Was klingt wie ein spannender Romantitel, ist im Bäckerhandwerk eine gefürchtete Infektion von Broten mit einem Bazillus. Er sorgt dafür, dass nach dem Backen die Brotkrume allmählich zersetzt wird. Was anfangs noch nach einem enzymatischen Problem aussieht (zu feuchte Krume), stellt sich einige Stunden bis Tage später als das dar, was es ist: der Befall des Mehles mit dem Fadenzieher. Die Krume löst sich in dünne, schleimige Fäden auf und stinkt füchterlich.
Schon im 18. Jahrhundert war das Problem bekannt und lange Zeit ein großes Problem in den Backstuben. Durch Einsatz von Pestiziden auf dem Acker ist es bis vor einigen Jahren fast in Vergessenheit geraten. Inzwischen ist der Fadenzieher wieder auf dem Vormarsch, insbesondere da mit weniger Ackerchemie angebaut wird (Biolandwirtschaft). Deshalb ein Thema in Backstuben wie auch zuhause.
Warum sich im Sommer die Fälle häufen, was den Bazillus freut und wie man sich gegen ihn wappnen kann, beschreibt der folgende Beitrag.
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