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Herrje!

Give me endless summer
Lord, I fear the cold
Feel I'm getting old
Before my time
(Robbie Williams)

169/∞

Good evening, Europe!

Die Zeit rast nur so dahin und alle Notizen, die ich mir so im Alltag für die jeweils nächste Ausgabe des Newsletters mache, wirken schon wieder komplett überholt, wenn ich mich zwinge, mich hinzusetzen und eine neue Ausgabe auszuformulieren.

Vor knapp zwei Wochen waren wir beim Abschiedsspiel des langjährigen VfL-Kapitäns Anthony „Toto“ Losilla im Ruhrstadion. Es war eine wunderschöne Veranstaltung; genau die richtige Mischung aus Pathos und Bodenständigkeit, Spaß und Ehrgeiz, Familie und Gemeinschaft, die Toto, den Verein, seine Fans und ganz Bochum ausmachen. Wer bei der letzten Auswechslung (Opens in a new window) durch seinen ehemaligen Jugendtrainer und für seinen eigenen Sohn nicht wenigstens einmal tief durchschnauft, ist innerlich tot.

In Bochum gehen wir sehr verantwortungsvoll mit unseren Prominenten um, denn wir haben nicht viele davon: Einerseits werden sie brutal vereinnahmt, geduzt, als „einer von uns“ gefeiert und verbal zum Allgemeingut erklärt, andererseits werden sie auch konsequent in Ruhe gelassen bis zu einem Punkt, an dem manche bundesweit bekannte Person schon mal laut in die Runde fragt, ob sie eigentlich übersehen wurde. Regeln sind dabei nicht erkennbar — es ist immer etwa gleich wahrscheinlich, als Prominenter bei Erscheinen mit stehenden Ovationen bedacht, wie völlig ignoriert zu werden. 

Letzten Freitag waren wir beim Auswärtsspiel in Paderborn (sympathisches, kleines Stadion, gute Stimmung, lecker Bratwurst) und damit - wie wir ein paar Tage erfuhren (Opens in a new window) - auch beim Abschiedsspiel von Trainer Dieter Hecking und dem Geschäftsführer Sport, der so kurz im Verein und so schlecht war, dass ich zu faul bin, seinen Namen nachzugucken. 1 So familiär dieser Verein sein kann, so gnadenlos ist dann wieder das alltägliche Fußballgeschäft (und so selbstverliebt manche Ultras, die meinen, die Mannschaft nach dem Spiel demütigen zu müssen).

Die Formulierung „die Meldungen überschlagen sich“ wirkt nicht mehr zeitgemäß, scheinen sich die Meldungen doch schon beim Start mit Überschallgeschwindigkeit in ihren eigenen Beinen zu verheddern, wüst zurückgeworfen und von anderen (lauteren und schwereren) Meldungen plattgetrampelt zu werden. (Um eine ohnehin etwas merkwürdige Metapher mal vollends gegen die Wand zu fahren.) Je nachdem, wann Ihr diesen Newsletter lest (und wie viel Nachrichten Ihr überhaupt noch rezipiert), werdet Ihr den vorherigen Satz auf völlig unterschiedliche Meldungen beziehen und trotzdem in jedem Fall recht haben.

Mit jedem Tag bin ich mir sicherer, dass unsere Gehirne nicht für die Geschwindigkeit, die Unmittelbarkeit, das Ungefilterte und Dauerhafte gemacht sind, mit denen die gesamte Welt jederzeit digital in unsere Intimsphäre (Bett und Klo) eindringt. Denn es passiert ja nicht mehr in der Welt als vor 30 oder 50 Jahren, wir bekommen nur viel mehr davon mit — und noch viel, viel mehr Meinungen dazu serviert. Jeder Stammtisch in einem tageslichtarmen 300-Seelen-Tal-Dorf in der bayrischen Provinz ist jetzt genauso präsent wie die Redaktion der besten Zeitung und die Medienkompetenz der allermeisten Menschen endet knapp hinter der E-Mail, die eine Erbschaft eines nigerianischen Prinzen in Aussicht stellt.

