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Lassen wir’s krachen: Freude und Frust im August

Kein August ohne Kirmes, keine Kirmes ohne Feuerwerk. Zwei dieser Spektakel stiegen dieses Jahr sogar direkt vor der Haustür: eines erstmals hier bei mir im Ort, eines vor einer Woche beim Karpfenfest in Reinfeld, wo ich meinen Vater besuchte. Mal ungeachtet dessen, was die Bewohner des Herrenteichs wohl davon gehalten haben mögen: Es war es ein passender Abschluss für einen Monat, der irgendwie genauso bunt und abwechslungsreich war und diverse Knaller und Kracher bereithielt.

Feuerwerk, aufgenommen von Christine Piontek

Der Besuch bei meinem Vater ist übrigens auch der Grund, warum mein Newsletter erst jetzt in deinem Postfach landet. Papa war nämlich im Besitz zweier Karten für das Konzert von Helge Schneider in Kiel. Die wiederum hatte mir meine Familie zum Geburtstag geschenkt. Und so begab es sich, dass ich die klimpernde, trötende und klampfende Improvisationsikone letztes Wochenende nun endlich mal live erlebt habe:

Helge Scheider und mit Band bestehend aus Sandro Giampietro und Leo Richards beim Konzert in Kiel auf der Freilichtbühne Krusenkoppel im August 2025, fotografiert von Christine Piontek
What the Fitze, Fitze, Fatz?! Dachten sich wohl auch Gitarrist Sandro Giampietro und Bassist Leo Richards hin und wieder ...

Mein Fazit des Abends? Auch mit 70 immer noch HUUIIII (Opens in a new window), eine Libelle …! (“Die tut nix. Nur Eier in die Haare legen.”)

Absoluter Kracher!

Ferienerlebnisse fürs Piontextchen

Fitze, Fitze, Fatz ist auch der Sommer fast schon wieder rum. Das ist mindestens so absurd wie der Humor von Helge Schneider, denn ich hab doch gefühlt eben erst Sätze für den Anfang einer Sommergeschichte (Opens in a new window) gesammelt! Eine Aktion, die richtig gut ankam und die ich deshalb letzte Woche spontan in ähnlicher Form wiederholt habe.

“Was war dein tollstes / ärgerlichstes / witzigstes / beklopptestes / schrägstes Ferienerlebnis?”, fragte ich bei Instagram (Opens in a new window). Daraufhin haben mich sehr schöne Vorschläge für das nächste Piontextchen erreicht. Ich selbst werfe auch noch was in den Hut und gebe dir jetzt acht mögliche Aufhänger für die nächste Kurzgeschichte:

  1. Ein kleines Mädchen, ihr Fahrrad und ein Dornbusch sind die Zutaten für ein schmerzhaftes und zugleich peinliches Erlebnis auf einer Radtour, das “hängenbleiben” sollte.

  2. Ein Strandurlaub und ein verlorener Ring – das klingt nicht gerade nach einem Happy End. Oder?

  3. Es sollte ein perfektes Weihnachtsfest werden. Also nochmal schnell staubsaugen – und dann feststellen, dass die eingesaugte Krippenfigur das Jesuskind ist!

  4. Männer konnten ihr den Buckel runterrutschen, denn nach der Trennung hatte sie die Nase gestrichen voll! Dem Griechen, der ihr kurz nach der Ankunft auf Kreta über den Weg lief, war das allerdings egal, und so kam alles ganz anders …

  5. Urlaubsflirts haben zwar einen besonderen Reiz, aber nicht immer auch das passende Hotelbändchen für ein Schäferstündchen. Blöd. Und was nun?

  6. Ein bis zum Hals eingebuddeltes Kind – bei diesem Strandszenario kann einem der Urlaubsspaß schon mal vergehen …

  7. “Meine Ferien waren völlig ereignislos!” Hmm, wirklich? Ich wäre mir nicht so sicher, ob da nicht was übersehen wurde …

  8. Eine Handvoll Haselnüsse und ein Waldweg können für ein fünfjähriges Kind zum Abenteuer werden und den Grundstein legen für eine lebenslange Liebe …

Um welches Erlebnis herum soll sich die Geschichte ranken? Gehe über den nachfolgenden Button zur DSGVO-konformen, datensparsamen Abstimmung bei nuudel*. Setze ein grünes Häkchen bei deinem Favoriten und speichere deine Entscheidung ab. Du kannst dabei auch ein Pseudonym verwenden. Bis einschließlich Sonntag, den 14. September 2025, kannst du dich beteiligen. Mit der Teilnahme an der Umfrage, die am 30. September 2025 abläuft und danach gelöscht wird, bestätigst du, dass du die Datenschutzerklärung von nuudel (Opens in a new window) zur Kenntnis genommen hast und der Verarbeitung deiner personenbezogenen Daten zustimmst.

