Willkommen im Newsletter der Superredaktion – die monatliche Ration konstruktive Perspektiven, positive Botschaften und konkrete Anpackmaterialien für Menschen mit Lust auf Zukunft.
Zum Einstieg heute mit einer Bitte in eigener Sache:
Wir sehen jeden Monat, dass ein großer Teil unserer Subscriber den Newsletter tatsächlich öffnet, anstatt ihn im Postfach vermodern zu lassen. Darüber freuen wir uns sehr. Aber ob diese ganzen vielen Wörter auch tatsächlich was mit dir machen oder ob du eigentlich etwas anderes von uns brauchst, können wir nur raten.
Damit wir unsere Arbeit besser auf deine Bedürfnisse zuschneiden können, haben wir eine Bitte: Nimm dir fünf Minuten Zeit, um diesen anonymen Fragebogen (Öffnet in neuem Fenster) zu beantworten.
Fertig? Hervorragend. Tausend Dank dafür! Damit zurück zum Programm: Heute geht es um die Zerbrechlichkeit der fossilen Energieversorgung und die Feststellung, dass es sie eigentlich nicht braucht. Aber zuerst: Drei Gute Nachrichten.
Froher werden
Kein Huhn
In der Schweiz kommt dieser Tage ein “Hähnchen”-Filet (Öffnet in neuem Fenster) aus Mykoprotein in den Einzelhandel, und das sogar als Eigenmarke eines Discounters und zum selben Preis wie echtes Hähnchenfleisch. Es handelt sich hierbei um Proteine, die von Pilzen in einem Bioreaktor erzeugt werden, und so in der Herstellung viel weniger Fläche, Wasser und Energie benötigen und auch nur einen Bruchteil der Treibhausgaswirkung von echtem Fleisch verursachen. Schmeckt es wie Hähnchen? Die nächste Schweiz-Reise wird es zeigen. Aber die zugehörige Technologie – Präzisionsfermentierung (Öffnet in neuem Fenster) – gilt als einer der ganz großen Hoffnungsträger, wenn es darum geht, tierische Produkte durch gleichwertige Alternativen zu ersetzen, die nicht den Planeten zerstören und ohne Tierleid auskommen. Man darf also gespannt sein, ob und wie sich dieses Nicht-Huhn auf dem Markt bewährt.
Mehr Geld
Die fast 200 Mitgliedstaaten der UN-Klimakonvention haben entschieden (Öffnet in neuem Fenster), das Klima-Budget der UNO für die nächsten zwei Jahre um 10 Prozent zu erhöhen. Angesichts der Eskapaden der USA, die aus dem Abkommen ausgestiegen sind und derzeit so einiges tun, um der internationalen Klimapolitik zugunsten der fossilen Industrie den Teppich unter den Füßen wegzuziehen, ist das eine extragute Nachricht. Chinas Anteil steigt von 15 auf 20 Prozent – und das gute Fünftel der Gesamtsumme, das die USA hätten übernehmen sollen, wird stattdessen von einer großen US-amerikanischen Stiftung übernommen.
Weniger Stau
Das vor einem halben Jahr in besonders verstopften Teilen von New York eingeführte “Congestion Pricing” – also eine Staugebühr – ist erfolgreicher (Öffnet in neuem Fenster) als selbst die Befürworter erwartet hatten: Deutlich weniger Luftverschmutzung, deutlich schnellerer Verkehrsfluss, ein Rückgang der Beschwerden wegen Lärm entlang der wichtigsten Hauptstraße in Manhattan um fast drei Viertel, weniger Emissionen, erwartete jährliche Einnahmen von fast 900 Millionen Euro, die in den öffentlichen Nahverkehr investiert werden können – und nach Protesten und Widerstand im Vorfeld zunehmende Zustimmung in der Bevölkerung für die Maßnahme. Mehr Details für Menschen, die sich sowas auf Englisch anschauen mögen, liefert die wie immer lustige und stichhaltige Episode von Climate Town (Öffnet in neuem Fenster) zum Thema.
Selber machen
Hier ist eine Geschichte (Öffnet in neuem Fenster), die du erzählen helfen kannst, damit wir in Deutschland uns mit mehr Verve auf den Weg Richtung Elektrostaat machen. Du brauchst dafür kein einziges Öko-Argument.
