Liebe Politikinteressierte
Hurra, hurra, die Schweiz steht im Achtelfinal! Wir sind natürlich total begeistert, waren jetzt aber beide nicht frühmorgens an der Langstrasse, um zu feiern. Im Rathuus-Podcast haben wir dafür über die Fussball-WM gesprochen. Wer die 36. Folge verpasst hat, sollte diese unbedingt nachhören. (Si apre in una nuova finestra)
Am Montag ist ein Text erschienen, in dem es um die Berufswahl in der Ära der künstlichen Intelligenz (KI) geht. KI bietet enorme Chancen für mehr Innovation und Effizienz. Doch ebenso gross ist die Gefahr, dass sehr viele Arbeitsplätze verschwinden könnten.
Die Zürcher SVP-Kantonsrätin Jacqueline Hofer ist überzeugt, dass handwerkliche Berufe weiterhin hohe Beschäftigungssicherheit bieten. Die Politikerin, die im Vorstand des KMU- und Gewerbeverbands Kanton Zürich sitzt, hat eine Anfrage eingereicht und möchte vom Regierungsrat wissen, wie Jugendliche bei der Wahl zukunftstauglicher Lehrberufe unterstützt werden. Aus ihrer Sicht braucht es transparente Informationen und zeitgemässe Berufsberatung, damit Jugendliche fundierte Entscheidungen treffen können.
“Ich wünsche mir nicht, dass Jugendliche aus Angst vor KI einen Beruf wählen – sondern aus Überzeugung, weil sie dessen Chancen erkennen”, sagt Hofer gegenüber Rathuus (Si apre in una nuova finestra).
Wir haben noch mehr zu bieten
Am Mittwoch haben wir uns dem Thema Hitze gewidmet. Die Natur und vor allem Jungbäume im urbanen Umfeld haben es in diesen immer heisser werdenden Zeiten schwer, zu gedeihen. So wurden im Winter an der Herman-Greulich-Strasse im Stadtzürcher Kreis 4 mehrere junge Eichen gepflanzt. Nun scheinen zwei davon einzugehen, die Blätter sind vollkommen trocken.
Das wirft Fragen auf, etwa warum Jungbäume absterben und wie sich die Stadt für die gut 22’500 Strassenbäume einsetzt. Zeit, nachzufragen, wie Bäume gepflegt und gewässert werden und wie man der offensichtlich dramatisch fortschreitenden Trockenheit begegnen will. Die Chronologie einer gescheiterten Anfrage bei der Verwaltung. (Si apre in una nuova finestra)
Und zum Schluss noch dies
Im heute Freitag publizierten Text steht die Pensionierung im Mittelpunkt. Denn wie heisst es so schön im legendären Lied von Komiker Peach Weber: “Sun, fun and nothing to do.” So stellt man sich doch das AHV-Leben vor. Pünktlich mit dem 65. Geburtstag werden Herr und Frau Schweizer fröhlich von ihren Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen verabschiedet und in den wohlverdienten Ruhestand entlassen.
Alle sind happy und die frei werdenden Stellen übernehmen junge Fachkräfte im besten Alter. So muss es sein.
Doch die Realität ist eine andere. Die Wirtschaft klagt über Fachkräftemangel, und dummerweise wird das Know-how in die Pensionierung geschickt. Viele ältere Schweizerinnen und Schweizer möchten aber auch nach 65 am Ball bleiben, zumindest in körperlich weniger anspruchsvollen Berufen. Länger arbeiten lohnt sich finanziell jedoch nicht in jedem Fall. Drei Zürcher Kantonsräte, darunter EVP-Regierungsratskandidat Donato Scognamiglio, fordern darum einen Steuerabzug für Seniorinnen und Senioren. (Si apre in una nuova finestra) Aber es braucht auch ein Umdenken bei den Firmen, damit ältere Arbeitskräfte weiterbeschäftigt werden.
Wir wünschen viel Spass beim Lesen.
Liebe Grüsse
Lorenz Steinmann und Pascal Turin