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Lankower Nordufer: Ein See, viele Erinnerungen und neue Pläne | Hundestrand in Zippendorf? | Bahn erklärt Streichung der ICE-Frühverbindung

30. Januar 2026

Guten Tag,

diese Woche in Schwerin hatte eine stille Hauptrolle: das Glatteis. Kein Schneechaos, keine weißen Straßen. Dafür gefrorene Nässe, die man oft erst bemerkt, wenn man schon ins Rutschen gerät.

Vor allem morgens und abends wurde es tückisch. Gehwege wirkten harmlos, Brücken und Nebenstraßen wurden schnell glatt. Rund um den Pfaffenteich, in der Paulsstadt und auf weniger geräumten Wegen bewegten sich viele vorsichtiger als sonst. Radfahrer stiegen ab, Fußgänger suchten Halt. Große Unfälle blieben aus, aber die Glätte war da: beharrlich, über Tage hinweg.

Und sie bleibt es auch. Heute und in den kommenden Tagen hält sich der Frost (Si apre in una nuova finestra). Tagsüber steigen die Temperaturen kaum über minus drei Grad, nachts wird es deutlich kälter. Niederschläge sind zwar kaum zu erwarten, doch genau das erhöht die Gefahr: Was leicht antaut, friert wieder fest. Besonders in den frühen Morgenstunden bleibt Vorsicht geboten. Erst Anfang der nächsten Woche ist eine leichte Milderung möglich.

Schwerin ist in diesen Tagen eine langsame Stadt. Wer unterwegs ist, sollte sich darauf einstellen. Der Winter ist noch nicht vorbei – und das Glatteis auch nicht.

Heute im KURS-Brief:

  • Lankower Nordufer: Ein See, viele Erinnerungen und neue Pläne

  • Vereidigt, umgedreht, gegangen: 70 Sekunden Stadtvertreter

  • Sparkassen-Kulturpreis vergeben

  • Bahn äußert sich zu ICE-Streichung am Morgen

  • Hundestrand in Zippendorf?

🟠THEMA DER WOCHE

Lankower Nordufer: Ein See, viele Erinnerungen und neue Pläne

Der Lankower See gehört zu den Orten in Schwerin, die tief im kollektiven Gedächtnis verankert sind. Wer hier aufgewachsen ist, verbindet mit ihm Sommer, Freizeit und ein Stück Alltag jenseits der Innenstadt. Baden nach der Schule, Eis vom Kiosk, Minigolf am Wochenende, Kaffee und Kuchen mit Blick aufs Wasser.

Wer heute am Nordufer entlanggeht, trifft auf eine ganz andere Realität: verfallene Gebäude, geschlossene Gastronomie, eine informelle Badestelle ohne offiziellen Status. Genau an diesem Punkt setzt ein neuer politischer Vorstoß an, der am Ende eine größere Frage aufwirft: Was will die Stadt eigentlich mit diesem See?

Der Ortsbeirat Lankow hat beantragt (Si apre in una nuova finestra), die Badegelegenheit am Spielplatz am Nordufer des Lankower Sees wieder offiziell zu einer Badestelle zu ertüchtigen. Der Oberbürgermeister soll beauftragt werden, dafür Fördermittel aus dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“ zu beantragen. Die Verwaltung hat den Antrag geprüft und kommt zu einem klaren Ergebnis (Si apre in una nuova finestra): rechtlich zulässig, inhaltlich sinnvoll, Zustimmung empfohlen. Der Ausschusses für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Digitalisierung der Schweriner Stadtvertretung hat dem Antrag auch mehrheitlich zugestimmt. Demnächst dürfte er nun in der Stadtvertretung beraten werden. Auszugehen ist davon, dass dem Antrag dann auch dort stattgegeben wird. Die Maßnahme ist bereits Bestandteil des Programmantrags 2026 für das Fördergebiet „Sozialer Zusammenhalt Lankow“. Was noch fehlt, ist eine Einzelzustimmung der Kommunalaufsicht.

Hat der Ort eine Perspektive?

