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Aktionsrat Bildung - Komplett überflüssig!

Kolumne / Hinterfragt

Du interessierst Dich für Dich selbst und Deine Beziehungen. Deshalb liest Du diesen Newsletter bei »Aufklärung tut Not«.

Hallo, bei »Aufklärung tut Not«, und einem Kolumne-Newsletter,

als ich mich mal wieder ein wenig im Netz umgeschaut habe, bin ich auf einen Artikel bei Spiegel Online (Opens in a new window) gestoßen.

Darin geht es um Auslassungen vom »Aktionsrat Bildung« zur Social-Media-Debatte.

Obwohl es bei »Aufklärung tut Not« vornehmlich um Beziehung und Kommunikation geht, lasse ich es mir nicht nehmen, zu den Themen Bildung und Erziehung in meiner Kolumne meinen Senf abzugeben.

Im Artikel heißt es:

Weil Social-Media-Kommunikation längst überall im Alltag angekommen sei, müssten Schulen und Politik schnell reagieren, fordern die Fachleute in ihrer neuen Veröffentlichung: »Kinder, Jugendliche und Erwachsene müssen aus diesem Grund von klein auf altersgerecht auf die vielfältigen Chancen und Risiken und die gezielte sinnvolle Nutzung von Social Media vorbereitet werden.«

Mal abgesehen davon, dass Jugendliche und Erwachsene nicht mehr klein sind, zeigt bereits eine derartige »Empfehlung«, wie überflüssig dieser »Aktionsrat Bildung« ist.

Während andere Länder bereits diesen Wahnsinn zurückfahren, muss man zudem auf Seite 117 dieses sogenannten Gutachtens (Opens in a new window) als Einführung in den 2. Abschnitt »Frühe Bildung« folgendes lesen:

Einhergehend mit der fortschreitenden Digitalisierung nehmen unterschiedliche Social-Media-Kanäle einen immer größer werdenden Raum in unserer Gesellschaft ein. Sie dienen der Vernetzung und Kommunikation und werden umfassend als Informationskanäle genutzt.

So so … der Vernetzung und Kommunikation …

Aha … als Informationskanäle …

Aktionsrat - 9 Personen

Wie können diese 9 Personen als Studierte einen derartigen Blödsinn schreiben und diesen dann auch noch veröffentlichen?

»Soziale Medien«, um sich zu vernetzen und zu kommunizieren?

»Soziale Medien« als Informationskanäle?

Das liest sich eher wie ein Werbetext für die unsäglichen Plattformen, die nicht nur Kindern reale Lebenszeit klauen, sondern auch noch ganz andere Dinge »können«.

(Opens in a new window)
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Längst widerlegte Argumente aus der Medienpädagogik-Ecke

Der angebliche Umstand, dass »Soziale Medien« einen immer größeren Raum in der Gesellschaft einnehmen, ist ein Scheinargument.

Auf Seite 151 im Abschnitt 3.5.1 »An die Familien« heißt es:

Verantwortungsübernahme der Familien bei der Begrenzung und Begleitung der Social-Media-Nutzung von Kindern. In den Familien müssen klare Regeln zur engen Begrenzung der Nutzung von Social Media durch die Kinder festlegt werden (bei älteren Grundschulkindern nach Möglichkeit gemeinsam mit ihnen). Eltern müssen diese in der Kommunikation erklären und deren Einhaltung durchsetzen. Darüber hinaus müssen sie die Mediennutzung ihrer Kinder begleiten und auf die Berücksichtigung von Altersbeschränkungen achten. Gleichzeitig gilt es, ihr eigenes Vorbildverhalten zu reflektieren und bei Bedarf

entsprechend anzupassen.

Eltern brauchen einerseits Klarheit und andererseits nicht die erneute Erzeugung von Druck.

Es ist überfällig, dass die gesamte Gesellschaft Müttern und Vätern eindeutig, ohne Wenn und Aber, signalisiert:

Haltet die Geräte und damit auch diese Plattformen von Euren Kindern fern!

Wäre dies endlich klar, könnten Eltern handlungssicher zu ihren unter 16 Jahre alten Kindern »Nein« sagen, wenn sie ein Smartphone wollen.

Dann doch ein Verbot von Handys und Social-Media in Grundschulen

Dieses ganze Geschwafel von Potenzialen und Gefahren und aktiver Begleitung durch Eltern und Pädagogen … und dann fordert man am Ende des Abschnitts »Primarstufe« auf Seite 161 doch noch ein Verbot von Smartphone und »Sozialen Medien«.

Danke, für Deine Aufmerksamkeit!
Bis zum nächsten Mal

Freundliche Grüße

Michael Ueberschaer

Topic Kolumne

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