Liebe Leser*innen,
seit unserem letzten Newsletter sind zwei erfreuliche Dinge passiert: Zum einen hat Dirk Knipphals Daniels Text in der taz (Öffnet in neuem Fenster) nochmal aufgegriffen, außerdem wurden wir im Newsletter von zoraLit (Öffnet in neuem Fenster) empfohlen – vielen Dank!
Bei Daniel gibt es noch eine kleine private-professionelle Neuerung: Er ist auf Instagram jetzt mit dem Handle danielstaehr_autor (Öffnet in neuem Fenster) unterwegs, sein alter Name Robespierre bleibt nur auf Bluesky bestehen.
In dieser Ausgabe beschäftigt sich Daniel mit der Frage, wie gute Allies aussehen, worin das Problem in verkürzter Kommunikation von Studien via Instagram-Reel besteht und warum Frauen nach der Geburt eines Kindes weniger Geld verdienen als Männer.
Wie immer freuen wir uns über Kommentare und Empfehlungen!
Viel Spaß beim Lesen wünschen
Isabella (isipeazy) und Daniel (aka Robbie)

Motherhood Penalty, gute Allies und Social-Media-Aktivismus
Seit TikTok zu einer der populärsten Social-Media-Plattform der Welt wurde, boomt die Wissensvermittlung über kurze Videos. Doch wenn sich Content Creator äußern, die auf entsprechenden Fachgebieten keine expliziten Expert*innen sind, erreicht diese Kommunikationsform schnell ihre Grenzen, und die Linie zwischen hilfreichem Aktivismus und polemischer Selbstdarstellung verschwimmt.
Es ist keine neue Erkenntnis, dass viele Informationen, die man auf Social Media vermittelt bekommt, nicht gerade verlässlich sind. Erst vergangenes Jahr fand der Guardian in einer Untersuchung heraus, dass mehr als die Hälfte der populärsten TikTok-Videos zu Mental-Health-Fragen Fehlinformationen verbreiten (Öffnet in neuem Fenster). Andere Studien kommen zu noch besorgniserregenderen Ergebnissen, laut denen mehr als 80 Prozent aller Videos (Öffnet in neuem Fenster) über Mental Health fehlerhafte Aussagen aufweisen.
Die Demokratisierung von gesellschaftlichen Diskursen und die breite Verfügbarkeit von Informationen durch Social Media sind in der Theorie eine begrüßenswerte Entwicklung. Gerade marginalisierte Teenager haben Möglichkeiten, sich über psychische Erkrankungen, Queerness oder andere Aspekte ihres Lebens zu informieren, die ihnen lange Zeit nicht zur Verfügung standen. Gleichzeitig ist für Einzelne kaum zu erkennen, inwiefern die auf Social Media ausgespielten Informationen richtig sind.
Child Penalty: Frauen werden bestraft, Männer belohnt?
Auf Seiten der Creator wiederum besteht die Gefahr, dass ein gut gemeinter Aktivismus schnell ins Gegenteil umschlägt, dass einer Social-Media-Logik folgend Genauigkeit für eine catchy Pointe geopfert wird, um mehr Engagement zu bekommen. So etwa geschehen beim Kjona Verlag, der kürzlich auf seinem Instagram-Account ein Reel mit dem Titel „Frauen mit Kindern verdienen weniger, Männer mehr“ (Öffnet in neuem Fenster) veröffentlicht, das (Stand 05.02.2026) mehr als 40.000 Aufrufe hat und das perfekte Beispiel für diese Mechanismen ist.
Bevor ich mich mit diesem Video näher beschäftige, möchte ich explizit betonen, dass es mir nicht um eine Generalkritik am Kjona Verlag oder dieser Form der Wissensvermittlung per se geht. Ich finde die Programmarbeit, die dort gemacht wird, fantastisch (Susan Chois Vertrauensübung ist einer meiner liebsten Romane der vergangenen Jahre und Isi hat gerade Das gute Benehmen von Molly Keane sehr wohlwollend in der Lesart besprochen (Öffnet in neuem Fenster)). Dieses Video ist aber ein Paradebeispiel dafür, wie schmal der Grat zwischen hilfreicher Aufklärungsarbeit und populistischer Inszenierung ist, außerdem bietet es eine gute Möglichkeit zu diskutieren, welche Rolle weiße cis Männer als Allies in feministischen Diskursen spielen können.
