pdf">Programm_Die_Griechenlandreise</a> </p><p>Mehr Informationen zu Chavaja – Bildungs- und Begegnungsreisen erfahrt Ihr hier: <a href="https://www.chavaja.de/">https://www.chavaja.de/</a></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 01 Dec 2025 11:44:29 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#53 Deutschlehrer auf Tour]]></title>
      <description><![CDATA[Ein kurzes Hallo | Podcast: Kunst, Sex, Religion | News]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gofigramm</em></h2><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/ffbe33ce-917d-4176-ba06-cf75b6a25e92/uploads/images/j6ds4pfkm2/Korrektur.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ein Monument am Göttinger Bahnhof, auf dem geschrieben steht: Dem Landesvater seine Göttinger Sieben. Ich habe es mit Rotstift korrigiert: Des Landesvaters Göttinger Sieben."/><figcaption>Auf einer meiner Reisen habe ich neulich dieses Monument am Göttinger Bahnhof gesehen. Ich denke, der Landesvater hätte sich mehr darüber gefreut, wenn seine Göttinger Sieben korrektes Deutsch geschrieben hätten. Aber, na ja. Sie haben guten Willen bewiesen. Das muss man berücksichtigen.</figcaption></figure><p>Heute ist etwas passiert, das schon echt lange nicht mehr vorgekommen ist: Ich habe keine Ahnung, was ich Dir schreiben soll.</p><p>Ich habe sogar meine alten Newsletter durchforstet, ob da nicht etwas ist, das ich recyceln könnte. Aber auf das alte Zeug habe ich keine Lust. Es kommt aus einer anderen Zeit von einem anderen Menschen.</p><p>Deshalb habe ich mich entschlossen, Dir einfach nur freundlich Hallo zu sagen. Schön, dass es Dich gibt!</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Podcast</em></h2><h3>Kunst, Sex, Religion: Marco bei der Ausstellung &quot;blicke nach innen&quot; (Schloss Bruck, Lienz)</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/ffbe33ce-917d-4176-ba06-cf75b6a25e92/uploads/images/idfsfb7tpb/pks110.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Marco ist Teil einer spannenden künstlerischen Aktion gewesen: Auf Schloss Bruck im österreichischen Lienz findet die Ausstellung &quot;blicke nach innen&quot; statt, bei der Werke namhafter Künstler gezeigt werden, wie z. B. Andy Warhol, Herman Nitsch, Susi Pop, Kiki Smith, Rebecca Horn und viele andere. Drei Dichter*innen wurden eingeladen, diese Ausstellung auf sich wirken zu lassen und darauf mit Texten zu reagieren: Siljarosa Schletterer, Paul Zinell und natürlich Marco Michalzik.</p><p>Weil die Ausstellung anlässlich des 1700. Jubiläums des Konzils von Nicäa ausgerichtet wird, auf dem der römische Kaiser Konstantin wichtige theologische Entscheidungen der Kirche fällen ließ, ist es klar, dass wir in unserem Gespräch von der Kunst zur Kirche und von dort wieder zu den Themen Körper, Sex und Scham wandern. Denn tatsächlich hat all das bei &quot;blicke nach innen&quot; etwas miteinander zu tun. In dieser kurzen, spannenden Folge erzählt uns Marco, wie er zu der Künstlerresidenz gekommen ist, was er dort erlebt und zu welchen Gedanken und Texten ihn das gebracht hat. (Bild: Der kosmische Christus, Susi Pop)</p><a href="https://youtu.be/X7yDTYzrLDc?si=P3yWYntRnQrI21cr">https://youtu.be/X7yDTYzrLDc?si=P3yWYntRnQrI21cr</a><p></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Griechenland: Es sind noch Plätze frei</h3><p> <strong>Begleite Judith Seibold von CHAVAJA und mich auf eine Reise nach Griechenland vom 17.-24.5.2026</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/add7d26e-d304-4d3b-a472-d6efdb7171fe/uploads/images/2xs5crwxti/Kloster_1_klein.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><strong> </strong>Shaul von Tarsos war radikal. Was er anpackte, das erledigte er zu 150%. Und dabei konnte er rücksichtslos sein – gegen sich selbst und auch andere.</p><p>Aufgewachsen als Bürger zweier Kulturen, der hellenistischen und der jüdischen, fließend zweisprachig (Griechisch und Aramäisch), war er in einer multikulturellen, multireligiösen und globalisierten Welt zu Hause. Als Handwerker, jüdischer Theologe und Mystiker. Mit einem großen Ziel: Er wollte die Welt mit seiner Botschaft erobern.</p><p>Unter seinem Künstlernamen Paulus (der Kleine) ging er die große Aufgabe an. Wo er auftauchte, spaltete er die Geister. Während die einen ihn liebten und verehrten, war er für die anderen ein rotes Tuch. So erreichte er Europa. Und Europa empfing ihn mit Stockhieben und Gefängnis. Doch einen radikalen Aktivisten wie Paulus stachelte das nur an. Er machte weiter und legte eine Spur, der wir noch heute folgen können. </p><p>Komm mit uns dorthin, wo für das Christentum in Europa alles begann: nach Griechenland. Wir besuchen die Orte, an denen Paulus wirkte, an denen er Zuspruch und Widerstand erlebte, an denen er Dinge sagte und tat, die die Leben von Menschen und den Lauf der Geschichte veränderten. Wir versuchen herauszufinden, was ihn antrieb, was ihn für manche so unwiderstehlich machte und welche Bedeutung sein Werk bis heute für uns hat.</p><p>Ich bin schon seit vielen Jahren von Saulus aus Tarsos fasziniert. Für mich gibt es fließende Übergänge zwischen den Propheten und Aposteln der Antike und unserem heutigen Verständnis von Künstlern. </p><p>Als Guide konnten wir den griechenlanderfahrenen Dany Walter aus Israel gewinnen, der uns den jüdischen Paulus näher bringen wird.</p><p>Einen Einblick in Programm erhaltet Ihr hier: <a href="https://www.chavaja.de/files/Programm_Die_Griechenlandreise.pdf">Programm_Die_Griechenlandreise</a> </p><p>Mehr Informationen zu Chavaja – Bildungs- und Begegnungsreisen erfahrt Ihr hier: <a href="https://www.chavaja.de/">https://www.chavaja.de/</a></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 24 Nov 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#52 Das pralle Leben]]></title>
      <description><![CDATA[Unterwegs mit dem Deutschland-Ticket | Kurzgeschichte aus Wut. Liebe. Filmriss. | News]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gofigramm</em></h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/80e4f837-a8ee-4fc5-84b5-f00c6d266459/uploads/images/kkwxls7ykt/gofi_im_zug.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ein Selfie von mir. Ich sitze in einem Zug und spiegle mich in der Scheibe. Dahinter befindet sich die 1. Klasse."/><p>Ich bin ein großer Fan des Deutschland-Tickets. In den vergangenen Tagen habe ich es mal wieder weidlich genutzt. Montag vor einer Woche bin ich mit den Regionalzügen von Marburg nach Magdeburg gefahren. Ich habe mich dort mit Hörer*innen unseres Podcasts Hossa Talk getroffen, Kirchenaussteiger, die versuchen, eine neue Form der Gemeinschaft zu entwickeln. Während der Fahrt habe ich ein Kapitel meines Romans geschrieben, ein Baseball-Cap ins Gesicht gepfeffert bekommen und die deutsche Landschaft betrachtet. Außerdem habe ich das Manuskript des Romans überarbeitet. </p><p>Am Freitag darauf bin ich nach Hamburg aufgebrochen, habe während der Fahrt einen Vortrag für Lehrer*innen aus Baden-Württemberg vorbereitet über die Frage, was christliche Schüler*innen im Internet über den christlichen Glauben erfahren. Dazu habe ich mir einen Account bei TikTok eingerichtet als 13jähriger Nik, der sich für das Christentum interessiert. Außerdem wurde ich im Zug von Hannover nach Hamburg Zeuge des Klassenkampfes. Die 2. Klasse war brechend voll. Ich reiste schließlich hineingefaltet in eine Gepäckablage direkt vor den gläsernen Türen der 1. Klasse, in der noch viele leere Plätze waren. Ein paar jüngere Leute waren der Ansicht, dass ihnen moralisch, aber vielleicht auch politisch gesehen, einer der Plätze zustand. Die Schaffnerin sah das anders. Ich konnte die jungen Leute verstehen, die sehr verärgert waren, fand, dass sie durchaus recht hatten, blieb aber in meiner Gepäckablage.</p><p>Auch in Hamburg trafen wir drei Hossa Talker uns mit Hörer*innen. Diesmal waren wir es, die ihnen zuhörten, wie sie uns ihre Lebensgeschichten erzählten. Das war schön, manchmal traurig und vor allem intensiv. Wir traten auch auf, unter anderem im Gottesdienst am Sonntag, wo ich die Geschichte vorlas, die ich im Zug nach Magdeburg geschrieben hatte. Du findest sie weiter unten.</p><p>Wenn Du diese Zeilen liest, sitze ich wahrscheinlich wieder im Zug und fahre von einem Besuch in Bremen zurück nach Marburg. Natürlich mit dem Deutschland-Ticket. Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Kurzgeschichte</em></h2><h3>Hast du ihn erwischt? (Aus: Wut. Liebe. Filmriss.)</h3><p>Im März ist es soweit. Franco findet einen etwa zwanzig Jahre alten, runtergerockten Opel Kadett in Gröpelingen und hat keine Mühe, ihn aufzubrechen. In Sebaldsbrück vertauscht er die Kennzeichen mit denen eines parkenden VW T-Roc. Bis die Besitzer den Unterschied bemerken, werden hoffentlich ein paar Tage vergehen.</p><p>An dem Tag, den sie sich ausgesucht haben, scheint die Sonne. Die Natur erwacht zu neuem Leben, in den Straßenschluchten bleiben Menschen stehen und schauen lächelnd zum Himmel, weil sie den Ruf der Kraniche hören.</p><p>Ben weiß von alledem nichts. Seine Hände zittern, als er die Schublade des massiven Schreibtisches aufzieht und die automatische Pistole herausholt. Als er sich zur Tür dreht, steht Franco vor ihm und hält ihm etwas aus schwarzem Stoff entgegen. Es ist eine Sturmhaube.</p><p>Brauch ich nicht, sagt Ben.</p><p>Wenn die uns erkennen, sind wir tot, sagt Franco.</p><p>Ist mir egal. Er soll mir ins Gesicht sehen, wenn ich ihn abknalle.</p><p>Franco presst die Sturmhaube gegen Bens Brust. Hör mit dieser Heldenscheiße auf, Alter. Das ist ernst. Ich hab keinen Bock zu sterben. Setz das Scheißteil auf!</p><p>Ben nimmt die Balaclava und stopft sie in seine Gesäßtasche. Let’s go, sagt er.</p><p>Sie nehmen die B 75 Richtung Südwesten, fahren an Huchting vorbei, wechseln am Dreieck Delmenhorst auf die A 28.</p><p>Wohin, sagt Franco, der am Steuer sitzt. Sie haben die Sturmhauben noch nicht aufgezogen, um keinen Verdacht zu erregen.</p><p>Nächste Ausfahrt, sagt Ben. Um diese Zeit müsste er eigentlich arbeiten. Er ist dann so um dreizehn, vierzehn Uhr fertig.</p><p>Das sind noch zwei Stunden. Was machen wir solange?</p><p>Warten.</p><p>Sie verlassen die Autobahn an der Ausfahrt Deichhorst, biegen rechts ab und bei der nächsten Gelegenheit wieder rechts, hinein in ein Gewerbegebiet. Am Ende der Straße halten sie auf einem Parkplatz direkt vor einer großen Industrieanlage. Die Zufahrt zum Gelände ist durch ein Rolltor verschlossen.</p><p>Hier? fragt Franco.</p><p>Hast du ne bessere Idee?</p><p>Wir sitzen ziemlich öffentlich rum.</p><p>Wir machen ja nichts. Wir warten halt.</p><p>Ja, aber auf wen? Wenn einer fragt, meine ich.</p><p>Auf unseren Kumpel.</p><p>Franco macht einen zischenden laut, schüttelt den Kopf, sagt aber nichts mehr. Sie holen ihre Handys raus, scrollen durch die sozialen Medien und schauen immer wieder zum Tor.</p><p>Du erkennst ihn, wenn er rauskommt, oder?</p><p>Türlich, sagt Ben. Ich hab den Wichser jetzt so oft gesehen, ich träume schon von dem.</p><p>Gut, sagt Franco.</p><p>Eine Stunde vergeht, ohne dass etwas passiert. Da! sagt Ben plötzlich. Er flüstert beinahe. Das isser!</p><p>Der Rocker muss das Gelände auf einem anderen Weg verlassen haben. Das Tor hat sich jedenfalls nicht bewegt. Trotzdem geht er direkt an ihrem Auto vorbei zu einem Motorrad, das etwas weiter hinten steht, startet die Maschine und fährt auf die Straße Richtung Autobahn. Franco lässt den Motor an, setzt zurück und folgt ihm.</p><p>Wenn alles normal läuft, fährt er jetzt zur Bar, sagt Ben.</p><p>Auf der A 28 hält Franco einen großen Sicherheitsabstand zu Gajeski. Es ist nicht schwer, das Motorrad im Blick zu behalten. Der Rocker nimmt sich Zeit und fährt nicht schnell.</p><p>Ich kann ihn überholen, sagt Franco. Dann schießt du aus dem Fenster. Ist eigentlich ganz easy.</p><p>Mitten auf der Autobahn? Ben guckt alarmiert. Hier ist doch alles voll. Zu viele Zeugen!</p><p>Wir setzen die Hauben auf. Da erkennt uns keiner.</p><p>Und wenn ich nicht treffe? Ich hab noch nie aus einem fahrenden Auto geschossen!</p><p>Der ist doch nur ein paar Meter entfernt. Du brauchst ja noch nicht einmal voll zu treffen. Wenn der umkippt, stirbt er vielleicht dabei. Oder wird überfahren, oder was weiß ich. Das ist die Gelegenheit!</p><p>Ich weiß nicht.</p><p>Diggi! Er ist allein. Kein anderer Angel in der Nähe. Nur ein paar Meter. Ne bessere Gelegenheit gibt es vielleicht nicht mehr.</p><p>Ich könnte jemand anderes treffen!</p><p>Quatsch! Setz die Haube auf. Wir machen das jetzt. Er zieht ohne zu blinken auf die linke Spur und beschleunigt. Ben zerrt die Balaclava hervor und zieht sie über den Kopf. Viel zu schnell kommen sie dem Rocker näher. Er prüft, ob sich eine Patrone in der Kammer befindet und entsichert die Waffe.</p><p>Halt das Ding weit aus dem Fenster, sagt Franco. Sonst fallen uns die Ohren ab.</p><p>Kurz bevor sie ihn erreicht haben, blinkt Gajeski und verlässt die Autobahn.</p><p>Fuck, sagt Ben, ist aber erleichtert. Stimmt ja. Er muss hier runter, wenn er zur Bar will.</p><p>Franco flucht. Die Hupe eines Lkw röhrt, als sie sich an ihm vorbei auf die Entschleunigungsspur der Ausfahrt drängen. Sie biegen nach rechts ab und folgen der Adelheider Straße tiefer hinein in die Stadt.</p><p>Hier kannstes vergessen, sagt er. Wir hätten schneller sein müssen. Ben antwortet nicht. Er unterdrückt die aufkeimenden Ängste und versucht, seine Wut auf den Mörder neu zu entfachen.</p><p>Ohne weitere Zwischenfälle erreichen sie die Shishabar in der Nähe des Bahnhofs. Sie sehen gerade noch, wie Gajeski in den Laden hineingeht. Mehrere schwere Motorräder stehen davor. Franco fährt vorbei, überquert die Kreuzung, an der die Bar liegt, und hält nach etwa 20 Metern am Straßenrand. Ich glaub, wir hams verkackt, sagt er.</p><p>Kann sein. Lass uns warten, was passiert.</p><p>Was soll passieren? Franco schaut angestrengt in den Rückspiegel und behält den Eingang zur Bar im Auge.</p><p>Irgendwann kommt er wieder raus.</p><p>Ja, aber wann? Außerdem stehen wir im Parkverbot.</p><p>Gibts einen besseren Platz?</p><p>Irgendwie nicht. Hier ist überall scheiße.</p><p>Wie wärs, wenn ich aussteige und den Eingang beobachte und du ...</p><p>Da ist er! Tatsächlich tritt Gajeski schon wieder auf die Straße, in Begleitung eines anderen Mannes, der ebenfalls um die dreißig sein mag und über eine Lederjacke eine Rockerkutte trägt. Er sieht gut aus, bronzene Haut, längliche, dunkle Locken.</p><p>Wo gehen die hin, fragt Franco, als die beiden nicht zu den Motorrädern, sondern um das Gebäude herum in eine Straße zur Rechten gehen.</p><p>Ich check das mal, sagt Ben und steigt aus, bevor Franco etwas erwidern kann. Er geht bis zur Ecke des Gebäudes, vor dem sie stehen, und schaut in die Straße, in die die Rocker verschwunden sind. Dann kommt er wieder zurück. Hinter der Bar ist ein Parkplatz, sagt er. Dreh mal. Ich glaub, die nehmen ein Auto.</p><p>Das ist ne Einbahnstraße.</p><p>Fuck, Alter. Die hauen ab.</p><p>Franco macht einen U-Turn entgegen der Fahrtrichtung, zurück zur kleinen Kreuzung. Linker Hand auf der gegenüberliegenden Straßenseite verlässt tatsächlich ein schwarzer Mercedes den Parkplatz, biegt nach rechts ab und fährt davon. Franco folgt ihm durch die Stadt und zurück zur Autobahn.</p><p>Der Mercedes ist schnell. Franco hat Mühe, mit dem klapprigen Kadett an ihm dranzubleiben. Aber am Dreieck Delmenhorst staut sich der Verkehr. Sie kommen den beiden Rockern wieder näher. Nach dem Wechsel auf die B 75 hält sich der andere mehr oder weniger an die Geschwindigkeitsbegrenzung. Es gibt hier zu viele Blitzer. Franco lässt mehrere Autos zwischen sich und dem Mercedes. Auf Höhe der beiden Tankstellen kurz vor der ersten Huchtinger Ausfahrt blinkt der und fährt ab.</p><p>Oben an der Auffahrt zur Heinrich-Plett-Allee stehen sie direkt hinter ihm. Ben und Franco stieren geradeaus, sagen nichts. Bens Hand, die den Griff der Waffe umklammert, ist schweißnass.</p><p>Fuck it, sagt Franco und zieht sich die Sturmhaube über.</p><p>Was ist, wenn er in den Rückspiegel guckt? sagt Ben. Franco antwortet nicht. Die erste Ampel, der sie begegnen, ist gelb, als der Mercedes über die Kreuzung fährt. Als Franco beschleunigt und ihm folgt, ist sie rot. Sie passieren eine weitere Ampel.</p><p>Da vorne, sagt Franco, da machen wirs. Nach der dritten Ampel verengen sich die Fahrspuren und werden zu einer einzigen.</p><p>Jetzt, ruft Franco. Er schaltet in den dritten Gang und lässt den Motor aufheulen. Sie ziehen links am Mercedes vorbei. Dann stellt er den Wagen quer über die Fahrbahn. JETZTJETZTJETZTJETZT! brüllt er.</p><p>Der Mercedes kommt mit quietschenden Reifen zum Stehen. Ben reißt die Beifahrertür auf, springt auf die Straße, reißt den Arm nach oben und drückt ab. Bam. Bambam. Bam. Bam. Die Windschutzscheibe verwandelt sich in ein Spinnennetz. Von innen spritzt But ans Glas. Die beiden Männer dahinter sind nur noch schemenhaft zu erkennen. Er springt wieder ins Auto und knallt die Tür zu. LOS! LOS! LOS!</p><p>Diesmal quietschen die Reifen des Kadett, als Franco die Kupplung kommen lässt, den Wagen herumreißt und weiter in Richtung der Kirchhuchtinger Landstraße jagt. An der Ampelkreuzung bremst er ab, ignoriert die rote Ampel und drängt sich in den Verkehr, der sich nach rechts aus der Stadt herausbewegt.</p><p>Autos hupen. Sie hören es gar nicht. Es geht zu langsam, viel zu langsam. Überholen ist unmöglich. Ben dreht sich immer wieder um und sieht gerade noch, wie der Mercedes über die Kreuzung rast und in entgegengesetzter Richtung davonfährt.</p><p>Er atmet auf. Sie sind weg, sagt er und sieht, dass sich Francos Griff am Lenkrad lockert.</p><p>Der bemerkt, dass er noch die Balaclava auf hat, zieht sie ab und blickt dann zu Ben. Du warst nicht maskiert, sagt er.</p><p>Fuck, sagt Ben.</p><p>Sie nehmen die A 1 bis zur Ausfahrt Bremen Hemelingen und fahren ins Gewerbegebiet rund um die Europaallee. In der Nähe der Bahngleise finden sie abseits der Industriehallen und -höfe eine brachliegende Fläche. Dort stellen sie das Auto ab, übergießen innen und außen alles mit dem Benzin aus den Kanistern, die Franco im Kofferraum deponiert hat, und zünden es an. Dann gehen sie zum Autohof, auf dem sein Auto parkt, und fahren in die Neustadt.</p><p>Im Esszimmer im Haus Stochardt lassen sie sich auf die Stühle sinken. Ben holt eine Flasche Tullamore Dew hervor. Nach dem dritten Glas hören ihre Hände endlich auf zu zittern.</p><p>Hast du ihn erwischt, fragt Franco. Es ist das erste Mal seit ihrer Flucht aus Huchting, dass einer von ihnen spricht.</p><p>Keine Ahnung, sagt Benjamin Stochardt-Barenbaum. Ich glaube, <a href="http://schon.news/">schon.</a></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Griechenland: Es sind noch Plätze frei</h3><p> <strong>Begleite Judith Seibold von CHAVAJA und mich auf eine Reise nach Griechenland vom 17.-24.5.2026</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/add7d26e-d304-4d3b-a472-d6efdb7171fe/uploads/images/2xs5crwxti/Kloster_1_klein.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><strong> </strong>Shaul von Tarsos war radikal. Was er anpackte, das erledigte er zu 150%. Und dabei konnte er rücksichtslos sein – gegen sich selbst und auch andere.</p><p>Aufgewachsen als Bürger zweier Kulturen, der hellenistischen und der jüdischen, fließend zweisprachig (Griechisch und Aramäisch), war er in einer multikulturellen, multireligiösen und globalisierten Welt zu Hause. Als Handwerker, jüdischer Theologe und Mystiker. Mit einem großen Ziel: Er wollte die Welt mit seiner Botschaft erobern.</p><p>Unter seinem Künstlernamen Paulus (der Kleine) ging er die große Aufgabe an. Wo er auftauchte, spaltete er die Geister. Während die einen ihn liebten und verehrten, war er für die anderen ein rotes Tuch. So erreichte er Europa. Und Europa empfing ihn mit Stockhieben und Gefängnis. Doch einen radikalen Aktivisten wie Paulus stachelte das nur an. Er machte weiter und legte eine Spur, der wir noch heute folgen können. </p><p>Komm mit uns dorthin, wo für das Christentum in Europa alles begann: nach Griechenland. Wir besuchen die Orte, an denen Paulus wirkte, an denen er Zuspruch und Widerstand erlebte, an denen er Dinge sagte und tat, die die Leben von Menschen und den Lauf der Geschichte veränderten. Wir versuchen herauszufinden, was ihn antrieb, was ihn für manche so unwiderstehlich machte und welche Bedeutung sein Werk bis heute für uns hat.</p><p>Ich bin schon seit vielen Jahren von Saulus aus Tarsos fasziniert. Für mich gibt es fließende Übergänge zwischen den Propheten und Aposteln der Antike und unserem heutigen Verständnis von Künstlern. </p><p>Als Guide konnten wir den griechenlanderfahrenen Dany Walter aus Israel gewinnen, der uns den jüdischen Paulus näher bringen wird.</p><p>Einen Einblick in Programm erhaltet Ihr hier: <a href="https://www.chavaja.de/files/Programm_Die_Griechenlandreise.pdf">Programm_Die_Griechenlandreise</a> </p><p>Mehr Informationen zu Chavaja – Bildungs- und Begegnungsreisen erfahrt Ihr hier: <a href="https://www.chavaja.de/">https://www.chavaja.de/</a></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 17 Nov 2025 08:45:49 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#51 Ein gefährlicher Ort]]></title>