Umfrage beendet

Die Abstimmung ist beendet und wir haben einen Gleichstand! Und damit eine Premiere. Ich habe nicht gelost, sondern beide Vorgaben verwendet – trotz oder gerade wegen des Widerspruchs, der sich aus den Themen ergab. Hier kommst du zum Piontextchen

Update Ende

*Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) vorhanden

Neue Karte für CatCheapET

Mit dem Sommer gehen auch meine Lesezeichen zur Neige, die ich bei jeder sich bietenden Gelegenheit verteile, um auf meine Bücher aufmerksam zu machen. Also habe ich nachbestellt und dabei nicht nur die Infos auf der Rückseite aktualisiert, sondern auch noch eine neue Karte für CatCheapET entworfen. Ich wollte beide Bücher als Einheit präsentieren, weil sie sich durch den Perspektivwechsel ergänzen. Bin ein bisschen stolz auf das Ergebnis und möchte es dir deshalb unbedingt zeigen:

Vorder- und Rückseite einer Postkarte von Christine Piontek zu ihren Büchern "CatCheapET" und "CatCheapET: Die Logfiles von Osiris"
Schön geworden, oder? Um nicht zu sagen: ein Knaller! Und der Newsletter ist auch drin.

Mit dem Erscheinen von 17 ERINNERUNGEN – Danke, liebe Mama werde ich wohl auch eine Karte für das Demenz-Buchdoppel anfertigen. Aktuell gibt es zwei Karten mit Zitaten aus 17 JAHRE DEMENZ, die ich überall dort auslege, wo es thematisch passt. Ein herzlicher Dank gebührt an dieser Stelle den lieben Menschen, die meine Karten und Lesezeichen in ihrem Umfeld verteilen oder durch Kontakte zu Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen dabei helfen, das Buch bei der Zielgruppe bekannter zu machen.

Zwei Postkarten von Christine Piontek mit Motiven und Zitaten aus ihrem Buch "17 JAHRE DEMENZ – So long, liebe Mama"
Das linke Foto wäre auch ein schönes Cover für das neue Buch, ist allerdings vom Format schwierig wegen der Platzierung der Titel-Vignette. Aktuell arbeite ich deshalb mit einem Foto aus derselben Serie, für den Wiedererkennungswert und um in derselben Farbwelt zu bleiben. Mama schaut dort lächelnd in die Kamera. Wie findest du die Idee, sie auf dem Buch zu zeigen?

Menschen des Monats

Bücher zu schreiben oder im weitesten Sinne kreativ schaffend zu sein hat nicht nur den Vorteil, etwas zu tun, das man gerne macht. Es bringt dich mit Menschen zusammen. Entweder, weil du sie mit deinen Emotionen berührst, oder weil sie dich berühren, wenn sie selbst etwas Wichtiges zu sagen haben.

Der August hat mich in dieser Hinsicht reich beschenkt, und ich möchte mit dir teilen, warum, wie, wer, wo und womit. Ich kann hier nicht zu sehr in die Tiefe gehen, habe aber die Idee, das auf anderem Wege nachzuholen. Bleib gespannt!

Michaela Abresch

Den Anfang macht die Autorin Michaela Abresch (Opens in a new window), die ich im Rahmen der Ostersause (Opens in a new window) kennengelernt habe. Erstmal nur auf die Entfernung. Michaelas Buch Die verborgene Erinnerung, das gerade erschienen war, machte mich neugierig. Dann entdeckte ich, dass Michaela Lesungen ganz in meiner Nähe hatte und im April in der Woche nach mir Signierstunde im selben Buchladen. Aus gutem Grund, wie ich mittlerweile weiß: Wir wohnen nicht weit voneinander entfernt.

Ich freute mich riesig, Michaela beim Kölner Büchertraum (Opens in a new window) Anfang August “in echt” zu treffen. Auf Instagram hatten wir uns längst vernetzt. Wir kamen ins Gespräch und als es Zeit war zu gehen, beschlossen wir, die Unterhaltung an anderer Stelle fortzusetzen.

