Ungarn hat gewählt und setzt auf Veränderung. Ein historischer Wahlsieg konnte gestern durch Péter Magyar eingefahren werden. Der amtierende Ministerpräsident Viktor Orbán räumte bereits kurz nach den ersten Ergebnissen ein, daß die Wahl verloren sei und gratulierte Péter Magyar zum Erfolg. Und dieser Wahlerfolg kann sich sehen lassen.
Das vorläufige Endergebnis: Rund 3 Millionen Wähler entschieden sich für die Tisza Partei. Mit 53,7% erreicht die Partei damit eine Zweidrittelmehrheit im Parlament. Fidesz liegt bei knapp 38% und holt nur 55 Mandate gegenüber 138 für die Tisza. Die Mi Hazank endete bei knapp 6% und damit 6 Mandaten.
Peter Magyar machte bereits am Abend Ankündigungen die darauf hinweisen, daß er auch auf Wahlmanipultationen von FideszMitgliedern unmittelbar hart reagieren werde und auch weitere Korruptionsfälle der scheidenden Regierung schnell ahnden wird. Orbán soll in den nächsten Tagen keine Entscheidungen mehr fällen, die der kommenden Regierung schaden könnte. Er versprach auch, das nun der Wechsel kommen werde.
Seine ersten Reisen führen unter anderem nach Brüssel um Ungarn dort neu aufzustellen. Orbán verabschiedete sich mit den Worten „Wir geben niemals auf“ und er werde auch weiterhin aus der Opposition heraus für Ungarn da sein. Der 12. April, ein geschichtsträchtiges Datum für Ungarn und viele Augen schauen nun gespannt auf das neue Ungarn, was sie erwartet.
Der Workshop von Visit Hungary in Verona fokussierte sich auf die Stärkung des touristischen Angebots außerhalb von Budapest sowie auf die Weiterentwicklung der italienisch-ungarischen Beziehungen. An der zweitägigen Veranstaltung nahmen 14 ungarische Anbieter und 36 italienische Buyer teil. Durch die persönlichen Treffen konnten die Marktbedürfnisse sowie ungenutzte Potenziale klar identifiziert werden, wobei künftig die Strukturierung des ländlichen Angebots und die Entwicklung „ready-to-sell“-Pakete eine Schlüsselrolle für das Wachstum auf dem italienischen Markt spielen.
Das Vasarely-Museum in Pécs wurde im Rahmen des 120. Geburtstags des Künstlers feierlich wiedereröffnet. Die Ausstellung basiert vollständig auf geometrischer Abstraktion und präsentiert die Werke von Victor Vasarely im internationalen Kontext. Besucher erwarten interaktive Elemente, zweisprachige Inhalte sowie bislang noch nie gezeigte Kunstwerke.
Das 45. Budapester Frühlingsfestival findet vom 2. bis 17. Mai statt und bietet rund 150 Programme, darunter Konzerte, Ausstellungen und Theateraufführungen. Die Veranstaltungen finden an besonderen Orten in der Stadt statt und präsentieren zahlreiche bekannte Künstler sowie kulturelle Institutionen. Ziel des Festivals ist es, die Gemeinschaft zu stärken und die kulturelle Vielfalt Budapests hervorzuheben.
Am 18. und 19. April wird in Debrecen das 4. „Sokadalom“ veranstaltet, ein Event, das traditionelle Marktatmosphäre mit modernen Erlebnissen verbindet. Auf einer erweiterten Fläche von 4500 Quadratmetern erwarten die Besucher Handwerksprogramme, Familienangebote, kulinarische Spezialitäten und vielfältige Bühnenprogramme. Der Eintritt ist kostenlos und das Event richtet sich an alle Altersgruppen.
Die dritte Empfehlung der VELOREGIO-Tourenreihe ist die „Route des römischen Aquädukts“, eine etwa 55 Kilometer lange Fahrradtour rund um Szombathely. Die Strecke folgt dem über 2000 Jahre alten Wasserleitungssystem der antiken Stadt Savaria, dessen Überreste bis heute sichtbar sind. Die Route führt durch idyllische Dörfer, Naturgebiete und historische Orte und eignet sich ideal für Familien sowie für aktive Erholung.
Die monatliche Challenge-Reihe „Erlebe Lelle!“ wurde gestartet und lädt dazu ein, jeden Monat ein neues Erlebnis aus Balatonlelle zu teilen. Das Thema im April lautet „Beweg dich!“, wobei Teilnehmer ihre aktiven Momente in Form von Fotos präsentieren können. Am Monatsende wird per Publikumsabstimmung ein Gewinner ermittelt, der eine kleine Belohnung erhält.
In ganz Ungarn warten zahlreiche märchenhafte Holzsteg-Lehrpfade auf Ausflügler, die besonders im Frühling ein beeindruckendes Naturerlebnis bieten. Zu den bekanntesten zählen der Lehrpfad in Tata, die Hängebrücke von Gyada sowie die Routen entlang der Theiß und im Hortobágy. Diese Wege sind familienfreundlich und ideal für alle, die Natur und Ruhe suchen.
Der Gasztro Udvar in Tata zieht nicht nur Feinschmecker an, sondern wird dank seines Streichelzoos auch bei Familien immer beliebter. Durch neue Entwicklungen lässt sich ein ganztägiges Programm in Tata gestalten, das Sehenswürdigkeiten wie den Alten See, die Burg und den Fényes-Lehrpfad umfasst. Der Gasztro Udvar hat sich damit zu einem wichtigen Erlebnisort der Stadt entwickelt.