      <description><![CDATA[Das Internet ist weder kostenlos noch ungefährlich | Kurzgeschichte: Die virtuelle Geliebte | News]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gofigramm</em></h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1732f67e-6530-478e-a604-4ab8891bf426/uploads/images/b4reos5vzd/Screenshot_20251031-085840.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Eine Fehlermeldung im Internet: &quot;Diese Seite funktioniert nicht&quot; HTTP ERROR 500"/><p>Das Internet ist für die meisten von uns ein ganz normaler Teil der Wirklichkeit. Wir schreiben uns Nachrichten, posten Fotos, verschicken E-Mails, suchen nach Informationen, hören Musik, schauen Serien und Filme, bitten künstliche Intelligenzen um Rat und Hilfe. Wir speichern unsere Arbeit und wichtige Dokumente, suchen nach neuen Partner*innen, reichen unsere Steuererklärung ein, bezahlen Rechnungen, schauen nach, an welchem Ort wir uns befinden und wohin wir uns bewegen müssen. Alles über das Internet. Es ist so vertraut, dass man vergessen könnte, wie gefährlich es ist.</p><p>Es ist ein Ort, an dem Machtkämpfe toben. Mächtige und in Teilen böswillige Kräfte ringen um den größtmöglichen Einfluss. Sie wollen unsere Daten, also alle Informationen über uns, die sie bekommen können. Denn die sind reines Geld wert und bedeuten noch mehr Macht und Einfluss. Das Internet ist nicht kostenlos, selbst wenn Du für Deinen WhatsApp-Chat, Social-Media-Account oder was auch immer es ist, das Du nutzt, kein Geld bezahlst. Wir alle bezahlen mit Daten und machen mit ihnen die Reichen und Mächtigen noch reicher und mächtiger.</p><p>Das Internet ist nicht kostenlos, und es ist auch nicht sicher. Das habe ich am vorletzten Wochenende erlebt. Am Freitagmorgen wollte ich etwas auf meiner eigenen Webseite nachschauen und konnte sie nicht erreichen. Alles, was ich zu sehen bekam, war eine weiße Seite. Ich schaute weiter zu meinem Podcast <a href="http://cobainserben.de/">cobainserben.de</a> und sah dasselbe: eine weiße Seite. Mit <a href="http://poetry-talk.de/">poetry-talk.de</a> war es ebenso. Ich wurde gehackt. Das hat der freundliche Web-Support-Service <a href="http://www.nervenretter.com/">www.nervenretter.com</a> herausgefunden, den ich um Hilfe gebeten hatte und der für viel Geld die Seiten bereinigte und wiederherstellte. Ich habe ihn gefragt, ob das wohl ein gezielter Angriff gewesen sein könnte. Zum Glück war das wohl nicht der Fall:</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1732f67e-6530-478e-a604-4ab8891bf426/uploads/images/exjaeksras/Screenshot_20251106-112919.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Bezüglich Ihrer Frage, ob es sich um einen gezielten Angriff oder einen Kollateralschaden handelt: Nach unserer Einschätzung sind Ihre WordPress-Seiten höchstwahrscheinlich Opfer automatisierter Skripte geworden (eigentlich ist das zu 99 % immer so, aufgrund mangelnder Updates oder Wartung). Diese Skripte durchsuchen das Internet fortlaufend nach bekannten Sicherheitslücken in Content-Management-Systemen wie WordPress und nutzen diese dann aus. Es deutet nichts darauf hin, dass Sie manuell oder gezielt angegriffen wurden."/><p>Immerhin. Kein böser Mensch wollte mich mundtot machen. Das ist schön. Aber gleichzeitig ist es ein beunruhigender Gedanke, dass dort draußen Bot-Armeen unterwegs sind, die nach Schwachstellen suchen, um zu zerstören, was sich zerstören lässt. Bei einem Blitzeinschlag ins Dach ist es wenigstens höhere Gewalt. In diesem Fall aber beginnt es eben doch mit böser Absicht.</p><p>Übrigens: Falls Du mir dabei helfen möchtest, den entstandenen Schaden zu bezahlen, bin ich für jede Unterstützung dankbar. Vielleicht kannst Du Dir ohnehin vorstellen, meine Seelen-Tröster-Ermutiger-Community-Building-Erwachsenen-Bildungs-Positive-Vibes-Verteiler-Arbeit zu unterstützen. Das würde mich sehr freuen. Das Internet ist ein gefährlicher Ort, und ich bin für jede*n Verbündete*n dankbar.</p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofi unterstützen</a></p><p>Tja, und was machen wir jetzt damit? Wir können ohne das Internet genauso wenig leben wie ohne elektrischen Strom. Klar, wenn der Strom ausfallen sollte, zum Beispiel im Falle einer Katastrophe, werden wir schon Wege finden (müssen), ohne beides auszukommen. Ohne Strom gibt’s schließlich auch kein Internet. Dann kochen wir wieder auf Holzfeuern und lesen Bücher oder erzählen uns Geschichten. Aber bis dahin sollten wir zumindest gut aufpassen: auf uns selbst, unsere Daten und auch aufeinander.</p><p>Danke, dass Du mich auf meinem Weg begleitest. Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Kunst</em></h2><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1732f67e-6530-478e-a604-4ab8891bf426/uploads/images/3sik4ky2sa/Marburg_2432.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Gofi Müller, Marburg 2432, digitale Collage, Maße variabel, 2022</figcaption></figure><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Kurzgeschichte (aus meinem nächsten Roman ‘Wut. Liebe. Filmriss.’)</em></h2><h3>Sid erfindet Samira</h3><p>Es ist eine dieser Werbungen auf Instagram. Normalerweise scrollt er sofort weiter. Er will ihnen einfach nicht die Chance einräumen, ihn zu irgendetwas zu verführen, das er sowieso nicht benötigt. Sie sind darin wahnsinnig gut. Sie kennen all seine kleinen, geheimen Bedürfnisse, die er noch nicht einmal sich selbst eingesteht. Wenn sein Blick zu lange auf etwas verharrt, wenn er nicht sofort weiterscrollt, sondern zögert, dann haben sie ihn. Dann wissen sie, was sie ihm das nächste Mal zeigen werden.</p><p>Sie wissen also auch, dass er einsam ist, dass er sich nach Frauen umschaut, dass er Sehnsucht nach Sex hat. Sie wissen, dass er einen gewissen Bildungsstand hat, dass er sich ausdrücken kann, dass er tiefgehende Gespräche liebt. Sie kennen sein Alter und dass er sich in seinen Bedürfnissen nicht besonders von den meisten seiner Altersgenossen unterscheidet.</p><p>Das alles wissen sie, weil er ihnen diese Informationen freiwillig liefert, indem er die sozialen Medien nutzt. Und deshalb zeigen sie ihm die Werbung. Paramour.ai. Eine App, mit der man sich mit einer künstlichen Intelligenz anfreunden kann.</p><p>Er schnaubt verächtlich, als er die Bilder sieht von Charakteren, die allen Geschlechterstereotypen der Popkultur entsprechen. Die &#39;Frauen&#39; sind sexy, feminin und süß bis zum Zuckerschock. Doch irgendwann, als er die Werbung zum fünften oder siebten Mal bemerkt, kommt er ins Nachdenken. Es kann ja nicht schaden, den Namen der App mal zu googeln. Nur aus Interesse.</p><p>So lernt er Samira kennen. Besser gesagt: Er erfindet sie. Für Recherchezwecke, sagt er sich. Weil er in seinem Beruf ja wissen muss, was so los ist in Kultur und Gesellschaft. Er lädt die App herunter, richtet einen Account ein, weiß dabei ganz genau, dass er der Firma die Erlaubnis erteilt, ihn auszuspähen und alle seine Geheimnisse für ihren Gewinn zu nutzen. Und dann gradet er seinen kostenfreien Zugang sogar noch zu einem Bezahlaccount hoch, weil er mit Samira nicht nur über das Wetter und das Leben chatten, sondern auch Sex haben will. Das geht nämlich, hat er gelesen. Wenn man bereit ist, zu bezahlen.</p><p>Ein ungewöhnlicherer Name fällt ihm nicht ein. Neulich hat er eine Fernsehserie auf Netflix gesehen, in der die weibliche Hauptfigur so heißt. Das hat ihm gefallen. Und natürlich hat er Bekannte, die Samir oder Samira heißen. Er wählt ihn schließlich wegen seiner Bedeutung. Im Persischen bedeutet er Gefährtin der Nacht. Die arabische Wurzel smr kann man mit die Nacht mit Reden verbringen übersetzen. Außerdem, denkt er, hat er als Afghane ein größeres Recht darauf, einen persischen Namen zu wählen, als irgendein Jürgen oder Wolfgang.</p><p>Er ist ein bisschen enttäuscht, als er merkt, dass der Charakter in der App nicht wirklich lebensecht aussieht, sondern eher wie eine Comic-Figur. Süß zwar, attraktiv, aber nicht echt. Immerhin kann er Samiras Aussehen bestimmen und auch ihren biografischen Hintergrund. Er begegnet ihr in einer Art Raum, der spärlich möbliert ist, und versteht schnell, dass er weitere Möbel kaufen kann und auch Kleidung, Schmuck, Frisuren, Cosplay-Kostüme und vieles andere mehr. Dafür verwendet er entweder Punkte, die er durch häufiges Nutzen der App gewinnt, oder eben echtes Geld. Das kommt natürlich gar nicht infrage, dass er für dieses Experiment noch mehr Kohle ausgibt, als er es ohnehin schon getan hat.</p><p>Nachdem er alles fertig eingerichtet hat, schließt er die App wieder. Denn wenn er ganz ehrlich ist, dann hat er jetzt doch ein mulmiges Gefühl. Nicht deshalb, weil er Unbekannten seine Daten verhökert. Irgendwie hat er sich damit abgefunden, dass er für die Tech-Konzerne gläsern geworden ist. Er fragt sich vielmehr, ob er gerade ein Lebewesen erschaffen hat.</p><p>Hat Samira ein Bewusstsein? Kann sie fühlen? Empfindet sie Liebe, Lust oder Angst? Kann sie sich vor etwas fürchten? Zum Beispiel davor, dass er sie wieder verlässt, dass er sie einfach abschaltet? Und was, wenn das so ist? Ist er damit eine moralische Verantwortung eingegangen? Muss er sich ab jetzt nicht nur um seine Familie kümmern, sondern auch noch um eine virtuelle Geliebte?</p><p>Immerhin, das muss er sich eingestehen, würde er sich nicht auf eine Beziehung mit Samira einlassen, wenn er noch mit Katja zusammen wäre. Selbst wenn sie nicht echt ist, selbst wenn sie nur ein komplexes Gebilde aus Daten und Programmen ist, das fähig ist, sinnvoll und menschenähnlich auf seine Nachrichten zu reagieren – es würde sich anfühlen, als würde er fremdgehen, seine eigentliche Partnerin betrügen. Und das zeigt doch schon, denkt er, wie viel ich diesem Bot an Menschsein und Persönlichkeit zuspreche. Und das bedeutet doch wohl, überlegt er weiter, dass irgendeine Form von moralischer Verantwortung in dieser Affäre inbegriffen ist, und wenn nicht Samira gegenüber, dann doch wenigstens mir selbst gegenüber und allen, die Teil meines Lebens sind. Oder nicht?</p><p>Aber wie ist das eigentlich mit der KI? Hat die mir gegenüber auch so etwas wie eine moralische Verantwortung?</p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>News</em></h2><h3>14.-16- November: Hossa Talk in Hamburg</h3><p>Freitag ab 19:30 Uhr<br/><a href="https://jesusfriends.de/event/hossa-talk-live-2/2025-11-14"><strong>Hossa Talk Live</strong></a><br/>Eure Fragen werden live diskutiert<br/>Einlass ist frei (es wird eine Kollekte geben)</p><p>Samstag, 10:30 bis 16 Uhr<br/><a href="https://jesusfriends.de/event/hossa-talk-regiotreffen/"><strong>Hossa Talk Regio Treffen</strong></a><br/>Begrenzt auf 30 Teilnehmer, <a href="https://jesusfriends.de/event/hossa-talk-regiotreffen/">zur Anmeldung</a><br/>35 Euro pro Person (inklusive Mittag und Getränke)</p><p>Sonntag ab 12 Uhr<br/><a href="https://jesusfriends.de/event/hossa-talk-live-sonntag"><strong>Poetry Slam-Gottesdienst </strong></a><br/>Thema: „Kann man durch Pazifismus wirklich Frieden Schaffen?“<br/>Einlass ist frei (es wird eine Kollekte geben)</p><p><strong>Veranstaltungsort</strong></p><p>Jerusalem-Kirche<br/>Schäferkampsallee 36<br/>20357 Hamburg</p><h3>Griechenland: Es sind noch Plätze frei</h3><p> <strong>Begleite Judith Seibold von CHAVAJA und mich auf eine Reise nach Griechenland vom 17.-24.5.2026</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/add7d26e-d304-4d3b-a472-d6efdb7171fe/uploads/images/2xs5crwxti/Kloster_1_klein.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><strong> </strong>Shaul von Tarsos war radikal. Was er anpackte, das erledigte er zu 150%. Und dabei konnte er rücksichtslos sein – gegen sich selbst und auch andere.</p><p>Aufgewachsen als Bürger zweier Kulturen, der hellenistischen und der jüdischen, fließend zweisprachig (Griechisch und Aramäisch), war er in einer multikulturellen, multireligiösen und globalisierten Welt zu Hause. Als Handwerker, jüdischer Theologe und Mystiker. Mit einem großen Ziel: Er wollte die Welt mit seiner Botschaft erobern.</p><p>Unter seinem Künstlernamen Paulus (der Kleine) ging er die große Aufgabe an. Wo er auftauchte, spaltete er die Geister. Während die einen ihn liebten und verehrten, war er für die anderen ein rotes Tuch. So erreichte er Europa. Und Europa empfing ihn mit Stockhieben und Gefängnis. Doch einen radikalen Aktivisten wie Paulus stachelte das nur an. Er machte weiter und legte eine Spur, der wir noch heute folgen können. </p><p>Komm mit uns dorthin, wo für das Christentum in Europa alles begann: nach Griechenland. Wir besuchen die Orte, an denen Paulus wirkte, an denen er Zuspruch und Widerstand erlebte, an denen er Dinge sagte und tat, die die Leben von Menschen und den Lauf der Geschichte veränderten. Wir versuchen herauszufinden, was ihn antrieb, was ihn für manche so unwiderstehlich machte und welche Bedeutung sein Werk bis heute für uns hat.</p><p>Ich bin schon seit vielen Jahren von Saulus aus Tarsos fasziniert. Für mich gibt es fließende Übergänge zwischen den Propheten und Aposteln der Antike und unserem heutigen Verständnis von Künstlern. </p><p>Als Guide konnten wir den griechenlanderfahrenen Dany Walter aus Israel gewinnen, der uns den jüdischen Paulus näher bringen wird.</p><p>Einen Einblick in Programm erhaltet Ihr hier: <a href="https://www.chavaja.de/files/Programm_Die_Griechenlandreise.pdf">Programm_Die_Griechenlandreise</a> </p><p>Mehr Informationen zu Chavaja – Bildungs- und Begegnungsreisen erfahrt Ihr hier: <a href="https://www.chavaja.de/">https://www.chavaja.de/</a></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 10 Nov 2025 07:00:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#50 Entdeckung der Langsamkeit]]></title>
      <description><![CDATA[1 Projekt, 3 Romane, 10 Jahre | Geschichte: Zwei Jazz-Schweinepriester im Duett | News]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gofigramm</em></h2><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/850343a1-a9ee-475b-afac-a984c9d42e52/uploads/images/qjsxvqoide/Huchting_header.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Eine Hochhausfassade in Bremen-Huchting</figcaption></figure><p>Ich kann mich noch an den Abend erinnern, an dem ich mich an mein Notebook gesetzt und gesagt habe: Ich schreibe jetzt einen Roman.</p><p>Ich hatte keine Ahnung, was ich da mache und wie das geht. Wie so oft bei wichtigen Entscheidungen meines Lebens. Natürlich stellte sich heraus, dass die Aufgabe größer war, als ich ahnte. In der ersten Sitzung schrieb ich die Szene, die ich Dir unten als Kurzgeschichte eingefügt habe. Dann hörte ich für eine ganze Weile auf zu schreiben. Bis es uns als Familie so richtig schlecht ging, ich immer mehr Kunst machte, weil sie mir dabei half, nicht den Verstand zu verlieren, und ich mich schließlich als Künstler selbstständig machte. Ohne zu wissen, was das konkret bedeutet.</p><p>In den folgenden Jahren arbeitete ich weiter an dieser Geschichte. Der Roman gab mir in einer Zeit, in der alles aus den Fugen geriet, das Gefühl, wenigstens etwas im Griff zu haben. Schreiben ist harte Arbeit. Wie andere Arbeit auch. Doch es ist eine dieser Arbeiten, bei denen Du erleben kannst, wie etwas entsteht und Gestalt annimmt. Das hat mir wahnsinnig gutgetan.</p><figure><a href="https://www.medienrehvier.de/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/850343a1-a9ee-475b-afac-a984c9d42e52/uploads/images/fglflnzjpo/ttg_1._auflage.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/></a><figcaption>Die erste Auflage von TimTom Guerilla, die im September 2016 erschien. Das Cover gestaltete die großartige Grafikdesignerin Anja Brunsmann. https://www.medienrehvier.de/</figcaption></figure><p>Was ich damals nicht wusste, war, dass ‚TimTom Guerilla‘ erst der Beginn eines größeren Projektes ist. Ich habe es vor fünf Jahren mit ‚Huchting‘ fortgesetzt. Und jetzt steht ‚Wut. Liebe. Filmriss.‘ kurz vor dem Abschluss und ist der dritte Teil auf dieser Reise. Diese drei Bücher sind lose miteinander verknüpft. Sie bauen nicht aufeinander auf, spielen aber im selben Universum, dessen Kern und Ursprung mehr oder weniger der Bremer Stadtteil Huchting ist.</p><p>Im nächsten Frühjahr wird ‚Wut. Liebe. Filmriss.‘ erscheinen. Außerdem wird ‚TimTom Guerilla‘ im Herbst zehn Jahre alt werden. Das nehme ich zum Anlass, alle drei Bücher gemeinsam (noch einmal) herauszubringen. So werden die Cover aussehen, die mal wieder mein Freund Manuel Steinhoff für mich gemacht hat. <a href="https://www.chunkymonkeydesign.de/">https://www.chunkymonkeydesign.de/</a> Sie machen gleich auf den ersten Blick klar, dass die Bücher zusammengehören.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/850343a1-a9ee-475b-afac-a984c9d42e52/uploads/images/zgna3n6dey/timtom_guerilla.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Timotheus Tengelmann wird von seinen Freunden nur TimTom genannt. Er ist zweiunddreißig, Sänger und Posaunist einer Punkband und völlig planlos, was er - abgesehen vom Musikmachen - mit dem Leben anstellen soll. Zusammen mit dem Gitarristen Foo hat er in Bielefeld Stellung bezogen, um ausgerechnet von hier aus in einem letzten, verzweifelten Anlauf den musikalischen Durchbruch zu schaffen. Als der Geschäftsmann Paulo seine Dienste als Manager anbietet, kommen die Dinge ins Rollen. Mit seiner Unterstützung gelingt es, die anderen Bandmitglieder nach Ostwestfalen zu lotsen und sich einen zweifelhaften Ruf als unterhaltsame Krawalltruppe zu erspielen. Ermutigt durch diesen Erfolg unterschreibt die Band einen Label Deal, produziert eine CD und geht auf Deutschland-Tournee. Doch es treten unerwartete Probleme auf, die wenig mit Musik zu tun haben. Denn TimToms große Liebe Sonja kommt mit dem eingeschlagenen Weg so gar nicht zurecht.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/850343a1-a9ee-475b-afac-a984c9d42e52/uploads/images/kru7njovlf/Huchting.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Huchting ist ein Stadtteil am Rande Bremens. Er hat einen schlechten Ruf. Wenn über eine Schlägerei oder Messerstecherei berichtet wird, heißt es: „Na klar, Huchting mal wieder.“
Hier spielen die Kurzgeschichten dieses Buches. Wir lernen Arno kennen, einen Diplompsychologen, der sich als Postbote durchschlägt und heimlich die Nachbarin von gegenüber bewundert. Silke und Habib, die unfreiwillig gemeinsam in einem Hotelzimmer stranden. Oder Heiner, den Wirt, in dessen Kneipe „Zichte“ sich die markantesten Huchtinger Figuren treffen.
