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Einige Dinge, die Wladimir Kaminer nicht über mich weiß

Kennst du schon Moflin? Das KI-Haustier kam letzten November in Japan auf den Markt. Zur gleichen Zeit veröffentlichte ich mit CatCheapET: Die Logfiles von Osiris mein zweites Buch über eine KI-gesteuerte Ersatzkatze. Ich alte Trendspürnase! Mit meiner Protagonistin Lea, deren Tagebuch du im Vorgänger CatCheapET lesen kannst, liege ich auch bei der Zielgruppe richtig: Moflin sei besonders beliebt bei Frauen zwischen 35 und 45, heißt es in einem Artikel, über den ich kürzlich gestolpert bin (Öffnet in neuem Fenster). Und damit herzlich willkommen zu meinem September-Rückblick mit Dingen, die Wladimir Kaminer nicht über mich weiß. Aus Gründen.

Das sind die Themen:

  • Die Abstimmung fürs Piontextchen. Diesmal: Halloween

  • Mehr als eine Lesung: mein Wiedersehen mit Wladimir Kaminer

  • 17 JAHRE DEMENZ – So long, liebe Mama: Ich hatte eine Erkenntnis, aus der ich ein Bonuskapitel zu meinem Buch machen könnte …

  • Ich stehe Rede und Antwort: zwei neue Interviews bei Instagram

  • Fundstücke: KI-Haustiere mit Persönlichkeit

  • Außerdem habe ich eine Ankündigung zu machen …

rot-blauer Heißluftballon im Abendhimmel mit Wolken
Gruß aus den Wolken bei einem Ausflug Ende September

Süßes oder Saures?

Oder vielleicht doch lieber Kürbis, Katze, Kostüm oder Party? Diese sechs Stichworte stehen fürs Oktober-Piontextchen zur Wahl. Eine atmosphärische Herbstgeschichte mit einem Hauch Halloween soll es werden, und du bestimmst die Richtung.

Such dir also aus, welcher der sechs Begriffe der Aufhänger für die nächste Kurzgeschichte werden soll. Gehe über den nachfolgenden Button zur DSGVO-konformen, datensparsamen Abstimmung bei nuudel*. Setze ein grünes Häkchen bei deinem Favoriten und klicke rechts neben der Eingabezeile auf “Speichern”.

Wenn du möchtest, kannst du mir über das Kommentarfeld darunter auch eine Herausforderung mit auf den Weg geben. Nenne dabei bitte das Stichwort, auf das du dich beziehst. Beispiel: “Katze, sie ist unsichtbar”. Schicke den Kommentar ab. Wichtig: Voting und Kommentar sind zwei separate Speichervorgänge!

Bis einschließlich Sonntag, den 12. Oktober, kannst du dich beteiligen. Mit der Teilnahme an der Umfrage, die am 31. Oktober 2025 abläuft und danach gelöscht wird, bestätigst du, dass du die Datenschutzerklärung von nuudel (Öffnet in neuem Fenster) zur Kenntnis genommen hast und der Verarbeitung deiner personenbezogenen Daten zustimmst.

Die Auflösung kommt zusammen mit der Gewinnergeschichte in der zweiten Oktoberhälfte. Als Mitglied liest du dann das komplette Piontextchen. Hast du “nur” den Newsletter abonniert, kannst du an der Paywall entscheiden, ob du weiterlesen und mich gleichzeitig mit einem monatlichen oder jährlichen Beitrag unterstützen möchtest.

Zwei Pakete stehen zur Wahl (Öffnet in neuem Fenster). Als Mitglied hast du natürlich auch Zugriff auf alle bisherigen Piontextchen. Und auf Extras, mit denen ich von Zeit zu Zeit um die Ecke komme. Lies bis zum Ende; vielleicht ist ja aktuell mal wieder was im Busch … 😉

Umfrage beendet

Die Abstimmung ist beendet, die Halloween-Geschichte ist online. Gewonnen hat die Katze – und mich zu einem SPECIAL inspiriert. Mitglieder dürfen sich EXKLUSIV über eine brandneue BONUSGESCHICHTE zu meinem Buch CatCheapET freuen.