Wie der Titel des Videos sagt, geht es um die Motherhood Lifetime Penalty, also den Unterschied im Lebenseinkommen zwischen Frauen mit und Frauen ohne Kind. (Nicht zu verwechseln mit der Child Penalty, bei der die unterschiedlichen Auswirkungen auf das Einkommen nach der Geburt eines Kindes zwischen Männern und Frauen analysiert werden.) Darin wird beschrieben, dass Frauen, die Kinder bekommen, über ihr Leben hinweg bis zu 68 Prozent weniger verdienen als Frauen ohne Kinder. Getrieben wird diese (erschreckend hohe) Zahl vor allem durch Frauen, die nach der Geburt eines Kindes nur noch in Teilzeit arbeiten oder ganz aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden (siehe bspw. diese Studie von Charlotte Feldhoff (Öffnet in neuem Fenster)). Der Clou folgt am Ende des Reels. Denn nicht nur sind Männer nicht von dieser Strafe für das Kinderkriegen betroffen, sondern im Gegenteil: Männer mit Kindern verdienen 20 Prozent mehr als der durchschnittliche Mann. Bam!
Diese Zahlen basieren auf der Kurzexpertise einer Bertelsmann-Studie aus dem Jahr 2020. In „Frauen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Was es sie kostet, Mutter zu sein“ (Öffnet in neuem Fenster) findet sich dieser Satz tatsächlich genauso: „Während Väter, gemessen am durchschnittlichen Lebenserwerbseinkommen der Männer, bis zu 20 Prozent mehr verdienen […]“
Es geht mir hier nicht darum zu behaupten, jemand hätte eine Studie absichtlich falsch wiedergegeben. Das Problem ist, wie man diese Zahl interpretiert, und dass man sich den Grenzen von Wissenschaftskommunikation und statistischen Analysen bewusst sein muss. In dem Video von Kjona wirkt es so, als profitierten Männer davon, Väter zu werden, weil das mit einem höheren Einkommen einhergehe. Das über einen kausalen Zusammenhang zu erklären, ist aber schwierig. Wieso sollten Männer mit Kindern mehr verdienen als Männer ohne Kinder? Es geht ja gerade nicht um einen Vergleich zwischen den Geschlechtern. Dieses Ergebnis ist so kontraintuitiv, dass man es eigentlich nicht einfach so hinnehmen kann. Die Kurzexpertise sagt zu diesem Problem nichts weiter, sondern verweist nur auf folgende Grafik.

Allerspätestens der Blick auf diese Grafik macht stutzig. Laut ihr wird der Effekt, dass Männer mehr verdienen, wenn sie Kinder haben, insbesondere am Ende des Beobachtungszeitraums maßgeblich von ostdeutschen Männern mit Kindern getrieben, deren Einkommen relativ zu ostdeutschen Männern ohne Kinder exorbitant ansteigt. In Kombination mit einer zweiten Grafik, die zeigt, dass im Osten der Geschlechterunterschied deutlich geringer ist, entsteht ein Paradox: Wie gehen diese beiden Informationen, die sich im Kern widersprechen, zusammen?

Grenzen der Wissenschaftskommunikation
Die Antwort auf dieses Paradox findet sich nicht in der Kurzexpertise, sondern in der dazugehörigen ausführlichen Studie „Wer gewinnt? Wer verliert? Die Entwicklung und Prognose von Lebenserwerbseinkommen in Deutschland“, die statt zwölf Seiten 52 Seiten lang ist (Öffnet in neuem Fenster). Das illustriert ein generelles Problem der Wissenschaftskommunikation. Natürlich ist es wünschenswert, dass die Ergebnisse umfangreicher Studien für die Öffentlichkeit knapp und gut zugänglich aufbereitet werden, gleichzeitig geht das aber zwangsläufig auf Kosten der Nuanciertheit der Forschungsergebnisse. Wenn dann jemand diese Kurzexpertise noch weiter vereinfacht, besteht die Gefahr, dass aus Vereinfachung Verfälschung wird.
