Zum Hauptinhalt springen

Elektronische Patientenakte – ja oder nein?

Liebe Leserin, lieber Leser,

haben Sie auch den Eindruck, dass die elektronische Patientenakte (ePA) schon zum x-ten Mal an den Start geht? Dieser Eindruck täuscht nicht, denn tatsächlich ist es genau so: Verschiedene Versionen der ePA sind in den letzten Jahren ausgerollt worden und immer gab es bei der Einführung Probleme. So auch im Januar diesen Jahres, als es mit der „ePA für alle“ los ging.

Diese ePA-Version ist mit 3.0 nummeriert und löst eine bereits etablierte und gut funktionierende Version ab, für die sich die Patient:innen aktiv entscheiden mussten. Bei der ePA 3.0 ist das anders: Krankenkassen haben sie für alle Patient:innen angelegt, die nicht widersprochen haben.

Eigentlich sollten die Akten bereits ab Januar mit den Behandlungsdaten gefüllt werden, die zwischen den einzelnen Stellen im Gesundheitswesen ausgetauscht werden, wie zum Beispiel Medikamentenpläne, Arztbriefe und Impfungen. Doch weil Sicherheitsexpert:innen Schwachstellen fanden, wurde dieser Stichtag auf den 1. Oktober verschoben. Es ist vielleicht keine Überraschung, dass es immer noch nicht überall so klappt, wie sich das die Verantwortlichen wünschen. In geschätzt 20 Prozent der Praxen gibt es im Moment technische Probleme.

Sie können ungeachtet dieser Startschwierigkeiten weiterhin entscheiden, ob Sie die ePA nutzen wollen und in welcher Weise Sie das tun möchten.

Vor- und Nachteile der ePA abwägen

Unser Beitrag aus dem Heft Nummer 1/2025 erklärt, welche Vor- und Nachteile die ePA 3.0 hat, welche Datenschutzbedenken es gibt, wie die Forschung mit den Daten aus den Akten arbeiten darf und wie Sie übet die Zugriffsrechte auf die Daten selbst bestimmen können. Elektronische Patientenakte: ja oder nein? (Öffnet in neuem Fenster) (€)

Hintergründe zum Datenschutz bei der ePA

In Deutschland gibt es eine Stelle, die den Datenschutz überwacht. Der ehemalige Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Ulrich Kelber, beantwortet in unserem Interview wichtige Fragen dazu, wie es um den Datenschutz bei Patientendaten bestellt ist. Nachgefragt: Digitalisierung und Patientenrechte (Öffnet in neuem Fenster)

Schlagwort elektronische Patientenakte

Auf der Website von Gute Pillen – Schlechte Pillen (Öffnet in neuem Fenster) können Sie die Entstehungsgeschichte der ePA nachvollziehen. In unseren Beiträgen finden Sie wichtige Informationen zur ePA an sich, können die Gründe für den holprigen Start nachlesen und welche Streitpunkte es seit der Einführung der ersten Versionen gab. Aber auch, wie Patient:innen von einem besseren Datenaustausch im Gesundheitswesen profitieren können. Überblick elektronische Patientenakte (Öffnet in neuem Fenster)

Gute Pillen – Schlechte Pillen (Öffnet in neuem Fenster) begleitet die Digitalisierung im Gesundheitswesen – kritisch, aber fair. Mit einem Abo bleiben Sie auch bei diesem Thema gut informiert (Öffnet in neuem Fenster).

Sie finden uns im Internet auch bei Facebook (Öffnet in neuem Fenster), Bluesky (Öffnet in neuem Fenster) und Mastodon (Öffnet in neuem Fenster). Wenn Ihnen dieser Newsletter gefällt, leiten Sie ihn gerne an Ihre Freund:innen und Familie weiter.

Viele Grüße, Silke Jäger

Bild: ©cybrain_iStock

0 Kommentare

Möchtest du den ersten Kommentar schreiben?
Werde Mitglied von Gute Pillen – Schlechte Pillen - das Magazin und starte die Unterhaltung.
Mitglied werden