Um in der ganzen Social-Media-Kakophonie noch irgendeine Chance zu wahren, gehört zu haben, stimmen die richtigen Medien in den Irrsinn mit ein und erklären die Kommunalwahlen in NRW zum „Stimmungstest“ für die Bundesregierung; addieren die Ergebnisse hunderter unterschiedlicher Wahlen zu einer Gesamt-Prognose, die mit eilfertiger Beamtenmiene Schlag 18 Uhr in die Kameras referiert wird, und hören nicht auf, das einzige AfD-Thema „Migration“ zum einzigen Thema des Landes hochzustilisieren (um dann wieder unschuldsbewusst empört „Jetzt aber!“-Besinnungsaufsätze abzusondern). Der Aufmerksamkeitsökonomie geht es inzwischen wie der gesamten deutschen Wirtschaft: Jahrzehntelang selbstbesoffen am Markt vorbei produzieren, möglichst kein Geld ausgeben wollen — und sich dann wundern, dass die Kund*innen lieber auf chinesischen Trashplattformen unterwegs sind, also beim Original. So kann man kein Unternehmen, keine Redaktion und keinen Fußballverein führen — aber vielleicht unterwegs so viel verdienen, dass man zumindest die eigenen Schäfchen ins Trockene bringen kann. Neoliberalismus, mäh!

Dabei ist die Welt genauso wie unsere Lebenswirklichkeit um die 40: Paare trennen sich, Eltern sterben, das geht jetzt immer so weiter und hört nie auf (außer wenn es aufhört). Alles, was wir tun können, ist, den Moment zu genießen, Erinnerungen zu schaffen, schöne Dinge zu teilen, uns anständig zu verhalten und unsere Kinder anständig zu erziehen (vor allem die Jungs).

Dieses Video, das mein Bruder mir gestern auf Instagram geschickt hat, ist für mich deshalb das Beste, was ich seit langer Zeit im Internet gesehen habe:

https://www.instagram.com/p/DOoFJVwETc3/ (Opens in a new window)

Ich habe es enthusiastisch in meiner Story geteilt und nahezu keine Reaktion erhalten.

Anfang September habe ich im Blog (Opens in a new window) das Coffee And TV Mixtape für August veröffentlicht, aber keine neue Folge „5 Songs“. Ich habe gerade nicht die Zeit, Fakten zu fünf Songs/Acts zu recherchieren, kleine Texte zu schreiben, ein ansprechendes Video zu drehen und zu schneiden und mich auch noch um die ganze elendige Social-Media-„Strategie“ zu kümmern. Die ersten sieben Folgen haben Spaß gemacht (auch wenn es bisweilen anstrengend war), aber die Aufrufzahlen und das Feedback sind ehrlich gesagt so enttäuschend, dass ich annehmen muss, dass es einfach keinen Markt dafür gibt, fünf gute Songs zu empfehlen.

Vielleicht ist YouTube einfach das falsche Medium für meine Kernzielgruppe (zwischen 35 und 45, überwiegend männlich), aber die Idee hat auch als Podcast (Opens in a new window) nicht besonders gut funktioniert. Vielleicht interessieren sich die meisten Menschen gar nicht (mehr) für Musik und hören einfach, was ihnen ihr Spotify-Algorithmus so wiederkäut. Oder sie interessieren sich so sehr für Musik, dass sie in ihrer knappen Freizeit lieber besser informierte Quellen nutzen (was ja vollkommen legitim und immerhin etwas wäre). Womöglich hätte die Reihe besser funktioniert, wenn ich jeden Monat fünf Songs vorgestellt hätte, von denen ich vorgebe, sie „echt scheiße“ zu finden, und sie dann wortgewaltig auseinandergenommen hätte.

Auch wenn es sich vielleicht so anhören mag: Ich bin gar nicht verbittert und es geht mir gar nicht um mein kleines Projekt. Es deckt sich nur mit meinen Erfahrungen der letzten Jahre: Wenn man etwas lobt, empfiehlt, anpreist, feiert, ist die Stille meist ohrenbetäubend. Sobald man sich aber über irgendwas empört (Radwege, Straßensperren, einzelne Fußballer), kommen die Likes, die Kommentare und der Applaus. Und wenn man dann noch mal so richtig mutig in die linksliberale peer group reinruft, wie scheiße man die AfD findet, geht man vielleicht sogar viral. Oh bitte, ich bin ganz kurz eingeschlafen (Opens in a new window).

Das ist keine Welt, in der ich leben möchte.