In der vollständigen Studie liefern die Autor*innen zwei Erklärungen für diesen paradoxen Wert von 20 Prozent. Zum einen könnte das Ergebnis daher kommen, dass sich Männer mit Kindern stärker (auch zeitlich) auf die Arbeit fokussieren (müssen), mutmaßlich als Reaktion, um den entgangenen Lohn ihrer Partnerin auszugleichen und so das gemeinsame Einkommen innerhalb der Partnerschaft stabil zu halten. Eine weitere Erklärung zeigt noch deutlicher, wie irreführend die Behauptung sein kann, dass Männer für das Kinderkriegen belohnt werden. So heißt es in der Studie: „Zum anderen könnte es auch sein, dass Männer nur dann mehr Kinder haben, wenn sie es sich als oftmaliger Hauptverdiener der Familie leisten können.“ Die Kausalität wäre also exakt umgekehrt!
Männer verdienen nicht mehr, weil sie Kinder haben, sie haben mehr Kinder, weil sie sich das dank eines höheren Einkommens leisten können. Dieses Problem – in welche Richtung geht der kausale Zusammenhang, was war zuerst da, Henne oder Ei, Einkommen oder Kinder – ist eines der am schwierigsten zu lösenden in der ökonometrischen Forschung. Und so wagen die Autor*innen dieser Studie auch keine Aussage darüber, welche Erklärung die „richtige“ ist, sondern vermuten eine Kombination aus beiden. Mit rein statistischen Methoden ist es kaum möglich, die Kausalitätsrichtung sauber zu bestimmen. Fakt ist, dass diese beiden Gründe sehr unterschiedliche Geschichte erzählen über die Strukturen, die die Einkommen von Männern beeinflussen: Eine von einem finanziellen Zwang, der zu mehr Arbeit führt, die andere von relativem Wohlstand, der mehr Kinder ermöglicht.
Alles nur technische Details, oder was?
Man könnte jetzt argumentieren, dass der Kern der Aussage im Video stimme – Frauen werden für das Kinderkriegen finanziell bestraft; der Kommentar über profitierende Männer war zwar unvollständig, aber nicht falsch. Damit tut man sich allerdings keinen Gefallen. Was die Bertelsmann-Studie zeigt, ist, wie eng verzahnt patriarchale und (sozio-)ökonomische Strukturen in einem kapitalistischen System sind. Ignoriert man das, verliert man einen entscheidenden Aspekt aus den Augen, der notwendig ist, um das Problem zu erkennen. Nicht zuletzt können solche Ungenauigkeiten, werden sie von antifeministischen Gruppen entdeckt, online leicht dazu führen, dass Forschungsergebnisse an sich diskreditiert würden, was wiederum vor allem Frauen schadet.
Generell ist die Forschung zur Child Penalty und Motherhood Penalty komplex und die Ergebnisse sind häufig nicht einfach zu interpretieren. So ist eine geringe Child Penalty nicht zwangsweise Ausdruck einer fortschrittlichen Gesellschaft. Eine Studie aus dem Jahr 2019 kommt zu dem Ergebnis (Öffnet in neuem Fenster), dass die Child Penalty in den USA 31 Prozent beträgt (also der Anteil vom Einkommen, der Frauen im Vergleich zu Männern durch die Geburt eines Kindes entgeht), während es in Deutschland 61 Prozent sind.
Die Gründe für diese eklatanten Unterschiede sind vielfältig. Eine Rolle spielt, dass Deutschland über ein soziales System verfügt, das es Frauen ermöglicht, nach einer Geburt zu Hause zu bleiben. Würden wir Maßnahmen wie Elterngeld oder Mutterschutz abschaffen, würde sich die Child Penalty in Deutschland zweifelsohne schnell reduzieren, weil Mütter früh wieder arbeiten müssten. Doch wäre das wirklich ein wünschenswertes Szenario? Gleichzeitig muss festgehalten werden, dass die Child Penalty in den skandinavischen Ländern, die über Strukturen verfügen, die Männer stärker in die Verantwortung nehmen (Öffnet in neuem Fenster), noch geringer ist als in den USA.
