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    <title>Her music, her story: views on jazz, world and classical</title>
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    <description>News, Interviews, Porträts: Musikerinnen von Jazz bis Klassik und Weltmusik, ihre Ideen, Sichtweisen und ihr Leben mit der Musik.</description>
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      <title>Her music, her story: views on jazz, world and classical</title>
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      <title><![CDATA[Groovende Saiten: Brandee Younger]]></title>
      <description><![CDATA[Harfenistin Brandee Younger und ihr Trio loteten bei ihrem Konzert im Jazzclub Unterfahrt am 17. Juli einmal mehr gekonnt die Möglichkeiten zwischen Jazz, R'n'B und Soul…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Harfenistin Brandee Younger und ihr Trio loteten bei ihrem Konzert im Jazzclub Unterfahrt am 17. Juli einmal mehr gekonnt die Möglichkeiten zwischen Jazz, R&#39;n&#39;B und Soul aus und fanden eine bemerkenswerte Balance zwischen Tradition, atmosphärischer Klangmalerei und modernen Grooves.</em></p><p>Text und Fotos: Christina M. Bauer</p><p>Der Harfe mit innovativen Ideen, Feinsinn und Groove mehr Platz in der Jazzszene zu erspielen, gelingt derzeit kaum jemandem so wie US-Künstlerin Brandee Younger. Bei ihrem Triokonzert im Münchner Jazzclub Unterfahrt am 17. Juli lotet sie souverän die Möglichkeiten zwischen Jazz, R&#39;n&#39;B und Soul aus. Die erste Komposition verknüpft ihr atmosphärisches Solointro mit sensiblem Triospiel. In dem treffen die betörende Melodik, grazilen Arpeggien und eleganten Harmonien der Harfe auf das dezent agierende, oft mit Besen oder weichen Schlegeln gespielte Schlagzeug von Allan Mednard und Rashaan Carters sonoren Kontrabass zwischen Rhythmusfunktion und feinsinnig mit der Harfe ineinandergreifenden Melodieparts.</p><p>Es ist Alice Coltranes &quot;Rama Rama&quot;, dem die drei eine frische Interpretation angedeihen lassen. Das zweite Stück &quot;Unrest&quot; wiederum ist eines von Youngers zahlreichen Originalen. In einem differenzierten Intropart für Soloharfe schälen sich aus wellenförmigen Passagen weitschweifende, mäandernde Melodien heraus, schimmernde Perlenketten von Arpeggien kontrastieren mit versiertem Harmoniespiel. Mit dem Einsetzen von Carter und Mednard geht die Komposition in einen Trioteil mit mehr Tempo und Groove über. Der bietet außerdem den Raum für ein ausdrucksstarkes und einfallsreiches Basssolo, in dem Carter noch die tiefsten Tiefen des Basses lässig auslotet, und für ein elegantes Schlagzeugsolo, in dem Mednard aus einer herrlich dezenten Intropassage nach und nach rhythmische Verdichtung und Komplexität aufbaut.</p><p>In dem als ein Set angelegten Konzert integriert Younger mit ihrem Trio eine elegische, klangmalerische Interpretation von Alice Coltranes Komposition &quot;Turiya and Ramakrishna&quot; und ihr heiter groovendes Original &quot;New Pinnacle&quot; genauso wie eine charmante Solointerpretation von Stevie Wonders &quot;If it&#39;s magic&quot;, das einst Jazzharfeninstin Dorothy Ashby mit Wonder eingespielt hat. Das Spektrum an Klangfarben erweitert sie mit einigen dezent eingesetzten Effekten und anderswo auch mal mit einem zwischen die Saiten geflochtenen Stoffband. Carter wiederum wechselt insbesondere für einige der mehr in den Gefilden von R&#39;n&#39;B und Soul verorteten Stücke zum E-Bass. Das Publikum im ausverkauften Club zeigt sich begeistert und lässt das weitgereiste Trio erst nach zwei Zugaben von der Bühne.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/909fae0f-677c-4a64-a6c5-2863f5f9b2f0/uploads/images/tnv7fwtffd/1_DSC_0310_onl.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 1: Brandee Younger beim Konzert im Jazzclub Unterfahrt am 17. Juli 2026</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/909fae0f-677c-4a64-a6c5-2863f5f9b2f0/uploads/images/64uwcl4vxw/2_DSC_0303_onl.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Fotos 2 und 3: Allan Mednard, Brandee Younger und Rashaan Carter (v.l.)</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/909fae0f-677c-4a64-a6c5-2863f5f9b2f0/uploads/images/fawc72m3qu/3_DSC_0298_onl.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Kurzkritik]]></category>
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      <pubDate>Mon, 20 Jul 2026 15:53:09 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Fontänen und Kaskaden: Patricia Brennan]]></title>
      <description><![CDATA[Oft rhythmisch vertrackt, expressiv und harmonisch komplex, aber auch atmosphärisch, klangmalerisch und gelegentlich gar tranceartig: Es sind zahlreiche Aspekte, die…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Oft rhythmisch vertrackt, expressiv und harmonisch komplex, aber auch atmosphärisch, klangmalerisch und gelegentlich gar tranceartig: Es sind zahlreiche Aspekte, die Patricia Brennan mit ihrem Septett am 7. Juli beim Konzert im Jazzclub Unterfahrt auf sportlich-elegante Art präsentierte.</em></p><p>Text und Fotos: Christina M. Bauer</p><p>Spannende Musik zwischen Jazz, Zeitgenössischem, afro-kubanischen und mexikanischen Einflüssen hat Patricia Brennan mit ihrem Septett am 7. Juli mit in den gut besuchten Jazzclub Unterfahrt in München gebracht. Den Auftakt macht sie am Vibrafon als Harmoniegeberin, die bei ihrer Komposition &quot;Five Suns&quot; rhythmisch ergänzt von Kontrabass, Percussion und Schlagzeug vor allem Raum lässt für die von Saxofonen und Trompete hin- und her gespielten melodischen Kürzel, ineinandergreifenden Linien und expressiven Ausbrüche. In eine ganz andere Richtung geht es beim zweiten Stück &quot;Sueños de Coral Azul&quot;, das von einem mit den Händen geklopften Schlagzeugintro über eine melancholische Passage von Saxofonen und Trompete zu einem Vibrafonsolo übergeht. Bei diesem zeigt sich Brennan als feinsinnige Melodikerin, die elegant geschwungene Fontänen und Kaskaden auf die Klangplatten klopft, ab und an Ostinati und atmosphärische, klangmalerische Passagen ergänzt. Die Komposition hat sie dem Weg von Migranten in neue Lebenswelten und auch ihrem eigenen als 20-jährige von Mexiko in die USA gewidmet. Das Solo ist das möglicherweise gelungenste des Konzertabends, der neben dichtem Ensemblespiel noch eine Menge hörenswerte Soli mit sich bringt.</p><p>Das zum einen von Brennan, die dem Vibrafon immer wieder neue Nuancen und Facetten entlockt, zum anderen von den Musikern ihres hervorragend besetzten Septetts. Das sind Jon Irabagon an Alt und Sopraninosaxofon, Mark Shim am Tenorsaxofon, Trompeter Kalí Rodriguez, Bassist Kim Cass, Schlagzeuger Dan Weiss und Percussionist Keisel Jimenez. Neben den zahlreichen kleinen ins Ensemblespiel integrierten Solopassagen wird jeder von ihnen in ausgiebigen und anspruchsvoll gestalteten Solobeiträgen gefeatured. Das oft rhythmisch vertrackte und harmonisch komplexe Ensemblespiel wiederum wird anderswo mit bemerkenswert atmosphärischen, fast tranceartigen Passagen kontrastiert. Brennan gibt ihrem Ensemble immer wieder kleine Einsätze oder dirigiert Sequenzen, zeigt sich gleichermaßen als ausdrucksstarke Komponistin und Vibrafonistin. Ideenmangel ist bei der vom US-Jazzmagazin Downbeat 2025 als Vibrafonistin des Jahres ausgewählten Musikerin nicht zu beklagen, die für Besetzungen vom Duo mit Sylvie Courvoisier bis zum Ensemble mit Streichern bereits wieder bemerkenswerte Musik kreiert hat. Für das derzeit in Europa tourende Septett ist ebenfalls neues Repertoire in der Entstehung.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/b5ef06aa-4dd9-4a8d-a4c4-3b5bf701e927/uploads/images/vbemosz225/1_DSC_0244_onl.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Fotos 1 und 2: Patricia Brennan mit ihrem Septett beim Konzert im Jazzclub Unterfahrt am 7. Juli 2026</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/b5ef06aa-4dd9-4a8d-a4c4-3b5bf701e927/uploads/images/or673bsooq/2_DSC_0238_onl.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/b5ef06aa-4dd9-4a8d-a4c4-3b5bf701e927/uploads/images/olguifiovf/3_DSC_249_onl.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 3: Patricia Brennan, Kim Cass, Kalí Rodriguez, Jon Irabagon, Mark Shim, Dan Weiss (verdeckt), Keisel Jimenez (v.l.)</em></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Kurzkritik]]></category>
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      <pubDate>Wed, 08 Jul 2026 13:53:58 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Jazz Highlights im Juli]]></title>
      <description><![CDATA[Einige der derzeit spannendsten internationalen Jazzmusikerinnen konzertieren im Juli in München. Der Juli bringt einige Jazz Highlights nach München. Patricia Brennan…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Einige der derzeit spannendsten internationalen Jazzmusikerinnen konzertieren im Juli in München.</em></p><p>Der Juli bringt einige Jazz Highlights nach München. Patricia Brennan spielt am 7. Juli mit ihrem Septett ein Konzert im Jazzclub Unterfahrt. Die aus Mexiko stammende und in den USA ansässige Vibrafonistin hat in den vergangenen Jahren mit originellen Kompositionen und zahlreichen Ensembles auf sich aufmerksam gemacht. Das US-Jazzmagazin Downbeat wählte sie im Critics Poll zur Vibrafonistin des Jahres 2025. In jungen Jahren konzertierte sie bereits mit klassischen Orchestern, bevor sie sich mehr dem Jazz und der improvisierten Musik zuwandte.</p><p>Terri Lyne Carrington konzertiert mit dem Munich University Jazz Orchestra am 9. Juli in der Isarphilharmonie. Die renommierte Jazzschlagzeugerin und Komponistin hat am Jazz Institut der Hochschule für Musik und Theater München seit diesem Jahr eine Spitzenprofessur für Artistic Innovation and Gender Justice inne. Bereits 2018 gründete sie das Berklee Institute of Jazz and Gender Justice am Berklee College of Music in Boston. Für ihre Musik und ihr Engagement erhielt Carrington bereits unzählige Ehrungen von vier Grammy Awards bis hin zum National Endowment for the Arts Jazz Masters Fellowship. Beim Konzert in der Isarphilharmonie wird Carrington mit Lehrenden und Studierenden des Jazz Instituts zu hören sein.</p><p>Brandee Younger findet sich mit ihrem Trio am 17. Juli im Jazzclub Unterfahrt ein. Younger entwickelt spannendes zeitgemäßes Repertoire für ihre Jazzharfe und variierende Ensembles. Sie bringt dabei auf elegante und einfallsreiche Art Tradition und moderne stilistische Elemente zusammen. In den vergangenen Jahren wurde sie bereits für einen Grammy nominiert und erhielt den National Association for the Advancement of Colored People Image Award.</p><p>Weitere Infos:</p><p><a href="http://www.unterfahrt.de/">www.unterfahrt.de</a></p><a href="https://www.gasteig.de/veranstaltungen/?room=isarphilharmonie">https://www.gasteig.de/veranstaltungen/?room=isarphilharmonie</a><p></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/6439afb4-d0ad-42f1-ac67-3aee9babf7f1/uploads/images/gdavyjxe67/TLCimage008_by_John_Watson%281%29.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Foto: Terri Lyne Carrington (Foto: John Watson)</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[News]]></category>
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      <pubDate>Tue, 07 Jul 2026 12:41:41 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Jazzweekend Regensburg]]></title>
      <description><![CDATA[Vom 2.-5. Juli steht die Regensburger Altstadt wieder ganz im Zeichen des Jazz. Ob in Duo, Ensemble oder Bigband, mit Originalen oder Covers, mischen dort viele…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Vom 2.-5. Juli steht die Regensburger Altstadt wieder ganz im Zeichen des Jazz. Ob in Duo, Ensemble oder Bigband, mit Originalen oder Covers, mischen beim Jazzweekend viele Musikerinnen mit.</em></p><p>Einmal mehr werden in den ersten Julitagen Clubs, Cafés, Plätze und mancher sonst musikferne Ort in der Regensburger Altstadt zur Bühne für Jazzensembles. Neben einigen bereits etablierteren Formationen werden beim Jazzweekend vor allem junge Künstlerinnen und Künstler am Anfang ihrer Laufbahn zu hören sein. Die meisten reisen aus allen Gegenden des Inlandes an, manche aus dem Ausland. Vokalistin Myra Maud aus Paris etwa präsentiert mit ihrem Ensemble ihre Hommage an Nina Simone. Sängerin Sinomtha Zake wiederum stammt ursprünglich aus Südafrika und bringt für ihr Konzert ihre Münchner Band mit. Sie integriert stilistische Einflüsse von Jazz bis Soul und Pop mit Elementen der musikalischen Tradition der Xhosa. Aus Berlin macht sich die junge, kongolesisch-deutsche Vokalistin, Cellistin und Multiinstrumentalistin Savannah Hauskeller auf den Weg. Sie hat ihr Trio sowie Originalsongs und improvisatorische Ideen dabei, die den Bereich zwischen Jazz und World Jazz ausloten. Aus Einflüssen von Soul, Jazz, Pop und R&#39;n&#39;B schöpft Sängerin und Keyboarderin Hanna Sikasa aus München die Ideen für ihre Songs, die sie mit ihrem Septett vorträgt.</p><p>Instrumentalistinnen sind ebenfalls gut vertreten. So konzertieren mit Stephanie Troscheit, Johanna Lucia und Lieselotte Heim drei Tastenkünstlerinnen mit ihren Klaviertrios. Die Nürnberger Klarinettistin Rebecca Trescher bringt ihr Ensemble mit, mit dem sie ihre ganz eigene Art des stilistisch vielfältig beeinflussten Kammerjazz präsentiert. Im Jahr 2022 konnte die Musikerin bereits den Deutschen Jazzpreis in der Kategorie Komposition des Jahres entgegennehmen und die Kritiker des US-Jazzmagazins Downbeat wählten sie zum Rising Star an der Klarinette. Die Münchner Posaunistin Marie Kuhar wiederum erhielt 2025 einen BMW Young Artist Jazz Award und bringt mit ihrem QHtett Originalkompositionen auf die Bühne. Die junge Würzburger Saxofonistin Theresa Finkenbeiner konzertiert mit ihrem Quartett. Im Landesjugendjazzorchester Bayern, das mit einem stilistisch vielseitigen Programm gleich drei Konzerte beim Festival spielt, mischen ebenfalls zahlreiche junge Musikerinnen mit. Da Frauen bis heute gerade in Bigbands und orchestralen Formationen oft kaum präsent sind, ist das eine gute Nachricht. In den vier Festivaltagen werden noch zahlreiche weitere Sängerinnen und Instrumentalistinnen mit stilistisch sehr unterschiedlichen Ensembles und Repertoires zu hören sein.</p><p>Weitere Infos: <a href="https://www.jazzwe.de/">https://www.jazzwe.de/</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/7110eb08-0637-4b40-8a8e-25120c029b84/uploads/images/qy4a4zkiqw/MyraPortrait_Photo_by_Tine_Rau.JPEG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Foto: Myra Maud (Foto: Tine Rau)</p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[News]]></category>
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      <pubDate>Wed, 01 Jul 2026 19:56:24 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[OPUS Klassik 2026]]></title>
      <description><![CDATA[Beim diesjährigen OPUS Klassik werden Dirigentinnen, Solistinnen, Kuratorinnen und Vokalistinnen für eine Vielzahl spannender Produktionen ausgezeichnet. Gleich mehrere…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Beim diesjährigen OPUS Klassik werden Dirigentinnen, Solistinnen, Kuratorinnen und Vokalistinnen für eine Vielzahl spannender Produktionen ausgezeichnet.</em></p><p>Gleich mehrere Dirigentinnen können dieses Jahr einen OPUS Klassik entgegennehmen. In einer Szene, in der Frauen am Dirigentenpult lange selten waren, ist das eine gute Nachricht. Soeben wurden die Preisträgerinnen und Preisträger in den derzeit 30 Kategorien des OPUS Klassik bekannt gegeben. Die litauische Dirigentin Mirga Gražinytė-Tyla erhält die Auszeichnung für die Sinfonische Einspielung des Jahres. Für ihr Album &quot;Back to Nature: Čiurlionis &amp; Gražinis&quot; arbeitete sie mit dem Lithuanian National Symphony Orchestra und dem Orchestre Philharmonique de Radio France zusammen. Die australisch-schweizerische Dirigentin Elena Schwarz wiederum arbeitete mit dem WDR Sinfonieorchester Köln für die Einspielung &quot;Elsa Barraine: Symphonies 1 &amp; 2&quot;. Das Album würdigt bisher noch nicht aufgezeichnete Werke der französischen Komponistin Elsa Barraine. So gibt es dafür den OPUS in der Kategorie &quot;Weltersteinspielung des Jahres&quot;.</p><p>Der Preis in der Kategorie &quot;Klassik ohne Grenzen&quot; geht an die junge französische Violinistin Esther Abrami für &quot;Women&quot;. Das Album integriert Musik von Komponistinnen ab dem Mittelalter über verschiedene Epochen der Klassik bis hin zur Popmusik. Und: Mit der Solistin zusammen spielte das ORF Radio-Symphonieorchester Wien ein, dirigiert von Spanierin Irene Delgado-Jiménez. Weitere Solistinnen dürfen sich ebenfalls über Ehrungen freuen. Pianistin Alice Sara Ott erhält den Preis in der Kategorie Neue Klassik/Neoklassik für ihr Album &quot;Jóhann Jóhannsson: Piano Works&quot;. Die französische Tastenkünstlerin Shani Diluka wiederum wird für &quot;Renaissance&quot; in der Kategorie &quot;Videoclip des Jahres&quot; ausgezeichnet. Hornistin Sarah Willis bringt die Einspielung &quot;Cuban Christmas&quot; einen Preis in der Kategorie &quot;Instrumentalistin des Jahres&quot; ein. Cellistin Anastasia Kobekina und Choreografin Sasha Waltz erhalten für &quot;Bach Cello Dance&quot;, das Musik und Choreografie verknüpft, einen Preis für das &quot;Innovative Konzert des Jahres&quot;. Sehen lassen kann sich ebenfalls die Auszeichnung für &quot;Klassik ohne Grenzen live&quot;, die an die Duisburger Philharmoniker geht für ihren Marxloh Music Circus. Bei diesem Format, das Klassik und Weltmusik sowie Konzert, Tanz und Performance auf innovative Art zusammenbringt, wirken in Kooperation mit Regisseur Ludger Engels gleich vier Kuratorinnen mit: Kamalini Mukherji, Yalda Yazdani, Mahan Mirarab und Koray Berat Sari.</p><p>Einige der in der Klassik im Vergleich zu Komponistinnen, Dirigentinnen oder Instrumentalistinnen seit jeher etwas präsenteren Vokalistinnen werden dieses Jahr ebenfalls in mehreren Kategorien mit Preisen bedacht. Mit dabei sind Joyce DiDonato (Operneinspielung des Jahres), Katharina Konradi (Solistische Einspielung Gesang des Jahres), Anna Lucia Richter (Sängerin des Jahres), Anna Lapwood (Live-Performance des Jahres Solistin) und Shira Patchornik (Nachwuchskünstlerin des Jahres). Die Auszeichnungen werden am 11. Oktober im Rahmen einer Galaveranstaltung im Konzerthaus Berlin verliehen.</p><p>Weitere Infos: <a href="https://opusklassik.de/">https://opusklassik.de/</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/2af1a83b-8527-4196-96c7-598273fd87da/uploads/images/l4wrwlsurx/1_Elena_Schwarz_1_c._Mathias_Bothor_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Foto 1: Die australisch-schweizerische Dirigentin Elena Schwarz (Foto: Mathias Bothor)</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/2af1a83b-8527-4196-96c7-598273fd87da/uploads/images/anfgtdutey/2_Irene_Delgado-Jimenez_4_-_Photo_Credit_Eulalia_Prat_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Foto 2: Die spanische Dirigentin Irene Delgado-Jiménez (Foto: Eulàlia Prat)</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[News]]></category>
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      <pubDate>Thu, 25 Jun 2026 13:31:31 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Reflexionen: Nana Rashid]]></title>
      <description><![CDATA[Einige ganz neue, bluesgefärbte Songs lud Vokalistin Nana Rashid bei ihrem ersten Konzert im Münchner Jazzclub Unterfahrt am 18. Juni mit sanfter Intensität auf. Text…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Einige ganz neue, bluesgefärbte Songs lud Vokalistin Nana Rashid bei ihrem ersten Konzert im Münchner Jazzclub Unterfahrt am 18. Juni mit sanfter Intensität auf.</em></p><p>Text und Fotos: Christina M. Bauer</p><p>Da ist diese sanfte Intensität, mit der Vokalistin Nana Rashid ihre Songs vorträgt. Bluesgefärbt, mit Einflüssen von Soul bis Jazz, nicht selten melancholisch, skulpturiert sie ausgewogene Phrasen, formt jede Silbe, jeden Ton präzise. Die dezenten Übergänge in der Dynamik und den Klangfarben verleihen ihrem Gesang eine ganz eigene Anziehungskraft. Rashid ist eine erzählende Singer-Songwriterin, die in ihren Stücken aus sehr unterschiedlichen Ideen und Gedanken Musik werden lässt. Improvisierte Scatpassagen integriert sie selten und orientiert sich dabei meist weiter an melodischen, sanglichen Linien. Es ist der 18. Juni und die dänische Musikerin konzertiert erstmals mit ihrem Ensemble im Münchner Jazzclub Unterfahrt. Auf der Bühne angekommen stimmt sie ohne jede Vorrede unmittelbar ihren ersten Song an. &quot;Cinnamon Trees&quot; ist eine dezent groovende Ballade, die sie ihrem Vater und seinem besonderen Lebensweg gewidmet hat, der auch ihren wesentlich mit beeinflusste. Sie erzählt von den Zimtbäumen in Sansibar, das ihr Vater als Jugendlicher verlassen musste. Bis heute zieht es ihn immer wieder dorthin. Die Künstlerin, selbst in Dänemark aufgewachsen, stellte sich, ihrem sansibarisch-omanischen Vater und der dänischen Mutter als Jugendliche Fragen nach Identität und Zugehörigkeit. Ihr daran anknüpfendes Lied &quot;Mother, Father&quot; trägt sie an diesem Abend ebenfalls vor.</p><p>&quot;Poor Blue Betty&quot; wiederum macht aus einer ganz anderen Richtung Identität zum Thema. Das Lied spricht eigene Persönlichkeitsanteile an, mit denen sich Menschen auseinandersetzen und für die sie Wege suchen, um sie zu integrieren. Andere Stücke thematisieren Liebe, Romantik und Beziehungen. Oft sind sie melancholisch, aber Rashid ergänzt noch andere Ideen und Reflexionen. So ist der romantische Song &quot;No Moon at all&quot; das wohl heiterste Stück des Konzerts. In &quot;They Call it Love&quot; dagegen tritt die Vokalistin energisch an, um gegen Restriktionen, Zwänge und Benachteiligung gegenüber Frauen anzusingen. Sie hat die meisten ihrer Songs allein verfasst, bei einigen mischten ihre Ensemblemusiker mit. Die zeigen sich feinsinnig im Zusammenspiel und beweisen neben energischen Passagen Sinn fürs Leise und Dezente, und das, obwohl Oliver Skou-Due am Klavier relativ kurzfristig für Benjamin Nørholm Jacobsen eingesprungen ist. Kontrabass spielt Martin Brunbjerg, den Schlagzeugpart übernimmt Lasse Jacobsen. Improvisierte Soli nehmen insgesamt wenig Raum ein, aber alle Musiker werden solistisch gefeatured. So kontrastieren einzelne sonore Basssoli mit vertrackten Schlagzeugimprovisationen und insbesondere Skou-Due kann am Konzertflügel ein spannendes Spektrum zwischen lyrischer Klangmalerei und gelegentlich Disharmonischem ausloten.</p><p>Akzente setzt Rashid außerdem durch die Reduktion ausgewählter Stücke auf Duos mit Klavier oder Schlagzeug. Viele der gespielten Songs sind neu und haben bisher noch nicht den Weg auf einen Tonträger gefunden. Das soll sich bald ändern. Erst vor wenigen Wochen war Rashid mit ihrer Band für vier Tage in Los Angeles im Tonstudio. Sie arbeitet für ihr zweites Album mit dem sehr etablierten US-Musiker und Produzenten Larry Klein zusammen und neben ihrer Band wirken einige spannende Gastkünstler mit. So dürfte in absehbarer Zeit ihr Debut &quot;Music for Betty&quot; aus dem Jahr 2023, für das sie bei den Danish Music Awards den Preis als Beste Neue Jazzkünstlerin des Jahres erhielt, um eine weitere Einspielung ergänzt werden. Dabei sein dürfte der bedächtig voranfließende, reflektierte Song &quot;Seasons&quot;, der das Älterwerden, den individuellen Umgang mit Zeit und den eigenen Prioritäten thematisiert und damit womöglich diesen Konzertabend am besten auf den Punkt bringt.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/6aed9b1e-5fdf-42cd-a13b-ae1efd3c65b5/uploads/images/72f6oy4d4f/1_DSC_0201_onl.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 1: Oliver Skou-Due, Martin Brunbjerg, Nana Rashid und Lasse Jacobsen (v.l.) im Jazzclub Unterfahrt am 18. Juni 2026</em></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Kurzkritik]]></category>