Update Ende

*Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) vorhanden

Kaminer erzählt und mir fehlen die Worte

Zunächst aber lass uns gemeinsam die Rosinchen aus meinem September picken und damit in Anlehnung an ein Buch von Wladimir Kaminer auf Dinge schauen, die derselbe nicht über mich weiß – es sei denn, er sieht diesen Beitrag. Und erfährt dann auch, was ich ihm bei seiner Lesung in Bonn nicht gesagt habe. Ein vergnüglicher Abend, geprägt vom humorvoll-analytischen Blick auf die Gegenwart. Und für mich noch etwas mehr …

Meine erste persönliche Begegnung mit Wladimir Kaminer hatte ich im November 2019 bei einem Literaturfestival in München. Er gab Anekdoten zum Besten. Ich rutschte Tränen lachend beinahe vom Stuhl. Und etwas in mir veränderte sich.

Hier saß ein geborener Erzähler, der mich nicht nur unterhielt, sondern inspirierte, weil er große Geschichten in kleinen Dingen fand – und findet. Kaminer berichtet von seinen mittlerweile erwachsenen Kindern oder seinem Dorf in Brandenburg. Und natürlich von “Maama”, über 90 und Urgestein in einer Welt, in der sich Ereignisse überschlagen.

Seit dem Festival 2019 hatte ich diverse Bücher von Wladimir Kaminer gerne gelesen und noch lieber gehört. Bei der Bonner Lesung lag auf dem Büchertisch die beachtliche Anzahl seiner Werke. Hinter dem Tisch waren der gut gelaunte Autor und die Chance, zumindest kurz ins Gespräch zu kommen.

Was ich Kaminer hätte sagen können:

“Auf dem Literaturfestival mit seinen Lesungen, Diskussionen und Workshops wurde mir klar, wie sehr ich dieses Buch über die Krankheit meiner Mutter schreiben wollte. Sie, der Sie sich damals bereitwillig in die Karten schauen ließen, waren der Beweis dafür, dass das eigene Umfeld erzählenswert ist. Dass die persönliche, humorvolle Sicht auf Dinge, die uns alle irgendwie betreffen, eine literarische Daseinsberechtigung hat.

Das Festival war ein wichtiger Impuls für mich. Und Sie, Herr Kaminer, haben sicher einen Anteil daran, dass ich mein Herzensbuch 17 JAHRE DEMENZ – So long, liebe Mama schließlich geschrieben habe – mit einer Prise Galgenhumor.”

Was tatsächlich geschah:

Es war viel los am Büchertisch. Wo sollte ich anfangen? Ich bedankte mich und brabbelte glaube ich etwas von “Motivation”. Sagte, dass wir uns 2019 auf dem Literaturfestival in München begegnet seien – einem wunderbaren und inspirierenden Tag. Zückte mein Handy mit einem Foto, das bei der Signierstunde entstanden war, und zeigte es ihm.

Christine Piontek und Wladimir Kaminer, links 2019 und rechts 2025
Schön zu sehen: Wir haben uns fürs Remake farblich abgestimmt. 😉

Kaminer machte große Augen und zoomte kurzerhand ins Bild. "Wir haben uns kaum verändert", sagte er schmunzelnd. Ob ich eine Neuauflage haben dürfe, fragte ich. Klar! Eine Dame erklärte sich bereit, das Foto zu machen. Die Lichtverhältnisse waren schwierig und wir brauchten zwei Anläufe.

Ob ich die Gewichtung bei der Lesung OK gefunden hätte, erkundigte sich Kaminer. Oder zu viel Brandenburg? Ein Herr, der neben mir aufgetaucht war, klinkte sich ein. Ich bedankte mich noch einmal, wünschte alles Gute und ging. Mit vollem Herzen.

Also, sollten Sie das hier lesen, Herr Kaminer: Mir fehlten einfach die Worte. Wenn Sie mögen, kommen jetzt noch ein paar weitere Dinge, die Sie nicht über mich wissen. Und grüßen Sie Ihre liebe “Maama” ganz herzlich von mir!

17 Jahre Demenz … hätten nicht sein müssen

Stichwort “Mama”: Ich hatte eine Erkenntnis hinsichtlich der Krankengeschichte meiner Mutter. Sie traf mich schlagartig bei der Lektüre von Woman on Fire, dem Buch von Dr. med. Sheila de Liz über die Wechseljahre. Ich bin jetzt in einem Alter, wo ich mich mit dem Thema beschäftigen sollte – dachte ich anfangs. Mittlerweile ahne ich: Wenn ich es nicht tue, könnte ich enden wie meine Mutter und ihre Mutter vor ihr.