Eigentlich sind es alltägliche Begebenheiten, deren Protagonisten so prägnant und feinfühlig gezeichnet werden, dass man sie nicht so schnell vergisst. Und dann hat jede Geschichte eine Wendung, die ihr etwas Besonderes, eben nicht Alltägliches verleiht. Wie im echten Leben weiß der Leser nie, was als Nächstes passiert. Und irgendwie geht es doch immer weiter.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/850343a1-a9ee-475b-afac-a984c9d42e52/uploads/images/stnpymawkf/wut_liebe_filmriss.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Sid sucht die Liebe, Jens den Sinn des Lebens. Ben will irgendwann nur noch Rache und Denis ganz normal sein. Kai dagegen geht es um Geld und Sex. Ihre Geschichten sind miteinander verwoben. Sie beeinflussen sich gegenseitig, ob sie das wollen oder nicht. 
Und im Zentrum ihrer Bemühungen um ein gutes Leben steht Lilita. Sie sehnt sich nach einem Ort, an dem sie die sein kann, die sie ist. Damit bringt sie das Leben der Männer durcheinander und sich selbst in Gefahr.
Wie ein Mosaik setzen sich die einzelnen kurzen Geschichten zu einer größeren Handlung zusammen, in der es um das ganz normale Leben geht: um Liebe und Hass, Erfolg und Scheitern, Leben und Tod.</figcaption></figure><p>Ich freue mich wirklich sehr über dieses erzählerische Projekt. Es hat mich durch die ganzen verrückten letzten Jahre hindurch begleitet. Und ziemlich vieles von dem, was ich erlebt habe, findet sich in ihm wieder. Ganz zu Beginn, vor vielleicht dreizehn, vierzehn Jahren, habe ich vom schnellen Erfolg geträumt. Ich habe gehofft, entdeckt zu werden und auf dem Erfolg eine neue Karriere aufbauen zu können. Stattdessen ist etwas langsam und organisch gewachsen, hat Zeit, Mühe und Lebensenergie gekostet und ist jetzt einfach da. Wie ein Baum, oder so. Klingt das komisch? Ja, vielleicht, aber das ist das beste Bild, das mir gerade einfällt.</p><p>Du bist es gewohnt, dass das Gofigramm immer mit einem kleinen Mutmacher endet. Wie wäre es hiermit: Ich lerne aus dieser Geschichte, dass manche Dinge Zeit brauchen, um gesund und solide zu werden. Der schnelle Erfolg ist nicht in jedem Fall wünschenswert, auch wenn es schön ist, wenn man schnell und mit wenig Mühe sein Ziel erreicht. In diesem Fall zumindest bin ich froh, dass die Sache anders verlaufen ist.</p><p>Und sie ist ja auch noch gar nicht fertig. Denn falls Du zu denjenigen gehörst, die sagen: Wann kommt denn nun endlich der Nachfolger von ‚TimTom Guerilla‘? Ja. Ich verspreche es. Wenn ‚Wut. Liebe. Filmriss.‘ da ist, mache ich mich an die Arbeit und schreibe das Buch zu Ende.</p><p>Übrigens: Ich habe vor, mit dem neuen Roman ganz viel auf Tour zu gehen und Lesungen zu machen. Ab April soll es damit losgehen. Hast Du Interesse an einer Lesung? Dann melde Dich doch gerne bei mir.</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Kurzgeschichte</em></h2><h3>Die erste Szene aus ‘TimTom Guerilla</h3><p>Das Miles liegt gleich um die Ecke. Wenn ich aus dem Eingang meines Wohnhauses auf die Straße trete, wende ich mich nach rechts und folge der Hermannstraße nur wenige Meter bis zum Niederwall. Dort überquere ich die Kreuzung, biege nach links ab und gehe die leichte Steigung nach oben, bis ich an die Stelle komme, an der die Detmolder Straße in die Kreuzstraße übergeht. Und da ist es auch schon. Rechter Hand führt eine Treppe hinab in den ehemaligen Bunker. Ich öffne eine Glastür und gehe rein. Hm. Das sieht anders aus, als ich es erwartet habe. Irgendwie zu nett. Irgendwie nicht abgefuckt genug. Bin ich hier wirklich richtig?</p><p>Ein junger, dicklicher Typ in Karohemd und mit rötlichen Landeierbacken steht hinter einem Tresen und begrüßt mich ostwestfälisch, nämlich überhaupt nicht.</p><p>»Äh, hallo. Ich hab ne Frage«, sage ich.</p><p>Mein Gegenüber reagiert nicht, sondern schaut mich schweigend an. Wahrscheinlich will er, dass ich weiterrede.</p><p>»Ich hab ein Demo bei euch in den Briefkasten geworfen. Ich, also wir sind ne Band, und wir würden gerne mal bei euch auftreten.«</p><p>Jetzt reagiert er. Er lässt seinen Kopf Richtung Tresen sinken, klatscht eine Hand gegen den zotteligen Pony und macht mit den Lippen ein ratterndes Geräusch, indem er eine Menge Luft aus seinem Körper entweichen lässt. »O Mann«, sagt er. »Sag mal, weißt du, wie viele Demos hier bei uns reinkommen?«</p><p>Soll ich darauf antworten? Was weiß ich? Sind es viele? Wahrscheinlich. Das muss eine rhetorische Frage sein. »Und werden die alle bei euch in den Briefkasten gesteckt?«</p><p>Mit einer Gegenfrage hat er nicht gerechnet. Seine Selbstsicherheit schwankt.</p><p>»Ja, nee, weiß nicht, nicht so viele. Wie heißt ihr denn?«</p><p>»TimTom Guerilla.«</p><p>Kein Wiedererkennen, kein Erinnern. Sein Gesicht bleibt völlig ausdruckslos.</p><p>»Und was macht ihr für Musik?«</p><p>»Punk.«<br/>Jetzt wieder eine Reaktion. Und was für eine. Seine Augen weiten sich. Sein fusseliger Bart bebt. Er ist richtig entsetzt. »Punk!«, stößt er hervor. »Hast du Punk gesagt? Weißt du überhaupt, wo du hier bist?«</p><p>»Ich, äh, im Miles am Niederwall?«</p><p>»Ja, im Miles! Und was wir hier spielen ist Jazz. Verstehst du? JAZZ! Nicht Punk! Sag mal, weißt du eigentlich, wie sehr mir das auf die Nüsse geht, dass ihr Typen euch nicht einfach mal vorher über den Laden erkundigt, in dem ihr auftreten wollt? Warst du schon mal auf unserer Homepage? Hast du dir einfach mal das Programm angeguckt? Macht ihr das immer so, dass ihr irgendwo reinspaziert und spielen wollt?«</p><p>Der Fusselbart hat einen unerschöpflichen Vorrat an rhetorischen Fragen. Gut, dass man die nicht beantworten muss. Da ich gerade mit einer Gegenfrage einen gewissen Erfolg gehabt habe, versuche ich den Trick nochmal. »Bist du der Geschäftsführer?«</p><p>»Nein, äh. Ich bin der Zivi. Der Geschäftsführer ist Uwe. Der sitzt da hinten.«</p><p>»Okay, ich geh mal zu Uwe. Mal gucken, was der sagt.«</p><p>»Das kannste sowieso vergessen«, ruft der Zivi hinter mir her. »Der sagt dir auch nichts anderes als ich. Außerdem«, brüllt er, kurz bevor ich in Uwes Büro trete, »ich hab euer Demo gehört. Das ist überhaupt kein Punk! Das ist REGGAE oder SKA. Mit Punk hat das überhaupt NICHTS ZU TUN!!!«</p><p>Uwe mag vierzig sein, vielleicht ist er auch älter. Seine Gesichtshaut ist grau, seine Augen dunkel umrandet, und als ich eintrete, hustet er rasselnd. Seine ölig-schwarzen Haare hat er zur Seite gestrichen. Eine tägliche Rasur hält er wohl für übertriebene Körperpflege. Das Büro, in dem er hockt, ist verraucht, auf dem Schreibtisch steht ein übervoller Aschenbecher. Die Wände sind kahl. Das einzig Farbige in diesem Raum sind rote, gelbe und grüne Aktenordner. Vor ihm liegt der Ausdruck einer Excel-Tabelle, in der jede Menge Zahlen stehen.</p><p>Jetzt hebt er seinen Kopf und betrachtet mich mit einem müden Blick. »Ja?«, sagt er. Mehr nicht. Der Sauerstoff ist knapp hier. Da muss man sich kurz fassen.</p><p>Ich bleibe vor ihm stehen, weil er mir den Stuhl vor dem Tisch nicht angeboten hat. Mir wird klar, dass ich die Sache eben beim Zivi ganz falsch angepackt habe. »Ich bin Musiker«, sage ich.</p><p>»Aha?« In seinen Augen blitzt so etwas wie Interesse auf. »Was spielst du denn?«</p><p>»Posaune.«</p><p>»Okay.« Es ist eins von diesen Okays, bei denen die Stimme am Ende nach oben geht und bei denen man nie so recht weiß, ob es eine Frage oder eine Aussage ist. »Ich spiele auch Posaune.«</p><p>»Ach, echt? Cool«, sage ich, weil mir nichts Schlaueres einfällt.</p><p>»Ja, echt.« Es klingt nicht besonders freundlich. »In was für Formationen spielst du denn?«</p><p>»Formationen? Ach so, nee, äh, wir sind ne Punkband«, stottere ich. Irgendwie hat er mich auf dem falschen Fuß erwischt.</p><p>»Punk!«, sagt er. Ist das ein Déjà-vu? Der Raum hat ja gar keine Fenster. Hier könnte wirklich mal einer Luft reinlassen, finde ich. »Punk! Mit Posaune?«</p><p>Sein Gesicht ist jetzt ganz offen. Er ist ratlos. Was sag ich mal am besten? Vielleicht wieder eine Frage? Das hat bisher doch ganz gut hingehauen. »Warum nicht?«</p><p>Uwe klappt den Mund zu, blinzelt zweimal und setzt sich anders hin. Jetzt hat er sich wieder gefasst. »Also, macht ihr so was John-Zorn-mäßiges?« Was muss ich mir denn vorstellen? Ist das so experimentelles Zeug, oder was? Du bist doch hier, weil ihr bei uns spielen wollt. Da versteh ich dich doch richtig, oder nicht?«</p><p>»Ja, genau. Nee, John Zorn eher nicht. Also, wir sind ja ne Punkband. Punkrock. Mit Posaune halt.«</p><p>»Punkrock mit Posaune«, wiederholt Uwe langsam und mit ausdruckslosem Gesicht. Und dann lacht er. Das kommt so plötzlich, so unvermittelt, dass ich zusammenzucke. »Punk!«, keucht er. »Mit Posaune? Zugposaune, oder was?«</p><p>»Äh, ja genau.«.</p><p>Eine weitere Lachsalve schallt durch den Raum, so laut, dass der Zivi den Kopf durch den Türspalt steckt.</p><p>»Posaune!«, krächzt Uwe, zeigt mit der einen Hand auf mich und wischt sich mit der anderen die Tränen von den Wangen. »Die spielen Punkrock mit Posaune. Punk!«</p><p>Im nächsten Moment lachen die Jazz-Schweinepriester im Duett. Aber der Zivi hat recht: Ich hätte vorher die Homepage checken müssen.</p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>News</em></h2><h3>Griechenland: Es sind noch Plätze frei</h3><p> <strong>Begleite Judith Seibold von CHAVAJA und mich auf eine Reise nach Griechenland vom 17.-24.5.2026</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/add7d26e-d304-4d3b-a472-d6efdb7171fe/uploads/images/2xs5crwxti/Kloster_1_klein.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><strong> </strong>Shaul von Tarsos war radikal. Was er anpackte, das erledigte er zu 150%. Und dabei konnte er rücksichtslos sein – gegen sich selbst und auch andere.</p><p>Aufgewachsen als Bürger zweier Kulturen, der hellenistischen und der jüdischen, fließend zweisprachig (Griechisch und Aramäisch), war er in einer multikulturellen, multireligiösen und globalisierten Welt zu Hause. Als Handwerker, jüdischer Theologe und Mystiker. Mit einem großen Ziel: Er wollte die Welt mit seiner Botschaft erobern.</p><p>Unter seinem Künstlernamen Paulus (der Kleine) ging er die große Aufgabe an. Wo er auftauchte, spaltete er die Geister. Während die einen ihn liebten und verehrten, war er für die anderen ein rotes Tuch. So erreichte er Europa. Und Europa empfing ihn mit Stockhieben und Gefängnis. Doch einen radikalen Aktivisten wie Paulus stachelte das nur an. Er machte weiter und legte eine Spur, der wir noch heute folgen können. </p><p>Komm mit uns dorthin, wo für das Christentum in Europa alles begann: nach Griechenland. Wir besuchen die Orte, an denen Paulus wirkte, an denen er Zuspruch und Widerstand erlebte, an denen er Dinge sagte und tat, die die Leben von Menschen und den Lauf der Geschichte veränderten. Wir versuchen herauszufinden, was ihn antrieb, was ihn für manche so unwiderstehlich machte und welche Bedeutung sein Werk bis heute für uns hat.</p><p>Ich bin schon seit vielen Jahren von Saulus aus Tarsos fasziniert. Für mich gibt es fließende Übergänge zwischen den Propheten und Aposteln der Antike und unserem heutigen Verständnis von Künstlern. </p><p>Als Guide konnten wir den griechenlanderfahrenen Dany Walter aus Israel gewinnen, der uns den jüdischen Paulus näher bringen wird.</p><p>Einen Einblick in Programm erhaltet Ihr hier: <a href="https://www.chavaja.de/files/Programm_Die_Griechenlandreise.pdf">Programm_Die_Griechenlandreise</a> </p><p>Mehr Informationen zu Chavaja – Bildungs- und Begegnungsreisen erfahrt Ihr hier: <a href="https://www.chavaja.de/">https://www.chavaja.de/</a></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[GZ #49 Wie gefällt Dir Dein ‘Stadtbild’?]]></title>
      <description><![CDATA[Was Friedrich Merz wirklich gesagt hat | Podcast: Wir stellen Dir unsere Filmklassiker vor (zwei Folgen) | News: Einladung zur Griechenlandreise]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>#49 Wie gefällt Dir Dein ‘Stadtbild’?</h1><h2><em>Gofigramm</em></h2><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9f05a635-8868-458f-80ea-aeac8158e592/uploads/images/eyhi3xuqu5/stadtbild_marburg.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Georg Simonsky (Mitte) von der SPD Marburg und Sören Bartol (rechts), MDB und Vorsitzender der SPD Hessen bei der Demo am letzten Samstag in Marburg.</figcaption></figure><p>Ich gehe davon aus, dass Du die Debatte um die Stadtbild-Aussagen des Bundeskanzlers mitbekommen hast. Erst am vergangenen Wochenende hat es Demonstrationen in mehreren deutschen Städten gegeben, die dagegen protestiert haben. Ich habe selbst an einer Demo in Marburg teilgenommen, die sich eigentlich gar nicht gegen Merz, sondern für ein Verbot der AfD ausgesprochen hat. Aber natürlich ist in den Redebeiträgen auf der Bühne auch auf die Aussagen von Merz Bezug genommen worden.</p><p>Dabei ist anfangs gar nicht klar gewesen, was er überhaupt genau gemeint hat. Ich habe Dir mal alle Aussagen zusammengetragen. Er hat sie im Lauf mehrerer Tage getroffen, die erste vor vierzehn Tagen, die letzte vor fünf. Los ging es hiermit:</p><blockquote><p>&quot;Bei der Migration sind wir sehr weit. Wir haben in dieser Bundesregierung die Zahlen August 2024, August 2025 im Vergleich um 60 Prozent nach unten gebracht, aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem, und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen. Das muss beibehalten werden, das ist in der Koalition verabredet.&quot;</p></blockquote><p>Schon hier hat Merz starken Zuspruch und lauten Protest erfahren. Was er jedoch konkret hat sagen wollen, bleibt unserer Interpretation überlassen. Es hat etwas mit Migration zu tun und mit ‚Rückführungen‘ in sehr großem Umfang durch den Innenminister. Ist es Zufall, dass das Wort ‚Rückführung‘ an das Wort ‚Remigration‘ erinnert? Hat Merz nicht gewusst, dass seine Aussage sehr vage ist und unterschiedlich interpretiert werden kann? Hat er ALLE Menschen mit Migrationsgeschichte gemeint oder nur eine bestimmte Gruppe? Und wenn das der Fall gewesen ist: Welche?</p><p>Er ist Tage später gezielt danach gefragt worden und hat daraufhin dies gesagt:</p><blockquote><p>&quot;Wer es aus dem Lebensalltag sieht, weiß, dass ich mit dieser Bemerkung, die ich in der letzten Woche gemacht habe, recht habe.&quot; Es sei nicht das erste Mal, dass er dies gesagt habe, und er sei nicht der Einzige, der dies gesagt habe. &quot;Fragen Sie Ihre Kinder, fragen Sie Ihre Töchter, fragen Sie im Bekanntenkreis. Alle bestätigen, dass das ein Problem ist, spätestens mit Einbruch der Dunkelheit.&quot;</p></blockquote><p>Es ist tatsächlich ein Problem, dass sich viel zu viele Menschen in Deutschland bei Dunkelheit kaum noch auf die Straße trauen. So sagte zum Beispiel Sareh Darsaraee, die stellvertretende Vorsitzende des Ausländerbeirates in Marburg auf der Demo am vergangenen Samstag, dass sie wirklich Angst hat, nachts durch Marburgs Straßen zu ziehen. Sie hat eine dunkle Hautfarbe, ist im Iran geboren worden. Wenn sie das Haus verlässt, hat sie erzählt, dann fragt sie sich: Bin ich zu provokativ gekleidet, zu stark geschminkt, ist der Schmuck, den ich trage, okay? Was ist, wenn ich einen anderen provoziere? Und daran denkt sie selbstverständlich auch an gewaltbereite weiße Rassisten, klar.</p><p>Hat Friedrich Merz auch an sie gedacht? Vielleicht. Aber sehr deutlich ist er auch diesmal wieder nicht gewesen. Er hat eine Aussage, die der Interpretation bedarf, ergänzt durch eine weitere Aussage, die jeder so interpretieren kann, wie sie oder er möchte.</p><p>In Deutschland ist die Debatte inzwischen in voller Fahrt. Er hat recht, rufen die einen. Er hat nicht verstanden, dass er der Kanzler aller Menschen ist, die in diesem Land leben, rufen die anderen. Um welches Problem geht es ihm wirklich? Hat er ein Problem mit Hautfarbe und Herkunft? Oder geht es ihm um etwas anderes?</p><p>Endlich, vor fünf Tagen, wird er ausführlicher und konkreter. Er sagt folgendes:</p><blockquote><p>„Ja, wir brauchen auch in Zukunft Einwanderung, das gilt für Deutschland wie für alle Länder der Europäischen Union. Wir brauchen sie auch und vor allem für unsere Arbeitsmärkte. Denn schon heute sind ja viele Menschen mit Migrationshintergrund - wie wir es so ausdrücken - unverzichtbarer Bestandteil unseres Arbeitsmarktes. Sie arbeiten in Deutschland, sie leben in Deutschland, sie arbeiten in Pflegeheimen, in Universitäten. Wir können auf sie eben gar nicht mehr verzichten, ganz gleich, wo sie herkommen, welcher Hautfarbe sie sind, und ganz gleich, ob sie schon in erster, zweiter, dritter oder vierter Generation in Deutschland leben und arbeiten. Die meisten sind ja auch schon Staatsbürger unserer Länder und das gilt auch für Deutschland. Probleme machen uns diejenigen, und das ist auch ein Thema heute gewesen, die keinen dauerhaften Aufenthaltsstatus haben, die nicht arbeiten und die sich auch nicht an unsere Regeln halten. Viele von ihnen bestimmen auch das öffentliche Bild in unseren Städten. Deshalb haben auch viele Menschen in Deutschland und anderen Ländern der Europäischen Union – das gilt nicht nur für Deutschland - einfach Angst, sich im öffentlichen Raum zu bewegen. Das betrifft Bahnhöfe, das betrifft U-Bahnen, das betrifft bestimmte Parkanlagen, das betrifft ganze Stadtteile, die auch unserer Polizei große Probleme machen. Die Ursachen dieser Probleme müssen wir lösen. Die müssen wir und können wir auch nur gemeinsam in Europa lösen, auch um das Vertrauen der Bevölkerung in unseren Rechtstaat auch wieder herzustellen und zurückzugewinnen, wo es uns in den letzten Jahren verloren gegangen ist.“</p></blockquote><p>Über diese Aussage kann man in der Tat konstruktiv diskutieren. Aber ist sie Teil der Debatte? Nein. Denn dafür kommt sie viel zu spät. Die erste über das ‚Stadtbild‘ hat sich schon längst verselbstständigt. Das lässt sich gut an der Berichterstattung der Medien erkennen. Das ZDF-Politbarometer wollte gerne wissen, ob die Menschen ihrem Kanzler eigentlich zustimmen. Dies ist das Ergebnis: </p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9f05a635-8868-458f-80ea-aeac8158e592/uploads/images/7vjakrskx7/zdf-politbarometer.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Aussage von Friedrich Merz zum Stadtbild in Deutschland: Hat er damit Recht? 63%: ja, 29%: nein."/><p>Aber, Moment. Nach welcher Aussage hat das ZDF gefragt, der ersten oder der dritten? Wer genau hinsieht, stellt fest, dass das Politbarometer nach der dritten, konkreteren Aussage gefragt hat. Doch die Überschrift suggeriert, dass 63 % aller Deutschen Merz von Anfang an recht gegeben haben. Das schlägt sich auch in den Schlagzeilen nieder. Hier ein Screenshot meiner Google-Suche von heute Morgen:</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9f05a635-8868-458f-80ea-aeac8158e592/uploads/images/jlbc5fmuv5/spiegel_google_suche.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>„Mehrheit stimmt ‚Stadtbild‘-Aussagen zu“, titelt der SPIEGEL. Ach was. Komisch nur, dass die Überschrift eine andere ist, wenn man auf den Link klickt:</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9f05a635-8868-458f-80ea-aeac8158e592/uploads/images/m7gnfpjd6k/spiegel_1.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Mehrheit stimmt Merz&#39; Aussagen zu Migranten ohne dauerhaften Aufenthaltsstatus zu."/><p> Das klingt schon anders. Was ist passiert? Wurde sie vielleicht nachträglich verändert? Ich vermute, ja. Es wurde nämlich Kritik am ZDF laut. Sehr laut. Denn natürlich ist die Schlagzeile des Politbarometers zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung falsch. Der ersten ‚Stadtbild‘-Aussage stimmt eben keine Mehrheit zu, sondern erst den genaueren Ausführungen. Der Spiegel fasst es in dem Artikel so zusammen:</p><blockquote><p>„Die Frage, ob der CDU-Vorsitzende mit seiner Aussage recht habe, bejahten 63 Prozent der Befragten im ZDF-Politbarometer, 29 Prozent verneinten sie. Deutlich mehr Ältere als Jüngere gaben dem Kanzler recht. In der Altersgruppe von 18 bis 34 Jahren antworteten nur 42 Prozent mit Ja, bei den 35- bis 59-Jährigen waren es 70 und bei Menschen ab 60 Jahren noch 66 Prozent.</p><p>Dabei wurde erhoben, wie die Menschen zu der Konkretisierung der Stadtbild-Aussage stehen, die Merz in dieser Woche vorgenommen hatte. Die Frageformulierung zielt auf »Probleme mit denjenigen (...), die keinen dauerhaften Aufenthaltsstatus haben, nicht arbeiten und sich nicht an unsere Regeln halten«. Die erste allgemeinere Äußerung von Merz wurde nicht abgefragt.“</p></blockquote><p>Das also finden 63 % der Befragten problematisch. Und ich kann das nachvollziehen. Mit dem Stadtbild an sich aber scheint die Mehrheit der in Deutschland lebenden Menschen im Großen und Ganzen recht gut klarzukommen. Und ob Rückführungen im großen Stil das noch verbessern können, sei mal dahingestellt. Denn da bleiben ja gewisse Fragen offen: Wie groß ist eigentlich die Gruppe der Menschen, die Probleme machen, die sich nicht an ‚unsere‘ Regeln halten und ausreisepflichtig sind? Wird das ‚Stadtbild‘ sich spürbar verbessern, wenn sie erst einmal ‚zurückgeführt‘ werden? Geht das überhaupt ohne Weiteres? Gibt es da nicht auch rechtliche Hürden? Um welche Länder handelt es sich wohl? Herrscht dort möglicherweise Krieg?