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      <pubDate>Sat, 20 Jun 2026 12:10:07 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wandlungsfähig: Yumi Ito]]></title>
      <description><![CDATA[Yumi Ito zeigte sich am 28. Mai im Münchner Jazzclub Unterfahrt im fein abgestimmten Zusammenspiel mit ihrem Quartett als stilistisch vielseitige Songwriterin und…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Yumi Ito zeigte sich am 28. Mai im Münchner Jazzclub Unterfahrt im fein abgestimmten Zusammenspiel mit ihrem Quartett als stilistisch vielseitige Songwriterin und wandlungsfähige Vokalistin.</em></p><p>Text und Fotos: Christina M. Bauer</p><p>Mit sanfter, aber voluminöser, dunkler Stimme trägt Yumi Ito ihre Songs vor. Die Schweizerin mit japanisch-polnischer Abstammung hat am 28. Mai ihr Quartett nach München in den Jazzclub Unterfahrt gebracht. Schon mit den ersten wenigen Takten vermag sie Nähe zum Publikum herzustellen, die Zuhörenden in ihre künstlerische Welt zu holen. Das hat mit dem bemerkenswerten vokalistischen Spektrum zu tun. Von sanft erzählendem Gesang in den tieferen Oktaven aus macht sich die Musikerin oft auf zu weitschweifenden melismatischen Linien, die sie in flirrende bis ganz fragile Höhen führen. Neben den jazzmusikalischen machen sich da auch die popmusikalischen Einflüsse bemerkbar. Anderswo, wenn auch relativ selten, wendet sie sich mit originellen Scatpassagen mehr dem vokalistischen Spektrum des Jazz zu. Und ganz vereinzelt sind in den improvisierten Gesangslinien sogar leichte Einfärbungen des Jodelns zu hören, für das ihre Wahlheimat bekannt ist. In den Lyrics geht es um Liebe, Gefühle, Beziehungen, um traurige und heitere Begebenheiten des Lebens.</p><p>Ito begleitet sich dabei am Konzertflügel mit eleganten Harmonien, grazilen Linien und wellenförmigen Ostinati. Das Klavier bleibt fast immer in der begleitenden Funktion und steht im durchgängigen Wechselspiel mit Nadal Erlich am Kontrabass, Alessio Cazzetta an der Gitarre und Iago Fernández am Schlagzeug. Die Rhythm Section zeichnet mal einen dezenten harmonischen und rhythmischen Rahmen für Itos Vocals, agiert anderswo dagegen energetisch, rhythmusbetont und antreibend. Einige der Stücke changieren zwischen diesen beiden Polen, etwa &quot;Stardust Crystals&quot; über die Umweltzerstörung durch menschlichen Einfluss. Andere wiederum bleiben weitgehend im Bereich sanft vorgetragener, melodischer Balladen, etwa &quot;Lonely Island&quot; und &quot;Love is here to stay&quot;. Ito versäumt es nicht, allen Ensemblemusikern solistisch Raum zu geben. So ist vor allem Erlich am Kontrabass mit atmosphärischen, zurückhaltenden Soloparts bis zu lässig-voluminösen, melodischen Linien zu hören und Cazzetta an der Gitarre mit rasanten Improvisationen. Fernández wird ebenfalls solistisch gefeatured. Ito hat in den vergangenen Jahren bereits mit mehreren Originalrepertoires auf sich aufmerksam gemacht. Insbesondere in ihrer langjährigen Heimat erhielt sie einige Musikpreise und Kulturförderungen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3f981114-4d91-4e2a-a24d-14cf31a4a456/uploads/images/mmusdpdr7e/1_Yumi_Ito_cmb.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 1: Yumi Ito beim Konzert im Jazzclub Unterfahrt am 28. Mai 2026</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3f981114-4d91-4e2a-a24d-14cf31a4a456/uploads/images/kgj5zqtqfp/2_Yumi_Ito_cmb.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 2: Yumi Ito im Quartett mit Nadal Erlich, Alessio Cazzetta und Iago Fernández (v.l.)</em></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Kurzkritik]]></category>
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      <pubDate>Sun, 31 May 2026 18:24:49 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Moderner Steppenjazz: Shuteen Erdenebaatar]]></title>
      <description><![CDATA[Sinn für musikalische Dramaturgie und atmosphärische Weite zeigte die mongolische Künstlerin Shuteen Erdenebaatar mit ihrem neuen Quartett zum Weltfrauentag am 8. März…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Sinn für musikalische Dramaturgie und atmosphärische Weite zeigte die mongolische Künstlerin Shuteen Erdenebaatar mit ihrem neuen Quartett zum Weltfrauentag am 8. März im Münchner Jazzclub Unterfahrt.</em></p><p>Text und Fotos: Christina M. Bauer</p><p>Kompositorisch Spannendes hat Shuteen Erdenebaatar mit ihrem neuen Quartett in den Jazzclub Unterfahrt gebracht. Ihre Stücke finden oft vom folkloristisch Melodischen oder reflektiert Kammermusikalischen in eleganten dramaturgischen Bögen in ein energiegeladenes, verdichtetes Ensemblespiel. Über weite Strecken übernehmen Erdenebaatar am Konzertflügel und Simon Comté an den Saxofonen die melodieführenden und improvisierten Solopassagen. Nils Kugelmann am Kontrabass und Amir Bresler am Schlagzeug formen dezente rhythmische Rahmen, treiben anderswo das Ensemble markant voran und werden ebenfalls solistisch gefeatured. Der eingängige melodische und durchdachte harmonische, rhythmische und dynamische Aufbau verleiht vielen Stücken eine atmosphärische Weite. Dass Teile des Repertoires von der traditionellen mongolischen Musikkultur zumindest mit inspiriert sind, schimmert da manchmal dezent durch. Etwas ältere Kompositionen von ihrem viel beachteten Debütalbum &quot;Rising Sun&quot; aus dem Jahr 2023 verknüpft die Musikerin mit ganz neuen, bisher kaum live gespielten Stücken. Charmante Kontraste setzen Balladen wie &quot;I&#39;m glad I got to know you&quot; und &quot;Home is You&quot;.</p><p>Mit ausgeklügelter Harmonik, flirrenden Arpeggien und improvisatorischer Findigkeit zeigt sich Erdenebaatar gleichermaßen als feinsinnige Ensemblespielerin und originelle Solistin. Simon Comté präsentiert sich als versierter Tenorsaxofonist, entlockt aber mehr noch dem Sopransaxofon ein enormes Spektrum an Nuancen und Klangfarben sowie rasante improvisatorische Highlights. Das in dieser Besetzung noch junge Quartett von vier hörenswerten Solisten schöpft künstlerisch auch aus seiner Internationalität mit Anknüpfungspunkten in der Mongolei (Erdenebaatar), Belgien (Comté), Israel (Bresler) und Deutschland (Kugelmann). In den folgenden Wochen wird die Combo in variierender Besetzung in weiteren Städten zu hören sein. Shuteen Erdenebaatar konnte in ihrer jungen musikalischen Karriere bereits den mongolischen Kulturpreis Mungun Mod, den Deutschen Jazzpreis für das &quot;Ensemble des Jahres&quot; sowie weitere Kulturpreise entgegennehmen. Neben dem Quartett komponiert sie für das Duo mit ihrem musikalischen und Lebenspartner Nils Kugelmann und für orchestrale Besetzungen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/adb5a489-d89d-4382-bbd1-e38ab29f5deb/uploads/images/2bqjwuetup/1_Konzert.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Fotos 1 und 2: Shuteen Erdenebaatar mit ihrem Quartett beim Konzert im Jazzclub Unterfahrt am 8. März 2026</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/adb5a489-d89d-4382-bbd1-e38ab29f5deb/uploads/images/vi2be75tfw/2_Konzert.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p></p><p></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Kurzkritik]]></category>
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      <pubDate>Tue, 10 Mar 2026 10:52:37 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Women in Jazz]]></title>
      <description><![CDATA[Next Generation Junge Jazzmusikerinnen aus Europa können noch bis 2. März mit ihren Bands am Wettbewerb Women in Jazz Next Generation des diesjährigen Festivals Women in…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Women in Jazz Next Generation</h1><p>Junge Jazzmusikerinnen aus Europa können noch bis 2. März mit ihren Bands am Wettbewerb Women in Jazz Next Generation des diesjährigen Festivals Women in Jazz in Halle teilnehmen. Aus allen Einsendungen werden 20 ausgewählt für das mehrwöchige Onlinevoting auf der Festivalwebsite. Die drei Ensembles mit den meisten Stimmen werden zum Festival eingeladen. Abgesehen von einem prominent platzierten Gig am 5. Mai mit garantierten Gagen für das gesamte Ensemble gibt es dort noch ein abschließendes Voting von Jury und Publikum. Die Abstimmung entscheidet über die Vergabe der drei ausgelobten dotierten Preise. Die erstplatzierte Künstlerin bzw. Bandleaderin erhält den Jazzpreis der Stadt Halle.</p><p>Weitere Infos: <a href="https://womeninjazz.de/files/Ausschreibung_2026.pdf">https://womeninjazz.de/files/Ausschreibung_2026.pdf</a></p><p>Grafik: Women in Jazz</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[News]]></category>
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      <pubDate>Sun, 22 Feb 2026 17:41:17 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Einfallsreiche Tieftönerin: Kaisa Mäensivu]]></title>
      <description><![CDATA[Beim Konzert von Kaisa Mäensivu mit ihrer Band Kaisas Machine am 28. Januar im Münchner Jazzclub Unterfahrt treffen ausgefeilte Kompositionen auf ausbalanciertes…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Beim Konzert von Kaisa Mäensivu mit ihrer Band Kaisas Machine am 28. Januar im Münchner Jazzclub Unterfahrt treffen ausgefeilte Kompositionen auf ausbalanciertes Ensemblespiel und spannende Soli.</em></p><p>Text und Fotos: Christina M. Bauer</p><p>Ob die grazile Harmonik und die klaren, kühlen Linien von &quot;Dream Machine&quot; oder die in lässigen Klangfarben zwischen weiten, eleganten Linien und Melodieschnipseln wechselnden, um spannende rhythmische und dynamische Akzente ergänzten &quot;Moon Waves&quot;, ob das eingängige, folkloristisch anmutende &quot;Midnight Sun&quot;, in dem die Combo gekonnt das Spannungsfeld zwischen lässig voranfließender Leichtigkeit und temporeichen Passagen auslotet, das vorantreibende, rhythmusbetonte &quot;Tyktys&quot; oder das geisterhaft-mystische &quot;Shadow Mind&quot;, bei dem das Ensemble über weite Strecken mit wenigen Tönen und Harmonien eine Menge atmosphärische Wirkung erzielt: Die finnische Kontrabassistin und Komponistin Kaisa Mäensivu bringt mit ihrem Quintett beim Konzert im Münchner Jazzclub Unterfahrt am 28. Januar ein einfallsreiches und feinsinnig interpretiertes Repertoire auf die Bühne. Sie vermag am Bass in reflektierten, improvisierten Passagen souverän solistisch zu erzählen, übernimmt gleichermaßen über weite Strecken die rhythmusgebende Bassfunktion im Ensemble.</p><p>Ihre seit etwa zehn Jahren bestehende Band Kaisas Machine ist dieses Mal besetzt mit Max Zenger am Altsaxofon, Rasmus Sørensen am Flügel, Mikko Antila am Vibrafon und Joe Peri am Schlagzeug. Sørensen beweist Sinn für leise Töne, grazile Verzierungen und harmonische Eleganz, spielt sich in manchen seiner Soli wiederum in halsbrecherische improvisierte Parts. Antila ist mit dezenten bis rasanten improvisierten Passagen zu hören. Zengers soulige Saxofonlinien und Peris Rhythmusfundament wechseln ebenfalls mit anspruchsvollen solistischen Beiträgen. Das ist junger, europäischer Jazz mit frischen Ideen. Das Ensemble ist in den nächsten Tagen in einigen weiteren deutschen Städten zu hören. In den vergangenen Jahren erhielt Mäensivu, die Studien an der Sibelius Academy in Helsinki und der Manhattan School of Music absolvierte, insbesondere in Nordeuropa erste Musikpreise. Beim Pori Jazz Festival bekam sie den Rising Star Award, beim International Riga Jazz Stage Wettbewerb für Bassisten erreichte sie den ersten Platz.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/dfd0e0f9-0428-41f0-a264-5c67084d74e4/uploads/images/ldsxuh7h4e/1_Konzert_Kaisa_onl.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Fotos 1 und 2: Kaisa Mäensivu und ihr Quintett beim Konzert im Jazzclub Unterfahrt am 28. Januar 2026</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/dfd0e0f9-0428-41f0-a264-5c67084d74e4/uploads/images/zxhk4wvmtr/2_Konzert_Kaisa_onl.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Kurzkritik]]></category>
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      <pubDate>Fri, 30 Jan 2026 08:58:36 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Rolf Schock Preis für Maria Schneider]]></title>
      <description><![CDATA[Komponistin und Bigbandleiterin Maria Schneider erhält den Rolf Schock Preis. Es ist die neueste von bereits unzähligen Auszeichnungen für die innovative, originelle und…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Komponistin und Bigbandleiterin Maria Schneider erhält den Rolf Schock Preis. Es ist die neueste von bereits unzähligen Auszeichnungen für die innovative, originelle und international renommierte Künstlerin.</em></p><p>Text: Christina M. Bauer, Foto: Briene Lermitte</p><p>Es könnte voll werden im Regal und an den Wänden von Komponistin und Bigbandleiterin Maria Schneider. Die US-amerikanische Künstlerin erhält dieses Jahr den hoch dotierten Rolf Schock Preis für Musik. Der gesellt sich nun also zu ihren bisher sieben Grammys, der renommierten Jazz Masters Fellowship des National Endowment for the Arts, dem Grand Prix de l&#39;Académie du Jazz, Erstplatzierungen im Critics Poll (und dem Readers Poll) des Downbeat und zahlreichen anderen Auszeichnungen. Der Rolf Schock Preis wird die Musikerin am 8. Juni nach Stockholm führen, zur Verleihung an der Royal Academy of Fine Arts. Am 11. Juni dirigiert sie am dortigen Konzerthaus ein Konzert mit ihren Kompositionen, gespielt vom UMO Helsinki Jazz Orchestra. Diese Art von Engagement ist natürlich nicht neu für die international renommierte Künstlerin, die in den vergangenen Jahrzehnten weltweit von den verschiedensten Bigbands und Orchestern eingeladen wurde.</p><p>Ein ganz wesentlicher kreativer Entfaltungsort ist aber ihr eigenes Maria Schneider Orchestra, das sie schon seit 1992 leitet. Dafür verfasst sie stilistisch vielseitig beeinflusste, anspruchsvolle Kompositionen, die das Repertoire der Szene orchestraler Ensembles und Bigbands erweitern. Damit zählt sie zu den wenigen Frauen, die sich nachhaltig als Komponistin und Leiterin einer solchen Großformation etablieren konnten, neben zeitlosen Pionierinnen wie etwa Toshiko Akiyoshi und Carla Bley. Die Musikerin stammt aus der Kleinstadt Windom in Minnesota. Nach Studien an der University of Minnesota und der Eastman School of Music arbeitete sie mehrere Jahre mit Gil Evans und erhielt zusätzlichen Feinschliff von Bob Brookmeyer. Damit zählten zwei der etabliertesten Komponisten und Leiter der modernen Bigbandszene zu ihren Mentoren, bevor sie immer mehr ihren eigenen Weg einschlug. Abgesehen von den unzähligen Livekonzerten ist ihre Musik inzwischen auf mehreren Tonträgern dokumentiert. Seit dem Debütalbum ihres Orchestra aus dem Jahr 1994, &quot;Evanescence&quot;, dürfte das Doppelalbum &quot;Data Lords&quot; aus dem Jahr 2020 davon das ungewöhnlichste sein. Die aufwändigen Kompositionen der beiden einander gegenübergestellten Hälften des Repertoires verarbeiten und reflektieren einerseits die digitale, andererseits die natürliche Welt. Schneider konzipierte das Werk als künstlerische Kritik am oftmals unreflektierten und nahezu unbeschränkten Erfassen und Kommerzialisieren von Daten.</p><p>Die Musikerin hat sich davon abgesehen intensiv mit Urheberrechten und Verwertungsrechten im digitalen Zeitalter auseinandergesetzt. Einem Statement zu diesem Aspekt der modernen Welt entsprechend ist &quot;Data Lords&quot; auf keiner Streamingplattform zu finden. Schneider veröffentlichte das Repertoire statt dessen als physisches Album über ArtistShare. Mit dieser 2001 von ihr gegründeten Plattform ist sie zu einer Pionierin des heute international etablierten Ansatzes des Crowdfunding geworden. Dass ihr Repertoire nun aber jedenfalls großenteils auf YouTube in Form einer Konzertaufzeichnung vom Oktober 2024 zu sehen ist, kam durch eine Einladung der hr-Bigband zustande. Soeben erst erschien Schneiders Komposition &quot;American Crow&quot; aus dem Jahr 2022 als EP, eine kreative Auseinandersetzung mit den oft allzu überhitzten und lärmenden Debatten der Gegenwart. Die Veröffentlichung zelebriert sie mit ihrem Orchestra vom 3. bis 7. Februar mit zehn Konzerten in New Yorks Birdland Jazzclub. Es zeichnet sich ab, dass der innovativen und eigenständigen Künstlerin die Ideen noch lange nicht ausgehen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/d93938ab-82b2-43ad-bc20-8be00de77a7d/uploads/images/oxbk4a75t4/024b9a15-fc1b-1fd0-7ba3-a0140d8139aa.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 1: Maria Schneider (Foto: Briene Lermitte)</em></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[News]]></category>
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      <pubDate>Mon, 26 Jan 2026 19:57:15 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Jahreswende]]></title>
      <description><![CDATA[Liebe Leserinnen und Leser, Hörerinnen und Hörer, her music, her story wünscht euch allen eine gelassene und heitere Weihnachts- und Jahreswendezeit sowie einen…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leserinnen und Leser, Hörerinnen und Hörer,</p><p>her music, her story wünscht euch allen eine gelassene und heitere Weihnachts- und Jahreswendezeit sowie einen gelungenen Start in ein glückliches Jahr 2026 mit vielen spannenden Medienbeiträgen, interessanten Artikeln und natürlich guter Musik von den unzähligen großartigen Künstlerinnen und Künstlern in Jazz, Weltmusik, Klassik und anderer Musik!</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0573388a-457f-437b-8e02-1b843e0d1773/uploads/images/b23cusjgpn/Weihnachtsbaum_onl.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[News]]></category>
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      <pubDate>Wed, 24 Dec 2025 12:14:48 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Dr. J.E. Brandenberger-Preis für Corin Curschellas]]></title>
      <description><![CDATA[Die vielseitige Singer-Songwriterin Corin Curschellas erhielt den Dr. J. E. Brandenberger-Preis für ihr langjähriges künstlerisches Engagement für Schweizer Traditionen,…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Die vielseitige Singer-Songwriterin Corin Curschellas erhielt den Dr. J. E. Brandenberger-Preis für ihr langjähriges künstlerisches Engagement für Schweizer Traditionen, insbesondere für rätoromanische Lieder und Sprache.</em></p><p>Text: Christina M. Bauer, Foto: Mara Truog</p><p>Corin Curschellas wurde am 29.11. in Bern mit dem diesjährigen Dr. J. E. Brandenberger-Preis der gleichnamigen Stiftung geehrt. Der hoch dotierte Preis wird für die Förderung und den Erhalt von humanitärer Kultur und gesellschaftlichem Zusammenhalt ausgelobt. Dieses Jahr wurde er in einem entsprechenden Schwerpunkt für besonderes Engagement  für die Weiterentwicklung, den Erhalt und die Weitergabe traditionellen schweizerischen Kulturguts verliehen. Corin Curschellas hat in ihrer über Jahrzehnte währenden Karriere an zahlreichen Orten von Berlin über Paris bis New York gelebt und in sehr unterschiedlichen Besetzungen und Stilen von Jazz über Folklore bis zum Popmusikalischen agiert. Seit vielen Jahren lebt sie wieder in Graubünden. In sehr verschiedenen Ensembles bringt sie die rätoromanische Sprache, traditionelle Lieder oder Elemente davon auf die Bühne. Das Spektrum reicht von sehr traditionsnahen Arrangements zu modernen Songs. Zu ihren Veröffentlichungen zählen &quot;Valdun - Voices of Rumantsch&quot; und &quot;Grischunit&quot;, zu ihren unzähligen Ensembles die Frauenensembles La Triada und Rodas.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/526b5e5a-45da-4fd4-8142-ea71386c8cd6/uploads/images/wpbzhnfzu6/Corin_Curschellas__Mara_Truog_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto: Corin Curschellas (Foto: Mara Truog)</em></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[News]]></category>
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      <pubDate>Mon, 01 Dec 2025 17:29:42 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Junger Münchner Jazzpreis]]></title>
      <description><![CDATA[Beim diesjährigen Jungen Münchner Jazzpreis erreichten zwei junge Vokalistinnen mit ihren Ensembles die vorderen Plätze: Zuza Jasinska und Fernanda von Sachsen. Text und…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Beim diesjährigen Jungen Münchner Jazzpreis erreichten zwei junge Vokalistinnen mit ihren Ensembles die vorderen Plätze: Zuza Jasinska und Fernanda von Sachsen.</em></p><p>Text und Fotos: Christina M. Bauer</p><p>Die Songs des Berliner Ensembles So Sorry sind um die Vocals von Zuza Jasinska aufgebaut. Sie hat das Repertoire zwischen Indie Pop und modernem Jazz mit variierenden Einflüssen komponiert. Als erste Band im Finalkonzert des diesjährigen Jungen Münchner Jazzpreises präsentiert sie einiges davon am 7. November im Jazzclub Unterfahrt. Hell, nuanciert und sensibel singt sie von Beziehungen und Gefühlen, wechselt in manchen Stücken zu einem markanten, rezitierenden Sprechgesang. In manchen Songs schimmern folkloristische Melismen durch. Eingerahmt wird Jasinska von ihrer souverän eingespielten Band mit Käthe Johanning an variierenden elektronischen Keys, Shanice Ruby Bennett an E-Bass und Bass-Synth und Lenny Rehm am Schlagzeug. Das Atmosphärische, Schwebende und popmusikalisch Eingängige bringen die vier genauso überzeugend rüber wie die jazzigeren, grooveorientierteren Stücke.</p><p>Jazznäher und dramatischer wird es dann mit Fernanda von Sachsen und ihrem Quartett. In dem lotet die Münchner Vokalistin mit Pablo Struff am Konzertflügel, Sebastian Claas am Kontrabass und Niklas Wittig am Schlagzeug ein breites musikalisches Spektrum aus. In anspruchsvollen Kompositionen wie &quot;I may not be&quot; oder &quot;Would you say the same if I were a man?&quot; setzt sie sich mit gesellschaftskritischen Themen auseinander. Stimmlich wechselt sie vom modernen Jazzgesang über Sprechgesang bis zu improvisierten Vocals, die manchmal ins Zeitgenössische und in ihrer energiegeladenen Dramatik vereinzelt fast ins Darstellerische reichen. In einzelne Songs integriert sie ausdrucksstarke, orientalisch anmutende Melismen. Insgesamt setzt diese Musik oft auf Kontraste, so etwa zwischen einem dichten Bandsound und grazilen Passagen, die von Sachsen im Duo mit den Künstlern an Klavier oder Bass gestaltet. Neben Akzenten und Gegensätzen in der Dynamik werden zahlreiche Rhythmuswechsel eingesetzt. Das dramaturgisch spannende Spektrum erweitert die Vokalistin bei einigen Stücken um atmosphärische Samples.</p><p>Schließlich präsentiert als dritte Band des Finalkonzerts das Jacob Eckert Trio aus Hamburg einfallsreichen, modernen Klaviertriojazz. Komponist Jacob Eckert am Klavier, Julian Grüneberg am Kontrabass und Johannes Kalt am Schlagzeug wechseln zwischen harmonisch sehr frei gespielten, vielschichtigen Kompositionen und eingängigen, lyrischen Balladen, improvisierten Soli und dichtem Zusammenspiel.</p><p>Nach der Juryberatung erhält das Ensemble So Sorry den ersten Platz, Fernanda von Sachsen mit ihrem Quartett den zweiten Platz sowie den Solistenpreis für ihre Kompositionen und das Jacob Eckert Trio den dritten Platz. Alle Platzierungen und der Solistenpreis sind dotiert. Dieses Jahr stimmten als Jury neben dem Vorsitzenden des für den Jungen Münchner Jazzpreis verantwortlichen Vereins mucjazz e.V., Andreas Heuck, von musikjournalistischer Seite Oliver Hochkeppel, von Veranstalterseite Barbara Schulte (für die Vorauswahl zunächst Musikjournalistin Svenja Wieser), von Musikerseite Alma Naidu und Matthias Bublath ab. Im Rahmen der Vorauswahl hatte die Jury zunächst die drei Finalisten per Blindfold-Verfahren aus ingesamt 38 eingesendeten Beiträgen ausgewählt. Der Junge Münchner Jazzpreis wurde dieses Jahr zum 13. Mal verliehen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bdf9f189-32b4-4501-b958-2f15b9512986/uploads/images/risxhjmuyq/1_DSC_1125_JMJP_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Foto 1 <em>So Sorry aus Berlin</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bdf9f189-32b4-4501-b958-2f15b9512986/uploads/images/ubaigzoubk/2_DSC_1140_JMJP_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Foto 2 <em>Das Fernanda von Sachsen Quartett aus München</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bdf9f189-32b4-4501-b958-2f15b9512986/uploads/images/4rissxikfo/3_DSC_1143_JMJP_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Foto 3 <em>Jakob Eckert Trio aus Hamburg</em></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Kurzkritik]]></category>