In meinem Buch 17 JAHRE DEMENZ – So long, liebe Mama (Öffnet in neuem Fenster) berichte ich von diffusen Symptomen. Herzflattern und Schwindel führten nach ergebnislosen Tests zur Implantation eines Eventrecorders – ohne Befund. Ohnmachts- und Krampfanfälle sowie “Gewitter” im Gehirn konnten auch auf Epilepsie hindeuten – ein Verdacht. Dazu kamen Wahrnehmungsstörungen. Vorangegangen waren Arthrose, Schmerzen im Rücken, Depressionen. Und alles mündete in der Demenz.

In ihrem Buch erläutert Dr. de Liz, welche Auswirkungen ein Hormonmangel auf den weiblichen Körper haben kann. Neben individuellen Symptomen gebe es eine Reihe von typischen degenerativen Erscheinungen. Auswirkungen auf den Knochenapparat, auf Organe, allen voran das Herz … Vor meinen Augen entfaltete sich die Krankengeschichte meiner Mutter, mit all ihren Facetten. Und am Ende: Demenz.

Sheila de Liz rät, in einem zeitlich klar umrissenen Fenster gegenzusteuern. Gut verständlich erläutert sie die heutigen Möglichkeiten der Hormontherapie. Möglichkeiten, die meine Mutter nicht hatte. Denn damals waren andere, zum Teil umstrittene und sogar riskante Präparate auf dem Markt. Auch das wird im Buch erklärt, das ich hiermit allen Frauen mittleren Alters (und Männern, die verstehen möchten, was da abgeht!) ans Herz lege. (Werbung unbeauftragt)

Ich weiß, wir haben für Mama alles getan, was möglich war. Ich ahne aber auch: Aus heutiger Sicht hätte der ganze Mist wohl nicht sein müssen. Mal davon abgesehen, dass ich meine Erkenntnisse jetzt locker in ein Bonuskapitel zu 17 JAHRE DEMENZ packen könnte, bin ich dankbar, dass ich für mich die Chance habe, präventiv zu handeln. Denn eine meiner größten Sorgen ist, zu enden wie meine Mutter.

Mutter und Tochter im gleichen Hemd, Foto von Christine Piontek
Gleiches Shirt: OK. Den Rest bitte nicht! (aufgenommen 2018)

Als ich meine langjährige Ärztin schon vor einiger Zeit auf Beschwerden ansprach, antwortete sie, das sei der Lauf der Dinge. So eine Antwort werde ich künftig nicht mehr hinnehmen. Auf der Suche nach einer Praxis, die sich meiner Symptomatik annimmt, wurde ich letzten Monat erstmal an einen Männerarzt verwiesen. Auch super! Also suchte ich weiter und fand schließlich eine Ärztin, die die Wechseljahre mitsamt ihrem Rattenschwanz im Programm hat. In sechs Monaten habe ich einen Termin. Vielleicht habe ich Glück und kann über die Warteliste vorrücken. Drück mir bitte die Daumen!

Zwei Interviews auf Instagram

Im September hatte ich gleich zwei Mal Gelegenheit, Einblick in meine Schreib- und Bücherwelt zu geben und in diesem Zusammenhang Fragen zu beantworten. Im Live mit Bloggerin Meike (nordseekrabbe2502) habe ich zum Beispiel erzählt, inwiefern es schwer war, das Buch über meine Mutter zu schreiben. Auch der Folgeband, der gerade in Arbeit ist, spielt eine Rolle. Da Meike lange in der Pflege gearbeitet und mein Buch gelesen hat, konnte sie ihre eigene Sicht beisteuern, was ich sehr schön fand.

Screenshots Christine Piontek und Meike Huckfeld live auf Instagram im September 2025 (Öffnet in neuem Fenster)
Klicke auf das Bild, um das Interview beim Instagram anzusehen. Es ist etwa 40 Minuten lang.

