
Neue Lausitz Wochenende / 6. März 2026

Lieber Leser, liebe Leserin,
zwei neue Landräte sind gewählt. In Oberspreewald-Lausitz, wo neue Seen in alten Tagebaulöchern glitzern, wählten die Menschen Kontinuität. Dort wird der bisherige Beigeordnete Alexander Erbert (Öffnet in neuem Fenster) (CDU) der neue Mann an der Spitze. In Elbe-Elster, das geprägt ist von Handwerk in Landwirtschaft, wagten die Wähler ein Experiment. Sie gaben am vergangenen Sonntag mit dem Marcel Schmidt (Öffnet in neuem Fenster) (parteilos) dem jüngsten und unbekanntesten von vier Kandidaten das Ticket für die nächsten acht Jahre. Der bisherige Landrat, Christian Jaschinski (Öffnet in neuem Fenster) (CDU) muss gehen.
An diesem Sonntag geht es um den letzten offenen Landratsposten - den im Herzen der Kohleregion. Spree-Neiße (Öffnet in neuem Fenster) wurde 16 Jahre lang vom selben Mann regiert. Nun bewerben sich drei Männer und eine Frau um die Nachfolge von Harald Altekrüger (CDU). Spree-Neiße ist die spannendste dieser drei Wahlen. Sie ist eine Abstimmung über den Strukturwandel.
Rund um Jänschwalde und Schwarze Pumpe sollen die großen Industriezentren entstehen. Guben und Forst, zwei Städte mit stolzer Industrie-Tradition, wählen zudem am Sonntag ihre Bürgermeister neu. In Spree-Neiße sind die Erwartungen an das Regierungshandeln am höchsten, wenn es um den Aufbau von Wirtschaft geht. Insofern wird dieser 8. März ein Schicksalstag für die Lausitz. Am Sonntag wird sich in Zahlen offenbaren, wie die Menschen den Wandel von der Kohleindustrie zur grünen Wirtschaft bisher erlebt haben. Falls Sie mitwählen können, gehen Sie bitte wählen. Schönes Wochenende.

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