Auf dem Papier ist das ein nüchterner Verwaltungsvorgang. In der Sache geht es jedoch um weit mehr als um eine Badebucht und ein paar Fördermittel. Es geht um die Rolle des Lankower Sees als Naherholungsgebiet, um Versäumnisse der vergangenen Jahrzehnte – und um die Frage, ob Schwerin bereit ist, diesem Ort wieder eine Perspektive zu geben.

Denn der Lankower See war nicht immer ein Ort des Stillstands. Bereits 1930 errichtete der Schweriner Arbeitersportverein am Ostufer eine Badeanstalt. Drei Jahre später übernahm die Stadtverwaltung das Gelände und entwickelte es weiter, ähnlich wie das Freibad in Kalkwerder. In den 1950er- und 1960er-Jahren war die Lankower Badeanstalt zeitweise sogar die beliebteste in Schwerin. Tausende Besucher kamen in den Sommermonaten, viele Schulkinder lernten hier schwimmen. Der See war fest im Alltagsleben der Stadt verankert.

Sport- und Erholungsparks „Lankower See“ machte Ort lebendig

Schon früh erkannte die Stadt den Freizeitwert des Gebiets. Bereits in den 1950er-Jahren wurde der Lankower See offiziell zum Naherholungsgebiet erklärt. 1956 entstand am Nordufer eine erste kleine Badestelle. Der nächste große Schritt folgte 1974 mit dem Bau des Sport- und Erholungsparks „Lankower See“. Ein Verkaufskiosk mit großer Terrasse, eine Kegelbahn, Minigolf, Tischtennisplatten und die Möglichkeit, Sportgeräte auszuleihen – das Nordufer war ein lebendiger Ort. Zwei Jahre später eröffnete am Südufer ein weiterer Kiosk, 1976 folgte die Gaststätte „Seeterrasse“, die bis heute vielen Schwerinern ein Begriff ist. Selbst Motocross-Rennen fanden im Umfeld des Sees statt, ohne dass der Charakter des Naherholungsgebiets grundsätzlich infrage gestellt wurde.

Mit der Wende kam der Bruch. Besucherzahlen gingen zurück, Betreiber zogen sich zurück, Investitionen blieben aus. Die große Badeanstalt am Ostufer wurde nach Jahren des Niedergangs 2001 abgerissen. Was folgte, war kein gezielter Umbau, sondern ein schleichender Rückzug der Stadt aus der aktiven Gestaltung. Der Lankower See blieb zwar beliebt – aber ohne Konzept. Bis heute gibt es rund um das Gewässer zahlreiche wilde Badestellen. Wirklich sicher und betreut sind jedoch nur noch zwei: die Badestelle am Südufer, die vom städtischen Eigenbetrieb SDS gepflegt wird, inklusive Müllentsorgung und Aufsicht in den Sommerferien, sowie die informelle Badestelle am Nordufer mit Toilettenbetrieb durch SDS und ZGM.

Nordufer Sinnbild für Strukturproblem

Gerade das Nordufer steht sinnbildlich für das strukturelle Problem. Die Wege entlang der naturnahen Uferkante sind gut ausgebaut und bei Läufern und Radfahrern beliebt. Doch wer hier verweilen möchte, merkt schnell: Es fehlt an Angeboten. Gastronomie gibt es keine mehr, Aufenthaltsqualität kaum. Besonders deutlich wird das am Gebäude der ehemaligen Gaststätte „Lankower Nordufer“. Seit 2018 steht sie leer. Eingeschlagene Fenster, Graffiti, Müll – ein klassischer Lost Place. Dabei war das Haus, 1974 errichtet, über Jahrzehnte ein beliebter Treffpunkt mit Cafébetrieb, Minigolf und Frühschoppen.

Die Stadt will das Gelände gerne neu verpachten, im Erbbaurecht. Das Gebäude hat nur noch einen symbolischen Wert von einem Euro. Der Zustand ist schlecht, der Reparaturstau erheblich. Fenster und Außentüren wurden nach 1990 erneuert, ansonsten ist wenig passiert. Ein neuer Pächter müsste also massiv investieren und vor allem ein tragfähiges Konzept mitbringen. Gegenüber der “Ostsee-Zeitung” kündigte die Stadt im September an, dass man am liebsten die Gaststätte noch im vergangenen Jahr verpachten wolle. Diese Pläne, so scheint es, haben sich inzwischen zerschlagen.