Zehn Tage später sahen wir uns wieder. Ich hatte die glorreiche Idee gehabt, das Treffen mit einem Waldspaziergang zu verbinden und während des gut 30-minütigen Fußmarsches bei über 30 Grad ein emotionales Telefonat mit meinem Vater zu führen, das ich erst vor dem Café beenden konnte, in dem Michaela bereits wartete.

Sagen wir so: suboptimaler Start. Aber Michaela reagierte wunderbar und schaffte es, mein ratterndes Hirn wieder auf Spur zu bringen. Ihre Gelassenheit hing sicherlich auch damit zusammen, dass sie neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit in der Pflege arbeitet. Die Palliativpflege gehört zu ihren Schwerpunkten, soweit ich weiß, und ich war neugierig, mehr darüber zu erfahren. Dazu ist es allerdings dann doch nicht gekommen, denn es gab einfach so viele andere spannende Themen. Wann hat man schon die Gelegenheit, sich mit einer Verlagsautorin auszutauschen? Eben!

Für mich steht aber fest: Da ist so viel Erfahrung und Engagement in einem Bereich, der uns alle angeht und der natürlich auch mit meinem Thema, der Demenz meiner Mutter und der Pflegesituation, zusammenhängt, dass ich mehr wissen möchte. Ich bleibe also am Ball. Und in der Zwischenzeit freue ich mich auf Die verborgene Erinnerung. Michaela hat das Buch für mich signiert und mich beschleicht das Gefühl, dass es zwar das erste ihrer Werke sein wird, das ich lese, aber nicht das letzte.

Die Autorin Michaela Abresch signiert ihr Buch "Die verborgene Erinnerung" für Christine Piontek. (Opens in a new window)
Ich sollte wohl ergänzen, dass ich das Buch selbst gekauft habe. Die nächste Portion Herzenswerbung kommt dann mit der Rezi. Und wo wir schon mal dabei sind: Ein Klick aufs Bild katapultiert dich zum Instagram-Profil von Michaela, wenn du magst.

Brigitte Malungo

Zehn Tage nach dem Treffen mit Michaela hatte ich ein weiteres Highlight auf dem Zettel: In Dortmund fand das dritte Madiba-Buchfestival statt, das von Fabrice Tenembot und seinem Team im Verein Afrikultur (Opens in a new window) organisiert wird. Ich freute mich auf Lesungen, musikalische Darbietungen sowie Vorträge und Diskussionen rund um das Thema KI.

Ich freute mich auch darauf, Brigitte Malungo (Opens in a new window) wiederzusehen, mit der ich mir letztes Jahr beim Winterlesezauber einen Messetisch geteilt hatte. Mit über 1.000 verkauften Exemplaren ihres Buches Meine Haut packt aus ist Brigitte sowas wie das leuchtende Vorbild aller, die bei story.one veröffentlichen. Sie hat die magische Marke von 300 sowas von geknackt und es damit in die Flagship-Stores von Thalia geschafft.

Brigittes Buch liegt aber auch in zahlreichen weiteren Buchhandlungen im Regal. Und das hängt mit seinem Thema zusammen: In 13 Kurzgeschichten, die unter die Haut gehen, mit deren Farbe verdammt nochmal so vieles steht und fällt, berichtet Brigitte von Erfahrungen mit Rassismus. Von alltäglichen Situationen, in denen sich Aggressionen unterschwellig oder aber mit aller Macht Bahn brechen, von Verletzungen, die die Haut langsam dünner werden lassen, wenn sie immer und immer wieder passieren.

Für das Madiba-Buchfestival war Brigitte extra aus Madrid gekommen, wo sie seit Jahren lebt. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit für Alltagsrassismus zu sensibilisieren, ist ihr eine Herzensangelegenheit, ganz nach dem Motto “Sei laut und dann nie mehr leise!”. Richtig so! Deshalb freue ich mich auch, dass Brigitte im September eine Lesereise hat. Die Termine findest du auf Brigittes Instagram-Profil (Opens in a new window).

Solltest du keine Gelegenheit haben, eine Lesung zu besuchen, besorg dir einfach das Buch! Und wenn du in deinem Alltag Rassismus mitbekommst, werde laut! Das sage ich aus Überzeugung und in dem Wunsch, dass wir gemeinsam etwas dafür tun, Hass und Ablehnung aufgrund von Herkunft oder Hautfarbe zu überwinden.