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      <pubDate>Mon, 10 Nov 2025 20:02:15 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[PANDAwomen Festival]]></title>
      <description><![CDATA[Das diesjährige PANDAwomen Festival wird von 7.11. bis 19.12. zur Bühne für Künstlerinnen aus dem Iran, Jemen, Estland, Polen, Georgien, Belarus und der Türkei. Text:…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Das diesjährige PANDAwomen Festival wird von 7.11. bis 19.12. zur Bühne für Künstlerinnen aus dem Iran, Jemen, Estland, Polen, Georgien, Belarus und der Türkei.</em></p><p>Text: Christina M. Bauer, Fotos: Alisa Reihtman, Beso Uznadze, Alaa al Qaddah, Rene Loeffler, Feliks Volož, Emrah Altınok, Michal Zak</p><p>Sieben Kuratorinnen, sieben Länder, eine Idee: Künstlerische und kulturelle Vielfalt sichtbar, hörbar und erfahrbar machen, und das vor allem aus der Sicht gestaltender Frauen. Das auf diesem Ansatz basierende PANDAwomen Festival in Berlin ermöglicht dem Publikum ab dem 7. November ganz besondere Einblicke. Jede Woche gestalten Künstlerinnen und Kulturmanagerinnen verschiedenster Bereiche jeweils einen Festivaltag. In ihren Programmen begegnen sich Musik von Tradition und Folklore über Jazz, Klassisches und Popmusikalisches bis zum Zeitgenössischen, Literatur, Film und vieles mehr, größtenteils kreiert und präsentiert von Frauen. Die Kuratorinnen sind Edyta Rogowska-Żak (Polen), Elza Javakhishvili (Georgien), Sveta Ben (Belarus), Najla Alshami (Jemen), Yalda Yazdani (Iran), Juliana Volož (Estland) und Güley Alagöz (Türkei). Das PANDAwomen Festival wird von der PANDA platforma bereits seit 2018 organisiert und erweitert dieses Jahr erstmals das musikalische Programm um weitere künstlerische Darstellungsformen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bcf7d4b5-a01b-41cb-a43b-5cbcd39d2e66/uploads/images/ox6q75kujc/Festival_Vorschau.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Fotos: Die PANDAwomen-Kuratorinnen von oben links bis unten links: Sveta Ben © Alisa Reihtman, Elza Javakhishvili © Beso Uznadze, Najla Alshami © Alaa al Qaddah, Yalda Yazdani © Rene Loeffler, Juliana Volož © Feliks Volož, Güley Alagöz © Emrah Altınok, Edyta Rogowski © Michal Zak</em></p><p></p><p>Website mit Programm: <a href="https://panda-platforma.berlin/events/categories/pandawomen/">https://panda-platforma.berlin/events/categories/pandawomen/</a>   </p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[News]]></category>
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      <pubDate>Sun, 02 Nov 2025 19:08:35 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Inspiriert, variiert, improvisiert: Younee]]></title>
      <description><![CDATA[Mussorgsky, Gershwin, Smetana, Jazz, Pop und eine Menge spontane Ideen: Beim Soloklavierkonzert am 13. Oktober im Einstein Kultur in München variiert und improvisiert…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Mussorgsky, Gershwin, Smetana, Jazz, Pop und eine Menge spontane Ideen: Beim Soloklavierkonzert am 13. Oktober im Einstein Kultur in München variiert und improvisiert Younee feinsinnig in stilistisch wechselvollen Gefilden.</em></p><p>Text und Fotos: Christina M. Bauer</p><p>Eine Integration von Kammermusik, Blues und Jazz, ein Wechsel zwischen dräuenden Bassakkorden und weitschweifenden, luftigen Melodien: &quot;Impromptu Reminiscence&quot; ist das erste Stück des Konzertabends im Einstein Kultur. Es ist eine der Kompositionen, welche die südkoreanische Künstlerin Younee inzwischen schon seit vielen Jahren begleiten. Einzelne Themen aus Modest Mussorgskys &quot;Bilder einer Ausstellung&quot; haben sie dazu einst inspiriert und werden in dem Stück immer wieder aufgegriffen und variiert. In der Komposition &quot;Ausflug&quot; wiederum kontrastiert sie schwere Ostinati mit verspielt flirrenden melodischen Linien und kernige Bluesharmonien mit klassischer Eleganz. Inspiriert wird die Musikerin, die seit vielen Jahren Deutschland zu ihrer Wahlheimat gemacht hat, von den verschiedensten Ideen und musikalischen Stilen. Oft greift sie bekannten Werken oder Songs entliehene oder aber ganz neue Motive und Themen auf und macht sie in zahlreichen Variationen zu einer Art rotem Faden ihrer improvisierten Stücke.</p><p>Anknüpfend an das berühmte Thema aus Smetanas &quot;Moldau&quot; entsteht so eine folkloristisch angehauchte, melancholische Jazzballade. Gershwins &quot;Rhapsody in Blue&quot; bietet die thematischen Anknüpfungspunkte für eine Improvisation mit Verve und Temperament. Anderswo wiederum nähert sich die Künstlerin, die selbst einst schon Songs für koreanische Serien verfasst hat, mehr dem eingängig Popmusikalischen oder Folkloristischen. So findet etwa ein traditionelles koreanisches Lied seinen Weg in ein zartes Gefüge aus Jazzharmonien. Spontan Improvisiertes hat wie immer eine Menge Platz in dem Soloklavierformat, das sich die Musikerin über die Jahre zu eigen gemacht hat. So entstand &quot;Improvisations Live in Germany&quot;, ihr derzeitiges Doppelalbum, in dem sie zahlreiche Livemitschnitte aus Konzerten in ganz Deutschland zusammengestellt hat. Davon spielt sie an diesem Abend ebenfalls einzelne Stücke, etwa das von der Musik Mozarts inspirierte &quot;Joy&quot;. Mit der zweiten Zugabe, die spontan aus Einflüssen mehrerer klassischer Epochen entsteht, findet das Solokonzert seinen Ausklang.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bcced378-6452-45ea-b95b-e77d5122a232/uploads/images/voi6z4ralq/1_DSC_2596_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Fotos 1 und 2: Younee beim Solokonzert im Einstein Kultur am 13. Oktober 2025</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/bcced378-6452-45ea-b95b-e77d5122a232/uploads/images/2tgjc2uzhp/2_DSC_2591_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Kurzkritik]]></category>
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      <pubDate>Wed, 15 Oct 2025 19:15:17 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Stilwanderin: Titilayo Adedokun]]></title>
      <description><![CDATA[Nachdenkliche, melancholische und heitere Songs aus den Gefilden von Jazz, Blues und Gospel präsentierte Titilayo Adedokun mit ihrem Quintett am 27. September im…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Nachdenkliche, melancholische und heitere Songs aus den Gefilden von Jazz, Blues und Gospel präsentierte Titilayo Adedokun mit ihrem Quintett am 27. September im Jazzclub Unterfahrt. Ihre oftmals kontrastreichen Bühnen- und Lebenswege sorgten für stilistische Erweiterungen von Yorubamusik über Country bis zur klassischen Oper.</em></p><p>Text und Foto: Christina M. Bauer</p><p>Sängerin und Songwriterin Titilayo Adedokun hat für ihr Konzert im Münchner Jazzclub Unterfahrt ihr soeben veröffentlichtes neues Repertoire mitgebracht. &quot;Don&#39;t Give Up&quot; heißt es und widmet sich dem Durchhalten und Weitermachen in schwierigen Lebensphasen. &quot;Selbsttherapeutisch&quot; nennt die Musikerin einige der Stücke, die ihr in den vergangenen Jahren halfen, mit mancher Krise in ihrem eigenen Leben umzugehen. Wie schon in ihren früheren Repertoires hat sie Originalsongs verknüpft mit ausgewählten Stücken anderer Künstlerinnen und Künstler, etwa von Bob Dylan. Und dann sind da natürlich die Songs, die andere Musiker für Adedokun komponiert haben. Etwa die melancholische Ballade &quot;Disguise&quot; von Tastenmann Carsten Goedicke, der an diesem Abend an Konzertflügel und Keyboard zu hören ist. Oder das beschwingte &quot;Oh, How I Wish&quot;, das Musiker Juanito Heldmann einst für sie komponierte, eines der bereits etwas älteren Stücke aus früheren Repertoires.</p><p>Stilistisch sind die Songs zwar großenteils in den Gefilden von Jazz, Blues und Gospel verortet. Die Vielseitigkeit und variierende Bühnenerfahrung, die Adedokun abgesehen von Jazzclubs immer wieder auch in Konzertsäle, auf die Musical- oder Opernbühne führte, macht sich aber ebenfalls bemerkbar. Neben Goedicke an Konzertflügel und Keyboard mischen in der Band E-Gitarrist Kurt Härtl, Uli Fiedler an Kontra- und E-Bass und Schlagzeuger Harry Alt mit. Die vier sorgen über weite Strecken vor allem für einen stimmigen harmonischen und rhythmischen Rahmen. Insbesondere Goedicke und Härtl, aber auch Fiedler und Alt steuern außerdem solistisch gestaltete Parts bei. Zur Variation in den Klangfarben und im stilistischen Charakter steuert der fortwährende Wechsel zwischen einer mehr akustisch und einer mehr elektrisch orientierten Besetzung bei. In die romantische Ballade &quot;You&#39;ll Never Walk Alone&quot; von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein II, die ursprünglich für das Musical &quot;Carousel&quot; entstand, finden Adedokun und Fiedler mit einer sensibel agierenden Duobesetzung von Kontrabass und Stimme. Ganz dezent schließen sich dann Goedicke und Alt mit luftigen Keyboardharmonien und Handpercussion an.</p><p>Ihren bluesgefärbten Song &quot;Funny How Life Rolls Along&quot; singt die Vokalistin im Duett mit ihrer ältesten Tochter Sahara Helm in einem Wechselspiel zwischen deren heller, zarter Stimme und ihrem seidig-dunklen Gesang. Bei einigen der anderen Lieder steuert Sahara Background Vocals bei. Warmherzig im Countrystil wird es mit Adedokuns Song &quot;Because You Were Here&quot;, den sie geliebten Menschen gewidmet hat, die verstorben sind. Charakteristika der Yoruba-Musik wiederum betont &quot;Baba Ologo Julo&quot;, das der nigerianische Musiker Tola Sholana für sie komponiert hat. Es stellt eine Verbindung her zur Kultur Nigerias, von wo Adedokuns Eltern stammen. Sie selbst hat als gebürtige US-Amerikanerin seit Langem ihre Wahlheimat vor allem in Deutschland, teilweise auch in Südafrika gefunden. Dorthin in die Townships verweist der Song &quot;Feed my Body&quot;. Er entstand für eine Organisation, die jungen Leuten in einer oftmals schwierigen Umgebung zumindest ein Essen am Tag auf den Tisch bringt. Nach in dieser Form raren dreieinhalb Stunden Konzert bringt die vielseitige Künstlerin schließlich in ihrer bereits lange Jahre gehegten Interpretation von &quot;It&#39;s Now or Never&quot;/&quot;O Sole Mio&quot; noch einige voluminöse Gesangslinien in den Jazzclub, die sie in der Oper ebenfalls hätte singen können. Ein warmherziges Konzert voller Kontraste.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/7c75691e-6eb4-46cd-b48a-3c802c8153b4/uploads/images/ptlxivvf5v/1_DSC_2558_onl.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 1: Titilayo Adedokun beim Konzert im Jazzclub Unterfahrt am 27. September 2025</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/7c75691e-6eb4-46cd-b48a-3c802c8153b4/uploads/images/xrknjgb523/2_DSC_2549_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 2: Uli Fiedler, Titilayo Adedokun, Sahara Helm, Kurt Härtl (v.l.)</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/7c75691e-6eb4-46cd-b48a-3c802c8153b4/uploads/images/2bdn6ozc4j/3_DSC_2568_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 3: Carsten Goedicke, Sahara Helm, Titilayo Adedokun, Uli Fiedler, Kurt Härtl, Harry Alt (v.l.)</em></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Kurzkritik]]></category>
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      <pubDate>Tue, 30 Sep 2025 20:03:33 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Nordische Wärme: Torun Eriksen]]></title>
      <description><![CDATA[Torun Eriksen brachte am 25. September ihr Quartett in den Münchner Jazzclub Unterfahrt, und folkloristisch anmutende Songs, die berühren. Text und Foto: Christina M.…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Torun Eriksen brachte am 25. September ihr Quartett in den Münchner Jazzclub Unterfahrt, und folkloristisch anmutende Songs, die berühren.</em></p><p>Text und Foto: Christina M. Bauer</p><p>Ein bedächtiger Duoauftakt: Die norwegische Vokalistin Torun Eriksen bringt für das erste Stück ihres Konzerts im Münchner Jazzclub Unterfahrt zunächst nur Bassist Kjetil Dalland mit auf die Bühne. Mit Samtstimme interpretiert sie ihren Song &quot;Be that someone&quot;, eingerahmt von Dallands melodischen Linien und dezenten Harmonien. Der Bassist hat bereits Eriksens Debut &quot;Glittercard&quot; aus dem Jahr 2003 mit eingespielt und ist einer ihrer ältesten musikalischen Kooperationspartner. Ab dem zweiten Song erweitern die beiden ihr Duo mit der italienischen Klavierkünstlerin Alessandra Bossa und Klarinettist Atle Nymo zum Quartett, das sich nun vor allem dem neuesten Repertoire &quot;Fastlandet&quot; (deutsch: Festland) zuwendet, das 2024 von Jazzland Recordings veröffentlicht wurde. Erstmals in ihrer über zwei Jahrzehnte währenden Bühnenkarriere hat Eriksen dafür eigene Lieder in der Sprache ihrer Heimat verfasst. Das verfängt und verzaubert, was sie aus der Verbindung von Lyrics, Musik und den erzählten menschlichen Themen macht. Es geht um Übergänge und Beziehungen, Leben und den Abschied vom Leben, ums Loslassen und Festhalten.</p><p>Das Quartett bringt über weite Strecken folkloristische Melodien elegant zusammen mit jazzigen Harmonien und elektronischen Soundscapes, manche Songs nähern sich dem Popmusikalischen. Die mit Liebe zum sanften Kontrast und der atmosphärischen Klangmalerei gestalteten Stücke entfalten sich in luftig gewobenen, variierenden Texturen. Viel Raum erhalten vor allem norwegischsprachige, folklorenahe Lieder wie &quot;Overgang&quot; (deutsch: Übergang) und &quot;Ha feste&quot; (deutsch: Finde Halt), aber das Ensemble ergänzt englischsprachige Lieder wie das zeitlos romantische &quot;I Love a Man&quot; und den frühen Song &quot;Glittercard&quot;. Eriksens warmer Samtgesang ist dabei in manchen Passagen mehr im Wechselspiel mit, in anderen eingerahmt von ihrem Ensemble, in dem alle verschiedene Musikinstrumente spielen.</p><p>Dalland steuert an den E-Bässen wesentlich zum harmonischen Fundament bei, ergänzt sonore melodische Parts und erweiterte Spieltechniken, etwa mit Bogen gestrichene Saiten. Bossa zaubert aus Konzertflügel und Keyboard mit grazilem Anschlag subtile Harmonik und solistische Linien, hantiert abwechselnd mit einem breiten Spektrum dezent gesetzter elektronischer Soundscapes und Effekte. Nymo ergänzt sonor mäandernde Melodien an den Klarinetten. Es ist ein in dieser Form noch relativ neues, aber sehr hörenswertes Quartett, das Eriksen da um sich geschart hat. Am Freitag geht es für die vier für ein weiteres Deutschlandkonzert nach Bremen in den renommierten Sendesaal, bevor sie sich wieder aufmachen nach Norwegen. Für die Vokalistin schließt sich in Bremen ein Kreis, denn 2017 spielte sie im Sendesaal mit dem Ensemble Denada und Erlend Skomsvoll ein Livealbum ein.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/a83ddf77-b7af-4a7f-9bf2-bf6058e0ef40/uploads/images/vqtwasf2kc/DSC_2532_onl_k.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 1: Alessandra Bossa, Torun Eriksen, Atle Nymo und Kjetil Dalland (v.l.) beim Konzert im Jazzclub Unterfahrt am 25. September 2025</em></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Kurzkritik]]></category>
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      <pubDate>Fri, 26 Sep 2025 14:39:38 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[NDR Bigband: Saisonstart mit Nikki Iles als Chefdirigentin]]></title>
      <description><![CDATA[Ihre erste Saison als neue Chefdirigentin der NDR Bigband startet Nikki Iles mit der Premiere eines neuen Werks. "Shadow of a Dream - Journey through a strange world"…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Ihre erste Saison als neue Chefdirigentin der NDR Bigband startet Nikki Iles mit der Premiere eines neuen Werks. &quot;Shadow of a Dream - Journey through a strange world&quot; wird am 27. und 28. September in Hannover und Hamburg zu hören sein.</em></p><p>Text: Christina M. Bauer, Foto: Andy Spyra</p><p>Ende September geht die britische Komponistin und Musikerin Nikki Iles in ihre erste Saison als Chefdirigentin der NDR Bigband. Sie ist die erste weibliche Musikerin, die diese Funktion für eine der vier deutschen Rundfunkbigbands übernimmt. Seit 2023 war sie für die NDR Bigband zunächst zwei Jahre Composer in Residence. Für den Saisonstart 2025/26 hat sie für die nun von ihr geleitete Band wieder ein neues Werk komponiert. &quot;Shadow of a Dream - Journey through a strange world&quot; hat am 27. und 28. September Premiere im NDR Konzerthaus in Hannover und im Großen Saal der Elbphilharmonie in Hamburg. Das Konzert am 28. September wird zusätzlich im Livestream gesendet. Und: Iles möchte die Bigband jenseits der großen Konzertsäle auch in Jazzclubs und damit näher zum Publikum bringen. So wird es bereits am 30. September im Nica Jazz Club in Hamburg einen weiteren Auftritt mit der Bigband geben, und im Anschluss eine Jam Session mit Iles am Klavier.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/763e0def-50d7-4cc1-8400-68d1745ce52e/uploads/images/5bo5w72g3t/iles248_Foto_Andy_Spyra_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 1: Nikki Iles (Foto: Andy Spyra)</em></p><p></p><p>Weitere Informationen: <a href="https://www.ndr.de/orchester_chor/alle-konzerte-im-ueberblick,konzertkalender-100.html?brand=ndrbigband">https://www.ndr.de/orchester_chor/alle-konzerte-im-ueberblick,konzertkalender-100.html?brand=ndrbigband</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[News]]></category>
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      <pubDate>Sun, 14 Sep 2025 06:28:30 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Albert-Mangelsdorff-Preis für Lauren Newton]]></title>
      <description><![CDATA[Die originelle Vokalistin Lauren Newton erhält dieses Jahr den Albert-Mangelsdorff-Preis der Deutschen Jazzunion. Damit ist sie die vierte weibliche Preisträgerin der…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Die originelle Vokalistin Lauren Newton erhält dieses Jahr den Albert-Mangelsdorff-Preis der Deutschen Jazzunion. Damit ist sie die vierte weibliche Preisträgerin der renommierten Auszeichnung. Bei der Verleihung am 1. November im Rahmen des Jazzfests Berlin konzertiert sie im Duo mit Kontrabassistin Joëlle Léandre.</em></p><p>Text: Christina M. Bauer, Foto: Koho Mori</p><p>Geht es nach Vokalistin Lauren Newton, darf die Stimme im Jazz und anderen Stilen schon mal ganz originell, skurril oder schrill eingesetzt werden. Jedenfalls: Vielfältig, innovativ, abwechslungsreich. In dieser Hinsicht hat die seit den 1970er Jahren in Deutschland lebende US-Künstlerin bereits früh ungewöhnliche Wege beschritten, seitdem mit unzähligen Ensembles kooperiert und ihr Wissen an Musikhochschulen und in Workshops weitergegeben.</p><p>Dieses Jahr wird sie nun für ihr Lebenswerk mit dem Albert-Mangelsdorff-Preis der Deutschen Jazzunion ausgezeichnet. Sie nimmt ihn am 1. November im Rahmen des Jazzfests Berlin entgegen und konzertiert bei dieser Gelegenheit auch gleich selbst im Duo mit der französischen Kontrabassistin Joëlle Léandre. Es ist bisher selten genug, dass diese gut dotierte und renommierte Ehrung an Frauen geht. Der 1994 initiierte und seit 1995 alle zweite Jahre ausgelobte Preis wurde bisher an 16 Musikerinnen und Musiker verliehen. Die weiblichen Preisträgerinnen waren Ulrike Haage (2003), Angelika Niescier (2017) und Aki Takase (2021). Damit ist Lauren Newton die vierte Künstlerin, die sich über diese Ehrung freuen darf.</p><p>Die gebürtige US-Amerikanerin studierte zunächst in Oregon, dann in Stuttgart, bevor sie von ihrer Wahlheimat Deutschland aus eine über Jahrzehnte währende internationale Karriere mit zahlreichen Einspielungen und Tourneen aufbaute. Zu ihren zahlreichen und vielseitigen Kooperationen, die stilistisch von Free Jazz über Zeitgenössisches und Experimentelles bis zur Fusion reichen, zählen die mit dem Vienna Art Orchestra, dem Vocal Summit und dem Vokalquartett Timbre. Sie musizierte mit Bobby McFerrin, Aki Takase, Myra Melford, Maria João und vielen weiteren. Für Ensembles, Chöre und Theater verfasste sie außerdem oftmals selbst Musik.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/cc549533-73ad-4c2c-a812-ece9ba276e60/uploads/images/gnk444bwbn/LaurenNewton-museum-KohoMori_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 1: Lauren Newton erhält dieses Jahr den Albert-Mangelsdorff-Preis für ihr Lebenswerk (Foto: Koho Mori)</em></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[News]]></category>
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      <pubDate>Tue, 02 Sep 2025 18:16:30 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Peng Festival 2025]]></title>
      <description><![CDATA[Das Peng Festival mit stilistischen Begegnungen von Jazz bis zu Zeitgenössischem, improvisierter Musik und mehr wird organisiert von Musikerinnen. Dieses Jahr erhielten…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Das Peng Festival mit stilistischen Begegnungen von Jazz bis zu Zeitgenössischem, improvisierter Musik und mehr wird organisiert von Musikerinnen. Dieses Jahr erhielten sie den Deutschen Jazzpreis für das Festival des Jahres. Vom 26.-28. September präsentieren sich in Essen wieder junge Ensembles mit weiblichen Bandleaderinnen.</em></p><p>Text: Christina M. Bauer, Foto: Robert Winter</p><p>Es ist ein Kollektiv von Frauen, welches das Peng Festival in Essen gestaltet. Mit dabei sind gleich mehrere Vokalistinnen, die alle an der Folkwang Universität der Künste studiert haben und inzwischen selbst oft auf der Bühne stehen: Barbara Barth, Marie Daniels, Maika Küster und Mara Minjoli. Gemeinsam mit weiteren Mitstreiterinnen bringen sie Ensembles auf die Bühne, in denen Frauen als Bandleaderinnen und Komponistinnen agieren. Mehr Künstlerinnen auf die Bühne zu bringen, gleiche Möglichkeiten für sie zu fördern, ist dabei aber nur ein Teil des Konzepts. Mit ihrem Festival möchten die Gestalterinnen insgesamt etwas dazu beisteuern, verschiedenste Formen von gesellschaftlicher Diskriminierung zu überwinden. Dieses Jahr durften sie dafür den Deutschen Jazzpreis in der Kategorie &quot;Festival des Jahres&quot; entgegennehmen. Bereits 2021 erhielten sie den Ehrenpreis des WDR Jazzpreises.</p><p>Vom 26.-28. September präsentieren sich im Maschinenhaus in Essen also einmal mehr junge Ensembles mit ihrer Musik. Anders als etwa bei Women in Jazz in Halle sind im Programm weniger international berühmte Künstlerinnen, sondern mehr junge, vielfältige Ensembles zu finden, die von bereits etablierten Bands bis zu Newcomerinnen und Newcomern reichen. Sängerin Maika Küster aus dem Festivalkollektiv wird mit ihrem Quintett selbst eines der Konzerte spielen. Singer-Songwriterin Lucy Liebe bringt ihre Band und das derzeitige Repertoire aus Berlin mit. Vokalistin Saadet Türköz konzertiert mit dem musikalischen Duopartner Nils Wogram an Posaune und Melodica. Zu den Sprachen ihrer von vielen Stilen beeinflussten Lieder zählen Kasachisch und Türkisch. Inga Rothammel wechselt zwischen Saxofon und Stimme und verknüpft in ihrem Ingen Navn Trio zahlreiche moderne stilistische Einflüsse. Elektronisches und Akustisches bringt Schlagzeugerin Judith Schwarz mit ihrem Trio Other:M:Other zusammen. Ursprünglich von der Klassik kommend bringt Cellistin Emily Wittbrodt mit ihrem Ensemble das aus vielfältigen Elementen und Richtungen schöpfende Repertoire &quot;Wearing Words&quot; mit. In vielen der Ensembles spielen neben Musikern noch weitere Musikerinnen mit. Dieses Jahr gibt es außerdem einen Workshop zum Thema Machtmissbrauch in der Musik.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/571ca1fb-b22a-4dd9-8271-130d03c92909/uploads/images/ri2dtl7xsr/Deutscher_Jazzpreis_2025_Koln_13_Juni_Preistragerinnen_PENG_Festival___Robert_Winter_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 1: Dieses Jahr wurde das Peng Festival beim Deutschen Jazzpreis als &quot;Festival des Jahres&quot; ausgezeichnet (Foto: Robert Winter)</em></p><p></p><p>Website mit Programm: <a href="https://peng-festival.de/programm">https://peng-festival.de/programm</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[News]]></category>