Das ist keine Welt, in der ich mein Kind aufwachsen sehen möchte, und es ist auch keine Welt, die ich bereit bin, zu akzeptieren. Ich hab jetzt schon wieder über 7.000 Zeichen geschrieben über die Negativität anderer Leute und ich bin mir bewusst, dass ich dieser Negativität damit nur noch mehr Negativität hinzugefügt habe. Und ich komme mir vor wie eine gesprungene Schallplatte (oder, für die Menschen unter 50: ein unterbuffertes Video), denn das hab ich alles schon viel (Opens in a new window) zu (Opens in a new window) oft (Opens in a new window) aufgeschrieben. Wenn ich mich mit meinem kleinen Newsletter schon permanent im Kreis drehe (und zwar in die falsche Richtung: rechts), wie sollen wir dann als Gesellschaft jemals aus dem Quark kommen? Herrje!

Es gibt nichts auf der Welt, was einen darauf vorbereiten könnte, den eigenen Namen in einer Todesanzeige zu lesen. Auch, wenn es nicht die eigene ist.

Vor zehn Tagen informierte mich ein Google Alert darüber, dass der andere Lukas Heinser, der in der Schweiz lebte und ebenfalls als Journalist gearbeitet hat, gestorben (Opens in a new window) ist. Mit gerade einmal 29 Jahren.

Wir hatten nie direkt Kontakt, aber manchmal bekam ich E-Mails von Leser*innen, die sich auf Texte bezogen, die er irgendwo veröffentlicht hatte, und manchmal verwies er Menschen an mich, die ihn auf Twitter (wo er die handle @lukasheinser (Opens in a new window) hatte, was ehrlich gesagt eine Spur erwachsener ist als so ein pubertärer Quatsch wie „Einheinser“) auf einen meiner Texte angesprochen hatten.

Ich fand es immer erstaunlich, dass wir den gleichen Namen abbekommen hatten, 2 beide journalistisch arbeiteten und uns beide sehr für Musik begeistern konnten. Natürlich hatte ich ein paar Mal den Gedanken gehabt, ihn anzuschreiben und aus der Begegnung einen großen, journalistenpreisverdächtigen Magazintext oder einen gemeinsamen Podcast rauszupressen. Irgendwann mal.

Mein Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm nahestanden.

Harter Themenwechsel (oder auch nicht — je nachdem, wie schwarz Euer Humor so ist): 

In einer Woche, am 24. September, kehre ich (sehr vorübergehend) in die Stadt zurück, in der ich aufgewachsen bin, und lese (Opens in a new window) in der Zechenwerkstatt Dinslaken aus meinen Gesammelten Werken.

Es geht um den ESC, Kurt Cobain, Franz Josef Wagner, den Apokalyptischen Schlager, die Kilians, meine Omi und vielleicht lese ich auch vor, was Roger Willemsen einst über die Stadt geschrieben hat.

Los geht’s um 19.30 Uhr (vorher und nachher ist Pop-Up-Kneipe). Der Eintritt ist frei. Hinterher geht ein Hut geht rum, aber der dortige Beitrag ist freiwillig und geht direkt an die Künstler*innen (was in diesem Falle ich bin).

Ich hab schon von vielen Weggefährt*innen gehört, die kommen wollen, und hab richtig Bock! Das wird die wildeste Party, seit die Kilians auf dem Hans-Böckler-Platz gespielt haben! (Der inzwischen mit einem Einkaufszentrum bebaut ist. Und die Band aufgelöst.)

Was macht der Garten?

Obwohl die Tomatenpflanzen dieses Jahr ja überall eine Enttäuschung waren (wir sprachen (Opens in a new window) darüber), haben wir inzwischen ein paar sehr leckere Früchte ernten und - angereichert mit Balsamico-Reduktion, Olivenöl, Meersalz, Pfeffer und Chiliflocken - verspeisen können.

Was hast Du veröffentlicht?

Um mein gesamtgesellschaftliches Vorhaben, die Blogs zurückzubringen, auch persönlich ein bisschen voranzubringen, habe ich einen absoluten Retro-Blogeintrag rausgehauen: eine kleine Alltagsbeobachtung, haarspaltend aufgeschrieben und mit einer - in aller Bescheidenheit - gigantischen Überschrift versehen. Aber lest (Opens in a new window) selbst!

Außerdem: besagtes August-Mixtape.

https://open.spotify.com/playlist/4M0ljf22fltsfP8aPgb9Yn?si=c97b8059ad944caf (Opens in a new window)

Was hast Du gehört?