Die Autorin Brigitte Malungo an ihrem Stand, zusammen mit Christine Piontek und bei der Lesung aus ihrem Buch "Meine Haut packt aus", aufgenommen beim dritten Madiba-Buchfestival in Dortmund (Opens in a new window)
Mega Idee von Brigitte, ihren Stand passend "einzukleiden"! Der Tag beim Madiba-Buchfestival war super, und das nicht nur wegen des Wiedersehens. Ich habe so viel gelernt, so tolle Musik gehört, so wunderbare Menschen getroffen. Der Austausch war großartig, die Atmosphäre warmherzig und offen. Meine Empfehlung: Nächstes Mal gehst du auch hin.

Inoride Mika

Ich komme nicht umhin, noch ein paar Worte über Inoride Mika (Opens in a new window) zu sagen, die auch auf dem Madiba-Buchfestival gelesen hat. Mon dieu, mein Französisch ist eingerostet, ich verstehe es leidlich und spreche mit Händen und Füßen. Trotzdem haben die Worte dieser Autorin mein Herz erreicht, als sie aus La mort parle (Opens in a new window) (Der Tod spricht) vorlas und ich in der Geschichte über die Frau, der zwar ein langes Leben geschenkt war, die aber erst die Namen der Kinder vergaß, dann dahinsiechte und schließlich in ihrer eigenen Welt versank, meine Mutter erkannte. Körperlich anwesend und doch unerreichbar.

Ich habe die Worte bei der Lesung einfach durch mich hindurch fließen lassen, bis die Tränen das gleiche taten. So weise, so tröstend und tief spirituell …

Im Buch kommuniziert der Tod durch Zoé, die vor einigen Jahren Bekanntschaft mit ihm gemacht hat. Jetzt trägt die junge Frau seine Botschaft weiter, bei Treffen mit Menschen, die ebenfalls auf die ein oder andere Weise mit dem Tod in Berührung gekommen sind. Das Buch erscheint mir wahnsinnig kraftvoll und könnte tatsächlich ein Grund sein, meine Sprachkenntnisse mal ein bisschen aufzupolieren!

volk_music

Jetzt kommt ein kleiner thematischer Bruch. Und dann auch wieder nicht. Denn auch der Letzte in der Runde inspirierender Menschen im August ist kreativ tätig und setzt sich leidenschaftlich für eine Sache ein: volk_music (Opens in a new window).

Hinter dem Künstlernamen steckt jemand, von dem ich zu Schulzeiten niemals gedacht hätte, dass ich mal sagen würde: “Was du machst, find ich klasse!” Er war ne Nervensäge. Gut, die Nervensäge war in der Theater-AG, was ich bewunderte und mich selbst nicht getraut habe. Aber ansonsten ging der Typ mir auf die Eier und statt ihm das einfach zu sagen, habe ich ihn bestmöglich ignoriert in der Hoffnung, er würde aufhören. Haha …

Ich weiß, dass die Nervensäge wie ich Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften studiert hat. Nur an einer anderen Uni. Bei einem Abitreffen hab ich ihn dann nicht mehr ignoriert, als er sich mit keckem Grinsen neben mich setzte. Er wirkte daraufhin irritiert. Aber die längst überfällige Retourkutsche kam von Herzen. 😉

So. Und nun purzelt die Nervensäge vor kurzem plötzlich in mein Instagram. Erstmal als The Original Volk (Opens in a new window). “Rap?” Ich bin verwirrt und gönne mir eine Hörprobe. Die Texte: ehrlich, selbstkritisch, mit Haltung.

The Original Volk bei Instagram, Screenshot des Profils
Quelle: Instagram, Screenshot Profil @originalvolk

“Donnerlittchen, das ist stark!”, denke ich. Und dann wird mir bewusst: Das ist nur eine Seite der Medaille! Die andere ist volk_music, der auf Demos rappt und sich für die Rechte von Tieren engagiert. “Liedermacher mit Beat”, nennt er sich selbst.

Im Englischunterricht setzte er sich zum Ziel, meinen G-Punkt zu finden, heute kämpft er für Demokratie, Gleichberechtigung, Freiheit und Entfaltung aller fühlenden Lebewesen. Das ist eine derart erfreuliche Entwicklung, die kann und will ich keinesfalls mehr ignorieren! Ich bin neugierig. Du auch? Wie gesagt – ich hab da eine Idee …

Die alte Nervensäge mal live zu sehen, wäre ein Anfang. Bei der letzten Veranstaltung hatte ich schon eine Verabredung mit Helge. Und bei der nächsten bin ich wieder bei meinem Vater. Diesmal, um seinen Geburtstag zu feiern. Aber vielleicht hast du ja Lust, am folgenden Event teilzunehmen? Schau mal hier:

Screenshot eines Posts auf Instagram für ein Konzert für Tierrechte am 4. Oktober 2025 in Aschaffenburg mit Informationen über volk_music (Opens in a new window)
Quelle: Instagram, Screenshot – Klicke auf das Bild, um zum Beitrag zu gelangen.