Als Meilenstein auf dem Weg zu meinem Herzensprojekt durfte CatCheapET (Öffnet in neuem Fenster) natürlich nicht fehlen. So kamen wir auch auf das Thema KI zu sprechen, das ich im Buch auf die Schippe nehme. Außerdem wurde ich nach meinen Lieblingsbüchern gefragt. Wenn du wissen möchtest, was ich im Detail geantwortet habe: Das Interview ist als Reel abrufbar und ich habe es über das Bild vom Live verlinkt.

Kompakte Antworten zum Nachlesen gibt es im Beitrag von @nicolesbookworld (Öffnet in neuem Fenster). Auch hier habe ich einen Überblick über meine Bücher gegeben, der richtig gut ankam. An dieser Stelle noch einmel DANKE an Nicole und Meike für die Unterstützung!

Ergänzt habe ich die Interviews übrigens zum Welt-Alzheimertag am 21. September mit einer kurzen Leseprobe aus 17 JAHRE DEMENZ (Öffnet in neuem Fenster). Unterm Strich stieg das Interesse am Buch im September noch einmal an. Ende des Monats kehrte es sogar für einen kurzen Abstecher zurück in die StoryOne-Bestsellerliste bei Thalia. Hurra!

KI-Haustiere mit Persönlichkeit

Und was ist nun mit diesem Moflin? Tja. Das flauschige Kerlchen hat inzwischen sogar Gesellschaft bekommen! Das KI Pet von SwitchBot, das laut einer Pressemeldung (Öffnet in neuem Fenster) auf emotionale Bedürfisse reagieren soll, hat auf der IFA Furore gemacht. Was mein KI-Kater wohl dazu sagen würde? Der entwickelt in CatCheapET: Die Logfiles von Osiris (Öffnet in neuem Fenster) ja seine ganz eigene Sicht auf die Dinge – und eine klare Meinung dazu, als Haustier gehalten zu werden ...

https://youtu.be/nrLwgIj_OSo?si=qowuARQ5zulY7xy1 (Öffnet in neuem Fenster)

Ich persönlich hoffe, meine “Haustier-Prophezeiung” wird nicht noch in weiteren Punkten wahr, und ich bin gespannt, welche Erkenntnisse zur “Haltung” KI-gesteuerter “Haustiere” mit individuellen Wesenszügen künftig ans Licht kommen. Ich denke, dass sie zum Beispiel in der Altenpflege Sinn macht. Dort gibt es bereits Roboter zum Kuscheln, die von Demenz betroffenen Menschen Trost spenden.

Ich frage mich aber auch: Was lernt eine KI, die einsamen Menschen Gesellschaft leistet? Wie passt sie sich an, was gibt sie zurück? Was ist mit Menschen, die sich ein echtes Haustier anschaffen könnten, dann aber den lustigen kleinen Roboter bevorzugen? Und schon sind wir irgendwie wieder bei meiner Lea aus CatCheapET

Was ist deine Meinung? Würdest du dir ein KI-Haustier anschaffen? Wenn ja, warum? Oder, im entgegengesetzten Fall, warum nicht? Ich freue mich über Kommentare.

Zum Abschluss noch was Süßes

Das war er, mein September-Rückblick, und wir richten den Blick aufs Oktober-Piontextchen. Unabhängig von der Abstimmung hätte ich da übrigens noch was Süßes für dich! Von wegen Halloween und so …

In den nächsten Tagen wird ein kleines Extra in deiner Mailbox landen. Bist du bereits Mitglied, wirst du alles lesen können. Ansonsten darfst du von der Leckerei kosten und entscheiden, ob du einen Nachschlag möchtest.

Du willst dir das süße Extra jetzt schon sichern? Gute Idee, denn da kommt was ganz Besonderes. Was fürs Herz. Für meins und auch für deins. Alles, was du tun musst, ist hier

Damit wünsche ich dir einen schaurig-schönen Oktober und sage liebe Grüße und bis ganz bald

Deine Christine

Nachtrag vom 13. Oktober 2025

Du möchtest wissen, was das für ein Special war, das ich da verschickt habe? Ich verrate es dir: eine Liebeserklärung an meinen Schatz (Öffnet in neuem Fenster)! Lies gerne mal rein.

Herzlich willkommen, wenn du neu hier bist!

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Kategorie Neuigkeiten

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