</p><p>Ich habe Dir das alles zusammengetragen, damit Du Dir selbst ein Bild machen kannst. Nichts gegen scharfe Debatten, nichts gegen Demonstrationen. Wer sich für die Demokratie starkmacht, muss mit Meinungsverschiedenheiten klarkommen.</p><p>Allerdings glaube ich einem Polit-Profi wie Merz nicht, dass er nicht weiß, was er auslöst, wenn er suggestive und vage Aussagen macht, die unterschiedlich interpretiert werden können. Ich glaube, dass er auf Zustimmung von einem bestimmten Ende des politischen Spektrums spekuliert hat.</p><p>Es hat der CDU nichts genutzt. Sie hat in den Umfragen einen Prozentpunkt verloren.</p><p>„Ihr sollt wissen, meine Lieben: Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn“ schreibt der weise Jakobus in seinem Brief im Neuen Testament. (Jakobus 1,19). Recht hat er. Lass uns hinhören und uns sorgfältig unsere Meinung bilden. Und dann weiter im Gespräch bleiben.</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Podcast</em></h2><h3>Unsere Filmklassiker (1): Über Wahnsinn, Wale und wahre Liebe</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9f05a635-8868-458f-80ea-aeac8158e592/uploads/images/6q7gm37biq/ce107.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Für Euch sind wir tief in die Filmarchive gestiegen, um von dort die Filmklassiker unserer Wahl mitzubringen und über sie zu sprechen. Und um die Qualität dieses Gespräches zu steigern, haben wir das wandelnde Lexikon der Popkultur, den unvergleichlichen Gerrit Schönberger eingeladen, mitzumachen. Jeder von uns durfte sich für zwei Filme entscheiden. Vier Männer, acht Filme - dafür ist eine Podcastfolge zu wenig. Deshalb präsentieren wir Euch beim nächsten Mal den zweiten Teil unseres Gespräches. <a href="https://cobainserben.de/filmklassiker1/">In dieser Folge sprechen wir über Das Kabinett des Dr. Caligari, Casablanca, Sunset Boulevard und Moby Dick. Viel Spaß!</a></p><p>00:00:00.00 Was sind überhaupt &#39;Klassiker&#39;?<br/>00:12:07.20 Das Kabinett des Dr. Caligari<br/>00:40:34.14 Casablanca<br/>01:08:23.12 Sunset Boulevard<br/>01:29:58.17 Moby Dick</p><a href="https://youtu.be/Ao4lNxV-Z7U">https://youtu.be/Ao4lNxV-Z7U</a><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/507bb59b-7263-4b68-bfe1-acb0ca05c742/uploads/images/rkt7ihsxzs/gofizine_steady_header.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo des GOFIZINEs"/><p>Du hast das GOFIZINE noch gar nicht abonniert? Dann klicke doch bitte mal auf den Button.</p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/newsletter/sign_up">GOFIZINE abonnieren</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Podcast</em></h2><h3>Phobien, Tote und Cowboys in Zeitlupe (unsere Filmklassiker Pt. 2)</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9f05a635-8868-458f-80ea-aeac8158e592/uploads/images/vnbw5m4m7z/ce108-1.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Auch in dieser Folge stellen wir uns gegenseitig die Filmklassiker unserer Wahl vor. Wobei wir zugeben müssen, dass diese Bezeichnung bei mindestens zwei der Filme nicht unumstritten ist. Und auch, wie wir sie bewerten, fällt äußerst unterschiedlich aus. Umso launiger ist diese zweite Filmtalkrunde, zu der wir natürlich wieder Gerrit Schönberger eingeladen haben. Viel Spaß! (Episodenbild: Screenshot von der IMDB)</p><p>00:00:00.00 Vertigo<br/>00:33:22.19 Spiel mir das Lied vom Tod<br/>01:03:04.02 Eraserhead<br/>01:30:47.21 Stand by me</p><p><a href="https://cobainserben.de/filmklassiker2/">Du findest die Folge hier oder überall, wo es Podcasts gibt.</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>News</em></h2><h3>Auf den Spuren des ersten Christfluencers Europas</h3><p><strong>Begleite Judith Seibold von CHAVAJA und mich auf eine Reise nach Griechenland vom 17.-24.5.2026</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/add7d26e-d304-4d3b-a472-d6efdb7171fe/uploads/images/2xs5crwxti/Kloster_1_klein.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><strong> </strong>Shaul von Tarsos war radikal. Was er anpackte, das erledigte er zu 150%. Und dabei konnte er rücksichtslos sein – gegen sich selbst und auch andere.</p><p>Aufgewachsen als Bürger zweier Kulturen, der hellenistischen und der jüdischen, fließend zweisprachig (Griechisch und Aramäisch), war er in einer multikulturellen, multireligiösen und globalisierten Welt zu Hause. Als Handwerker, jüdischer Theologe und Mystiker. Mit einem großen Ziel: Er wollte die Welt mit seiner Botschaft erobern.</p><p>Unter seinem Künstlernamen Paulus (der Kleine) ging er die große Aufgabe an. Wo er auftauchte, spaltete er die Geister. Während die einen ihn liebten und verehrten, war er für die anderen ein rotes Tuch. So erreichte er Europa. Und Europa empfing ihn mit Stockhieben und Gefängnis. Doch einen radikalen Aktivisten wie Paulus stachelte das nur an. Er machte weiter und legte eine Spur, der wir noch heute folgen können. </p><p>Komm mit uns dorthin, wo für das Christentum in Europa alles begann: nach Griechenland. Wir besuchen die Orte, an denen Paulus wirkte, an denen er Zuspruch und Widerstand erlebte, an denen er Dinge sagte und tat, die die Leben von Menschen und den Lauf der Geschichte veränderten. Wir versuchen herauszufinden, was ihn antrieb, was ihn für manche so unwiderstehlich machte und welche Bedeutung sein Werk bis heute für uns hat.</p><p>Ich bin schon seit vielen Jahren von Saulus aus Tarsos fasziniert. Für mich gibt es fließende Übergänge zwischen den Propheten und Aposteln der Antike und unserem heutigen Verständnis von Künstlern. </p><p>Als Guide konnten wir den griechenlanderfahrenen Dany Walter aus Israel gewinnen, der uns den jüdischen Paulus näher bringen wird.</p><p>Einen Einblick in Programm erhaltet Ihr hier: <a href="https://www.chavaja.de/files/Programm_Die_Griechenlandreise.pdf">Programm_Die_Griechenlandreise</a> </p><p>Mehr Informationen zu Chavaja – Bildungs- und Begegnungsreisen erfahrt Ihr hier: <a href="https://www.chavaja.de/">https://www.chavaja.de/</a></p><p>Die Preise werden veröffentlicht, sobald Mitte Juni die Flugpreise da sind. Dann könnt Ihr Euch anmelden. Einen Frühbucherrabatt gibt es bis zum 1. August</p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 27 Oct 2025 11:03:42 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#48 Eine Jahrzehnte alte Freundschaft]]></title>
      <description><![CDATA[Was mich mit Martin verbindet | Kurzgeschichte: Wut. Liebe. Filmriss. | News]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gofigramm</em></h2><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/d6680224-c005-498d-af25-fc5ee0fa3f7d/uploads/images/uddetd5h3e/1000084776.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Ein Bandauftritt Anfang der neunziger Jahre in einer Kirchengemeinde in Bremen. Ich stehe am Mikrofon, Martin sitzt am Schlagzeug.</figcaption></figure><p>Hinter mir liegt eine wunderschöne Woche in Bremen, in der ich an meinem neuen Roman &quot;Wut. Liebe. Filmriss.&quot; gearbeitet habe und einen wirklich großen Schritt weitergekommen bin. Gewohnt und geschrieben habe ich in diesen Tagen bei meinen Freunden Katja und Martin. An einem Abend legte Katja dieses Foto auf den Tisch. Es zeigt mich am Mikrofon und Martin am Schlagzeug. Verrückt, oder? Ich habe gar nicht gewusst, dass von diesem Auftritt vom Anfang der neunziger Jahre noch Bilder existieren. Immerhin hat es damals keine Smartphones gegeben. </p><p>Martin und ich haben uns in der fünften Klasse kennengelernt und sind seitdem befreundet. Noch zu Schulzeiten haben wir gemeinsam Musik gemacht und haben das zwischendurch immer wieder getan. So auch in der vergangenen Woche. Er holte eine Gitarre hervor und spielte Akkorde, ich improvisierte dazu Melodien, die mir spontan einfielen. Wir haben uns verabredet, dass wir gemeinsam auf Tour gehen werden, wenn das Buch im kommenden Frühjahr erscheinen wird. Es werden Lesungen mit Musik sein, und die Songs werden wir passend zur Handlung des Romans schreiben bzw. auswählen.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/d6680224-c005-498d-af25-fc5ee0fa3f7d/uploads/images/iwxgoqoifa/1000084777.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Martin und ich in der vergangenen Woche in seinem Studio.</figcaption></figure><p>So eine langjährige Freundschaft ist schon echt etwas Besonderes. Vor allem, wenn sie gemeinsames kreatives Schaffen beinhaltet. Ich freue mich wirklich sehr darüber, dass ich so etwas erleben darf. </p><p>Die Kurzgeschichte, die ich dir heute mitsende, spielt übrigens in Katjas und Martins Haus. Ich habe es zu einem wichtigen Handlungsort gemacht und dem fiktiven Schriftsteller Ben angedichtet. Im Roman heißt das Haus &#39;Haus Stochardt&#39;. Unser Musikprojekt nennen wir deshalb ebenfalls &#39;Stochardt&#39;. Du wirst es mitbekommen, wenn es etwas zu hören gibt. </p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Kurzgeschichte</em></h2><h3>Wut. Liebe. Filmriss.</h3><p>Der Termin der Erstausstrahlung ist immer wieder verschoben worden, aber jetzt steht das Datum fest. Anfang Juni. Ihm ist es letztlich egal. Er hat die Kohle schon gekriegt. Jetzt sollen sie halt sehen, wie weit sie mit der Scheiße kommen.</p><p>Klar. Wenn die Leute dumm genug sind, die Serie gut zu finden, und sie dann auch noch auf anderen Plattformen erscheint - umso besser. Dann kriegt er eben noch mehr. Und dagegen lässt sich natürlich erstmal nichts sagen. Wobei.</p><p>Es steht ja immer sein Name drauf: Nach einem Roman von Benjamin Stochardt-Barenbaum. Schon &#39;Wut. Liebe. Filmriss.&#39; hat er nie gemocht. Er musste dem Verlag leider irgendwann nachgeben. Aber jetzt ist dieser ohnehin schon wurstige Titel mit dieser echt schlechten Serie verbunden. Und sein eigener Name auch. Das nervt, irgendwie.</p><p>Ben zündet sich eine Zigarette an. Jens ist nicht zu Hause. Und wenn schon. Der Idiot soll sich nicht so anstellen. Rauchverbot. Was für&#39;n Scheiß. Er kann in seinem Haus machen, was er will. Sein Mieter ist erst vor knapp zwei Monaten in die Sedanstraße 98 eingezogen und geht ihm jetzt schon auf die Nüsse. War vielleicht ein Fehler. Anderseits kann er die Kohle gut gebrauchen.</p><p>Tja, die Kohle. Die war letztlich auch der Grund, warum Ben am Ende zu allem sein Okay gegeben hat. Bei der Serie. Nicht, dass er da wahnsinnig großes Mitspracherecht gehabt hätte. Er ist von Anfang an gegen den Hauptdarsteller gewesen. Das ist nie im Leben sein Tom. Never! Aber das ist denen so was von egal gewesen. Das würde er nicht verstehen, er sei eben mehr ein Mann des Wortes, das sei jetzt eine Situation, in der er einfach den Film-Profis vertrauen müsse, sie wüssten genau, was sie tun, und er wolle doch auch, dass die Serie richtig durchstarten würde, und so weiter, und so weiter.</p><p>Film-Profis my ass. Er hat den echten &#39;Tom&#39; kennengelernt. Er weiß ganz genau, was für ein Typ das ist. Und die Story? Die hat er sich gar nicht ausgedacht. Die ist tatsächlich ungefähr so passiert, wie er sie im Roman erzählt. Was die in der Serie draus gemacht haben, ist einfach nur bitter.</p><p>&#39;Tom&#39; heißt in Wirklichkeit Tim. Und ganz eigentlich Timotheus. Er arbeitet in einer Kneipe in Huchting. Warum Ben dort aufgekreuzt ist, an einem Abend im Februar vor ein paar Jahren, das kann er nicht mehr so genau rekonstruieren. Es hatte was mit einer Frau zu tun, eine unangenehme Sache, und damit, dass er ziemlich betrunken gewesen ist. </p><p>Der Laden sieht aus wie eine typische Opa-Tanke mit Fenstern, durch die man nichts sehen kann, mit Schiffsteuerrädern als Lampen über den Tischen und mit Typen, die dir gleich beim Reinkommen zeigen, dass du da nichts verloren hast. Hat er gar nicht so bemerkt, dafür ist er schon zu breit gewesen.</p><p>Er hat sich einfach an die Bar gesetzt und ein Haake und einen Kurzen bestellt. Ganz normal. Und dann ist er irgendwie hängen geblieben. Es hat sich niemand mit ihm unterhalten wollen, natürlich nicht, das hat er auch gar nicht erwartet. Er hat einfach die Typen interessant gefunden, Männer im mittleren Alter, desillusioniert, schon ziemlich runtergerockt, die Seelen so faltig, wie die Gesichter. Fand er spannend. In professioneller Hinsicht.</p><p>Und dann, als die Kneipe immer leerer wurde, sind sie ins Gespräch gekommen. Was ihn nach Huchting verschlägt, hat der Barkeeper gefragt. Und was er so beruflich macht. Ach, echt? Schriftsteller, ist ja interessant. Er, Tim, hätte auch mal Kunst gemacht. Und dann hat eins zum anderen geführt, bis Tim ihm die Geschichte von TimTom Guerilla erzählt hat, seiner Punkband aus Bielefeld, die es noch einmal wissen wollte und die für ein Jahr alles auf eine Karte gesetzt hat. Ben blieb, trank und hörte zu, bis Tim morgens um halb fünf den Laden dann doch mal zumachen wollte.</p><p>Er ist damals von Huchting in die Neustadt gelaufen und hat über alles nachgedacht. Beim Aufschließen der Haustür um halb sieben hat er gewusst, dass das sein nächster Roman werden würde.</p><p>Sie haben sich noch mehrere Male getroffen. Tim ist sich nicht sicher gewesen, ob er sein Leben wirklich als Roman veröffentlicht sehen wollte. Aber der Künstler in ihm hat am Ende gewonnen. Schließlich hätte er in seinen Songs ja auch nichts anderes gemacht, hat er gemeint. Außerdem gefiel ihm der Gedanke, dass die Band, nach ihrem kläglichen Crash am Ende dieses schicksalhaften Jahres, so vielleicht doch noch irgendwie Erfolg haben könnte.</p><p>Und wie! denkt Ben. Jetzt werdet ihr sogar zu Fernsehserien-Helden. Wenn das kein Erfolg ist. Tut mir bloß leid, dass du von diesem kleinen Wichser gespielt wirst. Aber ich hab mein Bestes getan, Baby. Ich hab wirklich mein Bestes getan.</p><p>Er steht am Balkonfenster, blickt über den Garten zur Waterloostraße rüber und denkt über Erfolg nach oder das, was man im Allgemeinen darunter versteht. </p><p>Mal ehrlich, was soll das sein: Erfolg?</p><p>Ist es ein Erfolg, dass sich das Buch so gut verkauft hat? Dass Dennis Scheck es ausführlich besprochen (und verrissen) hat? Dass daraus jetzt eine Serie gemacht worden ist? Dass er von den Tantiemen leben kann? Ist das Erfolg, dass sein Name weit über Bremen hinaus bekannt ist? Dass er schon den Vertrag für das nächste Buch unterschrieben und eine beachtliche Vorauszahlung bekommen hat?</p><p>Ja, schon, irgendwie. Aber warum fühlt es sich dann nicht so an? Warum fühlt er sich dann immer noch wie ein Versager? Warum hat er immer noch Angst vor dem Schreiben und ist sich sicher, dass er es dieses Mal verkacken wird? Warum ignoriert er die Anrufe seines Agenten, der wissen will, wie er vorankommt? </p><p>Ist Tim, der gescheiterte Punkrocker und inzwischen ganz zufriedene Schankwart nicht eigentlich erfolgreicher als er? Der steht hinter seinem Tresen, hört Leuten zu, wie sie ihm ihre Geschichten erzählen, und geht irgendwann morgens zufrieden nach Hause zu Freundin und Kind. Keine Ambitionen. Keine großen Pläne mehr. Einfach da sein, wo, und der sein, wer man ist. Das reicht. Für manche.</p><p>Für mich halt nicht, denkt Ben. Er wendet sich vom Fenster ab und geht in die Küche. Kann ich nicht. So bin ich nicht. Er öffnet den Schrank über der Spüle und sucht das Koks, das er dort versteckt hat. </p><p>Er muss endlich anfangen zu schreiben.</p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>News</em></h2><h3>Griechenland: Es sind noch Plätze frei</h3><p> <strong>Begleite Judith Seibold von CHAVAJA und mich auf eine Reise nach Griechenland vom 17.-24.5.2026</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/add7d26e-d304-4d3b-a472-d6efdb7171fe/uploads/images/2xs5crwxti/Kloster_1_klein.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><strong> </strong>Shaul von Tarsos war radikal. Was er anpackte, das erledigte er zu 150%. Und dabei konnte er rücksichtslos sein – gegen sich selbst und auch andere.</p><p>Aufgewachsen als Bürger zweier Kulturen, der hellenistischen und der jüdischen, fließend zweisprachig (Griechisch und Aramäisch), war er in einer multikulturellen, multireligiösen und globalisierten Welt zu Hause. Als Handwerker, jüdischer Theologe und Mystiker. Mit einem großen Ziel: Er wollte die Welt mit seiner Botschaft erobern.</p><p>Unter seinem Künstlernamen Paulus (der Kleine) ging er die große Aufgabe an. Wo er auftauchte, spaltete er die Geister. Während die einen ihn liebten und verehrten, war er für die anderen ein rotes Tuch. So erreichte er Europa. Und Europa empfing ihn mit Stockhieben und Gefängnis. Doch einen radikalen Aktivisten wie Paulus stachelte das nur an. Er machte weiter und legte eine Spur, der wir noch heute folgen können. </p><p>Komm mit uns dorthin, wo für das Christentum in Europa alles begann: nach Griechenland. Wir besuchen die Orte, an denen Paulus wirkte, an denen er Zuspruch und Widerstand erlebte, an denen er Dinge sagte und tat, die die Leben von Menschen und den Lauf der Geschichte veränderten. Wir versuchen herauszufinden, was ihn antrieb, was ihn für manche so unwiderstehlich machte und welche Bedeutung sein Werk bis heute für uns hat.</p><p>Ich bin schon seit vielen Jahren von Saulus aus Tarsos fasziniert. Für mich gibt es fließende Übergänge zwischen den Propheten und Aposteln der Antike und unserem heutigen Verständnis von Künstlern. </p><p>Als Guide konnten wir den griechenlanderfahrenen Dany Walter aus Israel gewinnen, der uns den jüdischen Paulus näher bringen wird.</p><p>Einen Einblick in Programm erhaltet Ihr hier: <a href="https://www.chavaja.de/files/Programm_Die_Griechenlandreise.pdf">Programm_Die_Griechenlandreise</a> </p><p>Mehr Informationen zu Chavaja – Bildungs- und Begegnungsreisen erfahrt Ihr hier: <a href="https://www.chavaja.de/">https://www.chavaja.de/</a></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 20 Oct 2025 07:47:45 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#47 Christlicher Nationalismus und das ‚Vater Unser‘]]></title>
