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Meine Philosophie

Warum mache ich das?

Ich arbeite seit 10 Jahren als gelernter Koch in Kindergärten und sehe was Kinder wirklich essen. Nicht in der Theorie, sondern in der Praxis am Tisch. Es geht nicht um komplizierte Rezepte mit ewig langen Zutatenlisten und Mahlzeiten die schick aussehen.
Es sind einfache Mahlzeiten, mit wenig Zutaten, aber dafür hochwertigen Nährstoffen.

Mein Ziel ist genauso einfach wie die Mahlzeiten: Ich möchte Eltern helfen, gesund zu essen. Ohne Stress und ohne Überforderung.

Was Ich unter GESUND verstehen:

Jede Mahlzeit enthält drei Dinge:

Proteine: Für Immunsystem, Transportprozesse, Sättigung und Muskeln
Gesunde Fette: Fürs Gehirn, Hormone und Vitaminaufnahme

Komplexe Kohlenhydrate: Für Energie ohne Blutzuckerachterbahn

Das ist Grundlagenwissen. Wenn diese drei Bausteine auf dem Teller sind, dann ist die Basis gelegt.

Was Du hier NICHT findest:

Industriezucker: Keiner. Nicht versteckt und nicht ‘‘nur ein bisschen’’. Natürliche Süße aus Obst, Honig oder Datteln ist erlaubt, aber bewusst eingesetzt.

Fertigprodukte: Keine Tütensuppen, keine Gewürzmischungen mit Zusatzstoffen. Passierte Tomaten und Kokosmilch ja, aber mit cleanen Zutaten, um es euch so leicht wie möglich zu machen

Komplizierte Rezepte: Keine Mahlzeit dauert länger als 20min. Wenn Brühen und Kartoffeln vorgekocht sind, ist jede Mahlzeit schnell fertig. Außerdem brauchst du nur einen Herd, Backofen und Stabmixer, das war’s.

Was Dich vielleicht überrascht:

Organfleisch: Ich verwende gelegentlich Rinderleber. Kaufe sie frisch ein und friere sie, um sie dann über eine Reibe in kleinen Mengen zu reiben.

Dadurch bekommen Kinder:
Vitamin A (Retinol) in seiner effizientesten Form.
Vitamin B12 in hoher Konzentration
Eisen, das der Körper gut aufnehmen kann
Zink, Kupfer und hochwertige Nährstoffe

Das ist keine Erfindung von mir, das ist essenziell, weil im Muskelfleisch nicht so viele Nährstoffe sind.

Knochenbrühen: 1-2x pro Woche gibt es einen Eintopf. Rind oder Huhn. Brühen beliefern uns mit hochwertigen Nährstoffen wie Kollagen und wichtigen Mineralien. Sie sind gut für den Darm, für die Gelenke und schmecken einfach nach ‘‘echtem Essen’’

Weichgekochte Eier: Eier gehören zu den Lebensmitteln die alle Nährstoffe, außer Vitamin C, besitzen. Wenn Eier aber zu stark erhitzt werden, gehen wichtige B-Vitamine und Cholin verloren.
Deshalb koche ich sie wachsweich, so bleibt das Eigelb cremig und nährstoffreich.

Rohkost zu jeder Mahlzeit: Ein kleiner Teller mit Gurken oder zb Karottensticks gehört immer dazu. Warum? Kauen ist wichtig:

Es regt den Speichelfluss an
Speichel enthält Lysozym, welches dazu beiträgt Bakterien zu neutralisieren und den Mund sowie die Zähne zu schätzen.
Kauen trainiert den Kiefer, was für eine gesunde Zahnentwicklung und Stellung der Zähne wichtig sein kann

Weiche Nahrung alleine reicht da nicht aus.

Thema Gemüse zu verstecken:

Ja ich püriere ich Gemüse wie Karotten, Sellerie, Pilze, Petersilienwurzel, Zwiebeln, Brokkoli, Erbsen. Alles zu einer cremigen Sauce.

ABER: Das ist nur ein Trick, kein Dauerzustand.

Langfristig sollte dein Kind das Gemüse sehen, anfassen und kauen lernen. Das braucht natürlich Zeit. Einige Kinder essen ganze Brokkoliköpfe nach 2 Wochen, andere wiederum brauchen Monate. Beides ist aber völlig normal.

Der Trick überbrückt die Zeit, in der das Kind noch nicht soweit ist, ohne das Nährstoffe auf der Strecke bleiben.

Was ich von Dir Nicht erwarte:

Kein Kind is(s)t gleich

Manche Kinder essen alles, andere finden grünes Gemüse schlimm. Manche Kinder sind sensibel, wiederum andere haben besondere Bedürfnisse und andere durchleben Phasen in denen nur Kartoffeln, Reis oder Nudeln gehen.

Das ist völlig okay.

Meine Wochenpläne sind ein Angebot, kein Befehl! Wenn dein Kind eine Mahlzeit ablehnt, dann ist das kein Versagen, sondern völlig normal.

Kein Zwang am Tisch.

Zwang führt nicht zu gesundem Essen. Zwang führt zu Machtkämpfen, Stress und im schlimmsten Fall zu einem gestörten Verhältnis zum Essen.

Was stattdessen hilft:
Vorleben: Kinder essen, was sie sehen, was Du isst
Anbieten ohne zu drängen: Das Essen liegt auf dem Tisch, du isst und der Rest passiert von selbst
Geduld: Gewohnheiten ändern sich nicht über Nacht

Es kann Monate dauern bis ein Kind neue Lebensmittel akzeptiert, aber es ist wichtig zu verstehen, dass das keine Niederlage ist, sondern Entwicklung.

Die Kurzfassung:

  • Echtes Essen, keine Fertigprodukte

  • frei industriellen Zucker, aber nicht geschmacklos

  • Proteine, Fette, komplexe Kohlenhydrate

  • Brühen, Organfleisch, Eier - unterschätze Lebensmittel

  • Rohkost für Kiefer und Zähne

  • Gemüse verstecken als Brücke, nicht als Dauerlösung

  • Geduld, vorleben, kein Zwang

Schlusswort und Fazit:

Ich möchte die Welt gesünder machen, aber nicht mit verboten oder Belehrungen, sondern mit Plänen und Gewohnheiten die du einfach übernehmen kannst.

Der Rest ist Geduld, mit deinem Kind und mit Dir selbst.

Ich freu mich das du hier bist.

Rob




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