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Was eine sorgfältige Studie wirklich fand

An der Tierärztlichen Fakultät der LMU München lief eine der gründlichsten Untersuchungen im deutschsprachigen Raum (Rettenmeier 2018, aufbauend auf Zollner 2012). Zehn Beagles, 16 Wochen Laufbandtraining, sechs Tage die Woche — Grundlagenausdauer plus Intervalle. Gemessen wurde der Zustand vorher, direkt danach und nach einer Trainingspause: Sauerstoffaufnahme, Herzfrequenz per EKG, Muskeldicke und freie Aktivität.

Das Ergebnis ist für jeden, der aufs Laufband schwört, ernüchternd. Unter Belastung — bei 5, 8 und 12 km/h — gab es keinen Unterschied in der Sauerstoffaufnahme zwischen dem trainierten und dem untrainierten Hund. Die Herzfrequenz unter Belastung sank durch das Training praktisch nicht. In der zusammenfassenden Auswertung beider Studien hatte der Trainingszustand überhaupt keinen signifikanten Einfluss auf Sauerstoffverbrauch oder Herzfrequenz.

Und jetzt die Pointe: Der mit Abstand grösste messbare Effekt im ganzen Versuch war nicht das Training. Es war die Aussentemperatur. Je kälter es draussen war, desto höher der Energieumsatz — ein Effekt, der mögliche Trainingswirkungen schlicht überdeckte. Sechzehn Wochen, sechsmal die Woche. Und das, was die Leistung am stärksten beeinflusste, war das Wetter.

Warum das so ist

Das heisst nicht, dass das Laufband „kaputt" macht oder gar nichts bewirkt. Eine kleine, aber signifikante Zunahme der Muskeldicke gab es durchaus. Die Autoren sind fair: Sie führen das ausbleibende Leistungsplus nicht auf ein nutzloses Gerät zurück, sondern auf nachvollziehbare Gründe.

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