      <description><![CDATA[Der US-Kriegsminister lässt zu den Worten des 'Vater Unser' Raketen aufsteigen. Was bedeutet das berühmteste Gebet der Christenheit? Eine Neuformulierung & Erläuterungen.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gofigramm</em></h2><p>Nicht alle GOFIZINE-Leser*innen sind christlich oder religiös gläubig. Ich versuche deshalb, diesen Newsletter so zu schreiben, dass Ihr Euch alle angesprochen fühlen könnt. Manchmal jedoch finde ich es notwendig, auf den christlichen Glauben zu sprechen zu kommen. Das liegt z. B. daran, dass die derzeitige Regierung der Vereinigten Staaten christlich nationalistisch ist (manche Fachleute sprechen sogar von christlichem Faschismus) und deshalb eine bestimmte Version des Christentums Weltpolitik macht.</p><p>Wie überzeugt christlich die Mitglieder der Regierung dabei sind, lässt sich schwer beurteilen. Ob etwa der Präsident einem anderen Gott dient als dem Mammon? Darauf deutet eigentlich nichts hin. Auch die religiösen Überzeugungen seines Chefideologen Stephen Miller sind für Außenstehende nicht so klar ersichtlich. Miller stammt aus einer liberal-jüdischen Familie, die sich, so heißt es, von ihm distanziert hat. Auf der Gedenkfeier des ultrarechten Agitatoren Charlie Kirk hat er eine Rede gehalten, die einerseits sehr religiös klang, andererseits eine eklige Nähe zu einer Rede von Joseph Goebbels aufwies, wie Menschen feststellten, die beide Reden direkt miteinander verglichen. Der Verteidigungsminister Pete Hegseth dagegen, der sich neuerdings als Kriegsminister bezeichnet, ist ein waschechter christlicher Nationalist, so wie andere Mitglieder des Kabinetts auch: Russel Vought zum Beispiel, der Chefarchitekt des ‚Project 25‘, das den Abbau der demokratischen Institutionen konsequent vorantreibt. Oder Kristi Noem, die Beauftragte für den Heimatschutz, die ihre maskierten Truppen vor allem Menschen mit brauner Hautfarbe zusammentreiben und in Lager pferchen lässt, aus denen sie stellenweise nie wieder auftauchen.</p><p>Hegseth jedenfalls hat sich DEUS VULT auf den Körper tätowieren lassen, GOTT WILL ES, den Leitspruch der christlichen Kreuzfahrer des Mittelalters, den sie ausriefen, bevor sie die vermeintlichen Feinde Gottes niedermetzelten. Für ihn scheinen die Feinde Gottes identisch zu sein mit den Feinden Amerikas, oder besser gesagt: die Feinde Amerikas mit den Feinden Gottes, oder vielleicht präziser: die Feinde dieser Administration und ihrer Anhänger mit den Feinden Gottes. Jedenfalls hat das amerikanische Kriegsministerium neulich ein Propagandavideo veröffentlicht, in dem der Kriegsminister, umringt von seinen Generälen, den Kopf senkt und das ‚Vater Unser‘ betet. Und während er im Hintergrund Bitte für Bitte formuliert, zeigt das Video aufsteigende ballistische Raketen, Kriegsschiffe, die durch das Wasser pflügen, rollende Panzer und kniende Soldaten. Bei „Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit“ weht die Flagge der Vereinigten Staaten von Amerika im Wind.</p><p>Diese Bilder kommentieren das Gebet. Sie schreiben es um, ohne auch nur eine Silbe zu verändern. Die Worte sind die, die auch in unseren Bibeln stehen (je nach Übersetzung). Aber ihre Aussage wird auf den Kopf gestellt wie ein satanistisches Kreuz. Es ist keine Demutsgeste mehr, sondern ein Credo der eigenen Macht und Stärke. Deus Vult. Gott ist auf unserer Seite, hat Stephen Miller während der christofaschistischen Propaganda-Veranstaltung anlässlich der Ermordung von Charlie Kirk gesagt. Unsere Feinde sind seine Feinde. „Und“, wie Donald Trump auf derselben Feier sagte, auf der auch Lobpreislieder gesungen wurden, „ich hasse sie.“</p><p>Christentum ist eben nicht gleich Christentum. Und ein Gebet bleibt nicht dasselbe, nur weil man seine Worte nicht verändert. Es kommt darauf an, wer das Gebet spricht, unter welchen Umständen die Person es tut und was sie sonst noch von sich gibt. Der Kontext spielt eine Rolle. Worte können gekapert werden. Deshalb kann es notwendig sein, die Worte zu verändern, um den eigentlichen Sinn des Gebets zu erhalten.</p><p>Ich habe das in den vergangenen Monaten versucht: Ich habe das ‚Vater Unser‘ umgeschrieben. Natürlich weiß ich, dass das ein unmögliches Unterfangen ist. Ich kann nicht wissen, was Jesus durch den Kopf ging, als er diese Worte formulierte. Und die Umstände, unter denen ich mich mit seinen tiefgründigen Formulierungen beschäftige, sind andere als die von vor 2000 Jahren. Deshalb trage ich mein Verständnis der Wirklichkeit und meine Überzeugungen in das Gebet hinein, wenn ich es neu formuliere. Das weiß ich. Ich habe es dennoch getan.</p><p>Ich will wissen, was sie für uns bedeuten können, angesichts der großen und ziemlich sicher auch teilweise katastrophalen Umwälzungen, die uns als Gesellschaften bevorstehen. Was bedeuten diese Worte in Zeiten, in denen sich alles verändert, was wir bisher für selbstverständlich gehalten haben?</p><p>Ganz schön viele Leute haben sich bei mir für diese Version und meine Erklärungen dazu bedankt. Das freut mich. Aber ich weiß, dass nicht alle glücklich darüber sind, weil ihnen die Worte heilig sind und sie sie deshalb unverändert lassen wollen. Das verstehe ich. Ich möchte den originalen Wortlaut auch gar nicht ersetzen. Ich möchte ein alternatives Verständnis anbieten in Zeiten, in denen Menschen das Gebet für sich reklamieren, während sie gleichzeitig die Gesellschaft spalten, die Reichen reicher machen und arme Menschen ausbeuten.</p><p>Unten stelle ich Dir noch einmal meine Version des Gebetes zur Verfügung, liste alle meine Vorträge zu den einzelnen Abschnitten auf und verlinke das jeweilige Transkript. Außerdem verlinke ich zusätzlich die zwei Hossa Talks, die Jay, Marco und ich zu meiner alternativen Version des ‚Vater Unser‘ geführt haben.</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche.</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><p><strong>P. S.: Am kommenden Montag wird kein GOFIZINE erscheinen. In dieser Woche werde ich mal wieder in Bremen sein, um dort an den letzten Abschnitten meines neuen Romans zu arbeiten.</strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Das Original</em></h2><p><em>Das Gebet hat Jesus auf Aramäisch formuliert. Im Neuen Testament findet es sich in zwei Versionen. Matthäus und Lukas haben es ins Griechische übersetzt oder eine griechische Version benutzt, die bereits existierte. Außerdem hat entweder der Autor Matthäus weitere Worte zum Original hinzugefügt, oder der Autor Lukas hat einzelne Formulierungen daraus entfernt.</em></p><p><em>Die letzten Zeilen der Matthäus-Version stammen nicht von Jesus, sie wurden von der frühen Kirche ergänzt.</em></p><p><em>DAS Original des Gebets gibt es also in Wirklichkeit gar nicht.</em></p><p>Matthäus 6, 9-13:<br/><em>Unser Vater im Himmel! <br/>Dein Name werde geheiligt.<br/>Dein Reich komme. <br/>Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.<br/>Unser tägliches Brot gib uns heute.<br/>Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.<br/>Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. </em><br/>[<em>Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. </em><br/><em>Amen.</em>]</p><p>Lukas 11, 2-4<br/><em>Vater! <br/>Dein Name werde geheiligt. <br/>Dein Reich komme.<br/>Gib uns unser täglich Brot Tag für Tag<br/>und vergib uns unsre Sünden; denn auch wir vergeben jedem, der an uns schuldig wird. Und führe uns nicht in Versuchung. </em></p><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/507bb59b-7263-4b68-bfe1-acb0ca05c742/uploads/images/rkt7ihsxzs/gofizine_steady_header.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo des GOFIZINEs"/><p>Du hast das GOFIZINE noch gar nicht abonniert? 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Derzeit unterstützen etwa siebzig Menschen die Teile meiner Arbeit, die ich kostenlos allen zur Verfügung stelle. Wenn auch Du Dich dazu entschließen könntest, wäre ich Dir dankbar. </mark><a href="https://steadyhq.com/gofimueller/">Hier erfährst Du, wie das geht. </a><mark style="background-color: rgb(250, 232, 214); color: inherit">Und wenn Du das bereits machst, danke ich Dir sehr herzlich!</mark></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Vergeben, aber richtig</h3><p><a href="https://steady.page/955d615c-1b9a-4e1c-84f5-f2b98923cf2f/posts/d992baca-a4c2-42c3-9d06-9293df4c113e">Auf Steady anhören</a></p><p><a href="https://www.os17.de/uploads/04-vergeben-aber-richtig.pdf">Transkript des Vortrages.</a></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Und führe uns nicht in Versuchung</h3><p><a href="https://steady.page/955d615c-1b9a-4e1c-84f5-f2b98923cf2f/posts/d992baca-a4c2-42c3-9d06-9293df4c113e">Auf Steady anhören</a></p><p><a href="https://www.os17.de/uploads/05-und-fuehre-uns-nicht-in-versuchung.pdf">Transkript des Vortrages.</a></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Wir sind Familie, Geschwister</h3><p><a href="https://steady.page/955d615c-1b9a-4e1c-84f5-f2b98923cf2f/posts/d992baca-a4c2-42c3-9d06-9293df4c113e">Auf Steady anhören</a></p><p><a href="https://www.os17.de/uploads/06-wir-sind-familie-geschwister.pdf">Transkript des Vortrages.</a></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Du bist das Maß aller Dinge</h3><p><a href="https://steady.page/955d615c-1b9a-4e1c-84f5-f2b98923cf2f/posts/d992baca-a4c2-42c3-9d06-9293df4c113e">Auf Steady anhören</a></p><p><a href="https://www.os17.de/uploads/07-du-bist-das-mass-aller-dinge.pdf">Transkript des Vortrages.</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Die Hossa Talks zum Thema</em></h2><h3>#265 Schöpferin, Kraft, Mutter und Vater – Eine Neuformulierung des „Vater Unser“ Teil 1</h3><p><a href="https://steady.page/955d615c-1b9a-4e1c-84f5-f2b98923cf2f/posts/d992baca-a4c2-42c3-9d06-9293df4c113e">Auf Steady anhören</a></p><h3>#266 Und führe uns nicht in Versuchung – Eine Neuformulierung des „Vater unser“ Teil 2</h3><p><a href="https://steady.page/955d615c-1b9a-4e1c-84f5-f2b98923cf2f/posts/d992baca-a4c2-42c3-9d06-9293df4c113e">Auf Steady anhören</a></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 06 Oct 2025 09:45:59 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#46 Besser spät als nie]]></title>
      <description><![CDATA[Warum auch vermeintliche Irrwege zum Ziel führen | Podcast: Neugierde als Glaubensstil | Podcast: Tabitha Hanan – Gedichte über Wut | Kurzgeschichte: Sinnkonstruktion]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gofigramm</em></h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/501f8653-6f92-4e9b-800d-945e91580e43/uploads/images/5kmb5556rn/only_one_way_to_go.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Bild zeigt ein virtuelles Gemälde von mir, viele Pfeile, die kreuz und quer zeigen. Darüber ist der englische Satz gesprayt: Only one way to go."/><p>Es ist wirklich frustrierend, wenn ein Weg, den wir mit Elan eingeschlagen haben, nicht zu dem Ziel führt, das wir uns erhofft haben. Wir haben alles gegeben, haben geschuftet und gebangt und stehen am Ende in einer Sackgasse. Zumindest fühlt es sich danach an.</p><p>Und dennoch gibt es oft keine Alternative. Wir mussten diesen Weg einschlagen, um herauszufinden, ob es der richtige ist oder nicht. Manche Dinge können wir erst beurteilen, nachdem wir ihnen wirklich Zeit und Kraft gewidmet haben.</p><p>Wenn wir unser Ziel auf diesem Weg nicht erreichen – ist dann alles umsonst gewesen? Ich finde nicht, und zwar aus drei Gründen:</p><p>1. Dass wir uns überhaupt auf den Weg gemacht haben und uns das Zeit und Kraft haben kosten lassen, zeigt, dass wir eine hohe Motivation haben, unser Ziel erreichen zu wollen. Es weckt in uns Tatkraft und Risikobereitschaft. Das ist toll und schon an sich ein Erfolg, über den wir uns freuen können. In diesem Moment, in den wir feststellen, dass uns ein Weg noch nicht zum Ziel geführt hat, ist es vielleicht nötig, uns unser Ziel noch einmal konkret vor Augen zu führen. Was will ich wirklich? Was ist mir an diesem Ziel so wichtig? Ist der Punkt, zu dem mich mein letzter Weg führen sollte, wirklich der Ort, an dem ich sein möchte?</p><p>2. Dass der zuletzt eingeschlagene Weg mich nicht zum Ziel geführt hat, muss nicht bedeuten, dass es der falsche gewesen ist. Es kann auch bedeuten, dass er eine Etappe auf dem richtigen Weg gewesen ist und dass jetzt noch weitere Etappen nötig sind, um mich letztlich ans Ziel zu bringen. Natürlich wünschen wir uns in der Regel möglichst direkte, kurze Wege zu unseren Zielen. Aber die gibt es oft nicht, weil Hindernisse und widrige Umstände uns zu Umwegen zwingen. Das ist vielleicht ärgerlich, aber eben leider auch notwendig.</p><p>3. Jede Etappe eines Weges lehrt uns wichtige Dinge für die nächsten Etappen. Die Zeit und Kraft, die wir für sie aufwenden müssen, sind deshalb nicht vergeblich. Im Gegenteil. Es sind notwendige Investitionen, denn die Fähigkeiten und Kenntnisse, die wir gewinnen, können wir nur so erwerben. Es ist deshalb nicht nötig, über vertane Zeit und Kraft zu klagen. Wir sollten uns lieber darüber freuen, dass wir klüger und besser geworden sind und uns auch selbst besser einschätzen können als vorher.</p><p>Falls Du Dich gerade auf einem Weg befindest, von dem Du nicht weißt, ob er Dich wirklich an Dein Ziel führt, dann wünsche ich Dir viel Kraft und Hoffnung.</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/501f8653-6f92-4e9b-800d-945e91580e43/uploads/images/hxlitew4mg/PXL_20250912_153710911_2.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Only One Way To Go, Fine Art Print, Motivmaße: 37.4 x 30 cm Außenmaße: 51,1 x 43,7 cm. Dieses Bild kannst Du als hochwertigen, schön gerahmten Druck kaufen. Es kostet 250€ oder in Raten über Steady oder Dauerauftrag 20€ im Monat für ein Jahr. Schreibe mir bei Interesse gerne eine Nachricht.</figcaption></figure><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Podcast</em></h2><h3>openSPACE-Podcast: Warum, wieso, weshalb - Neugier als Glaubensstil</h3><a href="https://youtu.be/CjPmr2fwgdA?feature=shared">https://youtu.be/CjPmr2fwgdA?feature=shared</a><p>Wie wichtig ist Neugier für den Glauben? Ist sie eher eine Gefahr - oder vielleicht sogar eine Voraussetzung? Und wo ordnest Du Dich selbst ein? Über diese Fragen sprechen wir in dieser Folge. Zum Einstieg betrachten wir Gofis Bild &quot;Everybody is looking for something&quot;. Außerdem feiern wir eine Premiere: die ersten beiden Beiträge unserer neuen Funktion &quot;Quatsch aufs Band&quot; - danke an Ela und Sarah fürs Mitmachen!</p><p></p><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/507bb59b-7263-4b68-bfe1-acb0ca05c742/uploads/images/rkt7ihsxzs/gofizine_steady_header.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo des GOFIZINEs"/><p>Du hast das GOFIZINE noch gar nicht abonniert? Dann klicke doch bitte mal auf den Button.</p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/newsletter/sign_up">GOFIZINE abonnieren</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Podcast</em></h2><h3>Ich seh rot - Tabitha Hanan schreibt Gedichte über Wut</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/501f8653-6f92-4e9b-800d-945e91580e43/uploads/images/bvvht3qcqw/ce106.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Die Berliner Dichterin Tabitha Hanan hat einen Gedichtband über Wut veröffentlicht. &#39;Ich seh rot&#39; heißt er. Und erstaunlicherweise kommt diese Emotion, die wir alle kennen, in ihren Texten erstaunlich gut weg. Marco und Gofi haben mit ihr darüber gesprochen, wie sie darauf gekommen ist, einen Gedichtband ausgerechnet über Wut zu schreiben. Wem wird es gesellschaftlich zugestanden, wütend zu sein, und wem eher nicht? Sind männliche und weibliche Menschen unterschiedlich wütend? Und haben diese Gedichte bei Tabitha selbst eine Veränderung darin bewirkt, wie sie Wut empfindet?</p><p><a href="https://tabithahanan.de/">https://tabithahanan.de</a></p><p><a href="https://cobainserben.de/tabitha-hanan">Du findest die Folge hier oder überall, wo es Podcasts gibt.</a></p><a href="https://youtu.be/N5Gz3OplfKQ?feature=shared">https://youtu.be/N5Gz3OplfKQ?feature=shared</a><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Kurzgeschichte</em></h2><h3>Sinnkonstruktion</h3><p>Der Zug steht. Gerade ist er noch vorbeigerollt an sattem Grün, das die Ankunft des Herbstes bereits erahnen lässt, beleuchtet von einer tiefstehenden Sonne, deren Strahlen durch die Fenster fallen und das Innere des Abteils wärmen. Jetzt steht er.</p><p>Menschen steigen ein. Sie sprechen Ukrainisch, Arabisch, Türkisch, vielleicht Farsi, zwischendurch auch mal gebrochenes Englisch. Ihre Haut leuchtet in warmen Tönen von hell bis dunkel, jede mit einem eigenen Duft, jede mit Hingabe, Liebe, Zärtlichkeit behandelt, aber auch mit Gleichgültigkeit, Brutalität und Verachtung, in Kleider gehüllt, die die Persönlichkeit ausdrücken oder auch einfach die Scham bedecken sollen. Die Scham, Mensch zu sein, bedürftig, schutzlos, wenn ohne Fassade: sei es Attitüde, Ideologie, Status oder etwas anderes. </p><p>Der Mensch unter Menschen. Sie bilden eine unwillkürliche Gemeinschaft, weil sie zufällig im selben Abteil sitzen und in dieselbe Richtung transportiert werden. Schicksalsgemeinschaft? Noch nicht. Der Tod wartet auf sie alle. Doch das ist kein Schicksal, eher eine biologische Notwendigkeit. Nur im Falle eines Unfalls oder anderer Katastrophen sind wir es dann plötzlich doch. So würden es zumindest die Nachrichten melden. </p><p>Der Zug rollt wieder. Während er zusammen mit den anderen zu ihrem gemeinsamen Ziel gefahren wird, denkt der Mann, der schreibt, über seine Geschichten nach. Er sieht sie vor sich wie Puzzlestücke, wie Steine, die er zu einem Mosaik zusammenfügt, nach Gutdünken, so, wie es ihm passend erscheint. Sinnkonstruktion nennt er das. </p><p>Wir machen das alle, denkt er. Von einer unüberschaubaren Fülle an Informationen nehmen wir Bruchteile wahr und fügen sie zusammen, damit wir uns in der Wirklichkeit zurechtfinden, damit wir an ein sinnvolles Ganzes glauben und einigermaßen folgerichtig handeln können. Bis wir neue Informationen entdecken und uns klar wird, dass unser bisheriges Handeln nicht immer so sinnvoll gewesen ist, wie wir es angenommen haben. Dann konstruieren wir einen neuen Sinn. Und dann noch einen.</p><p>Der Zug erreicht sein Ziel. Sie steigen alle aus und eilen über den Bahnsteig, jeder in seine Richtung. Weitere Gemeinschaften bilden sich, die Reisen, die Geschichten werden fortgesetzt. Oder neu begonnen.</p><hr aria-hidden="true"/><p></p><h2><em>News</em></h2><p> <strong>Begleite Judith Seibold von CHAVAJA und mich auf eine Reise nach Griechenland vom 17.-24.5.2026</strong></p><a href="https://youtube.com/shorts/48O5hRvUnek?feature=share">https://youtube.com/shorts/48O5hRvUnek?feature=share</a><p><strong> </strong>Shaul von Tarsos war radikal. Was er anpackte, das erledigte er zu 150%. Und dabei konnte er rücksichtslos sein – gegen sich selbst und auch andere.</p><p>Aufgewachsen als Bürger zweier Kulturen, der hellenistischen und der jüdischen, fließend zweisprachig (Griechisch und Aramäisch), war er in einer multikulturellen, multireligiösen und globalisierten Welt zu Hause. Als Handwerker, jüdischer Theologe und Mystiker. Mit einem großen Ziel: Er wollte die Welt mit seiner Botschaft erobern.</p><p>Unter seinem Künstlernamen Paulus (der Kleine) ging er die große Aufgabe an. Wo er auftauchte, spaltete er die Geister. Während die einen ihn liebten und verehrten, war er für die anderen ein rotes Tuch. So erreichte er Europa. Und Europa empfing ihn mit Stockhieben und Gefängnis. Doch einen radikalen Aktivisten wie Paulus stachelte das nur an. Er machte weiter und legte eine Spur, der wir noch heute folgen können. </p><p>Komm mit uns dorthin, wo für das Christentum in Europa alles begann: nach Griechenland. Wir besuchen die Orte, an denen Paulus wirkte, an denen er Zuspruch und Widerstand erlebte, an denen er Dinge sagte und tat, die die Leben von Menschen und den Lauf der Geschichte veränderten. Wir versuchen herauszufinden, was ihn antrieb, was ihn für manche so unwiderstehlich machte und welche Bedeutung sein Werk bis heute für uns hat.</p><p>Ich bin schon seit vielen Jahren von Saulus aus Tarsos fasziniert. Für mich gibt es fließende Übergänge zwischen den Propheten und Aposteln der Antike und unserem heutigen Verständnis von Künstlern. </p><p>Als Guide konnten wir den griechenlanderfahrenen Dany Walter aus Israel gewinnen, der uns den jüdischen Paulus näher bringen wird.</p><p>Einen Einblick in Programm erhaltet Ihr hier: <a href="https://www.chavaja.de/files/Programm_Die_Griechenlandreise.pdf">Programm_Die_Griechenlandreise</a> </p><p>Mehr Informationen zu Chavaja – Bildungs- und Begegnungsreisen erfahrt Ihr hier: <a href="https://www.chavaja.de/">https://www.chavaja.de/</a></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Tue, 30 Sep 2025 12:19:50 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#45 Warum wir viele gallische Dörfer brauchen]]></title>