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      <pubDate>Mon, 01 Sep 2025 18:08:38 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Starke Stimmen beim Bardentreffen]]></title>
      <description><![CDATA[Am dritten Tag des Bardentreffens gestalteten die Künstlerinnen Dobet Gnahoré, Nneka und das Balkan Paradise Orchestra am Nürnberger Hauptmarkt bemerkenswerte Konzerte.…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Am dritten Tag des Bardentreffens gestalteten die Künstlerinnen Dobet Gnahoré, Nneka und das Balkan Paradise Orchestra am Nürnberger Hauptmarkt bemerkenswerte Konzerte.</em></p><p>Text und Fotos: Christina M. Bauer</p><p>Dobet Gnahoré ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Am Sonntag, dem dritten Tag des diesjährigen Bardentreffens in Nürnberg, ist der Regen verschwunden. Noch am Freitag mussten deswegen sogar einzelne Konzerte ausfallen. Davon ist nun am 3. August nichts mehr zu bemerken. Eingerahmt von Open-Air-tauglichen Wolken und gelegentlichen Sonnenstrahlen präsentiert die ivorische Grammy-Preisträgerin der Menge am Hauptmarkt einige Songs aus ihrem über Jahrzehnte entstandenen, enormen Repertoire. Gnahorés Stimme ist dunkel und ausdrucksstark, sie singt in mehreren Sprachen. Aus der afrikanischen Tradition lässt sie gelegentliche Triller und Rufe einfließen, ergänzt zu ihrem Gesang abwechselnd eine traditionelle Flöte und variierende Percussion. Das Ensemblespiel mit ihren drei hervorragenden Bandmusikern an Gitarre, Bass und Schlagzeug gestaltet sie charismatisch, intensiv und nahbar. Alle Musiker werden auch solistisch gefeatured, und Gnahoré selbst zeigt sich im Konzert nicht nur als einfallsreiche Sängerin, Musikerin und Songwriterin, sondern auch als temperamentvolle Tänzerin, die mit einer Menge Energie etwas von der Tanztradition ihrer Heimat auf die Bühne bringt. Das Publikum am Hauptmarkt ist von dem beeindruckenden Gesamtkunstwerk begeistert und darf sich schon wenig später über ein Ensemble mit einer völlig anderen künstlerischen Richtung freuen.</p><p>Die zehn jungen Musikerinnen des Balkan Paradise Orchestra aus Barcelona beleben den Balkan Brass mit Elementen verschiedenster moderner Stile von Rap und Hip-Hop über Pop und Folk bis House. In den Arrangements wechseln die melodieführenden Parts meist zwischen Trompeten und Klarinetten, insgesamt kommen alle Künstlerinnen von Posaune über Horn und Tuben bis zu Percussion und Schlagzeug zur Geltung. Das flotte Repertoire ergänzt die Combo um eine lässige Choreografie und wechselt im Kontrast dazu in einzelnen Stücken zum mehrstimmigen, folkloristischen Gesang. Das letzte Konzert am Hauptmarkt spielt am Abend die aus Nigeria stammende Singer-Songwriterin Nneka, die seit Langem in Deutschland lebt. Hell, rauh, soulig ist ihr Gesang, meist erzählend und manchmal im starken Kontrast dazu für wenige Momente in grazilen Melismen durch sehr hohe Tonhöhen flirrend. Für einige ihrer von variierenden Stilen von Pop bis Reggae beeinflussten Originalsongs begleitet sie sich selbst an der akustischen Gitarre. In anderen Konzertteilen erweitern ihre Musiker an Keyboards und Schlagzeug die Besetzung zum Trio. Während Nneka mit viel Intensität und nicht selten gesellschaftskritischen Themen die letzten Songs auf der Hauptbühne spielt, lassen in der gesamten Nürnberger Innenstadt parallel noch unzählige weitere Ensembles auf Plätzen und Straßen das diesjährige Festival ausklingen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/018aaaec-d891-4963-b030-c0727c429294/uploads/images/2tqazzpnzh/1_DSC_2367_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/018aaaec-d891-4963-b030-c0727c429294/uploads/images/ve4u3d6wdo/2_DSC_2364_onl.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Fotos 1 und 2: Dobet Gnahoré mischt mit Gesang, Percussion und Tanz das Bardentreffen kräftig auf</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/018aaaec-d891-4963-b030-c0727c429294/uploads/images/vd6skpofzk/3_DSC_2387_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 3: Das Publikum am Hauptmarkt lauscht Singer-Songwriterin Nneka</em></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Kurzkritik]]></category>
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      <pubDate>Mon, 04 Aug 2025 18:46:38 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Bardentreffen mit Bardinnen aus aller Welt]]></title>
      <description><![CDATA[Mit einem sehr vielfältigen Programm bringt das diesjährige Bardentreffen in Nürnberg vom 01. bis 03. August Ensembles aus aller Welt auf die Bühne. Es mischen unzählige…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Mit einem sehr vielfältigen Programm bringt das diesjährige Bardentreffen in Nürnberg vom 01. bis 03. August Ensembles aus aller Welt auf die Bühne. Es mischen unzählige ausgezeichnete Künstlerinnen und mehrere Frauenbands mit.</em></p><p>Text: Christina M. Bauer, Foto: Uwe Niklas</p><p>Vielfalt hat sich das Bardentreffen in Nürnberg seit jeher auf die Fahnen geschrieben und löst dieses Ideal dieses Jahr sogar noch mehr ein als sonst. Ob gespielte Stile von Weltmusik bis Global Pop, Art der Besetzung oder Herkunft der Künstlerinnen und Künstler, begegnen sich vom 01. bis 03. August die verschiedensten Ensembles bei dem etablierten Festival. Insgesamt konzertieren etwa 90 Bands auf acht über die Innenstadt verteilten Bühnen, die von zentralen Plätzen wie Hauptmarkt und Trödelmarkt über die Flussinsel Schütt bis zur kreativ genutzten Katharinenruine reichen. Und: Es mischen zahlreiche Musikerinnen, Songwriterinnen, Komponistinnen, Bandleaderinnen und mehrere Frauenensembles mit. Die ivorische Singer-Songwriterin, Multiinstrumentalistin und Tänzerin Dobet Gnahoré integriert in ihrer Musik variierende traditionelle afrikanische Einflüsse mit denen des Pop. Dafür erhielt die weit gereiste Künstlerin bereits einen Grammy. Ihre ganz eigene Musik zwischen R&#39;n&#39;B, Pop und Hip-Hop bringt die aus Nigeria stammende Künstlerin Nneka mit. Sie wurde in den vergangenen Jahren mit einem MOBO Award ausgezeichnet und engagiert sich als Mitglied des Kollektivs Les Amazones de l&#39;Afrique für Frauenrechte.</p><p>Die südafrikanische Musikerin Thabilé singt Soul und Pop mit afrikanischen Einflüssen. Dem temperamentvollen Balkan Brass haben sich die zehn Musikerinnen des Balkan Paradise Orchestra aus Barcelona verschrieben, das dieses Jahr bereits sein zehnjähriges Bandjubiläum zelebriert. Ebenfalls aus Barcelona: die junge Sängerin und Trompeterin Alba Armengou und das viele Stile von Flamenco bis Hip-Hop integrierende Frauenensemble Ketekalles. Die aus Brasilien stammende Singer-Songwriterin Badi Assad bringt die musikalische Tradition ihrer Heimat auf ihre Art mit Jazz und weiteren Einflüssen zusammen. Elemente von Folklore bis Jazz integriert die ukrainische Künstlerin Ganna Gryniva. Die marokkanische Sängerin und Rapperin Widad Mjama bringt im Duo mit dem tunesischen Musiker Khalil Epi ihr Projekt Aïta Mon Amour auf die Bühne. Dem Tango widmet sich die argentinische Combo Camila Arriva Grupo, die in einer komplett weiblichen Besetzung konzertiert. Aus Estland kommt das junge Nu-Folk-Frauenduo Ruut. US-Bassistin und Sängerin Nik West präsentiert ein Repertoire von Funk über Pop bis Soul. Diese und unzählige weitere Künstlerinnen und Künstler machen das Bardentreffen unter dem diesjährigen Motto &quot;Respekt&quot; einmal mehr zu einem der facettenreichsten Weltmusikfestivals. Mit jährlich bis zu 200.000 Besucherinnen und Besuchern zählt es zu den größten Festivals dieser Art.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/404f5827-4a78-481d-899c-6d63697daf96/uploads/images/hvrztx336k/0_24-07-26-Barden-_-Uwe-Niklas-075_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto: Nürnbergs Bardentreffen zählt zu den größten Weltmusikfestivals (Foto: Uwe Niklas)</em></p><p>Website mit Programm: <a href="https://bardentreffen.nuernberg.de/programm">https://bardentreffen.nuernberg.de/programm</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[News]]></category>
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      <pubDate>Wed, 30 Jul 2025 15:09:57 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Die hohe Kunst des Jazzgesangs: Dee Dee Bridgewater]]></title>
      <description><![CDATA[Virtuos, charismatisch und mit rarer gesanglicher Intensität eröffnete Dee Dee Bridgewater am 22. Juli den diesjährigen Jazz Sommer im Bayerischen Hof. Ihr Programm "We…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Virtuos, charismatisch und mit rarer gesanglicher Intensität eröffnete Dee Dee Bridgewater am 22. Juli den diesjährigen Jazz Sommer im Bayerischen Hof. Ihr Programm &quot;We Exist!&quot; präsentierte die Grande Dame des Vocal Jazz dabei ganz bewusst im Quartett mit hervorragenden jungen Musikerinnen.</em></p><p>Text: Christina M. Bauer, Fotos: Stefan Hämmerle</p><p>Sämtliche Facetten stimmlicher Jazzkunst, Charisma, Intensität und eine bemerkenswerte Energie hat Dee Dee Bridgewater am 22. Juli in den Bayerischen Hof in München mitgebracht. Die renommierte und mit unzähligen musikalischen Ehrungen vom NEA Jazz Master bis zu mehreren Grammies bedachte Grande Dame des Vocal Jazz eröffnet dort im Festsaal den diesjährigen Jazz Sommer. Mit dem Song &quot;People make the world go round&quot; der Soulband The Stylistics machen sie und ihr Quartett den Anfang. Bridgewater verknüpft präzise Artikulation, individuelle Phrasierung, eine kontrastreiche Dynamik und ein enormes Spektrum nuanciert abgestufter Klangfarben mit ersten anspruchsvollen Scats und stimmt damit ein auf ein veritables Konzerthighlight. Ebenfalls gleich im ersten Stück findet ein lässiges Solo von Carmen Staaf am Konzertflügel Platz, die im Critics Poll der US-Zeitschrift Downbeat bereits mehrmals als Rising Star am Klavier ausgewählt wurde. Im Wechsel mit dem Konzertflügel spielt Staaf in diesem Konzert Keyboard. Rosa Brunello ist am Kontrabass und E-Bass zu hören. Shirazette Tinnin, außerordentliche Professorin am Berklee College of Music in Boston, spielt Schlagzeug, Percussion und Cajón.</p><p>Bridgewater hat ganz bewusst ein mit Musikerinnen besetztes Quartett um sich geschart und teilt mit ihnen in mehrwöchigen Tourneen das Rampenlicht. Mehr Möglichkeiten für Frauen in der von ihr über die Jahre oft als sehr patriarchal erlebten Jazzszene und für Frauen insgesamt sind ihr ein essentielles Anliegen. Und so nannte sie das Programm &quot;We Exist!&quot;, um diese Tatsache in den Mittelpunkt zu stellen: Es gibt Frauen im Jazz, es gibt Frauen in allen Bereichen, und das ist gut. Gleiche Rechte, Chancen und Möglichkeiten zu erreichen, wo es sie manchmal bis heute nicht gibt, dazu möchte Bridgewater etwas beisteuern. Für das Repertoire hat sie mit dem Ensemble vor allem Songs aus der Zeit der schwarzen Bürgerrechtsbewegung zusammengestellt. Die Gleichberechtigung von Menschen unterschiedlicher Kultur, Herkunft oder Hautfarbe war Bridgewater schon immer ein wesentliches Anliegen und zieht sich ebenfalls wie ein roter Faden durch das Programm.</p><p>So sagt sie in ihrer Moderation über Percy Mayfields gesellschaftskritischen Song &quot;Danger Zone&quot;, den viele vor allem gesungen von Ray Charles kennen: &quot;Der Song ist immer noch relevant, nach 70 Jahren.&quot; In ihrer Interpretation eignet sie sich dieses Lied auf ihre ganz persönliche Art an, so, wie sie es mit jedem Song macht. Die Stimme zunächst dunkel, bluesig, erzählend, formt sie immer wieder schnelle Übergänge zu gewagten Intervallsprüngen, enormen dynamischen Kontrasten, improvisierten Scats oder dramatischen, sehr expressiv gestalteten Passagen, in denen manchmal etwas von ihrer zweiten künstlerischen Welt, der Schauspielerei, durchscheint. Es ist vor allem diese Intensität, durch die ihre Versionen von zu verschiedenen Zeiten durch rassistische Gräueltaten inspirierten Liedern wie dem oft von Billie Holiday gesungenen &quot;Strange Fruit&quot; oder von Nina Simones &quot;Mississippi Goddam&quot; beeindrucken und anrühren. Im Repertoire sind noch andere von Bridgewaters einstigen Vorbildern vertreten, etwa Abbey Lincoln mit Songs wie &quot;The World is falling down&quot; und &quot;Throw it away&quot; oder Billy Taylor mit &quot;I wish I knew how it would feel to be free&quot;. Das einst von Donny Hathaway verfasste und oft von Roberta Flack gesungene &quot;Trying Times&quot; wendet sie gleichermaßen als Kritik am heutigen Zustand der Gesellschaft an.</p><p>Jede der Musikerinnen in dem feinsinnig abgestimmten Ensemble gestaltet Solopassagen. Tastenkünstlerin Staaf ist in einigen eleganten Klavier- und Keyboardsoli zu hören, Brunello in kernigen Basssoli und Tinnin in anspruchsvollen Schlagzeugsoli sowie spannenden percussionistischen Dialogen mit Vokalistin Bridgewater. Das Konzert ist ein besonderer Auftakt für den Jazz Sommer im Bayerischen Hof, der ganz dem diesjährigen Festivalmotto &quot;Voices&quot; entspricht und mit Standing Ovations gefeiert wird. Während es für Bridgewaters Quartett in den nächsten Tagen weitergeht nach Litauen, Spanien, Polen, Italien, Frankreich und zum Rheingau Musik Festival in Wiesbaden, werden beim Jazz Sommer noch einige andere Ensembles zu hören sein. US-Sängerin Christie Dashiell etwa bringt ihre Band und eigene Songs mit. In den vergangenen Jahren hat sie bereits mit verschiedenen Produktionen auf sich aufmerksam gemacht. Eben erst erschien die gemeinsame Einspielung &quot;We Insist 2025!&quot; mit Terri Lyne Carrington, auf der die beiden mit ihrem Ensemble Max Roachs berühmte Freedom Now Suite neu interpretieren. Mit Alma Naidu ist eine aufstrebende Vokalistin der deutschen Szene dabei, die sich in ihrem derzeitigen Repertoire &quot;Redefine&quot; auf ihre Art ebenfalls mit gesellschaftskritischen Fragen auseinandersetzt.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/718ad435-5aeb-4409-bc73-63795868765c/uploads/images/w2xfenvp7z/1_DSC_0976_onl.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/718ad435-5aeb-4409-bc73-63795868765c/uploads/images/nn4i4qj4pe/2_DSC_1041_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Fotos 1 und 2: Dee Dee Bridgewater mit &quot;We Exist!&quot; beim Jazz Sommer im Bayerischen Hof in München am 22. Juli 2025</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/718ad435-5aeb-4409-bc73-63795868765c/uploads/images/xb346c5s64/3_DSC_1017_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 3: Carmen Staaf am Konzertflügel</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/718ad435-5aeb-4409-bc73-63795868765c/uploads/images/vchpmzxfkf/4_DSC_1039_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 4: Rosa Brunello am Bass</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/718ad435-5aeb-4409-bc73-63795868765c/uploads/images/xyqa4wdaph/5_DSC_1042_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 5: Schlagzeugerin Shirazette Tinnin</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/718ad435-5aeb-4409-bc73-63795868765c/uploads/images/cotx4acr7i/6_DSC_1010_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 6: Das Dee Dee Bridgewater Quartett</em></p><p></p><p>Website mit Programm: <a href="https://www.bayerischerhof.de/de/erleben-geniessen/entertainment/rauschende-feste-veranstaltungen/jazz-sommer-im-bayerischen-hof.html">https://www.bayerischerhof.de/de/erleben-geniessen/entertainment/rauschende-feste-veranstaltungen/jazz-sommer-im-bayerischen-hof.html</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Kurzkritik]]></category>
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      <pubDate>Wed, 23 Jul 2025 15:27:44 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Her Bigband: Sherrie Maricle und das DIVA Jazz Orchestra]]></title>
      <description><![CDATA[Dass sie Schlagzeugerin werden wollte, wusste Sherrie Maricle früh. Dass sie darüber hinaus die wohl bekannteste Frauenbigband der heutigen Jazzszene aufbauen würde,…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Dass sie Schlagzeugerin werden wollte, wusste Sherrie Maricle früh. Dass sie darüber hinaus die wohl bekannteste Frauenbigband der heutigen Jazzszene aufbauen würde, kristallisierte sich ab 1992 heraus. Seitdem ist das DIVA Jazz Orchestra ein wesentlicher Teil ihres vielseitigen Lebenswerks als Künstlerin geworden. Im Interview mit her music, her story (engl. Podcast) gibt die US-Musikerin Einblicke in ihre Anfänge als Schlagzeugerin, Komponistin und Bandleaderin, ihre Erfahrungen mit der Sicht auf Frauen und Männer im Jazz, Highlights und Herausforderungen für ihr DIVA Jazz Orchestra über die Jahre, die Bedeutung von Vielfalt und einige ihrer neuesten Vorhaben.</em></p><p>Text und Interview (engl. Podcast): Christina M. Bauer, Fotos: Mary Jane Farnsworth, Garth Woods</p><p>Keine Frage, Sherrie Maricle macht gern Musik mit Frauen. Dass die renommierte US-Jazzschlagzeugerin das inzwischen seit Jahrzehnten und in mehreren von ihr geleiteten Ensembles tut, macht sie zu einer engagierten Wegbereiterin für Frauen im Jazz. Vor allem ihr DIVA Jazz Orchestra, in dem 15 Musikerinnen zusammen die Bigbandtradition in die Moderne bringen, ist bis heute außergewöhnlich. Waren und sind Musikerinnen im Jazz insgesamt oft weniger sichtbar als Musiker, gilt das umso mehr für Bigbands. Abgesehen von Sängerinnen sind dort selbst heutzutage oft relativ wenige Frauen anzutreffen. Dass das auch ganz anders geht...</p><p><a href="https://steady.page/10fefc98-418a-4ddd-b68f-032f63f4f792/posts/08e230cc-a43d-4503-acde-13a8c2874e41">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Interviews und Porträts]]></category>
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      <pubDate>Tue, 15 Jul 2025 12:38:44 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[North Sea Jazz Festival]]></title>
      <description><![CDATA[Musikerinnen und Musiker aus aller Welt werden vom 11. bis 13. Juli in Rotterdam beim North Sea Jazz Festival auf der Bühne stehen. Besondere Ehrungen gibt es dieses…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Musikerinnen und Musiker aus aller Welt werden vom 11. bis 13. Juli in Rotterdam beim North Sea Jazz Festival auf der Bühne stehen. Besondere Ehrungen gibt es dieses Jahr für Sun-Mi Hong, Kika Sprangers und Jacob Collier.</em></p><p>Etwa 70.000 Besucherinnen und Besucher strömen jedes Jahr nach Rotterdam zum North Sea Jazz Festival. Das sind etwas mehr als die Stadt Einwohner hat. Das Jazzfestival ist damit eines der größten in Europa. Es wartet einmal mehr mit einem dicht gepackten Programm auf, das Künstlerinnen, Künstler und Ensembles mit stilistisch sehr unterschiedlichen, innovativen und anspruchsvollen Repertoires in drei Tagen auf zahlreiche Bühnen bringt. Eines der schwierigsten Unterfangen dürfte damit die Auswahl sein, denn alles anhören gelingt da niemandem.</p><p>Natürlich werden ausgezeichnete Jazzmusiker zu hören sein, und, wie sich positiv feststellen lässt, viele ausgezeichnete Jazzmusikerinnen, Bandleaderinnen und Komponistinnen. Um nur einige von ihnen zu nennen: Mit dabei sind US-Schlagzeugerin Terri Lyne Carrington und Christie Dashiell mit We Insist 2025!, die südkoreanische Pianistin Chaerin Im mit ihrem Trio, die chilenische Saxofonistin Melissa Aldana, Sitarkünstlerin Anoushka Shankar, US-Saxofonistin Lakecia Benjamin, die Schweizer Harfenistin Julie Campiche, so unterschiedliche Sängerinnen wie Jazzmeia Horn, Samara Joy, Christie Dashiell, Ganavya, Jamila Woods und Naomi Sharon, DJ Charmaine, und unzählige mehr, von der Newcomerin bis zum etablierten Jazzstar.</p><p>Es werden außerdem zwei Künstlerinnen und ein Künstler auftreten, die dieses Jahr besonders geehrt werden. Die südkoreanische Schlagzeugerin Sun-Mi Hong erhält den nach dem Festivalgründer benannten Paul Acket Award. Sie konzertiert mit ihrem Quintett. Ebenfalls mehr Rampenlicht erhält die niederländische Saxofonistin Kika Sprangers. Sie wurde für das diesjährige Kompositionsprojekt ausgewählt und hat für das Festival eine Komposition für Jazzensemble und Chor verfasst. Als Artist in Residence wird der britische Musiker Jacob Collier gleich in drei Konzerten zu hören sein, in einem davon mit dem Metropole Orchestra.</p><p>Text und Foto: Christina M. Bauer</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f18c0d12-e43c-496e-bac3-6510cdb40d9e/uploads/images/qwy4kh27qq/Sun_Mi_Hong_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto: Schlagzeugerin Sun-Mi Hong erhält den diesjährigen Paul Acket Award</em></p><p></p><p>Website mit Programm:</p><a href="https://www.northseajazz.com/en/program-2025">https://www.northseajazz.com/en/program-2025</a>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[News]]></category>
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      <pubDate>Tue, 01 Jul 2025 17:29:07 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Jazzfestival Montréal]]></title>
      <description><![CDATA[Ab dem 26. Juni steht die kanadische Metropole Montréal wieder für zehn Tage ganz im Zeichen des Jazz. Beim Festival International de Jazz konzertieren Stars, etablierte…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Ab dem 26. Juni steht die kanadische Metropole Montréal wieder für zehn Tage ganz im Zeichen des Jazz. Beim Festival International de Jazz konzertieren Stars, etablierte Ensembles und vielversprechende Newcomer. Für fünf von ihnen gibt es Auszeichnungen. Mit dabei: Samara Joy und Natalia Lafourcade.</em></p><p>Einmal mehr startet am 26. Juni das größte Jazzfestival der Welt im kanadischen Montréal. Etwa zwei Millionen Menschen besuchen das Festival jedes Jahr. Im Programm begegnen sich internationale Stars, etablierte Ensembles und vielversprechende Newcomer. Fünf von ihnen dürfen außerdem die diesjährigen Festival Awards entgegennehmen. Die vielseitige mexikanische Künstlerin Natalia Lafourcade erhält den Antônio-Carlos-Jobim Award, der jedes Jahr an eine Musikerin oder einen Musiker im Bereich Weltmusik verliehen wird. In den vergangenen Jahren ging dieser Preis bereits an Omara Portuondo, Marisa Monte, Buika und viele weitere. Die junge US-Sängerin Samara Joy wird mit dem Ella-Fitzgerald-Award ausgezeichnet, der jedes Jahr an eine Jazzsängerin oder einen Sänger geht. Etta James, Aretha Franklin, Lizz Wright, Dee Dee Bridgewater, Stacey Kent und viele andere zählen zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern.</p><p>Den Miles-Davis Award für innovative Jazzkünstlerinnen und Künstler erhält der Bassist Thundercat. Dieser bereits zum 30. Mal verliehene Musikpreis ging in den vergangenen Jahren nahezu immer an Musiker. Die bisher einzige weibliche Preisträgerin ist Sängerin Cassandra Wilson. Den im Bereich Blues ausgelobten B.B.-King Award darf der junge Singer-Songwriter und Gitarrist Christone &quot;Kingfish&quot; Ingram entgegennehmen. Dieser zum achten Mal verliehene Festival Award ging bisher ausschließlich an männliche Musiker. Trompeter Duncan Hunter Neale erhält den Oliver-Jones Award. Er wird an Künstlerinnen und Künstler verliehen, die sichtbaren Minderheiten oder indigenen Gemeinschaften angehören. Dieser Festival Award wird erst zum fünften Mal verliehen und ist damit der neueste Award.</p><p>Text: Christina M. Bauer, Foto: Victor Diaz Lamich</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/dae50668-0cee-45dd-ab3d-a1cd5e3e8477/uploads/images/dh4z2uslvr/FIJM_2024_-_photos_par_Victor_Diaz_Lamich-934867_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Foto 1: Das Festival International de Jazz in Montréal ist das größte Jazzfestival weltweit (Foto: Victor Diaz Lamich)</p><p>Festivalwebsite mit Programm:</p><a href="https://montrealjazzfest.com/en">https://montrealjazzfest.com/en</a>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[News]]></category>