Es steht außer Frage, dass Child und Motherhood Penalty existenzielle Probleme für Frauen darstellen. Sie führen in die finanzielle Abhängigkeit von Partnern und zu einer schlechteren Stellung auf dem Arbeitsmarkt. Eine so große Child Penalty wie in Deutschland sollte ein permanentes gesellschaftliches Thema sein, bis Wege gefunden sind, sie zu reduzieren, ohne Frauen wie in den USA zwei Wochen nach der Geburt ihres Kindes direkt wieder an den Arbeitsplatz zu zwingen. Dennoch muss man sich bewusst machen, wie komplex die Analyse der Gründe für Motherhood und Child Penalty ist. Sind es biologische (die Geburt an sich), Arbeitsmarktdiskriminierung, persönliche Präferenzen oder soziale Normen?
Adoption, Geburt und gleichgeschlechtliche Paare
Ein spannender Forschungsstrang versucht genau diese Frage zu beantworten, indem heterosexuelle Paare mit Kindern, heterosexuelle Paare, die adoptiert haben, und homosexuelle (insbesondere lesbische) Paare mit Kindern verglichen werden. Die Analyse von lesbischen und heterosexuellen Paaren, die adoptieren, ermöglicht es zu verstehen, was die gesellschaftlichen Mechanismen hinter der Child Penalty sind. Ist einzig der Status als „Mutter“ relevant (dann müssten in lesbischen Beziehungen beide Partnerinnen gleichstark betroffen sein wie heterosexuelle Mütter, die ein Kind geboren haben) oder ist die Geburt und das anschließende Zuhause bleiben der Treiber (dann wäre nur eine der beiden Mütter betroffen und hetero Paare, die adoptieren, wären unberührt)?
Das Forschungsduo Martin Eckhoff Andresen und Emily Nix gehört zu den führenden Wissenschaftler*innen auf diesem Gebiet. Sie haben in zahlreichen Arbeiten die Child Penalty in skandinavischen Ländern untersucht. In einer dieser Arbeit kamen sie 2022 zu dem Schluss (Öffnet in neuem Fenster), dass die Child Penalty in der Ehe zwischen hetero Paaren, die adoptiert haben, und solchen, die via Geburt Eltern wurden, quasi identisch war, bei lesbischen Paaren aber deutlich geringer ausfällt. Heißt: Bei heterosexuellen Paaren verliert die Mutter, egal, ob sie adoptiert hat oder nicht, verglichen mit dem Partner deutlich an Einkommen (zwischen 20 bis 25 Prozent). Bei lesbischen Paaren verlieren beide Mütter, dafür aber deutlich weniger (beide circa 10 Prozent), und ihr Einkommensverlust ist nicht so langanhaltend.
Das ist ein Indiz dafür, dass es nicht hauptsächlich biologische Gründe sind, die zu der Child Penalty führen (obwohl gerade im ersten Jahr die Geburt messbare Auswirkungen hat). Gleichzeitig zeigt es auch, dass es nicht maßgeblich die schlechtere Stellung der Frau auf dem Arbeitsmarkt ist, die dazu führt, weil lesbische Paare ansonsten stärker verlieren müssten. Diese Ergebnisse deuten vielmehr darauf hin, dass soziale Normen ursächlich sind. Hetero Paare „entscheiden sich“ für die Aufteilung, dass der Mann das Geld verdient und die Frau zu Hause bleibt (wenn man den Effekt jahrhundertelanger patriarchaler Prägung als freie Entscheidung bezeichnen kann). Lesbische Paare hingegen wählen einen ausgeglicheneren Ansatz, diese Aufgaben zu verteilen.
Was macht einen guten Ally aus?
