Ilia Malinin (20) hat seinen ersten Grand Prix mit 40 Punkten Vorsprung gewonnen und einmal mehr bewiesen, dass er sich momentan eigentlich nur selbst schlagen kann. Dabei war der zweimalige Weltmeister aus den USA nicht in seiner besten Form. Im Interview spricht Malinin über seine Kür, seinen Umgang mit gehässigen Kommentaren auf Social Media und über seine Katzen.
Wie geht es Ihnen?
Ilia: Ich bin nicht zu 100 Prozent gesund, daher nehme ich es Tag für Tag und gehe die Dinge langsam an, um nichts zu überstürzen. Ich möchte nicht in die Details (über den Gesundheitszustand) gehen, aber wir sind noch dabei, ein paar Dinge in Ordnung zu bringen und ich habe ein paar harte Monate hinter mir. Ich war mental und körperlich ziemlich instabil, aber das ist ein Teil des Eiskunstlaufs und du musst damit umgehen. Ich bin froh, dass ich wieder in diese Umgebung nach Angers gekommen bin. Den Grand Prix auszulassen und mir etwas Zeit zum Ausruhen und zur vollen Erholung zu geben und andere Herausforderungen zu finden, war eine Überlegung. Aber ich hatte genug Vertrauen in die Unterstützung, die ich bekomme, und in das Team hinter mir. Sie und die Ärzte waren in der Lage, mich auf 80 Prozent zu bringen. Damit hatte ich genug Selbstvertrauen, um im Wettkampf zu starten. Ich hatte eine schwierige Zeit, nicht nur, was das Eislaufen angeht, es war mehr mental. Das galt insbesondere für meine zweite WM in Montreal (2024). Da war ich verletzt und wusste nicht, ob ich überhaupt starten kann, aber ich habe meine Energie wiedergefunden und konnte meine Leistung abliefern. Das hat mich eine Menge fürs Leben gelehrt und es hat mir gezeigt, dass du alles überwinden kannst, egal was geschieht.