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      <pubDate>Thu, 26 Jun 2025 18:54:38 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Deutscher Jazzpreis 2025]]></title>
      <description><![CDATA[Am 13. Juni fand in Köln die Verleihung des Deutschen Jazzpreises statt. In zahlreichen Kategorien wurden Musikerinnen ausgezeichnet. Die diesjährigen Deutschen…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Am 13. Juni fand in Köln die Verleihung des Deutschen Jazzpreises statt. In zahlreichen Kategorien wurden Musikerinnen ausgezeichnet.</em></p><p>Die diesjährigen Deutschen Jazzpreise wurden am 13. Juni in Köln verliehen. Insgesamt 22 Preisträgerinnen und Preisträger wurden im Rahmen der Galaveranstaltung im E-Werk bekannt gegeben, viele von ihnen nahmen ihre Auszeichnungen dort persönlich entgegen. Sie wurden von einer international besetzten Jury aus zunächst 76 Nominierten ausgewählt.</p><p>In zahlreichen Kategorien waren es Künstlerinnen, die sich über einen Jazzpreis freuen durften. Für ihr Lebenswerk wurde Sängerin Uschi Brüning geehrt, die in ihrer langjährigen Karriere ein Stück deutsche Jazzgeschichte mitgestaltet hat. Die junge karibisch-amerikanische Singer-Songwriterin und Produzentin Sera Kalo wurde als beste Vokalistin ausgewählt. Saxofonistin und Komponistin Ingrid Laubrock integriert auf originelle Art Einflüsse von zeitgenössischer und improvisierter Musik bis Jazz. Sie erreichte den ersten Platz in der Kategorie Holzblasinstrumente. Schlagzeugerin, Komponistin und Produzentin Philo Tsoungui bespielt ein stilistisches Spektrum von klassischer Musik über Jazz bis Pop, Hip-Hop und Afrobeat. Sie konzertierte bereits mit den Münchner Philharmonikern, dem Bayerischen Staatsorchester mit Dirigent Kirill Petrenko, der Band The Mars Volta und zahlreichen sehr unterschiedlichen Ensembles. Die Jury wählte sie als Preisträgerin in der Kategorie Schlagzeug/Perkussion. Künstlerin des Jahres wurde mit Eva Klesse ebenfalls eine Schlagzeugerin. Die vielseitige Musikerin und Komponistin arbeitet neben ihrem eigenen Quartett mit dem Sarah Chaksad Large Ensemble, dem Julia Hülsmann Oktett und weiteren.</p><p>Preisträger als großes Ensembles des Jahres wurde Carl Wittigs Aurora Oktett, das stilistisch aus klassischer Musik und Jazz schöpft und genauso viele junge Musikerinnen wie Musiker auf die Bühne bringt. Großes Ensemble des Jahres international wurde das Jihye Lee Orchestra der südkoreanischen Komponistin und Bandleaderin Lee. Im stilintegrierenden Jazz Fusion Quartett Økse spielen Schlagzeugerin Savannah Harris, Saxofonistin Mette Rasmussen, Elektronikmusikerin Val Jeanty und Bassist Petter Eldh. Sie erhielten die Auszeichnung für das Album des Jahres. Saxofonistin und Komponistin Alden Hellmuth wurde Newcomerin des Jahres. In der Kategorie Komposition/Arrangement des Jahres wurde Saxofonistin und Komponistin Birgitta Flick für PlanetWoman ausgezeichnet. Ihr Werk entstand in einer Kooperation mit dem Vokalensemble VoNo von Chordirigentin Lone Larsen, das zur Hälfte mit Frauen besetzt ist, und mit Poetin Zsuzsanna Ardó. Als Festival des Jahres wurde das PENG Festival in Essen ausgewählt. Es wird seit 2016 jedes Jahr von einem Musikerinnenkollektiv realisiert und setzt einen Schwerpunkt darauf, insbesondere Künstlerinnen auf die Bühne zu bringen. Die Organisatorinnen engagieren sich dabei insgesamt für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung.</p><p>Ebenfalls ausgezeichnet wurden die Musiker Marshall Allen (Künstler des Jahres international), Dima Bondarev (Blechblasinstrumente), Kit Downes (Piano/Tasteninstrumente), Nick Dunston (Saiteninstrumente), Peter Gall (Album des Jahres), Sonic Interventions (Newcomer des Jahres), hr-Bigband feat. Matthias Schriefl (Rundfunkproduktion des Jahres), das Andromeda Mega Express Orchestra (Liveact des Jahres), Nduduzo Makhathini (Liveact des Jahres international), JazzFacts Deutschlandreise des Deutschlandfunk (Journalistische Leistung) und die JazzpilotInnen der Deutschen Jazzunion (Musikvermittlung und Teilhabe). Der Deutsche Jazzpreis wird seit 2021 verliehen. Sowohl die Erstplatzierungen als auch die Nominierungen sind dotiert. Finanziert und umgesetzt wird der Jazzpreis insbesondere durch die Initiative Musik mit Mitteln des Kulturstaatsministers. Im April 2026 findet die nächste Verleihung in Bremen im Kontext der dortigen jazzahead! Messe statt.</p><p>Text: Christina M. Bauer, Fotos: Robert Winter</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/25b1bf3a-f83c-41a1-9c8a-5b55430f1b51/uploads/images/66n63bo2yl/1_Deutscher_Jazzpreis_Koln_13_Juni_2025___Robert_Winter_-_Deutscher_Jazzpreis__L1090971_onl.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 1: Die Preisträgerinnen und Preisträger des Deutschen Jazzpreises 2025 (Foto: Robert Winter)</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/25b1bf3a-f83c-41a1-9c8a-5b55430f1b51/uploads/images/hkqp4ngwpe/2_Deutscher_Jazzpreis_Koln_13_Juni_2025___Robert_Winter_-_Deutscher_Jazzpreis__CHF05385_onl.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 2: Sängerin Uschi Brüning wurde für ihr Lebenswerk geehrt (Foto: Robert Winter)</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/25b1bf3a-f83c-41a1-9c8a-5b55430f1b51/uploads/images/gfir4ut3o6/3_Deutscher_Jazzpreis_2025_Koln_13_Juni_Preistragerin_Kunstler-in_des_Jahres_Eva_Klesse___Robert_Winter_onl.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 3: Schlagzeugerin Eva Klesse wurde als Künstlerin des Jahres ausgewählt (Foto: Robert Winter)</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/25b1bf3a-f83c-41a1-9c8a-5b55430f1b51/uploads/images/ae6cg6f44n/4_Deutscher_Jazzpreis_2025_Koln_13_Juni_Live_Act_Philo_Tsoungui___Robert_Winter_onl.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 4: Philo Tsoungui ist Schlagzeugerin des Jahres (Foto: Robert Winter)</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/25b1bf3a-f83c-41a1-9c8a-5b55430f1b51/uploads/images/v6a3pi7nuo/5_Deutscher_Jazzpreis_2025_Koln_13_Juni_Preistragerin_Vokal_Sera_Kalo___Robert_Winter_onl.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 5: Sera Kalo ist Vokalistin des Jahres (Foto: Robert Winter)</em></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[News]]></category>
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      <pubDate>Mon, 16 Jun 2025 20:39:48 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Schweizer Musikpreise 2025]]></title>
      <description><![CDATA[Der diesjährige Schweizer Grand Prix Musik geht an Klavierkünstlerin und Komponistin Sylvie Courvoisier. Julie Campiche und Charlotte Hug Raschèr werden bei den…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Der diesjährige Schweizer Grand Prix Musik geht an Klavierkünstlerin und Komponistin Sylvie Courvoisier. Julie Campiche und Charlotte Hug Raschèr werden bei den Musikpreisen ebenfalls ausgezeichnet.</em></p><p>Den Schweizer Grand Prix Musik erhält dieses Jahr Sylvie Courvoisier. Die seit fast drei Jahrzehnten in New York lebende Schweizer Klavierkünstlerin und Komponistin integriert Einflüsse aus zeitgenössischer und improvisierter Musik sowie Jazz. Sie tritt mit variierenden Ensembles, Duos und als Solokünstlerin auf. Zu ihren zahlreichen Kooperationspartnerinnen und Partnern zählen Ikue Mori, Patricia Brennan, Mark Feldman, John Zorn, Cory Smythe, Lotte Anker und Joëlle Léandre. Kompositionen verfasste sie aber auch für Theater.</p><p>Neben dem Grand Prix werden sieben Musikpreise und drei Spezialpreise verliehen. Zwei der Musikpreise gehen dieses Jahr an Musikerinnen: Jazzharfenistin Julie Campiche aus Genf und die interdisziplinär agierende Musikerin und bildende Künstlerin Charlotte Hug Raschèr aus Zürich. Ebenfalls ausgezeichnet werden die Musiker Titus Engel, Jannik Giger, Thomas Demenga und Silvio Brunner. Die Ensembles Vox Blenii und Vent Negru erhalten gemeinsam einen Musikpreis. Einen der Spezialpreise erhält das Insub Meta Orchestra aus Genf, das in der improvisierten Musik neue Wege geht. Positiv fällt der hohe Anteil der in diesem Orchester mitwirkenden Musikerinnen auf. Ebenfalls ausgezeichnet werden das Festival Facciamo la Corte! in Muzzano und das in Bern ansässige Netzwerk Norient.</p><p>Die hoch dotierten Schweizer Musikpreise werden seit 2014 jedes Jahr vom Schweizer Bundesamt für Kultur ausgelobt. Eine siebenköpfige Jury wählt aus sechzig Nominierten die elf Preisträgerinnen und Preisträger. Den Grand Prix durften in den vergangenen Jahren unter anderem bereits Cellistin Sol Gabetta und Singer-Songwriterin sowie Multiinstrumentalistin Erika Stucky entgegennehmen. Die diesjährige Verleihung der Schweizer Musikpreise findet am 11. September in Luzern statt. Einige der ausgezeichneten Künstlerinnen, Künstler und Ensembles werden im Rahmen der Preisverleihung oder im Programm der diesjährigen elftägigen Lucerne Festival Ark Nova live zu hören sein.</p><p>Text: Christina M. Bauer, Foto: Veronique Hoegger</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/fa427af7-1fa7-4e98-9483-ecfa98d6f253/uploads/images/uxibqkp4sb/Landscape_16x9_A_Sylvie_Courvoisier_photo_Veronique_Hoegger-1_onl.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Foto 1: Den diesjährigen Grand Prix Musik erhält Sylvie Courvoisier (Foto: Veronique Hoegger)</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[News]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/fa427af7-1fa7-4e98-9483-ecfa98d6f253/uploads/images/uxibqkp4sb/Landscape_16x9_A_Sylvie_Courvoisier_photo_Veronique_Hoegger-1_onl.jpeg?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Mon, 16 Jun 2025 20:18:28 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[BMW Young Artist Jazz Award 2025]]></title>
      <description><![CDATA[Zwei Jazzmusikerinnen und ein Jazzmusiker der jungen Münchner Szene erhalten dieses Jahr den BMW Young Artist Jazz Award. Posaunistin Marie Kuhar, Saxofonistin Valentina…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Zwei Jazzmusikerinnen und ein Jazzmusiker der jungen Münchner Szene erhalten dieses Jahr den BMW Young Artist Jazz Award: Marie Kuhar, Valentina Oefele und Elias Prinz.</em></p><p>Posaunistin Marie Kuhar, Saxofonistin Valentina Oefele und Gitarrist Elias Prinz haben in den vergangenen Jahren bereits in verschiedenen künstlerischen Kooperationen und mit ersten eigenen Bands auf sich aufmerksam gemacht. Neben verschiedenen anderen Studienphasen haben alle drei an der Münchner Hochschule für Musik und Theater studiert oder sind derzeit noch dort. Marie Kuhar initiierte Ensembles wie das QHtett, das Trio Maralie und HESTER, spielt in der Munich Lab Band und der Monika Roscher Big Band und war in der Konzertbesetzung des Landesjugendjazzorchesters Bayern. Sie erhielt ein Stipendium der Organisation Live Music Now. Valentina Oefele formierte ihr Ensemble Baritonia, um besonders die Möglichkeiten des Baritonsaxofons in den Mittelpunkt zu rücken. Sie spielt in der Guido May Big Band und der Munich Lab Band, trat im Bereich Popmusik mit der Band Wanda auf und wirkt in Musical- und Theaterproduktionen mit. Gitarrist Elias Prinz initiierte ein Jazz Quartett und ein Gypsy Jazz Trio.</p><p>Der BMW Young Artist Jazz Award wird dieses Jahr zum zehnten Mal von der BMW Group gemeinsam mit der Stadt München überreicht. In der Jury sind Musikjournalist Oliver Hochkeppel, Programm- und Festivalmacherin Christiane Böhnke-Geisse, Heike Lies vom Münchner Kulturreferat sowie die Musikjournalisten Roland Spiegel und Andreas Kolb. Neben einer Dotierung erhalten alle Ausgezeichneten die Möglichkeit, im Oktober mit ihren Ensembles ein Konzert im Jazzclub Unterfahrt zu spielen. Seit der Initiierung des Award 2016 wurde zunächst jedes Jahr eine Auszeichung vergeben, seit 2021 sind es drei. Die erste weibliche Preisträgerin war 2019 Hannah Weiss. Zu den Preisträgerinnen und Preisträgern der vergangenen Jahre zählen inzwischen außerdem Julia Hornung, Alma Naidu, Shuteen Erdenebaatar, Karoline Weidt, Susi Lotter und Marina Schlagintweit.</p><p>Text: Christina M. Bauer, Foto: Silas Isenmann</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/53b812bd-e371-4972-9c0e-6e974e95eaf2/uploads/images/o62x3zmewd/Valentina-Oefele-17-von-93-Foto_Silas_Isenmann_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Foto 1: Eine der dieses Jahr ausgezeichneten Jazzmusikerinnen ist Saxofonistin Valentina Oefele (Foto: Silas Isenmann)</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[News]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/53b812bd-e371-4972-9c0e-6e974e95eaf2/uploads/images/o62x3zmewd/Valentina-Oefele-17-von-93-Foto_Silas_Isenmann_onl.jpg?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Mon, 16 Jun 2025 19:40:05 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Neckisch virtuos: Hiromi]]></title>
      <description><![CDATA[Eine Menge spieltechnischer Raffinesse, virtuose Jazzfusion und künstlerisches Augenzwinkern brachte Hiromi mit ihrer Band Sonicwonder am 23. Mai in die Münchner…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Eine Menge spieltechnischer Raffinesse, virtuose Jazzfusion und künstlerisches Augenzwinkern brachte Hiromi mit ihrer Band Sonicwonder am 23. Mai in die Münchner Isarphilharmonie.</em></p><p>Text: Christina M. Bauer, Fotos: Stefan Hämmerle</p><p>Innerhalb weniger Takte sind auf allen Klaviaturen die ersten Harmonien und Melodielinien gespielt. Konzertflügel, E-Klavier und Synthesizer spielt Hiromi gern abwechselnd in schneller Abfolge, oft auch zwei davon gleichzeitig verteilt auf die linke und rechte Hand. Die japanische Künstlerin hat ihre Jazzfusionband am 23. Mai in die nahezu ausverkaufte Münchner Isarphilharmonie gebracht. So konzertieren in einem raren Gig eine Jazzmusikerin und drei Jazzmusiker für fast 1900 Menschen an einem Ort, der meist Symphonieorchestern vorbehalten bleibt. Sonicwonder, neben Hiromi sind das Trompeter Adam O&#39;Farril, E-Bassist Hadrien Feraud und Schlagzeuger Gene Coye. Die vier verstehen sich darauf, mit Einfallsreichtum und Energie die Möglichkeiten moderner Jazzfusion zu zelebrieren. Ob die Komposition &quot;Sonicwonderland&quot;, die vierteilige Suite &quot;Out There&quot; von der soeben erst erschienenen gleichnamigen Einspielung oder &quot;Yes, Ramen!&quot;, die Musik wechselt elegant zwischen popmusikalischer Eingängigkeit und improvisierten Passagen, groovendem Ensemblespiel und virtuosen solistischen Highlights.</p><p>Mit viel spieltechnischer Raffinesse und Tempo entlockt Hiromi der gesamten Klaviatur des Konzertflügels originelle Harmonien und flirrende Linien, dräuende Ostinati und unerwartete Akzente. Gern verweilt sie dabei etwas mehr in den höheren Oktaven, wo sie kristallklare Melodien und unzählige kleine Verzierungen formt. Anderswo  fächert sie weite, harmonische Räume auf, in denen O&#39;Farrill an der Trompete melodieführende Passagen und virtuose improvisierte Soli gestaltet. Coye und Feraud steuern ein groovendes Rhythmusgeflecht und einfallsreiche Soloparts bei. Das präzise aufeinander abgestimmte Zusammenspiel der Band bleibt meist im Up-Tempo-Bereich, findet aber immer wieder auch ins Atmosphärische und Klangmalerische. So bespielt das Ensemble ein breites Spektrum dynamischer Abstufungen genauso wie variierende Tempi einschließlich vertrackter Abfolgen abrupt gesetzter Stops und Einsätze. Durch wechselnde Effekte und Soundveränderungen erweitern die Musiker die Palette an Klangfarben.</p><p>Als spannend erweisen sich die unzähligen dialogischen Wechselspiele, in denen sich meist Hiromi mit einem der Musiker improvisierte Ideen zuspielt. Mehr als sonst an diesem Abend kommt dabei das Neckische, künstlerisch Augenzwinkernde der Musik zur Geltung. Nach einem fast zweistündigen Konzert: Standing Ovations und ein begeistertes Publikum. Als erste Zugabe präsentiert die Künstlerin das einzige Soloklavierstück des Abends, das balladeske Titelthema ihrer Musik für den japanischen Animefilm &quot;Blue Giant&quot;, bevor das Konzert mit der eingängigen Komposition &quot;Balloon Pop&quot; endet. In den vergangenen Jahren hat sich die quirlige Japanerin mit zahlreichen internationalen Tourneen und teils sehr unterschiedlichen Originalrepertoires eine hohe Bekanntheit erspielt. Ihre derzeitige Tour führte sie bisher von Istanbul aus über das Festival Women in Jazz in Halle durch mehrere deutsche Städte bis in die Isarphilharmonie nach München. Am heutigen Samstag findet in Bonn beim dortigen Jazzfest das vorerst letzte Konzert in Deutschland statt (als Doppelkonzert mit dem Sarah Chaksad Large Ensemble), bevor es für die Band in den nächsten Tagen weitergeht nach Schweden und Frankreich.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f9729f80-c466-48b3-bfc9-a2394afc465f/uploads/images/wfh4p6c27k/1_DSC_0575_Kopie_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 1: Hiromi beim Konzert in der Isarphilharmonie am 23. Mai 2025</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f9729f80-c466-48b3-bfc9-a2394afc465f/uploads/images/2p7yv7t5yk/2_DSC_0602_Kopie_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 2: Trompeter Adam O&#39;Farrill</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f9729f80-c466-48b3-bfc9-a2394afc465f/uploads/images/or6gyi5jds/3_DSC_0604_Kopie_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 3: Bassis Hadrien Feraud</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f9729f80-c466-48b3-bfc9-a2394afc465f/uploads/images/7qrpiwycjx/4_DSC_0561_Kopie_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 4: Schlagzeuger Gene Coye</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f9729f80-c466-48b3-bfc9-a2394afc465f/uploads/images/qo5n63vohu/5_DSC_0629_Kopie_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f9729f80-c466-48b3-bfc9-a2394afc465f/uploads/images/z3j3my4jdw/6_DSC_0614_Kopie_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f9729f80-c466-48b3-bfc9-a2394afc465f/uploads/images/brsmshxpz6/7_DSC_0559_Band_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Fotos 5 bis 7: Klaviaturen wechseln und kombinieren gehört in dieser Combo dazu</em></p><p></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Kurzkritik]]></category>
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      <pubDate>Sat, 24 May 2025 13:52:14 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[In Balance: Sun-Mi Hong]]></title>
      <description><![CDATA[Als bemerkenswert im Gleichgewicht zwischen durchdachter Komposition und frei Improvisiertem, feinsinnigem Ensemblespiel und solistischen Parts, introvertierten Passagen…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Als bemerkenswert im Gleichgewicht zwischen durchdachter Komposition und frei Improvisiertem, feinsinnigem Ensemblespiel und solistischen Parts, introvertierten Passagen und energischer Verve erwies sich das Konzert von Schlagzeugerin Sun-Mi Hong mit ihrem Quintett am 14. Mai im Münchner Jazzclub Unterfahrt.</em></p><p>Text und Fotos: Christina M. Bauer</p><p>So viel Klangmalerei am Schlagzeug ist selten. Sun-Mi Hong verknüpft auf ihre ganz eigene Art präzise verschachtelte Rhythmen mit grazil abgestuften Nuancen in Sound und Dynamik, ergänzt Verzierungen und ungewöhnliche Akzente. Ihren Weg in die Jazzszene hat die südkoreanische Künstlerin trotz mancher Widrigkeit gefunden, seit Jahren lebt sie nun in Amsterdam. Dort entstand ihr international besetztes Quintett, mit dem sie am 14. Mai im Münchner Jazzclub Unterfahrt konzertiert. Am Flügel nimmt ihre Landsfrau Chaerin Im Platz, Hongs schottischer Lebenspartner Alistair Payne spielt Trompete, die italienischen Musiker Nicolò Ricci und Alessandro Fongaro sind an Tenorsaxofon und Kontrabass zu hören. Bisher zwei Alben haben sie in genau dieser Besetzung eingespielt, insgesamt sind es bereits vier. Das derzeitige Repertoire &quot;Forth Page: Meaning of a Nest&quot; erschien dieses Jahr bei Dave Stapletons Musiklabel Edition Records.</p><p>Für das Livekonzert sind einige von Hongs Trommeln einzeln mikrofoniert, um klangliche Details entsprechend abzubilden. Die Schlagzeugerin und ihr Quintett verweben luftige Sounds und Rhythmen, lassen zarte melodische Linien gegen- und ineinanderlaufen. Immer wieder kommen sie im Lauf des Konzerts in solchen gelösten Sphären an. Am anderen Ende des Spektrums stehen energiegeladene, verdichtete Up-Tempo Passagen. Dazwischen entfalten sich über weite Strecken vor allem originelle harmonische Strukturen und elegant ineinandergreifende Melodielinien, immer eingefasst von einem anspruchsvollen, sich fortwährend verändernden Rhythmusgeflecht.</p><p>Ein kontrastreiches, spannendes Schlagzeugsolo spielt Hong selbst, entlockt Cymbals, Becken, Hi-Hat und Trommeln vertrackte Rhythmen und unzählige Klangfarben, die manchmal fast ins Melodische übergehen. Davon abgesehen gibt sie allen im Quintett gleichermaßen Raum für durchdachtes, sensibel aufeinander abgestimmtes Ensemblespiel und improvisierte Soloparts. So fächert Chaerin Im in einem sehr hörenswerten Klaviersolo findige Harmonien und schimmernde Linien auf und schöpft dabei aus dem Jazz genauso wie aus der impressionistischen Musik. Fongaro ist mit einfallsreichen, souveränen Soloparts am Kontrabass zu hören.</p><p>Und in einigen der Up-Tempo Passagen treiben Hong, Fongaro und Im als kernige Rhythmussection Payne und Ricci an Trompete und Saxofon zu einem Wechsel zwischen abgestimmtem Harmoniespiel und solistischem Schlagabtausch an. Was Hong mit ihrem Quintett auf bemerkenswerte Art gelingt, ist die Balance zwischen durchdachter Komposition und frei Improvisiertem, Ensemblespiel und solistischen Parts, ganz introvertierten Passagen und energischer Verve. Ihr Schlagzeugspiel und die für ihre Ensembles (neben dem Quintett etwa für die Band BIDA Orchestra) komponierte Musik haben der Künstlerin in den vergangenen Jahren bereits eine Auszeichnung bei der Dutch Jazz Competition und einen Edison Award eingebracht. Ihr Quintett konzertiert am 16. Mai im Domicil in Dortmund und wird dann den Sommer über vor allem in den Niederlanden zu hören sein, etwa im Juli beim North Sea Jazz Festival in Rotterdam.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/5ca4ec0a-dbc1-481c-89e0-6107686c242f/uploads/images/vxzoix2s3y/1_Sun_Mi_Hong_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 1: Sun-Mi Hong beim Konzert im Jazzclub Unterfahrt am 14. Mai 2025</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/5ca4ec0a-dbc1-481c-89e0-6107686c242f/uploads/images/2h6bf6oaq4/2_Sun_Mi_Hong_Quintett_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 2: Chaerin Im, Nicolò Ricci, Alessandro Fongaro, Alistair Payne und Sun-Mi Hong (v.l.)</em></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Kurzkritik]]></category>
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      <pubDate>Thu, 15 May 2025 18:25:10 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Improphonie in München]]></title>
