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Wie viele toxische Menschen hast du in deinem Umfeld?

Und woran erkennst du sie wirklich?

Scrollst du auch manchmal durch Social Media und siehst diese Posts?

  • “10 Zeichen für toxische Menschen”

  • “Toxische Führungskräfte, die dir das Leben schwer machen?”

  • “So erkennst du toxische Freundschaften”

  • “Toxische Kollegen – raus aus deinem Leben!”

Tausende Likes. Hunderte Kommentare. Menschen, die nicken. Die sich wiedererkennen. Die endlich eine Erklärung haben.

Aber hast du dich jemals gefragt: Woher dieser Begriff eigentlich kommt und was er mit DIR macht?

Ich habe es getan. Und was ich herausgefunden habe, hat mich wütend gemacht.

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"Toxische Menschen" ist kein psychologischer Fachbegriff. Er stammt nicht aus der Traumatherapie. Er wurde nicht von Forschern entwickelt.

Er kommt aus einem Ratgeberbuch von 1995. Der Begriff ist tatsächlich über 30 Jahre alt und wurde in einer Zeit geschrieben, als Traumareaktionen, Glaubenssätze, Überlebensstrategien, Muster noch nicht bekannt waren.

Geschrieben von jemandem, der – wie ich beim Lesen schnell merkte – selbst noch tief in der Verletzung steckte. Das fühlt man bereits in der Widmung ihres Buches.

Interessant ist, dass sich 30 Jahre später dieser Begriff viral verbreitet hat. Ich würde behaupten, dir geht es wie mir und du weißt nicht, woher er eigentlich kommt und was er mal beschrieben hat. Aber überall ist heute plötzlich alles "toxisch":

  • Toxische Beziehungen

  • Toxische Arbeitsplätze

  • Toxische Familien

  • Toxische Führungskräfte

  • Sogar: Toxische Gedanken (gegen dich selbst!)

Es wundert mich nicht, dass dieser Begriff so populär ist

Der Begriff gibt uns eine einfache Erklärung. Eine externe Erklärung. Er lässt sich gut vermarkten. Alle Welt kennt sich plötzlich mit “toxischen Menschen” aus.

Und es ist doch super einfach, wenn dir jemand sagt:

"Die anderen sind das Problem. Nicht du."

Da brauchst du keine Selbstreflexion. Du musst dir auch keine unbequemen Fragen stellen. Vor allem aber musst du dich nicht mit deinen eigenen Mustern, Überlebensstrategien und den daraus resultierenden Handlungsweisen auseinandersetzen. Du kannst deinen Anteil an der Beziehungsdynamik ignorieren.

Einfach nur: Die sind toxisch. Ich bin das Opfer.

Woher ich das weiß? Ich habe jahrelang genau das auch so gemacht. Nur dass ich andere Menschen nicht als “toxisch” gelabelt habe. Ich habe sie aber trotzdem für ihr Verhalten mir gegenüber still gehasst. Ich habe sie still verachtet, weil sie ungerecht waren. Ich war still in mir wütend, weil ich nichts entgegensetzen konnte. Aber was ich erst viel später begriffen haben, wie hilfreich diese Menschen eigentlich waren. Heute bin ich ihnen dankbar. Sie haben mich einiges gelehrt.

Was, wenn ich dir sage:

Der Begriff "toxische Menschen" ist selbst toxischer als die Menschen, die er beschreiben soll?

Was, wenn ich dir zeige, dass die Autorin dieses Bestsellers, von dem wir das Wort “toxisch” wahllos gebrauchen:

  • Unsensibilität mit Manipulation gleichsetzt?

  • Soziale Unbeholfenheit als "toxisch" definiert?

  • Dich selbst als toxisch bezeichnet, wenn du negative Gedanken hast?

  • Dir "Tools" verkauft, mit denen du "sogar reich werden kannst"?

Was wäre, wenn du mit dem Label “toxisch”:

  • Dir und anderen die Chance nimmst zu wachsen?

  • Du genauso “toxisch” bist für andere, wie du es anderen Menschen zuschreibst?

  • Du dir die Chance nimmst, dein Gegenüber als Spiegel zu nutzen?

  • Du einer hetzerischen Hysterie deine Energie schenkst, anstelle dich zu fragen, warum du solche Menschen in dein Leben rufst? (hast du nicht? - dachte ich auch immer - wer macht das schon freiwillig? - doch hast du - deine Überlebensstragegien und Glaubenssätze machen es den Menschen einfach anzudocken)

Klingt absurd?

Ich habe in ihr Buch reingelesen. Und ich zeige dir in diesem Artikel:

✅ Wer diesen Begriff wirklich geprägt hat (und in welcher Verfassung diese Person war)
✅ Was die Autorin unter "toxisch" versteht (Spoiler: fast alles)
✅ Warum der Begriff verhindert, was er angeblich lösen soll
✅ Und warum wir damit unsere eigene Macht abgeben

Denn hier ist die unbequeme Wahrheit:

Wenn du ständig "toxische Menschen" in deinem Leben hast, liegt das Problem vielleicht nicht bei den anderen.

Es liegt in den Mustern, die du aus deiner Kindheit mitgebracht hast. In den Überlebensstrategien, die dich anfällig machen für genau diese Dynamiken.

Aber solange du andere als "toxisch" labelst, musst du dich damit nicht auseinandersetzen.

Bequem, oder?

Ich war selbst dort. Ich habe anderen die Schuld gegeben. Ich habe mich als Opfer gefühlt.

Bis ich verstanden habe: Ohne diese "toxischen Menschen" wäre ich nie aufgewacht. Sie haben mir den Spiegel vorgehalten. Sie haben mich wachsen lassen.

Bereit, deine Perspektive zu hinterfragen?

Bereit zu verstehen, warum dieser Begriff mehr schadet als hilft?

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Kategorie Bewusstsein & Wandel

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