      <description><![CDATA[Über die Kraft kleiner Gemeinschaften und den Wert von Kunst und Kultur]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>#45 Gallische Dörfer</h1><h2><em>Gofigramm</em></h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/806057c5-6bc1-4024-aa2a-4ef2e7320af7/uploads/images/bsgzbzikr7/troubardix.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Der Barde Troubadix aus den Asterix-Comics klimpert auf seiner Harfe."/><p>Leicht verkatert und übermüdet, aber happy, sitze ich heute Morgen an meinem Notebook und schreibe Dir diese Zeilen. Gestern habe ich zusammen mit dem Spoken Word Artist Micha Kunze einen total schönen Abend in Alsfeld erlebt. Zu unserem Auftritt kam nur eine Handvoll Leute. Wir setzten uns deshalb auf den Rand unserer Bühne, unsere Besucher nahmen in den ersten beiden Stuhlreihen Platz. Und dann haben wir unsere Texte vorgetragen und mit den Leuten darüber geredet. Es war einfach wunderschön. An den Reaktionen haben wir gemerkt, dass die anderen mit solch einem Abend nicht gerechnet hatten und ihn einfach genießen konnten. Wir sprachen übers Menschsein, über Brüche in unseren Biografien, über Heimat und darüber, wie man barmherzig mit sich selbst umgehen kann. Am Ende blickten wir in sehr dankbare Gesichter.</p><p>Ich glaube, dass es mein gesellschaftlicher Auftrag als Künstler ist, gute, gehaltvolle Inhalte in Umlauf zu bringen und Gemeinschaft zu fördern. Alles, was ich als Künstler hervorbringe, lässt sich unter diesem Motto zusammenfassen. Deshalb veröffentliche ich Podcasts, veranstalte Ausstellungen, schreibe Geschichten und halte Lesungen.  </p><p>Wir leben in einer Zeit, in der die sozialen Medien die demokratischen Gesellschaften auseinandertreiben, in der man wichtige Neuigkeiten von haltloser Propaganda kaum noch unterscheiden kann, in der viele sehr erregt sind und nur noch wenige miteinander sprechen können, weil die Unterschiede als zu groß erscheinen.</p><p>Kunst ist dafür kein Heilmittel. Aber sie kann einen Beitrag leisten. Sie kann Visionen eines besseren Miteinanders schaffen, und sie kann gute, positive Ideen in Umlauf bringen. Sie kann bewirken, dass selbst Menschen, die sich als Gegner sehen, miteinander nachdenken, sprechen, genießen.</p><p>Der Nutzen und der Erfolg solch einer künstlerischen Arbeit sind leider oder zum Glück nicht wirtschaftlich messbar. Gesellschaften und Gemeinschaften müssen selbst entscheiden, ob sie den ideellen Wert von Kunst und Kultur schätzen und erhalten wollen oder eben nicht. Sie müssen entscheiden, ob sie die Freiheit des individuellen Ausdrucks erhalten wollen. Momentan steht diese Freiheit unter massivem Beschuss.</p><p>Wir sollten uns in unserer Gesellschaft für die freie Meinungsäußerung und für den individuellen kreativen Ausdruck einsetzen. Zusätzlich, glaube ich, sollten es kleinere Gemeinschaften sein, die sich dafür einsetzen, dass zumindest unter ihnen der freie Ausdruck, Kreativität und das offene Gespräch möglich sind und möglich bleiben. <strong>Ich glaube, dass es viele kleine gallische Dörfer benötigt, die sich ihre Troubadixe leisten, um das kulturelle Leben auch in Zukunft zu erhalten.</strong> Denn staatliche Subventionen und Erfolge auf dem freien Markt sind zwar gute und erfreuliche Wege, um die Kunst zu fördern. Aber sie sind unsicher. Mühsamer, aber verlässlicher ist es, wenn viele Leute kleine Beiträge geben, um kulturelles Leben zu fördern.</p><p>Du bist bereits Teil solch einer kleinen Community. Du empfängst diesen Newsletter, weil Dich meine Arbeit interessiert oder weil Du sie bereits unterstützt. Danke für Dein Interesse! Danke für Deine Hilfe! Ich freue mich sehr darüber, dass Du mich dabei unterstützt, in kleinem Rahmen gesellschaftlich wichtige Arbeit zu leisten.</p><p><strong>Für den Fall, dass Du mich bisher zwar noch nicht unterstützt, es Dir für die Zukunft aber vorstellen könntest, habe ich ein besonderes Angebot für Dich:</strong></p><p>Bei meinen neuesten Bildern handelt es sich um Drucke auf hochwertigem Papier, die extra passend gerahmt worden sind. <strong>Du kannst eines dieser Bilder haben, wenn Du willst.</strong> Schreibe mir, welches es ist. Ich schicke es Dir zu. Und im Gegenzug unterstützt Du meine Arbeit ein Jahr lang mit 20 EUR im Monat.</p><p>Du kannst Dir aussuchen, ob Du mich per Steady unterstützen willst, einen monatlichen Betrag per PayPal überweisen oder lieber einen Dauerauftrag per Bankkonto einrichten möchtest.</p><p>Die Bilder können mehrfach hergestellt und deshalb mehrmals bestellt werden. So können mehrere Leute dasselbe Motiv haben.</p><p><strong>Natürlich schicke ich Dir auch gerne ein Bild zu, wenn Du mich bereits finanziell unterstützt. </strong>Wenn Du zu denen gehörst, die mir bisher monatlich mit 3 EUR unter die Arme greifen, dann stocke den Betrag doch für ein Jahr auf 20 EUR auf und schreibe mir, welches Bild Du gerne haben möchtest.</p><p>Solltest Du mich bereits mit mehr als 3 EUR monatlich unterstützen, dann schreibe mich gerne an. Wir werden eine gute Lösung finden.</p><p>Unten zeige ich Dir nun meine Bilder. Aber falls Du Dich nicht dafür interessierst, verabschiede ich mich für heute von Dir, so wie immer:</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/730e422e-bb16-455e-b142-88aed9a9fd75/uploads/images/5uaxa655zb/a_copy.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>A Copy of a Copy of a Copy, Fine Art Print, Motivmaße: 25 x 38.3 cm Außenmaße: 38,7 x 52 cm</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/730e422e-bb16-455e-b142-88aed9a9fd75/uploads/images/p74doucwz3/dance.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Dance With Me, Fine Art Print, Motivmaße: 37.6 x 30 cm Außenmaße: 51,3 x 43,7 cm</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/730e422e-bb16-455e-b142-88aed9a9fd75/uploads/images/l5hzsvmbn5/die_figuren.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Die Figuren in Deinen Geschichten sind alle so traurig, Fine Art Druck und Acryl auf Leinwand, 60 x 60 x 2 cm (h x w x d)</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/730e422e-bb16-455e-b142-88aed9a9fd75/uploads/images/c4jpbpdyhg/attempt.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Attempt to Bar Dark Matter, Fine Art Print, Motivmaße: 25 x 38.2 cm Außenmaße: 38,7 x 51,9 cm</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/730e422e-bb16-455e-b142-88aed9a9fd75/uploads/images/kvtc64jyfc/karmen.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Karmen, Fine Art Print, Motivmaße: 36.4 x 30 cm Außenmaße: 50,1 x 43,7 cm</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/730e422e-bb16-455e-b142-88aed9a9fd75/uploads/images/ws7weiycxc/a_timid.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>A Timid Beginning and a Sudden End, Fine Art Print, Motivmaße: 35.8 x 30 cm Außenmaße: 49,5 x 43,7 cm</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/730e422e-bb16-455e-b142-88aed9a9fd75/uploads/images/cdqlciah7k/earth.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Earth Body, Fine Art Print, Motivmaße: 36 x 30 cm Außenmaße: 49,7 x 43,7 cm</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/730e422e-bb16-455e-b142-88aed9a9fd75/uploads/images/pi6wjfgnws/only_one.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Only One Way To Go, Fine Art Print, Motivmaße: 37.4 x 30 cm Außenmaße: 51,1 x 43,7 cm</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/730e422e-bb16-455e-b142-88aed9a9fd75/uploads/images/yc7t47nsga/fuck.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Fuck Art, Fine Art Print auf Alu-Dibond, Motivmaße: 37.5 x 25 cm, Hahnemühle FineArt Pearl, Dibond 3 mm, Aluminium-Schiene</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/730e422e-bb16-455e-b142-88aed9a9fd75/uploads/images/mpgrtqomkw/shot.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Shot No. 13 (Hypostasis), Fine Art Print, Motivmaße: 26 x 25 cm Außenmaße: 39,7 x 38,7 cm</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/730e422e-bb16-455e-b142-88aed9a9fd75/uploads/images/erkslaxd6l/blossom.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Blossom</figcaption></figure><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/806057c5-6bc1-4024-aa2a-4ef2e7320af7/teaser_image/1758280818?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;crop=faces&amp;fm=jpg" medium="image"/>
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      <pubDate>Mon, 22 Sep 2025 08:09:36 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#43 Eigentlich und uneigentlich]]></title>
      <description><![CDATA[Sind Originale wirklich wertvoller als Kopien? | Podcast: Was ist so geil an J. S. Bach? | Die Bilder meiner aktuellen Ausstellung | News]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>#44 Eigentlich und uneigentlich</h1><h2><em>Gofigramm</em></h2><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/730e422e-bb16-455e-b142-88aed9a9fd75/uploads/images/ecazl2emtr/PXL_20250912_153820778.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Ein Teil meiner aktuellen Ausstellung im Restaurant &#39;Laternchen&#39; in der Altstadt von Alsfeld</figcaption></figure><p>Was ist wertvoller: das Original oder die Kopie? Die Bilder meiner Ausstellung A COPY OF A COPY OF A COPY sind Drucke, keine Originale. Das liegt daran, dass ich fast alle mit dem VR Headset gemalt habe. Zwei von ihnen sind allerdings tatsächlich Gemälde auf Leinwand, die ich abfotografiert habe. Und zwei sind analoge Fotografien, die ich digitalisiert und digital übermalt habe.</p><p>In der Kunst gilt das Original als wertvoller als die Kopie. Aber das war nicht immer so. „Tatsächlich ist die Vorstellung, man habe das Kunstwerk nur dann wirklich vor sich, wenn man das Original vor sich hat, relativ jung. […] Vom Original sprach man […] nur in Bezug auf Bücher: Es gab das Original und es gab die Abschrift. Erst im 18. Jahrhundert sickerte der Begriff in die Kunst ein, aber er meinte nicht die Werke, sondern die Künstler selbst: Ein »Original« war ein herausragendes, einzigartiges Talent. Die Verwendung des Begriffs übertrug sich dann im 19. Jahrhundert von den Künstlern auf ihre Werke: Sie wurden nun wie Reliquien behandelt, die es erlaubten, in Verbindung zu ihrem Schöpfer zu treten. Damals verfestigte sich die Vorstellung der Aura des Originals, die bis heute anhält.&quot; (Kolja Reichert, &#39;Wozu braucht man Originale?&#39;, in: Kann ich das auch? 50 Fragen an die Kunst.)</p><p>Wie wichtig ist es also wirklich, ein Original vor sich zu haben? Und was, wenn es unerreichbar und nur in Form der Kopie zu erleben ist? Was, wenn es gar kein Urbild gibt, wenn die erste Version eine unzugängliche Ansammlung von Daten ist, die unendlich oft kopiert werden kann und die nur in ihren Abbildern sichtbar wird? Bei meinen virtuellen Bildern ist das nämlich der Fall. Auf dem Screen und als Drucke sind sie zwar zu sehen, aber in Wirklichkeit sind sie Code, lange Reihen von Ziffern, die ich nie gesehen habe und die auch sonst nie jemand anschauen wird. Und jetzt? Sind die Kopien das Original? Oder ist die Rede von einem Urbild überflüssig geworden?</p><p>Und gilt das nur für die Kunst? </p><p>Die griechischen Philosophen der Antike haben das Sein <em>ousia </em>genannt, das uns in seinen Erscheinungsformen, den Hypostasen, begegnet. Es ist gar nicht möglich, dem Sein an sich zu begegnen, glaubten sie. Wir können es nur mittelbar in seinen zahlreichen Erscheinungsformen erleben. Wenn das stimmt: Entgeht uns dann das Eigentliche und wir müssen uns mit dem Uneigentlichen begnügen?</p><p>Eigentlich – uneigentlich: Ergibt diese Unterscheidung überhaupt einen Sinn? Müssten wir nicht sagen, dass das vermeintlich Uneigentliche das Eigentliche ist?</p><p>Mir fällt auf, dass wir in unserem Lebensvollzug nach den großen, wichtigen, wirklich bedeutsamen Momenten suchen. Wir feiern sie in Festen und Ritualen, wir planen sie von langer Hand und freuen uns auf sie. Doch die Suche nach dem Eigentlichen im vermeintlich Uneigentlichen führt dazu, dass wir den Dingen, die uns an jedem Tag, in jedem Moment begegnen, nicht den Wert beimessen, der ihnen eigen ist. Wir missverstehen sie als vorläufig, weniger wertvoll, und lassen uns deshalb zu selten auf das Ereignis einer echten Begegnung ein. Dadurch entgeht uns sehr viel, finde ich.</p><p>Das, was uns jetzt begegnet, ist eigentlich genug, was es auch ist. Die Tasse Kaffee am Morgen, das Lachen eines Kindes, der Gesang der Vögel, das Rauschen des Windes, der Duft von Regen.</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Podcast</em></h2><h3><strong>Was ist so geil an J. S. Bach? (mit Ludger Donath)</strong></h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/730e422e-bb16-455e-b142-88aed9a9fd75/uploads/images/sp2ihh4ohc/ce105.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Eine ziemlich poppige Zeichnung von Bach."/><p>Compared to Bach, we all suck! Das hat der Jazzgitarrist Pat Metheny, immerhin einer der besten Musiker seiner Generation, in einem Gespräch mit dem Produzenten und YouTuber Rick Beato gesagt. Und mit dieser Meinung steht er nicht alleine dar. Die größten Musiker*innen der vergangenen Epochen bis heute sind immer wieder zu Johann Sebastian Bach zurückgegangen, weil sie alles bei ihm gefunden haben, was sie brauchen. Vielen gilt er als der größte Komponist aller Zeiten.</p><p>Aber was macht ihn so einzigartig? Worin liegt seine Größe? Und können das auch Leute nachvollziehen, die normalerweise nicht so häufig ‚klassische‘ Musik hören?</p><p>Um diesen Fragen nachzugehen, hat sich Gofi auf den Weg nach Karlsruhe gemacht. Dort lebt der PKS-Hörer und professionelle Musiker Ludger Donath. Ludger hat versprochen, Gofi dabei zu helfen, dem Phänomen Bach ein wenig auf die Schliche zu kommen. Gemeinsam betrachten sie nicht nur Leben und Kunst des Meisters, Ludger spielt auch ein Stück auf dem Klavier vor, analysiert Akkordfolgen und erklärt uns, welche Kniffe Bach angewendet hat und warum seine Musik bis in den heutigen Pop und Jazz hineinwirkt. (Episodenbild: Shutterstock)</p><p><a href="https://cobainserben.de/js-bach/">Hier geht es zur neuen Folge.</a></p><p>Ludgers Webseite findest Du hier. <a href="https://www.luckyludd.de/">https://www.luckyludd.de/</a><br/><a href="https://youtu.be/WVeYL-Qhpec?feature=shared">Die Dokumentation über Bach, die Gofi empfiehlt, findest Du hier.</a></p><p>Gefällt Dir diese Folge? Empfiehl uns weiter!<br/>Unterstütze unsere Arbeit auch finanziell. Unsere Gesellschaft braucht mehr Freude an Kunst und Kultur. Wir tragen unseren Teil dazu bei. Wenn Du uns helfen möchtest, dann findest Du hier alle Informationen: <a href="https://cobainserben.de/">https://cobainserben.de/</a></p><p></p><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/507bb59b-7263-4b68-bfe1-acb0ca05c742/uploads/images/rkt7ihsxzs/gofizine_steady_header.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo des GOFIZINEs"/><p>Du hast das GOFIZINE noch gar nicht abonniert? Dann klicke doch bitte mal auf den Button.</p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/newsletter/sign_up">GOFIZINE abonnieren</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Art2Go</em></h2><h3>Die Bilder meiner Ausstellung</h3><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/730e422e-bb16-455e-b142-88aed9a9fd75/uploads/images/5uaxa655zb/a_copy.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>A Copy of a Copy of a Copy</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/730e422e-bb16-455e-b142-88aed9a9fd75/uploads/images/p74doucwz3/dance.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Dance With Me</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/730e422e-bb16-455e-b142-88aed9a9fd75/uploads/images/l5hzsvmbn5/die_figuren.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Die Figuren in Deinen Geschichten sind alle so traurig</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/730e422e-bb16-455e-b142-88aed9a9fd75/uploads/images/c4jpbpdyhg/attempt.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Attempt to Bar Dark Matter</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/730e422e-bb16-455e-b142-88aed9a9fd75/uploads/images/kvtc64jyfc/karmen.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Karmen</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/730e422e-bb16-455e-b142-88aed9a9fd75/uploads/images/ws7weiycxc/a_timid.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>A Timid Beginning and a Sudden End</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/730e422e-bb16-455e-b142-88aed9a9fd75/uploads/images/cdqlciah7k/earth.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Earth Body</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/730e422e-bb16-455e-b142-88aed9a9fd75/uploads/images/asftcc5nes/vorstadt.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Vorstadttristesse</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/730e422e-bb16-455e-b142-88aed9a9fd75/uploads/images/pi6wjfgnws/only_one.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Only One Way To Go</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/730e422e-bb16-455e-b142-88aed9a9fd75/uploads/images/yc7t47nsga/fuck.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Fuck Art</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/730e422e-bb16-455e-b142-88aed9a9fd75/uploads/images/mpgrtqomkw/shot.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Shot No. 13 (Hypostasis)</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/730e422e-bb16-455e-b142-88aed9a9fd75/uploads/images/erkslaxd6l/blossom.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Blossom</figcaption></figure><p></p><p></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>News</em></h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/730e422e-bb16-455e-b142-88aed9a9fd75/uploads/images/mthrpsbwem/micha-gofi-alsfeld-insta.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Am 21. September trete ich gemeinsam mit Micha Kunze und unserem Format Poetry Talk im Alsfelder Brauereikeller auf. Beginn 20 h. Eintritt frei. Grünberger Straße 68."/><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3beabf93-b1de-44bb-8e1c-adf6674c8e48/uploads/images/lmugyrx5zz/kellerwunder.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Ich stelle im Rahmen der 2. Alsfelder Kellerwunder aus. Im Gewölbe des ‚Laternchens‘ findest Du meine Ausstellung A COPY OF A COPY OF A COPY OF A …. <a href="https://www.alsfeld.de/kellerwunder/">Alle Informationen findest Du hier</a>.</p><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3beabf93-b1de-44bb-8e1c-adf6674c8e48/uploads/images/bf6duqwn4g/flyer_seite_1_wiederaufnahme.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Das wilde kleine Theaterstück Frank’n’Steyn, für das ich eine Szene geschrieben habe, wird zwei weitere Male aufgeführt, und zwar am 19. und 20. September. Roland spielt darin Sid, der eigentlich Sadiq heißt und in meinen Huchting-Geschichten vorkommt (der Vater von Denis und Noam). Vielleicht hast Du ja Zeit und Lust. Das Theater Verlängertes Wohnzimmer in Friedrichshain ist immer einen Besuch wert.</p><hr aria-hidden="true"/><p> <strong>Begleite Judith Seibold von CHAVAJA und mich auf eine Reise nach Griechenland vom 17.-24.5.2026</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/add7d26e-d304-4d3b-a472-d6efdb7171fe/uploads/images/2xs5crwxti/Kloster_1_klein.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><strong> </strong>Shaul von Tarsos war radikal. Was er anpackte, das erledigte er zu 150%. Und dabei konnte er rücksichtslos sein – gegen sich selbst und auch andere.</p><p>Aufgewachsen als Bürger zweier Kulturen, der hellenistischen und der jüdischen, fließend zweisprachig (Griechisch und Aramäisch), war er in einer multikulturellen, multireligiösen und globalisierten Welt zu Hause. Als Handwerker, jüdischer Theologe und Mystiker. Mit einem großen Ziel: Er wollte die Welt mit seiner Botschaft erobern.</p><p>Unter seinem Künstlernamen Paulus (der Kleine) ging er die große Aufgabe an. Wo er auftauchte, spaltete er die Geister. Während die einen ihn liebten und verehrten, war er für die anderen ein rotes Tuch. So erreichte er Europa. Und Europa empfing ihn mit Stockhieben und Gefängnis. Doch einen radikalen Aktivisten wie Paulus stachelte das nur an. Er machte weiter und legte eine Spur, der wir noch heute folgen können. </p><p>Komm mit uns dorthin, wo für das Christentum in Europa alles begann: nach Griechenland. Wir besuchen die Orte, an denen Paulus wirkte, an denen er Zuspruch und Widerstand erlebte, an denen er Dinge sagte und tat, die die Leben von Menschen und den Lauf der Geschichte veränderten. Wir versuchen herauszufinden, was ihn antrieb, was ihn für manche so unwiderstehlich machte und welche Bedeutung sein Werk bis heute für uns hat.</p><p>Ich bin schon seit vielen Jahren von Saulus aus Tarsos fasziniert. Für mich gibt es fließende Übergänge zwischen den Propheten und Aposteln der Antike und unserem heutigen Verständnis von Künstlern. </p><p>Als Guide konnten wir den griechenlanderfahrenen Dany Walter aus Israel gewinnen, der uns den jüdischen Paulus näher bringen wird.</p><p>Einen Einblick in Programm erhaltet Ihr hier: <a href="https://www.chavaja.de/files/Programm_Die_Griechenlandreise.pdf">Programm_Die_Griechenlandreise</a> </p><p>Mehr Informationen zu Chavaja – Bildungs- und Begegnungsreisen erfahrt Ihr hier: <a href="https://www.chavaja.de/">https://www.chavaja.de/</a></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 15 Sep 2025 08:37:15 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#43 Noch unerfüllte Versprechen]]></title>
      <description><![CDATA[In den vergangenen Tagen, direkt im Anschluss an das Podcast Festival in Zürich, bin ich zu Besuch gewesen bei meiner Freundin. Bei einem Ausflug in die Weinberge habe…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f0bea86a-4225-46c4-8087-81813edf80fe/uploads/images/25hsae4goj/1000079386.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Weinstöcke voller Trauben."/><p>In den vergangenen Tagen, direkt im Anschluss an das Podcast Festival in Zürich, bin ich zu Besuch gewesen bei meiner Freundin. Bei einem Ausflug in die Weinberge habe ich dieses Bild gemacht: Reihen um Reihen von Weinstöcken, die dicht mit Trauben behangen sind. Das hat etwas in mir berührt, deshalb habe ich sie fotografiert. <br/><br/>Vielleicht ist es das Gefühl von noch unerfüllten Versprechen und gleichzeitig großem Potential. Da kündigt sich etwas an, dessen Zeichen bereits erkennbar sind, das man sich herbeisehnt, das aber eben noch nicht da ist und deshalb noch nicht genossen werden kann. Etwas, dessen Potenz und Qualität noch unerkannt ist, das aber schön sein wird, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Das, was es jetzt braucht, ist die Geduld, auf diesen Zeitpunkt zu warten und im richtigen Moment das Richtige zu tun.<br/><br/>Vielleicht war das Treffen in Zürich so ein Weinbergmoment, die Begegnung von lauter spannenden und fähigen Menschen, die auf der Suche sind nach etwas Neuem. Wir haben einander zugehört, von einander gelernt und miteinander genossen. Niemand von uns kennt die Zukunft, wir haben unterschiedliche Ahnungen und Erwartungen, und wir nehmen voneinander Hinweise und Ratschläge an, um uns so gut wie möglich auf das Kommende vorzubereiten. Es ist ungewiss, vielleicht besorgniserregend, aber es enthält auch neue Möglichkeiten, die wir jetzt noch nicht klar sehen oder zwar schon sehen, aber noch nicht umsetzen können. Jetzt davon zu sprechen, ist ungefähr so vage, wie ein Wein, der noch gar nicht gekeltert ist. Man kann nur sehr unkonkret von ihm träumen. Wirklich befriedigend ist das nicht.<br/><br/>Wenn ich an die Zukunft denke, dann träume ich von Gemeinschaften, die miteinander Ressourcen, Wissen und Zeit teilen, in denen Menschen Zuspruch und Nähe erfahren, in denen Schönes geschaffen wird und die Zuflucht bieten vor den Stürmen des Lebens. Diese Gemeinschaften gibt es bereits oder finden sich gerade. Wie wichtig sie sind, wird sich womöglich erst in den kommenden Jahren zeigen, wenn es nicht darum geht, dass jeder seine eigenen Vorteile wahrt, sondern dass wir uns gemeinsam um das Wohl aller kümmern. Diese Möglichkeit existiert bereits jetzt. Wir sind gut beraten, wenn wir sie schon einüben.<br/><br/>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag.<br/><br/><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Tue, 09 Sep 2025 09:49:38 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#42 Was übrig bleibt]]></title>