Und jetzt der Oberknaller!

Langsam sollte ich den Sack hier zumachen. Ich will dir aber den Knaller der Extraklasse nicht vorenthalten, den ich mir für den Showdown aufgehoben habe. Pass auf:

Ich bestelle online einen Kalender, zusammen mit drei Büchern in englischer Sprache und einer Packung Stifte. Dabei löse ich einen Geburtstagsgutschein ein.

Noch am selben Tag kommt die Versandbestätigung. Schon am nächsten Tag soll geliefert werden. Ich erteile eine Ablagegenehmigung. Eine halbe Stunde später das Update, die Sendung konnte nicht zugestellt werden, würde an den Absender zurückgeschickt.

Wie das? Die Post war ja noch gar nicht da gewesen!

Sie kommt am Nachmittag. Siehe da: Der Bote holt mein Paket aus dem Auto. Ich gehe ihm entgegen, wild entschlossen, den Rat aus der Lieferankündigung zu befolgen:

Screenshot von der Lieferankündigung für ein Paket
Um Bernd das Brot zu zitieren: "Ich würde ja gerne, aber meine Arme sind zu kurz!"

Als ich unten ankomme, will der Bote mein Paket gerade zurück in den Wagen legen. Ich begrüße ihn mit dem empfohlenen Lächeln und bitte darum, mir meine Ware auszuhändigen. Das ginge nicht, das Paket solle zwischengelagert werden, antwortet er.

Eine hinzugezogene Kollegin piept eifrig mit dem Scanner und stellt fest: Da fehlen Daten. Das Paket ist eigentlich gar nicht da. Eine Teillieferung, die nur vollständig und gegen Ausweis übergeben werden darf. Also morgen, wenn der Rest kommt.

Ich rufe “Bis morgen!” und winke meinem Paket ungläubig hinterher. Aber: Die Sendungsverfolgung zeigt nun ein voraussichtliches Zustelldatum an. Prima, denke ich.

Ein paar Tage später liegt ein Großbrief mit den Stiften im Kasten. Vom Paket keine Spur. In Zustellung, sagt die Sendungsverfolgung. Täglich verschiebt sich das Datum. Mehrfach fange ich den Postboten ab. Der ist ratlos. Dann lese ich: Erfolgreich zugestellt und einer anderen Person übergeben.

Ich kontaktierte den Versender. Bitte, den Vorgang zu prüfen. Entdecke einen Link zu einer alternativen Sendungsverfolgung und erkenne dort: Das Paket ist zurück an seinem Ausgangspunkt! What the Fitze, Fitze, Fatz?!

Der Versender antwortet. Bestätigt mir Dinge, die ich bereits weiß und bietet mir an, die Ware erneut zu bestellen. Die Frage nach meinem nun verlorenen Gutschein ignoriert er.

Ich hake nach. Bekomme daraufhin eine theoretische Abhandlung über Rabattpunkte, aber keine Antwort auf meine Frage.

Ich hake wieder nach, wobei ich erkläre, dass ich nicht noch einmal bestellen möchte. Bekomme daraufhin Informationen, die im gleichen Wortlaut schon in der ersten Antwort enthalten waren und erläutern, wie ich die Ware erneut bestellen kann.

Ich koche vor Wut, schreibe aber freundlich zurück und lege dar, dass Kommunikation, bei der das Geschriebene offensichtlich nicht gelesen wird, kein Service ist. Ich signalisiere Verständnis für den von mir vermuteten Zeitdruck, bitte aber auch darum, mir nicht mit weiteren Versatzstücken zu antworten, das mache mich wütend.

Antwort 4 enthält erstmals eine Entschuldigung. Man erklärt mir, wie die Funktion “Ablageort” funktioniert und schiebt den Schwarzen Peter zur DHL, erwähnt aber auch, dass das Paket aufgrund fehlender Daten zurückgesendet wurde. Steilvorlage!