Am Montag wird windiges, leicht bewölktes Wetter erwartet, mit Temperaturen um 18 Grad am Nachmittag und ohne nennenswerten Niederschlag. Am Dienstag nimmt die Bewölkung zu, vereinzelt sind Schauer und sogar Gewitter möglich, bei Temperaturen zwischen 16 und 23 Grad.
Der durchschnittliche Wechselkurs liegt derzeit bei etwa 365 Forint pro Euro (Mittelkurs).
Das Reisewetter am 14.04.2026.
Unsere Wetterdaten für den morgigen Tag in Ungarn:
https://vimeo.com/1182575884?share=copy&fl=sv&fe=ci (Öffnet in neuem Fenster)Reisewetter in Ungarn Dienstag– 14. April 2026
In Budapest wird es am Morgen etwa 11 Grad, am Nachmittag rund 20 Grad, jedoch ist den ganzen Tag mit bewölktem und regnerischem Wetter zu rechnen.
In Debrecen liegen die Temperaturen morgens bei 6 und nachmittags bei 20 Grad, begleitet von durchgehend bedecktem Himmel.
In Győr werden am Morgen 8 und am Nachmittag 19 Grad erwartet, dabei muss man den ganzen Tag mit Regen, Schauern und Gewittern rechnen.
In Hévíz steigt die Temperatur von 8 Grad am Morgen auf über 20 Grad am Nachmittag, morgens ist Regen möglich, später bleibt es überwiegend bewölkt.
In Pécs werden am Vormittag 10 und am Nachmittag 20 Grad erreicht, wobei es meist bewölkt bleibt und sich die Sonne erst später kurz zeigt.
In Szeged liegen die Temperaturen zwischen 10 und 21 Grad, bei überwiegend trübem Wetter mit vereinzelten Schauern.
In Miskolc werden am Morgen 6 und am Nachmittag 18 Grad erwartet, bei durchgehend bewölktem Himmel.
Mein Gedanke am Morgen.

Guten Morgen, Ungarn. Guten Morgen an alle, die dieses Land so lieben wie ich.
Wochenlang war die Luft zum Schneiden dick. Wir haben über die Wahlen diskutiert, gestritten und ja, ich persönlich habe so manchen Shitstorm erlebt, nur weil wir das Gesicht des Wandels gezeigt ab und zu gezeigt haben, auch innerhalb einer Einschätzung die ich für touristische Magazine gegeben habe. Die Spaltung war tief, es gab oft nur Schwarz oder Weiß, Freund oder Feind.
Doch heute ist der Morgen nach dem Beben. Und die Sonne geht trotzdem auf.
In einer Demokratie ist das Wahlergebnis kein Ende, sondern ein Auftrag. Das Volk hat gesprochen, der Machtwechsel ist Realität. Jetzt ist der Moment, in dem wir das „Ego“ beiseitelegen und das „Wir“ in den Vordergrund rücken müssen.
Akzeptanz ist der erste Schritt zur Gestaltung.
Der Tourismus als Eisbrecher!
Ich bleibe bei meiner Einschätzung: Für den Tourismus ist dieser Moment auch eine gewaltige Chance.
Ein weltoffeneres Ungarn wird Türen für neue Touristen öffnen, die lange verschlossen schienen. Man wird Gäste zurückbegrüßen, die das Vertrauen verloren hatten, und ein neues Klientel gewinnen, das neugierig auf diesen „Change“ ist. Und nein...Ungarn wird keiner seiner Traditionen verlieren. Es wird vermutlich eine Veränderung in der Hotellandschaft geben und ja der Forint ist bereits etwas stärker geworden.
Ja, die großen Wirtschaftsmotoren wie Audi, BMW und Mercedes müssen sich nun neu sortieren, sie kannten die alten Wege zu gut. Die Medien werden sich neu sortieren und teils werden hier mit Sicherheit Veränderungen stattfinden.
Aber Veränderung bedeutet nicht Stillstand, sondern Optimierung.
Man muss diesen neuen Schwung jetzt nutzen, Ungarn neu definieren und den touristischen Mehrwert sofort ausbauen. Auch den Mut für neue touristische Schwerpunkte besitzen. Es wird auch Gäste geben die den Neuanfang Ungarns nicht erfreulich aufnehmen und bereits anfangen mit unschönen Hetzkampagnen, doch wie hier geschrieben, auch sie sind Gäste und als Gast müssen wir den Gastgeber akzeptieren.
Was bleibt, ist das Herz!
Politik ändert Strukturen, Gesetze und Köpfe. Aber sie ändert nicht das Wesen eines Landes. Die Traditionen, die Gastfreundschaft und das ungarische Herz.
Das ist das Fundament, auf dem man jetzt baut.
Meine Devise für heute: Nehmen wir die Veränderung an. Nutzen wir die neuen Chancen umgehend. Aber vergessen wir dabei nie, wer wir sind.
In diesem Sinne: Ich setze jetzt die traditionelle Gulaschsuppe über dem Kessel an. Denn egal, wer regiert, am Feuer kommen die Menschen zusammen. Und genau da fängt die Zukunft an.
Sven Klawunder Story Architekt & Tourism Diplomat