
Du musst dich nicht aufopfern - auch wenn es lange so gelernt war
Es gibt einen Gedanken, der noch immer tief verankert ist. Oft so leise, dass man ihn gar nicht bemerkt.
Dass man sich aufopfern muss.
Für andere.
Für das, was man liebt.
Für seine Aufgabe.
Dass man etwas geben muss, das eigentlich zu viel ist.
Ich sehe das besonders bei Frauen.
Wenn sie in ihre Stärke gehen.
Wenn sie ihre Sexualität leben.
Wenn sie wirklich für etwas stehen.
Oder auch, wenn sie einfach ein guter Mensch sein wollen.
Für andere da sind. Mitfühlen. Halten.
Und irgendwo ist da diese leise Idee:
Dass es nicht ohne Aufopferung geht.
Ich habe das selbst lange so erlebt. Nicht, weil ich es bewusst so wollte. Sondern weil es für mich normal war.
Da sein, auch wenn es mir nicht gut ging. Bleiben, auch wenn ich längst gemerkt habe, dass etwas nicht mehr stimmt.
Und ich habe das verwechselt.
Mit Loyalität.
Ich dachte, ich bin loyal. Dabei habe ich mich selbst verlassen.
Ich glaube, dass das zu einem alten Zeitgeist gehört. Und dass wir beginnen, uns davon zu lösen.
Du musst dich nicht aufopfern, um für andere da zu sein.
Du musst dich nicht verlieren, um etwas zu bewegen.
Und du musst dich auch nicht zurücknehmen, um ein guter Mensch zu sein.
Im Gegenteil.
Ich glaube, dass genau das der Punkt ist, an dem es sich verändert.
Dass du deine Aufgabe leben kannst und es dir dabei gut geht.
Dass du für andere da sein kannst und dich dabei nicht verlierst.
Dass du etwas aufbaust — ohne dich selbst dafür aufzugeben.
Alles andere fühlt sich für mich nicht vollständig an.
Weil viele vor uns genau das getan haben.
Sie haben getragen.
Sie haben gegeben.
Sie haben viel bewegt.
Aber oft nicht wirklich gelebt.
Und ich glaube, dass sich genau das verändert.
Dass beides gleichzeitig möglich ist.
Dass du deinen Weg gehst. Für andere da bist. Etwas bewegst.
Und dabei dein Leben wirklich lebst.
Wenn du merkst, dass genau das der Punkt ist, an dem du stehst — findest du hier den Raum dafür:
— Dani