Ich: Genau! Betone nochmal, dass das Päckchen ja trotz fehlender Daten BEI MIR ANKAM und dann nicht ausgehändigt wurde, obwohl ich persönlich anwesend war, Ablagegenehmigung hin oder her. Dass das wohl erst recht unlogisch war, nachdem der Großbrief dann trotzdem zugestellt wurde. Dann erkläre ich den Drops für gelutscht. Eine weitere Antwort sei nicht nötig.

Ich bekomme sie dennoch. Habe das erste Mal das Gefühl, hier schreibt ein Mensch. Die erneute Entschuldigung klingt ehrlich. Außerdem erhalte ich einen Ersatz für meinen verlorenen Gutschein. Damit hatte ich schon nicht mehr gerechnet.

Am nächsten Tag bedanke ich mich.

FAZIT: Fein, dass ich mich nicht habe abwimmeln lassen! Ich bin stolz darauf, mein Anliegen freundlich, aber bestimmt vertreten zu haben. War das vielleicht sogar gewaltfreie Kommunikation? Reflektieren, was gesagt wurde und wie das auf mich wirkt? Vielleicht ein bisschen.

Und das nächste Mal rufe ich an.

Schokoladensaiten

Anschnallen, jetzt kommt ein letzter, wirklich ziemlich platter Übergang: gewaltfreie Kommunikation – Assoziation Eddi Hüneke – macht der nämlich im Coaching – ja, der ist Coach, und wenn er nicht coacht, ist er Musiker.

Hui, jetzt die News: Eddi gibt ein Konzert vor meiner Haustür! Aber nicht irgendein Konzert. Eins, zu dem ich ihn angestiftet hab. Womit die Katze aus dem Sack wäre, welche Idee ich in meinem April-Rückblick (Opens in a new window) andeute.

Als ich Eddi damals meine Buchidee näherbringen wollte, bat ich ihn, nach Bad Honnef zu kommen. Schon eine ganze Weile hatte ich ihm mit der Event-Location in der Schokoladenmanufaktur am Dachsberg in den Ohren gelegen. So, dachte ich mir, jetzt schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe!

Bevor wir uns fürs Buch zusammensetzten, bekam Eddi eine Schoko-Führung. Ich konnte sehen, wie es Klick machte. Dann fluppte alles in Schallgeschwindigkeit: Eddi holte Tobi ins Boot, der sofort Feuer und Flamme war, und ich ließ mich von Mareen aus Eddis Team briefen, um eine Checkliste mit den Fragen zusammenzustellen, die vorab geklärt werden mussten. Diesen Ball schlug ich ins Feld der Manufaktur und stellte für die weitere Kommunikationen den direkten Kontakt her. In der Zwischenzeit wurde bereits der Termin für ein schokoladiges Fotoshooting vereinbart. Und was bei dem Ganzen herausgekommen ist, siehst du hier, denn seit August ist es offiziell:

https://www.eddihueneke.de/event-details/schokoladensaiten-im-duo-mit-tobi-in-bad-honnef (Opens in a new window)

(Falls die Linkvorschau bei dir nicht angezeigt werden sollte, klicke bitte hier (Opens in a new window)!)

Sehen wir uns im Februar bei den Schokoladensaiten? Ich würde mich freuen! Wenn du selbst nicht kommen kannst aber jemanden kennst, den dieses ganz besondere Konzert interessieren könnte, leite den Link gerne weiter – oder verschicke einfach den kompletten Newsletter an Menschen, die nicht nur Schokolade und Musik, sondern auch Tipps, Denkanstöße und Anekdoten mögen. Und Kurzgeschichten natürlich …

Für heute soll es das gewesen sein. Ich glaube, das war auch genug. Aber: Du hast ja nun auch ein paar Wochen Zeit zum Lesen! Dann kommt das Piontextchen. Und wenn du das in Gänze lesen möchtest, kann ich dir nur ans Herz legen:

Mögest du die Schokoladenseiten des Lebens genießen, bis du wieder von mir hörst! Und möge die Macht aller Paketboten mit dir sein!

Deine Christine

PS: Du wirst es nicht glauben! Während ich über das dusselige Paket geschrieben habe, kam eine E-Mail mit einer Sendungsverfolgung. Hab nach erfolgreicher Gutschrift der zurückgesendeten Ware nämlich gestern doch einen neuen Bestellversuch gewagt. Drück mir die Daumen, dass es diesmal klappt! Ich erteile lieber keine Ablagegenehmigung …

Oh, ein neues Gesicht!

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