Wenn man Gas verbrennt, um ein Zimmer zu beleuchten, entsteht dabei mehr Hitze als Licht. Wenn man Kohle verbrennt, um Elektrizität herzustellen, entsteht dabei mehr Hitze als Strom. Wenn man Öl verbrennt, um ein Fahrzeug zu bewegen, entsteht dabei mehr Hitze als Bewegung. Wir pusten mehr Energie durch Schornsteine und Auspuffrohre als wir nutzen, um unsere Wirtschaft am Laufen zu halten. Anders als Feuer macht Strom sich direkt an die Arbeit, ohne die immensen Verluste, die zwangsläufig beim Umwandeln von Wärme in Arbeit entstehen, und sauberer Strom ist im Überfluss zu haben.
Noch steckt unser Energiesystem in der Vergangenheit fest. Einige wenige überreiche Profiteure mögen es noch nicht einsehen: Die Zeit des Feuers war lang, aber jetzt ist sie vorbei. Das neue Zeitalter ist nicht mehr aufzuhalten, die Frage ist nicht mehr ob, sondern nur noch wie schnell es kommt. Und je schneller es kommt, desto mehr haben wir zu gewinnen.
Im Kleinen heißt das: Nutze die Räume, in denen du Aufmerksamkeit hast, um zu zeigen, wo dein Leben schon im neuen Zeitalter angekommen ist und wie du ganz konkret davon profitierst. Zum Beispiel, weil du günstiger, leiser und ohne giftige Abgase Auto fährst, weil du effizienter und günstiger heizt oder weil du endlich bedenkenlos deinen Säugling auf dem Herd ablegen (Öffnet in neuem Fenster) kannst.
Du kennst natürlich diverse gute Gründe, warum wir zusammen diese Geschichte erzählen sollten. Heute liefern wir dir einen weiteren, der deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient, als er hat: In einer unsicheren Welt ist ein Elektrostaat der sicherere Ort. Wer genauer wissen will, warum wir das sagen und was ein Elektrostaat eigentlich ist: Weiterlesen.
Die Elektrik der Freiheit
Weite Teile der Weltbevölkerung sind von importierten fossilen Brennstoffen abhängig.
Die Versorgung mit fossilen Energieträgern ist teuer, vom guten Willen zweifelhafter Akteure abhängig und zunehmend anfällig für geopolitische Risiken
Die Umstellung der Energieversorgung von Kohle, Gas und Öl auf Strom aus lokalen erneuerbaren Quellen kann jedes Land der Welt unabhängiger, weniger erpressbar, sicherer und reicher machen
Fast drei Viertel der Weltbevölkerung – darunter 99 Prozent aller Menschen in Europa – leben in Ländern, die fossile Brennstoffe importieren. Das hat zwei Konsequenzen von großer Tragweite:
Erstens kosten diese Importe die importierenden Länder gut 1,5 Billionen Euro. Jedes Jahr. Das sind knapp 2% des globalen BIP – natürlich ohne Einpreisung der Schäden an Gesundheit, Ökosystemen, Infrastruktur, die durch das Verbrennen dieser Ressourcen entstehen.
Wir erinnern uns: Im Vergleich zu einer Billion ist eine Milliarde quasi nix. 1,5 Billionen sind 1.500 Milliarden, die jedes Jahr im Wortsinne verbrannt werden. Davon in Deutschland zuletzt knapp 70 Milliarden Euro (Öffnet in neuem Fenster), mit starken Schwankungen von Jahr zu Jahr.
Das sind Kosten, nach denen kaum gefragt wird. Klar machen wir uns sehr große Sorgen um Kosten, aber doch nicht um diese, die zahlen wir ja schon immer.
