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Jill Rips (2000)

Der Ex-Bulle Matt Sorenson beginnt nach dem brutalen Tod seines älteren Bruders auf eigene Faust zu ermitteln. Die Polizei glaubt an eine Prostituierte als Mörderin, doch Matt ist nicht überzeugt und verdächtigt stattdessen den korrupten Geschäftsmann Big Jim Conway. Er taucht in die Welt des Sadomasochismus innerhalb des Rotlichtmilieus ein, denn die Leiche seines Bruders war im Bondage-Stil gefesselt.

Im Jahr 2000 belästigte uns Anthony Hickox mit diesem unterirdisch schlechten Thriller, der BDSM und Sexarbeit aus einem sehr konservativen Blickwinkel zeigt und Menschen jenseits von normativer Sexualität exotisiert und kriminalisiert. Demnach sind die Szenen, in denen BDSM-Praktiken gezeigt werden, klischeehaft und sensationslüstern. Dolph Lundgren in der Hauptrolle als alkoholkranker Macho vereint in seiner queer- und frauenfeindlichen Art alle Eigenschaften eines Unsympathen. Er ist natürlich ein Garant für dämlichen Actiontrash und auch in diesem drögen Krimi macht er seinem Ruf alle Ehre. Langweiliger und konventioneller kann man einen Film nicht gestalten, wir sehen Schlägereien und schlechte Schauspielkunst am laufenden Band; ein seltsamer Schnitt, platte Dialoge und eine grottenschlechte TV-Serien-Kamera runden das Bild eines komplett misslungenen und in Teilen reaktionären Films ab. Jill Rips ist eine filmische Zumutung.

https://www.imdb.com/de/title/tt0199650/ (Öffnet in neuem Fenster)
Kategorie Film