Kathleen Edwards, eine meiner Lieblingskünstlerinnen, hat ein neues Album veröffentlicht: „Billionaire“ (Dualtone; Apple Music (Opens in a new window), Spotify (Opens in a new window), Amazon Music (Opens in a new window), Tidal (Opens in a new window), YouTube Music (Opens in a new window), Bandcamp (Opens in a new window)) klingt als Titel erstmal fast kontrovers, aber im Titelsong geht es ziemlich unpolitisch zu: „If this feeling were currency / I would be a billionaire“. Es ist nicht ihr bestes Album (das ist für mich wahlweise ihr Debüt „Failer“, „Asking For Flowers“ oder „Total Freedom“), aber im Herbst höre ich gerne Musik aus den Bereichen Americana und Folk und dafür ist es sehr gut geeignet.

So gesehen war es auch der perfekte Zeitpunkt für Case Oates aus Chicago, ihr Debütalbum zu veröffentlichen: „Last Missouri Exit“ (Merge; Apple Music (Opens in a new window), Spotify (Opens in a new window), Amazon Music (Opens in a new window), Tidal (Opens in a new window), YouTube Music (Opens in a new window), Bandcamp (Opens in a new window)) klingt ganz nach den USA im Herbst — in einem wörtlichen Sinne mit staubigen Straßen, rot-orangem Laub und Licht wie in Pixar-Filmen. Wenn Ihr letztes Jahr M.J. Lenderman abgefeiert habt, Bright Eyes und/oder First Aid Kit liebt, solltet Ihr auch hier reinhören! 

Und in meinem Lieblingspodcast Song Exploder (Opens in a new window) hat Hrishikesh Hirway mit Sam Fender über dessen großartigen Song „People Watching“ gesprochen. Es ist eine Folge über besondere Menschen, Liebe, Trauer und Spätkapitalismus, aber auch darüber, die eigenen Vorbilder klar zu benennen.

Was hast Du gesehen?

Weil ich so viel Gutes darüber gehört hatte, habe ich in den letzten Monaten die beiden Staffeln „Andor“ bei Disney+ (Opens in a new window) geguckt, eine Serie aus dem „Star Wars“-Universum, die die Vorgeschichte zum Film „Rogue One“ erzählt, der wiederum die Vorgeschichte zur ältesten, also mittleren, Trilogie der „Star Wars“-Filme erzählt. Das world building ist spektakulär: Von den Orten (manche real (Opens in a new window), manche Sets) über die eigens erfundene Sprache (Opens in a new window) bis zu den Dutzenden Charakteren, deren Namen und Funktionen ich mir nur bedingt merken konnte, ist das erkennbar eine Menge Arbeit gewesen. Und die Geschichte von „Star Wars“, die ja von Anfang an politisch war, bekommt hier noch ein Kapitel komplexe Diplomatie und eine Art Imperiale Wannsee-Konferenz dazu. Das ist objektiv betrachtet alles sehr gut und wichtig — nur lässt es mich weitgehend kalt. Ich habe jetzt rund zwanzig Stunden mit dieser Serie verbracht; eine Zeit, in der ich auch ohne Probleme die neun eigentlichen „Star Wars“-Filme hätte gucken können und mich deutlich besser unterhalten gefühlt hätte. So ist es für mich „Game of Thrones“ im Weltall (vermute ich, ich hab „Game of Thrones“ nur ca. fünf Folgen lang ausgehalten): Intrigen, Gerede und Gewalt in aller Ausführlichkeit und Langeweile. Der „Bericht aus Coruscant“ als Entertainment.

Unter einer Serie werde ich mir immer „Navy CIS“, „Dr. House“ oder maximal „Akte X“ vorstellen, also einzelne Folgen, bei denen es nicht schlimm ist, wenn man mal eine verpasst. Übergreifende Spannungsbögen, die sich durch eine oder mehrere Staffeln ziehen: meinetwegen. Aber die meisten modernen Serien sind einfach sehr, sehr lange Filme, die in einzelne Portionen zerteilt wurden und eine Geschichte mit dem Tempo und der gleichen Detailliertheit erzählen wie Robert Caro seine fünfbändige Biographie von Lyndon B. Johnson — nur, dass es halt nicht um die Nacherzählung der Wirklichkeit geht, sondern um eine erfundene Welt. Und das ist einfach nicht mein Ding. Final. Ihr könnt mir noch so viel erzählen: Ich werde keine moderne Serie mehr anfangen!

