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Die hässliche Seite der Games-Kultur

Hi! Dennis von Indie Fresse hier.

Zwischen unseren Podcast-Folgen gibt’s kluge Gedanken zu schönen Spielen in eurem Postfach.

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Ein kluger (?) Gedanke: Was der Highguard-Hass über Gamer verrät

Gamer brauchen ein Feindbild. Anders kann ich mir die letzten Tage im Games-Internet nicht erklären.

Vor kurzem ist Highguard erschienen. Ein neuer Multiplayer-Shooter.

  • Die Leute dahinter: Ein erfahrenes Team aus ehemaligen Entwickler*innen von Apex Legends und Titanfall, also Spielen, die in der Shooter-Community durchaus beliebt sind (oder es zumindest mal waren).

  • Die Spielidee: Nicht meins, aber ganz interessant! Zwei Teams aus je drei Held*innen bekämpfen sich auf einer großen Map, um die jeweils gegnerische Festung zu stürmen.

  • Kostenpunkt: Free-to-Play. Wer will, kann Geld ausgeben für neue Kostüme und Reittiere.

Die Reaktion: Hass.

Und das ab dem ersten Moment. Seit Highguard mit einem Überraschungs-Trailer bei den Game Awards im Dezember letzten Jahres vorgestellt wurde, wird online gegen dieses Spiel Stimmung gemacht.

Der Tenor: Highguard ist das nächste Concord. Wir erinnern uns: Das war der Sony-Shooter, der so heftig scheiterte, dass er komplett depubliziert wurde.

Und ich frage mich: Warum eigentlich?

Welches Interesse sollte man daran haben, dass Highguard scheitert? Es ist ein kostenloses Debüt eines neuen Indie-Studios. Hinter Highguard steckt kein großer Konzern wie Microsoft oder EA. Es stecken auch keine enttäuschten Erwartungen dahinter wie bei einem No Man’s Sky. Bis vor kurzem wusste kaum jemand, dass es Highguard überhaupt gibt!

Für mich ist der Grund ein anderer: Gamer wollen ein Feindbild haben.

Es muss einen Gegner geben, eine Bedrohung, die man mit Häme, reddit Posts und negativen Steam-Bewertungen bekämpft.

Die Gegner könnten alles mögliche sein: Feministinnen, Hero-Shooter, Peter Molyneux. Hauptsache, es gibt einen Feind, der “uns” bedroht und den “wir” abwehren können. Und das hat Tradition.

Seit den Killerspiel-Debatten der 90er ist das dominante Narrativ der Games-Kultur: Wir werden bedroht von Leuten, die uns nicht verstehen und uns unsere Spiele wegnehmen wollen.

Heute ist das kompletter Blödsinn. Unsere Spiele haben aktuell vor allem mit einer Bedrohung zu kämpfen: Dem Kapitalismus.

Der Games-Markt steckt in einer anhaltenden Krise. Ein Drittel aller Games-Entwickler*innen in den USA haben in den letzten Jahren ihre Jobs verloren (Öffnet in neuem Fenster). Zahlreiche Studios müssen schließen. Auch in Deutschland kämpfen Entwickler*innen um ihre Existenz.

Wer profitiert also vom Hass auf Spiele wie Highguard? In einem sehr empfehlenswerten Artikel auf Aftermath (Öffnet in neuem Fenster) vermutet Nathan Grayson: YouTuber, gerne politisch rechts bis rechtsextrem, die versuchen mit Hass, Hetze und Häme Klicks zu sammeln.

Das ist die sehr, sehr hässliche Seite der Games-Kultur. Und sie macht mir Sorgen.

Ein schönes (!) Spiel: Diora (Playdate)

Kontrastprogramm! Es gibt ein neues Grafikwundwerk. Und alles, was ihr dafür braucht, ist unsere Lieblings-Konsole: Die Playdate.

Diora (Öffnet in neuem Fenster) ist ein neues Must-Have für das gute Dutzend aller Leute, die ein Playdate haben.

Weil:

  • Die Grafik: Dieses Spiel ist eines der wenigen 3D-Spiele auf der Playdate. In Diora erkunde ich kleine, isometrische Dioramen, die ich mit der Kurbel drehe. Und das so smooth, so butterweich, dass meine Knie ganz weich werden.

  • Die Puzzle: In Diora geht es darum, kleine Schieberätsel zu lösen. Kisten verschieben, um den Pfad freizumachen, um zum Compter-Terminal zu kommen. Die Level sind kurz, aber werden schnell sehr knackig. Perfekte, kleine Puzzle-Snacks!

  • Level-Editor: Und weil ein dreidimensionales Puzzle-Spiel nicht genug ist, gibt es obendrauf noch einen Level-Editor, um selbst neue Level zu spielen oder anderer Leute Puzzle zu finden.

Diora kostet 15$. Ihr braucht eine Playdate-Konsole. Das ist ein Problem. Denn die ist teuer. Aber wenn ihr eine Playdate habt? Holt euch Diora!

Schamlose Selbstpromo und anderes Zeug

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