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Albert-Mangelsdorff-Preis für Lauren Newton

Die originelle Vokalistin Lauren Newton erhält dieses Jahr den Albert-Mangelsdorff-Preis der Deutschen Jazzunion. Damit ist sie die vierte weibliche Preisträgerin der renommierten Auszeichnung. Bei der Verleihung am 1. November im Rahmen des Jazzfests Berlin konzertiert sie im Duo mit Kontrabassistin Joëlle Léandre.

Text: Christina M. Bauer, Foto: Koho Mori

Geht es nach Vokalistin Lauren Newton, darf die Stimme im Jazz und anderen Stilen schon mal ganz originell, skurril oder schrill eingesetzt werden. Jedenfalls: Vielfältig, innovativ, abwechslungsreich. In dieser Hinsicht hat die seit den 1970er Jahren in Deutschland lebende US-Künstlerin bereits früh ungewöhnliche Wege beschritten, seitdem mit unzähligen Ensembles kooperiert und ihr Wissen an Musikhochschulen und in Workshops weitergegeben.

Dieses Jahr wird sie nun für ihr Lebenswerk mit dem Albert-Mangelsdorff-Preis der Deutschen Jazzunion ausgezeichnet. Sie nimmt ihn am 1. November im Rahmen des Jazzfests Berlin entgegen und konzertiert bei dieser Gelegenheit auch gleich selbst im Duo mit der französischen Kontrabassistin Joëlle Léandre. Es ist bisher selten genug, dass diese gut dotierte und renommierte Ehrung an Frauen geht. Der 1994 initiierte und seit 1995 alle zweite Jahre ausgelobte Preis wurde bisher an 16 Musikerinnen und Musiker verliehen. Die weiblichen Preisträgerinnen waren Ulrike Haage (2003), Angelika Niescier (2017) und Aki Takase (2021). Damit ist Lauren Newton die vierte Künstlerin, die sich über diese Ehrung freuen darf.

Die gebürtige US-Amerikanerin studierte zunächst in Oregon, dann in Stuttgart, bevor sie von ihrer Wahlheimat Deutschland aus eine über Jahrzehnte währende internationale Karriere mit zahlreichen Einspielungen und Tourneen aufbaute. Zu ihren zahlreichen und vielseitigen Kooperationen, die stilistisch von Free Jazz über Zeitgenössisches und Experimentelles bis zur Fusion reichen, zählen die mit dem Vienna Art Orchestra, dem Vocal Summit und dem Vokalquartett Timbre. Sie musizierte mit Bobby McFerrin, Aki Takase, Myra Melford, Maria João und vielen weiteren. Für Ensembles, Chöre und Theater verfasste sie außerdem oftmals selbst Musik.

Foto 1: Lauren Newton erhält dieses Jahr den Albert-Mangelsdorff-Preis für ihr Lebenswerk (Foto: Koho Mori)

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