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Spürst du den Vibe?

Es ist Montagmorgen. Du liest die Blaupause, den Newsletter, mit dem du Communitys besser verstehst und erfolgreich Mitgliedschaften anbietest. Heute: Zwei praktische Wochenend-Tools zum Ausprobieren.

Hallo!

Schönes Wochenende gehabt? Ich schon, obwohl ich einige Stunden vor dem Computer hing.

Und das kam so: Im unterhaltsamen Technologie-Podcast Hard Fork (Öffnet in neuem Fenster), den ich jedes Wochenende höre, berichten die beiden Hosts seit den Weihnachtsferien von ihren Programmier-Projekten. Zwischen den Jahren gab es nämlich so etwas wie einen zweiten ChatGPT-Moment: Claude Code (Öffnet in neuem Fenster) heißt ein neues Tool des AI-Anbieter Anthropic. Das ermöglicht es Nicht-Programmierern, lokal auf dem eigenen Computer in natürlicher Sprache, na ja, zu programmieren.

Jede Menge stolze Dummies veröffentlichten in den letzten Wochen ihre so entstandenen Selbstbau-Apps, auch Kevin und Casey, die Hard-Fork-Hosts.

https://youtu.be/hchsgcuDBfs?si=-XhtfJze20CswngJ (Öffnet in neuem Fenster)

Das allein ist nicht neu, eine ähnliche Welle gab es schon mal in der Anfangswelle von KI, und für das inzwischen der Begriff Vibe Coding existiert, für das Claude die Übersetzung „Stimmungs-Programmieren“ vorschlägt. Der Unterschied zu damals ist, dass diese Apps wirklich, wirklich gut sind. In wenigen Stunden konnten absolute Laien sehr professionell aussehende, funktionierende und sogar einigermaßen sichere Softwareprodukte veröffentlichen und das zu sehr geringen Kosten, nämlich 20 Dollar im Monat für ein Claude-Abo.

Darf ich mitspielen? Tatsächlich kein Problem. Ich schaffte es,

  • die Terminal-App auf meinem Laptop zu benutzen,

  • Claude Code plus Plugins dort zu installieren,

  • es mit meinem brachliegenden GitHub-Account zu verbinden,

  • einen Server bei Vercel und

  • eine SQL-Datenbank bei Supabase anzuschließen.

Das alles in 30 Minuten. In den dann folgenden 60 Minuten konnte ich für ein mir nahestehende Person eine funktionierende, gut aussehende Schichtplanungs-App zu bauen und im Internet zu veröffentlichen, mit E-Mail-Login, Dark-Mode und allem drum und dran. Sie nutzt sie seitdem jeden Tag.

Wow!!

Ehrlich gesagt ist das Benutzungserlebnis für uns Total-Amateure aber ziemlich clunky. Ich möchte den wenigsten Blaupause-Leser:innen empfehlen, sich dieses Setup draufzuschaffen. Denn wie ich inzwischen gemerkt habe, ist das gar nicht nötig.

Am Samstag hatte ich mir vorgenommen, auch für Blaupause etwas zu „programmieren“. Aber weil ständig meine KI-Tokens bei Claude verbraucht waren, erinnerte ich mich an das Vibe-Coding-Tool Lovable (Öffnet in neuem Fenster) (Affiliate-Link (Öffnet in neuem Fenster)). Das hatte ich vor einem Jahr mal halbherzig ausprobiert, als alles noch nicht so toll war wie behauptet und erwartet.

Um es abzukürzen: Inzwischen ist das krasser Scheiß. Im Folgenden möchte ich dir die beiden praktischen App zeigen, die ich gestern und vorgestern in ein paar Wochenend-Stunden auf dem Sofa gebaut habe.

Projekt 1: Der Blaupause Atomizer

Das Problem kennt jeder, der einen Newsletter schreibt: Du steckst Stunden in einen Text, für die Bewerbung geht dann die Lust aus. Hilfe naht! Der Blaupause Atomizer (Öffnet in neuem Fenster) nimmt eine Newsletter-URL und verwandelt sie in Posts für Bluesky, LinkedIn, Threads, Mastodon, Facebook und Instagram. URL eingeben, Plattformen wählen, fertig.

