Liebe Politikinteressierte
Jetzt beginnt die heisse Phase des Wahlkampfs: Die offizielle Liste mit den Kandidierenden für den Zürcher Stadtrat wurde veröffentlicht. Die grossen Überraschungen sind ausgeblieben, trotzdem sind auch einige Exoten darunter. In einer ersten Einschätzung halten sich linke und rechte Splitterkandidatinnen und -kandidaten die Waage. In unserem Artikel liefern wir einen kurzen Überblick. (Öffnet in neuem Fenster) Das Rathuus-Team ist schon sehr gespannt, wer am Ende gewählt wird. Am 8. März 2026 wissen wir mehr.
Ebenfalls wählen kann man in der Schweiz zwischen verschiedenen Zahlungsmethoden. Ob Bargeld, Kreditkarte oder Twint – viele Restaurants und Geschäfte sind da flexibel. Zumindest noch. Denn insbesondere an angesagten Orten wird je länger je mehr nur noch Kartengeld angenommen.
Gemäss dem “Swiss Payment Monitor” der Universität St. Gallen und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften liegt das Bargeld beim Bezahlen vor Ort, also im Laden, zwar knapp vor der Debitkarte als häufigstem Zahlungsmittel. Aber bereits jede sechste Person hat üblicherweise gar kein Bargeld mehr dabei. Gleichzeitig steigt laut der Mitteilung zur Studie der Anteil der Bevölkerung, der einer Abschaffung von Bargeld gegenüber kritisch eingestellt ist. Letzteres hat exemplarisch das Kunsthaus Zürich bewiesen.
Der Entscheid des Museums, dass Bargeld nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptiert wird, hat hohe Wellen geschlagen und für Unmut gesorgt. Kein Wunder. Es mutet seltsam an, wenn eine Institution wie das Kunsthaus das Bargeld verbannt. Hier gehen ja nicht grossmehrheitlich hippe 20- bis 30-Jährige ein und aus. Die Hauptzielgruppe dieses Museums am Heimplatz ist nicht mit dem Smartphone aufgewachsen. Apple Pay oder Twint hat man zwar eingerichtet, bezahlt wird aber von vielen gern mit Geldscheinen oder Münzen. Vermutlich auch darum vollführte das Kunsthaus einen Salto rückwärts, wie unser Artikel zeigt. (Öffnet in neuem Fenster) Zur Freude aller Bargeldfans.
Für hitzige Diskussionen an den Zürcher Stammtischen sorgt zudem regelmässig das Bevölkerungswachstum. Laut Szenarien des Statistischen Amts sowie des Bundesamts für Statistik könnten 2050 nämlich gegen zwei Millionen Menschen im Kanton leben. Zum Vergleich: Aktuell zählt Zürich 1,62 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Haupttreiber für das Wachstum bleibt die Zuwanderung aus dem Ausland, was natürlich Munition für die Befürworter der eidgenössischen Volksinitiative „Keine 10-Millionen-Schweiz“ aus den Reihen der SVP ist. Am Gemeindeforum 2025 haben sich kürzlich Vertretende der Zürcher Gemeinden sowie des Kantons über Chancen und Risiken des Bevölkerungswachstums ausgetauscht. Wir berichten in einem Text von Anfang der Woche darüber. (Öffnet in neuem Fenster)
Zum Schluss liefern wir eine schöne Bildergeschichte: Im ehemaligen Industriegebiet Zürich-West entsteht nämlich ein architektonischer Wurf. Rathuus hat FDP-Stadtrat Michael Baumer auf die Baustelle eines neuen Gebäudes des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich begleitet. (Öffnet in neuem Fenster) Aktuell ist erst der Rohbau fertig. Baumer zeigte sich beim Rundgang aber bereits beeindruckt: „Der imposante Vorbau erinnert fast an eine Seilbahnstation – oder gar an eine James-Bond-Filmkulisse.”
So, das war’s für heute. Wir wünschen ein schönes Wochenende.
Liebe Grüsse
Lorenz Steinmann und Pascal Turin