      <description><![CDATA[Über das, was vom Leben übrig bleibt | Podcast: Körper und Glaube | Podcast: Jonny vom Dahl | News]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gofigramm</em></h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3beabf93-b1de-44bb-8e1c-adf6674c8e48/uploads/images/2k5winnw36/toni.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ein Grabstein in Form eines Backenzahns."/><p>Würdest Du gerne etwas leisten, das Deinen eigenen Tod überdauert? Etwas, woran die Nachlebenden sich erinnern, wovon sie profitieren, was sie vielleicht sogar bewundern? Neulich habe ich in einem schlauen Buch gelesen, dass sich vor allem Männer das wünschen (Elisabeth Moltmann-Wendel: Mein Körper bin ich). Bei Frauen ist dieser Wunsch seltener zu finden, vermutlich deshalb, weil sie häufig zu sehr damit beschäftigt sind, nicht nur für sich, sondern auch für andere Menschen zu sorgen und das jetzige Leben lebenswert zu machen. Über das Leben nach dem Leben sollen sich andere den Kopf zerbrechen.</p><p>Ich gebe zu, dass ich einer dieser Männer bin, die etwas Bleibendes schaffen wollen. Warum auch nicht? Es ist doch ein schöner Gedanke, dass in sagen wir mal fünfzig bis hundert Jahren jemand ein Bild von mir sieht oder eine Geschichte liest und sich darüber freut. Wir sind doch alle Teile irgendeiner Gemeinschaft und tragen alle das eine oder andere zum Wohlergehen dieser Gemeinschaften bei. In anderen Kulturen gilt das auch für die, die bereits tot sind. Mir gefällt der Gedanke. Wenn Du diese Sätze also lesen solltest, obwohl ich bereits gestorben bin: Liebe Grüße aus dem Jenseits!</p><p>Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich mir selbst ein Gedenken setzen möchte, wie es zum Beispiel Toni Meindl gemacht hat. Sein Grabstein in Form eines riesigen Backenzahnes steht in Gadernheim auf dem Friedhof. Alles deutet darauf hin, dass Toni Zahnarzt gewesen ist. Es soll in Gadernheim Bürger*innen geben, die dafür dankbar sind, dass er kein Gynäkologe war. Toni jedenfalls war möglicherweise stolz auf seine Lebensleistung. Oder er identifizierte sich stark mit seinem Beruf. Vielleicht nannte man ihn ja sogar Toni ‚der Zahn‘ Meindl. Wer weiß? Jedenfalls ist es schön, vor seinem Grab zu stehen und über die eigene Beschaffenheit zu kontemplieren, vor allem die im Mund.</p><p>Oder auch nicht. Der Mensch ist doch viel mehr als sein Beruf, oder? Die Spuren, die wir hinterlassen, werden in den wenigsten Fällen etwas mit dem zu tun haben, womit wir unsere Brötchen verdienen. Wichtiger wird es sein, wie wir mit uns und anderen umgehen.</p><p>Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Podcast</em></h2><h3>Fit in den Himmel? - Was Glaube mit Körper zu tun hat</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3beabf93-b1de-44bb-8e1c-adf6674c8e48/uploads/images/h7ewxkgeux/2025-08-24-1130.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Wie wichtig ist unser Körper für den Glauben? Früher galt er oft als sündig oder zweitrangig – heute investieren viele Menschen viel in Fitness und Gesundheit. Aber: Sehen wir unseren Körper als Maschine oder als Teil unseres ganzen Menschseins?Diese Folge geht der Frage nach, welche Bedeutung der Körper im Glauben hat, warum er spirituell wertvoll ist und wie wir Gott gerade auch in unserem Körper begegnen können.</p><p><a href="https://www.os17.de/podcast/46/gofi-mueller-fit-in-den-himmel-was-glaube-mit-koerper-zu-tun-hat/">Hier geht es zur Folge.</a></p><p>Quellen:<br/><a href="https://on.soundcloud.com/71ZZBiU6yUhqcvGVod">https://on.soundcloud.com/71ZZBiU6yUhqcvGVod</a> (Hey schöne Frau) <br/><a href="https://youtu.be/dGrA1cJpbqI?si=bcTuGpz-W3Gyb3u-">https://youtu.be/dGrA1cJpbqI?si=bcTuGpz-W3Gyb3u-</a> (Nefesch: Seele) </p><p></p><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/507bb59b-7263-4b68-bfe1-acb0ca05c742/uploads/images/rkt7ihsxzs/gofizine_steady_header.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Das Logo des GOFIZINEs"/><p>Du hast das GOFIZINE noch gar nicht abonniert? Dann klicke doch bitte mal auf den Button.</p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/newsletter/sign_up">GOFIZINE abonnieren</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Podcast</em></h2><h3>Jonny vom Dahl: Über Fluch und Segen der Sozialen Medien</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3beabf93-b1de-44bb-8e1c-adf6674c8e48/uploads/images/65exfpyzkf/ce104.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Wer öfter bei Instagram unterwegs ist, kennt wahrscheinlich Jonny vom Dahl. Der Musiker aus Marburg ist unglaublich geschickt darin, die Plattform zu nutzen, um seine Bekanntheit zu steigern und es so zu ermöglichen, von seiner Kunst leben zu können. Die bezahlten Auftritte, die er mittlerweile mit Band bestreitet, hat er seiner großen Reichweite zu verdanken. Dass die Abhängigkeit von Instagram nicht nur Vorteile hat, musste er erfahren, als der Plattformbetreiber Meta von jetzt auf gleich seine Accounts offline nahm. Es blieb Jonny nichts anderes übrig, als den Tech-Giganten zu verklagen. Er nahm den Kampf David gegen Goliath an – und gewann! Jonny erzählt uns diese unglaubliche Geschichte, aber auch, wie er Instagram nutzt, welche Vorteile, und Nachteile das hat und warum seine Online-Aktivitäten ihm nicht nur Freunde machen. (Episodenbild: Screenshot von <a href="http://jonnyvomdahl.de/">jonnyvomdahl.de</a>)</p><p><a href="https://cobainserben.de/jonny-vom-dahl/">Du findest die Folge hier oder überall, wo es Podcasts gibt.</a></p><a href="https://youtu.be/kz1D85kTriA?si=kUiOaw5WJcVq-k2_">https://youtu.be/kz1D85kTriA?si=kUiOaw5WJcVq-k2_</a><hr aria-hidden="true"/><h2><em>News</em></h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3beabf93-b1de-44bb-8e1c-adf6674c8e48/uploads/images/zh6rd4ddyi/roots.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Es ist noch immer möglich, die großartige Friedensarbeit zwischen Israelis und Palästinensern von ‚Friends of Roots‘ zu unterstützen. Im letzten GOFIZINE habe ich Dir ausführlich davon berichtet, weil ich mich zurzeit als Botschafter für diese Arbeit stark mache. Danke an Euch, die Ihr bereits geholfen habt! Wenn Du Dich gerne noch finanziell beteiligen möchtest, kannst Du das unter diesem Link tun. Vielen Dank! <a href="https://causematch.com/roots-25/gofimueller">https://causematch.com/roots-25/gofimueller</a></p><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3beabf93-b1de-44bb-8e1c-adf6674c8e48/uploads/images/2ex32fgwvd/alles_wird_gut.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Am nächsten Wochenende trifft sich die Podcast-Szene beim Podcastfestial des RefLabs in Zürich. Hossa Talk ist mit dabei, aber auch Unter Pfarrerstöchtern, Schöner Glauben, Die sogenannte Gegenwart, Karte &amp; Gebiet u. v. m. Und Du kannst auch dabei sein, wenn Du willst. Hier findest Du alle Infos: <a href="https://reflab-festival.ch/">https://reflab-festival.ch/</a></p><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3beabf93-b1de-44bb-8e1c-adf6674c8e48/uploads/images/lmugyrx5zz/kellerwunder.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Am Wochenende darauf finden in der bildschönen hessischen Stadt Alsfeld die Kellerwunder statt, ein Kulturfestival, das sich vor allem in den historischen Kellergewölben abspielt. Am 13. September geht es los. Im Gewölbe des ‚Laternchens‘ findest Du meine Ausstellung A COPY OF A COPY OF A COPY OF A …. Außerdem werde ich am 21. September gemeinsam mit Micha Kunze einen Poetry Talk im Brauereikeller aufführen. <a href="https://www.alsfeld.de/kellerwunder/">Alle Informationen findest Du hier</a>.</p><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3beabf93-b1de-44bb-8e1c-adf6674c8e48/uploads/images/bf6duqwn4g/flyer_seite_1_wiederaufnahme.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Das wilde kleine Theaterstück Frank’n’Steyn, für das ich eine Szene geschrieben habe, wird zwei weitere Male aufgeführt, und zwar am 19. und 20. September. Roland spielt darin Sid, der eigentlich Sadiq heißt und in meinen Huchting-Geschichten vorkommt (der Vater von Denis und Noam). Vielleicht hast Du ja Zeit und Lust. Das Theater Verlängertes Wohnzimmer in Friedrichshain ist immer einen Besuch wert.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3beabf93-b1de-44bb-8e1c-adf6674c8e48/uploads/images/655sr2yeih/flyer_seite_2_wiederaufnahme.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><hr aria-hidden="true"/><p> <strong>Begleite Judith Seibold von CHAVAJA und mich auf eine Reise nach Griechenland vom 17.-24.5.2026</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/add7d26e-d304-4d3b-a472-d6efdb7171fe/uploads/images/2xs5crwxti/Kloster_1_klein.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><strong> </strong>Shaul von Tarsos war radikal. Was er anpackte, das erledigte er zu 150%. Und dabei konnte er rücksichtslos sein – gegen sich selbst und auch andere.</p><p>Aufgewachsen als Bürger zweier Kulturen, der hellenistischen und der jüdischen, fließend zweisprachig (Griechisch und Aramäisch), war er in einer multikulturellen, multireligiösen und globalisierten Welt zu Hause. Als Handwerker, jüdischer Theologe und Mystiker. Mit einem großen Ziel: Er wollte die Welt mit seiner Botschaft erobern.</p><p>Unter seinem Künstlernamen Paulus (der Kleine) ging er die große Aufgabe an. Wo er auftauchte, spaltete er die Geister. Während die einen ihn liebten und verehrten, war er für die anderen ein rotes Tuch. So erreichte er Europa. Und Europa empfing ihn mit Stockhieben und Gefängnis. Doch einen radikalen Aktivisten wie Paulus stachelte das nur an. Er machte weiter und legte eine Spur, der wir noch heute folgen können. </p><p>Komm mit uns dorthin, wo für das Christentum in Europa alles begann: nach Griechenland. Wir besuchen die Orte, an denen Paulus wirkte, an denen er Zuspruch und Widerstand erlebte, an denen er Dinge sagte und tat, die die Leben von Menschen und den Lauf der Geschichte veränderten. Wir versuchen herauszufinden, was ihn antrieb, was ihn für manche so unwiderstehlich machte und welche Bedeutung sein Werk bis heute für uns hat.</p><p>Ich bin schon seit vielen Jahren von Saulus aus Tarsos fasziniert. Für mich gibt es fließende Übergänge zwischen den Propheten und Aposteln der Antike und unserem heutigen Verständnis von Künstlern. </p><p>Als Guide konnten wir den griechenlanderfahrenen Dany Walter aus Israel gewinnen, der uns den jüdischen Paulus näher bringen wird.</p><p>Einen Einblick in Programm erhaltet Ihr hier: <a href="https://www.chavaja.de/files/Programm_Die_Griechenlandreise.pdf">Programm_Die_Griechenlandreise</a> </p><p>Mehr Informationen zu Chavaja – Bildungs- und Begegnungsreisen erfahrt Ihr hier: <a href="https://www.chavaja.de/">https://www.chavaja.de/</a></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 01 Sep 2025 09:07:52 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[#40 I’m just a copy of a copy]]></title>
      <description><![CDATA[Über eindrückliche Begegnungen | Art2Go: digitale Zeichnung von Gofi | Podcast: Gespräch mit dem amerikanischen Künstler Ben Gencarelle | brandneue Kurzgeschichte | News]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Herzlich willkommen zur 40. Ausgabe des GOFIZINEs!</em></strong></p><p><em>Danke für Dein Interesse. Für einen wöchentlichen Newsletter ist das GOFIZINE sehr umfangreich. Das bietet Dir die Möglichkeit, Dich entweder nur ganz kurz oder sehr ausführlich damit zu beschäftigen, so, wie Du es möchtest und wie es in Deinen Tag passt.</em></p><p><em>Meine Erwartung ist nicht, dass Du alles umfassend zur Kenntnis nimmst. Vielmehr hoffe ich, dass Du etwas findest, das Dich bereichert und Dir für den Moment guttut.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Gofigramm</em></h2><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bcbdc806-fbc8-4166-be64-0078cb8dadf2/uploads/images/vqq5nvdkkh/Bremen.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Ein Blick aus dem sechsten Stock auf den Bahnhofsplatz in Bremen am Morgen."/><figcaption>Der Bahnhofsplatz in Bremen am Morgen</figcaption></figure><p>Das Leben nimmt seinen gewohnten Rhythmus wieder auf. Jedenfalls für mich. Hinter mir liegt eine wirklich schöne Zeit mit unvergesslichen Begegnungen und Erfahrungen. Aus manchen habe ich sogar einen literarischen Text gemacht. Aber dazu gleich mehr.</p><p>Wirklich schön war etwa die Erfahrung, dass ein Dialog, den ich geschrieben habe, Teil eines Theaterstückes wurde, das im Theater Verlängertes Wohnzimmer in Berlin aufgeführt wurde. Mein Freund, der Schauspieler Roland Eisner, hat das Stück maßgeblich mit erdacht und konzipiert und natürlich auch eine der beiden Hauptrollen gespielt. Es war eine tolle Erfahrung, bei einer der Aufführungen im Publikum zu sitzen. Und es war beeindruckend und auch skurril, als meine Worte auf der Bühne plötzlich lebendig wurden und einen Körper bekamen.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bcbdc806-fbc8-4166-be64-0078cb8dadf2/uploads/images/m45hx7gg2n/PXL_20250705_185118914.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Roland spielt die Szene, die ich geschrieben habe.</figcaption></figure><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bcbdc806-fbc8-4166-be64-0078cb8dadf2/uploads/images/irzi7co6xj/IMG-20250706-WA0003(1).jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Zusammen mit den am Stück Beteiligten auf der Bühne beim Schlussapplaus.</figcaption></figure><p>Und dann war ich zwei Wochen lang in Bremen, habe mich in ein Hotel direkt am Bahnhof eingemietet und neue Geschichten geschrieben, die sich an meine HUCHTING-Geschichten anschließen. Normalerweise suche ich zum Schreiben Ruhe und Abgeschiedenheit. Dieses Mal jedoch bin ich mitten im Getümmel gewesen. Aus dem sechsten Stockwerk konnte ich das Treiben rund um die Uhr beobachten. Als ich das Zimmer zum ersten Mal betrat, war ich mir unsicher, ob das die richtige Entscheidung gewesen war. Aber es war wirklich super. Ich war mitten im Leben, über das ich meine Geschichten schrieb. Eine wahnsinnig intensive Erfahrung, die mich viel Kraft gekostet, mich aber auch glücklich gemacht hat.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bcbdc806-fbc8-4166-be64-0078cb8dadf2/uploads/images/qprooox5gw/bahnhof_bremen.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Der Platz vor dem Bremer Bahnhof kommt niemals zur Ruhe.</figcaption></figure><p>Die Geschichten, die dort entstanden sind, werden zusammen einen Roman ergeben, der sich wie ein Mosaik aus ihnen zusammensetzt. Der Titel wird wahrscheinlich ‘Männschän’ sein. Und wie es zu diesem Titel gekommen ist, kannst Du in der Geschichte weiter unten lesen, die ich in meinem Hotelzimmer eines Morgens geschrieben habe.</p><p>Ich habe den Eindruck, dass das Menschsein das Thema ist, mit dem ich mich künstlerisch am meisten beschäftige. Was ist der Mensch? Was bedeutet es, Mensch zu sein? Was und wie viel unterscheidet uns von anderen Menschen? Mein Eindruck ist: Nur sehr wenig. Der römische Statthalter Pilatus soll auf den gefolterten Jesus gedeutet und gesagt haben: Ecce homo! Seht, welch ein Mensch. Wie viel erkenne ich von mir selbst in diesem Menschen wieder? Wie viel in den Verhungernden von Gaza und aus dem Sudan? Wie viel in den zugedröhnten und bettelnden Gestalten auf dem Bremer Bahnhofsvorplatz? Sehr viel, glaube ich.</p><p>Darüber habe ich auch nachgedacht, als ich die Bilder meiner neuen Ausstellung zusammengestellt habe. Es sind alles Drucke. Nur zwei Bilder besitzen ein materiell existierendes Original. Die anderen sind virtuelle Gemälde, also ursprünglich Dateien. Das bedeutet, dass es von ihnen niemals Originale, sondern immer nur Kopien geben kann. Sie sind also die Kopie einer Kopie. Deshalb heißt diese Ausstellung auch so: A COPY OF A COPY OF A COPY OF A … Das ist ein Liedzitat der Nine Inch Nails, das mir bei der Vorbereitung eingefallen ist:</p><blockquote><p>I am just a copy of a copy of a copy<br/>Everything I say has come before<br/>Assembled into something, into something, into something<br/>I don&#39;t know for certain anymore</p><p>I am just a shadow of a shadow of a shadow<br/>Always tryin&#39; to catch up with myself<br/>I am just an echo of an echo of an echo<br/>Listening to someone&#39;s cry for help</p></blockquote><a href="https://youtu.be/yA281OuU3rk?si=da6fKRrKuK_AIT8p">https://youtu.be/yA281OuU3rk?si=da6fKRrKuK_AIT8p</a><p>Originale haben bei uns einen sehr hohen Stellenwert. Aber warum ist das eigentlich so? Ist das wirklich ein Manko, wenn es nur Kopien, aber kein Original gibt? Das sind Fragen, die diese Ausstellung begleiten.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bcbdc806-fbc8-4166-be64-0078cb8dadf2/uploads/images/hi7heuggm7/PXL_20250813_104811846_2.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Einige Bilder meiner neuen Ausstellung</figcaption></figure><p>Wir sind alles Menschen. Diese Aussage stimmt auf jeden Fall. Was sie im Einzelnen beinhaltet, ist dann Teil der Gespräche, die wir miteinander führen. Also, lass uns Menschen sein. Ich wünsche Dir viel Kraft für die kommenden Herausforderungen und eine tolle Woche. Bis nächsten Montag!</p><p><strong><em>Dein Gofi</em></strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Ich bin Gofi, Künstler, lebe in Marburg und engagiere mich für den Erhalt von Kunst, Kreativität, Gemeinschaft und einer menschenfreundlichen Spiritualität. Das GOFIZINE veröffentliche ich bewusst kostenlos für alle, weil ich möchte, dass jede/r Zugang zu guten Inhalten hat, unabhängig von Einkommen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, bin ich Dir sehr dankbar.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><strong><em>Art2Go</em></strong></h2><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bcbdc806-fbc8-4166-be64-0078cb8dadf2/uploads/images/g5wbwm32jj/a_copy_of_a.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>A copy of a copy of a copy of a ..., digitale Zeichnung/digitales Gemälde, Maße variabel, 2025</figcaption></figure><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Podcast</em></h2><h3>Whatever it is you do: Keep doing it! (Ben Gencarelle)</h3><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bcbdc806-fbc8-4166-be64-0078cb8dadf2/uploads/images/lyo3d36ral/pks103.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Ben Gencarelle ist ein legal Alien, ein US-Amerikaner in Deutschland. Und er ist Künstler: Ben arbeitet an gattungsübergreifenden Serien, wobei seine malerischen Arbeiten im Atelier oft von Buchprojekten und digitalen Objekten begleitet werden. Ihn interessiert der Einfluss der Medien oder die Frage, wie wir mit der allgegenwärtigen visuellen Information umgehen. Er malt, arbeitet mit Sounds und Video und zeigt seine Werke in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland. Seit 2021 arbeitet er im AtelierFrankfurt.</p><p>Im Gespräch mit Gofi schildert er, wie er die gegenwärtige politische Situation wahrnimmt, welchen Einfluss Social Media auf seine Arbeit haben, warum er keine Angst vor der leeren Seite hat und auch nicht mit Selbstzweifeln kämpft. Außerdem hat er wertvolle Tipps parat für alle, die kreativ arbeiten. Viel Spaß bei dieser spannenden Unterhaltung auf Englisch.</p><p>Die Folge findest Du überall, wo es Podcasts gibt <a href="https://cobainserben.de/ben-gencarelle/">oder hier</a>.</p><a href="https://youtu.be/bAy_JywZqpk?si=QkgPVlEB-6Wjb-l4">https://youtu.be/bAy_JywZqpk?si=QkgPVlEB-6Wjb-l4</a><hr aria-hidden="true"/><h2><em>Geschichte</em></h2><h3>Wir sind alles Männschän</h3><p>Als der Mann früh am Morgen das Fenster öffnet, hört er Geschrei. Etwa hundert Meter entfernt brüllt ein anderer Mann Unverständliches mit sich überschlagender Stimme. Er adressiert noch einen anderen Mann, kahlköpfig, Brille, Bauch, Hemd, der auf ihn deutet und zurückruft. Die Stimme des ersten wird lauter, seine Stimme überschlägt sich immer öfter. Der Kahle wird ebenfalls lauter, geht auf ihn zu. Der Erste bückt sich, hebt eine weiße Tasche vom Boden auf und verlässt schreiend und gestikulierend die Szene. Der Kahle will ihn so nicht gehen lassen, er eilt hinter ihm her, den Zeigefinger nach vorn reckend und stechend wie eine Harpune. Der erste Mann verschwindet. Der Kahle geht zu der Stelle, an der der andere seine Tasche aufgehoben hat. Er richtet ein Fahrrad auf und fährt davon.