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Morgen wird es besser

Heute ist Wintersonnenwende – der kürzeste Tag des Jahres. Ab jetzt werden die Tage länger. Das dürften wir erst einmal kaum spüren, denn es handelt sich nur um wenige Sekunden mehr Licht. Aber manchmal reicht es schon, etwas einfach nur zu wissen.

Du kannst dir diesen Text einfach als Video ansehen. Oder du liest ihn halt ganz normal. Aber ich habe mir für das Video echt viel Mühe gegeben!

https://www.youtube.com/shorts/xr-en3jJJi8 (Si apre in una nuova finestra)

Die kommenden Tage könnten sich ein bisschen unbequem anfühlen.

Sie katapultieren aus dem Alltag in einen seltsamen Stillstand oder sogar bis in die hinteren Winkel der Vergangenheit. Nicht umsonst nennen wir diese Tage die „Zeit zwischen den Jahren“. Nirgends gehört sie so recht dazu. Es ist, als würden die Stunden verschwimmen, der Alltag verschluckt sich, das Raum-Zeit-Kontinuum macht Lunch Break.

Die Bäume und Hügel stehen nur so rum und gucken blöd aus der Wäsche.

Ihnen macht Stillstand wenig aus. Das sind Profis. Die wissen, dass ihnen schon bald wieder Bienen um die Ohren sausen, Gräser sie kitzeln und der Kreislauf von vorne beginnt und dass alles, alles dazu gehört. Die Landschaft steht und schweigt und ist satt und macht weiter.

Wer viel rotiert und wenig inne gehalten hat, dem wird es in diesen Tagen schwindelig werden. Ich spüre diese Überwältigung manchmal, schlagartig bleibt mir die Luft weg, alle Eindrücke werden riesig groß und meta, übertrieben wie im Blockbuster, ein tiefes Loch klafft und ich drohe zu fallen.

Dann denke ich daran, dass ich gut für mich sorge, dass gut für mich gesorgt ist, dass alles verwunden werden kann und auf krude Art seine Ordnung hat.

Ein Schritt nach dem anderen:
Jetzt gibt es Kaffee.
Jetzt schreibe ich etwas auf.
Jetzt halte ich eine Hand.

Vieles liegt außerhalb der eigenen Kontrolle. Manchen wird das in dieser Zeit umso klarer, wenn man eigentlich ganz anders sein, sich ganz anders fühlen wollte. Dabei sollte der Anspruch genau jetzt niedrig sein. Die Bäume, die Hügel und wir: Wir sollten jetzt einfach alle nur so rumstehen und blöd aus der Wäsche gucken. Und es ist okay.

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Das war die 48. Ausgabe von HEISE SCHEISE. Wir sehen uns in 2026. In alter Frische, okay? Und wenn du nicht frisch bist, meld dich einfach: Ab März hab ich wieder freie Plätze für Coachings – auch geeignet für Bosses, Selbstständige und jene, die es werden wollen. Mach einfach einen Kennenlern-Call im Januar (Si apre in una nuova finestra) klar. Kannste übrigens auch so mal buchen, wenn du einfach reden willst. It’s that easy!

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