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VITAMIN X

Amsterdam hardcore legends

Ox-Interview von Joachim Hiller

2026 werden VITAMIN X 30 Jahre alt – mittlerweile könnten sie also auch VITAMIN XXX heißen, was wiederum zu den drei Kreuzen im Wappen ihrer Heimatstadt Amsterdam passen würde. Das X hat natürlich eine andere Bedeutung, steht für Straight Edge – eine Szene, die damals, Mitte der 1990er, noch deutlich mehr boomte als heute. Egal, VITAMIN X stehen immer noch in ganz Europa, in der ganzen Welt (zuletzt in Japan) auf großen wie kleinen Bühnen, zünden ihr Hardcore-Punk-Feuerwerk. Gerade ist ihr siebtes Album „Ride The Apocalypse“ auf dem finnischen Label Svart Records erschienen, und Frontmann Marko sowie Gitarrist Marc standen uns Rede und Antwort.

Bandmitglieder von VITAMIN X
Foto: Brian Ravaux

Marko, kannst du uns mit in die Vergangenheit nehmen und erzählen, wie alles angefangen hat, wie es weiterging und warum es nie aufgehört hat?

Marko: Ehrlich gesagt hatte ich null Erwartungen, als wir VITAMIN X im November 1996 gegründet haben. Wenn ein paar Leute hier zu einem kleinen Konzert gekommen sind, haben wir uns schon wie Rockstars gefühlt. Das war der ganze Masterplan. Aber dann ging alles ziemlich schnell. Marc und ich hatten kaum angefangen zu proben, da haben wir schon jede Menge Konzerte gespielt, es folgten die ersten Europatouren und zwei 7“s auf dem Label eines Freundes, „Straight Edge Crew“ und „Once Upon A Time ...“. Als Alex 1999 dazukam, war die heilige Dreifaltigkeit aus Marc, Alex und mir komplett – und diese Besetzung ist seitdem im Grunde das Rückgrat von VITAMIN X. Wir hatten im Laufe der Zeit ein paar Schlagzeuger, darunter eine Legende wie Boka von RATOS DE PORÃO. Seit 15 Jahren sitzt Danny, unser Import aus Deutschland, jetzt hinter dem Schlagzeug. Vorher war es Wolfi – auch ein Deutscher. Neben guten Autos stellt Deutschland also offenbar auch extrem zuverlässige Schlagzeuger her. Mit unserer zweiten 7“ hatten wir die Aufmerksamkeit von Underestimated Records in Chicago erregt, die im Jahr 2000 unser Debütalbum „See Thru Their Lies“ veröffentlichten und uns auf unsere erste US-Tour schickten. Zu dieser Zeit tourten CODE 13 durch Europa und ich traf ihren Sänger, Felix Havoc, dessen Maximum Rocknroll-Kolumnen für mich quasi Heilige Schriften des Punk waren. Er bot uns an, uns auf der US-Tour zu fahren und eine 7“ auf seinem Label Havoc Records zu veröffentlichen. So erschien 2001 „People That Bleed“. Und Ernie von LIFE’S HALT kümmerte sich um die Shows an der Westküste.

Wie ging es danach weiter?

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