Der Status quo hat es gut, er ist quasi gottgegeben, er ist das alte Normal, das keine Rechtfertigung braucht und dem keiner Fragen stellt. Viel interessanter und auch schlimmer finden wir daher die Kosten – richtiger wäre: Investitionen – für Windräder, Solaranlagen, Wärmepumpen, E-Autos und solche Sachen. (Einen Kostenvergleich zwischen beiden Systemen haben wir in einem vergangenen Newsletter (Öffnet in neuem Fenster) aufgemacht, Spoiler: Er geht nicht zugunsten der fossilen Welt aus)
Zweitens bedeutet diese Abhängigkeit von fossilen Energieträgern eine Zerbrechlichkeit, vor der wir deutlich mehr Angst haben sollten als vor Dunkelflauten (Öffnet in neuem Fenster). Um diese Zerbrechlichkeit und darum, wie wir sie loswerden und dabei zugleich sehr viel Geld sparen, soll es heute gehen. Soweit nicht anders angegeben, stammen alle Zahlen und Grafiken aus dem Bericht “Energy Security in an Insecure World” (Öffnet in neuem Fenster) des renommierten gemeinnützigen Thinktanks Ember (Öffnet in neuem Fenster).
Stabil geht anders
Unter den importierenden Ländern sind über fünfzig, die mehr als die Hälfte ihres gesamten Energiebedarfs in Form von fossilen Brennstoffen einkaufen. In Deutschland sind es sogar zwei Drittel. Wir Deutschen geben für diese Importe etwa drei Prozent unseres Bruttoinlandsproduktes aus. Strombettler, von wegen. Wir sind Ölschnorrer und Gasparasiten.
Werden die Importe aus irgendwelchen Gründen abgeschnitten, stehen bald drei Viertel der Weltwirtschaft still. Dieser Tage braucht es nicht allzu viel Fantasie, um sich vorzustellen, was für Gründe das sein könnten.
Zu viele Eier in zu wenigen Körben
Zu dem Zeitpunkt, als Putin nach dem Überfall auf die Ukraine Europa strategisch den Gashahn zudrehte, hatte Deutschland sich über viele Jahre in eine tiefe Abhängigkeit (Öffnet in neuem Fenster) von Russlands Gas begeben, stärker als jedes andere europäische Land: Mehr als die Hälfte unseres Gasbedarfs kam aus Russland. Umso härter traf uns der Wegfall. Um ein Haar (Öffnet in neuem Fenster) hätten viele Menschen im Winter 2022 in kalten Wohnungen gesessen, die Regierung konnte das Schlimmste nur unter Inkaufnahme schmerzhafter Kompromisse (Öffnet in neuem Fenster) abwenden. Erst vor wenigen Tagen wurde die Lage offiziell von der Alarmstufe auf auf eine Frühwarnstufe herabgesetzt (Öffnet in neuem Fenster).
Russische Gas-Pipelines sind aber beileibe nicht die einzige wackelige Wette, die die Welt für die Sicherstellung ihrer Energieversorgung eingegangen ist. Über ein Viertel der fossilen Versorgung des Planeten muss durch einen nur 20 Seemeilen schmalen Meereskorridor vor der Küste eines Terrorregimes. Weite Teile der Menschheit mussten also bei der Frage den Atem anhalten, ob der Iran nach den Angriffen aus Israel ein paar Seeminen in die Hand nimmt und damit mal eben die Straße von Hormus schließt (Öffnet in neuem Fenster). Ein Anzeichen dafür, dass wir unser energetisches Schicksal in die Hände von Akteuren gelegt haben, in denen es vielleicht nicht so gut aufgehoben ist.
Zumal der Leumund auch der anderen Öl und Gas produzierenden Länder in der Region, deren Lieferungen ebenfalls durch die Straße von Hormus gehen, nicht unbedingt der beste ist. Wir haben schon einmal einen Newsletter (Öffnet in neuem Fenster) geschrieben, in dem wir darüber sprechen, wie die Einnahmen aus fossilen Exporten Terror, Gewalt und Unterdrückung im Nahen Osten finanzieren helfen.
Aber damit hört es nicht auf: Über zwei Drittel des weltweiten Handels mit fossilen Brennstoffen gehen durch nur drei empfindliche geographische Nadelöhre.
Neben der Straße von Hormus am Ausgang des persischen Golfs Richtung Golf von Oman und Arabisches Meer sind das die Straße von Malakka zwischen der indonesischen Insel Sumatra und der malaiischen Halbinsel – in den frühen 2000er Jahren eine der am stärksten von Piraterie (Öffnet in neuem Fenster) bedrohten Wasserstraßen der Welt – und der Suez-Kanal, der das Rote Meer mit dem Mittelmeer verbindet. Dort ist der Schiffsverkehr massiv eingebrochen (Öffnet in neuem Fenster), seitdem die Huthi-Rebellen aus dem Jemen Frachtschiffe im Roten Meer beschießen.