Vergangene Woche jährten sich die Terroranschläge vom 11. September 2001 zum 24. Mal. Wie eigentlich jedes Jahr am 11. September spürte ich ab 14.46 Uhr, also der (deutschen) Zeit, zu der damals American 11 in den Nordturm eingeschlagen war, eine seltsame Unruhe. Abends wollte ich den Tag angemessen begehen, aber noch eine 9/11-Doku erschien mir zu deprimierend — da hätte ich ja gleich aktuelle Nachrichten gucken können! Glücklicherweise stand auf meiner watchlist noch „Come From Away“, ein Musical über die Kleinstadt Gander in Neufundland, in der am 11. September 2001 38 Flugzeuge mit rund 7.000 Passagier*innen außerplanmäßig landen mussten.

Ein Musical über kanadische Gastfreundschaft an einem der schwärzesten Tage des 21. Jahrhunderts, darauf muss man sich einlassen wollen. Es ist kein „Hamilton“, die Songs sind nicht sonderlich eingängig, aber die Inszenierung ist großartig, ich habe laut gelacht und geweint. Und das ist doch ziemlich genau das, was ich von Kunst erwarte. Zu sehen bei Apple TV+ (Opens in a new window).

Richard Osman, Moderator meiner Lieblingsgameshow „Richard Osman’s House of Games“ (s.a. Newsletter #159 (Opens in a new window)) ist auch erfolgreicher Krimiautor. Sein Roman „The Thursday Murder Club“ ist jetzt von Chris Columbus für Netflix verfilmt worden, mit Helen Mirren, Celia Imrie, Pierce Brosnan und Ben Kingsley als Rentner*innen, die in ihrer Freizeit Mordfälle lösen.

Der Film ist kein „Knives Out“, er hat diesen traurigen Netflix-Look, der aussieht wie „Verbotene Liebe“ in HD, die Musik ist schrecklich und die Stimmung hat einige Unwuchten, aber die Besetzung ist natürlich grandios und es ist ein völlig okayer Film für Abende, an denen man nicht mehr im Garten sitzen kann. (Wenigstens keine Serie!)

Was hast Du gelesen?

Der Kollege Joachim Hentschel war beim Auftritt von Heino in Berlin und hat seine Eindrücke für die „Süddeutsche Zeitung“ (Opens in a new window) (SZPlus) sehr schön aufgeschrieben.

Kurz vor dem 75. Geburtstag der „Peanuts“ hat Lars von Törne für den „Tagesspiegel“ (Opens in a new window) versucht, herauszufinden, wann die beliebten Comics um Charlie Brown und Snoopy erstmals in Deutschland erschienen sind. Nerdiges Thema, akribische Recherche und die „Ruhr Nachrichten“ aus Dortmund in einer Nebenrolle (die sich als Sackgasse entpuppt).

Nach dem Tod von Charlie Kirk, der vergangene Woche bei einem Auftritt in Utah erschossen wurde, mahnt Elizabeth Spiers bei  „The Nation“ (Opens in a new window), den Rechtsextremisten bei allem berechtigten Entsetzen über die Tat posthum nicht zu verharmlosen.

Darin einer der klügsten, wuchtigsten Sätze über Journalismus, die ich dieses Jahr gelesen habe:

There is no requirement to take part in this whitewashing campaign, and refusing to join in doesn’t make anyone a bad person. It’s a choice to write an obituary that begins “Joseph Goebbels was a gifted marketer and loving father to six children.”

Was hast Du zum ersten Mal gemacht?

Einen Song für einen digitalen Release eingereicht. Ich sag Euch Bescheid, wenn er rauskommt!

Was hast Du gelernt?

Im Jahr 1856 kam eine Amerikanerin namens Eunice Newton Foote zu dem Schluss, dass Kohlendioxid die Atmosphäre erwärmen könnte. (Quelle: Advancing Physics (Opens in a new window))

Was hat Dir Freude bereitet?

Das Theaterfest (Opens in a new window) zur Spielzeiteröffnung des Schauspielhaus Bochum.

Und jetzt: Musik!

https://www.youtube.com/watch?v=mQADAzc6wco (Opens in a new window)

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Habt eine schöne Restwoche!

Always love, Luki

  1. Dafür, dass das Kind erst ca. zehn Mal im Stadion war, hat es ganz schön viele letzte Spiele von Trainern gesehen: Robin Dutt, Thomas Reis und jetzt Dieter Hecking.

  2. Der Name Heinser ist in der Schweiz etwas verbreiteter als hier, aber selten genug, in Kombination mit Lukas ist das - zumindest vor dem Jahr 2000 - schon wirklich unwahrscheinlich.

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