Lithiumhydroxid: Vom Preisverfall zur möglichen Trendwende
Historischer Preisverfall
Ein Kilogramm Lithiumhydroxid kostet aktuell nur noch etwas mehr als acht Dollar – vor wenigen Jahren mussten Käufer, insbesondere Batteriehersteller, noch rund das Zehnfache bezahlen. Lithiumhydroxid ist eine hochveredelte Form von Lithium und wird vor allem für die Akkus von Elektroautos benötigt.
Gründe für den Preissturz
1. Nachlassende Euphorie für Elektromobilität:
In Europa und den USA ist die anfängliche Begeisterung für Elektroautos deutlich abgeflaut. Viele Autohersteller haben ihre ursprünglich ambitionierten Ziele für E-Fahrzeuge zurückgeschraubt. Gründe dafür sind:
Hohe Preise für Neuwagen
Geringe Reichweiten
Unzureichende Ladeinfrastruktur
In Deutschland: Wegfall der Kaufprämien durch eine kurzfristige Regierungsentscheidung
2. Ausbau der Produktionskapazitäten in China:
China hat weltweit Lithiumvorkommen aufgekauft und massiv ausgebaut. Das silbrig-weiße Alkalimetall wird vor allem in Salzseen (z. B. Chile) und in Gestein (z. B. Kanada) abgebaut. Die Weiterverarbeitung zu hochreinem Batteriemetall erfolgt in sogenannten Konvertern – die meisten dieser Raffinerien stehen in China.