Ob hier wieder eine Gaststätte, ein Café oder etwas ganz anderes entsteht, lässt die Stadt bewusst offen. Der Flächennutzungsplan weist die Fläche überwiegend als Wohnbaufläche aus, ein Bebauungsplan existiert nicht. Handlungsspielraum ist da – aber auch Unsicherheit.

Aufwertung der Badestelle ein wichtiger Schritt

In diesem Kontext bekommt der Antrag des Ortsbeirats ein besonderes Gewicht. Die Aufwertung der Badestelle am Nordufer ist kein Allheilmittel. Aber sie ist ein Baustein. Eine offizielle Badestelle bedeutet Sicherheit, Verlässlichkeit und ein klares Bekenntnis der Stadt zu diesem Ort. Sie schafft Voraussetzungen für weitere Entwicklungen – etwa für Gastronomie oder Freizeitangebote – und sendet ein Signal an mögliche Investoren: Hier passiert etwas.

Das Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ ist dabei kein Zufall. Es zielt genau auf solche Räume, in denen Lebensqualität, soziale Infrastruktur und öffentliche Orte gestärkt werden sollen. Eine Badestelle ist in diesem Sinne keine Luxusmaßnahme, sondern Teil kommunaler Daseinsvorsorge. Gerade in Stadtteilen wie Lankow, die nicht im touristischen Fokus stehen, sind solche Orte wichtig für das soziale Miteinander.

Verwalten oder gestalten?

Am Ende steht eine grundsätzliche Frage: Will Schwerin den Lankower See weiter verwalten – oder endlich wieder gestalten? Der Antrag des Ortsbeirats ist ein Versuch, den Stillstand zu durchbrechen. Er greift die Geschichte des Sees auf, ohne in Nostalgie zu verfallen, und nutzt aktuelle Förderinstrumente, um einen ersten Schritt zu machen. Ob daraus ein umfassendes Freizeit- und Erholungskonzept entsteht, ist offen. Klar ist aber: Ohne politische Entscheidungen und ohne Investitionen wird sich am Nordufer nichts ändern.

Oder anders gesagt: Es geht nicht um die Vergangenheit des Lankower Sees. Die kennt man. Es geht um seine Zukunft – und darum, ob die Stadt bereit ist, sie endlich ernsthaft zu verhandeln.

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🟠KURZ & KLEIN

+++Die Schweriner haben beim Bürgerentscheid (Si apre in una nuova finestra) deutlich gegen den Verkauf und die Bebauung des Spielplatzes und Parks an der Kieler Straße gestimmt. Insgesamt entfielen 31.629 Stimmen auf Ja und 2.431 auf Nein, womit das Quorum klar erreicht wurde und der Entscheid für die Stadt verbindlich ist. Nach monatelanger Debatte bleibt die Grün- und Spielfläche im Stadtteil Lankow erhalten.

+++ Der Landtag in Mecklenburg-Vorpommern hat beschlossen, dass Landwirte künftig für die Beregnung ihrer Felder zahlen müssen, um Wasserressourcen besser zu schützen. Vorgesehen sind zwei Cent pro Kubikmeter Oberflächenwasser und sechs Cent für Grundwasser, während wassersparende Bewässerungsformen ausgenommen bleiben. Die Reform des Landeswassergesetzes (Si apre in una nuova finestra) ist politisch umstritten und führt auch für private Haushalte ab 2027 zu leicht steigenden Wasserpreisen.

+++ Die Sparkassen-Stiftung Mecklenburg-Schwerin (Si apre in una nuova finestra) hat beim Neujahrsempfang gemeinsam mit der Landeshauptstadt engagierte Kulturschaffende ausgezeichnet. Geehrt wurden unter anderem Sabine Klemm für die Stolperstein-Initiative Schwerin sowie der Bildhauer Nando Kallweit für seine prägenden Kunstwerke im öffentlichen Raum. Der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Kunst- und Kulturpreis würdigt Projekte, die Erinnerung, Begegnung und Kunst im Stadtbild sichtbar machen.