Logistische Nadelöhre, Diktaturen, Krieg, und, achja: Trump, der gerade die USA, den größten (Öffnet in neuem Fenster) Gas- und Ölproduzenten der Welt, in eine komplett ungewisse Richtung steuert, über der in leuchtenden Blinkebuchstaben “America First” geschrieben steht. Kurz: Die aktuelle Energieversorgung der Menschheit ist keine sichere Bank, sie ist ein Kartenhaus. Und es wird windig.
Es gibt einen Ausweg
Du hast schon mal von ihm gehört. Er heißt Strom. Und es gibt drei Stellschrauben, die wir möglichst gleichzeitig und mit Nachdruck drehen sollten, wenn er uns besonders wirksam weiterbringen soll:
Ein Drittel aller weltweiten fossilen Importe sparen wir ein, wenn wir alle Verbrennermotoren auf den Straßen durch elektrische ersetzen.
Wir sparen weitere 23 Prozent, wenn die Welt durch den Ausbau von Erneuerbaren aufhört, Kohle, Öl und Gas für die Stromherstellung zu verbrennen.
Der dritte große Hebel ist Wärme: Wenn wir alle fossilen Gebäudeheizungen durch Wärmepumpen ersetzen, sind weitere 14 Prozent fossiler Importe hinfällig.
Damit wären wir insgesamt bei einer Verminderung der Importe um 70 Prozent. Das entspricht einer Ersparnis von 1,1 Billionen Euro jährlich für die importierenden Länder.
Und dieser Ausweg steht allen offen. Fossile Brennstoffe sind in wenigen Weltregionen konzentriert, während die Voraussetzungen für erneuerbare Energien überall zur Verfügung stehen – oft sogar im Überfluss.
Über 90 Prozent der Weltbevölkerung leben in Ländern, deren Potenzial für Wind- und Sonnenenergie mehr als das Zehnfache ihres Bedarfs decken kann. Das weltweite Potenzial für Energie aus Sonne und Wind entspricht fast dem hundertfachen des gesamten Energiebedarfs der Menschheit. .
Besser abhängig
Und bevor es jemand anders sagt, sagen wir es selbst: Es ist absehbar, dass das neue System erstmal neue Import-Abhängigkeiten mit sich bringt. Aber wer sagt, das sei dasselbe wie mit den Fossilen, schaut nicht richtig hin – oder hat eine Agenda.
Fossile Rohstoffe müssen permanent in großem Volumen importiert werden, damit der Laden weiterläuft. Ein Solarpanel importiere ich einmal, und dann liefert es mir für 30 Jahre sauberen Strom, bevor ich mich um Ersatz kümmern muss. Ein schönes Bild dazu malt der Energieexperte Tim Meyer (Öffnet in neuem Fenster), dessen Buch Strom (Öffnet in neuem Fenster) wir schon im letzten Schrieb empfohlen haben:
Will ich dieselbe Menge Strom, die eine einzige Containerschiffladung Solarzellen und Batteriespeicher über ihre Lebenszeit von 25 Jahre erzeugt, aus Kohle herstellen, müsste ich dafür 175 Massengutfrachter mit jeweils 80.000 Tonnen Kohle übers Meer schicken.
Und: Öl-, Gas- und Kohlevorkommen sind Schicksal. Ein Land hat sie oder hat sie nicht. Wenn ich keins habe, muss ich mich mit den Akteuren arrangieren, die es haben, auf Gedeih und Verderb, für immer.
Die Bausteine des neuen Systems hingegen sind keine zufällig verteilten, räumlich stark konzentrierten Rohstoffe, sondern Technologien, die potenziell überall und von allen hergestellt werden können. Heute importieren sehr viele Volkswirtschaften fossile Brennstoffe von einer kleinen Handvoll oft zweifelhafter Partner. Die Zutaten für die elektrische Energieunabhängigkeit werden wir in absehbarer Zeit von einer wesentlich größeren Auswahl an Ländern einkaufen können.
Wenn das dasselbe ist wie im aktuellen fossilen System, dann sind Makrelen und Pottwale auch dasselbe.
