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Acht Mütter: Meine Kindheit im Matriarchat

Ich hatte als Kind eine beachtliche Barbiesammlung mit vielen Extras: ein Cabrio, einen Reitstall, zwölf Barbies, einen ganzen Ken und einen mit angeklebtem Kopf. Das Klebeband war sein Schal. Fiel der Kopf ab, konnte ich Krankenhaus spielen. Mehr Kens brauchte ich nicht, weil sie in meiner Barbiewelt sowieso nur unbedeutende Rollen einnahmen. Meine zwölf Barbies waren alleinerziehend, lesbisch oder im Zölibat.

Barbiewelt spielte ich am liebsten mit meinen zwei besten Freundinnen, die ich kenne, seit ich etwa zwei Jahre alt bin. Wahrscheinlich war das Spielen mit ihnen so schön, weil wir alle eine ähnliche Welt aufbauen wollten. Eine Welt, die wir für Frauen als gut empfanden; eine Welt, die uns unsere Mütter vorlebten. Heute würde ich diese Welt ein Matriarchat nennen. Genauso wie die Realität, in der ich mit acht Frauen aufgewachsen bin.

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