
Nach dem UEFA Conference League Finale zwischen Crystal Palace und Rayo Vallecano hat die Polizeidirektion Leipzig eine überwiegend positive Bilanz ihres mehrtägigen Großeinsatzes gezogen. Seit Montag sicherten mehr als 1.200 Polizeikräfte aus Sachsen sowie weiteren Bundesländern die Veranstaltung ab.
Unterstützung erhielt die Polizeidirektion Leipzig unter anderem von Bereitschaftspolizeien, der Reiter- und Hundestaffel, einer Wasserwerferstaffel sowie einem Polizeihubschrauber. Zudem waren Verbindungsbeamte aus den Heimatländern der beiden Finalteilnehmer im Einsatz.

Bereits am 26. Mai war es in der Leipziger Innenstadt zu einer Auseinandersetzung zwischen Fangruppen (Opens in a new window) gekommen, die von der Polizei als Landfriedensbruch eingestuft wurde. Am eigentlichen Spieltag verlief die Lage jedoch weitgehend ruhig.
Während der von der Polizei begleiteten Fanmärsche durch die Innenstadt zündeten sowohl englische als auch spanische Anhänger pyrotechnische Gegenstände. Auch im Stadion wurde während der Partie Pyrotechnik abgebrannt. Die Polizei leitete in allen Fällen Ermittlungsverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ein.

Lärmbeschwerden und Auseinandersetzungen
Das Finale in der Leipziger Arena verfolgten nach Polizeiangaben mehr als 30.000 Zuschauer. Crystal Palace setzte sich dabei mit 1:0 gegen Rayo Vallecano durch. Rund um die Veranstaltung kam es im gesamten Stadtgebiet zu Verkehrsbehinderungen sowie Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr.

Nach Spielende zog es zahlreiche Fans beider Mannschaften in die Leipziger Innenstadt. Dort gingen bei der Polizei mehrere Beschwerden wegen unzulässigen Lärms ein.
Zudem kam es vereinzelt zu verbalen und körperlichen Auseinandersetzungen. Die eingesetzten Polizeikräfte konnten die Situationen jedoch nach eigenen Angaben schnell unter Kontrolle bringen.

Während des gesamten Einsatzzeitraums leitete die Polizeidirektion Leipzig mehr als 30 Strafverfahren ein, überwiegend wegen Körperverletzungs- und Beleidigungsdelikten. In zahlreichen Fällen konnten Tatverdächtige identifiziert und gestellt werden.