Muss man all diese Dinge für ein Instagram-Reel wissen? Ich würde sagen, es kommt drauf an. Christian Dittloff sagt in seinem Buch Prägungen. Nachdenken über Männlichkeit: „Ich lebe in einer Art Profitschleife, in der ich sogar davon profitiere, dass ich meine Privilegien hinterfrage.“ Das ist der springende Punkt. Feministische Männer™ profitieren doppelt. Wir haben unsere männlichen Privilegien in einer patriarchalen Gesellschaft, die auch nicht dadurch verschwinden, dass wir sie anerkennen. Und wir profitieren zusätzlich davon, als reflektierte Männer zu gelten, die ebendiese Privilegien hinterfragen.
Diese Tatsache muss Mann anerkennen. Wir weiße cis Männer werden immer mehr Applaus bekommen für Dinge, die Frauen, PoC oder queere Menschen schon seit Jahren erzählen. Daraus folgt für mich, dass es das Mindeste ist, sich deutlich mehr Arbeit zu machen, wenn man öffentlich zu bestimmten Themen spricht. Wenn weiße cis Männer, die sich zu feministischen Themen äußern, Plätze besetzen, die dann marginalisierten Menschen nicht zur Verfügung stehen, habe ich höhere Erwartungen an sie, wie gut sie informiert sein sollten. Natürlich bedeutet das mehr Arbeit. Aber diese Arbeit ist nichts im Vergleich zu den Privilegien, die wir tagtäglich genießen.
Daniel Stähr
Trust us, we know best – Tipps, Tipps, Tipps

Ich möchte heute mehrere Newsletter empfehlen. Zunächst das zoraGram, der monatliche Newsletter von zoraLit, der über Termine und News der Genossenschaft zoraLit informiert und über buchbranchenübergreifende Themen; außerdem gibt es in jeder Ausgabe einen literarischen Hot Take, Lese- und Kulturtipps und ein Textgeschenk. Über die Genossenschaft (wichtiges Projekt!) könnt ihr euch auf der Website (Öffnet in neuem Fenster) informieren, das zoraGram findet ihr hier (Öffnet in neuem Fenster).
Zu den Newslettern, die ich am längsten abonniert habe, gehören diese drei, die (aktuelle) popkulturelle und literarische Themen mit gesellschaftlichen und politischen Diskursen sowie persönlichen Erfahrungen verknüpfen. Alle wirklich toll: Tell The Bees (Öffnet in neuem Fenster), Cafe Hysteria (Öffnet in neuem Fenster) und Loosey (Öffnet in neuem Fenster). – Isabella
Ich muss gestehen, dass ich mich bisher wenig für das Werk von Arundhati Roy interessiert habe. Ich kenne weder das ikonische Der Gott der kleinen Dinge noch Das Ministerium des äußersten Glücks. Umso überraschter war ich, wie sehr mich Meine Zuflucht und mein Sturm (Öffnet in neuem Fenster)umgehauen hat. Im Herzen des Buchs steht das ambivalente Verhältnis Roys zu ihrer Mutter Mary, die zwar eine der bekanntesten feministischen Aktivistinnen Indiens war, gleichzeitig aber auch immer wieder hart und schrecklich gegenüber ihren Kindern. Arundhati Roy erzählt um diese Beziehung herum ihre eigene Biografie und zeichnet nach, wie die indische Gesellschaft dem Hindu-Nationalismus verfallen ist. Das ist teilweise bedrückend und erschütternd, aber auch mitfühlend und vor allem sehr oft, sehr lustig. So muss ein Memoir geschrieben sein. – Daniel
Du kriegst nicht genug? Mehr von uns!
Isabella hat, wie im Text schon erwähnt, Das gute Benehmen von Molly Keane bei Deutschlandfunk Kultur besprochen. Das Gespräch findet ihr hier (Öffnet in neuem Fenster) und hier die schriftliche Rezension (Öffnet in neuem Fenster).
Daniel hat in der analyse & kritik Trag das Feuer weiter (Öffnet in neuem Fenster) rezensiert, den Abschluss von Leïla Slimanis dreiteiliger Familiensaga, die eng an ihre eigene Familiengeschichte angelehnt ist, und Marokkos Geschichte seit dem Zweiten Weltkrieg bis heute erzählt.