+++ Nach der Schließung des Schlachthofes in Perleberg leiden Schweinehalter in Mecklenburg-Vorpommern unter einem massiven Schweinestau, da zugesagte zusätzliche Schlachtkapazitäten bislang ausbleiben so der Bauernverband MV in einer Mitteilung (Si apre in una nuova finestra). Die Folge sind steigende Schlachtgewichte, wirtschaftliche Verluste und wachsende tierschutzrechtliche Probleme, für die die Betriebe nicht verantwortlich sind. Der Bauernverband fordert deshalb ein rasches politisches Eingreifen der betroffenen Bundesländer, um fehlende Schlacht- und Kontrollkapazitäten kurzfristig zu sichern.

+++ Die SPD legt zum Start des Landtagswahljahres in Mecklenburg-Vorpommern in der Wählergunst deutlich zu und erreicht laut infratest-dimap-Umfrage 25 Prozent. Die AfD bleibt zwar stärkste Kraft mit 35 Prozent, verliert aber erstmals seit Monaten leicht an Zustimmung wie der “NDR (Si apre in una nuova finestra)” berichtet. CDU und Linke verharren auf ihren bisherigen Werten, während Grüne und BSW Einbußen hinnehmen müssen.

+++ Die Landeshauptstadt Schwerin (Si apre in una nuova finestra) hat das Haushaltsjahr 2025 überraschend mit einem Überschuss von rund drei Millionen Euro abgeschlossen. Ausschlaggebend waren Rekordeinnahmen bei der Gewerbesteuer, strikte Ausgabendisziplin durch eine Haushaltssperre sowie hohe Nachzahlungen des Landes. Trotz des positiven Ergebnisses warnt die Stadt vor neuen finanziellen Herausforderungen, da für 2026 bereits ein deutliches Defizit erwartet wird.

+++ Nach dem demonstrativen Abgang des neu vereidigten Stadtvertreters Stephan Schrör (ASK) (Si apre in una nuova finestra) hat Stadtpräsident Sebastian Ehlers deutliche Kritik geübt. Er sprach von „inszeniertem Politik-Theater“ und warf Schrör vor, die Stadtvertretung und demokratische Prozesse zu diskreditieren. Zugleich betonte Ehlers die Arbeitsfähigkeit des Gremiums, das in der Sitzung mehrere einstimmige Beschlüsse gefasst habe.

+++ Die Deutsche Bahn streicht (Si apre in una nuova finestra) die frühen ICE-Verbindungen von Schwerin nach Hamburg und begründet dies mit zu niedrigen Fahrgastzahlen und fehlender Wirtschaftlichkeit. Trotz parteiübergreifender Kritik aus der Schweriner Politik hält die Bahn an ihrer Entscheidung fest und verweist auf Regionalzüge als Alternative. Für viele Pendler bedeutet das längere Fahrzeiten und die Sorge vor überfüllten Zügen.


Briefkasten
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🟠EIN-SATZ-ZENTRALE

+++ Mit dem fortgeschriebenen Medienentwicklungsplan bis 2029 will Schwerin die Digitalisierung seiner Schulen dauerhaft sichern und flächendeckend standardisieren von Glasfaseranschlüssen über moderne Unterrichtstechnik bis hin zu verlässlichem IT-Support. (SNO | Schwerin Lokal (Si apre in una nuova finestra))

+++ Die Ortsteilvertretung Zippendorf lehnt einen Hundebereich am Zippendorfer Strand geschlossen ab und verweist auf bestehende Alternativen sowie den Schutz des Schweriner Sees als Vogelschutzgebiet. (SNO | Schwerin Lokal) (Si apre in una nuova finestra)

+++ Die Stadtvertretung Schwerin hat einstimmig beschlossen, den Namen des Boxers und engagierten Bürgers Michael Timm in die Vorschlagsliste für künftige Straßenbenennungen aufzunehmen.( (Si apre in una nuova finestra)SNO | Schwerin Lokal (Si apre in una nuova finestra))