      <description><![CDATA[Eine Art improvisierte Symphonie bringt das Stegreif Orchester am 10. Mai auf die Bühne des NS-Dokumentationszentrums in München. Es gibt Nachdenkliches zu würdigen. Zehn]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Eine Art improvisierte Symphonie bringt das Stegreif Orchester am 10. Mai auf die Bühne des NS-Dokumentationszentrums in München.</em></p><p>Es gibt Nachdenkliches zu würdigen. Zehn Jahre ist es her, dass das NS-Dokumentationszentrum in München eingeweiht wurde. Nach einem Angriff im letzten Herbst wurde es für mehrere Monate geschlossen und renoviert bis zur Wiedereröffnung am heutigen 8. Mai. An diesem Tag sind nun 80 Jahre vergangen, seit der zweite Weltkrieg zumindest in Europa sein Ende fand. Es gibt in diesem Kontext vielgestaltigen Raum für Reflexion, Gedankenaustausch, Gedenken, und schließlich auch für Musik. So spielen die Musikerinnen und Musiker des Berliner Stegreif Orchesters am 10. Mai im Saal des NS-Dokumentationszentrums ein Konzert, das in der Form nur ein einziges Mal stattfinden soll. &quot;Improphonie&quot;, eine Art improvisierte Symphonie, nennen sie das. Ausgehend von nur einigen wenigen Festlegungen und Ankerpunkten soll sich durch weitgehend spontane musikalische Ideen, die künstlerische Interaktion und das Wechselspiel mit Situation, Raum und Publikum eine mehrsätzige Symphonie entfalten. Stilistisch können dabei die verschiedensten Einflüsse mit hineinspielen.</p><p>Die Improphonie ist das bisher wohl originellste Format des Orchesters, das in den vergangenen Jahren oft berühmte Werke von Beethoven, Brahms oder Händel um neu komponierte und improvisierte Passagen ergänzt hat. In den Konzerten gibt es szenisch Inszeniertes und so werden die Musizierenden manchmal gleichermaßen zu Darstellenden. Das Orchester versteht sich als musizierendes Kollektiv, das ohne Dirigat oder Partitur konzertiert. Es zeichnet die von Juri de Marco initiierte und inzwischen von Lorenz Blaumer künstlerisch geleitete Formation aus, dass mehr als ein Drittel der insgesamt 32 Musizierenden Frauen sind. Einige der Musikerinnen wirken außerdem mit eigenen kompositorischen Beiträgen am Repertoire mit, etwa Kontrabassistin Franziska Aller, die Cellistinnen Julia Bilat und Tabea Schrenk sowie Violaspielerin Nina Kazourian.</p><p>Die meisten der Künstlerinnen und Künstler spielen darüber hinaus noch in anderen Orchestern und Ensembles. Stegreif ist bereits einige Male in München aufgetreten, im Prinzregententheater, der Residenz und an der Hochschule für Musik und Theater. Das Orchester wurde über die Jahre mit mehreren Musik- und Kulturpreisen ausgezeichnet, vom startup!music-Preis Berlin 2017 bis zum Tonali Award 2023. Zu seinem zehnjährigen Jubiläum im Jahr 2025 hat es sich zahlreiche Konzerte und Repertoires in den Kalender gesetzt. Eine Improphonie spielen die Musikerinnen und Musiker nun erstmals seit August 2023. Am 22. Mai findet eine weitere Aufführung im Nikolaisaal in Potsdam statt.</p><p>Text: Christina M. Bauer, Foto: Roman Novitzky</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/7ee3bbb4-d33c-4dac-8e97-f04900838565/uploads/images/trrgwzlv64/freebrahms___Stegreif_Orchester___(C)_Roman_Novitzky_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Improvisation und Inszenierung sind beim Stegreif Orchester Teil der Konzerte (Foto: Roman Novitzky)</em></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[News]]></category>
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      <pubDate>Thu, 08 May 2025 19:15:52 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Improvisierte Trialoge]]></title>
      <description><![CDATA[Mit dezenten Klanglandschaften, energischem Schlagabtausch, verdichteten improvisierten Trialogen und gelegentlichen expressiven Ausbrüchen gestalteten europäische…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Mit dezenten Klanglandschaften, energischem Schlagabtausch, verdichteten improvisierten Trialogen und gelegentlichen expressiven Ausbrüchen gestalteten europäische Künstlerinnen und Künstler am 3. Mai den zweiten Konzertabend des Music &amp; More Impro Festivals in München.</em></p><p>Text: Christina M. Bauer, Fotos: Stefan Hämmerle</p><p>Unkonventionelle Mittel und rare Besetzungen, damit startet am 3. Mai der zweite Konzertabend des Music &amp; More Impro Festivals im Münchner Kulturzentrum Einstein. Beides ist gerade in der Szene improvisierender Musikerinnen und Musiker wesentlich verbreiteter als anderswo und wird bei diesem insgesamt dreitägigen Festival in verschiedenen Trios (und einem Duo) zelebriert. Die meisten der eingeladenen europäischen Künstlerinnen und Künstler haben vorher noch nicht zusammen musiziert. Den Anfang des Konzertabends macht denn auch gleich eine Begegnung der Münchner Vibrafonistin und Multiinstrumentalistin Marja Burchard, der spanischen Schlagzeugerin Lucìa Martínez und des slowenischen Schlagzeugers Zlatko Kaučič. Dass im Lauf des Auftritts von allen dreien variierende Schlegel und Stöcke, davon abgesehen Klangröhren (Martínez), Kronkorkenketten, Perlen und Alufolie (Burchard), Cymbals in der Funktion von Trommelschlegeln (Kaučič) und vieles mehr Verwendung finden, untermalt die beständige Suche nach erweiterten musikalischen Mitteln. Festlegungen gibt es nicht, alle drei spielen sich unmittelbar ihre spontanen Ideen zu und es gilt für jede und jeden von ihnen zu hören, wohin es als nächstes gehen soll. Die drei finden sofort in einen angeregten Ideenfluss, der sich im Lauf ihres Auftritts vielgestaltig verändert. Dem raschen Ineinandergreifen von Geräuschen, Tönen und Klangfarben in einem launigen Trialog stehen zurückhaltende, fast meditative Passagen gegenüber. Findet Burchard vereinzelt zu melodischen Linien am Vibrafon, liefern sich Martínez und Kaučič wiederum einen Dialog zwischen energischem Schlagabtausch an den Drumsets und dezenter Unterhaltung, bei der die Percussion mit Fingern und Händen geklopft wird. Ab und an ergänzen die drei flötenähnliche Instrumente und sangliche Vokalisierungen, die den Auftritt um eine Passage mit der Anmutung einer rituellen schamanischen Zeremonie erweitern.</p><p>Eine sich fortwährend manchmal nur um winzige Nuancen verändernde Landschaft aus Klangschichten und Soundflächen formen im zweiten Set des Abends die polnische Künstlerin Marta Warelis am Konzertflügel, die slowenische Violinistin Ana Kravanja und der spanische Saxofonist Don Malfon. Warelis agiert meist im Innenleben des Flügels mit wechselnden Mitteln unmittelbar an den Klaviersaiten, um dem schließlich einige rasant an den Tasten improvisierte, wild durcheinander wirbelnde Linien entgegenzusetzen. Im kreativen Austausch mit ihr spielt Kravanja mit Bogen und zwischen die Saiten geklemmten Stäben oft ganz dezent variierte Sounds und Töne an der Violine, deutet demgegenüber aber gelegentlich nahezu folkloristische, melodische Motive an. Malfon lässt klangverändernde Objekte in den Trichter des Saxofons wandern, setzt Dosen als variierende, erweiternde Resonanzräume ein, verwendet oft wenige Einzeltöne und Überblastechniken und spielt mal den Saxofonkorpus ähnlich einer Flöte, mal das Mundstück als schnarrendes Musikinstrument. Über weite Strecken konzentrieren sich die drei auf das Formen, Schichten und Integrieren sich minimal ändernder Sounds und Töne und kontrastieren das gelegentlich mit eruptiven Ausbrüchen.</p><p>Im letzten Set des Abends treffen schließlich die dänische Posaunistin Maria Bertel sowie Kontrabassist Àlex Reviriego und Schlagzeuger Joni Sigil aus Spanien aufeinander. Bertel nutzt Effektpedale, um den Klang der Posaune zu verändern. Gleich zu Anfang setzt sie einen voluminösen, markant verzerrten Sound ein, der das Set für einen Moment in die Nähe eines Metalkonzertes rückt, um alsbald wieder andere Wege einzuschlagen. Dem setzt Reviriego sofort umso höhere, violinartige Töne am Kontrabass entgegen. Im Lauf des Sets kommen bei ihm zwischen die Saiten geklemmte Stäbe genauso zum Einsatz wie das Spielen einer sehr locker gespannten tiefen, stark schwingenden Saite mit dem Bogen und verschiedene Percussiontechniken am Bass. Schlagzeuger Sigil ergänzt komplexe rhythmische Akzente, entlockt anderswo wiederum umgedrehten Schlagzeugbecken klangschalenartige Sounds und nutzt selbst eine Jacke mit quietschendem Synthetikstoff als Geräuschquelle. Die drei variieren zwischen wabernden Drone Sounds, lose interagierendem Wechselspiel, musikalischer Verdichtung und vereinzelten expressiven Ausbrüchen. Alle Musikerinnen und Musiker sowie etwa einhundert Zuhörerinnen und Zuhörer zelebrieren an diesem Abend die Möglichkeiten frei improvisierter Musik in einmaligen künstlerischen Begegnungen. Die letzten Konzerte des diesjährigen Festivals finden am 4. Mai nachmittags statt.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1f07590e-affa-4068-b278-90c521488556/uploads/images/544bpvrnhd/1_DSC_9984_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 1: Das erste Set spielten Zlatko Kaučič, Marja Burchard und Lucìa Martínez (v.l.)</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1f07590e-affa-4068-b278-90c521488556/uploads/images/qppjp4c37w/2_DSC_0003_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 2: Lucìa Martínez ergänzt Unkonventionelles</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1f07590e-affa-4068-b278-90c521488556/uploads/images/xqqhresgia/3_DSC_0203_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 3: Im zweiten Set waren zu hören: Marta Warelis, Ana Kravanja und Don Malfon (v.l.)</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1f07590e-affa-4068-b278-90c521488556/uploads/images/t3znapczk5/4_DSC_0187_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 4: Ana Kravanja an der Violine</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1f07590e-affa-4068-b278-90c521488556/uploads/images/who5ptudj4/5_DSC_0388_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 5: Im dritten Set begegneten sich Maria Bertel, Àlex Reviriego und Joni Sigil (v.l.)</em></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Kurzkritik]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/1f07590e-affa-4068-b278-90c521488556/uploads/images/544bpvrnhd/1_DSC_9984_onl.jpg?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Sun, 04 May 2025 14:30:27 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[Groove, Soul, Humor: China Moses]]></title>
      <description><![CDATA[In ihren Songs lässt China Moses Einflüsse von Soul über Blues bis Jazz und R'n'B elegant aufeinandertreffen. Am 2. Mai spielte die Künstlerin mit ihrem Vibe Tribe ein…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>In ihren Songs lässt China Moses Einflüsse von Soul über Blues bis Jazz und R&#39;n&#39;B elegant aufeinandertreffen. Am 2. Mai spielte die Künstlerin mit ihrem Vibe Tribe ein Konzert voll Groove, Sensibilität und Humor im Jazzclub Unterfahrt.</em></p><p>Text und Fotos: Christina M. Bauer</p><p>Sie macht es ein wenig spannend. Für den ersten Song des Abends lässt sich China Moses von ihrer Band erst einmal auf die Bühne spielen. So ist das Rhythmusfundament der vier Musiker solide eingegroovt, als sie schließlich auftritt und die Geschichte einer Freundin erzählt, die sie zum gespielten Song inspiriert hat. &quot;Breaking Point&quot; ist bluesgefärbt und intensiv, und Moses gibt damit zu einem wesentlichen Teil die Richtung vor für ihr Konzert. Der beschwingte zweite Song &quot;Watch Out&quot; wirkt da wie eine heitere Entgegnung und bringt noch eine Komponente ins Spiel, die Moses&#39; Musik und insbesondere ihre Livekonzerte ausmacht: Humor. Damit ist im Wesentlichen das Spannungsfeld abgesteckt, in dem sie und ihre Band mit souveränem Zusammenspiel, anspruchsvollen Soli und einnehmendem Groove ihren dreistündigen Liveauftritt bestreiten.</p><p>Markant, rauh und rauchig begibt sich die Sängerin mit dem über Selbstakzeptanz verfassten Stück &quot;It&#39;s okay&quot; in die Gefilde des Bluesrock. Anderswo macht sie mit der sensiblen Ballade &quot;Another Night&quot; eine für tourende Künstlerinnen und Künstler besondere Erfahrung zum Thema, die Wucht des Alleinseins nach einem Auftritt. Auf ihre ganz eigene Art und Weise verarbeitet sie aber auch Erfahrungen, die für viele Menschen mit unserer modernen Lebenswelt verknüpft sind. So ist &quot;Disconnected&quot; eine heitere Reflexion über den Wunsch nach einer echten, menschlichen Begegnung in einer allzeit vernetzten und dabei oft oberflächlichen, schnelllebigen Gesellschaft. In &quot;I can be happy&quot; setzt sich die Künstlerin charmant mit den Tücken des modernen Onlinedatings auseinander und beschert dem Publikum bei der Gelegenheit eine ihrer quasi-kabarettistischen Moderationen.</p><p>So wie dieser möglicherweise witzigste Part des Abends ist aber auch der zweifellos traurigste mitten aus dem Leben gegriffen. Über den erschütternden Angriff auf den Club Bataclan hat die US-Künstlerin, die selbst fast ihr gesamtes Leben lang sehr eng mit der Stadt Paris verbunden ist, einen Song geschrieben. Es zeichnet Moses&#39; künstlerischen Stil aus, dass sogar diese nachdenkliche Komposition voll tiefer Melancholie musikalisch gesehen Groove hat. Ein Spektrum an gegensätzlichen Erfahrungen und Gefühlen bringt die Sängerin genauso zusammen wie eine entsprechende Palette an gesanglichen Klangfarben, Stimmungen und Nuancen. Einmal mehr hat sie sich mit ausgezeichneten Musikern der internationalen Szene umgeben. Im Zusammenspiel wie solistisch kann jeder von ihnen glänzen, der deutsche Tastenkünstler Ilja Ruf, Gitarrist Jerome Cornelis und Bassist Emmanuel Sunee aus der französischen Jazzszene und der britische Schlagzeuger Ebow Mensah alias &quot;Lox&quot;.</p><p>Zweifellos einige Highlights setzen Sunees Basssoli, die vom soulig-sanglichen Solo über rasant-virtuose Passagen bis zum lässigen Slap Bass reichen. Am Flügel und Keyboard mischt mit Ilja Ruf außerdem ein sehr vielversprechender Newcomer der deutschen Jazzszene mit. Den erst 23-jährigen holte Moses buchstäblich einen Tag vor dem Tourneestart für einige Konzerte in die Band, da, wie es gar nicht so selten vorkommt, ein Musiker kurzfristig ausfiel. Für den ausverkauften Jazzclub Unterfahrt ist es wie für manch anderen Club ein Kompliment, dass Moses dort immer noch genauso gern auftritt wie in größeren Konzertsälen. Am Tag vor dem Clubgig spielte sie mit ihrer Band in der Oper Bonn beim dortigen Jazzfest, am heutigen Samstag wird sie in Halle beim Festival Women in Jazz konzertieren.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/df1d0bb6-6320-4245-914d-433f05dc4960/uploads/images/6hsbjonh5a/1_DSC_0978_Kopie_onl.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 1: China Moses beim Konzert im Jazzclub Unterfahrt am 2. Mai 2025</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/df1d0bb6-6320-4245-914d-433f05dc4960/uploads/images/2leo4o7y3k/2_DSC_0996_1_Kopie_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 2: Ilja Ruf, Jerome Cornelis, Emmanuel Sunee, Ebow Mensah (&quot;Lox&quot;) und China Moses (v.l.)</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/df1d0bb6-6320-4245-914d-433f05dc4960/uploads/images/hotexf3utx/3_DSC_1002_1_Kopie_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 3: Ilja Ruf, Jerome Cornelis, China Moses, Emmanuel Sunee und Ebow Mensah (&quot;Lox&quot;) (v.l.)</em></p><p></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Kurzkritik]]></category>
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      <pubDate>Sat, 03 May 2025 12:17:30 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Elan und Feinsinn: Spannendes Jazzquartett]]></title>
      <description><![CDATA[Balancierter Klangfarbenreichtum, einfallsreiche Melodik, rhythmische Komplexität und ausdrucksstarke improvisierte Soli: Bassistin Kaisa Mäensivu, Schlagzeugerin…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Balancierter Klangfarbenreichtum, einfallsreiche Melodik, rhythmische Komplexität und ausdrucksstarke improvisierte Soli: Bassistin Kaisa Mäensivu, Schlagzeugerin Mareike Wiening, Vibrafonistin Sasha Berliner und Saxofonistin Nicole McCabe zeigten sich am 29. April im Jazzclub Unterfahrt in München als spannendes Jazzquartett.</em></p><p>Text und Fotos: Christina M. Bauer</p><p>Vier Frauen, fünf Länder, zehn Konzerte: Auf ihrer derzeitigen Tour durch europäische Jazzclubs konzertierten Kaisa Mäensivu, Mareike Wiening, Sasha Berliner und Nicole McCabe am 29. April im Münchner Jazzclub Unterfahrt. Die jungen Künstlerinnen aus Finnland, Deutschland und den USA sind in den vergangenen Jahren bereits alle mit eigenen Bands in Erscheinung getreten, für die sie Musik komponieren. Sie haben Alben veröffentlicht und wurden verschiedentlich ausgezeichnet. So war Wiening 2022 mit ihrer Band und 2024 als Schlagzeugerin für den Deutschen Jazzpreis nominiert, Berliner wurde bereits 2020 im Critics Poll des Downbeat zum Rising Star am Vibrafon gewählt. Mäensivu wurde beim Pori Jazz Festival zum Rising Star gekürt, McCabe für eine Residency bei Betty Carter&#39;s Jazz Ahead ausgewählt.</p><p>Dass sich die vier begegnet sind, hat, wie es nicht selten ist, mit der internationalen Anziehungskraft der Jazzszene von New York zu tun. Durch eine Initiative der finnischen Basskünstlerin entstand schließlich das Frauenquartett, das in München mit Elan ins Konzert startet. Berliner macht den Anfang mit schimmernden Up-tempo Linien am Vibrafon, denen sich das Ensemble eine nach der anderen anschließt. Die gespielte Komposition &quot;U.M.M.G.&quot; von Billy Strayhorn hat die 26-jährige selbst für das Quartett arrangiert. In der lässigen, rhythmusbetonten Interpretation wechseln facettenreich gestaltete Solopassagen an Vibrafon und Saxofon mit einem spannenden Dialog von Kontrabass und Schlagzeug.</p><p>Einen Kontrast setzt das Quartett umgehend mit einem balladesk voranfließenden, fast etwas verträumten Stück von Wiening. In dem findet Mäensivu in ein erstes kernig-federndes, dabei romantisch anmutendes Solo am Kontrabass. Im Weiteren konzentrieren sie und Wiening sich in einigen Kompositionen vor allem darauf, mit einem dichten rhythmischen Fundament Berliner und McCabe anzutreiben. Die wiederum wechseln zwischen eingängigen, melodieführenden Passagen und improvisierten Soli, in denen sie ein Spektrum von dezent geformten Linien bis zu vereinzelten expressiven Ausbrüchen einsetzen. Mäensivu und Wiening treten aber auch immer wieder selbst mit anspruchsvollen Soloparts in Erscheinung. Da es zumindest bis jetzt kein für dieses Quartett verfasstes Repertoire gibt, steuern alle vier Musikerinnen einige ihrer Kompositionen oder Arrangements bei. So gibt es etwa von McCabe ein eingängiges, melodisches Stück zu hören, von Mäensivu die reflektierte, klangmalerische Komposition &quot;Shadow Mind&quot;. Die Ende April in Wien gestartete Tour führt das Quartett noch bis 4. Mai durch europäische Jazzclubs.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/e6c2c37d-dcad-40bd-8710-2e5b57a51392/uploads/images/qjecyx5mpo/1_Quartett_im_Konzert_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 1: Sasha Berliner, Kaisa Mäensivu, Nicole McCabe und Mareike Wiening (v.l.) im Jazzclub Unterfahrt am 29.04.2025</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/e6c2c37d-dcad-40bd-8710-2e5b57a51392/uploads/images/rotq53cvpd/2_Maensivu_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 2: Kontrabassistin Kaisa Mäensivu</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/e6c2c37d-dcad-40bd-8710-2e5b57a51392/uploads/images/gpdvm4qzqj/3_Wiening_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 3: Mareike Wiening am Schlagzeug</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/e6c2c37d-dcad-40bd-8710-2e5b57a51392/uploads/images/veo6q76agv/4_Berliner_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 4: Sasha Berliner am Vibrafon</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/e6c2c37d-dcad-40bd-8710-2e5b57a51392/uploads/images/ckyjal5x5c/5_McCabe_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 5: Saxofonistin Nicole McCabe</em></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Kurzkritik]]></category>
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      <pubDate>Wed, 30 Apr 2025 15:23:47 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Im Moment: Music & More Impro Festival]]></title>
      <description><![CDATA[Musik frei improvisieren, ganz aus dem Moment heraus in der unmittelbaren Interaktion: Dafür bringt das Music & More Impro Festival vom 2.-4. Mai europäische…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Musik frei improvisieren, ganz aus dem Moment heraus in der unmittelbaren Interaktion: Dafür bringt das Music &amp; More Impro Festival vom 2.-4. Mai europäische Künstlerinnen und Künstler auf die Bühne des Kulturzentrums Einstein in München.</em></p><p>Melodisch, geräuschhaft, harmonisch, skurril, experimentell, dicht verwoben oder luftig im Raum mäandernd, vieles ist vorstellbar, aber nichts ist gewiss. Die Musik entsteht ohne jedwede vorherige Festlegung unmittelbar im Moment durch die Interaktion der Musikerinnen und Musiker. Dieser Art des Musizierens widmet sich das Music &amp; More Impro Festival und bringt vom 2.-4. Mai frei improvisierende Musikerinnen und Musiker aus verschiedenen Ländern Europas auf die Bühne. Veranstaltungsort ist das Einstein Kultur in München. Seit dem Start im Jahr 2016 fand das Festival in unregelmäßigen Zeitabständen abwechselnd in München und Barcelona statt. Zur diesjährigen fünften Ausgabe finden sich nun erneut viele Künstlerinnen und Künstler aus Spanien ein, aber auch die Szenen in Deutschland, Slowenien, Frankreich, Österreich, Großbritannien, Polen und Dänemark sind repräsentiert. Es fällt dabei positiv ins Auge, dass genau so viele Künstlerinnen wie Künstler mitwirken und kaum eines der auftretenden Trios oder Duos eine reine Männerveranstaltung ist.</p><p>Die Münchner Vibrafonistin Marja Burchard ist wie einige weitere Kreative schon seit der zweiten Ausgabe des Festivals 2018 mit von der Partie. Die Slowenin Ana Kravanja bringt Violine und Stimme mit, die Französin Christine Abdelnour spielt Saxofon. Marta Warelis aus Polen ist an den Tasten zu hören, Maria Bertel aus Dänemark an der Posaune. Aus Spanien sind Jordina Millà am Klavier, Lucìa Martínez am Schlagzeug und Tänzerin Sònia Sánchez dabei. Ihre männlichen Gegenüber sind die Musiker Agustí Fernández, Àlex Reviriego, Dieb13, Don Malfon, John Butcher, Joni Sigil, Vasco Trilla und Zlatko Kaučič. Nicht selten gehen sie in Besetzungen auf die Bühne, in denen sie bisher noch nicht zusammen gespielt haben. Die Musik steht im Mittelpunkt, wird aber immer wieder um weitere Disziplinen erweitert. So wie Sònia Sánchez den Aspekt des Tanzens mit einbringt, kommen durch den bildenden Künstler Constantin Luser aus Wien Skulpturen dazu. Das Programm hat großenteils Festivalinitiatorin Sophie Graber gestaltet.</p><p>Text: Christina M. Bauer</p><p>Fotos: Geert Vandepoele, Joan Cortès</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f12c4f21-2d89-4e72-b023-e4ad1b91fd7b/uploads/images/rw76fyoy63/MMI_Marta_Warelis___Geert_Vandepoele.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 1: Marta Warelis ist an den Tasten zu hören (Foto: Geert Vandepoele)</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/f12c4f21-2d89-4e72-b023-e4ad1b91fd7b/uploads/images/hokbq7wnhq/MMI_Sonia_Sanchez___Joan_Cortes_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 2: Sònia Sánchez bringt den Aspekt des Tanzes mit ein (Foto: Joan Cortés)</em></p><p>Festivalwebsite mit Programm:</p><a href="https://www.mmi-festival.com/">https://www.mmi-festival.com/</a>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[News]]></category>
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      <pubDate>Mon, 28 Apr 2025 20:25:41 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Jubiläum: 20. Women in Jazz]]></title>
