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„Donau – Unter Strom und zwischen Welten“
So lautet das diesjährige Fokusthema der Leipziger Buchmesse. Die Donau fließt durch zehn Länder und verbindet Kulturen, Landschaften, Menschen und auch ihre Literatur (bestenfalls). Natürlich soll das Programm auf der Leipziger Buchmesse 2026 die Vielfalt der Region in Geschichten und Begegnungen auf der Donaubühne erfahrbar machen. Mehr Infos gibt es hier (Öffnet in neuem Fenster).
https://steady.page/de/thelittlequeerreview/posts/792e393f-f02c-4ae9-b9a1-5b6ca11514c6 (Öffnet in neuem Fenster)Bevor wir euch in den kommenden Tagen noch ein, zwei mögliche Messe-Highlights vorstellen wollen (für alle Job-Suchenden-Und-Überlegenden etwa den Karrieretag des Börsenvereins (Öffnet in neuem Fenster) oder das Thema Literatur im Ausnahmezustand), werden wir in aller Kürze (immer wieder gut, ne…) die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik sowie Übersetzung nennen:
Belletristik
Helene Bukowski: Wer möchte nicht im Leben bleiben - Claassen, Februar 2026
Norbert Gstrein: Im ersten Licht - Hanser, Februar 2026
Anja Kampmann: Die Wut ist ein heller Stern - Hanser, August 2025)
Katerina Poladjan: Goldstrand - S. Fischer, August 2025
Elli Unruh: Fische im Trüben - Transit, September 2025
Sachbuch/Essayistik
Marie-Janine Calic: Balkan-Odyssee, 1933–1941. Auf der Flucht vor Hitler durch Südosteuropa - C.H. Beck, Oktober 2025
Ines Geipel: Landschaft ohne Zeugen. Buchenwald und der Riss der Erinnerung - S. Fischer, März 2026
Jan Jekal: Paranoia in Hollywood. Wie die USA exilierte Künstler erst retteten und dann verfolgten. 1941–1953 - Matthes & Seitz Berlin, Februar 2026
Ulli Lust: Die Frau als Mensch: Schamaninnen - Reprodukt, Februar 2026
Manfred Pfister: Englische Renaissance - Galiani Berlin, Oktober 2025

Übersetzung
Ulrich Faure übersetzte aus dem Niederländischen Das Lied von Storch und Dromedar von Anjet Daanje - Friedenauer Presse, August 2025
Tina Flecken übersetzte aus dem Isländischen Eden von Auður Ava Ólafsdóttir - Insel Verlag, Oktober 2025
Manfred Gmeiner übersetzte aus dem Spanischen Unten leben von Gustavo Faverón Patriau - Droschl Literaturverlag, August 2025
Timea Tankó übersetzte aus dem Ungarischen Die Aussiedlung von András Visky - Suhrkamp, Oktober 2025
Petra Zickmann übersetzte aus dem Katalanischen Ich gab dir Augen, und du blicktest in die Finsternis von Irene Solà - S. Fischer, August 2025
Eine bunte Liste, im übertragenen wie im wörtlichen Sinne, sind doch diverse farbenfrohe Bücher nominiert. Mit Manfred Pfisters Englische Renaissance ein geistig wie optisch ansprechender Band und mit Ulli Lusts zweitem Frau als Mensch-Band eine schreiende Graphic Novel. Ob die siebenköpfige Jury Lust hat, nach dem Deutschen Sachbuchpreis 2025 der österreichischen Comiczeichnerin und Illustratorin erneut einen Preis zukommen zu lassen: Wir werden sehen. Immerhin geht es um Schamaninnen. Ein Zeichen? Oder doch nur Zeichnungen?
(Öffnet in neuem Fenster)Mystisch und feministisch geht es auch in Ich gab dir Augen, und du blicktest in die Finsternis von Irene Solà zu. Doch auch Gustavo Faverón Patriau Unten leben ist ein Faszinosum - nicht nur, da es die erste (und vermutlich nicht einzige/letzte) Übertragung ins Deutsche ist. Katerina Poladjan ist nicht das erste Mal für diesen/einen Buchpreis nominiert und ganz ähnlich einer Kristine Bilkau, wird es sicherlich zu weiteren Wiederholungen und Nominierungs-Anhäufungen kommen…
https://steady.page/de/thelittlequeerreview/posts/e8cb32a4-087e-44b7-975c-244661e5d972 (Öffnet in neuem Fenster)…davon ist auch bei Norbert Gstrein auszugehen, der gemeinsam mit dem Hanser Verlag ohnehin gern Nominierungen sammelt. Im Belletristik-Bereich schlägt unser Herz allerdings derzeit (noch) für Helene Bukowski (nicht zu verwechseln mit Helene Bubrowski von Table.Media (Öffnet in neuem Fenster)!) und ihren Roman Wer möchte nicht im Leben bleiben. Allerdings konnten wir auch noch nicht in Anja Kampmanns Werk schauen, das durchaus vielversprechend klingt.
https://steady.page/de/thelittlequeerreview/posts/3ddbf307-da86-4631-91b3-fa5ee86e1f54 (Öffnet in neuem Fenster)Nicht weniger vielversprechend scheint die Paranoia in Hollywood von Jan Jekal, die Landschaft ohne Zeugen von Ines Geipel und Marie-Janine Calic mit ihrer Balkan-Odyssee. Kurzum: Allen Sachbüchern einen Preis! Doch gibt es ja auch noch den Deutschen Sachbuchpreis (Bekanntgabe der Nominierten: 21.04.2026) sowie das Wissensbuch des Jahres (Bekanntgabe der Nominierten im Sommer 2026) und der NDR sucht gerade nach Vorschlägen für den “eigenen” Sachbuchpreis, der im November verliehen wird (Öffnet in neuem Fenster).

Randnotizen: Neben Katrin Schumacher, Zita Bereuter, Kais Harrabi, Thomas Hummitzsch und Judith von Sternburg gehören zur Jury für den 22. Preis der Leipziger Buchmesse (Öffnet in neuem Fenster) Tilman Spreckelsen und Katharina Herrmann als neue Mitglieder. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 60.000 Euro dotiert. Der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig unterstützen den Preis. Partner ist das Literarische Colloquium Berlin.
https://www.instagram.com/p/DVsiLZMivsu/ (Öffnet in neuem Fenster)Die Leipziger Buchmesse findet vom 19. bis 22. März 2026 statt.
QR/NS [mit Pressematerial]
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