+++ Innenminister Christian Pegel sieht den Umtausch von Bezahlkarten-Gutscheinen in Bargeld durch Asylbewerber in Mecklenburg-Vorpommern als seltenes Randphänomen und hält an der Bezahlkarte als Steuerungsinstrument fest. (Nordkurier (Si apre in una nuova finestra))

+++ Mecklenburg-Vorpommern erleichtert per Gesetz die Einstellung und Übernahme von Beamten zur Bekämpfung des Fachkräftemangels, stößt damit jedoch bei CDU, FDP und kommunalen Spitzenverbänden auf deutliche Kritik.plätze.
(Nordkurier (Si apre in una nuova finestra))

+++ Die Schweriner Stadtvertretung diskutiert ein mögliches Verbot privaten Feuerwerks ab Silvester 2026/2027, stößt dabei jedoch auf rechtliche Grenzen des Bundesrechts. (SNO | Schwerin Lokal) (Si apre in una nuova finestra)

🟠DRINNEN & DRAUSSEN

Wir haben heute für Sie in den Kalender geschaut und einige Veranstaltungstipps für Schwerin zusammengestellt:

+++ Am 01.02.2026 kommt Dschungelbuch – Das Musical in die Sport- und Kongresshalle Schwerin, Einlass ist ab 14 Uhr, Beginn um 15 Uhr. Tickets (Si apre in una nuova finestra) sind ab 29,50 Euro erhältlich

+++ Die Krümelbühne des Mecklenburgischen Staatstheaters gastiert ab Ende Januar 2026 mit Theaterstücken für Kinder ab 1,5 Jahren im Staatliches Museum Schwerin.

+++ Der Stadtentscheid des Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels findet am 2. Februar um 14 Uhr in der Stadtbibliothek Schwerin statt, wo 14 Schülerinnen und Schüler aus Schwerin um den Einzug in die nächste Wettbewerbsrunde lesen. Die öffentliche Veranstaltung gehört zu einem der größten bundesweiten Lesewettbewerbe für Sechstklässler.

+++ „Die Himmlische Nacht der Tenöre – Das Original“ gastiert am Sonntag, 8. Februar 2026, um 17 Uhr in der Schelfkirche St. Nikolai in Schwerin. Drei Operntenöre präsentieren gemeinsam mit einem Streichensemble ein außergewöhnliches Klassik-Erlebnis ohne technische Verstärkung – allein mit der Kraft ihrer Stimmen. Tickets gibt es hier (Si apre in una nuova finestra).

+++ Schwerin beteiligt sich am 14.02.2026 um 14 Uhr in der Mecklenburgstraße an der weltweiten Aktion One Billion Rising mit einer öffentlichen Tanzdemonstration gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Bereits am 04.02.2026 findet dazu ein gemeinsamer Tanz-Workshop im Beratungshaus der AWO statt.

+++ Die Aktionsgruppe Eine Welt e.V. lädt am 03.02.2026 um 18:30 Uhr in den Weltladen Schwerin zu einem bebilderten Vortrag über Projekte von Brot für die Welt in Peru ein – der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

🟠PS

Die Soziologin Eva Illouz weist in ihrer Arbeit (Si apre in una nuova finestra) immer wieder darauf hin, dass Gefühle und persönliche Erfahrungen keine rein privaten Angelegenheiten sind. Sie entstehen im Zusammenspiel mit gesellschaftlichen Erwartungen, Routinen und Strukturen – und beeinflussen, wie wir Verantwortung wahrnehmen und weitergeben.

Auch in Schwerin zeigt sich das im Winter. Glätte wird schnell zur Frage der individuellen Vorsicht: falsche Schuhe, zu wenig Aufmerksamkeit, selbst schuld. Dass sichere Wege eine gemeinschaftliche Aufgabe sind, gerät dabei leicht aus dem Blick.

Ob eine Stadt funktioniert, zeigt sich nicht bei Sonnenschein. Sondern an einem frostigen Morgen, wenn der Gehweg vor der Haustür mehr über Verantwortung erzählt als jede Debatte im Rathaus.

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