      <description><![CDATA[Das 20. Women in Jazz Festival in Halle bringt ab dem 25. April bis zum 16. Mai einmal mehr Bandleaderinnen, Komponistinnen und Solistinnen aus aller Welt mit sehr…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Das 20. Women in Jazz Festival in Halle bringt ab dem 25. April bis zum 16. Mai einmal mehr Bandleaderinnen, Komponistinnen und Solistinnen aus aller Welt mit sehr unterschiedlichen Ensembles auf die Bühne.</em></p><p>Text: Christina M. Bauer, Fotos: Mitsuru Nishimura, Sony Promotion</p><p>Musikerinnen nach vorn, das ist seit 2006 das wesentliche Anliegen des Festivals Women in Jazz in Halle. Es ist in dieser Form in Europa einzigartig und konnte seit dem Start insgesamt bereits mehr als 100.000 Besucherinnen und Besucher in die Saalestadt lotsen. Eine reine Frauenveranstaltung ist es aber keineswegs. Es stimmt: Künstlerinnen stehen hier mehr als sonst als Bandleaderinnen, Komponistinnen und Solistinnen im Mittelpunkt. In den meisten der Ensembles mischen aber zahlreiche Musiker mit. Initiator und Festivalmacher ist außerdem Ulf Herden, Inhaber des Cultour-Büro Halle. Für die diesjährige 20. Ausgabe hat er nun erneut Künstlerinnen aus aller Welt eingeladen, um in der Georg-Friedrich-Händel Halle und der Georgenkirche zu konzertieren. Einige Konzerte finden bereits ab dem 25. April statt, das Kernprogramm dann vom 2.-16. Mai.</p><p>Das Programm bringt Newcomerinnen und veritable Jazzstars gleichermaßen auf die Bühne und ist insgesamt in Stil und Besetzung vielfältig. Gleich am 25. April sind zwei der jüngsten Musikerinnen zu hören, Vibrafonistin Carlotta Ribbe und Vokalistin Anna-Karina Barthel. Mit ihrem Duo Klangwelten dürfen sie den diesjährigen Jazzpreis der Stadt Halle entgegennehmen. Die zweite Konzerthälfte spielt das Jazzkollektiv Halle mit Solistin Rieko Okuda am Klavier. Nicht wenige der Veranstaltungen des Festivals sind als Doppelkonzerte gestaltet. Herausragende und stilistisch sehr unterschiedliche Klavierkünstlerinnen werden am Konzertflügel Platz nehmen, von sehr etablierten Musikerinnen wie Hiromi und Julia Hülsmann bis zu spannenden Protagonistinnen der jungen Szene wie Kasia Pietrzko, Johanna Summer oder Katharina Alber. Bei den Sängerinnen finden sich renommierte Stimmen der internationalen Szene wie China Moses, Youn Sun Nah und Rebekka Bakken sowie bereits gut etablierte junge Künstlerinnen wie Mirna Bogdanovic. An Bass und Stimme mit von der Partie ist Ida Nielsen. Von Seiten des deutschen Jazz mischen weitere Künstlerinnen wie Saxofonistin Charlotte Greve und Posaunistin Antonia Hausmann mit, an Trompete und Stimme wird die junge spanische Künstlerin Andrea Motis zu hören sein.</p><p>Bigbands wie die Landesjugendbigband Sachsen-Anhalt sind gleichermaßen vertreten wie Chöre, etwa der renommierte Jazzchor Freiburg. Selbst Ballett wird integriert, in der Begegnung von Tänzerinnen und Tänzern des Balletts Halle mit Musikern der Staatskapelle. Für ergänzende Formate wie Open-Air Konzerte, Musikspaziergänge und Jazzpicknicks werden die Veranstaltungsorte ins Grüne hinaus erweitert um die Peißnitzinsel und den Schlossgarten Merseburg. In den vergangenen Jahren wurde das Festival bereits verschiedentlich ausgezeichnet, etwa als Ort der Ideen im Land der Ideen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/ae18c469-d2bc-4baf-9284-6c9b1db38ac6/uploads/images/oxp5n5qie2/Hiromi5_cr_Mitsuru_Nishimura_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 1: Hiromi spielte 2006 das erste Women in Jazz Konzert (Foto: Mitsuru Nishimura)</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/ae18c469-d2bc-4baf-9284-6c9b1db38ac6/uploads/images/unxejah4sh/rebekka_bakken__2018_739_-_Rechte_Sony_Promotion_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 2: Rebekka Bakken war ebenfalls bereits beim Festival dabei (Foto: Sony Promotion)</em></p><p>Festivalwebsite mit Programm:</p><a href="https://www.womeninjazz.de/">https://www.womeninjazz.de/</a>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[News]]></category>
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      <pubDate>Fri, 25 Apr 2025 18:28:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA["Das war ein wenig Zufall": Irene Reig]]></title>
      <description><![CDATA[In ihren kontrastreichen Originalstücken treffen oft expressive Soli auf dicht verwobenes Ensemblespiel. Und einen bald hundert Jahre alten Jazzstandard wie John Greens…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>In ihren kontrastreichen Originalstücken treffen oft expressive Soli auf dicht verwobenes Ensemblespiel. Und einen bald hundert Jahre alten Jazzstandard wie John Greens &quot;Body and Soul&quot; interpretiert Saxofonistin Irene Reig mit so viel Feeling, dass dem Publikum fast die Sektgläser schmelzen. Mit ihrem neuen Quartett spielt sie in wenigen Wochen ihr nächstes Repertoire ein. Im Interview mit her music, her story spricht die Künstlerin über die Entdeckung des Saxofons, ihre frühe Begeisterung für Jazz, ihre Studien zwischen Barcelona, Amsterdam und Philadelphia, die Ideen für ihre zahlreichen Kompositionen und darüber, warum sie trotzdem gern Jazzstandards spielt.</em></p><p>Text, Interview (engl. Podcast) und Fotos: Christina M. Bauer</p><p>Quintett, Trio oder das Oktett Bop Collective: Seit ihrem 2017 veröffentlichten Debut &quot;Views&quot; hat Saxofonistin Irene Reig bereits für mehrere Ensembles Musik komponiert. Einiges davon fand seinen Weg in die Musikwelt durch das in ihrer Heimatstadt Barcelona ansässige junge Künstlerkollektiv The Changes, mit dem sie ein Festival organisiert und Alben herausbringt. Charlie Parker, Cannonball Adderley und der von ihnen einst in die Clubs gebrachte flotte, expressive Bebop-Stil zählten in Jugendjahren zu Reigs Vorbildern. In manchen ihrer Kompositionen macht sich das bemerkbar, die aber noch von variierenden anderen Stilen von Swing bis Straight Ahead durchzogen sind. Im spannenden Quintett Alto for Two mit …</p><p><a href="https://steady.page/10fefc98-418a-4ddd-b68f-032f63f4f792/posts/d5d9f43b-bb17-4d13-8870-a0e5e38b65b1">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Interviews und Porträts]]></category>
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      <pubDate>Fri, 25 Apr 2025 10:16:37 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA["Immer etwas Neues": Ania Paz]]></title>
      <description><![CDATA[Ania Paz ist Jazzmusikerin, Dozentin, vor allem aber: Komponistin. In ganz jungen Jahren zog es sie schon dazu, eigene Stücke anzufertigen. Über die Universalsprache des…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Ania Paz ist Jazzmusikerin, Dozentin, vor allem aber: Komponistin. In ganz jungen Jahren zog es sie schon dazu, eigene Stücke anzufertigen. Über die Universalsprache des Jazz integriert sie heute auf originelle Art musikalische Elemente aus den verschiedensten Kulturen Lateinamerikas. Im Interview mit her music, her story spricht die peruanische Künstlerin über ihre Wahlheimat Berlin, ihren musikalischen Werdegang zwischen variierenden Stilen und Kontinenten, ihre Sicht auf die Kunst des Komponierens und darüber, warum sie abgesehen von Tourneen noch heute gerne auf Jam Sessions spielt.</em></p><p>Text und Interview (Podcast): Christina M. Bauer, Fotos: Dovile Sermokas, Christina M. Bauer</p><p>&quot;Algo más&quot;, auf deutsch &quot;Etwas mehr&quot;, das lässt sich mit der musikalischen Biografie von Ania Paz  in einen stimmigen Zusammenhang bringen. Es ist die erste Komposition, die sie beim Konzert im Jazzclub Unterfahrt mit ihrem Trio am 4. April präsentiert. Dezent, reflektiert spielt sie sich in die Komposition hinein, findet immer wieder ungewöhnliche…</p><p><a href="https://steady.page/10fefc98-418a-4ddd-b68f-032f63f4f792/posts/6f3557ff-f42c-49c2-b6b5-54817046ec26">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Interviews und Porträts]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/6f3557ff-f42c-49c2-b6b5-54817046ec26/uploads/images/yv4bjmnh3j/1_Ania_Paz_Foto_Dovile_Sermokas_onl.jpg?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Tue, 08 Apr 2025 18:29:25 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Bezaubernde Jazzharfe: Isabelle Olivier]]></title>
      <description><![CDATA[Atmosphärisch, kontrastreich, vielschichtig: Ein elegant aufgefächerter und mit Liebe fürs Detail gewobener musikalischer Bilderbogen begegnet den Zuhörenden auf dem…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Atmosphärisch, kontrastreich, vielschichtig: Ein elegant aufgefächerter und mit Liebe fürs Detail gewobener musikalischer Bilderbogen begegnet den Zuhörenden auf dem Album &quot;Impressions&quot;. Die französische Harfenistin Isabelle Olivier hat das Repertoire in ihrem dafür um sich gescharten Ensemble mit Klavier, Akkordeon, Streichquartett, Schlagzeug, Percussion und Electronics am 21. März in Kanada und den USA über ihr eigenes Musiklabel Rewound Echoes veröffentlicht. In Europa erschien die außergewöhnliche Einspielung bereits im November. Es sind sechzehn bezaubernde Eigenkompositionen, die sich hier mehr dem Impressionistischen, dort mehr dem Jazz, manchmal dem Folkloristischen, anderswo einer zeitgenössischen atonalen Klangerkundung oder der völlig freien Improvisation aus dem Moment heraus annähern. Es gelingt Olivier, die variierenden stilistischen Einflüsse balanciert und stimmig in einen einnehmenden, melodischen Erfindungsreichtum, dezent aufgebaute Spannungsbögen und durchdachte Kontrastsetzungen zu integrieren.</p><p>Einer bedächtig fließenden (u.a. &quot;Fleurs de Soleil&quot;) oder heiteren (u.a. &quot;Eclats&quot;) Melodik stehen anderswo atmosphärische Improvisation (u.a. &quot;Fog on the Lake&quot;), temperamentvoller Tango (&quot;Tango&quot;) oder abstrakte Geräuscherkundungen (u.a. &quot;At night&quot;) gegenüber. Fragil in Pastellfarben getupfte Stücke (u.a. &quot;Evanescence&quot;) werden kontrastiert durch rhythmisierte Kompositionen (u.a. &quot;La Gare&quot;). Abwechselnd agieren dabei Harfe, Streicher, Klavier oder Akkordeon melodieführend. Die Harfe wandelt sich, ist in den verschiedenen Kompositionen teils Rhythmusinstrument, Harmoniegeber oder schlicht eine in flirrenden Einzeltönen eingespielte Klangfarbe. Im Ensemble mit von der Partie sind an Klavier und Akkordeon Tom Olivier-Beuf, an den Violinen Mathias Naon und Anne Le Pape, an der Viola Cyprien Busolini, am Cello Jean-Philippe Feiss, am Schlagzeug Baptiste Thiebault und an den Electronics Raphael Olivier.</p><p>Inspirieren ließ sich Isabelle Olivier zu ihrem Repertoire von Gemälden, etwa von Paul Cézanne, Vincent van Gogh, Claude Monet oder Mary Cassatt, aber auch von Musik, etwa Werken von Béla Bartók oder Maurice Ravel. Ebenfalls inspirierend wirkte auf sie &quot;Impressions&quot; von Jazzikone John Coltrane. Es passt ins Bild, dass seine Frau Alice Coltrane einst selbst eine der frühen Pionierinnen der Harfe im Jazz war. Auf Spuren wie ihrer und der von Jazzharfenistin Dorothy Ashby wandeln heute junge Künstlerinnen wie Brandee Younger und schlagen mit moderner Stilintegration ganz neue Wege ein. Isabelle Olivier zelebriert wiederum auf ihre Weise die unzähligen Möglichkeiten der Harfe, die sich in ihren Kompositionen manchmal noch etwas mehr dem Klassischen annähert. Die Künstlerin konnte inzwischen bereits ihr dreißigjähriges Bühnenjubiläum feiern. In diesen drei Jahrzehnten hat sie mit zahlreichen Repertoires, internationalen Tourneen und variierenden Ensembles der Jazzharfe eine Menge neue Bühnen erschlossen.</p><p>Text: Christina M. Bauer</p><p>Fotos: Piero Ottaviano, Franck Rougeau</p><p></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/5d771b7a-8715-40a5-94f5-69306956c766/uploads/images/nrirpxhfba/Isabelle_Olivier_-_Impressions_-_visuel_2_-_photo_by_Piero_Ottaviano_onl.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Foto 1: Isabelle Olivier (Foto: Piero Ottaviano)</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/5d771b7a-8715-40a5-94f5-69306956c766/uploads/images/znzqptgbab/Impressions_concert_3_photo_by_Franck_Rougeau_onl.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Foto 2: Das Ensemble im Konzert (Foto: Franck Rougeau)</p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Kurzkritik]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/5d771b7a-8715-40a5-94f5-69306956c766/uploads/images/nrirpxhfba/Isabelle_Olivier_-_Impressions_-_visuel_2_-_photo_by_Piero_Ottaviano_onl.jpeg?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Tue, 25 Mar 2025 17:34:50 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Luft nach oben: Frauen in Bigbands]]></title>
      <description><![CDATA[Der 8. März ist Weltfrauentag in vielen Ländern weltweit und in drei davon, Großbritannien, den USA und Australien, ist der März darüber hinaus Women's History Month.…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Der 8. März ist Weltfrauentag in vielen Ländern weltweit und in drei davon, Großbritannien, den USA und Australien, ist der März darüber hinaus Women&#39;s History Month. Geht es beim Weltfrauentag um gleiche Rechte und Möglichkeiten, feiert der Women&#39;s History Month bedeutende Errungenschaften von Frauen in der Geschichte in den unterschiedlichsten Bereichen.  Beides ist etwas ganz Wesentliches in der Musik und Musikgeschichte. An etablierten großen Formationen wie Bigbands im Jazz lässt sich dabei beispielhaft nachvollziehen, wo sich in dieser Hinsicht über die Zeit etwas verändert hat und wo möglicherweise (noch) nicht so viel. Eine Menge Bigbands und Jazzorchester waren in der Vergangenheit reine Männerveranstaltungen und sind es nicht selten sogar heute noch. Es sind musikalisch hervorragende Formationen dabei, die in dieser Hinsicht aber manchmal wenig Vielfalt oder Geschlechterparität repräsentieren. Angesichts der Vielzahl hervorragender Musikerinnen in der Szene ist das oft kaum nachzuvollziehen.</p><p>Wer sich etwa die Mitglieder der insgesamt vier deutschen Rundfunkbigbands ansieht, findet dort derzeit genau zwei Musikerinnen. In der WDR Big Band spielt Karolina Strassmayer Saxofon, in der NDR Bigband mischt Gitarristin Sandra Hempel mit. Das war&#39;s, jedenfalls im Moment. Die Bigbands von hr und SWR haben keine weiblichen Mitglieder. Zumindest kann man feststellen: Alle vier Bigbands kooperieren ab und an mit Komponistinnen, Dirigentinnen oder Solistinnen für gemeinsame Konzerte oder Aufnahmen, neben den natürlich ebenfalls für solche Kooperationen eingeladenen männlichen Pendants. So hat die WDR Big Band in den vergangenen Jahren bereits die ausgezeichnete junge US-Vokalistin Jazzmeia Horn, die spanische Trompeterin und Sängerin Andrea Motis, die argentinische Vokalistin Sabeth Pérez mit ihrem Vater Gabriel (Klarinette, Saxofon) und die israelische Klarinettistin Anat Cohen mit ihren Brüdern Avishai und Yuval an Trompete und Saxofon für Kooperationen nach Deutschland geholt. Die eingeladenen Künstlerinnen hatten dafür meist eigene Kompositionen im Gepäck.</p><p>Für einige ihrer spannendsten Kooperationen luden wiederum innerhalb weniger Jahre sowohl die SWR Big Band als auch die WDR Big Band die japanische Bigband- und Klavierlegende Toshiko Akyioshi ein. Beide Formationen arbeiteten außerdem mit der renommierten US-Bigbandleiterin und Komponistin Maria Schneider. Zu den langjährigen Kooperationen der SWR Big Band zählt die mit Sängerin Fola Dada. Konzerte gab es in der jüngeren Vergangenheit außerdem mit den Vokalistinnen Silje Nergaard, Isabella Lundgren und Sinne Eeg. Bei der WDR Big Band sangen bereits Kandace Springs und Ledisi. Die NDR Bigband lud in den vergangenen Jahren unter anderem die britische Klavierkünstlerin, Dirigentin und Komponistin Nikki Iles, die originelle US-Bigbandleiterin und Komponistin Carla Bley, die britische Saxofonistin Trish Clowes und die griechische Percussionistin Evi Filippou ein. Bei der hr-Bigband sangen US-Sängerin Lizz Wright, die portugiesische Vokalistin Cristina Branco und die brasilianische Künstlerin Luciana Souza, es gab Kooperationen mit Saxofonistin Theresia Philipp, Posaunistin Shannon Barnett und Klavierkünstlerin, Dirigentin und Komponistin Miho Hazama. Die genannten sind einige der Kooperationen, bei denen die deutschen Rundfunkbigbands insbesondere auch weibliche Künstlerinnen und ihre Musik in den Mittelpunkt gestellt haben, es gab und gibt davon noch einige mehr. An Möglichkeiten mangelt es nicht.</p><p>Was die festen Bandbesetzungen betrifft, kann man aber derzeit ohne Weiteres feststellen: Da ist noch Luft nach oben. In manchen der zahlreichen anderen Bigbands und großen Ensembles in der freien Jazzszene ist die Situation etwas mehr in Balance. Es waren und sind zumindest teilweise namhafte Künstlerinnen wie die bereits genannten Bigbandleiterinnen Toshiko Akiyoshi, Carla Bley und Maria Schneider, die hier etwas Wesentliches angeregt und beigesteuert haben. Ganz unterschiedliche Bigbands, Jazzorchester und größere Ensembles werden heute von Frauen initiiert und geleitet, die oft selbst die Musik dafür komponieren. Ob sie dann aber auch weitere Musikerinnen in die Bands holen, ist ein anderes Thema. Das in Köln beheimatete Fuchsthone Orchestra von Christina Fuchs und Caroline Thon hat einschließlich der beiden Bandleaderinnen 22 Mitglieder, von denen ein Drittel Frauen sind. Die Monika Roscher Bigband hat 20 Mitglieder, einschließlich Roscher selbst sind zumindest vier davon Frauen. Das ist im Vergleich zu nicht wenigen anderen Bigbands und großen Jazzensembles bereits einiges. Formationen wie das zwölfköpfige Sarah Chaksad Large Ensemble, wo Frauen tatsächlich die halbe Band stellen, sind aber weiterhin rar. Dann gibt es noch die (wenigen) Künstlerinnen, die auch Mal eine reine Frauencombo um sich scharen. Das außergewöhnliche Ensemble Shamania von Percussionistin Marilyn Mazur etwa bringt gleich zehn Künstlerinnen vor allem aus dem skandinavischen Raum zusammen ins Studio und auf die Bühne.</p><p>Wer nun denkt, sicher ist im einstigen Ursprungsland des Jazz, den USA, in Bigbands und großen Ensembles einiges schon längst ausgeglichener verteilt, staunt möglicherweise bei etwas genauerem Hinsehen. Ein anschauliches Beispiel dafür ist das Jazz at Lincoln Center Orchestra, das auf seine Art die Jazztradition ins heute bringt. In den nun schon über drei Jahrzehnten seines Bestehens gab es zwar Kooperationen mit Musikerinnen, eine Frau als Bandmitglied allerdings nicht. Wie die UK Jazz News und der US-amerikanische Downbeat in den vergangen Wochen berichteten, ist Saxofonistin Alexa Tarantino die erste.</p><p>Text und Foto: Christina M. Bauer</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/b611274c-4e8e-4ccd-916f-7244719f678b/uploads/images/rylyy57cwn/1_DSC_2205_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto: Das Sarah Chaksad Large Ensemble besteht zur Hälfte aus Frauen</em></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[News]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/b611274c-4e8e-4ccd-916f-7244719f678b/uploads/images/rylyy57cwn/1_DSC_2205_onl.jpg?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Wed, 12 Mar 2025 19:24:20 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[Songs aus Kenia: Kasiva Mutua]]></title>
      <description><![CDATA[Vielschichtige Texturen und Klangfarben entstehen aus variierenden afrikanischen Rhythmen, Call and Response Gesang, jazzigen Holz- und Blechbläserpassagen und…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Vielschichtige Texturen und Klangfarben entstehen aus variierenden afrikanischen Rhythmen, Call and Response Gesang, jazzigen Holz- und Blechbläserpassagen und folkloristischen bis weltmusikalischen Riffs und Patterns an Gitarren, Bass und Keys. Der meist dunkle, samtige Gesang von Kasiva Mutua, der ab und zu in flirrende hohe Register wechselt, ist dabei meist melodieführend. Die Lyrics sind in afrikanischen Sprachen wie der Bantusprache Kamba verfasst. Die kenianische Künstlerin Mutua hat allerdings für ihre ungewöhnliche Einspielung &quot;Desturi&quot; (&quot;Traditionen&quot;), die nach langem Vorlauf am 14. Februar über das Musiklabel Delicious Tunes veröffentlicht wurde, auch Gitarre und Percussion mit eingespielt. Insgesamt sind nicht weniger als 17 Musiker und Musikerinnen an dem Gesamtkunstwerk beteiligt, das von Nairobi aus nun seinen Weg in die Kulturwelt findet. Afrikas Frauen, ihr Leben, ihre Geschichten und Möglichkeiten stehen thematisch oft im Mittelpunkt der mit Tempo und Temperament, anderswo mit Zurückgenommenheit und Zartheit erzählten Songs.</p><p>Dass Mutua Musik macht, ist dabei nicht neu, dass sie ihre Stimme, Lyrics und eine solche Besetzung gefunden hat, aber schon. Die setzt sie nun ein für einen gelungenen künstlerischen Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne. Für Kultur und insbesondere für Frauen in der Kultur engagiert sich die kenianische Künstlerin bereits seit Jahren. So ist sie eine der bis heute wenigen Frauen, die afrikanische Trommeln und Percussion spielen. Damit es noch einige mehr werden, versammelte sie um sich ein rares weibliches Trommelkollektiv und nannte es Motramusic. Kooperationen brachten sie bisher bereits mit US-Jazzkünstlern wie Kirk Whalum, aber auch mit etablierten afrikanischen Musikern wie Oliver Mtukudzi auf die internationalen Festivalbühnen.</p><p>Als Sprecherin, Moderatorin und Netzwerkerin ist sie inzwischen ebenfalls vielen bekannt. OkayAfrica wählte sie zu den 100 einflussreichsten Frauen Afrikas. Sie wurde Global Fellow des amerikanischen TED Programms, das sich für internationale Vernetzung und Weiterentwicklung einsetzt. In ihrer Online-Veranstaltungsreihe Vibe na Queen stellt sie Musikerinnen aus Kenia und ihre Geschichten vor. Ihr neues Repertoire wird sie im April mit einem Ensemble bei der europäischen Jazzmesse jazzahead! in Bremen live präsentieren. Damit ist Kasiva Mutua eine von sehr wenigen Frauen, die dieses Jahr für die insgesamt acht Bands der dortigen Overseas Programmlinie ausgewählt wurden. Die Trommel beschreibt die charismatische Musikerin selbst als eine Möglichkeit, Gefühle auszudrücken, Erfahrungen zu teilen und Geschichten zu erzählen. Dass sie dafür nun noch ihre (Gesangs-)Stimme gefunden hat, ist eine gute Neuigkeit und ganz im Sinne des ihrer Heimat Afrika gewidmeten Songs &quot;Twende mbele&quot; (&quot;Lass uns vorangehen&quot;).</p><p>Text: Christina M. Bauer</p><p>Foto/Artwork: Elie Obati &quot;Kidd Volt&quot;</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0ccfd060-65c5-421c-bcd0-2ea89cabdbf0/uploads/images/w6mhljofdb/Single_Cover_-_Twende_Mbele_-_artwork_and_photo_by_Elie_Obati_Kidd_Volt.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Kurzkritik]]></category>
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      <pubDate>Sat, 01 Mar 2025 19:25:46 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[In allen Farben: Katarina Ehmki]]></title>
      <description><![CDATA[Frauengesichter, Frauenfiguren, aber auch träumerische Naturmotive und Abstraktes in kräftigen Farben: Am 16. Februar wurde im Jazzclub Unterfahrt in München eine neue…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Frauengesichter, Frauenfiguren, aber auch träumerische Naturmotive und Abstraktes in kräftigen Farben: Am 16. Februar wurde im Jazzclub Unterfahrt in München eine neue Ausstellung eröffnet. Die meisten der Bilder sind in den vergangenen zwei Jahren entstanden. Gemalt hat sie Katarina Ehmki, die sich vorher einige Jahrzehnte als Programmmacherin und Agenturinhaberin mit Musik beschäftigt und zahlreiche Bands auf die Bühne etwa des Jazz Sommers und des Night Clubs im Bayerischen Hof gebracht hat. Dass die Malerei für sie schon viel früher ein Thema war, zeigt ein großformatiges Bild von zwei Frauen am Strand aus dem Jahr 2000. Die neueren Gemälde wiederum sind zwar meist kleinformatiger, lassen ihre Motive und die dafür inzwischen teilweise verwendeten reliefartigen Sandelemente aber oftmals in intensiven Farben strahlen. In den nächsten Wochen sind sie nun der visuelle Rahmen für die im Jazzclub sonst vor allem gehörte Kunst. Dieses Zusammenspiel wurde denn auch gleich nach der Vernissage erstmals erprobt mit einer Jam Session um Guido May, der sich wechselnde Musikerinnen und Musiker anschlossen, etwa die Sängerinnen Lisa Wahlandt und Nina Michelle.</p><p>Text und Fotos: Christina M. Bauer</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/fdcfbc99-b76d-4ab6-83f9-b6c86a3b7148/uploads/images/uj4g5b63wm/1_DSC_2278_Kopie.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 1: “Der blaue Engel”: Frauen stehen in Ehmkis Bildern öfter im Mittelpunkt</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/fdcfbc99-b76d-4ab6-83f9-b6c86a3b7148/uploads/images/mzbujcc5ce/2_DSC_2274_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Fotos 2 und 3: Die Motive mancher der neuesten Gemälde sind abstrakt</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/fdcfbc99-b76d-4ab6-83f9-b6c86a3b7148/uploads/images/v7kpb3vfmf/3_DSC_2280_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/fdcfbc99-b76d-4ab6-83f9-b6c86a3b7148/uploads/images/scy6vuppmo/4_DSC_2277_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 4: Das Bild der beiden Frauen am Strand entstand bereits im Jahr 2000</em></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[News]]></category>