Wir sind schon unterwegs
Für die ganz großen Marktkräfte war der Anreiz, die Zukunft zu retten, nicht groß genug, um den Umbau der planetaren fossilen Maschine zu etwas Neuem, Besserem in Angriff zu nehmen. Erst, als auch die Effizienz- und Kostenfrage sich zugunsten von Wind, Solar und Batterien zu drehen (Öffnet in neuem Fenster) begann, kamen sie richtig in Fahrt.
Für viele weitere in Europa wurde nun ausgerechnet Putin zum unfreiwilligen Treiber der Energierevolution.
Polen hat 2024 fast doppelt so viel Solarenergie zugebaut wie Großbritannien – mit einer nur halb so großen Bevölkerung und einem halb so großen BIP pro Kopf.
Die neun osteuropäischen Länder (Öffnet in neuem Fenster) mit dem stärksten Solarzubau haben in den letzten Jahren ihre Kapazität doppelt so schnell erhöht wie der europäische Durchschnitt, um ganze 450 Prozent.
Das dortige Wachstum der Erneuerbaren ist ein wesentlicher Grund dafür, dass die baltischen Staaten vor einigen Monaten in einem Akt großer symbolischer Strahlkraft ihre Verbindung zum russischen Stromnetz kappen (Öffnet in neuem Fenster) konnten, um sich dem EU-Netz anzuschließen. Es war das Ende einer jahrzehntelangen Abhängigkeit von einem unberechenbaren, inzwischen zum klaren Feind gewordenen Partner. Die zerschnittenen Kabelstücke bekam das jubelnde Publikum als Souvenirs ausgehändigt.
Aber auch wir in Deutschland können uns einreihen: Man muss sich nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen, um festzustellen, dass der Ausbau der Erneuerbaren bei uns ohne Gaskrise sicher nicht so rasant gelaufen wäre wie in den letzten Jahren.
Fazit: Freiheit ist elektrisch
Wir – wir Deutschen, wir Welt, wir alle – sollten uns eine Sache (viele andere bitte nicht) sehr genau von China abschauen, nämlich: Die Kompromisslosigkeit, mit der es sich in den Umbau vom Petro- zum Elektrostaat wirft – durch den massiven Ausbau Erneuerbarer Energien (können wir in D schon sehr gut) und, derzeit vielleicht noch wichtiger, die massive Elektrifizierung von allem, was geht (können wir in D bisher deutlich schlechter). Denn: Je größer der Anteil einer Volkswirtschaft, der mit Strom betrieben wird, desto größer das Potenzial für Energiesouveränität – und China elektrifiziert sich heute neunmal so schnell (Öffnet in neuem Fenster)wie der Rest der Welt.
Nicht nur erhalten wir dadurch unsere Lebensgrundlagen, nicht nur werden wir dadurch gesünder, nicht nur schaffen wir so mehr Wohlstand für mehr Menschen – wir machen uns auch unabhängig von den Unwägbarkeiten eines extrem flatterhaften fossilen Weltmarkts, sichern unsere Energieversorgung und können diversen fossilen Feinden der Freiheit eine lange Nase drehen.
Das alles ist allerdings erst Schritt 2.
Schritt 1: Den Fragebogen (Öffnet in neuem Fenster) ausfüllen, den wir drei Meter Text weiter oben erwähnt haben, bittesehr dankesehr.
Dann Energieunabhängigkeit, dann lange Nase.
Los geht’s.
Freunde treffen
https://www.youtube.com/watch?v=LZLZJWVFZvs (Öffnet in neuem Fenster)Hier haben wir ein vortreffliches Geschimpfe von Comedian Moritz Neumeier, das auf mindestens drei Ebenen interessant ist: Erstens hat er gut recherchiert und einfach recht, zweitens ist die Präsentation sehr unterhaltsam, und drittens ist das ein gutes Beispiel für die Art wirksame Kommunikation von Zukunfts- und Demokratiethemen, für die wir mit der Superredaktion und unserem Geschwisterprojekt Planet Narratives (Öffnet in neuem Fenster) regelmäßig eine Lanze brechen: Emotional, konstruktiv, nahbar, mit Humor und alltagstauglicher Sprache ganz konkret aus unser aller Alltag heraus erzählt.
Bitte zuhause nachmachen.
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