Die junge Lyrikerin Rose Elliott lebt in New York City. Bei einem Antiquitätenhändler erwirbt sie ein altes Buch des Alchemisten und Architekten Varelli, in dem sie von den drei Müttern liest. Das sind drei böse Hexen, die die Weltherrschaft anstreben, in von Varelli entworfenen Häusern in Freiburg, Rom und New York leben und dort ihre Hexenzirkel betreiben. Rose selbst scheint im Haus der Mutter der Dunkelheit zu wohnen, der sie dann auch zum Opfer fällt. Daraufhin reist ihr Bruder Mark nach New York und sucht seine Schwester. Er ist ebenfalls in größter Gefahr, denn die Mutter der Dunkelheit hat ein Auge auf Mark geworfen.
Horror Infernal ist ein italienischer Horrorfilm von Dario Argento aus dem Jahr 1980 und der zweite Teil seiner Muttertrilogie, die mit Suspiria - In den Krallen des Bösen (1977) begann. Im ersten Teil ging es um die "Mater Suspiriorum" (Mutter der Seufzer); nun steht die "Mater Tenebrarum" (Mutter der Dunkelheit) im Mittelpunkt. Das Drehbuch - geschrieben ebenfalls von Dario Argento - ist wieder von Thomas De Quinceys Essay-Sammlung "Suspiria de Profundis" inspiriert. Die Filmmusik schuf Keith Emerson, bekannt durch die Progressive-Rock-Band "Emerson, Lake and Palmer". In den Hauptrollen sehen wir Leigh McCloskey als Mark Elliott, Irene Miracle als Rose Elliott sowie Eleonora Giorgi als Sara, Daria Nicolodi als Elise De Longvalle Adler, Alida Valli als Hausmeisterin Carol und Veronica Lazar als Krankenschwester und Mater Tenebrarum.
Auch wenn der 80er-Kultfilm mit seinem nervigen Gruselklavier, den Zombiepuppen, dem Ketchup-Blut und dem Kleintierhorror ein Film seiner Zeit und bei weitem nicht so gut ist wie sein Vorgänger, gibt es handwerklich nichts zu meckern. Spannungsaufbau, Kameraführung, Kulissen und Schauspiel sind mehr als solide und die Story um die drei dämonischen Hexen ist immer noch ziemlich atmosphärisch. Für meinen Geschmack ist der Film aber etwas zähflüssig und somit dramaturgisch nicht so auf den Punkt wie der erste Teil der Reihe. Zum Ende hin nimmt Horror Infernal aber Fahrt auf und belohnt uns mit einem herrlich surrealen und makabren Finale.
https://www.imdb.com/title/tt0080923/ (Öffnet in neuem Fenster)