
Curry Barker erobert mit einem Film die Kinocharts, der lediglich 750.000 Dollar gekostet hat. Der durch seinen YouTube-Kanal bekannt gewordene Regisseur mischt mit „Obsession“ Hollywood auf, wo man sich in den vergangenen Jahren immer häufiger an überteuren Produktionen verhoben hatte. Barker legt seinem Horrorfilm eine simple Prämisse zugrunde: Ein schüchterner Mann wünscht sich, dass die Frau, die er lange schon anhimmelt, ihn unbedingt liebt – „mehr als alles andere auf der Welt“. Durch eine kleine Wunschmaschine, einen One-Wish-Willow, wird dies Realität, kehrt sich aber bald schon gegen den Protagonisten selbst. Denn die Frau folgt der erwünschten Unbedingtheit in einer gruseligen Konsequenz: Niemand anderes als er zählt noch in ihrem Leben, was im Gegenzug auch bedeutet, dass er ganz und gar sie lieben muss – und zwar ununterbrochen. „Obsession“ ist ein Film über eine grausame Beziehungsdynamik. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!
Literatur:
Ödön von Horváth: Geschichten aus dem Wiener Wald.
Catherine Millet über Eifersucht: https://www.herlindekoelbl.de/pdf/ZM_Catherine_Millet.pdf (Öffnet in neuem Fenster)
Friedrich Schiller: Die Glocke.