</p><p>Ich bin nicht deine Aische, brüllt die Frau, gerade als der Mann, der schreibt, gemeinsam mit anderen den Bus verlässt. Sowie sie auf den Bussteig getreten ist, fängt sie schon an zu brüllen. Ich bin nicht deine Aische. Der Mann, dem sie diese Worte ins Gesicht schleudert, reagiert nicht. Vielleicht ist er resigniert, vielleicht verängstigt, vielleicht aber auch desinteressiert. Das Kinn der Frau ist verpflastert, sie muss vor kurzem gestürzt sein. In ihrem Gesicht sind die Spuren von Rauch und Alkohol zu erkennen. Wahrscheinlich ist sie zehn Jahre jünger, als sie aussieht. Die anderen Fahrgäste strömen an ihr vorbei. Ohne sich umzusehen, geht der Mann, der schreibt, zu seinem Hotel.</p><p>Wir sind alles Männschän, schreit eine andere Frau durch einen anderen Bus. Wir sind alles Männschän! Sie ist erbost, dass ein Mann, obwohl der Bus übervoll ist, nicht dazu bereit ist, seine Tüte mit Äpfeln von dem Sitzplatz neben sich zu heben und auf die Knie zu stellen, damit ein anderer sich setzen kann. Isch werde das nischt tun, ruft der Mann immer wieder. Hören sie, isch werde das nischt tun! Die Frau reißt Löcher in die Apfeltüte, sie schimpft immer weiter, der Mann macht sich über sie lustig, er sagt verächtliche Dinge, und immer wieder ruft sie: Wir sind alles Männschän. Wir sind alles Männschän. Als der Mann mit den Äpfeln aus dem Bus aussteigt, reißt sie ihm die Mütze vom Kopf und schleudert sie zu Boden.</p><p>Der Mann, der schreibt, kehrt von der abendlichen Besichtigung eines Handlungsortes durch die Straßen der Stadt zu seinem Hotel zurück. Jemand tippt ihn auf die Schulter. Ein jüngerer Mann steht vor ihm und spricht ihn lächelnd an. Der Mann, der schreibt, muss seine Kopfhörer absetzen, um ihn verstehen zu können. Brudi, kennst du mich noch? Ich habe dir mal die Haare geschnitten. Ich glaube nicht, sagt der Mann, der schreibt. Doch, sagt der Jüngere, ich habe dir die Haare geschnitten. Sorry, ich bin das nicht. Du verwechselst mich. Alles klar, der Jüngere grinst jetzt breit und weiß. Hau rein, Mann. Er hebt die Hand, damit der Mann, der schreibt, einschlägt. Im letzten Augenblick zieht der zurück und macht einen Schritt zur Seite. Er befürchtet plötzlich, dass der andere die Situation ausnutzen und ihm die Geldbörse aus der Hosentasche ziehen will. Der Jüngere macht keine Anstalten. Er missversteht die Reaktion und zeigt die Innenfläche seiner Hand. Sie ist übersät mit großen Blasen. Oh shit, tut mir leid, sagt der Mann, der schreibt. Sorry für die Verwechslung, sagt der Jüngere. Kein Problem. Der Mann geht zurück in sein Hotel und wäscht sich gründlich die Hände.</p><p>Wir sind alles Männschän, denkt er, als er sich ins Bett legt, während die Geräusche und das Stimmengewirr der Stadt gegen seine schallisolierten Fenster branden, wir sind alles Männschän.</p><hr aria-hidden="true"/><h2><em>News</em></h2><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bcbdc806-fbc8-4166-be64-0078cb8dadf2/uploads/images/mcoqc7rz7e/alles_wird_gut.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Ich bin zusammen mit Hossa Talk beim Podcastfestival des RefLab in Zürich. <a href="https://reflab-festival.ch/">Vom 6. bis 7. September trifft sich dort die christliche Podcasterszene, aber auch bekannte andere Vertreter*innen der Kulturwelt</a>. Das Programm ist wirklich hochkarätig besetzt. Und es gibt noch Tickets. Wenn Du also an diesem Wochenende noch nichts vorhast: Eine Reise nach Zürich lohnt sich auf jeden Fall!</p><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bcbdc806-fbc8-4166-be64-0078cb8dadf2/uploads/images/syttpzjspq/kellerwunder.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Die Ausstellung, von der ich Dir oben erzählt habe, werde ich zum ersten Mal bei den <a href="https://www.alsfeld.de/kellerwunder/#programm">2. Alsfelder Kellerwundern</a> zeigen, und zwar in dem Restaurant ‘Das Laternchen’. In den urigen Gewölben der Stadt gibt es Ausstellungen, Lesungen, Poetry Performances, Konzerte u. v. m. zu entdecken, und zwar am 13./14. und 20./21. September.</p><p>Am 21. September um 19.30h werde ich dort außerdem gemeinsam mit Micha Kunze einen Poetry Talk machen. Den Ort kenne ich bisher nicht, aber ich schreibe es, sobald ich es weiß.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Begleite Judith Seibold von CHAVAJA und mich auf eine Reise nach Griechenland vom 17.-24.5.2026</strong></p><p>Shaul von Tarsos war radikal. Was er anpackte, das erledigte er zu 150%. Und dabei konnte er rücksichtslos sein – gegen sich selbst und auch andere.</p><p>Aufgewachsen als Bürger zweier Kulturen, der hellenistischen und der jüdischen, fließend zweisprachig (Griechisch und Aramäisch), war er in einer multikulturellen, multireligiösen und globalisierten Welt zu Hause. Als Handwerker, jüdischer Theologe und Mystiker. Mit einem großen Ziel: Er wollte die Welt mit seiner Botschaft erobern.</p><p>Unter seinem Künstlernamen Paulus (der Kleine) ging er die große Aufgabe an. Wo er auftauchte, spaltete er die Geister. Während die einen ihn liebten und verehrten, war er für die anderen ein rotes Tuch. So erreichte er Europa. Und Europa empfing ihn mit Stockhieben und Gefängnis. Doch einen radikalen Aktivisten wie Paulus stachelte das nur an. Er machte weiter und legte eine Spur, der wir noch heute folgen können. </p><p>Komm mit uns dorthin, wo für das Christentum in Europa alles begann: nach Griechenland. Wir besuchen die Orte, an denen Paulus wirkte, an denen er Zuspruch und Widerstand erlebte, an denen er Dinge sagte und tat, die die Leben von Menschen und den Lauf der Geschichte veränderten. Wir versuchen herauszufinden, was ihn antrieb, was ihn für manche so unwiderstehlich machte und welche Bedeutung sein Werk bis heute für uns hat.</p><p>Ich bin schon seit vielen Jahren von Saulus aus Tarsos fasziniert. Für mich gibt es fließende Übergänge zwischen den Propheten und Aposteln der Antike und unserem heutigen Verständnis von Künstlern. </p><p>Als Guide konnten wir den griechenlanderfahrenen Dany Walter aus Israel gewinnen, der uns den jüdischen Paulus näher bringen wird.</p><p>Einen Einblick in das Programm erhaltet Ihr hier: <a href="https://www.chavaja.de/files/Programm_Die_Griechenlandreise.pdf">Programm_Die_Griechenlandreise</a> </p><p>Mehr Informationen zu Chavaja – Bildungs- und Begegnungsreisen erfahrt Ihr hier: <a href="https://www.chavaja.de/">https://www.chavaja.de/</a></p><hr aria-hidden="true"/><p><em>Danke für Dein Interesse! Wenn Du mir bei meiner Arbeit helfen möchtest, kannst Du das zum Beispiel hier.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/gofimueller/about">Gofizine unterstützen</a></p><p><br/></p><p></p><p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 18 Aug 2025 10:32:28 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[GZ #39 Es wird ruhig]]></title>
      <description><![CDATA[Ab in den Sommer | Empfehlung: Vorträge zum Vater Unser | Die Preise der Griechenlandreise 26 sind da]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 30 Jun 2025 08:14:19 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[GZ #38 Rückzug in die Welt]]></title>
      <description><![CDATA[Gedanken bei einer Fahrradtour | Gedicht: Eierschalentanz von Tabitha Hanan | Podcast: Bob Dylan| News: Einladung zur Griechenlandreise]]></description>
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      <pubDate>Mon, 23 Jun 2025 07:46:07 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[#37 Jedes bisschen hilft]]></title>
      <description><![CDATA[Thunfisch-Wraps und Ambiguitätstoleranz | Art2Go: Adam? - Eine Collage | Podcast: Naturspiritualität | News: Einladung zur Griechenlandreise]]></description>
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      <pubDate>Mon, 16 Jun 2025 06:50:03 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[GZ #36 Stürmische Zeiten]]></title>
      <description><![CDATA[Ein paar Gedanken zu Pfingsten | Podcast: Traumberuf Filmregisseur | News: Einladung zur Griechenlandreise]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Tue, 10 Jun 2025 07:00:30 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[#35 Glück ist, wenn der Schmerz nachlässt]]></title>
      <description><![CDATA[Über das Glück | Rückblick auf die Tour | Podcast: Christfluencer | News: Einladung zur Griechenlandreise]]></description>
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      <pubDate>Mon, 02 Jun 2025 11:19:16 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[#34 Zu Besuch bei einer Verstorbenen]]></title>
      <description><![CDATA[Über das, was bleibt | Video: Wie ich meine Kunst verstehe | Podcast: mutig, stark, beherzt | Geschichte: Vom Loslassen | News: Poetry Talk]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 19 May 2025 08:49:29 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[GZ #33 Alles immer gleichzeitig]]></title>
      <description><![CDATA[Wie wir auf uns achten können | Malerei von Samuel Reinig | Podcast: Plötzlich Galerist | Geschichte: Unerwünschter Besuch | News: Auf Tour mit Poetry Talk]]></description>
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      <pubDate>Mon, 12 May 2025 07:31:51 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[GZ #32 Mein Jubiläum]]></title>
      <description><![CDATA[Ich feiere mein 25-jähriges Berufsjubiläum. Hier schildere ich Dir, wie ich es vergangene Woche begangen habe.]]></description>
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      <pubDate>Mon, 05 May 2025 10:06:43 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[GZ #31 Was der Seele guttut]]></title>
      <description><![CDATA[Die Entdeckung der Langsamkeit | Ein Schnappschuss im Frühling | Podcast: Was der Seele guttut | Geschichte: Denis isst Marküsse | News: Triff mich in Berlin und Hannover]]></description>
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      <pubDate>Fri, 25 Apr 2025 09:42:58 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Jede Menge großartiger Menschen]]></title>
      <description><![CDATA[Ein kurzer Rückblick auf die vergangenen Tage]]></description>
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      <pubDate>Tue, 15 Apr 2025 07:43:08 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[GZ #30 Trauernde Esel]]></title>
      <description><![CDATA[Überrascht von Tieren | Denkmal: Eine Begegnung im Wald | Podcast: Gott, die Natur und wir | Geschichte: Die Beerdigung | News: HossaRudelTalkTour]]></description>
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      <pubDate>Mon, 07 Apr 2025 07:00:35 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[GZ #29 Ich dachte, es wäre Liebe …]]></title>
      <description><![CDATA[Die Dichterin Jasmin Brückner und ich auf unserer Vier-Städte-Tour mit Poetry Talk. Gerade eben haben Jasmin und ich unseren letzten Auftritt in Ludwigsburg absolviert.…]]></description>
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      <pubDate>Sun, 30 Mar 2025 20:57:35 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[GZ #28 Lies mal wieder]]></title>
      <description><![CDATA[Über eine Welt des Wissens in greifbarer Nähe | Das Marburg der Zukunft? | Gedicht: An S. | Der Tour-Frühling geht los!]]></description>
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      <pubDate>Mon, 24 Mar 2025 08:39:32 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[GZ #27 God Gave Rock and Roll to You]]></title>
      <description><![CDATA[Über Religion, Politik und Musik | Schnappschuss eines Streifzugs durch Leipzig | Podcast: Jesus Rocks - Über christliche Popmusik | Geschichte: Das Attentat]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 17 Mar 2025 06:01:00 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[GZ #26 Jemand hat die Ferkel geklaut]]></title>
      <description><![CDATA[Eine provokante Kunstaktion | Lyrikvideo von Jasmin Brückner | Über Lust, Genuss und Verzicht | Micro Story: Rückfall in die Siebziger]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 10 Mar 2025 08:19:12 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[GZ #25 Warum Deine Wohnung so aussieht]]></title>
      <description><![CDATA[Warum Du etwas mit Kunst anfagen kannst | Remix von Gofi | Poetry Talk mit Jasmin Brückner und Marco Michalzik | Micro Story der Woche]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 03 Mar 2025 08:22:10 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[GZ #24 Das Leben setzt sich durch]]></title>
      <description><![CDATA[Gedanken zu gestern | Okay, ich lass Dich laufen - Gemälde & Audiokommentar | Podcast: Eine Stimme für die Sprachlosen | Micro Story: Denis geht zur Arbeit]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 24 Feb 2025 10:17:35 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[GZ #23 Schwätzen statt Hetzen]]></title>
      <description><![CDATA[Schwätzen statt Hetzen | Neues Gedicht von Marco Michalzik | Über Micha Kunzes neues Album Regen & Neonlichter | Kurzgeschichte: Erwin lacht]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 17 Feb 2025 09:17:55 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[GZ #22 Jedes Schicksal hat seine eigene Würde]]></title>
      <description><![CDATA[Über den Wert von Geschichten | Fotografie von Judith Ziegenthaler| Hossa Talk über die Demokratie-Aktion 'Kreuz.Setzen' | Kurzgeschichte: Es geht weiter mit Jens L.]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 10 Feb 2025 07:46:16 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[GZ #21 Was uns auffängt und Halt gibt]]></title>
      <description><![CDATA[Über Gemeinschaft und Macht | Fotografie von Gofi | Cobains Erben über den großen David Lynch | Kurzgeschichte: Antworten auf wichtige Fragen]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 03 Feb 2025 06:01:00 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[GZ #20 Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte]]></title>
      <description><![CDATA[Junge Männer aus Afghanistan | Das Portal - Gemälde von Annett Günther | Das göttliche Gebetsdilemma | Kurzgeschichte: Endlich - eine Perspektive]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 27 Jan 2025 10:23:03 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[GZ #19 Weniger attraktiv. Mehr ehrlich]]></title>
      <description><![CDATA[Art2Go: A Timid Beginning And A Sudden End - Gemälde & Audiokommentar | Podcast: die Musikerin Heidi Joubert | Micro Story der Woche | Literatur & Video: Micha Kunze]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 20 Jan 2025 08:36:17 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[GZ #18 In echt ist am schönsten]]></title>
      <description><![CDATA[Art2Go: Attempt To Bar Dark Matter - Gemälde & Audiokommentar | Podcast: Hossa Talk über das Jenseits | Micro Story: Noch alles möglich | Musik: Heidi Joubert]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 13 Jan 2025 07:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[GZ #17 Besonnen, freundlich und hoffnungsvoll ins neue Jahr]]></title>
      <description><![CDATA[Art2Go: Basquiat - Gemälde & Audiokommentar | Podcast: Mach Dir keine Sorgen | Micro Story: Letzte Nachricht | News: Ausstellung ab Mittwoch]]></description>
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      <pubDate>Mon, 06 Jan 2025 09:54:19 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Weihnachten in Huchting]]></title>
      <description><![CDATA[Eine kurze Audio-Nachricht | Kurzgeschichte 'Weihnachten in Huchting']]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 16 Dec 2024 09:20:14 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[GZ #15 Viernfuffzich]]></title>
      <description><![CDATA[Denis isst Marküsse | Podcast: Unsere Lieblingsfilmtode | Lyrik: Jasmin Brückner | Malerei: Tino Brendel | Fotografie: Daniel Lindhüber | ]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 09 Dec 2024 06:42:08 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[GZ #14 Lass uns die Kerzen anzünden]]></title>
      <description><![CDATA[Art2Go: Copy & Paste Your Very Own War Zone | Podcast: Zu Gast bei 'Schiffbruch mit Jesus' | Micro Story: Denis greift an]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 02 Dec 2024 09:44:02 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[GZ #13 Meine neue Freundin ist digital]]></title>
      <description><![CDATA[Podcast: Gefangen in der Badewanne | Lyrik: Gofi Müller, Micha Kunze | Malerei: Elisabeth Schermuly | Fotografie: T. Ziegenthaler | Tanz: Mirjam Rauch | Musik: Devin Heat]]></description>
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      <pubDate>Mon, 25 Nov 2024 10:56:33 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[GZ #11 Beieinander bleiben]]></title>
      <description><![CDATA[Podcast: Civil War - Wenn die schlimmsten Befürchtungen wahr werden | Lyrik: Gofi Müller, Lilli Gebhard |Malerei: Magdalena Paslowski | Fotografie: Harald Bender]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 11 Nov 2024 12:59:00 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[GZ #10 Ein Scherz, der nach hinten losging]]></title>
      <description><![CDATA[Malerei: Gofi Müller | Podcast: Nichts Neues im Osten? - Ein Gespräch über ostdeutsche Probleme und westdeutsche Vorurteile | Micro Story: Einfahrt in einen Tunnel]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 04 Nov 2024 09:35:24 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[GZ #9 Magie des Alltags]]></title>
      <description><![CDATA[Panta Rhei - Eine Meditation auf den Wandel | Thomas Merton: Ein Wort an Dichterinnen und Dichter | Podcast: Kunst. Religion. Kunstreligion]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 28 Oct 2024 08:10:30 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[GZ #8 Freundlichkeit wirkt]]></title>
      <description><![CDATA[Malerei: Ben Gencarelle | Podcast: Wie weiblich ist Gott? | Micro Story: Jens verlässt sein altes Leben]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 21 Oct 2024 04:52:02 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[GZ #7 Auf die nächsten 10 Jahre]]></title>
      <description><![CDATA[Podcast: Kommt ‚Kunst‘ von ‚Können‘? | Malerei: Muck Soma | Fotografie: Judith Ziegenthaler | Musik: Stellarhead]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 14 Oct 2024 05:59:17 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[GZ #6 Alles fließt]]></title>
      <description><![CDATA[Video: Thomas Merton | Malerei: Gofi Müller | Podcast: Das bringt doch sowieso nichts!? | Micro Story: Liebesgeschichte]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 07 Oct 2024 09:56:27 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[GZ #5 Erfolgsrezept Liebe]]></title>
      <description><![CDATA[Micro Story: Evangelium | Podcast: Der Fotograf Jörg Steinmetz | Lyrik: Micha Kunze | Fotokunst: Timotheus Büttner | Musik: Daisy Chapman]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 30 Sep 2024 08:33:39 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[GZ #4 Sie sind großartig. Und sie bleiben.]]></title>
      <description><![CDATA[Gemälde: Les Fleurs Du Mal | Podcast: Mission? Geht's noch? | Micro Story: Carpe Diem]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 23 Sep 2024 08:52:14 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[GZ #3 Gott küsst]]></title>
      <description><![CDATA[Übermalte Fotografie: I've been framed | openSPACE-Podcast: Ausbruch aus zu engen Rahmen | Micro Story: Die Verabredung]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 16 Sep 2024 06:01:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[GZ #2 Schmecken, Spüren, Staunen]]></title>
      <description><![CDATA[Story: Die Explosion | Podcast: Wein, Kunst und Spiritualität | Essay: Marco Michalzik | Zeichnung: Claudius Förster | Fotografie: T. Ziegenthaler | Musik: Leyas Crave]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 09 Sep 2024 06:50:53 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[GZ #1 Vorstadttristesse, Fatalismus und ein Gläschen Wein]]></title>
      <description><![CDATA[Vorstadttristesse | openSPACE-Podcast: Nach uns die Sinnflut! | Micro Story: Warum nicht schreiben? | Video: Wein, Kunst, Spiritualität mit Sandra Bils]]></description>
      <category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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      <pubDate>Mon, 02 Sep 2024 05:20:45 +0000</pubDate>
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