  1. URL scrapen: Du gibst die Webadresse der Newsletter-Ausgabe ein. Die Der Atomizer erfasst den Inhalt, inklusive Bilder. Aktiviere Bluesky, Threads, Mastodon, LinkedIn, Facebook oder Instagram-Carousel.

  2. Posts generieren: Die AI analysiert deinen Text – Tonalität, Satzstruktur, rhetorische Mittel – und atomisiert 🤯​ ihn in plattform-optimierte Posts. Es gibt von jedem Vorschlag drei Varianten, außerdem kannst du Bilder hinzufügen.

  3. Veröffentlichen: Text kopieren, Bilder im richtigen Format runterladen, auf der Plattform einfügen.

Du kannst den Blaupause Atomizer – mit eigenen Links – ausprobieren unter: atomizer.blaupause.community (Öffnet in neuem Fenster).

Projekt 2: Der Blaupause Navigator

Es geht los mit ein paar Fragen zu deiner Situation als unabhängige Medienmacher:in. Basierend auf deinen Antworten zeigt der Navigator passende Blaupause-Ausgaben. Am Ende jeder Suche gibt es verwandte Fragen, um weiter einzugrenzen.

Mein (wiederum mithilfe von Claude geschriebenen) Prompt bei Lovable: Baue einen konversationalen Newsletter-Navigator: Nutzer beantwortet 2-3 Multiple-Choice-Fragen hintereinander. Am Ende: 3-5 relevante Newsletter-Artikel mit Begruendung. Danach: 3 verwandte Fragen zum Weiterforschen. Das Tool hat nur daraus die komplette Funktionalität entwickelt: Fragen, Scoring-Algorithmus, KI-Integration, Crawlen meines Archivs, automatische Tag-Vergabe. Ich habe dann nach meinem eigenen Geschmack dran rumoptimiert, wahrscheinlich länger als nötig.

Du kannst den Blaupause Navigator ausprobieren unter: navigator.blaupause.community (Öffnet in neuem Fenster).

Sieh es mir nach, dass ich daraus nicht irgendwelche überflüssigen Meta-Analysen abzuleiten. Außer, dass wir hier nicht von der Zukunft reden, sondern von der Gegenwart.

(Öffnet in neuem Fenster)
Das war der Stand vor einem Jahr: Das „Blaupause AI“-Projekt nutzte eine eigene Vektor-Datenbank zur visuellen Darstellung von Datensätzen in einem dreidimensionalen Raum.

Diese Entwicklung geht wahnsinnig schnell. Ich weiß, das sagen wir alle die ganze Zeit, aber ich kann es nachweisen. Du erinnerst dich möglicherweise nicht mehr an ein ähnliches Projekt, das ich Blaupause AI genannt hatte und über das ich im Oktober 2024 berichtet habe (Öffnet in neuem Fenster). Damals hatte Simon Orlob (Öffnet in neuem Fenster) dieses Projekt realisiert, der darauf spezialisiert ist, mithilfe von No-Code-Tools und Künstlicher Intelligenz schnell Digital-Projekte und -Produkte zu bauen.

Simon und ich brauchten damals eine gute Woche von der Idee zum fertigen Produkt, und ich allein hätte es auf keinen Fall hinbekommen. Das geht inzwischen problemlos, und zwar innerhalb einer Stunde – auch wenn ich keinen blassen Schimmer habe, wie genau ich dieses Hexenwerk vollbrachte.

Bis nächsten Montag!
👋 Sebastian

Mitglieder-Bereich 🔒

Lautet dein Neujahrsvorsatz: „Ich werde in diesem Jahr Content Creator!“? Dann habe ich hier die kompakteste, super-konkrete Anleitung für dich, die ich bisher gesehen habe:

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