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      <pubDate>Tue, 18 Feb 2025 10:40:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Inspiriert von Poesie und Folklore]]></title>
      <description><![CDATA[Bei ihrem ersten Konzert in München gelang Kateryna Kravchenko und Arthur Clees eine elegante Verbindung von zarter Weltenrücktheit, dramatischem Ausdruck und…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Bei ihrem ersten Konzert in München gelang Kateryna Kravchenko und Arthur Clees eine elegante Verbindung von zarter Weltenrücktheit, dramatischem Ausdruck und origineller Improvisation zwischen Folklore, Jazz und Kammermusik.</em></p><p>Text und Fotos: Christina M. Bauer</p><p>Gesang, feenhaft, hell und oft in den hohen Lagen, verwoben mit einer breiten Palette an Melodien, Harmonien und Staccato-Patterns am Vibrafon, in einem fein abgestimmten Wechselspiel, in dem sich ein einfallsreiches Repertoire zwischen Jazz und Folklore, improvisierter Musik und romantischer Kammermusik entfaltet. Da haben sich zwei mit einer gemeinsamen künstlerischen Idee gefunden, die junge ukrainische Vokalistin Kateryna Kravchenko und der Vibrafonist Arthur Clees aus Luxemburg. Seit zwei Jahren gibt es das Duo der beiden, die sich beim Studium an der Musikhochschule in Dresden kennenlernten. Clees ist noch dort, während Kravchenko inzwischen für ein Kompositions- und Gesangsstudium nach Köln gezogen ist. Ihr Repertoire, für das beide komponieren, wollen sie aber natürlich weiterhin zusammen auf die Bühnen bringen und ausbauen. Gegen Ende des Jahres soll es dann voraussichtlich per Tonträger veröffentlicht werden. Bis dahin sind die zwei vor allem live zu hören, wie bei ihrem ersten Konzert in München im Jazzclub Unterfahrt am 11. Februar.</p><p>Am Anfang mancher Komposition stand ein Gedicht, für das Kravchenko und Clees die Musik fanden. So geschehen mit &quot;Auf einem Felde&quot; des ukrainischen Dichters Vasyl Stus, mit Werken des amerikanischen Lyrikers William Williams und mit &quot;Manchmal&quot; von Hermann Hesse, für das Kravchenko ausnahmsweise auf Deutsch singt und nicht wie sonst meistens auf Englisch oder Ukrainisch. Einigen Folksongs ihrer Heimat lässt sie mit Clees eine jazznahe Interpretation angedeihen und ergänzt Originale, die ganz ohne Anknüpfungspunkte in Poesie oder Folklore entstanden sind. Vom zarten Flüstern bis zum ausdrucksstarken folkloristischen Gesang voller Melismen und Verzierungen, vom poetischen Rezitativ bis zum originell improvisierten Scatsolo zeigt sich Kravchenko als wandlungsfähige Vokalistin. Clees bringt im Wechselspiel ein elegantes harmonisches Fundament, langgezogene flirrende Einzeltöne und melodische Linien ein und vermag dabei dem Vibrafon ein breites Spektrum an Klangfarben und Nuancen zu entlocken.</p><p>So gelingt den beiden mit relativ wenigen musikalischen Mitteln eine Menge Wirkung. Manches an der Musik macht dabei den Eindruck, als könnten jederzeit Streicher einsetzen. Dass Kravchenko in den vergangenen Jahren bereits eine Suite für Large Ensemble komponiert hat und in Konzerten mit Clees und dem Beethoven Orchester Bonn aufgetreten ist, passt da ins Bild. Ihre Suite wurde inspiriert von den Gemälden der ukrainischen Künstlerin Maria Prymachenko, die in ihrer kriegsgeplagten Heimat ganz unverhofft durch mutige Bürger vor der Zerstörung bewahrt wurden. Bewahrung und Schutz, Zerstörung, Veränderung und Wiederaufbau, Unabhängigkeit und Reflexion über Aspekte des Lebens und der Gesellschaft sind auch in vielen anderen von Kravchenkos Kompositionen Thema.</p><p>Als Duo wurden sie und Clees bereits mit dem Grand Prix der internationalen Jazz Juniors Competition in Krakau und dem Kammermusikpreis im Ensemblewettbewerb der Musikhochschule Dresden ausgezeichnet. Kravchenko war außerdem Mitglied des Gutenberg Jazz Collective 2023 und wurde für das Programm Betty Carter&#39;s Jazz Ahead des Kennedy Centers eingeladen. Man darf gespannt sein, wohin ihre künstlerischen Wege in der nächsten Zeit führen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/262ddc09-488a-4ecd-96aa-1572093af9eb/uploads/images/acutnxwhng/1_DSC_0843_cmb_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 1: Mit Gesang und Vibrafon gestalten Kateryna Kravchenko und Arthur Clees ein feinsinniges Repertoire</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/262ddc09-488a-4ecd-96aa-1572093af9eb/uploads/images/2qrweq6zsl/2_DSC_2266_cmb_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 2: Seit zwei Jahren gibt es das ungewöhnliche Duo</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/262ddc09-488a-4ecd-96aa-1572093af9eb/uploads/images/lh7uqqd6qu/3_DSC_0847_cmb_onl.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 3: Ab Herbst könnte die Musik auf Tonträger zu hören sein</em></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Kurzkritik]]></category>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/262ddc09-488a-4ecd-96aa-1572093af9eb/uploads/images/acutnxwhng/1_DSC_0843_cmb_onl.jpg?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
      <link>https://steady.page/10fefc98-418a-4ddd-b68f-032f63f4f792/posts/262ddc09-488a-4ecd-96aa-1572093af9eb</link>
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      <pubDate>Sat, 15 Feb 2025 19:21:58 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Strahlende Musik: Anastasia Wolkenstein über Sparks & Visions]]></title>
      <description><![CDATA[Jazz ist für sie innovativ und glitzert und funkelt in allen Farben. So nannte Anastasia Wolkenstein das von ihr 2023 in Regensburg initiierte Festival Sparks&Visions.…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Jazz ist für sie innovativ und glitzert und funkelt in allen Farben. So nannte Anastasia Wolkenstein das von ihr 2023 in Regensburg initiierte Festival Sparks&amp;Visions. Das brachte die Agenturinhaberin und Festivalmacherin dort vom 24.-26. Januar bereits zum dritten Mal auf die Bühne des stilvollen klassizistischen Theaters. Darauf, dass in dem anspruchsvollen, modernen und kontrastreichen Programm Musikerinnen mitmischen, legt sie Wert. So standen in den insgesamt acht Combos dieses Mal zehn Künstlerinnen aus aller Welt als Frontfrauen und Ensemblespielerinnen im Rampenlicht, natürlich zusammen mit zahlreichen ausgezeichneten Künstlern: Simin Tander, Evi Filippou, das Frauenquartett O.N.E. von Monika Muc, Kamila Drabek, Patrycja Wybrańczyk und Kateryna Ziabliuk, Anissa Nehari, Yanna Pelser, Harpreet Bansaal und Zuza Jasinka. Im Interview mit her music, her story gab Anastasia Wolkenstein am zweiten Konzerttag vor Ort Einblicke in ihre Ideen zum Festival, die bisherigen Entwicklungen und den spannenden Prozess der Künstler(innen)findung.</em></p><p>Text, Interview und Fotos: Christina M. Bauer</p><p></p><p><em>her music, her story: Du hast zum dritten Mal dieses bemerkenswerte Festival in Regensburg im klassizistischen Theater auf der Bühne: &quot;Sparks and Visions&quot;. Das ist entstanden in einer Zeit, in der es gar nicht so leicht ist für die Kultur. Da gab es Corona vor wenigen Jahren, vielerorts sind Budgeteinsparungen ein Thema. Du hast dich das trotzdem getraut und das aufgebaut. Hier ist die Stimmung super, das Publikum ist begeistert. Es kommen eine Menge Leute, um sich das anzuhören, und die Künstlerinnen und Künstler sind sehr angetan. Hat sich das so entwickelt, wie du es am Anfang erwartet hast?</em></p><p>Anastasia Wolkenstein: Es ist tatsächlich so jetzt, wie ich es mir gewünscht habe. Wir sind zwar bisher nicht ausverkauft, aber das ist völlig in Ordnung. Wir sind auf einem guten Weg, es kommen von Jahr zu Jahr mehr Leute und das, obwohl ich keine Big Names präsentiere. Es ist ein Entdeckerfestival und es ist Voraussetzung für jemanden, der hierher kommt, dass er entdeckungsfreudig ist und offen, und das ist passiert. Es ist so, dass viele Menschen hierher kommen, die noch nie in einem Jazzkonzert waren. Der Vorteil ist natürlich dieses Haus, dieses wunderschöne Theater, das Leute anzieht, weil es so eine spezielle Atmosphäre bietet. Aber…</p><p><a href="https://steady.page/10fefc98-418a-4ddd-b68f-032f63f4f792/posts/e5a6eed3-29d5-4a34-9668-75bd92b75913">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Interviews und Porträts]]></category>
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      <pubDate>Tue, 28 Jan 2025 17:25:42 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Kreatives Original: Erika Stucky]]></title>
      <description><![CDATA[Jazzsängerin und Schauspielerin Erika Stucky ist eine der originellsten Künstlerinnen der Schweiz. Im Jahr 2020 ehrte sie ihre Heimat mit dem Grand Prix Musik für ihre…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Jazzsängerin und Schauspielerin Erika Stucky ist eine der originellsten Künstlerinnen der Schweiz. Im Jahr 2020 ehrte sie ihre Heimat mit dem Grand Prix Musik für ihre ungewöhnlichen, energiegeladenen Performances zwischen Blues und Jodeln, Jazz, Folk und Rock, Oper und Inszenierung. Genregrenzen waren für sie noch nie ein Thema, und auch mal etwas kantig, schrullig oder widerspenstig sein gehört für sie zur Kunst dazu. Ihre Kooperationspartner stammen aus der Schweiz und aller Welt, etwa Jamaaladeen Tacuma, Christy Doran, Fredy Studer, George Gruntz, Knut Jensen, Terry Edwards, Steffen Schorn, Jon Sass und unzählige weitere. Im Interview (Podcast) mit her music, her story gibt die Künstlerin Einblicke in ihre alljährliche Jahreswendetournee, einige ihrer neuesten künstlerischen Produktionen einschließlich Field Recordings am Gletscher, Highlights und…</p><p><a href="https://steady.page/10fefc98-418a-4ddd-b68f-032f63f4f792/posts/bb121ed4-118b-492b-ab2d-89c3e1665742">Auf Steady weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Interviews und Porträts]]></category>
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      <pubDate>Fri, 17 Jan 2025 17:21:24 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Atmosphäre und Temperament]]></title>
      <description><![CDATA[Das Munich Composers Collective um Gregor Hübner, die Trondheim Voices um Sissel Vera Petersen und Dichterin Christine Yohannes sorgten im Konzert am 11. Januar in…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Das Munich Composers Collective um Gregor Hübner, die Trondheim Voices um Sissel Vera Petersen und Dichterin Christine Yohannes sorgten im Konzert am 11. Januar in München für einen stilintegrierenden, facettenreichen Auftakt für das diesjährige Out of the Box Festival.</em></p><p>Text: Christina M. Bauer, Fotos: Stefan Hämmerle</p><p>Es war eine erstmalige Kooperation: Zum Auftakt des diesjährigen Out of the Box Festivals spielte das Munich Composers Collective um Komponist und Violinist Gregor Hübner in der Münchner Tonhalle im Werksviertel ein gemeinsames Konzert mit den aus Norwegen angereisten Trondheim Voices um Vokalistin Sissel Vera Petersen. Das Collective besteht aus Absolventinnen und Absolventen der Hochschule für Musik und Theater München, von denen die meisten bei Hübner in den vergangenen Jahren Jazzkomposition oder Jazzimprovisation für Streicher studiert haben. Neben Hübner selbst steuern sie oft stilistisch vielseitige eigene Kompositionen zum Repertoire bei. Das immerhin zu einem Drittel weiblich besetzte Collective wechselte sich im Konzert mit dem für seinen atmosphärisch-harmonischen Gesang bekannten norwegischen Frauenensemble aus Trondheim teilweise ab, bei einem Werk traten sie zusammen als Großensemble auf.</p><p>In der ersten Konzerthälfte präsentierte das Collective einige Kompositionen aus dem bestehenden Repertoire der vergangenen Jahre. Für diese hatten die Komponierenden ein breites stilistisches Spektrum integriert, von modernem Bigband Jazz über Einflüsse von Latin Jazz und Swing bis zu Elementen zeitgenössischer und improvisierter Musik sowie Electronics. Das Dirigat übernahm Violinistin Tanja Amelyanenka, eine Musikerin des Collective. Kontraste setzten die Trondheim Voices mit harmonischen Gesangspassagen und Dichterin Christine Yohannes aus Addis Abeba, die zwischen den Stücken Spoken Word Beiträge rezitierte. Die hatten es in sich, brachten dem Publikum künstlerische Kritik an Rassismus, Diskriminierung und Klischees, aber auch an Luxuswahn und Habgier näher und wurden mit der entsprechenden Verve vorgetragen.</p><p>Gegen Ende des Konzerts stand die Uraufführung der von Hübner für dieses Festival verfassten Komposition &quot;Genetic Memory&quot; mit dem Munich Composers Collective und den Trondheim Voices. Einmal mehr bewies der Komponist Sinn für abgestufte Dynamik und elegante Dramaturgie, die das für diesen Konzertteil nun von ihm dirigierte Ensemble mit entsprechendem Feinsinn und Schwung auf die Bühne brachte. Energetische, temporeiche Ensemblepassagen wurden verschiedentlich kontrastiert durch den Übergang etwa in grazile Streicherkantilenen, einen komplett solistischen Beitrag am Jazzsaxofon oder atmosphärisch schwebenden Gesang. Einen überaus charmanten Kontrast setzte darüber hinaus eine nahtlos in die Gesamtkomposition integrierte Sequenz für Jazzklaviertrio. Anders als bei manchen der mit einigem Tempo und Temperament abgeschlossenen vorherigen Kompositionen bestand der Ausklang des Stücks in einer reflektierten, harmonischen Gesangspassage der Trondheim Voices. Harmonischer Wohlklang, spannende Texturen, Temperament und zeitgemäße Gesellschaftskritik, ein gelungener Auftakt für Out of the Box.</p><p>Das findet nun über drei Wochen an mehreren Orten in München und insgesamt erstmals in zehn verschiedenen Städten statt. Wie bei der letzten der bisher drei Festivalausgaben im Jahr 2022 sind wieder mehrere Uraufführungen dabei. Tatsächlich erstmals in dieser Form vertreten sind auch Komponistinnen, die größere Auftragswerke verfasst haben. So bringt etwa das O/Modernt Kammerorchester das Werk &quot;Mirror Memory&quot; der iranischen Komponistin Golfam Khayam auf die Bühne, in dem Sängerin Haleh Seyfizadeh und Violinist Hugo Ticciati solistisch mitwirken. &quot;The Patience of Trees&quot; von Dobrinka Tabakova entstand zwar nicht für das Festival, gelangt aber erstmals in Deutschland zur Aufführung. Jazzsängerin und Schauspielerin Jelena Kuljić wirkt bei mehreren Veranstaltungen mit. Wie alle Beiträge stehen diese im Kontext des diesjährigen Themenschwerpunkts &quot;Resonance of Time&quot;.</p><p>Das Festival integriert verschiedene künstlerische Disziplinen und so treffen die zahlreichen musikalischen Beiträge auf variierende Formate von Spoken Word über modernen Tanz bis zu Installationen und Inszenierungen. Bei einem improvisierten Werk der Trondheim Voices ausgehend von Beiträgen von Festivalgästen zum Thema Erinnerung hat Festivalmacherin Martina Taubenberger dieses Mal selbst mitgewirkt.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/a6d8b7d1-2122-40d8-90aa-1272d0dbb347/uploads/images/dowey4jlel/1_DSC_9630_k.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 1: Musiker vor dem Konzert in einer Installation von Plastique Fantastique</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/a6d8b7d1-2122-40d8-90aa-1272d0dbb347/uploads/images/3566d54iqf/2_DSC_9641_k.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 2: Das Munich Composers Collective</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/a6d8b7d1-2122-40d8-90aa-1272d0dbb347/uploads/images/yokpf6lrde/3_DSC_9676_k.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 3: Tanja Amelyanenka dirigierte die erste Konzerthälfte</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/a6d8b7d1-2122-40d8-90aa-1272d0dbb347/uploads/images/qghg4oei65/4_DSC_9681_k.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto 4: Dichterin Christine Yohannes und Gregor Hübner</em></p><p></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Kurzkritik]]></category>
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      <pubDate>Tue, 14 Jan 2025 18:24:44 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Ein frohes Jahr 2025!]]></title>
      <description><![CDATA[Her music, her story wünscht allen noch möglichst friedliche und frohe Feiertage und einen ebensolchen Start in ein neues Jahr mit viel Interessantem, Facettenreichem…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Her music, her story wünscht allen noch möglichst friedliche und frohe Feiertage und einen ebensolchen Start in ein neues Jahr mit viel Interessantem, Facettenreichem und Vielseitigem zum Lesen, Anhören und Anschauen!</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/548ca1ad-5346-40f1-b382-0eb737b0cc62/uploads/images/ffutgrlbel/Konzert_Foto.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[News]]></category>
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      <pubDate>Wed, 01 Jan 2025 12:23:54 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Norwegischer Jazz: Liv Andrea Hauge Trio]]></title>
      <description><![CDATA[Liv Andrea Hauge, Georgia Wartel Collins und August Glännestrand zeigten sich bei ihrem Konzert im Jazzclub Unterfahrt am 18. Dezember als sensibel interagierendes,…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Liv Andrea Hauge, Georgia Wartel Collins und August Glännestrand zeigten sich bei ihrem Konzert im Jazzclub Unterfahrt am 18. Dezember als sensibel interagierendes, einfallsreich improvisierendes Trio und als hervorragende Solist(inn)en.</em></p><p>Text und Foto: Christina M. Bauer</p><p>Am Konzertflügel Jazzharmonien mit Klarheit und Eleganz und eine eingängige, fast popmusikalisch anmutende Melodie, am Kontrabass sonores, warmes und präzises Spiel mit einfallsreichen Soloparts und damit verknüpft ein subtiles Rhythmusgeflecht mit wirkungsvollen Percussionelementen: Gleich mit der ersten Komposition etablierten Liv Andrea Hauge, Georgia Wartel Collins und August Glännestrand einige wesentliche Elemente ihres Konzerts. Die drei jungen Norweger sind jede und jeder für sich ausgezeichnete Solist(inn)en, die sich zu einem bemerkenswerten Trio zusammengefunden haben. Ihr Auftritt im Jazzclub Unterfahrt in München war Teil einer Tournee, die ihnen der Zenith Award des Europe Jazz Network dieses Jahr eingebracht hat. Hauge hat für ihr Trio Stücke komponiert, in denen es aber immer weite Räume für improvisierte und solistische Passagen gab. Die verstanden die drei einfallsreich zu nutzen, bewiesen Sinn für ein sensibles Zusammenspiel, durchdachte Dynamik und Dramaturgie.</p><p>Die Komposition &quot;Istid&quot; (deutsch: Eiszeit) etwa ging von anfänglich frei schwirrenden Melodieschnipseln und dezent gesetzten perkussiven Sounds über in ein melodisches Thema, das sich im weiteren Verlauf veränderte und in einem lockeren Ineinandergreifen geräuschhaft improvisierter Parts auflöste, bis sich Wartel Collins am Bass und Glännestrand an der Percussion in eine spannungsgeladene Duo-Improvisation hineinspielten und schließlich ganz grazil Hauge am Klavier wieder mit einsetzte. Traumwandlerisch zeigte sich &quot;We are&quot; mit lyrischer Melodik, zarten Harmonien und einer quasi-meditativen Solopassage an der Percussion. Die folkloristisch anmutende Jazzkomposition &quot;Gullregn&quot; (deutsch: Goldregen) hat Hauge einem ihrer Idole, Keith Jarrett, gewidmet. Leicht und intuitiv wechselten die Musiker zwischen Komponiertem und immer wieder neu und anders ausgeloteten Improvisationen und gestalteten fließende Übergänge zwischen den Stücken. Ein spannendes junges Trio, das die etablierten Sphären des nordischen Jazz um frische Ideen erweitern kann.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/469720f2-3bf4-464b-b9f0-149a60c0c743/uploads/images/dhccvek3eh/Liv_Hauge_Trio_Konzert_2024_online_cmb.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Foto: Georgia Wartel Collins, Liv Andrea Hauge und August Glännestrand (v.r.) im Jazzclub Unterfahrt am 18.12.2024</em></p>]]></content:encoded>
      <category><![CDATA[Kurzkritik]]></category>
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      <pubDate>Sun, 22 Dec 2024 18:56:43 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Junge Jazztalente im BMW Doppelkegel]]></title>
      <description><![CDATA[Susi Lotter und Marina Schlagintweit, zwei der Preisträgerinnen des diesjährigen BMW Young Artist Jazz Award, stellten am 14. Dezember in einem kontrastreichen…]]></description>
      <category><![CDATA[Kurzkritik]]></category>
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      <pubDate>Mon, 16 Dec 2024 18:38:29 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[Artist in Residence in München: Jazzmusikerin Kasia Pietrzko]]></title>
      <description><![CDATA[Kasia Pietrzko ist derzeit für ein Vierteljahr in München, um Konzerte zu spielen, zu komponieren und Kontakte zur hiesigen Musikszene zu knüpfen. Das ermöglicht ihr…]]></description>
      <category><![CDATA[News]]></category>
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      <pubDate>Wed, 04 Dec 2024 18:08:42 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[Leichtigkeit und Melancholie: Tuija Komi]]></title>
      <description><![CDATA[Tuija Komi lebt mit dem Gesang. Sie singt Jazz Standards, Popsongs und Tango, manche Songs und Lyrics verfasst sie selbst. Obwohl sich die Tochter eines…]]></description>
      <category><![CDATA[Interviews und Porträts]]></category>
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      <pubDate>Tue, 26 Nov 2024 14:42:00 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Zusammen für den Jazz: Sarah Chaksad]]></title>
      <description><![CDATA[Komponistin, Saxofonistin, Dozentin und Festivalmacherin: Sarah Chaksad gestaltet die Jazzszene schon seit jungen Jahren in variierenden Funktionen mit. Nicht nur…]]></description>
      <category><![CDATA[Interviews und Porträts]]></category>
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      <pubDate>Wed, 28 Feb 2024 07:51:21 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Feinere Nuancen: Andrea Hermenau]]></title>
      <description><![CDATA[Songs und Klavierstücke zwischen Jazz und Folk, zarter Gesang und filigrane Harmonien: In den vergangenen Jahren hat sich Andrea Hermenau ihrem Stil immer mehr…]]></description>
      <category><![CDATA[Interviews und Porträts]]></category>
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      <pubDate>Wed, 14 Feb 2024 14:00:44 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Willkommen bei her music, her story!]]></title>
      <description><![CDATA[Hier kommen Musikerinnen von Jazz über World bis Klassik zu Wort.]]></description>
      <category><![CDATA[News]]></category>
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      <pubDate>Wed, 14 Feb 2024 13:14:53 +0000</pubDate>
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