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Newsletter 16.02

Hallo ihr Mathesteine-Werfer,
und willkommen zu diesem etwas verspäteten Newsletter.

Die Verspätung hat allerdings einen sehr guten Grund: Ich war mit vielen lieben Menschen für ein paar Tage in einem Airbnb, und wir haben dort einfach maximal nerdig drei Tage lang Daggerheart gespielt. Neben jeder Menge Spaß, Liebe und diesem warmen „Warum machen wir das nicht viel öfter?“-Gefühl habe ich auch als DM ein paar Dinge mitgenommen, die ich in Zukunft definitiv beachten werde. Vielleicht ist ja auch etwas für euch dabei.

1. Drei Tage am Stück meistern ist haaart!

So viel Spaß ich auch hatte: Drei Tage hintereinander zu leiten, ohne große Vorbereitungszeit, ist nicht nur ein bisschen gruselig, sondern auch ziemlich anstrengend.

Ich hatte mein grobes Worldbuilding vorher mit der Gruppe geteilt, damit sich alle – wenn sie wollten – schon ein wenig einlesen konnten. Die Charaktere haben wir dann am ersten Tag gemeinsam erstellt, und danach musste ich natürlich relativ spontan eine sinnvolle erste Session zusammenschustern. Überraschenderweise hat das ziemlich gut funktioniert.

Was ich euch damit sagen will: Traut euch zu improvisieren.
Ich bin ziemlich sicher, dass diese erste Session nur halb so gut geworden wäre, wenn ich jedes Detail durchgeplant hätte. So aber wurde selbst ich immer wieder von meinen Spielern überrascht – und genau diese Momente sind es doch, die unser Hobby so besonders machen.

2. Eine ausgedehnte Charaktererstellung kann zu unfassbaren Ergebnissen führen

Wir haben einfach fünf Stunden lang Charaktere erstellt. Nicht, weil irgendwer die Regeln nicht verstanden hätte, sondern weil alle sich gemeinsam Gedanken gemacht haben, was sie spielen wollen.

Die Gruppe hat sich abgesprochen, aufeinander aufgebaut und sich richtig viel Mühe mit ihren Backgroundstories gegeben.

Ich glaube wirklich, wir sollten uns wieder öfter bewusst Zeit dafür nehmen, gemeinsam Charaktere zu erschaffen. Das stärkt nicht nur die Bindung innerhalb der Gruppe, wir hatten als Freunde auch einfach absurd viel Spaß dabei.

3. Eine Gruppenzusammenführung muss nicht immer in einer einzigen Session passieren

Man kennt es ja aus vielen Actual-Play-Formaten: Der DM nimmt sich Zeit, um die Charaktere nach und nach zusammenzuführen. Genau das habe ich diesmal auch ausprobiert.

Ich mache normalerweise keine Einzel-Sessions und spiele alles „am offenen Tisch“. Meine Spieler wissen, dass Metagaming tabu ist, und das funktioniert tatsächlich ziemlich gut. Dadurch konnten alle gespannt zuhören, während die einzelnen Geschichten zusammenliefen. Kleine Hörspiele für die Wartenden, quasi – und meine Spielies haben es gefeiert.

Klar, das funktioniert nicht an jedem Tisch, aber wenn eure Gruppe dafür offen ist, kann ich es wirklich empfehlen.

Inzwischen hatten wir auch wieder eine reguläre Session – leider nur online, weil wir quer über Deutschland verteilt leben – und das Gemeinschaftsgefühl ist stärker denn je. Deshalb kann ich euch nur ans Herz legen: Wenn es zeitlich und finanziell irgendwie machbar ist, plant so ein gemeinsames Wochenende. Ihr werdet merken, wie sehr sich eure Gruppendynamik dadurch verändert.

Diese Woche gibt es übrigens noch keine neue Podcast-Folge, weil ich gerade meine Termine für dieses Jahr sortiere und Februar sowie März jetzt schon aus allen Nähten platzen. Aber nächste Woche geht es definitiv weiter.

Habt eine angenehme Woche und passt auf euch auf.

Euer Chesh

Kategorie H&H Newsletter