Vom 2.-5. Juli steht die Regensburger Altstadt wieder ganz im Zeichen des Jazz. Ob in Duo, Ensemble oder Bigband, mit Originalen oder Covers, mischen beim Jazzweekend viele Musikerinnen mit.
Einmal mehr werden in den ersten Julitagen Clubs, Cafés, Plätze und mancher sonst musikferne Ort in der Regensburger Altstadt zur Bühne für Jazzensembles. Neben einigen bereits etablierteren Formationen werden beim Jazzweekend vor allem junge Künstlerinnen und Künstler am Anfang ihrer Laufbahn zu hören sein. Die meisten reisen aus allen Gegenden des Inlandes an, manche aus dem Ausland. Vokalistin Myra Maud aus Paris etwa präsentiert mit ihrem Ensemble ihre Hommage an Nina Simone. Sängerin Sinomtha Zake wiederum stammt ursprünglich aus Südafrika und bringt für ihr Konzert ihre Münchner Band mit. Sie integriert stilistische Einflüsse von Jazz bis Soul und Pop mit Elementen der musikalischen Tradition der Xhosa. Aus Berlin macht sich die junge, kongolesisch-deutsche Vokalistin, Cellistin und Multiinstrumentalistin Savannah Hauskeller auf den Weg. Sie hat ihr Trio sowie Originalsongs und improvisatorische Ideen dabei, die den Bereich zwischen Jazz und World Jazz ausloten. Aus Einflüssen von Soul, Jazz, Pop und R'n'B schöpft Sängerin und Keyboarderin Hanna Sikasa aus München die Ideen für ihre Songs, die sie mit ihrem Septett vorträgt.
Instrumentalistinnen sind ebenfalls gut vertreten. So konzertieren mit Stephanie Troscheit, Johanna Lucia und Lieselotte Heim drei Tastenkünstlerinnen mit ihren Klaviertrios. Die Nürnberger Klarinettistin Rebecca Trescher bringt ihr Ensemble mit, mit dem sie ihre ganz eigene Art des stilistisch vielfältig beeinflussten Kammerjazz präsentiert. Im Jahr 2022 konnte die Musikerin bereits den Deutschen Jazzpreis in der Kategorie Komposition des Jahres entgegennehmen und die Kritiker des US-Jazzmagazins Downbeat wählten sie zum Rising Star an der Klarinette. Die Münchner Posaunistin Marie Kuhar wiederum erhielt 2025 einen BMW Young Artist Jazz Award und bringt mit ihrem QHtett Originalkompositionen auf die Bühne. Die junge Würzburger Saxofonistin Theresa Finkenbeiner konzertiert mit ihrem Quartett. Im Landesjugendjazzorchester Bayern, das mit einem stilistisch vielseitigen Programm gleich drei Konzerte beim Festival spielt, mischen ebenfalls zahlreiche junge Musikerinnen mit. Da Frauen bis heute gerade in Bigbands und orchestralen Formationen oft kaum präsent sind, ist das eine gute Nachricht. In den vier Festivaltagen werden noch zahlreiche weitere Sängerinnen und Instrumentalistinnen mit stilistisch sehr unterschiedlichen Ensembles und Repertoires zu hören sein.
Weitere Infos: https://www.jazzwe.de/ (Opens in a new window)
Foto: Myra Maud (Foto: Tine Rau)