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Routinen

Der ultimative Schlüssel zur perfekten Routine +++ Mein innerer Russell

The most believable part of Pluribus is that Carol has nothing but time and still isnt working on her book. 
@alrinthea

»Das glaubwürdigste Detail an Pluribus ist, dass Carol buchstäblich alle Zeit der Welt hat, und trotzdem nicht an ihrem Buch arbeitet.« — Alrinthea Carter

Die meisten Menschen bekommen es mit sehr viel innerem Widerstand zu tun, wenn sie (zum Beispiel) ein Buch schreiben, weil es so ein Marathon ist. Ich finde es auch im Moment sehr anstrengend. Was paradox ist, weil ich das schreiben sehr liebe überzeugt davon bin, dass es das sinnvollste ist, was ich tun kann.

Aber das ist ja nicht neu. Die Liste von eindeutig guten Dingen, an denen wir kontinuierlich scheitern, ist endlos: Meditieren, besser essen, zum Sport gehen, Ordnung halten, Zahnseide verwenden, Budgets einhalten, Tagebuch schreiben, Bücher lesen statt doomscrollen, selbst kochen statt Fastfood. Alles gute Dinge, die aus geheimnisvollen Gründen unendlich schwer zu erreichen sind. 

Irgendwas regelmäßig zu machen, was man aktuell noch nicht regelmäßig macht und etwas nicht mehr regelmäßig zu machen, was man aktuell noch regelmäßig macht ist der Endgegner. 

Wert und Qualität der Tätigkeit sind offenbar vollkommen egal, es scheint egal zu sein, wie angenehm oder erfüllend oder sinnvoll wir sie finden, das einzige, was zu zählen scheint, ist die Regelmäßigkeit mit der wir etwas tun—aka die sagenumwobene ROUTINE. Schreibroutine, Essroutine, Sportroutine. Die HABITS. Die guten Angewohnheiten.  

Der Schlüssel—das predigen Selbsthilfe-Ratgeber seit Anbeginn der Zeiten—ist die Selbstverständlichkeit. Solange man noch nachdenken, entscheiden, Willenskraft aufwenden muss, ist das Scheitern nur eine Frage der Zeit. Erfolgreich kann man nur dann sein, wenn die fragliche Tätigkeit automatisch wird, wenn sie anfängt, ganz von allein abzulaufen, wie ZÄHNEPUTZEN

nächste Termine

Allein die Masse und Allgegenwärtigkeit von Selbsthilferatgebern und Artikeln zu Routinen und Angewohnheiten zeigt, dass das Thema ein universelles Lebensthema zu sein scheint, für alle Menschen, die versuchen, etwas schweres zu etablieren. Das rasend erfolgreiche Selbstoptimierungs-Buch Atomic Habits hat sich Millionen Mal verkauft. Die Tipps, die darin gegeben werden, sind weder neu noch revolutionär: Eine Routine etabliert man, indem man eine Routine etabliert. Man macht etwas zur Gewohnheit, indem man es gewohnheitsmäßig macht. Sorry, aber: Es gibt keine Wahrheit hinter dieser Wahrheit. 

Ich habe im laufenden dreizehnten Jahr meiner Selbstständigkeit eine halbwegs stabile Routine eingerichtet, und die geht so: 

Kategorie Arbeit

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